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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
7
Nachtgedanken eines Beichtvaters
Preis:16,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 17. März 2013
Tomas Halik steht in der großen Tradition spiritueller Leader wie Henry Nouwen und Johannes Bours. Ganz von seiner Person absehend, kommt er wie beim Festziehen einer Schraube in der Mutter, zu den wesentlichen Inhalten und Impulse eines Glaubens, der standhält, auch wenn "auch die Wasser und Wellen ringsumher wogen". Zeigt sein erstes ins Deutsche übersetzte Buch den Weg, so sind die Nachtgedanken Begegnungen mit dem Innersten des gläubigen Priesters, der ein Gläubiger unter Glauben könnenden und wollenden ist. Auf den dritten Band "Berührt durch seine Wunden", darf man deshalb schon jetzt gespannt sein. Wer Professor Halik einmal in Prag sucht, der findet ihn abends spät in der Studentenkirche St. Ignatius, direkt an der Karlsbrücke, auf der Altstadtseite.
9 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 18. Dezember 2012
Der Autor schafft es in seinem Buch, in kurzen, gut auf einmal lesbaren Abschnitten, Themen aufzugreifen, die für jeden Gläubigen immer wieder Fragen aufwerfen. Mit spitzer Zunge und ein wenig Ironie gelingt es Tomás Halík Spannung und Leselust in sein Buch zu bringen. Die Lektüre regt durchaus zur kritischen Auseinandersetzung und Vorsicht! auch zum Nachdenken an. Der Glaube kann durch dieses Buch an neuen Perspektiven gewinnen und so leichter die ungewissen Zeiten bewältigen. Alles in allem sehr zu empfehlen.
9 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 7. November 2013
Ich muss leider zu meiner Schande gestehen, dass es mir schwer gefallen ist, dass Buch zulesen.
Ich hab versucht immer wieder die Texte nachzulesen, hab aber dabei immer den roten Pfaden verloren.
Ich hatte das Gefühl, dass der Autor gerne Kommazeichen benutzt hat als den Satz zu beenden.
Es liegt aber nicht an dem Buch sondern an mir, dass ich das nicht verstanden habe.
Deswegen möchte ich es nicht schlecht bewerten und werde nochmal einen Versuch starten, es zulesen.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 30. September 2012
Um es vorweg zu nehmen, was mir am wenigsten gefällt an dem Buch ist der Titel: `Nachtgedanken eines Beichtvaters` kling doch sehr nach Enthüllungsjournalismus und er hätte mich wohl eher vom Kauf abgeschreckt, wenn ich nicht in einem Refektorium eine Leseprobe genossen hätte.

Der Untertitel `Glauben in Zeiten der Ungewissheit` beschreibt da viel besser, was das Anliegen und auch das Anspruchsniveau des Buches ist und in der Beleuchtung dieses Spannungsfeldes ist es, denke ich, für jeden eine Bereicherung, dem christlicher Glaube noch etwas bedeutet /der ein Interesse daran hat, der sich jedoch auch nicht scheut, Darstellung und traditionelle Auslegung der Evangelien kritisch zu hinterfragen, ohne sich dabei dogmatische Scheuklappen anlegen zu lassen.

Die Gliederung in 15 Essays mit unterschiedlichen Schwerpunkten ermöglicht es, sich das Werk auch in kleinen Häppchen zu Gemüte zu führen, ohne dass dabei der Zusammenhang verloren geht. In der Kombination aus Gedanken von christlichen und nicht christlichen Denkern, persönlichen Überlegungen und sehr humorvollen Betrachtungen seines Prager Umfeldes zeigt der Autor, dass auch bei religiöser Literatur sich Anspruch und Lesevergnügen nicht ausschließen müssen.

Den humorvollen Teil muss sich jeder selbst im Buch erschließen und viele inhaltliche Aspekte erwarten vom Leser kaum theologischen Vorkenntnisse oder besondere `Gehirnakrobatik`. Dennoch möchte ich mir erlauben, noch auf einen der etwas 'anstrengenderen', aber für mich auch besonders wertvollen Gedankengänge einzugehen:

Ausgangspunkt sind die Überlegungen zur Deutung des österlichen Geschehens. Eine häufige Sichtweise ist die eines Dramas, in dessen erstem Akt ein gerechter und unschuldiger Mensch hingerichtet wird, der dann im zweiten Akt aufersteht und als Gott erscheint. Eine zweite Deutung jedoch lässt die beiden Akte nicht hintereinander sondern parallel laufen, wobei der erste Akt das äußere Geschehen darstellt und der Zweite die Re-Interpretation dieser Handlung mit den "Augen des Glaubens" ist. Diese Sicht setzt die Bereitschaft voraus, Ostern nicht als Geschichte mit Happy End, sondern als Paradoxon zu akzeptieren, als den (scheinbaren) Widerspruch, dass in einer Niederlage auch ein Sieg (der Liebe) stecken kann. Dass ein solches österliches Verständnis auch bei den verzagten Jüngern neue Hoffnung geweckt hat, kann man als göttliches Handeln begreifen. (Aus meiner Sicht ist die Frage nach den historischen Begebenheiten, die den Begegnungen mit Jesus nach seiner Kreuzigung zugrunde liegen, dabei zweitrangig).

Konfrontiert mit all dem, was in Kirche und Welt (und vielleicht auch im eigenen Leben) das Bekenntnis `Gott ist die Liebe` als Torheit erscheinen lässt, führt diese Deutung auch heute nicht zur Botschaft, "dass alles letzten Endes doch gut ausgeht", sondern zu dem "kleinen Glauben", "dass vielleicht, trotz alledem und allem gegenüber zum Trotz wird dies alles auch ganz anders sehen, bewerten und ertragen können" und so dieses Bekenntnis auch heute Bestand haben kann.
Dazu passt allerdings weder eine Vorstellung von Gott als Papa "welcher seinerseits durch die entsprechenden kirchlichen Papas repräsentiert wird, denen wir jetzt gleich wunderschön ein Hurra entgegen schreien" und auch nicht ein "manipulativ-suggestiver" Ansatz, der das Versetzten in einen enthusiastischen Zustand, als das "Wehen des Heiligen Geistes" ausgibt. Der "kleine Glaube" verharrt nicht auf dem "dem dünnen Eis der Illusionen" sondern versucht wieder in die Tiefe "der ursprünglichen Religiosität" vorzudringen. "In der Tiefe jenes Geheimnisses" ergibt sich dann vielleicht auch eine "Konvergenz der Intuitionen" mit nicht christlichen Lehren und vielleicht auch eine neue Gemeinschaft, um diese Religiosität heute zu leben.

"Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein, oder er wird nicht sein" schreibt Karl Rahner. In diesem Sinne leistet das Buch aus meiner Sicht einen Beitrag dazu, warum und wie christlicher Glaube trotz vieler Ungewissheiten und Wiedersprüche doch eine Zukunft haben könnte.
29 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 19. Juni 2013
Dieses Buch ist lesenswert, Kann es bestens weiterempfehlen. Es sind sehr gute Gedanken dabei, die man im persönliche Leben auchgebrauchen kann..
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 13. Mai 2013
Tomas Halik ist ein hochintelligenter, sehr belesener Mann, der sich souverän in "seinen" Wissensgebieten, der Theologie, der Psychotherapie, der Soziologie und vor allem der Philosophie und Mystik, bewegt.
Was seine Bücher aber abhebt von vielen wissenschaftlichen Diskursen, ist sein Ringen um das heute "real existierende" Christentum. Mit Herzblut und großer Wahrhaftigkeit greift er unsere tiefsten Fragen nach dem Sinn unseres Lebens und nach Gott auf.
Als Professor an der Karls-Universität Prag erlebt er unzählige Menschen und deren Glauben, vor allem deren Glaubenszweifel und alle Spielarten des Skeptizismus und Atheismus.
Und jedes Jahr zieht er sich im Sommer in eine Einsiedelei im Rhein-Main-Gebiet zurück, um innezuhalten, zu beten und zu meditieren. Die Erfahrungen eines Jahres sortiert und überdenkt er, aber nie nur theoretisch ordnend und sezierend, sondern mit dem Herzen eines Mystikers. Nirgendwo übernimmt er vorgefertigte Antworten (z. B. aus der Theologie oder der kirchlichen Lehre), sondern sucht für sich und seine Leser gangbare Wege durch die vielen ungelösten Probleme im Herzen der Menschen.
So entsteht jedes Jahr ein Buch.
"Glaube in Zeiten der Ungewissheit" ist der Untertitel. Halik weiß einerseits, dass Gott ein Geheimnis ist und bleibt (s. Karl Rahner, Von der Unbegreiflichkeit Gottes), aber sein ganzes Denken dreht sich um dieses Geheimnis - eigentlich ein Paradoxon. Wir sind noch nicht angekommen. "Hoffnung und Glaube sind Kräfte, welche die Freiheit und das Offensein unserer Seele für dieses Geheimnis, für Gott also, bewahren." (S. 127)
Das Buch ist eine glühende Auseinandersetzung mit den Glaubensproblemen unserer westlichen Welt. Was der Autor über Jesus in der Geschichte vom Weg nach Emmas sagt, gilt auch für Haliks Text selbst: "Er interpretiert die Geschichte im Hinblick auf die momentane Situation und Gemütsverfassung der Wanderer als eine Antwort auf ihre Fragen, und damit interpretiert er ihre ureigene Gegenwartslage auf Neue." (S. 299)
Eines muss allerdings warnend gesagt sein: Die Sprache des Autors ist keine einfache; das Lesen ist anstrengend. Dieses Buch gehört nicht zur religiösen Wellness-Literatur.
15 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 5. Februar 2013
Das Buch war im exzellenten Zustand und hat meine Freizeit bereichert :)
Ich habe mich sehr gefreut und kann rein gar nichts aussetzen.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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