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am 1. Oktober 2011
Erst langsam wird in Westeuropa mehr bekannt, was sich vor der Wende in den kommunistischen Staaten für die Kirchen abspielte. Am schärfsten war die Verfolgung und Unterdrückung in der ehemaligen Tschechoslowakei. Dort wirkte der in Erfurt 1978 geheim geweihte Priester und Gelehrte Thomas Halik (Jg. 1948), Mitarbeiter von Kardinal Tomasek und Vaclav Havel, der ihn gerne als seinen Nachfolger gesehen hätte. Johannes Paul II. berief ihn in den damaligen Päpstlichen Rat für den Dialog mit den Nichtglaubenden, Benedikt XVI. verlieh ihm den Ehrentitel eines Päpstlichen Prälaten, die Münchener Katholische Akademie 2010 den "Guardini-Preis". Die Quintessenz seiner langjährigen Seelsorgserfahrungen im bis heute atheistischen Umfeld hat Halik nun in deutscher Sprache unter dem Titel "Geduld mit Gott" im Herder Verlag vorgelegt. Dabei sieht er in Anlehnung an Nietzsche, aber auch an Therese von Lisieux und Simone Weil, den Atheismus als Herausforderung zur Reifung des Glaubens, als eine "nicht zu Ende gesprochene Wahrheit", von der der Gläubige viel zu lernen hat. In der Debatte um Säkularismus und Fundamentalismus, um Glaube und Unglaube, betont Halik das Ausharren in Zweifeln und Verlassenheiten, die Geduld mit Gott in Glaube, Hoffnung und Liebe. Beispielgebend ist die evangelische Gestalt des Zöllners Zachäus, bei dem Jesus unerwartet und ohne Vorbedingungen einkehrt. Zächäus ändert sein Leben und ist in seiner Distanz zum religiösen Milieu ein Prototyp für Situationen der Evangelisierung in der Gegenwart. Der persönlich und engagiert geschriebene Text nähert sich in mehreren Kreisbewegungen seinem Thema. Man spürt den engagierten Verkündiger auf ungewohnten Strassen des gegenwärtigen Jericho nicht nur in Prag, wo Halik inzwischen einen Lehrstuhl an der Karlsuniversität hat, sondern genauso in den westlichen Staaten. Keine belehrende Apologetik, sondern Einfühlung und Hörbereitschaft sind sein Charakteristikum. Das Buch sollte allen Verkündigern der frohen Botschaft eine Pflichtlektüre sein und sie vor plakativen Umgang mit der Glaubenswahrheit warnen.
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am 30. April 2013
Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der sich mit der Spiritualität beschäftigt. Von der Sprache und dem Wissen des Autors begeistert. Eine wunderbare, aufrüttelnde Lektüre.
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am 1. Juni 2013
Der Zöllner Zachäus als Heiligengestalt unserer Zeit ... das war ein interessanter Gedanke. Viele Menschen von heute wollen auch gern sehen, wer dieser Jesus ist, aber Menschen und Institutionen (Kirche) versperren die Sicht, bis da einer kommt und sie persönlich beim Namen ruft...
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am 4. Juni 2016
Der Charakter dieses Buches wird veilleicht durch folgende Zitate deutlich :

"Mit den Atheisten stimme ich in vielem überein. in fast allem - außer ihrem Glauben, dass es Gott nicht gibt. Auf dem bunten Market der Religionen unserer Zeit habe ich den Eindruck den Skeptikern (...) näher zu stehen als manchem anderen, was dort so aufdringlich angeboten wird. Mit Atheisten bestimmter Prägung kann ich die Abwesenheit Gottes in der Welt nachvollziehen. Ich erachte die Deutung dieses Gefühls jedoch für übereilt - nämlich für einen Ausdruck der Ungeduld.(...). Atheismus, religiöser Fundamentalismus und leichtgläubiger religiöser Enthusiasmus sind sich auffallend ähnlich in dem, wie schnell sie fertig sind mit dem Geheimnis, das wir Gott nennen." (S. 9)

"Der unentbehrliche Schritt auf dem Weg der Vergebung und Versöhnung ist der feste Entschluss, sich nicht in eine Spirale der Rache für das bittere Unrecht hineinziehen zu lassen, weil dies zu einer Eskalation führt.(...). Gegen das Prinzip `Wie Du mir so ich Dir`stellt Jesus die Regel `Wie Gott mir, so ich Dir` auf - und zeigt, dass wir alle aus der großmütigen Vergebung Gottes leben, aus Gottes Geduld. Und wenn Gott Geduld mit mir hat, warum sollte ich nicht die Schwächen meines Nächsten dulden ? Warum sollt ich mich zum allwissenden Richter aufspielen ?(...) Ein solches Handeln erfordert die Bereitschaft zu Opfer und Verlust - zumindest dazu, dass wir in der Welt wie er als Narren gelten." (S. 227)

"Das Christentum verkündet uns doch keinen Gott, der uns ein Leben ohne Leid zusichert und auf alle schmerzhaften, drängenden Fragen unverzüglich befriedigende Antworten liefert (...).Er vergewissert uns lediglich darin, dass er auch in tiefsten Nächten mit uns ist.(S. 127/128).

"Die Bibel ist jedoch ein Buch der Paradoxa - beinahe jede Behauptung wird durch eine andere, wirkllich und scheinbar gegenteilige aufgewogen, damit wir uns nicht träge (...) in der sumpfigen Sandbank allzu billiger Gewissheiten aufhalten (S.73)", "sondern stets den tieferen Sinn suchen sollen" (S. 122); ein lebenslanges Suchen, dass der Autor als einen Sinn der Schöpfung bezeichnet.
"Die Bibel führt uns in Wahrheit nicht mittels Definitionen und theoretischer Systeme ein, sondern anhand von Geschichten, großer wie kleiner Begebenheiten". Diese "können wir am besten kennenlernen, indem wir in sie hineintreten, uns in die Szenen hineinziehen lassen."(S. 31).
Dieses Vorgehen erläutert der Autor an der Zachäus-Gschichte, die sich als roter Faden durch das Buch zieht.

"Auch in der Kirche kennen wir Versuche, Gott so zu begreifen, indem wir ihn in dogmatische Definitionen einsperren" (S.164); z.B. in Form von Katechismen und Lehrbüchern, die einen "übersichtlichen Fahrplan vorlegen, an dem man sich diszipliniert und vor allem in immer gleicher Weise verhalten soll, wenn man keinen Anstoß erregen will". (S. 164).
Der Verdienst der "leidensschaftlich" protestierenden Atheisten ist es, auf "diese religiösen Stereotypien aufmerksam zu machen" (S.41), zu einer "Reflexion des Glaubens zu zwingen" (S.124) und darauf hinzuweisen, dass "der wahre Gott nur ein nicht darstellbarer in Geheimnis gehüllter Gott sein kann" (S. 151).

Der Autor ist Theologe und Sozial-/Geisteswissenschaftler, führte jahrzehntelang seelsorgerische Gespräche mit sog. Atheisten und ist Berater des Papstes für den Dialog mit Nichtgläubigen.
An einem Beispiel aus seiner seelsorgerischen Arbeit zeigt er auf, wie sich existentielle Krisen bei "leidenschaftlichen" Atheisten darin äußern können, dass sie ihre Selbstzweifel oder ihr Selbsthass auf eine Außeninstanz wie Gott projezieren; letztendlich in der Hoffnung, einen Ansprechpartner zu finden. Umgekehrt schildert er Beispiele von Gläubigen, die ihre unerfüllten weltlichen Erwartungen oder Konflikte auf einen Gott übertragen, wodurch Frömmigkeit "süßlich sentimal", "trübsinnig moralisierend" oder durch "eine obsessiv neurotische Faszination an Sünde" (S. 49) auffallen kann.
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am 3. Januar 2015
Das Buch muss man lesen: Die Perikope des Zachäus wird als Ausgangspunkt genommen, um nachzudenken über die "Fernstehenden Zachäusse" der Gesellschaft - die sogenannten Zweifler oder vorsichtigen: Es eröffnet ganz neue Perspektiven.
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am 17. April 2013
allein die Übersetzung - also die Sprache finde ich etwas gewöhnungsbedürftig. Ansnsten ist es wirklich eine definitive Horizonterweiterung. Würde es mir wieder kaufen.
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am 5. Mai 2014
Das ist sehr schnell bei mir angekommen, obwohl ich auf den Orkney Inseln wohne, und es hat mir sehr gut gefallen.
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am 17. April 2012
Bekamhttp://www.amazon.de/gp/product/3451303825/ref=cm_cr_rev_prod_img
Mir selber wurde dieses Buch empfohlen und kann es nur wärmstens weiter empfehlen. Es geht um die Zachäusgeschichte. Es geht um neue Sichtweise für Seelsorge in dieser Zeit.
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