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Kundenrezensionen

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am 31. August 2007
Jacob Neusner spricht mit einem fiktiven Jesus. Mit dem, der im Matthäustext beschrieben wird, einem der kanonisierten Texte. Er nimmt die vielleicht authentischen, jedenfalls als gültig angesehenen Aussagen ernst und versucht so höflich und liebevoll wie möglich zu antworten. Er antwortet dabei natürlich nicht aus der Perspektive eines pharisäischen Zeitgenossen, sondern als Jude, mit unserer Tradition im Hintergrund.
Neusner zeigt dankenswerterweise auch die grundsätzlichen Unvereinbarkeiten dieser beiden Religionen auf, nicht nur die immer wieder gern beschworenen Gemeinsamkeiten. Nicht erst die paulinische Entwicklung und gar die Lehren der späteren Kirchenväter sind die Positionen, an denen er die Unterschiede deutlich macht, sondern die Aussagen, die dem Jesus von Matthäus zugeschrieben werden.
Anders als Schalom Ben-Chorin behauptet er nicht, dass uns der Glaube an Jesus trenne, der von Jesus jedoch eine. Auch der Glaube von Jesus trennt uns. Und es ist wichtig, das deutlich zu machen und nicht zugunsten einer Wischiwaschi-Harmonie zu vertuschen.
Neusner kommentiert und "antwortet" auf Aussagen von Jesus, mit denen dieser zum Teil nur "einen anderen Midrasch" gelehrt hat (das war und ist ja üblich bei uns). Und er macht auch deutlich, wo dieser Jesus das jüdische Haus unwiderruflich verlassen hat. Nicht nur verlassen, sondern sich gegen die jüdische Lehre gestellt hat. Und mit ihm natürlich seine Anhänger und Nachfolger.
Und wir störrischen Juden haben selbstverständlich seine Positionen nicht geteilt, geschweige denn die neue und fremde Religion, die sich auf ihn berief, angenommen. Nicht zu Zeiten der liebenswürdigen Kirchenväter, nicht auf den Scheiterhaufen Spaniens und Portugals, nicht nach den Disputationen, nicht nach Luthers Mordbrenner-Schriften und nicht auf dem gar nicht so lange zurückliegenden Höhepunkt des christlich-"abendländischen" Antijudaismus. (Viele, die es formal trotzdem taten, haben weiter den Bund von Sinai und die heilige Tradition befolgt. Und viele, die mit Judentum nichts mehr am Hut hatten, sind durch den Druck zu Juden geworden.)
Neusner verdeutlicht in seinem "Gespräch" zudem die sehr unterschiedlichen Vorstellungen zu Konzepten wie Sünde, Erlösung, Heilgkeit und Leben im Alltag im Judentum und im Christentum. In unserem Kulturkreis sind natürlich lediglich die christlichen in Sprache und Denkstrukturen enthalten, werden mehr oder weniger befolgt oder auch aufklärerisch-atheistisch abgelehnt. Allein wegen dieser Verdeutlichung der hiervon abweichenden jüdischen Positionen lohnt sich die Lektüre (nicht nur für Christen, sondern auch für Juden, die oft genug die immanenten Konzepte der christlichen Kultur verinnerlicht haben und überrascht und erfreut sein werden, wenn sie die jüdischen kennen lernen).
Ich hoffe, dass viele Christen und Juden dieses Buch lesen und mit klarem Verständnis der Differenzen Dialogpartner und auch Freunde werden/bleiben. Benedikt XVI "Jesus von Nazareth" sei als Lektüre der "Gegenseite" ergänzend empfohlen.
Auch Atheisten werden sicher etwas über einige Aspekte unserer abendländischen Kultur lernen.
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am 6. Januar 2008
Tatsächlich beschreibt der Autor sehr hintergründig seine eigenen Beweggründe, warum er damals Jesus nicht gefolgt wäre. In diesem Sinne ist das Buch gelungen. Allerdings bemängelt er immer wieder, dass sich die Botschaft Jesu an den Einzelnen, und nicht an das gesamte Israel wendet und übersieht dabei, dass die Botschaft Jesu größer ist. Es reicht nicht aus, nur Angehöriger einer bestimmten Volksgruppe zu sein, sondern jedermann ist angesprochen. Somit ist die Botschaft Jesu universell und nicht nur für Israel gedacht. Trotzdem, Hochachtung vor dem Versuch des Autors, seine Sichtweise darzustellen.
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am 3. Februar 2009
"Unsere Religion kennt keine größere Geste des Respekts als ein Streitgespräch". Mit dieser respektvollen Eröffnung führt Neusner den Leser Stück für Stück in sehr ernsthafte Fragestellungen hinein, die sich ihm als Jude in der Begegnung mit Jesus auftun. Dass er Jesus in zentralen Aussagen widerspricht ist nicht verwunderlich. Wo er Jesu Auslegung der Torah gar folgen kann, da wird es interessant. Und wie er seine eigene Argumentation aufbaut, das ist für jeden, der jüdisches Denken verstehen möchte, sehr erhellend und mitunter spannend. Ob Jesus so sprachlos geblieben wäre auf Neusners Fragen hin, wie es der Autor hin und wieder gerne darstellt, das ist müßig zu diskutieren. Seine scharfen Gedankengänge führen aber klar vor Augen, was der eigentliche Anstoß an Jesus von Seiten des Judentums ist: sein Anspruch, Gott zu sein. Neusner ist dafür zu danken, dass und wie er den Leser auf einem jüdischen Pfad immer wieder an diesen Punkt führt. Es wird weder Juden noch Christen schaden, sich diesem Anspruch persönlich und intellektuell zu stellen. Neusners Büchlein liefert wesentliche und konkrete Anstöße dazu.
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am 25. Januar 2016
Die Empfehung, bzw. den Hinweis habe ich in Papst Benedikt XVi. Jesus-Buch gefunden und fand die Zitate so interessant, dass ich mir das Buch gleich (wenigstens antiquarisch) gekauft habe. Es hat sich gelohnt! Interessante (wenn auch zunächst etwas "gegen den Strich" eines christlichen Theologen gebürstet. Aber nach der "Einweisung" durch das Benedikt-Jesus-Buch richtig anregend! Da sollte mancher christliche Theologe wirklich mal drüber nachdenken (über beide Bücher!!!)
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am 13. Oktober 2011
"Ein Rabbi spricht mit Jesus" ist ein besonderes Buch. Schon die Vergabe der Sterne ist problematisch, denn einerseits missfällt mir des Buches Inhalt, anderseits erachte ich es als unbedingt lesenwert. Ist das ein Widerspruch? Nur dann, wenn die Worte 'missfallen' und 'lesenswert' emotional gewertet werden. Das Buch respective sein Inhalt missfällt mir, weil er von einem buchstabengläubigen Menschen eigengefällig und geschwätzig erschrieben worden ist. Aber es ist mir dennoch unbedingt lesenwert, weil es die Ansichten der toragläubigen Juden vertritt, die die Botschaft des Geistes Christi ablehnen, und wer diese Ansichten noch nicht kennt, der wird sie kaum widerlegen können. Wenn aber nicht nur auswendig gelernt habende Formalchristen gegen auswendig glaubende Formaljuden jeweils ihre Buchstabenglaubensbibel stumpf gegeneinander vorbringen und verfeindet bleiben sollen, dann müssen sie die Position des jeweiligen Gegenübers gedanklich nachvollziehen. Und bei der Ermöglichung genau dessen hilft das vorliegende Buch, wofür und weswegen es vier Sterne bekam.
Der "Rabbi" des Titels ist Jacob Neusner, Rabbiner und in der Zeit der Buchschreibung noch Professor der Religionswissenschaften und der Judaistik in den Vereinigten Staaten. Er versucht, dem Juden Jesus in dessen Zeit zu begegnen und nimmt dazu die Beschreibungen der Evangeliumsschrift nach Matthäus. So gesellt sich Neusner imaginär zu den Zuhörern der Bergpredigt. Hier reibt er sich zwar nachvollziehbar an Formulierungen, die aber von den anonymen Schreibern dieser für spätere Christen verfassten Schrift stammen, nicht jedoch zwingend von Jesus, der in seiner Zeit noch keine Christengemeinden ansprach, sondern gläubige Juden. Na, ja. Nun aber offenbart Neusner seine größte Hürde, den Gedanken Jesu zu folgen, nämlich seinen Buchstabenglauben. Er sagt, dass Jesus über die Tora Gottes nicht in dessen Namen, sondern in seinem eigenen Namen spreche. Er füge der Tora etwas hinzu, nämlich: sich. Und das dünkt ihm als verboten. Wieso?
Als Jude glaubt Neusner der Überlieferung, dass Gott auf dem Berge Sinai dem Mose die Tora offenbart habe. Das mögen auch viele Christen glauben, und es scheint also kein Problem zwischen ihnen zu sein. Aber schon Mose' Verkündung, dass ihm oben auf dem Berge "Gott" die Tora offenbart habe, erregt bei den Buchstabengläubigen keine Frage, wie das möglich gewesen sei? Das war eben so; es steht ja so geschrieben. Aber wenn wir diese Offenbarung näher bedenken, dann eröffnet sie doch viele Fragen, beispielsweise: wie genau diese Offenbarung geschehen sei: Meißelte der Unendliche die endlichen Wörter in begrenzten Fels? Wie das? Oder "erhörte" Mose Gottes Stimme innerlich und meißelte seinerseits? Wie nun, wenn er sich beim inneren Erhören verhörte und sei es auch nur ohne üble Gesinnung und nur geringer Maßen? Müsste die Weisung alias Tora also nicht noch gedanklich überprüft werden, bevor sie befolgt wird? Das fragt der Buchstabengläubige nicht; wer aber nicht fragt, der findet auch keine Antwort und somit kein Wissen. Er bleibt bei einem blinden Kinderglauben ohne Plausibilisierung. So wurde schon lange vor Neusner von den Juden auch schon zu der Zeit Jesu die Tora als göttlichen Ursprunges beglaubt und ihrerseits unbemerkt zum Gotte erhoben, der unbefragbar über den Menschen stand und bedingungslos befolgt werden musste. So galt und gilt das Gebot der Sabbatheilighaltung als so hoch, dass ein Verletzter am Sabbat weiter bluten soll, weil das Verbinden und Heilen ja Arbeit wäre, und Arbeit eben zum Zwecke der Heilighaltung am Sabbat verboten ist. So fragte denn schon Jesus die Schriftgelehrten, ob sie ihr einziges Schaf, das am Sabbat in eine Schlucht gestürzt sei, liegen und bluten ließen? Neusner klebt an der "Heiligheit" des Sabbats, nur weil geschrieben steht, am siebten Tage habe Gott geruht. Aber sind bei Gott im Himmelreiche überhaupt Tage? Wie kann dann einer derer heilig sein? Solche Fragen stellt Neusner nicht; es steht ja nicht geschrieben, ob im ewigen Himmel die unewige Zeit berechnet werde. Und das Gebot der Heilighaltung des Sabbat erklärt mit keinem Worte, wieso es dieser Heilighaltung schade, wenn jemand Hungriger auf dem Wege zur Synagoge eine Handvoll Ähren raufe oder einem Kranken Heilung verschaffe; so weit wird das Gebot von den Buchstabengläubigen nicht befragt! Ist dies nicht eine im Geiste ähnliche Sklaverei wie sie die Israeliten vor ihrer Befreiung durch Mose im Ägypten der Pharaonen durchlebten? Und dann kann der neue Prophet Jesus nicht mit dem selben Rechte wie der alte Prophet Mose auftreten, der das Volk aus der Sklaverei der Angst und der Geistlosigkeit in die Freiheit zu führen anhebt? Nein, das könne er nach Neusners Erachtung nicht, weil es - jetzt kommt 's! - in der Tora ja nicht buchstäblich geschrieben steht, dass nach Mose noch ein anderer Prophet kommen werde, der dies tun und sagen werde. Merke: Der Geist ist nicht erlaubt, wenn er im Buchstaben der Altvorderen nicht als erlaubt geschrieben steht. Aber wenn die Tora doch von Gott ist und Gott Geist ist (Joh 4,24), dann ist der Geist die Quelle der Tora. Wie kann ER also verboten sein? Weil es nicht buchstäblich als erlaubt dort steht. Und so redet Neusner immer nur einem blinden Buchstabenkadavergehorsam das Wort und tut dies in einer eigengefälligen, ichhörigen Weise, dass es mitunter schwer fällt, weiter zu lesen.
Ichhörig? Das ist die zweite große Hürde, ein Christ zu werden: das Ich und die Hörigkeit der Seele ihm gegenüber. Das Ich glaubt an die Wahrheit des Bösen, davor es sich ängstet. Und so erstaunt es Neusner als gedachten Zuhörer Jesu, als dieser verkündet, man solle dem Bösen nicht wehren (Mt 5,39). Ja, wieso das denn nicht? Neusner findet den Grund dafür nicht, und auch in den Evangeliumsschriften steht es ja nicht ausdrücklich, aber dem Bösen soll nicht gewehrt (oder: dem Übel soll nicht widerstrebt) werden, weil sonst keine Vergebung und ohne sie auch keine Erlösung und kein Anbruch des Friedensreiches möglich sind. Wer dem Bösen wehrt, besiegt vielleicht einen Feind, aber er nicht überwindet die Feindschaft als Möglichkeit überhaupt, denn an jeder Ecke wartet ein neuer Nächster darauf, als "Feind" erdeutet zu werden, weil er "böse" ist, weil "Ich" sich vor ihm ängstigt. Wer dem Bösen wehrt, der denkt, es sei außerhalb seiner und findet nie, dass es im Ich der Angst gleich mitwohnt, dem er ja die Gefolgschaft verweigern soll, um sein Kreuz der Welt tragen zu können (Mt 16,24). Das ist christliche Vergebung. Und genau diese kann Neusner nicht erreichen und nicht verstehen, weil die Buchstaben der Weisung, an die als Gott-Ersatz er glaubt, alle Schuld ihres Gebrochenhabens dauerhaft besiegeln. Denn die Buchstaben töten; nur der Geist belebt (2.Kor 3,6), der den Buchstabengläubigen allerdings verboten ist. Trotzdem das Buch unbedingt lesen!
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am 20. Oktober 2007
Es ist ein ehrenvolle Absicht, die den Rabbi Jacob Neusner umgetrieben hat, dieses Buch zu schreiben. Im Klappentext wird sie schlicht so zusammengefasst: "Mein Ziel ist es, Christen zu helfen, bessere Christen zu werden, weil sie auf diesen Seiten einen klareren Bericht dessen finden, was ihnen in ihrem Glauben wichtig ist, und Juden einzuladen, bessere Juden zu werden"(vgl. auch Vorwort S. 8f).

Dabei ist der rhetorische Kunstgriff, sich mit einer vergangenen Situation der Geschichte Israels gleichzeitig zu machen, tief im heilsgeschichlichen Denken des Judentums verwurzelt und als solcher auch zu respektieren. Dennoch wird man aus der Perspektive historischer Forschung auch kritisch anmerken müssen: Jesus war Jude und hat sich - nach allem, was wir aus den verfügbaren Quellen wissen können - selbst als Jude verstanden ! Der Jesus dieser Bergpredigt aber ist bereits der durch die christliche Auslegung des Matthäusevangeliums und seine Umsetzung im Leben der Kirche gegangene Jesus. Und auch die religiöse Vielfalt des Frühjudentums wird von Neusner sehr stark eingeebnet auf die rabbinische Sicht der Dinge. - Dass ausgerechnet diese "naive" Gleichzeitigkeit dem Papst so gut in das Konzept seines Buches hineinpasst, ist wenig verwunderlich aber auch etwas ärgerlich. Missbraucht er doch damit dieses zutiefst redliche Werk für seine eigenen apologetischen Zwecke. Denn Neusner stellt am Schluss unmissverständlich klar: "So meine ich, dass ein Dialog zwischen Judentum und Christentum am besten beim Evangelium nach Matthäus beginnen kann, wenn ich auch ganz und gar nicht behaupten will, daß das, was Jesus laut Matthäus sagte und tat, die historische Wahrheit ist ... Ich schreibe als gläubiger Jude für gläubige Christen" (S. 165f). Es geht ihm also in seinem Buch um den Jesus der Christen, wie er uns in jenem Evangelium begegnet, das nicht umsonst an den Anfang des neutestamentlichen Kanons gestellt wurde.

Dennnoch wird man im Blick auf den heute zu führenden Dialog zwischen Juden und Christen ausgesprochen dankbar sein für Neusners Klarstellungen: In der Botschaft Jesu selbst lagen Sprengsätze bereit, die spätestens dann, wo das Christentum anfing, eine eigenständige Christologie auszubilden (und damit begann es doch schon gleich zu Beginn), zur definitiven Trennung vom jüdischen Mutterboden führen mußten. Es läßt sich eben nicht bestreiten, dass es einen ganz eigenen christlichen Umgang mit der Thora Israels gibt, den ein Jude wohl oft nur als Verfälschung oder Minderung der eigenen Lesart auffassen kann.

Die Hypotheken der gemeinsamen Geschichte sollten uns Christen auf immer daran hindern, das Judentum missionieren zu wollen. Aber umgekehrt wäre es genauso unsinnig zu meinen, dadurch ein besserer Christ zu werden, dass ich alles für Juden Anstößige aus meinem Glauben entferne. Dialog setzt Respekt gerade vor dem Andersein des Anderen voraus, aber eben nicht, dass wir doch "im Prinzip" eh an denselben Gott glauben.
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am 13. April 2014
Dieses Buch ist vor allem eins: entsetzlich geschwätzig. Was Neusner zu sagen hat, ließe sich auf einer halben Seite sagen.
Was er dann so ausufernd sagt, ist abgrundtief oberflächlich, sowohl das, was er über die jüdische Position als auch das, was er über die christliche aussagt. Gott sei dank, sind beide, Judentum und Christentum, unendlich viel reicher und vielfältiger und tiefgründiger! Wer das erfassen will, muss sich auf den langen Weg des Lernens mit einem wachem und offenem Geist machen und immer wieder ein Stück dieses Weges in den Schuhen des anderen gehen. Er wird überreich belohnt werden!
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am 21. Februar 2013
Eine fiktive Begegnung. So aber hätte es durchaus sich zugetragen haben. Wie es wirklich damals war, weiß ja ohnehin niemand (!) so genau. Alle (mir bekannten) Berichte stammen ja aus späteren Zeiten, sind also ebenso Mutmaßungen. Sehr zart sind die Begegnungen geschildert, Von gegnseitigem Respekt ist man bei der Lektüre überzeugt, trotz gegenteiliger Meinung.
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am 14. September 2011
Die Lieferung des Buches "Ein Rabbi spricht mit Jesus" kam promt und zuverlässig. Die Verpackung war gut, so dass kein Transportschaden entstehen konnte.
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am 5. Juli 2007
Es war für mich schwer verständlich, warum Papst Benedikt XVI. dieses Buch als Empfehlung in seinem letzten Werk erwähnt hat. Schon der Titel führt in die Irre, da er impliziert, dass es sich um einen Dialog zwischen Rabbi Neusner und Jesus handelt. In Wirklichkeit monologisiert Neusner auf - aus christlicher Sicht - äusserst dünnen exegetischen Grundlagen. Verständnis für die christliche Sicht kann er nicht aufbringen, da er in keinem Moment die Gottessohnschaft Jesu und somit die Dreifaltigkeit auch nur theoretisch annimmt. Denn auf Basis dieser Annahme würde erst ein echter Dialog mit Jesus zustande kommen. Zu seiner Ehrenrettung sei gesagt, dass er heisse Eisen, wie z.B.: Jesu kritische Einstellung zu den Pharisäern nicht ausspart und sich damit auseinandersetzt. Nur leider wird auch hier ein exegetisch dünnes Brett gebohrt, in das er sich tatsächlich auch VERbohrt.

So bleibt mir nur aus seiner Thora zu zitieren und ihm entgegenzuhalten:

2Mo 32,9 "Weiter sprach der Herr zu Mose: Ich habe dieses Volk durchschaut: Ein störrisches Volk ist es."
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