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am 6. Februar 2009
Rufen Sie auch Ihren Sohn oder Ihre Tochter zu Hilfe, wenn Ihr Textverarbeitungsprogramm spinnt oder Sie mit dem neuen Update Ihres E-Mail-Programms nicht zurechtkommen?

Dass Sie gegen Ihre Kinder auch nur bei einem einzigen Computerspiel gewinnen könnten, haben Sie sich schon lange abgeschminkt, und bei allem Respekt vor den Kenntnissen der jungen Computergeneration, ist Ihnen das Ganze irgendwie auch unheimlich. Stundenlang sitzen die Kinder und Jugendlichen vor dem Rechner, aber was genau sie dort treiben, wissen Sie nicht. Vielleicht bekommen Sie zu hören, dass sie sich gerade über StudiVZ verabreden oder ihr neues Profil bei MySpace eingerichtet haben. Sie chatten, sie mailen, sie holen sich Musik und Bilder aus dem Netz, stellen ihr eigenes Blog ein und leben, daran besteht für Sie kein Zweifel, in einer Welt, die Ihnen, der "Generation Ahnungslos" fast vollständig erschlossen ist.

Erstmals in der Geschichte des Internet wächst eine Generation heran, die mit dem Internet groß geworden ist, für die das Netz eine alltägliche, selbstverständliche und nicht mehr wegzudenkende Erfahrung ist. Wenn man den heute 12 bis 18jährigen erzählt, dass vor noch wenigen Jahren das Schreiben von Briefen, das Telefonieren von Münzautomaten aus oder das Recherchieren von Informationen in Bibliotheken zum Alltag gehörte, begegnet einem meist ein verständnisloses Schulterzucken, als spräche man vom Mittelalter.

Der Schweizer Urs Gasser, Professor an der Universität St. Gallen und Direktor der Forschungsstelle für Informationsrecht, und John Palfrey, Professor an der Harvard Law School und Leiter des dortigen Berkman Center for Internet & Society, legen mit ihrem Buch "Generation Internet" eine lesenswerte Mischung aus Studie, wissenschaftlicher Reportage und pädagogischem Ratgeber vor. Die Autoren schildern ausführlich, womit sich die "Digital Natives", also jene Generation, die mit den digitalen Medien aufgewachsen ist und die sich seit ihren Kindertagen im World Wide Web bewegt, beschäftigt. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Identität besteht für sie nicht mehr. Ihre Einstellungen von Identität und Privatheit verändern sich, ebenso wie ihr Lernverhalten und ihre Arbeitswelt.

Gasser und Palfrey beschreiben die "Digital Natives" als eine Generation, die Teil einer weltumspannenden Kultur ist, "deren Angehörige sich dadurch definieren, wie sie mit Informationen, neuen Technologien und miteinander umgehen." Sie beschreiben diese Generation als einen gesellschaftlichen und kulturellen Paradigmenwechsel, den es zu verstehen gilt. Dabei verfolgen die Autoren einen aufklärerischen und gleichzeitig pädagogischen Ansatz. Ihr Aufruf an die Eltern und Lehrer: Lasst die "Digital Natives" nicht allein, entwickelt Interesse an ihren Aktivitäten im Netz, schützt die "Digital Natives" vor den Gefahren im Netz: "mangelnde Sicherheit, zu freigiebiger Umgang mit der Privatsphäre, Datenschutz", um sie zu verantwortungsvollen Weltbürgern zu machen.

Das Buch ist trotz einiger Längen und Wiederholungen und der streckenweise biederen pädagogischen "Gutmenschmentalität" ein erster wichtiger Versuch, eine sachliche Auseinandersetzung mit einer Generation zu suchen, deren technologischer und digitaler Vorsprung viele Eltern und Lehrer sprach- und hilflos machen. Wer von der Generation Internet noch kein Weihnachtsgeschenk für die Generation Ahnungslos hat, der sollte statt Socken oder Küchenschürze in diesem Jahr seinen Eltern oder Großeltern dieses Buch schenken. - Paul Schilling ([...])
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HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 27. Juli 2009
Digital Natives wird die Generation der nach 1980 Geborenen genannt, für die Internet, Mobiltelefone und MP3-Player seit ihrer Kindheit selbstverständlich waren. Digitial Natives bilden über Ländergrenzen hinweg vernetzte Eliten; sie lernen neue Freunde häufig zuerst online und erst anschließend persönlich kennen. Digital Immigrants haben erst spät Zugang zu neuen Technologien gefunden und müssen sich Kompetenzen im Gegensatz zu den Natives erst Schritt für Schritt aneignen. Palfrey und Gassner wenden sich mit ihrem Buch an Eltern, die den Medienkonsum ihrer Kinder angesichts einer unkontrollierbaren Informationsflut skeptisch beurteilen, die sich um die digitale Privatsphäre sorgen und Jugendliche vor Aggressionen im Netz wie Cyberbullying schützen möchten. Eltern befürchten Computersucht, eine abnehmende Aufmerksamkeitsspanne und mangelnden Schutz ihrer Kinder vor Pornografie aus dem Netz.

Ausführlich setzen die Autoren sich mit der digitalen Akte auseinander, der Summe aller Informationen, die eine Person über sich selbst veröffentlich oder die andere über sie ins Netz stellen. Wechselseitige Rituale in sozialen Netzwerken Jugendlicher verpflichten zu persönlichen Auskünften. Die Verknüpfung des eigenen Profils mit möglichst vielen Profilen anderer Internet-Bekanntschaften ist Voraussetzung für das Funktionieren dieser Vertrauens-Netzwerke und entscheidet über das eigene Ansehen. Jugendliche denken heute noch nicht daran, welche digitalen Fährten sie legen und welche Probleme ihnen später einmal Informationen bereiten können, die andere über sie veröffentlichen. Die Entscheidung zwischen Komfort und Kontrolle der eigenen virtuellen Identität fällt gerade jugendlichen Nutzern sozialer Netzwerke schwer, da nur einen Bruchteil der Daten zu sehen ist, die dort über eine Person gespeichert sind. Der soziale Raum dieser Communities erscheint Jugendlichen geschützter als er tatsächlich ist. Eltern und Lehrer sehen sich in der Rolle der Warner, doch mangelt es ihnen bisher an Kompetenzen, um von jugendlichen Mediennutzern als Gesprächspartner ernst genommen zu werden. Die Rollen von Eltern und Kindern haben sich beim Thema neue Medien offenbar umgekehrt. Die Autoren wollen Eltern in die Lage versetzen, ihre Kinder im virtuellen Raum ebenso vor Gefahren zu schützen wie im realen Leben.

Stärker als durch einzelne kriminelle Nutzer sehen die Autoren Jugendliche durch deren eigenes mangelndes Urteilsvermögen gefährdet. Digital Natives lesen zum großen Teil keine Zeitung mehr; sie sind überzeugt, sie könnten sich in allen Angelegenheiten auf Informationen aus den Internet verlassen. In der digitalen Welt kann nur bestehen, wer die Seriosität von Informationsquellen beurteilen kann - genau darin sind Jugendliche mangels Erfahrungen Erwachsenen noch unterlegen. Untersuchungen unter Grundschülern haben ergeben, dass Kinder und Jugendliche Informationen umso kritischer bewerten, je erfahrener sie selbst in der Internetnutzung sind. Wenig-Nutzer sind für falsche Informationen also anfälliger als Internet-Nerds. Obwohl Eltern zum Ruf nach staatlicher Kontrolle neigen und sich gern auf Kindersicherungs-Software verlassen, sollten sie die eigene Medienerziehung nicht vernachlässigen, fordern die Autoren. Wer stets das Gespräch über Interesse der eigenen Kinder suche, schütze sie mit seiner Offenheit zuverlässiger als jede Kontroll-Software.

Die beiden Internet-Experten nehmen die Sorgen der Eltern-Generation sehr ernst. Zwar halten auch sie die virtuelle Kommunikation für aggressiver als die reale, sehen in der digitalen Welt jedoch nur die Fortsetzung bekannter Probleme des realen Lebens. "Ein neues Medium für altbekannte Missetaten." Ausführlich gehen Palfrey/Gassner auf die Bedenken von Eltern ein, die das Internet in erster Linie als Gefährdung ihrer Kinder betrachten. Während Politiker sich meist auf die Forderung nach Kontrolle und Reglementierung beschränken, liegt die Medienerziehung bisher allein in der Verantwortung der Eltern. Die Forderung nach Verboten sei ein ganz normaler Instinkt, erfahren wir, doch müsse zusätzlich zu Schutz- und Kontrollmaßnahmen das Urteilsvermögen der Kinder gefördert werden. Die Trennlinie zwischen öffentlichem und privaten Leben habe sich deutlich verschoben, das Bewusstsein für angemessenes Verhalten und für die "digitale Privatsphäre" müsse sich erst neu entwickeln.

Palfrey/Gasser sehen das Internet grundsätzlich positiv als einen Raum, in dem sich Kreativität und neue Ausdrucksformen entfalten und Teilnehmer sich weltweit vernetzen können. Mit dem Paradebeispiel Wikipedia zeigen sie den Übergang vom unkritischen Konsum zum selbstständigen Gestalten auf. Ausgewogen und kritisch setzen sie sich mit Fragen des Urheberrechts auseinander, mit Spielsucht, Flucht von Jugendlichen aus der Realität, aber auch mit dem Netz als Ort der Verherrlichung spektakulärer Straftaten. Lehrer, die eine Copy- und Paste-Kultur befürchten, wie Professoren, die Studenten mit zu geringen analytische Fähigkeiten bemängeln, halten die Autoren für ebenso typisch, wie Multitasker, die am PC parallel arbeiten, lernen und telefonieren. Auffällig ist, dass zwar von den Pflichten des Staates zum Schutz Jugendlicher und den Erziehungsaufgaben der Eltern die Rede ist, aber kaum von der Aufgabe der Schule, Jugendliche zu kritischen Mediennutzern zu erziehen.

Die Autoren (* 1972), die selbst Digital Natives unterrichten, vermitteln in ihrem Buch, wie Eltern zwischen ihren Befürchtungen und dem, was ihre Kinder tatsächlich gefährdet, differenzieren können. Einige Beispiele (Eltern, die ihr Kind mit RFID-Chip versehen oder den Aufenthalt ihrer Kinder online verfolgen) wirken auf den deutschen Leser als typisch amerikanische Auswüchse sehr fremd. Positiv fällt an "Generation Internet" auf, dass die Autoren die Kluft zwischen Arm und Reich, zwischen Nutzer und Nicht-Nutzer wahrnehmen und die Folgen dieser so genannten Partizipationslücke analysieren. Ein sachliches, ausgewogenes Buch für interessierte Eltern, das das Leben im Zeitalter des Web 2.0 kritisch zu charakterisieren versteht. Einige Wiederholungen hätten gekürzt werden können. Wer es gern kürzer und praxisbezogener hat, kann zu Handyknatsch, Internetfieber, Medienflut: Umgang mit dem Medienmix im Familienalltag greifen.
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am 9. September 2010
Ein neues Schlagwort hat sich etabliert: Die Internet-Branche spricht gerne von den Digital Natives" - und wie so oft ist eine deutsche Übersetzung dieses Begriffs schwierig. Digitale Eingeborene" sind es natürlich nicht, sondern jene jungen Menschen, die fast von Geburt an mit dem Internet aufgewachsen sind.
Es ist offensichtlich, dass die Jugendlichen, für die das Internet niemals eine Neuheit, sondern immer schon Teil des Alltags war, mit den digitalen Medien anders umgehen als unsere Generationen, die noch die Offline-Version des Lebens kennen. Nicht nur fällt ihnen die Bedienung von Geräten und Software leichter, sie bewegen sich auch sonst viel selbstverständlicher durch die digitale Welt als ihre Eltern und die meisten anderen Erwachsenen.

Und genau dieser Offline-Generation fällt es immens schwer, sich in die Köpfe der Digital Natives" hineinzuversetzen. Oft sind es eher Vorurteile und Klischees, die ihre Vorstellung von der Internet-Generation prägen: Die jungen Leute würden vor den Computer vereinsamen, keine echten" sozialen Beziehungen eingehen, zu sorglos mit persönlichen Daten umgehen, ihre Zeit mit unnützen aggressiven Spielen vertrödeln, viel zu unkritisch alles glauben, was in Wikipedia steht - die Liste der Bedenken ist lang.

Die Autoren John Palfrey und Urs Gasser versuchen, ein differenzierteres Bild zu liefern. Dazu haben sie eine riesige Menge an Fakten und Erkenntnissen zusammengetragen, die sie in ihrem Buch Generation Internet. Die Digital Natives: Was sie leben, was sie denken, wie sie arbeiten" ausbreiten. Dabei bitten sie um Verständnis für die Jugendlichen, die in der digitalen Welt zuhause sind, ohne sie dabei zu idealisieren oder Probleme auszublenden, wozu andere Online-Enthusiasten und Internet-Gurus bisweilen neigen.

Da die Autoren aus dem juristischen Feld kommen, konzentrieren sie sich bevorzugt auf die Themen Sicherheit, Persönlichkeits- und Datenschutz, Urheberrecht und andere rechtliche Probleme. Dabei kommen psychische Verfassung und soziales Verhalten in der Darstellung leider etwas zu kurz. Der Eindruck wird noch dadurch verstärkt, dass die Autoren es nicht schaffen, ihrem Buch eine klare Struktur zu geben. Viele interessante Fakten gehen im auf 350 Seiten ausufernden Fließtext oder im 50seitigen Anhang eher unter. Der Text ist voll mit Wiederholungen, die nicht didaktisch sind, sondern einfach nur überflüssig.
Das Buch ist eine Übersetzung aus dem Amerikanischen, doch leider hat es so gar nichts von der prägnanten und oft brillanten Art anderer Management- und Marketing-Bücher aus den Staaten.
Bei der zeitaufwändigen Lektüre lernt man zwar vieles über die Digital Natives", doch richtig plastisch werden sie nicht vor unseren Augen. Hier wurde leider eine Chance vertan, das Porträt einer wichtigen gesellschaftlichen Gruppe zu zeichnen, deren Einfluss in den nächsten Jahren und Jahrzehnten wachsen wird.
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am 16. Juli 2011
Das Buch hätte sich leicht zu einem Bestseller entwickeln können, allein vom Titel her. Die Autoren haben -wie sie behaupten- viel recherchiert: viele Interviews in der ganzen Welt durchgeführt. Nur davon sickert wenig ins Buch durch.

Die erste Hälfte des Buches lässt sich auf einen Satz reduzieren: Eltern achtet auf den Umgang eurer Kinder mit dem Internet. Mehr war nicht zu erfahren.

In der zweiten Hälfte des Buches wird in etwa das Verhalten der Digital Natives beschrieben, jedoch ohne Kontext. Das heißt, es wird eine Generation hingestellt, als wäre sie voll Zauberlinge.

Die PC Generation in den Achtzigern des vorigen Jahrhunderts hat eine Menge geleistet und sie wurde nicht so hoch stilisiert. Auch die Generation Mobilität mit dem Auto usw. Alle 30 oder 40 Jahre gibt es eine neue Erfindung, die die Welt revolutioniert. Diese Erfindung bringt eine Generation hervor. Und zur Zeit haben wir die Generation Internet. Mehr nicht.

Auch in der zweiten Hälfte des Buches ist der Text überlang. Es genügt an jedem Absatz den ersten Satz zu lesen, um zu wissen, wie es weiter geht. Mehr braucht man nicht.

Es fehlen Graphiken, Tabellen, Zitate, Zusammenfassungen. Das Buch ist schlichtweg langatmig und inhaltsarm.

Schade. Vom Titel und vom Lebenslauf der Autoren hätte man mehr erwarten dürfen.

Fazit: bedingt empfehlenswert

Dr. Karl de Molina,
Generation Internet: Die Digital Natives: Wie sie leben - Was sie denken - Wie sie arbeiten
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am 5. Oktober 2011
Ich gehöre eigentlich auch zur Generation Internet, doch in diesem Buch konnte ich auch noch etwas lernen. Das Buch war informativ geschrieben ohne dröge und belehrend zu sein. Viele Studien und reale Fälle machten das Ganze anschaulich. Auch die Tatsache, dass es beide Eltern pubertierender Kinder waren, fand ich gut und authentisch.

Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen, der beruflich oder auch privat viel im Internet unterwegs ist.
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am 21. Februar 2011
Ich möchte hier nicht so viel schreiben. Ich bin mit Amazon allgemein und alles was dazu gehört zufrieden. Das Buch ist verständlich geschrieben, für die Eltern, Lehrer und Professoren, die mit der Jugend viel zu tun haben.
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