find Hier klicken Sonderangebote PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Hier Klicken Storyteller AmazonMusicUnlimited AmazonMusicUnlimited Fußball longSSs17



Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 11. Juli 2013
Der engagierte Umweltschützer fasst in seinem Buch Studien aus 50 Jahren Delfinforschung auf sehr unterhaltsame Weise zusammen und überlässt es dem Leser am Ende, eine Entscheidung zu treffen: Sind Wale und Delfine Personen, haben sie „Personalität“ und stehen ihnen damit bestimmte Rechte zu?

Das Buch gibt einem eine gute philosophische und naturwissenschaftliche Basis an die Hand, um sich besser in der Tierrechtsdebatte zu positionieren.

Das Buch ist trotz aller persönlicher Anekdoten und dem fiktionalen (vielleicht überflüssigem) ersten Kapitel sehr wissenschaftlich, da jede Erkenntnis mit einer Studie belegt ist, die man sehr schnell nachrecherchieren kann. Brensing argumentiert auf Basis dieser Forschungsergebnisse, dass sich Delphine durch individuelle Pfiffe erkennen und durch Imitation dieser untereinander kommunizieren. Eine wahrhaft einmalige Leistung im bisher erforschten nicht-menschlichen Tierreich. Auch andere Tests zu Konzepten der Bewusstseinsforschung scheinen die Tiere zu bestehen: Spiegeltest, Theory of Mind, Bildung von Allianzen 3. Ordnung und Kulturen.

Im Bonusmaterial unter walrecht.de erörtert er die Begriffe "Tradition und Kultur" und macht deutlich, dass soziales Imitieren schon bei einfachen Korallenfischen zu finden ist. So richtig nachvollziehen lässt sich nach dieser Ernüchterung dann der Sprung zu delfinischer Kultur mit seiner Argumentation aber nicht. Dazu sollte man dann nochmal in die Original-Publikationen schauen.

In dem Buch geht es übrigens nicht nur um Meeressäuger, sondern auch um Elefanten, Krähen, Papageien, Hunde und Große Menschenaffen. In einer kleinen spitzen Bemerkung kann man auch lesen, dass er den Glauben an gewisse Propheten mit dem Glauben an den Weihnachtsmann gleichsetzt. Man hat so viel zu lachen und staunen, dass man über das falsch geschriebene „Borka-Areal“ (eigentlich Broca) getrost hinweglesen kann.

Karsten Brensing engagiert sich bei der "Whale and Dolphin Conservation" (WDC) für den Schutz der Tiere. In seinem Buch klärt er über die Probleme der Fischerei, Delfintherapie und Delfinarien auf. Verankerte Grundrechte für Wale und Delfine wären ein extremes aber wirksames Mittel für den Artenschutz. Aus dem gleichen Grund wird ja auch bei Großen Menschenaffen über Grundrechte diskutiert: Sie sind vom Aussterben durch den Menschen bedroht.

Alles in Allem: Sehr empfehlenswert!
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Mai 2013
Die moderne Wissenschaft weist in immer neuen Studien darauf hin, dass viele Tiere logisch denken und kreative Ideen entwickeln, dass sie eine Vorstellung von Raum und Zeit haben, dass sie wie wir Beziehungen und Freundschaften eingehen, dass sie Liebe und Trauer empfinden, ja sogar Fairness, Mitgefühl und moralisches Verhalten zeigen. Und manche Tierarten verfügen offensichtlich über Selbst­bewusstsein. Der Meeresbiologe und Verhaltensforscher Karsten Brensing hat zu diesem Thema ein viel beachtetes Buch geschrieben: »Persönlichkeitsrechte für Tiere - Die nächste Stufe der moralischen Evolution.«

An den Beginn seines Buches stellt Karsten Brensing die Frage: »Was genau unterschiedet uns vom Tier?« Schließlich sind wir Menschen aus biologischer Sicht Säugetiere. Doch der Verhaltens­forscher macht von Anfang an klar: »Ich will nicht behaupten, dass wir uns nicht von den Tieren unterscheiden. Nein, ich möchte eher versuchen, in einigen Tierarten Fähigkeiten aufzuspüren, die wir bis vor Kurzem nur unserer Art zugetraut haben.«

Vor 100 Jahren war der Werkzeuggebrauch von Schimpansen eine Sensation. Heute wissen wir, dass viele Tierarten Werkzeuge gebrauchen und herstellen. Bis vor wenigen Jahren waren sich die Biologen einig, Selbstbewusstsein gibt es außer bei uns nur bei den Menschenaffen. Das »Spiegel-Experiment« belegt Selbstbewusstsein. Inzwischen haben den Spiegeltest auch Elefanten, Delfine und Papageien bestanden. Auch Schweine und einige Hunde zeigten in Experimenten Verständnis für die Wirkweise des Spiegels. »Das Experiment untergräbt einfach nur unser Alleinstellungsmerkmal als Mensch gegenüber den anderen Mitbewohnern auf
‚unserer’ Erde«, so Brensing.

»Menschliche« Verhaltensweisen in der Tierwelt

Längst gibt es aus der Biologie viele Beispiele, bei denen sich Tiere uneigennützig verhalten, was die Biologen Altruismus nennen. Warum hilft zum Beispiel ein Delfin einem ertrinkenden Menschen? In Neuseeland wurde beobachtet, wie ein Delfin zwei Walen, die sich im Flachwasser verirrt hatten, den Weg aus der Falle wies. Offenbar haben Delfine ein artübergreifendes Hilfeverhalten und ein Verständnis des Konzeptes einer Notsituation. „Interessanterweise gilt das auch umgekehrt“, schreibt Brensing: „So überraschte am 11. Januar 2013 ein Delfin eine Gruppe von Tauchern vor Hawaii. Das Tier hatte eine verhedderte Angelsehne mit Haken an seiner Seitenflosse und präsentierte sein Problem den überraschten Besuchern der Unterwasserwelt. Nach kurzem Zögern agierten diese beherzt und versuchten die Angelsehne zu entfernen. Als dies nicht so einfach funktionierte, akzeptierte der Delfin sogar ein gezücktes Messer. Glücklicherweise wurde die gesamte Situation gefilmt, und so gibt es keinen Zweifel daran, dass der wild lebende Delfin die Menschen eindeutig um Hilfe gebeten hat.“

Es gibt weit mehr Eigenschaften und Verhaltensweisen, die uns Menschen mit den Tieren verbinden als solche, die uns von ihnen trennen. Mit großem Sachverstand, unterhaltsam, fesselnd und gleichzeitig bewegend stellt Karsten Brensing aktuelle Forschungsergebnisse vor, zu Fragen wie: Haben Tiere Bewusstsein? Verfügen Tiere über Intelligenz? Sind Tiere soziale Wesen? Leben sie in ihrer eigenen Kultur? Haben Tiere „menschliche“ Gefühle wie Liebe oder Trauer? Zeigen Tiere Mitgefühl? Können sie sich in andere hineinversetzen? Zeigen sie Fairness und Moral?

Menschen, die Tiere lieben und mit ihnen zusammenleben, werden diese Fragen aus ihrer eigenen Beobachtung mit „Ja“ beantworten: Natürlich hat mein Hund, mein Pferd oder meine Katze Bewusstsein, ist intelligent, mitfühlend und kann mit mir kommunizieren – und ist definitiv eine Persönlichkeit, die sich von anderen Hunden, Pferden oder Katzen unterscheidet.

Inzwischen hat auch die wissenschaftliche Forschung diese Fragen für viele Tiere mit „Ja“ beantwortet – und es ist Karsten Brensings erfrischendem Schreibstil zu verdanken, dass dem Leser der neueste Forschungsstand allgemein verständlich und wirklich interessant vorgestellt wird. Und der führt zu dem Schluss: „In den grundlegenden Fähigkeiten, die uns Menschen zu Personen machen, stehen uns somit eine ganze Reihe von Tieren in nichts nach“, so der Verhaltensforscher. Das Denken und Fühlen von uns Menschen ist mit dem Denken und Fühlen von Tieren zutiefst verwandt.

Wenn Tiere Persönlichkeiten sind - stehen ihnen dann nicht auch Rechte von Personen zu?

Nun ist diese Tatsache mit Konsequenzen verbunden. Denn: Wenn viele Tiere offensichtlich alle Merkmale von Personen aufweisen, müssten wir dann nicht auch bei diesen Tieren von Personen sprechen? Personen haben bekanntlich Rechte. Und so stellt Karsten Brensing an uns alle die entscheidende Frage: „Sind Sie bereit, ‚tierischen Personen’ ein Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit zuzusprechen? Sollen diese ‚Personen’ Schutz vor Folter und Qual genießen, ein Recht auf Freiheit, Eigentum und Sicherheit der Person und ein Recht auf Privatsphäre haben?“

Das Buch „Persönlichkeitsrechte für Tiere“ stellt den Umgang unserer Gesellschaft mit Tieren zutiefst in Frage. Es wirft zahlreiche politische, juristische und ethische Fragen auf. Als ethische Frage betrifft es vor allem auch jeden Einzelnen, die eigene Moral, das eigene Gerechtigkeitsempfinden: Wenn ich anerkenne, dass Tiere Persönlichkeiten sind, habe ich die ethisch-moralische Verpflichtung, mich auch entsprechend zu verhalten und zu handeln.
0Kommentar| 18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Ein wenig gram bin ich dem Verlag schon, dass auf dem Cover ein Affe und nicht etwa ein Delfin zu sehen ist. In diesem Buch beschäftigt sich der Meeresbiologe und Verhaltensforscher Brensing in erster Linie mit Delfinen.

Sehr genau erzählt er von ihrer Lebensweise, ihrem Sozialverhalten und auch darüber, wie man bestimmten Tierarten nicht zu Menschenrechten, aber zu Persönlichkeitsrechten verhelfen kann. Leider nehmen wir Menschen es immer noch als gottgegeben hin, dass wir allein die Herrscher dieser Erde sind. Aber, so fragt auch Karsten Brensing, was gibt uns das Recht dazu?

Das Bewusstsein? Der Forscher spricht es den Delfinen nicht ab. Die Sprache? Der Forscher weist nach, dass Delfine über eine Sprache verfügen. Natürlich ist diese nicht mit menschlicher Sprache zu vergleichen. Aber Delfine können sich mit ihrer Sprache unter Wasser gut verständigen. Dabei räumt der Autor sogleich mit einigem Blödsinn auf, den die Filmemacher von "Flipper" uns suggerieren wollten.

Dieses Buch ist äußerst spannend erzählt. Natürlich spielt der Affe auch eine kleine Rolle, aber auf's Cover gehört der Delfin, denn in erster Linie geht es hier um ihn und dem Verlangen danach, ihm Persönlichkeitsrechte zu garantieren.

Selten habe ich ein Sachbuch als so spannend empfunden!
0Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. August 2013
Wenn von Persönlichkeitsrechten die Rede ist, entzünden sich an diesem Thema die hitzigsten Debatten rund um Abtreibung, Sterbehilfe und dem moralisch vertretbaren Umgang mit geistig schwerbeeinträchtigten Menschen. Vergleichsweise konsenstreu lauten jedoch die Meinungen ob denn Tiere Persönlichkeitsrechte besitzen sollten - dies wird von der Mehrheit in Abrede gestellt.

Zu Unrecht, diagnostiziert der Delfinologe Karsten Brensing in seinem neuen Buch welches der Frage auf den Grund geht, ob es denn in Anbetracht neuester Erkenntnisse der Zoologie und Verhaltensbiologie noch gerechtfertigt ist Tiere bei der grundsätzlichen Erörterung von Persönlichkeits- und Grundrechten außen vor zu lassen.
So haben wir mit Tieren auch jene Fähigkeiten und Fertigkeiten gemein, die uns laut gängigem Paradigma privilegieren, Persönlichkeitsrechte inne zu haben. Sei es die Fähigkeit Werkzeug herzustellen und zu benutzen, Feinheiten der Kommunikation wie eigene Sprachalgorithmen oder die Anwendung komplexer Problemlösungsstrategien. Brensing veranschaulicht dies anhand vieler Beispiele aus der Tierwelt, insbesondere aus seinem Fachgebiet - dem Leben und Treiben der Delfine.

Fazit: Eine gelungene Abhandlung zu der oft verhehlten Gleichwertigkeit von Mensch und Tier und mit geistreichem Wortwitz vorgetragen, wenngleich das Thema noch ausführlicher behandelt werden muss außer in dieser lapidaren, akademischen Betrachtung.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Mai 2013
Selten hat mich ein Buch so gefesselt wie dieses! Eigentlich bin ich ein eingefleischter Belletristikleser, aber bei diesem Sachbuch hatte ich auch nie das Gefühl, dass ich gerade irgendwelche "trockenen" Fakten schlucken muss. Es ist äußerst lebendig und humorvoll geschrieben, kurzweilig und spannend und wurde für mich zum echten Pageturner.
Zudem habe ich eine ganze Menge gelernt bei der Lektüre. Viele Fakten über Delfine und Wale (und ein paar andere Säuger) kannte ich noch nicht und gerade die Untersuchungen zur Persönlichkeit der Tiere haben mich absolut verblüfft. Ehrlich gesagt: Seid dem fällt es mir wirklich schwer, Fleisch zu essen.
Der Autor schafft es jedoch, das zwar mit seiner ganz eigenen Begeisterung, aber ohne missionarischen Unterton zu vermitteln, sodass man sich sein Urteil wirklich selbst bilden kann. Wissen gepaart mit großer Unterhaltung: Das können nur wenige Bücher.
Einziger Kritikpunkt: Das Cover passt einfach nicht zum Inhalt. Schade.
Mein Tipp: Unbedingt lesen!
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Mai 2013
Karsten Brensing ist es gelungen ein wirklich fesselndes und gleichzeitig bewegendes Sachbuch zu schreiben.
Die von ihm vorgestellten Forschungsergebnisse sind ein eindrucksvolles Plädoyer für einen anderen Umgang mit unseren tierischen Verwandten.
Sie machen deutlich, dass Tiere Persönlichkeiten sind und es an der Zeit ist, dass wir dies anerkennen und ihnen die entsprechenden Rechte einräumen.
Ich wünsche mir, dass viele Menschen dieses Buch lesen.
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Juni 2015
Das Buch ist sehr lesenswert. Man bekommt eine Menge Informationen und Einblicke in das Verhalten und die Fähigkeiten von Tieren.
Oft werden Tiere zu gering geschätzt, nur als Spielzeug oder Nahrungsquelle angesehen oder achtlos misshandelt. Dieses Buch regt an
zum Nachdenken und ändert gewiss manche falsche oder oberflächliche Einstellung zum Tier und stellt letztlich auch das Verhalten von uns Menschen auf den Pruefstand.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. August 2013
Der Autor erklärt auf eine sehr bildhafte und dem biologischen Laien sehr verständliche Art und Weise den derzeitigen Stand der Forschung zu der Frage, wie "intelligent" viele Tierarten sind.

Er beschreibt die Gemeinsamkeiten zwischen Menschen und diversen Tierarten, ohne jedoch hierbei die Unterschiede auszublenden und wirft die berechtigte Frage auf, ob unsere Menschenrechte nicht viel eher Persönlichkeitsrechte sein müssten, die auch Geltung für viele Tierarten beanspruchen müssen.

Durch die anschauliche und auch sehr humorvolle Schreibweise, die den Leser stets anspricht und in das Geschehen einbezieht, ist das Buch trotz der vielen fachlichen Informationen sehr kurzweilig und spannend zu lesen. Hoffentlich werden wir in Zukunft noch mehr von diesem Autor lesen können.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Juni 2013
Auch wenn das Erstlingswerk von Karsten Brensing sehr unterhaltsam geschrieben ist, gibt es von mir nur drei Sterne.

Der Grund: Ich finde es nicht in Ordnung, dass ein bekennender Delfinarien-Gegner zur Darstellung der Intelligenz der Delfine fast ausschließlich Forschungserkenntnisse aus wissenschaftlich geführten Delfinarien bemüht, andererseits in seinem Buch aber keine Gelegenheit auslässt, gegen Delfinarien zu wettern. Für mich ist dieses Verhalten inkonsequent. Ohne die Forschungsergebnisse aus Zoos hätte dieses Buch gar nicht geschrieben werden können, da mit vielen Tieren keine befriedigende Freilandforschung möglich ist.
Außerdem: Auf dem Cover ist ein Schimpanse abgebildet. Brensing ist Delfin-Experte!
55 Kommentare| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden