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am 4. Mai 2015
Die Rede von Kardinal Kasper als Buch? Gut, dass es erschienen ist und man sich selbst ein genaues Bild von dem machen kann, was er gesagt hat (den Medienberichten kann man ja nicht unbedingt trauen ...).
Der Inhalt ist dann erschreckend dünn: Eigentlich findet sich gar keine Erklärung, warum das unauflösliche Ehesakrament irgendwie doch nicht unauflöslich sein soll - jedenfalls sollen ja cie wiederverh. Geschiedenen auch zu den Sakramenten zugelassen werden. Wenn man nicht nur oberflächlich und voreingenommen dem "großen Kardinal" folgen will, wird man seine Vorschläge kaum als begründet ansehen können. Das Wort Christi ist zu eindeutig.
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am 21. April 2015
Dieses Buch von Kardinal Kasper ist insofern mutig, weil er ein Thema anspricht, von dem er ausgehen musste, dass sehr viele Katholiken außerhalb des deutschsprachigen Raumes seine Meinung im lockeren Umgang mit der sakramentalen Ehe niemals teilen würden. Franziskus der I. riet mehrmals, lieber mal einen falschen Schritt zu machen, als gar keinen Fuß vor die Tür zu setzen. Kardinal Kasper legt in wenigen und eher oberflächlichen Argumenten dar, wie eine „zweite“ sakramentale Ehe entgegen der biblischen Ehe-Lehre, wie sie durch die Evangelien überliefert wird, gerechtfertigt werden könnte und somit auch der Zugang zum Eucharistie-Empfang für die Wiederverheiratet Geschiedenen möglich wäre. Durch die Rede zum Beginn der Familiensynode und durch dieses Buch ist eine großartige, fundierte und tiefgehende Debatte losgetreten worden, die in der Praxis die Pastoral langfristig bereichern, vertiefen und heilen kann. Eine Antwort auf das Buch von Kardinal Kasper im Sinne eines wissenschaftlichen konstruktiven Streitgespräches bietet beispielsweise das Buch „In der Wahrheit Christi bleiben.“ Hrsg Robert Dodaro OSA, echter-Verlag. Aus meiner Sicht sollten beide Perspektiven von Interessierten gelesen werden, die sich mit dem Thema Ehe, Familie, Sakrament und den Problemen unserer Zeit in diesem Zusammenhang auseinandersetzen möchten.
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TOP 1000 REZENSENTam 22. März 2014
Kaspers Rede zur Vorbereitung des Konsistoriums
Nicht nur Finanz-u. Wirtschafskrisen bedrohen uns. Gefährlicher für die Zukunft unserer Gesellschaft kann die abnehmende Bindungsfähigkeit vieler Menschen sein, der Zerfall der Familien und die Tatsache, Kinder vorwiegend als Kostenfaktor zu bewerten. Unter den vielen Ursachen für diese Missstände sehen viele die starre Haltung der katholischen Kirche im Hinblick auf Sexualität und Ehe an. Christen wiederum sehen als Ursache die fortschreitende Säkularisierung.
Speziell die katholische Kirche hat große Schwierigkeiten. Auf der einen Seite stehen ihre Aussagen über Sexualität, Unauflöslichkeit der Ehe, um nur zwei Punkte zu nennen, auf der anderen Seite steht die Tatsache, dass auch die Mehrheit der Katholiken anders lebt und sich verhält, als es die Kirche vorschreibt.
Papst Franziskus hatte Kardinal Kasper aufgefordert, zur Vorbereitung der außerordentlichen Bischofssynoden im Herbst 2014 und der für 2015 vorgesehenen ordentlichen Bischofssynode eine Rede zu halten. Bei diesem Vortrag sollten auch kontrovers diskutierte Fragen behandelt werden.
Im ersten Teil seiner Rede geht Kasper zurück zu den Wurzeln, also dem Alten Testament und den dortigen Aussagen über den Menschen, sein Wesen, seine Aufgabe. Vieles würde wohl auch von Christen anders beurteilt werden, hätten sie ein größeres Wissen. Aber leider seien zu viele letztlich nur getaufte Katechumenen oder gar Heiden.
Der Mensch ist nicht als Single geschaffen, sondern als Mann und Frau, die sich gegenseitig ergänzen und unterstützen. Da ist nichts von Diskriminierung der Frau herauszulesen und hat nichts mit dem Gender-Wahn gemein.. Die Familie ist die Urordnung der Menschheitskultur. Größte Bedeutung müsste wieder der Sabbat für die Familie haben. Hier könnten die Christen viel von ihren jüdischen Freunden lernen. Aufgabe der Familie wäre es, die Welt zu heilen. Sie steht vor dem Staat. Natürlich gibt es für die heutigen Kleinfamilie größere Probleme, ein harmonisches Leben angesichts einer veränderten Arbeitswelt zu gestalten. Hier hilft keine Resignation, sondern nur kräftiges Bemühen.
Geborgenheit und Unterstützung können Pfarrgemeinden heute kaum mehr leisten. Hier liegt in der Zukunft eine Aufgabe bei den Hauskirchen, mit denen die Kirche ursprünglich auch begonnen hatte.
Kasper erklärt in seiner Ansprache, dass die Eltern Uber Zahl und Rhythmus der Geburten zu entscheiden hätten. Offenbar ist er bemüht, neue Wege zu beschreiten, wie dieses Ziel zu erreichen ist. Christen sollten sich der begrenzten Möglichkeiten der Kirche im Hinblick auf Modernisierung, Anpassung an die Gegenwart bewusst sein. Ein Abweichen von den Grundlagen, also der Hl. Schrift ist unmöglich.. Es kann keine Lösung geben, die der Schrift bzw. dem Worte Jesu widersprechen. Sorgfältig muss sie aber bemüht sein, den richtigen Weg jenseits von Rigorismus und Laxismus zu gehen. In den Fragen der Ehescheidung, der Wiederverheiratung, der Zulassung Geschiedener zu den Sakramenten muss verstärkt gefragt werden, ob die erste Ehe im Sinne der Kirche überhaupt gültig war. In recht vielen Fällen wird sie es wohl nicht gewesen sein. Vor allem muss bedacht werden, dass es nie ‚die‘ Geschiedenen, sondern immer nur ‚den‘ als Einzelfall gibt. Hier wäre es gut, den von Thomas von Aquin beschriebenen Grundsatz der Epikie, also der Einzelfallgerechtigkeit verstärkt zu beachten. Letztlich habe die Kirche barmherzig zu sein
Kasper mahnt am Ende an, nicht Zölibatäre allein beraten zu lassen, die Einschaltung von Nichtzölibatären sei dringend nötig.
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am 27. Dezember 2014
Kardinal Kasper wurde oft als der "lächelnde Kardinal" bezeichnet - Liebe, Freundlichkeit, Heiterkeit, und natürlich Barmherzigkeit gehören zu seiner Etikette.
Doch erst bei der kürzlich vergangenen Bischofssynode in Rom ließ er durch rassistische Bemerkungen gegenüber den afrikanischen Bischöfen, und in der Folge durch wiederholtes Lügen in dieser Angelegenheit eindeutig die Maske fallen. (vgl. [...])
Leider handelt es sich dabei um keinen punktuellen Lapsus, sondern um einen Grundzug seiner ganzen Persönlichkeit - eingeschlossen sein Glaubensleben wie auch sein Denken (beides ist religiös nie zu trennen). Unter den schön aufpolierten, jedem schmeichelnden Reden und Aufsätzen des Kardinals verbergen sich nämlich nicht nur sachliche Ungenauigkeiten, sondern auch inhaltliche Verdrehungen jeder Art. So wurde beispielsweise seine verzerrende Zitierung der Kirchenväter in der vorliegenden Rede mehrfach kritisiert. Die materialreiche, dichte und zu dieser Frage schlichtweg abschließende Antwort haben mehrere Kardinäle verfasst und dieses Jahr unter dem Titel "In der Wahrheit Christi bleiben" veröffentlicht.
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am 30. Juli 2014
Kardinal Walter Kasper gibt der katholischenPosition zu Ehe und Familie einen guten und theologisch fundierten Impuls in eine zukunftsweisende Richtung.
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am 15. Juni 2014
Nach den verschiedenen Beurteilungen und öffentlichen Meinungen auch Halbschlauer und Besserwisser, ist das Buch die richtige Veröffentlichung und der Inhalt ein ersten Kennenlernen der Materie, was in Rom die Bischofssynode im Herbst vielleicht sogar als Grundlage der Versammlung haben wird. Das Buch sollte jeder lesen, bevor zum Thema redet innerhalb und außerhalb der Kirche.
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