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Die Überschrift verweist auf einen elementaren Unterschied zwischen Zen-Buddhismus und dem westlichen Denken, welches auf Dualismus und Logos in Form von Definitionen aufgebaut ist.

Es ist eine der Grundvoraussetzungen für denjenigen, der sich mit Zen beschäftigt und den Weg durch Zazen (Sitzen im Sein) beschreiten will, obwohl die immer angestrebte Erleuchtung (Satori) vielleicht niemals erreicht wird.

Das vorliegende Buch von Shunryu Suzuki, dem Pionier des Soto-Zen in Amerika, beschäftigt sich mit diesen und anderen grundlegenden Fragen des Zen-Buddhismus.

Es ist in drei grosse Kapitel: Rechte Praxis (Körper), Rechte Haltung (Gefühl) und Rechtes Verstehen (Geist)unterteilt. In jedem Kapitel sind mehrere Lehrvorträge von 3 - 5 Seiten Länge zusammengefasst, die mit einer Überschrift und einem Leitsatz aus dem Vortrag versehen sind. Abschliesen folgt ein längerer Epilog "Zen-Geist".

Aufeinander aufbauend behandelt Suzuki wichtige Aspekte des Soto-Zen, die für den Anfänger wie für den länger Übenden unentbehrlich sind. Darum muss man das Buch immer und immer wieder studieren, ohne dabein seinen Anfänger-Geist zu verlieren.

Und man muss sich eines klarmachen: Zen erfährt man nicht durch Bücher, sondern nur in der täglichen Praxis des Zazen. Denn Zen kann man nicht erklären, sondern muss es erfahren. Zen ist, was es nicht ist, da es den Menschen in kleinen Schritten verändert.

Suzuki hilft dabei. Zumal die Vorträge Rücksicht auf die verschiedenen Kulturen nimmt, da man im Westen nicht wie in Japan Zen praktizieren kann.

Für den Anfänger und Fortgeschrittenen. Für den Suchenden und Interessierten uneingeschränkt zu epfehlen. Und zwar in dieser liebevoll gestalteten Ausgabe. Auch wenn sie etwas teurer ist. Aber wer Zen praktiziert, wird das Buch sein Leben lang zur Hand nehmen.
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am 23. Februar 2008
Das Buch ist seit über 30 Jahren Klassiker und Highlight der Zen-Literatur und hat an Aktualität nichts eingebüßt. Die amerikanische Originalausgabe Zen-Mind, Beginners-Mind erschien 1970. Shunryu Suzuki kam mit weit über fünfzig Jahren nach Amerika. In nur 12 Jahren gelang es ihm, international bekannte Zen-Zentren aufzubauen und die Zenpraxis einem breiten Publikum bekannt zu machen. "Sein Leben brachte den Soto-Weg so vollkommen zum Ausdruck, dass Mensch und Weg miteinander verschmolzen", schreibt Philosophie-Professor Huston Smith. Dieses Buch beinhaltet den Geist Suzukis, die Essenz seiner Unterweisung und es ist ein Beispiel dafür, wie ein Zen-Meister lehrt und spricht. Suzuki gibt ganz explizite Anweisungen für die Körperhaltung in Zazen, der praktischenen Übung des Zen, und während des Gehens, bis ins kleinste Detail. Während der Abschnitt Rechte Haltung sich eher auf die innere Haltung bezieht. Er klärt auf über rechtes Verstehen, das nicht nur intellektuelles Verstehen ist, sondern erst durch die Erfahrung in der Praxis möglich wird. Es ist ein Buch der Unterweisung, wie man Zen praktiziert, über das Zen-Leben und die innere Einstellung und die Einsicht, die Zen-Praxis möglich machen.

Mit Hilfe einer einfachen Sprache: "Trink eine Tasse Tee.", und Situationen des täglichen Lebens soll der Schüler sich selbst lehren. Im Zen gibt es keinen Dualismus, das Buch dient nicht der Wissensvermittlung, sondern ist Lehre jenseits der Worte, soll Anregung zum Nachdenken bieten, anstoßen, anecken, unbequem sein, ähnlich den traditionellen Sutren, die ein Werkzeug der Transformation sind und deshalb auch immer wieder gelesen werden können und Neues bewirken. Vieles erschließt sich nicht auf den ersten Blick und bedarf des genauen Hinschauens oder wirkt zunächst widersprüchlich. Das ist ganz typisch für die Zen-Lehre und gehört zu ihrem Wesen.

Das vorliegende Buch enthält einleitende Vorbemerkungen von Huston Smith und eine Einführung von Richard Baker, dem langjährigen Schüler und Nachfolger Suzukis. Es ist ein wertvoller Begleiter für Praktizierende der Zen-Praxis, kann aber auch dem breiten Publikum wertvolle Anregungen zum Nachdenken geben.
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am 26. November 2002
Wenn Menschen aus der "westlichen Welt" sich mit einer Materie wie dem Zen-Buddhismus auseinandersetzen, verstehen sie oftmals nicht was der wahre Kern der Sache ist, was das Geheimnis ist. Sicherlich kann man viele Wissenswerte Dinge über Zen aus dem Buch erfahren, doch darin liegt nicht sein eigentlicher Wert, Shunryu Suzuki vermittelt jedem Zen-"Anfänger" oder auch nur Interessierten mit diesem Buch, dass es nicht wesentlich ist den Kern zu kennen, sondern, dass nur der rechte Weg wichtig ist, das sitzen. Es ist ein beeindruckendes Buch, von einem interessanten Mann, dass einem Mut gibt und zum weitermachen animiert.
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Wenn wir etwas lernen wollen, dann suchen wir instinktiv nach Büchern oder anderen Quellen, die uns das nötige Wissen vermitteln. Wir wollen uns die Begriffswelt des neuen Gebiets logisch erschließen. Genau so selbstverständlich ist es für uns, dass wir bewusst oder unbewusst alles bewerten und in vorgefertigte Gedankengerüste einordnen müssen. Statt die Dinge zu sehen, wie sie sind, nämlich im Fluss und in stetiger Wechselwirkung miteinander, trennen und sortieren wir sie statisch. Diese Vorgehensweise ist Teil unserer europäischen oder westlichen Denkweise und Alltagskultur. Es muss alles erst einmal durch unseren Verstand und danach in die entsprechende Schublade.

Dieses Verhalten ist paradox und von einem gewissen absurden Witz, wenn wir mit Methoden in Kontakt kommen, die aus einer völlig entgegen gesetzten Vorgehensweise entstanden sind und deren Ziel es obendrein auch noch ist, gerade den Verstand zur Ruhe zu bringen, seine Dominanz über uns zu brechen und ihm seinen wirklichen Platz in unserem Inneren zuzuweisen.

Auch dieses Buch ist auf den ersten Blick ein Versuch, etwas intellektuell zu erklären, was man nur durch die eigene Erfahrung erleben kann.

Nachdem der japanische Zen-Meister Shunryu Suzuki in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts nach San Franzisko kam und dort ein Kloster gründete, gefiel seinen amerikanischen Jüngern die Idee, seine Anweisungen und Erklärungen schriftlich für die Ewigkeit aufzubewahren. Zen-Meister schreiben gewöhnlich keine Bücher über Zen, weil sie wissen, wie absurd das ist. Aber Suzuki verstand andererseits, dass er der völlig anderen Kultur, in der er nun wirkte, Rechnung tragen musste. Deshalb sollten wir dieses zwar von Suzuki autorisierte, aber nicht von ihm geschriebene Buch anders aufnehmen als wir das von Büchern gewohnt sind. Es ist keine theoretische Abhandlung über Zen oder den Buddhismus im Allgemeinen. Es sind nur die zu Papier gebrachten Unterweisungen und Erklärungen eines Zen-Meisters für seine Schüler.

Vor dem dritten Teil des Buches steht der einfache Satz: "Wahres Verstehen ist die wirkliche Praxis selbst." Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Doch wenn wir einen solchen Satz lesen, werden wir uns bemühen ihn zu verstehen. Das werden wir mit all den Weisheiten, die in diesem kostbaren Buch enthalten sind, versuchen. Aber wie wir uns auch anstrengen, es wird uns in letzter Konsequenz nicht gelingen. Denn alle Aussagen entziehen sich in Wirklichkeit einem intellektuellen Verständnis. Wir werden sie nur verstehen, wenn wir diszipliniert üben, wenn wir sitzen und uns ohne uns anzustrengen auf unseren Atem konzentrieren. Und das täglich und immer wieder. Alles andere kommt von selbst, wenn wir dies nicht selbstbezogen machen.

Leider scheitern viele von uns an dieser Stelle, denn wir müssen hier im wahrsten Sinne des Wortes über unseren Schatten springen, weil wir etwas nicht selbstbezogen (also ohne ein Ziel oder Zweck für uns) machen sollen, damit wir von unserer Selbstbezogenheit wegkommen. Eigentlich geht das nur mit Hilfe von außen. Wenn wir keinen Zen-Meister haben und es trotzdem lernen wollen, dann ist dieses Büchlein die beste Hilfe, die ich kenne. Und so ist es wohl auch nur gedacht.

Wer hingegen glaubt, er könne mit Suzukis Hilfe intellektuell begreifen, was Zen ist, der wird entweder enttäuscht sein oder keinen Zugang finden oder glauben, er hätte den Stein der Weisen gefunden, weil er nun über Leerheit und Form oder das Nichts philosophieren kann oder aber er wird einfach nur verzückt die Augen verdrehen und denken, er sei von jetzt an etwas Besonderes.

Das Buch enthält Suzukis Unterweisungen in drei Teilen (Rechte Praxis, Rechte Haltung, Rechtes Verständnis). Im Grunde geht es in jedem Abschnitt immer wieder nur darum, wie wir üben und welche Fehler wir dabei vermeiden sollen. Alles andere kommt sowieso von selbst. Noch einmal: Dieses Buch ist nach einem Zen-Meister das Beste, was einem passieren kann, wenn man es immer wieder liest und es damit so benutzt wie es gedacht ist. Nicht als intellektuelle, sondern als praktische Hilfe.

Suzuki spricht: "Wenn ihr diese einfache Praxis jeden Tag fortsetzt, werdet ihr eine wunderbare Kraft bekommen. Bevor ihr sie erlangt habt, ist sie etwas Wunderbares, aber nachdem ihr sie erlangt habt, ist sie nichts Besonderes mehr." Und: "Wenn ihr ihr selbst werdet, wird Zen zu Zen."
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am 27. April 2011
Dieses kleine Buch Zen-Geist, Anfänger-Geist: Unterweisungen in Zen-Meditation (HERDER spektrum) ist aus Lectures von Shunryu Suzuki Roshi entstanden und gerade die kurzen, einfachen Texte machen die ganze Größe des Zen-Geistes bewußt. Immer wieder als Impulse für die Praxis wunderbar zu lesen ... und besonders das Bewahren des Anfänger-Geistes mit aller Neugier und allem Tatendrang wird hier betont - das finde ich sehr wichtig und richtig.

Unterteilt in drei Teile, Rechte Praxis, Rechte Haltung und Rechtes Verstehen, bietet dieses Buch "Zen in a nutshell", also Zen auf kleinstem Raum, der genauso gut Makrokosmos sein kann - alles fließt oder, wie Shunryu Suzuki an anderer Stelle zitiert wird: "Everything changes".

Achso: die Betonung liegt auch hierbei auf Praxis des Zen und besonders Zazen: es gibt nichts Gutes außer man tut es ;-)
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am 14. Juni 2001
Shunryu Suzuki - wer ihn noch nicht kennt, ist mit diesem Buch über Zen mehr als gut beraten und sollte es unbedingt lesen! Suzuki ist in den 60ern von Japan nach Amerika ausgewandert und hat dort über Jahrzehnte hinweg junge und alte Amerikaner als Zenschüler angenommen und unterrichtet.Unter anderem hat er auch das erste Zenkloster im Westen gegründet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.In den vielen Jahren in Amerika hat er die "westliche" Art zu leben und zu denken kennengelernt.Dies macht sein Buch besonders zugänglich und gut verständlich.Besonders für den "Anfänger" ist das Buch hilfreich,gibt es doch Einsicht in den Zen-Gedanken genauso wie Anleitung für die Praxis.Wer sich alleine in Zazen übt und im Alltag versucht Zen zu leben ,wird dankbar die vielen Impulse ,die das Buch bzw. Suzuki Roshi gibt, annehmen.Suzuki spricht nicht viel von Erleuchtung oder Satori oder anderen Glückszuständen, die viele Übende so oft anstreben - einfach "sitzen" ...! Das Buch ist auf Initiative einiger seiner Schüler entstanden,die erfolgreich seine Vorträge zusammengefaßt haben.Es ist in kurze Kapitel gefaßt,wohl den Vorträgen entsprechend,aber aufeinander aufbauend,so daß sich dem Leser mit jedem Kapitel etwas mehr erschließt. Dieses Buch ist mehr als ein Ratgeber oder eine Anleitung;es enthält den Geist Suzukis - zumindest für den,der es aufmerksam zu lesen versteht.
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am 6. August 2014
Shunryu Suzuki gründete das Zen-Zentrum von San Francisco, später das Zen Mountain-Center in Tassajara Springs, das erste Zen-Kloster außerhalb Asiens. Er war Sohn eines japanischen Soto-Zen-Meisters, blieb aber für den Rest seines Lebens in den USA.

Zen ist eine komplizierte Angelegenheit. Ebenso ist die Lektüre des Buches nicht einfach, aber lohnend.

Zen ist der weglose Weg, das torlose Tor. Es wird dem Schüler die Bereitschaft zur Aufgabe ihres selbstbezogenen Denkens und letztlich des Selbst abverlangt.

Suzuki sagt: “Was wir „Ich“ nennen, ist nur eine Schwingtür, die sich bewegt, wenn wir ein-atmen und ausatmen. Zen ist nicht etwas Aufregendes, sondern Konzentration auf deine all-täglichen Verrichtungen.“

Diese und weitere Lehren werden in dem Buch skizziert. Zudem wird eine kurze Einführung in die Sitzmeditation gegeben (Zazen). Wer zur Ruhe kommen, auf die innere Stimme hören und unnötigen Ballast abwerfen will, der sollte dieses Buch zur Hand nehmen. Man wird nicht alles verstehen, aber, wer ab und zu dieses Buch lesen wird, nimmt neue Erkenntnisse auf.

Wie heißt es „Es gibt nichts zu erreichen, nichts zu tun und nichts zu besitzen“ – bis man das lebt, vergeht einige Zeit.
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am 11. November 2009
Shunryu Suzuki ist zweifellos einer wichtigsten Lehrer, die Zen aus Japan zu uns in den Westen gebracht haben, und "Zen-Geist, Anfänger-Geist" ist ebenso zweifellos eines der bedeutendsten Bücher über Zen, die heute bei uns zu erhältlich sind. In den 70iger-Jahren, als es erstmals erschien, hat es ordentlich für Furore gesorgt, aber auch heute ist der Geist des Buches frisch wie eh und je.

Dabei ist es kein theoretisches Buch über Zen. Es handelt sich um Unterweisungen von Shunryu Suzuki an seine Schüler und alles ist daher sehr praxisbezogen. Im ersten Teil geht es um die richtige Haltung, Atmung usw., im zweiten Teil um die grundsätzliche Einstellung gegenüber der Praxis und im dritten Teil geht es um ein vertieftes Verständnis des Übens.

Was dieses Buch so aussergewöhnlich macht, ist, dass man den Original-Ton von Suzuki zu vernehmen scheint und manchmal sogar das Gefühl hat, als würde man selbst im Zendo sitzen und die Atmosphäre da mitbekommen. Es ist ein Buch, aus der Haltung des Praktizierens geschrieben und nicht wie die meisten sonst mehr die Theorie oder den Hintergrund betreffend.

Allein schon der Satz "Wenn ihr Zazen praktiziert, versucht nicht, Euer Denken zu unterdrücken. Lasst es von selbst aufhören" ist Gold wert und beweist, dass hier nicht über Zen erzählt wird, sondern in gewissem Sinn Zen selbst stattfindet. Denn so geht es weiter: "Wenn Ihr versucht, Euer Denken zu unterdrücken, bedeutet dies, dass Ihr von ihm gestört seid. Lass Euch von nichts stören. Wenn Ihr Euch von den Wellen nicht stören lasst, werden Sie allmählich ruhiger und ruhiger."

Das ist wundervolles und so ganz selbstverständliches Zen. Ohne grosses Brimborium. Ohne grosse Theorien. Sondern genau so wie es ist. Und dieses Buch ist auf über 150 Seiten randvoll damit.

Und ganz zum Schluss heisst es: "Der einzige Weg, den einen Geist zu studieren, ist der Weg über die Praxis."

Dieses aussergewöhnliche Buch ist der beste Wegweiser dahin.

Peter Steiner, Autor von "Das Zen des glücklichen Arbeitens", "Weisheit für Minimalisten" u.a.
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am 20. Januar 2014
INFOTEXT

Zen-Geist ist einer jener rätselhaften Ausdrücke, die von Zen-Lehrern benutzt werden, um die Menschen auf sich selbst zurückzuwerfen, um sie zu veranlassen, die Worte selbst zu hinterfragen und sich zu wundern…

Die Unschuld dieser Nachforschung - einfach zu fragen, was ihr seid - ist Anfänger-Geist.

Shunryu Suzuki lehrt die zentrale Botschaft des Zen: Jeden Augenblick offen und neu zu erleben, frei von Gewohnheiten und Vorstellungen. Seine hier vorliegenden Unterweisungen haben den Rang eines Klassikers.

MEINE MEINUNG

"Wenn ihr diese einfache Praxis jeden Tag fortsetzt, werdet ihr eine wunderbare Kraft bekommen. Bevor ihr sie erlangt, ist sie etwas Wunderbares, aber nachdem ihr sie erlangt habt, ist sie nichts Besonderes mehr." - Shunryu Suzuki Roshi

Im vorliegenden Buch gibt Zen-Meister Shunryu Suzuki Roshi eine sehr gute Einführung in die Meditation (Zazen). Dabei liegt der Schwerpunkt nicht darauf wie man physisch sitzen sollte, sondern welche Geisteshaltung dabei erstrebenswert ist. Suzuki gibt einen Einblick in die buddhistische Lebensweise und schmückt diese mit Weisheiten des historischen Buddhas Siddhartha Gautama und dem Begründer der Soto Zen-Schule Dogen Zenji.

Viel wichtiger als die eigentliche "Unterweisung in Zen-Meditation", wie der Untertitel des Buches lautet, sind die Anweisungen die sich auf den Alltag des Praktizierenden beziehen. Im Verlauf des Buches lernt man, dass Zazen sich nicht auf das Sitzen (Meditation) beschränkt sondern dass Zazen in allen Aktivitäten unseres täglichen Lebens präsent sein sollte. Hier liegt der eigentliche Wert des Buches: Man kann durch Suzukis Worte sehr viel für sein eigenes Leben lernen.

Suzuki wiederholt sich sehr oft. Das ist meiner Meinung nach aber nicht negativ zu werten, sondern viel mehr als Betonung der wichtigsten Aspekte in seiner Unterweisung in diesem Buch.

Wer eine Meditationsanleitung für "Dummies" erwartet, wird mit diesem Buch nicht befriedigt. Wer eine geführte Meditation sucht, sollte zu einem entsprechenden Hörbuch greifen. Vielmehr ist dieses Buch eine Einführung in die Lebensphilosophie des Zen-Buddhismus und dessen Praxis.

Man muss Suzukis Worte auf sich "wirken" lassen. Es bringt nichts, Kapitel für Kapitel zu lesen und zu hoffen, dass man nach diesen Kapiteln auch nur irgendetwas verstanden hat. Suzuki betont sehr oft, wie wichtig die regelmäßige Praxis ist - man muss das Gelernte erst anwenden um Suzukis Worte vollständig oder ansatzweise verstehen zu können. Oft spricht er in Metaphern - auch hier muss man sich die Zeit nehmen, diese zu deuten und zu verstehen.

Dieses Buch ist meiner Meinung nach eine sehr gute Einführung in den Zen-Buddhismus und für jeden geeignet der selber praktizieren möchte oder sich einfach nur für Zen interessiert.

Suzuki hat ein besonderes Talent dafür eine altjapanische Lehre und Kultur derart zu vermitteln, dass auch wir in der westlichen Welt sie verstehen können. Zen ist weit mehr als irgendeine Sprache zu vermitteln in der Lage ist - man muss es einfach selbst erfahren, es selbst machen - Shunryu Suzuki hilft für den Einstieg dabei ungemein.

© Kekz
cloud-connected.blogspot.de
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am 11. Januar 2013
Nach über zwanzig Jahren Buddhismus-Lektüre ist dieses Büchlein das Beste, was ich zum Thema gelesen habe und immer wieder lesen werde. Es ist in sich so stimmig. -
Wahrscheinlich gebe ich aber mein Urteil auf Grund meiner Basiskenntnisse ab. Daher kann ich mir schlecht vorstellen, wie es einem tatsächlichen "Anfänger" erginge.
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