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Kundenrezensionen

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am 5. Oktober 2013
Zwei Tiger soll man jagen, anstatt zwei Hasen, damit man glanzvoll scheitert. Nun, gescheitert ist Helene Hegemann an ihrem zweiten Buch, aber auch glanzvoll? Ich gehe nicht zu sehr auf die Handlung ein, denn die Produktbeschreibung deckt diese nahezu komplett ab.

Schon der Einstieg ist zum Zuklappen. Der erste Satz ist nicht nur ein ewig langer Bandwurm, er führt auch eine Ich-Erzählerin ein. Eine, die Kais Mutter (um den es hauptsächlich in diesem Buch gehen soll) kennt und vor einer Woche getroffen haben soll. Die Handlung des Buches erstreckt sich aber über mehrere Jahre, und die Ich-Erzählerin taucht sehr schnell in einer auktorialen Erzählperspektive unter. Es bestätigt sich immer mehr, dass es einfach die Autorin selbst ist, die als Erzählerin auftritt.

Das schlimme daran ist, dass so ziemlich alle im Vordergrund stehenden Figuren die gleiche Sprechweise und die gleichen Vorlieben zu haben scheinen wie die Erzählerin. Oder drückt die Erzählerin dies den Figuren absichtlich auf? Ich weiß es nicht, aber es stört gewaltig. Bestimmte Bands, Personen, Dinge und Redewendungen werden wiederholend erwähnt, manche davon finden sich sogar in Fr. Hegemanns „Bayreuth“-Artikel auf der Zeit-Webseite wieder, wie etwa der Philippe-Starck-Stuhl, die „Dissonanzen, die sich einig sind“, oder das Slayer-T-Shirt, was das ganze noch seltsamer wirken lässt.

Die eingestreuten Anglizismen und die pseudojugendliche Sprechweise ist einfach lächerlich, das abschweifende Geschwafel von Erzählerin und den Figuren nervig, die Fehler sind peinlich. Das mit den Autobahnen, auf denen man wenden kann, und die als Zufahrt für Villen dienen, wurde in einer anderen Rezension schon erwähnt. Man kann der Autorin also auch kaum Dinge glauben, von denen man selbst kaum etwas versteht. Ich musste beispielsweise erst mal nachsehen, ab wie vielen Jahren man ein Prepaid-Handy bzw. eine -Karte kaufen kann, das geht erst ab 16. Protagonistin Cecile hatte dieses Alter zum Zeitpunkt der Handlung noch nicht erreicht.

Das Allerschlimmste an diesem Buch ist aber die Art, wie die Autorin Konflikten und Problemen aus dem Weg geht. Ich habe das schon oft bei Schreibanfängern in Foren gesehen. Hier mache ich der Autorin gar nicht mal den größten Vorwurf, eher den Leuten, die ihre Manuskripte in dem Zustand nicht abgelehnt haben. Wenn man von veröffentlichten Schriftstellern hört, wie sie zu ihren Verträgen gekommen sind, dann hört man auch oft davon, dass ihr erstes Manuskript letztlich in der Schublade versauerte, und dass es im Nachhinein besser so war. Viele, wegen der Verarbeitung von Erlebnissen geschriebene Romane, bleiben für immer in der Schublade. "Jage zwei Tiger" wäre besser auch dort geblieben.

Nehmen wir da z.B. Ceciles Drogenproblem. Sie ist kokainabhängig, aber was das bedeutet, das erfährt und spürt man nicht, wenn man dieses Buch liest. Irgendwann erkennt sie, dass sie ein „Kokainproblem“ hat, und irgendwann beschließt sie einfach, keine Drogen mehr zu nehmen. Fertig.

Dann die Geschichte mit Kai und Samantha. Letztere war bei der Gruppe Jugendlicher, die den Stein auf das Auto geworfen haben. Sie ist damit mitverantwortlich für den Tod von Kais Mutter, wie sehr, kommt erst am Ende heraus. Aber nur für den Leser, denn Kai erfährt nicht mal das dass sie dabei war (Wahrscheinlich ist es ihm sowieso egal). Dieser versprochene Roadtrip, dass Kai und Cecile Samantha suchen gehen, den gibt es so gar nicht. Kai und Cecile treffen sich in der Mitte des Buches, und dann kommt Kapitel für Kapitel, was Cecile zuvor alles gemacht hat, und wo sie überall war. Das ist leider völlig uninteressant und auch nicht interessant geschrieben. Somit kann die Autorin die Begegnung zwischen Kai und Samantha bis zum Schluss hinauszögern. Für den versprochenen Roadtrip und die große Suche war dann natürlich keine Zeit mehr. Kai entdeckt Samantha in der Bravo, in einem Bericht über den Zirkus, und bei einer Klassenfahrt nimmt er einfach einen anderen Zug, zusammen mit Cecile.

Einziger Lichtblick sind die beiden Kapitel mit Samantha in der ersten Hälfte des Buches, ich finde ihr zweites ist das am besten geschriebene im ganzen Buch. Dann taucht sie aber bis zum Ende nicht mehr auf, und eine Begebenheit in ihrem zweiten Kapitel wird später lapidar durch eine Zeitungsschlagzeile aufgeklärt. Dazu noch ein paar übersinnliche Elemente und andere Sachen, „die man ja auch noch einbauen könnte“ (So kam es mir jedenfalls vor), dann die immer wieder mal erwähnten Sexualakte zwischen Erwachsenen und Jugendlichen, die wohl schockieren sollen, und zwischendurch doch noch mal die Ich-Erzählerin, die uns sagt, um was es in dem Roman eigentlich geht, angeblich um Jugendliche in Extremsituationen. Genau so wie gesagt werden muss, dass die Protagonisten ja so intelligent und sympathisch sind. Cecile soll das laut Erzählerin beispielsweise sein, daher nimmt sie wohl auch den größten Teil des Buches für sich ein, obwohl sie am wenigsten mit der gesamten Handlung zu tun hat, lassen wir das Flash-Forward-Happy-End mal außen vor.

Ich will das Buch beurteilen, und nicht die Autorin, auch nicht die Plagiatsaffäre einfließen lassen, und die Interviews, in der sie sagt, dass man sie angeblich kritisiert, weil sie eine Frau oder so jung ist. Im Interview mit der Welt hat sie gesagt, es wäre das schlimmste, wenn ihr Buch langweilig wäre. Genau das ist es aber. Auch deshalb rate ich den Verlagen Frau Hegemanns nächstes Werk genau so kritisch zu betrachten, als wäre es von irgendeiner unbekannten Autorin bzw. einem Autor.
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Freudiges Hallo: ne neue Hegemann!

Supersick, diese Idee eines Guerilla-Romans, der mal eine Ansage macht im deformierten Literaturbetrieb mit seinem Klagenfurtkack. Die Autorin voll auf Jägermeister, voll die Stussbabe, hat ein paar sicke Sprachbrocken von ihrer Prominenzbühne geworfen, beziehungsweise einfach mal so runtergenuschelt. Relativ simpler Vorgang – aber irgendwie auch geil.

Dieser als solcher zu bezeichnende Roman ist ne echte Hegemann: wohlstandsverwahrlosten Girls und Buben aufs megaentspannte Maul geschaut, unfassbar rührend. Aber auch fashionmäßig draufgehievt, worauf die Upperclassgirls so intellektuell abfahren, also megareflexiv in diverse Undergroundrichtungen aufpoliert.

Ein straightes Urteil über diesen coolen Rotz: Liest sich wie aus der Roman-AG der zwölften Klasse, mit vielen verschiedenfarbigen Körperflüssigkeiten. Verschluffter Provo-Stil als Deutschlehrer-Kill. Krasse Kostprobe: „… diesem bei ner entgegensetzt seiner politischen Meinung ausgerichteten Tageszeitung angestellten Bauernaristokraten…“

Hegemann: „Mein Gott. Mein Gott, wie furchtbar.“ Dazu ich, nun doch megaabgeturnt: „Guter Move! Korrektes Urteil! Kein Olymp, sondern eher eine Art aus der Matsche gehobenes Loch!“

Hegemann: „Aufregung ist kacke, wo wir wieder bei der Diskussion über Stilfragen anlangen.“ Ich wieder: „Bleib cool, kriegst deinen Stern…“
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am 21. Oktober 2013
Schade, ich war so gespannt auf dieses Buch, auf das in der Süddeutschen
schon vor Wochen aufmerksam gemacht wurde.
Ich hatte beschlossen, der jungen Autorin eine 2. Chance zu geben.
Nicht, dass sie darauf angewiesen wäre. Es wird immer noch genug Lob
für sie abfallen. Trotzdem : Das neue Buch von Frau Hegemann
kommt nicht bei mir an ( was sicher an mir liegt und an meiner Perspektive), das was sie den Lesern mitteilen will, erreicht mich nicht, obwohl ich es zumindest bis zur Hälfte gelesen habe. Es wirkt auf mich, als ob hier jemand zu angestrengt daran gearbeitet hat,
anders zu schreiben als andere und das erste Buch unbedingt vergessen zu lassen.
Aber es reicht nicht, Endlossätze mit so genanntem "jungem Vokabular"
zu füttern. Dahinter sollte mehr sein.
Ich habe das Buch unserer Stadtbücherei geschenkt.
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am 24. August 2013
Helene Hegemann ist intelligent. Als 21-Jährige diese Flut von Gedanken auf über 300 Seiten zu Papier zu bringen, ringt einem einen gewissen Respekt (und zwei Sterne) ab.

Erzählt wird die Geschichte einiger Jugendlichen, allen voran Kai, dessen Leben nach dem Unfalltod seiner Mutter erst richtig Fahrt aufnimmt.
Ohne mich jetzt in inhaltlichen Details zu verlieren, schöpft Frau Hegemann dramaturgisch und psychologisch aus dem Vollen. Alle auftretenden Figuren sind überspannt, nervliche Chaoten oder haben sonstige Macken und das Schicksal meint es nicht immer gut mit ihnen.

Die großen Themen des Heranwachsens: Liebe, Selbstverwirklichung und die Beziehungen zu Erwachsenen werden von Frau Hegemann analysiert, entsprechende Empfindungen den Figuren in den Mund gelegt und anschließend noch (für dumme Leser) erklärt.
Leider wirkt einfach alles zu überzogen und gewollt. Sensibles und Feingeistiges ist nicht Frau Hegemanns Sache. Nach vielen Seiten sehnte ich mich förmlich nach einer "normalen" Person in der Handlung, zu deren Verhalten ich mir selbst Gedanken machen kann und nicht vom Autor dahingehend "überfüttert" werde.

Der Schreibstil wechselt zwischen überzogenem Jugendjargon und gezielt konstruierten Satzgebilden.

Wie bereits eingangs erwähnt, für eine junge Schriftstellerin zwar eine beachtliche "handwerkliche" Leistung, aber als ernstzunehmender Roman enttäuschend.
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am 26. Februar 2014
Was für ein Schwachsinn.
Nach 50 Seiten hatte ich Brechreiz, nach 52 Seiten schlief ich über dem Buch ein.
Soll das die Zukunft des geschriebenen Wortes sein?
Merke: Denglish ist kein Muss und Gossensprache keine Tugend.
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am 22. November 2013
Drei Jahre nach ihrem Debütroman „Axolotl Roadkill“ legt Helene Hegemann nun ein neues Buch vor: „Jage zwei Tiger“ heißt der Roman. Der erfahrene Leser wird nach wenigen Seiten sogleich an „Axolotl Roadkill“ erinnert sein, denn Hegemann bemüht denselben Sprachduktus wie in ihrem Romanerstling. Helene Hegemann, die Tochter des bekannten Kulturschaffenden Carl Hegemann, erzählt die Geschichte dreier Jugendlicher, deren Lebenswege sich zufällig kreuzen. Die 17-jährige Cecilia ist die Freundin des Vaters von Kai, der zu Beginn der Geschichte elf Jahre alt ist, seine Mutter bei einem Autounfall verloren hat und Samantha, die Angehörige einer Zirkus-Familie, liebt. Alle drei Jugendliche sind mit normalen Maßstäben kaum zu erfassen. Cecilia ist drogenabhängig (zumindest zu Beginn) mit einem Hang zur Selbstverletzung, Kai ist erstaunlich emotionslos und Samantha gehört zu der Gruppe der Jugendlichen, die Kais Mutter getötet haben. So weit zum Inhalt.
Helene Hegemann erzählt eine Geschichte, die sehr konstruiert erscheint. Das allein aber ist nicht das Problem. Die ersten 100 Seiten sind zäh, müde, phasenweise unlesbar. Hegemanns Figuren sind platt, eindimensional und statisch.
Die Sprache ist unheimlich pseudointellektuell, gepaart mit Hegemann-Jugendslang und durchsetzt von Anglizismen, deren Existenzberechtigung teils in Frage gestellt werden kann. Warum es auf Seite 71 etwa "Wir sind so krass connected" heißt und der Vater Kais ein "Girlfriend" statt einer "Freundin" hat (S.125), sei dahingestellt. Die Sätze, oft hypotaktisch angeordnet, wirken langatmig, konstruiert und deshalb nach wenigen Seiten enervierend. Die Sprache der Figuren unterscheidet sich in keinster Weise voneinander. Jeglicher Invididualismus ist einem allgemeinen pseudointellektuellen Sprachduktus gewichen. Der 11-jährige Kai parliert größtenteils wie ein 30-jähriger Deutschdozent.
Sind die ersten 100 Seiten ein Kampf, so wird der Roman dann lebendiger. Die Geschichte entwickelt auf einmal eine gewisse Dynamik, es gibt phasenweise Stellen, die an den jungen Christian Kracht erinnern. Diese Parallele zieht auch Iljoma Mangold in seiner Besprechung des Buches in der "Zeit". Er sieht Hegemanns Roman als ein Exempel der rich kid-Literatur in der Nachfolge von Christian Krachts Faserland. Dies kommt einer Adelung für die mittlerweile 21-jährige Hegemann gleich.
Müden ersten 100 Seiten folgt eine Beschleunigung. Der Roman ist reifer als noch "Axolotl Roadkill". Man kann Hegemann ein gewisses Sprachvermögen nicht absprechen. Sie hat das nötige Handwerkszeug, um einen großen Roman zu schreiben. Mit „Jage zwei Tiger“ ist ihr dies noch nicht gelungen, aber es besteht Hoffnung, dass ihre Romane mit zunehmendem Alter auch qualitativ immer besser werden.
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am 24. August 2013
Liebe Helene,

dein "sogenanntes Buch", von dir, du "sogenannte Schriftstellerin", über die "sogenannten hippen Jugendlichen" die als "sogenannte Heranwachsende" als einzige den "sogenannten Durchblick" haben, ist - mal ganz megahipundpolitischunkorrekt, weil ja jeder nur noch so redet, vor allem du, und auch jeder Andere "sogenannte Schriftsteller" den du nicht liest aber der dich auch nicht interessiert, und alles was ich hier schreibe ergibt auch gar keinen tieferen Sinn, aber ich tue so, weils so schön ist, so eine nie endenwollende Hypotaxe zu bilden mit diesen "sogenannten scheißklugen Analysen" - großer Mist.

Ich will meine 20€ zurück. Schreib lieber wieder ab, das kannst du besser.
55 Kommentare| 48 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Oktober 2013
die provinz-vorstellung von larry clark und easton ellis, das abziehbild eines ungelebten lebens, worte ohne wissen erfahrung sinn und ziel,

von allem zu wenig und von nichts zu viel,

sätze wie autobahnstau und wassertortur,

so geht postmilleniale pop-literatur.

( ein hypothetischer vorgeschmack auf hegemanns gedichtband )
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am 29. August 2013
Besser als Thor Kunkel kann man es nicht ausdrücken...: "Die Lektüre verdient den Aufwand nicht. Es ist ein biederes, von RTL-Naturalismus geprägtes Sinnfabrikat, »trashig«, aber eben nur so trashig wie eine der vielen Geschmackslosigkeits-Sendungen, in der straighte Jung-Schauspieler so tun, als ob sie wohlstandsverwahrlost oder durchgeknallt wären." Mehr: [...]
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am 25. August 2013
Ich war einer der "Glücklichen", die eine Vorabversion des Buches lesen konnten - was nach der Lektüre bleibt, ist nichts weiter als die Frage "wie bekomme ich meine verlorenen drei Stunden zurück, in denen ich mich mit diesem Machwerk beschäftigt habe?" - keine Kaufempfehlung, 0 Sterne.
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