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Kundenrezensionen

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am 23. März 2010
Roland Kopp-Wichmann schreibt in Anlehnung an Moshe Feldenkrais: wenn "man etwas verändern will, muss man erst herausfinden, wie man den unerwünschten Zustand herstellt." (S 18)[(Moshe Feldenkrais: Du kannst nur tun, was du willst, wenn du weißt, was du tust.)]
Und er zitiert Bertolt Brecht: 'Wer A sagt, muss nicht B sagen. Er kann erkennen, dass A falsch war.'(S 106)

Wie komme ich aber dahin, dies zu erkennen und mein Verhalten zu verändern, auszusteigen aus dem 'Hamsterrad' (S. 27) antrainierter Reaktionen?

Im Erarbeiten von Strategien dafür hilft RKW's Buch 'Ich kann auch anders. Psychofallen im Beruf erkennen.
Die klare Struktur des Buches macht den Einstieg in ein vielleicht neues Terrain leichter. Wenn ich die Einleitung lese, kann ich mir ungefähr vorstellen, was auf mich zukommt, nämlich nicht nur eine Lektüre, sondern die Anregung zu vielen Experimenten, die ich durchführen kann (und soll, wenn ich spüren möchte, wie es sich anfühlt, wenn ich mir lästig gewordene Verhaltensweisen verändere).
Da nicht alle Menschen einen Zugang zum Internet haben, ist es vielleicht hilfreich, dort, wo es wichtig wäre, RKW's Podcasts zur Unterstützung abzuspielen, eine FreundIn zu bitten, den einen oder anderen erwähnten hilfreichen Satz zu sagen, wenn ich mich in die Achtsamkeit begeben habe. Das geht wohl nur, wenn sich die andere Person auch mit dem Buch beschäftigt und die gegenseitige Unterstützung ein gemeinsames Projekt ist.

Übrigens werden alle, für manche Leser vielleicht neuen, Ausdrücke und Vorgangsweisen genau erklärt.

Mir gefällt auch die Hilfestellung am Ende des Buches, wo RKW in einer Liste von 10 Punkten noch einmal auf die jeweiligen Seiten verweist, auf denen ich den Abschnitt finden kann, der mich im Moment vielleicht besonders beschäftigt. Denn wie ich als HAKOMI-Therapeutin bemerkt habe, tut es immer wieder gut, sich einzulassen auf die hier geschilderten Experimente. Ich kann dabei testen, wie weit ich möglicherweise in bereits abgelegt geglaubte Muster wieder einzusteigen drohe, oder ich kann mich daran erfreuen, bestätigt zu bekommen, dass ich Einiges an meinem Verhalten ja doch durchschaut habe und also ändern konnte.

RKW gibt, wie er anfangs betont, keine Ratschläge: alles, was er beschreibt, ist so weit das überhaupt möglich ist, wertfrei. Er breitet jedoch viele Möglichkeiten und Wege aus, das eigene Verhalten zu beobachten und in Folge zu verändern. Es ist wie bei einem Warenkorb. Ich kann mir daraus nehmen, was gerade für mich passt. Zu einem anderen Zeitpunkt ist es vielleicht etwas Anderes.

Zu Beginn heißt es: 'Die These dieses Buches lautet: 'Wir verhalten uns bisweilen so unangemessen, weil wir unbewusste Konflikte aus unserer Biografie im Berufsleben reinszenieren.''(S. 10/11) Wenn ich Schritt für Schritt dieses Buch durcharbeite, muss ich das immer weniger oft tun, Manches kann ich vielleicht sofort gänzlich weglassen. Es ist angenehm, sich befreit von Zwängen zu fühlen, die Wahlmöglichkeit für Verhaltensweisen zu haben. Das vorliegende Buch zeigt auf, wie ich dahin komme.
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am 21. März 2010
Persönliche Erlebnisse bei der Durcharbeitung des Buches

In diesem kleinen Taschenbuch steckt eine überraschende Menge drin. So viel, dass ich manchmal ins Schwimmen komme.

Vorweg: Sicher bekommt hier jeder Leser Hinweise und Erkenntnisse über sich selbst und andere und kann Impulse und konkrete Anregungen mitnehmen. Das alleine reicht ja schon, um den Kauf eines Buches lohnenswert zu machen.

Gleichzeitig ist es auch ein wenig erschlagend für mich, obwohl ich grundsätzlich lieber mehr als weniger habe. Das mag aber daran liegen, dass ich mich dem Thema Probleme" nicht gerne auf diese analytische Weise nähere. Mein Thema sind ja kreative Problemlösungstechniken", weshalb ich lieber lösungsorientiert da herangehe.
Dennoch habe ich früher selbst lange Therapie und Therapieausbildungen gemacht und mich bereit erklärt, eine Rezension zu schreiben.

Also hinein ins Psychogetümmel, immerhin bin ich ja mutig und immer an Weiterentwicklung interessiert, durchaus auch ehrlich und selbstkritisch den eigenen Macken gegenüber- also ganz gute Voraussetzungen für die Arbeit mit dem Buch.

Nun der Reihe nach:

Der Anfang ruft gleich Widerstand in mir wach. Kopp-Wichmann betont nämlich immer wieder: Veränderung ist nicht leicht, es ist harte Arbeit! Eine Entdeckungsreise in ein unbekanntes Land ist immer etwas mühsam." Und was ist mit Neugier und Abenteuerlust? Gerade eine Reise in die eigene Psyche kann hoch spannend sein.
Weiter steht da: Aber ich warne Sie: Dies ist kein Buch zum Lesen und Weglegen..."
Die Sprache ist mir in der Einleitung eindeutig zu negativ. Ich persönlich liebe eher Ermutigung, durchaus kleine Provokation, die mich herausfordert.

Veränderung ist auch nicht immer schwierig. Sicher kenne ich viele Beispiele, wo auch ich länger daran arbeiten musste, aber es gibt ebenso Beispiele, wo ein stark emotionales Erlebnis schlagartig einen Schalter im Innern umlegen kann.

Warum also die Leser gleich zu Anfang ins Bockshorn jagen und abschrecken? Zumal die Lektüre des Buches erfreulicherweise keinesfalls trocken und anstrengend ist.

Der Autor schreibt sehr konkret, immer wieder mit Fallbeispielen, die den eigenen Bezug erleichtern sollen. Allerdings werde ich mit der Zeit ungeduldig. Als praktischer Mensch will ich loslegen. Was heißt das jetzt für mich? Was kann ich mit den Erkenntnissen tun?

Zuerst zeigt der Autor auf, dass viele der aktuellen Probleme ihre Wurzeln in der Kindheit haben, in Familie und Schule. Es geht darum, diese alten Muster zu erkennen und aufzulösen, da sie für uns als Erwachsene nicht mehr unbedingt stimmen oder hilfreich sind.
Es folgen viele Beispiele von Abwehrmechanismen und Verteidigungsreaktionen, die uns helfen sollen, diese zukünftig zu erkennen. Doch hier bin ich von der Fülle überfordert. Das kann ich mir ganz sicher nicht merken. Nicht alle Beispiele verstehe ich, andere kommen mir bekannt vor.

Den altbekannten Antreiber- Test führe ich aus Spaß noch einmal durch- und siehe da, es gibt leichte Verschiebungen. Leider in der Hinsicht, dass das Ergebnis nun noch weniger eindeutig ist. Wie bei fast allen Tests: ich habe von jedem etwas- und das fast gleich ausgeprägt. Selbst der Antreiber, der früher am schwächsten war, hat nun aufgeholt. Doch einer sticht dennoch hervor: Beeil dich!

Auf S. 53 geht es dann los: Wie Sie sich aus einer Psychofalle befreien können."

Dieser Teil gefällt mir sehr gut. Eine kurze Einführung in das jeweilige konkrete Thema, Fragen zum Thema, die zeigen, ob es das eigene ist oder eher nicht. Einzelne Aspekte werden genauer beleuchtet, auch immer mit konkreten Fallbeispielen. Und schließlich endet jedes dieser Kapitel mit konkreten Übungen und Hilfen, wie man an diesem Thema arbeiten und sich aus der Falle befreien kann.

Ein für mich absolut verblüffendes Ergebnis war, dass mir ein Tipp" offensichtlich ungeplant im Gedächtnis blieb und mich zu entsprechenden Experimenten verführte, obwohl ich es bewusst gar nicht geplant hatte. Aber offensichtlich hatte dieser eine Satz: Riskieren Sie pro Tag einen Konflikt" einiges bei mir angestoßen.
Ich bin nämlich ziemlich konfliktscheu. Doch dann bemerkte ich, wie ich an einem Tag mit drei Leuten ziemlich Klartext redete bzw. per E-Mail schrieb. Und Gottlob auch die Erfahrung machte, dass klare Worte nicht immer zu Streit und Trennung führen, sondern Dinge geregelt und geklärt wurden, ohne die Beziehung zu gefährden.

Ähnlich konkrete Auswirkungen hatte der nächst Tipp: Respektieren Sie pro Tag eine Grenze." Ein aktuelles Thema sprang mich an, wo ich mich schon wieder mal selbst unter zeitlichen Druck gesetzt hatte. Durch diese kleine Anregung fiel es mir aber schlagartig auf: Das mache ich ganz alleine. Ich gebe anderen die Macht", darüber zu bestimmen, was ich in diesem Fall aber überhaupt nicht musste. Ich ganz alleine konnte das entscheiden. Und habe sofort die Bremse gezogen und umgeplant.

Neben den konkreten Experimenten gibt es noch hilfreiche Sätze", die man sich leise oder laut vorspricht- und die eigene innere Reaktion testet und wahrnimmt. Klingelt da etwas? Wird Widerstand erzeugt? Wird mir heiß und kalt oder lässt es mich neutral?

All das sind wichtige Hinweise, die einem helfen können, die eigenen Mechanismen zu ergründen und zu verändern, auf dass sie nicht mehr automatisch wie seit 30 Jahren weiterlaufen.

Eine Frage bleibt für mich allerdings: wer soll wie mit diesem Buch arbeiten?
Normalerweise setzt sich ja niemand hin und liest erst mal alle Gruselmöglichkeiten menschlicher Abgründe, um die eigenen Macken zu suchen. Sondern man hat ein konkretes Problem und will es loswerden.
Doch so einfach kann ich das ja nicht herausfiltern und quasi per Index die passenden Seiten auswählen- und fertig.
Aber vielleicht steht mir da ja mein Antreiber Sei perfekt" im Weg, der meint, dass man Bücher von vorne bis hinten durcharbeiten muss?

Insgesamt ist es sehr gut lesbar und jeder wird auf Vertrautes und Bekanntes stoßen. Es ist nicht abgehoben, nicht abstrakt und theoretisch, sondern aus dem vollen Leben. Und wenn Sie ehrlich mit sich selbst sind, werden Sie eine Menge entdecken- und verändern können.
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am 19. März 2010
Eine Menge klassischer Probleme können uns im Beruf begegnen. Vielleicht können wir schlecht Nein sagen, haben Stress, uns fehlt die Motiviation oder wir haben ständigen Ärger mit dem Vorgesetzten. 10 dieser klassischen Psychofallen hat sich der Autor herausgepickt, die seiner Erfahrung nach die häufigsten sind, und wir lernen, was es mit ihnen auf sich hat, wie sie sich entwickeln und wie man sich daraus befreit.

Die Sprache des Buches ist toll: verständlich, leicht und flüssig lesbar, ohne psychologisches Fachchinesisch. Wir lernen die Gründe für unser Verhalten kennen und warum Veränderungen so schwer sind.

Zahlreiche Beispiele aus dem Arbeitsalltag, die jeder schon einmal so oder ähnlich erlebt hat, machen diese grundsätzlichen Erkenntnisse ganz plastisch greifbar und erkennbar.

Nach der Erkenntnis kommt das Handeln. Wie man lernt, sich aus diesen Fallen zu befreien, wird im Buch natürlich auch beschrieben. Überhaupt ist es ein echtes Arbeitsbuch. Immer wieder ermuntert der Autor dazu, die Übungen sofort auszuprobieren, und gibt ganz konkrete Vorschläge. Auch die Webseite zum Buch, auf die immer wieder für zusätzliches und aktuelles Material verwiesen wird, ist eine klasse Ergänzung.

Was mir besonders gut gefällt: Auch wer noch nicht so geübt darin ist, das eigene Verhalten aus einer Meta-Perspektive zu betrachten, wird mit dem Buch bestens zurecht kommen. Die Sprache ist so einfach gehalten, die Übungen so kleinschrittig und nachvollziehbar, dass gerade Einsteiger gut damit arbeiten können. Aber auch wer schon länger an der eigenen Persönlichkeitsentwicklung arbeitet, bekommt wertvolle Anregungen.

Insgesamt wirklich rundum empfehlenswert!
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am 8. März 2010
So könnte das neue Buch von Roland Kopp-Wichmann auch heißen.

Ich bin von dem Buch - und das schon vorweg - sehr positiv überrascht, ja richtig begeistert!
Es ist ein Buch, das mehr bietet als einer der üblichen "Machen-Sie 's-doch-mal-so-dann-wird-ihr-Chef-Sie-auch-schätzen-Ratgeber".

Denn das Gute ist: Das Buch will überhaupt kein Ratgeber sein!
Schon auf den ersten Seiten werde ich mit den Worten abgeholt, dass das Buch kaum Tipps und Ratgeber enthält:
"Denn erstens weiß ich keine neuen Tipps, die nicht schon irgendwo stehen. Und zweitens mögen Menschen keine Ratschläge. Sie fragen zwar danach, wenden sie aber fast nie an."
Genau so ist es!
Gute Berater wissen: Ratschläge sind auch nur Schläge und der Frust, wenn man sie dann nicht umsetzen kann, ist vorprogrammiert.
Es reicht eben nicht, sich vorzunehmen anders zu sein. Wer sich verändern will, muss seine Grenzen kennen lernen und sie spüren, bevor er sie überschreiten kann.
Statt also mit Ratschlägen um sich zu schlagen, lädt der Autor ein, kleine mitunter auch große Reisen zu den inneren Grenzen zu unternehmen.
Diese Grenzen werden häufig in der Kindheit gesetzt. Oder besser: Wir setzen uns diese Grenzen selbst, indem wir uns für Handlungsweisen entscheiden, die in diesen Situationen intelligent und hilfreich waren.
Leider behält die Psyche diese Programme aber auch bei, wenn sie längst nicht mehr brauchbar sind. Sich nicht in den Vordergrund zu drängen mag in der Großfamilie beispielsweise sinnvoll sein, 20 Jahre später in einer Projektpräsentation aber nicht mehr. Und da ist er dann, der Veränderungsbedarf!
Diese und ähnliche Beispiele malt R.K.W. anschaulich auf.

Man kann mithilfe des Buches, die inneren Programme und Landkarten zunächst identifizieren, genau erfühlen, ausleuchten und dann sanft verändern - vorausgesetzt man will!
Das Buch ist flüssig, lesefreundlich und schnörkellos geschrieben. Es ist sehr gut strukturiert und mit vielen glaubwürdigen Beispielen aus der Seminar- und Coachingpraxis angereichert.

"Ich kann auch anders" ist also einfach, aber keineswegs leicht! Wer etwas davon haben will, muss sich darauf einlassen und auch den einen oder andern Schmerzpunkt erfühlen,.
Aber die Einladung dazu ist freundlich und verlockend. So hat Veränderung eine Chance!

Ein wunderbares und sehr empfehlenswertes Buch! Möge es viele Menschen auf den richtigen Weg bringen!
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am 24. Februar 2010
Der Autor schafft es, in seinem Buch viele Teildisziplinen zu vernetzen. Er geht aber immer nur so weit in die Details, wie notwendig. Perfektionisten werden ab und zu unbefriedigt bleiben..., aber kein Problem, Quellen sind angegeben.

Aus dem Buch spricht die langjährige praktische Erfahrung des Autors, daher wird kein Gebiet "erschöpfend" behandelt, sondern vor allem auf die eigene Anwendung, das Ausprobieren der Experimente an sich selbst, Wert gelegt. So ist das Buch auch vor allem für die Personen hilfreich, die mehr tun wollen, mehr selbst erfahren wollen, anstatt einfach etwas zu lesen zu haben, das sie hinterher abgehakt in die Ecke stellen können.

Zum etwas reißerischen Begriff der Psychofalle: Im Buch selbst geht es darum, sich selbst beim Fallenstellen zu erkennen. Nur wer weiß, wie er (s)ein Problem erzeugt, kann es auch bearbeiten. Die Falle besteht darin, seine Verhaltensmuster nicht zu hinterfragen. Einst haben uns diese Verhaltensmuster einen Dienst erwiesen, aber die Lebensumstände ändern sich, man entwickelt sich weiter und sollte sein Verhalten mit-entwickeln, nur: Gewohnheiten ändern sich nicht so leicht/schnell.

Obwohl in den einzelnen Kapiteln einige Wiederholungen vorhanden sind, ist doch kein Wort zu viel, da sich das gleiche Prinzip je nach Situation unterschiedlich zeigt (wir sind ja alle keine Maschinen, die nach 1 Mal lesen alles verstanden haben)
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am 6. Februar 2010
Roland Kopp-Wichmann
Ich kann auch anders
Psychofallen im Beruf erkennen
Kart., 180 Seiten
ISBN 978-3-7831-3412-4
Kreuz-Verlag

Ich kann auch anders" ist ein gut verständlich und klar strukturiertes Arbeitsbuch zur intensiven Selbstreflexion. Wieso verhalten wir uns, wie wir uns verhalten? Weil wir meistens mit eingeschaltetem inneren Autopiloten durchs Leben fahren. Wie auf einem Computer sind seit unserer Kindheit Strategien auf unserer Festplatte" einprogrammiert, die sich in jenen Tagen einmal bewährt hatten. Roland Kopp-Wichmann bietet eine Vielzahl von Denkanstößen, diese Programme mithilfe der "inneren Achtsamkeit" auf ihre Angemessenheit und Tauglichkeit für die Gegenwart zu überprüfen und gegebenenfalls Veränderungen einzuleiten. Da aber Veränderungen, auch wenn sie als dringend und notwendig erachtet werden, nicht so leicht konsequent umgesetzt werden, gibt es auch hierfür wiederum keine Ratschläge und Verhaltensregeln, sondern Übungen zur Hinterfragung von Motivation und Hemmnissen.

Der Autor stellt psychologisches Wissen und Psychofallen für den Laien verständlich und nachvollziehbar dar und verhilft dem Leser zu inneren sokratischen Dialogen. Die Einschränkung im Untertitel "Psychofallen im Beruf erkennen" hätte wegen der umfassenden Anwendbarkeit der Übungen auf alle Lebenssituationen ohne weiteres entfallen können.
Ich kann auch anders: Psychofallen im Beruf erkennen
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am 8. März 2010
Mir hat das Lesen Spaß gemacht, denn bei diesem Buch handelt es sich nicht um einen neunmalklugen Ratgeberband, sondern man spürt einen Autoren, der nah an der Praxis und nah am Menschen ist.
Natürlich wird auch klar,dass derjenige der weiterkommen will, auch bereit sein muss, sich zu bewegen. Für alle die willens sind, sich auf neues Terrain einzulassen, um den ausgedienten Psychofallen zu entkommen und bereit sind, aktiv mitzuarbeiten, ist es ein lohnenswertes Buch. Auf diesem Weg dann aber lässt der Autor den Leser nicht allein. Mit Hilfe von Übungen und etlichen Informationen zum Thema -aus dem Buch und aus einem Extra-Blog im Internet- nimmt er den Leser ein Stückweit an die Hand. So ergeben sich einige interessante Aha-Effekte in Sachen Selbsterkenntnis. Erkenntnisse bezüglich des eigenen Verhaltens und in Bezug auf seltsames Verhalten der Umwelt. Der Vorhang hinter "seltsamen Theaterspielen" der lieben Kollegen und Vorgesetzten lüftet sich. Und es wird deutlich, dass -und auch in welcher Weise- das eigene Verhalten und die Wahrnehmung der Dinge mit der eigenen Persönlichkeit und den bisher gemachten Erfahrungen zu tun haben. Anleitung zu Entwicklung von Handlungsalternativen inklusive."
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am 22. Februar 2010
Sie dieses Buch gelesen haben :-)
Der folgende Absatz im Vorwort hat mir besonders gut gefallen: "Eine Entdeckungsreise in ein unbekanntes Land ist immer etwas mühsam. Man schwitzt dabei oder friert, hat alle möglichen Gefühle. Aber wenn man nicht zu früh aufgibt, kommt man schließlich doch ans Ziel. Das unbekannte Land in diesem Fall ist Ihre Persönlichkeit." Die unerwünschten Eigenschaften in der eigenen Persönlichkeit zu verändern, fällt den meisten von uns weniger leicht. Der Autor bietet eine Vielzahl von "Strategien" und praktischen Tipps an, um die gewünschten Verhaltensweisen herbeizuführen. Jeder Leser wird sich selbst an irgendeiner Stelle des Buches erkennen und möglicherweise darüber erfreut sein, dass man mit bestimmten Problemen nicht alleine da steht... Der Autor Roland Kopp-Wichmann erklärt auch sehr ausführlich, welche Umstände in der eigenen Kindheit dazu geführt haben, dass man heute so ist, wie man ist. Dieses Buch ist so interessant und informativ geschrieben, dass man es gerne ohne Unterbrechungen zu Ende lesen möchte. Ich werde es auf jeden Fall meinen Freunden weiter empfehlen und zu den Geburtstagen verschenken.
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am 28. Februar 2010
Das Buch "Ich kann auch anders" bietet jedem, der sich immer wieder bei einem bestimmten unerwünschten Verhalten erwischt, die Chance, sich zu verändern. Durch Fragen, die der Leser für sich beantwortet, kann er seinen Verhaltensmustern auf die Schliche kommen und dabei entdecken, wie sich sein "Verhalten" entwickelt hat. Da es nicht ausreicht, das Problem nur zu kennen, bietet Herr Kopp-Wichmann spannende Experimente, um sich neues, erwünschtes Verhalten anzutrainieren. Er macht klar, dass das Durchlesen des Buches nicht ausreicht, sondern dass man über längere Zeit an sich arbeiten muss, um sich zu verändern - schon nach den ersten Seiten kann sich der Leser selbst testen, ob er wirklich zu einer Veränderung bereit ist.

Das Buch ist m. E. auch für "private" Zwecke geeignet - und ich empfehle es jedem, der scheinbar keinen Ausweg aus seinen Berufs- und Lebensumständen findet oder sich immer wieder auf die Zunge beißt und denkt "warum hab ich jetzt nicht so reagiert, wie ich eigentlich wollte"!
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am 9. April 2010
Gut und flüssig zu lesen - und auch anzuwenden. Denn der Autor kehrt auch hier das lang vergrabene, unbewusst Innere nach außen und macht es, für den, der es sehen und erkennen will, sichtbar. Dieser Ansatz des Öffnens zu neuen Denkweisen machte bereits das erstes Buch schon so wertvoll für mich. In den Spiegel schauen, ups sich wiedererkennen und - nicht wegschauen, sondern ändern wollen und auch tun!

Die Konditionierungen aus Kindheit und Jugend prägen unser Leben und lassen uns unbewusst Entscheidungen treffen oder Reaktionen als normal ansehen, die es möglicherweise garnicht mehr sind. Der Vergleich mit Landkarten ist mehr als zutreffend und wer will, kann hier eine ganze Menge über sich und über Andere lernen und begreifen. Und für sich und sein zukünftiges Leben ändern.

Empfehlenswert für alle, die sich wirklich mit sich selbst auseinander setzen und sich selbst reflektieren möchten und aus diesen Erfahrungen heraus, Änderungen herbeiführen werden.
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