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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
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4,8 von 5 Sternen
Der Krieg hat kein weibliches Gesicht
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:21,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 14. Mai 2017
Überzeugende Darstellung des großen vaterländischen Krieges mit all seinen Nuancen, diesmal aus weiblicher Sicht. daran muss man sich erst gewöhnen.
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am 17. August 2017
...und gleichzeitig auch furchtbar, denn die Erzählungen der Frauen sind kaum zu verkraften.
Schwere Kost, aber sehr gut gemacht und empfehlenswert.
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am 6. Dezember 2013
„Das Tonbandgerät zeichnet die Worte auf. Hält Intonationen fest. Pausen. Weinen und Verwirrung. Aber wie ihre Augen festhalten, ihre Hände“?

Dazu bedarf es der klaren, bildkräftigen Sprache, die Alexijwitsch empathisch zu nutzen versteht, um dem Leser je die Gesamtperson jener Frauen, die sie interviewt hat, deren teils erschütternde Berichte sie im Buch festhält, vor Augen zu führen.

„Ich habe es nicht vergessen. Ich habe immer Angst, davon zu erzählen ... Am Abend ging ich hinaus und auf dem Kanal schwammen Matrosenmützen. Die ganze Zeit, während ich da stand, schwammen Mützen vorbei. Erst habe ich sie gezählt, dann gab ich auf“.

Rund eine Million Frauen waren Teil der Roten Armee im zweiten Weltkrieg. Wobei, kühl zu Anfang beobachtet, sich hinter einem sprachlichen Problem diese Schicksale mit verbergen.

„Es gab keine weibliche Form .... weil diese Arbeit nie Frauen gemacht hatten. Die weiblichen Formen entstanden erst im Krieg“. „Schütze“, „Panzerfahrer“, „Infanterist“.
Nein, der Krieg hatte über lange Zeit, auch wenn Frauen hier und da Teil der Kriege waren, kein weibliches Gesicht. Und bekam dich es im zweiten Weltkrieg in einer Art und Weise, die den Leser nicht loslässt in dieser ruhigen Schilderung vieler Frauen in diesem Buch.

Frauen, für die der Krieg nichts mit Ehre, Glorie, Kampfeslust zu tun hat, sondern immer nur eins ist: Mord. In vielfältiger Form und mit vielfältig verschiedener innerer Haltung, wie „an den Männern“ zu sehen ist.
Ein Erleben, dass selbst die Autorin teils fassungslos macht. Soweit, dass sie selbst einiges von dem, was sie gehört hat, in der ersten Fassung des Buches nicht aufgenommen hat. Vorweg nun stellt sie in dieser Neuausgabe Auszüge aus dem, was sie damals ausgelassen hatte. Zeugnisse der umfassenden Angst vor Feind und Freund.

„Wir hatten Angst vor den Deutschen und den Polizisten, nachts vor den Partisanen“, „... ein Menschenleben war nichts wert“.

„Wenn man einen Menschen im Nahkampf tötet, schaut man ihm in die Augen. Das ist etwas anderes als Bomben werfen“. Aber es gilt auch für dieses Buch: „Wenn man einem Menschen zuhört, wie er tötete und fast starb, dann ist es genauso – man schaut ihm in die Augen“.

Das ist, was dieses Buch vollzieht. Es stellt den Leser Auge in Auge mit der Erfahrung der Rotarmistinnen im Krieg. Lässt die Kolonnen vorbeiziehen, den Güterwaggon und das Bombardement, die Leichen, Gefallenen und das eigene Töten fast nüchtern erzählen. Bis dahin, wieweit der Anblick von Feigheit dazu führt, auch als Frau das eigene MP zu heben.

„Wir durften ihnen nicht verzeihen. Ihretwegen waren so großartige Jungs umgekommen. Wir vollstreckten das Urteil.“

Es sind keine Zeugnisse von „Entmenschlichung“, die im Buch vorliegen, wohl aber eindrückliche Erzählungen, Berichte, Beichten über das, was der Krieg an Grauen mit sich bringt, wie sehr dort all das, was im „normalen“ Leben als schrecklich und unvorstellbar angesehen wird, im Krieg „normal“ wird. Und nicht mehr loslässt, solange man lebt.

So dass man am Ende des Buches vollständig verstehen kann, warum für Alexijwitsch nur noch eines ins Frage kommt: Der Frieden.
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am 2. Juli 2006
Swetlana Alexiijewitsch lässt auch hier wieder die Opfer oder Helden selber zu Wort kommen. Sie fasst lediglich gekonnt die Interviewe zusammen und vermittelt so ein, wenn auch nur bedingt vorstellbares Gefühl der Situation dieser Frauen im Krieg an verschiedensten Schauplätzen. Diese Frauen wollen bereits mit 14, 15 Jahren direkt an der Front ihren Dienst für das Vaterland leisten. Für Deutsche zu Beginn des Feldzuges nach Russland noch eine unvorstellbare Situation, mit der sie erst während der folgenden Jahre etwas zurecht kommen. Selbst die Rote Armee war völlig fassunglos und unvorbereitet auf solch einen Ansturm Freiwilliger.

Sehr schön kommt auch zum Ausdruck was diese Frauen selbst nach dem Krieg noch alles mitmachen mussen. Das sie aus ihrem unvorstellbar grossem Stolz selbst Invalidenpässe zerrisssen oder verbrannt haben und heute bettelarm auf der Strasse stehen.

Empfehle dieses Buch allen die erfahren wollen was sich aus der Sicht der jungen russischen Frauen alles zu dieser Zeit abgespielt hat.
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am 12. November 2014
Es war mir nicht bewusst: Im Zweiten Weltkrieg kämpften auf Seiten der Sowjetunion viele russische Frauen und Mädchen. Es ist eine junge Generation, die beseelt ist von Heimatliebe und dem Ideal des Kommunismus. "Aber wir haben auf dem Schlachtfeld unsere Seele verloren, wir waren nach vier Jahren Krieg, wenn wir überlebten, keine Frauen mehr!" Das Buch sollte man gelesen haben, schwer zu empfehlen!
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HALL OF FAMETOP 50 REZENSENTam 15. Oktober 2013
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Der Krieg hat kein weibliches Gesicht“ heißt das bekannte Buch der weißrussischen Autorin Swetlana Alexijewitsch in seiner zweiten, neu bearbeiteten Auflage. Sie wurde damit 1985 zu Beginn der Perestroika berühmt. Die Bücher der mehrfach für ihre Dokumentarprosa ausgezeichneten Alexijewitsch werden im diktatorisch von Alexander Lukaschenko regierten Weißrussland nicht verlegt.

Die kunstvolle Montage der Gespräche mit Scharfschützinnen, Sanitäterinnen, Köchinnen und Partisaninnen, die einen anderen Blick auf das Grauen des Krieges bieten als Heldenepen von Männern, sind wirklich eindrucksvoll. Nicht der Krieg aus Sicht der Frauen steht im Mittelpunkt, sondern die Frage, ob die junge Reporterin die alternden ehemaligen Soldatinnen verstehen kann. Die Soldatinnen schlüpften nach 1945 wieder in sowjetische Alltagsrollen und wurden oft als Lügnerinnen oder manchmal sogar als Kriegshuren gebrandmarkt. Alexijewitsch hat schon vor mehr als 25 Jahren dieser Dokumentarprosa den Weg bereitet und den Frauen, den Heldinnen der Sowjetunion, eine Stimme gegeben. Dass die Rotarmistinnen den Heldenkult des Großen Vaterländischen Krieges mit ihrer gefühlsbetonten Offenheit zu zerstören drohten, ist für einen Westeuropäer heute kaum nachzuvollziehen. Aber auch in Deutschland sind ehrliche Soldaten-Berichte aus dem Krieg selten – die meisten unserer Großväter schwiegen nach der Rückkehr.

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am 1. März 2012
Dieses Buch beschreibt einmal die andere Seite des Krieges. Eben das weibliche. Die Zusammenfassung der Einzelschicksale zu einen gemeinsamen ist gelungen. Man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und weiterlesen. Aber es geht nicht immer.
Man muß das Gelesene erst immer verdauen. Das Buch kann ich nur empfehlen.
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am 13. November 2013
Die emotionale Schilderung vieler Frauen, die aus Liebe zum "Vaterland" in den Krieg gezogen sind, ist beeindruckend und erschreckend. In seiner Vielzahl von schrecklichen Erlebnissen ist das Buch manchmal schwer zu ertragen. Die Verleugnung des Weiblichen ist der Preis, den viele Frauen im Krieg und lange Zeit danach zahlen mussten. Besonders beeindruckt hat mich der fanatische Wunsch der Frauen an vorderster Front kämpfen zu wollen und eben gerade nicht eine Rücksichtnahme auf das weibliche Geschlecht zu bekommen. Dass sie sich trotzdem in einigen Situationen anders verhalten haben als ihre Kriegskameraden ist aber auch deutlich geworden. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt.
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am 2. Dezember 2015
Ein tiefer und trauriger Einblick in eine Männerwelt, die ohne Frauen nie zurecht käme. Viele der interviewten Frauen sind die eigentlichen Helden, aber weil Aufopferung und Heldentum von Frauen erwartet wird, muss man es ja nirgendwo extra erwähnen...und das Vaterland (falsch besetzter Begriff) schert sich einen Dreck um sie!
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am 12. Juni 2016
Ein Buch aus Sicht der russischen Frauen im Zweiten Weltkrieg. Es ist schon erstaunlich mit wie viel Herzblut diese jungen Russinnen in den Krieg gegangen sind. Sehr gut geschrieben. Keine Romanform, sondern eher in Interviewform. Real existierende Personen erzählen, abschnittsweise, über sich und ihre Erlebnisse.
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