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am 8. Juli 1999
Elie Wiesels autobiographische Erzählung "Die Nacht" schildert auf nur 136 Seiten den Leidensweg des jüdischen Autors im zweiten Weltkrieg. Das Buch beginnt mit der Deportation des damals fünfzehn Jahre alten, tief gläubigen Jungen ins Konzentrationslager, wo er seine Mutter und seine Schwester zum letzten Mal sieht. Sein Vater und er schaffen es, zusammen zu bleiben und kommen in ein Arbeitslager. Nach vielen Selektionen und einem harten Fußmarsch im Winter 1944 werden beide zusammen mit vielen anderen Häftlingen nach Buchenwald gebracht, wo schließlich auch Elies Vater stirbt. Das Buch ist in seinem sehr nüchternen und einfachen Stil geschrieben, der daher kommt, daß Wiesel versucht, auch aus der Sicht eines Jugendlichen zu schreiben, der er damals war. Elie Wiesel benutzt in diesem Buch jeden Satz und jedes Wort wie eine Art Testament und schafft so bei den Lesern einen Eindruck, der nicht mehr vergeht. "Die Nacht" ist ein sehr eindringliches Buch über das Thema Holocaust und gleichzeitig ein erschreckender Erfahrungsbericht eines Zeitzeugen, den man unbedingt lesen sollte. Elie Wiesel hat 1986 den Friedensnobelpreis bekommen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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TOP 100 REZENSENTam 10. April 2013
In Ungarn lebten Juden lange Zeit in vermeintlicher Sicherheit, selbst als man in 1944 in das Ghetto gesperrt wird, war die Hoffnung da, dass der Krieg bald zu Ende ist. Und doch, man findet sich plötzlich in einem Eisenbahnviehwaggon wieder, der Richtung Polen fährt. Alleine die Beschreibung dieser Fahrt ist eine Tortour, die den Leser in Mark und Bein erschüttert. Es war als greife der um sich greifende Wahnsinn jedem an die Gurgel, Durst, Feuer, Menschen werden völlig apathisch oder verrückt, Kinder weinen, die Nacht schien nicht mehr enden zu wollen. Durst, Pesthauch, Geschrei, dann die Nachricht: Auschwitz, wir sind da. Niemand hatte den Namen je gehört. Wasser, Beruhigung, Lügen - kleine Beruhigungen vor dem was kommen sollte.

Schnell wurde man durch harte Befehle allem Menschlichen entledigt, man war einer Treibjagd ohne Erbarmen ausgesetzt. Rasch geht dabei jegliches Zeitgefühl verloren, die Hölle kennt keine wirklichen Gefühle mehr, Schläge, Tritte, Arbeit, immerhin das Glück Arbeit zu haben und sei es die vor den Gaskammern. Einer der Freunde musste seinen eigenen Vater in die Gaskammer schieben, unvorstellbares Leid: „dass sich keiner muckst“, ein typischer Schrei willenloser, drangsalierter Menschen: „Arbeiten oder Gaskammern, ihr habt die Wahl“ . Es war ein schöner Apriltag, Frühlingsduft hing in der Luft. Die Sonne sank im Westen.

Rennen, ausziehen, duschen, Arbeit macht frei, lasst den Mut nicht sinken, sammelt alle Kraft und verliert nicht die Hoffnung. Elie Wiesel bekam die Nummer A-7713 und hatte keinen Namen mehr. Brot, Suppe - das war mein Leben, nicht mehr. Ich war nur noch ein Körper. Vielleicht noch weniger: ein hungriger Magen. Nur der Magen fühlte die Zeit verstreichen. (S 79)

Peitschenhiebe, Bestrafungen nach Gutdünken, unberechenbar, Schläge, alles vergisst man schnell, nur der Hunger blieb, man war eine Nummer, ein wimmerndes Staubkorn, Bomben, die auf das Lager fallen, werden als Erlösung, als Hoffnung erlebt, trotzdem steht abends der Galgen auf dem Antretplatz, einer, der ein Brot gestohlen hat, wird gehängt. Seine letzten Worte: ich verfluche Deutschland. Wo ist Gott, eine oft gehörte Frage. Er hängt am Galgen eine ebenso oft gehörte Antwort. Eines bleibt: der Wille zum Überleben, trotz eines Fußmarsches Richtung Buchenwald und nach einer 10-tägigen Waggonfahrt dorthin. Ein 15-jähriger hat Dinge gesehen, die er zeitlebens nie mehr vergessen kann.

Alle Deutschen wurden eingeschworen und abgerichtet, im Namen einer der dümmsten Ideologien aller Zeiten, die Gefahr solcher falschen Glaubensbekenntnisse ist wohl immer vorhanden. Dieses Buch gehört für mich deshalb zum Pflichtprogramm in Schulen, ein Bericht, den wirklich jeder kennen sollte.
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am 17. Dezember 2002
Ein Buch, dessen Lektüre bedrückt und schmerzt. Ein gutes Buch. Ein notwendiges Buch. Die Autobiographie Wiesels über seine frühe Jugend, seine Zeit in Auschwitz und den Todesmarsch nach Buchenwald ist sachlicher, teilweise fast lakonischer Sprache gehalten und berührt gerade dadurch ungemein. Neben dem Horror des Lebens im Lager bilden zwei weitere Themen den Mittelpunkt des Buches: die Sucht des Menschen nach Hoffnung, eine Sucht, die geradewegs in den Tod führen kann. Und die Auseinandersetzung eines gläubigen Juden mit Gott, die Rebellion gegen diesen, warum dieser Gott so ein Unrecht zulassen kann. Diese Auseinandersetzung gipfelt in eine der erschütternsten Szenenbeschreibungen von „Die Nacht".
Pikanterweise hat Martin Walser 1962 das Vorwort für die deutsche Ausgabe geschrieben (allerdings war damals „Die Nacht" der erste Teil der Trilogie „Die Nacht zu begraben, Elischa"). Eben jener Martin Walser (zu jener Zeit allerdings noch Gründungsmitglied der DKP und nicht Redner auf dem Parteitag der CSU), der heute so gerne endlich die Debatte über den Holocaust und diesen Teil der deutschen Geschichte beenden möchte. Sein Vorwort von 1962 ist außergewöhnlich sensibel und es schließt mit einem Satz, den man heute gerne Martin Walser noch einmal vorlesen möchte: „Versagt wird uns jenes feine Vergnügen, alle Wirklichkeit im Stil aufgehoben zu sehen. Literatur als Mitteilung ist keine kulinarische Literatur. Sie ist aber, glaube ich, die einzige Literatur, die notwendig ist."
Jedem, der an der Darstellung des Holocausts (aber auch an den Schwierigkeiten, eben jenes Unaussprechliche auszusprechen), sei die Lektüre von Primo Levis „Ist das ein Mensch?" und Ruth Klügers „...weiterleben" ans Herz gelegt.
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am 6. August 2016
Herr Wiesel schreibt seine Lebensgeschichte, eigentlich die Schicksalsgeschichte seiner Jugend sehr sachlich, in keiner Weise rührselig oder Mitleid heischend, in einer sehr klaren Sprache. Mich persönlich hat berührt, wie rührend er sich während der Transporte in den Viehwaggons und anschließend in den Konzentrationslagern, aber auch auf dem Todesmarsch auf der Flucht vor den Russen um seinen bereits älteren Vater gekümmert hat. Welche Stärke und welchen Mut muss er in all diesem Elend, in dieser Tragödie gehabt haben! Und er war erst 15 Jahre alt, als die Familie brutal auseinander gerissen , Mutter und Schwester vergast und er gemeinsam mit seinem Vater in verschiedene KZs transportiert wurde, immer zwischen Leben und Tod.
Beim Lesen des Buches fühlte ich Hochachtung, Bewunderung, aber auch eine tiefe Traurigkeit. Diese Biografie sollte als Pflichtlektüre in alle AHS/BHS Oberstufen aufgenommen werden !
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am 17. November 2012
Was soll man schon sagen, man ist sprachlos. Unvorstellbares! Eine wichtige Botschaft für unsere Generation, die in Frieden und Freiheit aufgewachsen ist. Ich glaube an Gerechtigkeit, spätestens nach unserem Leben. Das Buch ist literarisch spannend geschrieben. Ich wünsche dem Autor noch ein langes und gesundes Leben.
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am 14. Juli 2016
Sollte in der Schule zur Pflichtlektüre gemacht werden! Sehr bewegend und fesselnd! Habe das Buch nicht weglegen können und es an einem Stück gelesen! Eile Wiesel beschreibt seine Erlebnisse, sodass dem Leser ( erschreckend ) realistisch dargestellt wird, was viele tatsächlich noch verleugnen...
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am 24. Juli 2001
Jeder der sich mit der Frage der Theodizee beschäftigt kommt um dieses Buch nicht herum und wird es immer wieder als eindringlichen Anlass zur Diskussion über diese anführen. Dieses Buch, diese Erzählung seines eigenen Leben von Wiesel, ist so unglaublich, dass ich an dieser Stelle behaupte, dass durch diese wenigen Seiten einem etwas vermittelt wird, das z.B. mich nicht mehr losgelassen hat. Lesen sie es selber, erleben sie es, und sie werden ihre Welt und Gott wieder mit neuen Augen sehen! Leider gibt es wohl nicht mehr den Sammelband "Die Nacht zu begraben, Elischa!", da dort Nacht Teil einer Triologie ist und die beiden anderen Teile den Leser wieder zum Positiven hinführen. Empfehlung: Dieses Buch ist ein muss für jeden MENSCH!
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am 12. Juli 2016
Wiesel hat mit diesem Buch etwas schier Unglaubliches geschaffen. Ein zeitloses Werk, das es immer wieder erlaubt, sich zumindest mininmal in einen Überlebenden der Shoah hineinzuversetzen. Möge die Erde ihm leicht sein. Danke, Herr Wiesel!
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am 11. Juli 2013
Dieser Roman wird an unserer Schule in der Jgst. 11 im Fach Religion gelesen. Ich kannte es vorher nicht, würde es aber jedem weiterempfehlen, der geschichtlich interessiert ist und gern mehr über das Leben im KZ erfahren möchte. Es bietet sich unterrichtlich an, um über die Frage nach der Theodizée, das Mensch-Sein, aber auch um über Kirche im NS-Staat zu sprechen. Vor allem das Verhältnis des jüdischen Protagonisten zu Gott ist immer wieder von Bedeutung. Es gibt zu diesem Buch leider noch kein ausgedehnteres Unterrichtsmaterial---man muss also leider selbst suchen.

Insgesamt hat der Roman ca. 150 sehr gut lesbare Seiten. Die Sprache ist wohl gewählt, dabei aber nicht zu anspruchsvoll sondern gut verständlich.

Auch außerhalb eines unterrichtlichen Anspruchs ist die Geschichte des jungen Elie spannend geschrieben, wobei ich mir an einigen Punkten im Roman noch weitere Ausführungen erwartet hätte. So ist der Roman zwar durchweg packend, könnte aber auf den letzten Seiten weniger oberflächlich sein. Deswegen 'nur' vier von fünf Sternen.
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am 30. November 2014
....der Vater und sein Sohn. In Anbetracht des absolut Bösen, in furchtberer seelischer Einsamkeit von Gott verlassen.
Menschenunwürdig waren sie in Viehwaggons gepfercht worden und in ein Vernichtungslager verbracht, wo sie unvorstellbar Unmenschliches erwartete. Das dauerte selbst da an als die Front der alliierten Streitkräfte näher rückte.

Woran aber dachten die Menschen die befreit werden konnten: An Essen, an Kleider und daran mit Mädchen zu schlafen....schreibt der Autor. Was aber ist, nachdem all diese Bedürfnisse gestillt waren, aus den gemarterten Seelen geworden.

Ein erschütterndes Zeugnis zum immer wieder lesen um das eigene Menschsein zu hinterfragen.
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