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am 17. September 2013
In "43 Gründe warum es aus ist" geht es um Min und Ed. Beide waren ein Paar, aber jetzt ist es aus. Der große Reiz dieser Geschichte ist, dass der Leser unbedingt wissen möchte was passiert ist, dass die beiden sich getrennt haben. Der ganze Plot ist ein einziger Brief, den Min Ed schreibt und mitsamt einer Kiste voller Erinnerungsstücke an die gemeinsame Zeit vor seiner Haustür abstellt. Die HC-Ausgabe beinhaltet schöne Illustrationen von eben jenen Dingen, was im Hörbuch natürlich wegfällt. Stattdessen werden einige Geräusche dargestellt, wie z.B der Rums als Min die Kiste abstellt.
Gelesen wird das Hörbuch von Laura Maire, die sowohl die vor Energie übersprudelnde Min sowie auch einen betrunkenen männlichen Jugendlichen gut darstellen kann. Der Autor Daniel Handler hat insbesondere unter dem Pseudonym 'Lemony Snicket' große Bekanntheit erlangt.

Min ist eine Besonderheit für sich, sie gehört in der Schule eher zu den Außenseitern, ist eine totale Filmfanatikerin und träumt sich quasi durch den Tag. Ed hingegen ist ein beliebter und gutaussehender Basketballfan, also ein typischer Highschool-Prinz. Das kann doch nicht gut gehen oder?
Obwohl Freunde & Familie beider nicht wirklich and die Dauerhaftigkeit der Beziehung glauben halten beide fest daran. Wir erfahren wie die beiden sich kennenlernten, ihren Alltag als Pärchen, bis hin zu Trennung. Zeitweilig hoffte ich wirklich, dass es evtl noch anders kommt und die beiden zusammen bleiben, da es durchaus schöne Momente gab.
Doch im Laufe der Geschichte wurde mir Min unter anderem immer unsympathischer. Ehrlich gesagt hatte ich schon am Anfang keinen großen Draht zu ihr, obwohl ich eig verrückte Charaktere und skurile Liebesgeschichten mag. Sie ist auf der einen Seite sehr besserwisserisch, selbstgerecht und auf der anderen Seite voller Komplexe. Teilweise hat es mich auch genervt wie sie immer wieder bei Eds Anblick beinahe zu sabbern anfing, aber vllt ist das heutzutage bei 15-Jährigen Teenies so, ich hoffe allerdings dass das nicht der Fall ist. Auch kam sie mir ab und an recht oberflächlich vor, was meines Erachtens unpassend ist, da sie doch so stolz darauf ist alternativ zu sein. Auch ihre Filmleidenschaft, die sie zu Beginn recht sympathisch wirken ließ, ging mir irgendwann einfach auf den Senkel.

Dadurch, dass die ganze Geschichte wie gesagt eig aus dem Brief besteht, bekommen wir ausschließlich Mins Seite mit, was die Gefahr birgt, dass alles etwas einseitig dargestellt wird.
Ed bleibt weitgehenst blass, am Ende weiß der Leser/Hörer nicht viel mehr über ihn, als dass er gut aussieht und ein Basketballstar ist. Auch wird nicht wirklich klar warum Min sich überhaupt die Mühe macht Ed den Brief zu geben, denn nach dem was er sich geleistet hatte, denke ich nicht, dass er ihn lesen wird bzw. sich überhaupt Gedanken darüber macht. Dass sie den Brief an sich geschrieben hat, kann man ja unter Auto-Psycho-Therapie verbuchen. Vllt hätte die Geschichte besser funktioniert wenn aus der Sicht beider geschrieben oder zumindest die personale Erzählweise o.ä benutzt worden wäre, aber so bleiben alle Nebenfiguren flach.

Fazit:
An sich fand ich die Geschichte eig ganz nett, aber es gibt nicht Innovatives und auch die Protagonistin konnte nicht bei mir punkten
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am 16. September 2013
Min und Ed sind getrennt. Der Basketballspieler und die junge Filminteressierte haben sich auf der Geburtstagsfeier eines Freundes kennengelernt. Doch nun sind sie getrennt und Min schreibt einen Brief an Ed und packt einen Karton zusammen in dem sie alle Dinge, die sie an ihn und ihre Beziehung erinnern verstaut. Anhand der vielen kleinen Gegenstände zeichnet die Protagonistin die Geschichte ihrer kurzen jugendlichen Liebe nach.
43 Gegenstände, 43 Kapitel, 43 Zeugen einer jungen Liebe zwischen zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Wer sich selbst noch gut an seine erste große Liebe erinnern kann der weiß, dass die kleinsten Gegenstände, ein Feuerzeug oder ein Paar Kronkorken zu den liebsten Erinnerungsstücken werden können. Dies ist die Grundidee des Hörbuchs. Die Geschichte ihrer Liebe ist eigentlich schön ausgedacht aber natürlich kommt sie mit einem verletzten und teilweise verbitterten Unterton daher. Handler nimmt den Zuhörer mit auf eine in die Jugend und lässt die Geschichte anhand der „43 Gründe“ lebendig werden. Das unschöne Ende kommt dann leider mit voller Wucht und hat bei mir Traurigkeit darüber hinterlassen, dass der Hauptfigur Min die erste große Liebe auf diese Art im Gedächtnis bleiben muss.
Handler hat die Charaktere recht gut herausgearbeitet und besonders Min erhält Tiefe durch ihr großes Interesse am Film. Laura Maire gibt der Figur eine Stimme, die dafür sorgt, dass der Hörer sich ein Bild von Min machen kann. Schön ist auch die Verbindung zwischen Min und ihrem besten Freund, die zeigt, dass Freundschaft viel aushalten kann.
Insgesamt habe ich mir das Hörbuch „43 Gründe, warum es AUS ist“ gern angehört. Die Geschichte war trotz ernstem Hintergrund stellenweise leichtfüßig und unterhaltsam. Ab der 4. CD wurde es dann allerdings doch etwas langatmig. Insgesamt würde ich das Hörbuch mit der Note 3 bewerten. Insgesamt ein solides Werk aber an der einen oder anderen Stelle fehlt etwas Spannung.
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am 10. September 2013
43 Gründe, warum es aus ist" ist ein schönes Buch übers Erwachsenwerden. Über die erste Liebe - und die Erkenntnis, dass auch die allererste Liebe keineswegs oberflächlich sein muss. Denn Min, die Ich-Erzählerin des Buches, will ihrem Ex, Ed, ausführlich begründen, warum es aus ist. Und so besteht das Buch aus nichts anderem als einem Monolog darüber, warum die Beziehung nicht klappen konnte. Daniel Handler hat das Buch geschrieben, bekannt ist er für die Jugendbücher, die er unter seinem Pseudonym Lemony Snicket geschrieben hat.
Einen Karton stellt Min ihrem Ex Ed vor die Tür. 43 Gegenstände sind darin, die sie ihm zurückgibt - mit der entsprechenden Erklärung. Diese Gegenstände sind der Anlass für die Erinnerungen an die gemeinsame Zeit, an die Höhen und Tiefen der Beziehung. Und bevor man sich versieht, ist man am Kapitelende und erfährt, warum es mit der Beziehung einfach nicht klappen konnte. Zumindest wenn es nach Min geht. Zum Beispiel, weil Ed sich den Film in Mins Kopf nicht vorstellen kann, oder weil Ed einfach so in eine Geburtstagsparty hereingeplatzt ist, ohne überhaupt dem Geburtstagskind zu gratulieren.
Nun sind es aber fast 400 Seiten, auf denen die Beziehung wiederbelebt wird. Und das ist doch zu viel. An einigen Stellen wird die Handlung recht langatmig erzählt. Die filmischen Referenzen, die Min als Filmnärrin immer wieder einfließen lässt, sind wenig erquicklich, da es sich zumeist um unbekannte Filme handelt, die zur Sprache kommen.
Schön ist an diesem Buch die Sprache. Durch die Mischung aus Erinnerung und direktem Eintauchen in das Geschehen (zum Beispiel durch viele wiedergegebene Dialoge) wird die Beziehung Stück für Stück lebendig. Und man merkt doch nach und nach den Schmerz, den auch die Ich-Erzählerin empfindet und spürt die Liebe, die sie noch immer für Ed empfindet.
Schön ist an diesem Buch auch die Gestaltung: Den Bildern ist viel Raum gegeben, das Layout wirkt luftig, das Papier ist von einer angenehmen Dicke. Man merkt, dass sich der Verlag hier viel Mühe gegeben hat. So oft findet man das heute nicht mehr.
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am 30. August 2013
Schulalltag und junge Liebe mit Zuckerguß? Cheerleader-Romanze mit Zickenkrieg und süße Liebelei am Schulhof? Niemals! Eine typisch amerikanische Teenie-Lovestory ist Daniel Handlers Erzählung auf gar keinen Fall. Diese Liebesgeschichte wird nämlich erst nach der Trennung Stück für Stück erzählt und selbst diese Trennung ist keine wehleidige „Durchschnittsklamotte“ mit berechenbaren Pointen. Dieses Buch ist nämlich originell.

Es handelt sich um eine durch Gegenstände definierte Liebe zweier Jugendlichen, die eben schon vorbei ist und die gemeinsamen Erinnerungsstücke werden in Begleitung mit der damit verbundenen Ereignissen neu bewertet, aus der Kiste geräumt und zurückgegeben. Das ist eine Abrechnung, eine Rechtfertigung und die Befreiung von einem unwürdigen Partner.

Die Hauptfiguren, Min und Ed, die kluge und einfühlsame Filmliebhaberin, die ihr Leben in Filmszenen wiedererkennt und der Star der Basketballmannschaft erleben ihre Beziehung auf verschiedene Weise. Wie es im Leben läuft, gibt es hier trotzdem keine Gewinner. Ed entscheidet sich oberflächlicherweise für ein anderes Mädchen und Min kommt über ihren Kummer auf ihre besondere Art gut hinweg. Am Ende sieht sie doch sogar ein, dass all die Sachen, die sie verabschiedet „waren mal … Teil von etwas Schönem“.

Min lässt langsam und überzeugt zur gleichen Zeit Greifbares und Gefühle los.
Das ist das Wichtigste, was dieses Buch allen jungen Lesern mitgeben kann: Wie man sich verliebt, wie man sich trennen kann und wie man mit den aufgewühlten Emotienen danach zurecht kommen kann.

Die ausgefallene Geschichte mit viel Humor berührt die Herzen genauso, wie die modernen Illustrationen von Maira Kalman mit Knallfarben und klaren Kontrasten. Sie sind genauso schlicht wie Mins Worte.
Um die Qualität dieser Bilder entsprechend zur Geltung zu bringen, musste jedoch auf hochwertiges Papier gedruckt werden. Das äußerst dekorative Gesamtwerk (Hardcover) bringt knapp 800 Gramm Gewicht auf die Waage, das ist schon beachtlich und macht sich jedes Mal bemerkbar, wenn man nach dem Buch greift. Man möchte jedoch auf diese Schönheit keinesfalls verzichten.

Der Bildband-Jugendroman ergibt ein perfektes Teenie-Geschenk zur jeder Angelegenheit oder einfach nur so aus „aktuellem Anlass“ als kleine Aufheiterung bei Liebeskummer.

Die angekündigte Verfilmung wird hoffentlich gut gelingen.
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am 30. August 2013
Inhalt:
Auf der Geburtstagsparty von Al lernt Min Ed kennen. Min ist der "künstlerisch angehauchte" Typ, Ed der Basketball Co-Kapitän, sie könnten nicht gegensätzlicher sein. Dennoch besteht eine Anziehungskraft und die beiden haben ein Date und werden schliesslich ein Paar. Doch leider trennen sie sich wieder. Um die Trennung zu verarbeiten, schreibt Min Ed einen Brief und erklärt die Gründe für die Trennung und zwar anhand von 43 Souvenirs aus ihrer Beziehung, wie z.B. die Kinokarte des ersten Dates, den Zuckerstreuer, den sie geklaut haben usw.

Meine Meinung:
Ich wünschte, ich hätte dieses Buch gehabt, als ich Teenager war. Es beschreibt absolut authentisch die Gefühle und Ängste die man als Mädchen bei der ersten grossen Liebe hat und erst recht nach der Trennung. So echt, dass ich überrascht bin, dass dieses Buch von einem Mann geschrieben wurde! Dieses Buch hätte meinen Trennungsschmerz nicht gelindert, aber erträglich gemacht, da es mir bewusst gemacht hätte, dass ich nicht die Einzige bin, die so fühlt. Mir gefällt ebenfalls die aussergewöhnliche Art, die Geschichte zu erzählen, anhand der Objekte, die aus der gemeinsamen Zeit stammen. Mich stört auch nicht, dass von Anfang an klar ist, dass die beiden sich wieder trennen, denn welche erste grosse Liebe hält schon ein Leben lang (ausser im Märchen)?
Das Cover ist schön und aussergewöhnlich gestaltet, mich hat die Schrift gleich angesprochen. Die Bilder von den Objekten sind ebenfalls wunderschön gezeichnet und lockern das Buch immer wieder auf. Da sie am Anfang des Kapitels stehen, machen sie immer gleich neugierig auf die Geschichte, die hinter dem Objekt steht.

Fazit:
Geniales Buch für jedes Teenager-Mädchen, aber auch für Erwachsene spannend, man fühlt sich gleich in die eigene Jugend versetzt.
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Diese Geschichte ist der lange Abschiedsbrief eines jungen Mädchens, in dem sie die Beziehung zu ihrer ersten großen Liebe beendet.

Die 16jährige Min lernt auf einer Party den Basketballer Ed kennen und verliebt sich in den gut aussehenden Jungen. Zu ihrer großen Verwunderung interessiert sich auch Ed für sie. Die zwei Jugendlichen beginnen eine Beziehung, obwohl sie augenscheinlich doch so unterschiedlich sind. Min mit ihrer schon an Besessenheit grenzenden Vorliebe für Kinofilme und der sportbegeisterte Mädchenschwarm Ed scheinen so gar nicht zusammen zu passen. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass diese Beziehung schon nach kurzer Zeit zum Scheitern verurteilt ist.

In einem langen und ausführlichen Brief an Ed und mittels einer Kiste voller Erinnerungsstücke, die Min an Ed zurückgibt, offenbart das Mädchen ihre Gründe dafür, warum sie die Beziehung beendet. Zu jedem einzelnen Andenken schreibt sie die entsprechenden Begebenheiten und damit verbundenen Gefühle auf. So erfährt man als LeserIn Stück für Stück die Geschichte dieser Liebe und deren Ende.

Die Grundidee zu diesem Buch hat mir sehr gefallen, da sie für mich in dieser Form neu ist. Die Umsetzung allerdings birgt in meinen Augen jedoch den ein oder anderen kleinen Mangel.

Gut vermittelt wurde meiner Ansicht nach die teils etwas (typisch) chaotische Gefühlswelt eines pubertierenden Teenagers, dh. in diesem Fall das Auf und Ab von Min's Emotionen.

Schade hingegen fand ich, dass man die Geschichte eben nur einseitig erfährt. Ich habe ein wenig den Blickwinkel Ed's vermisst.

Außerdem hat mich Min's extreme Leidenschaft für Filme ein bißchen genervt, insbesondere da mir die beschriebenen Filme bzw. deren Filmszenen völlig unbekannt sind. Ich habe mich sogar gefragt, ob es diese Kinofilme tatsächlich gibt oder ob sie erfunden sind ? So konnte man diese Leidenschaft nicht wirklich teilen oder nachvollziehen.

Gut gefällt mir mit den liebevollen Zeichnungen die Aufmachung des Buches, da so noch ein greifbarerer Einblick in den Inhalt der Kiste gewährt wird.

Trotz der erwähnten kleineren Mängel möchte ich das Buch gerne - nicht nur Jugendlichen - weiterempfehlen, denn es ist in seiner Art schon etwas Besonderes. Es weckt Erinnerungen an die eigene erste große Liebe und an das Gefühlschaos, welches damit einhergeht, es regt zum Nachdenken an und es lädt aber auch zum Schmunzeln ein und zeigt auf wunderbare Weise, wie man womöglich eine derartige Krise überwinden kann.
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am 23. August 2013
"Ich sehe die Szene noch genau vor mir. Die Welt ist wieder in Ordnung, das sagt dieses Lächeln. Ich habe dich geliebt, aber hier hast du den ganzen Krempel zurück, raus aus meinem Leben damit, so wie mit dir, das sagt dieses Lächeln. Ich weiß, du kannst es nicht sehen, Ed, du nicht, aber wenn ich dir den ganzen Plot erzähle, vielleicht verstehst du’s dann doch, dieses eine Mal, denn selbst jetzt noch wünsche ich mir, dass du es kapierst. Ich liebe dich nicht mehr, natürlich nicht, trotzdem kann ich dir noch etwas zeigen."
[”43 Gründe, warum es AUS ist” // Daniel Handler // S. 14]

Erster Satz:
Lieber Ed, noch eine Sekunde, dann hörst du ein lautes Rums.

Inhalt:
Ed Slaterton ist der Co-Kapitän der Basketballmannschaft und Mädchenschwarm der Schule, Min Green ist anders, eher der "künstlich angehauchte Typ". Auf einer Party kommen sich die beiden näher und verlieben sich ineinander. Die Beziehung zwischen dem ungleichen Paar steht jedoch unter keinem guten Stern, denn so verschieden wie die beiden sind, kann das doch gar nicht gut sein. Schließlich war Min nicht als Basketballwitwe enden und Ed mag all die "schwulen" Filme nicht, die Min so liebt. Als es dann aus ist, schreibt Min Ed einen langen Brief und gibt ihm all die Dinge zurück, die sie an ihn erinnern, denn es gibt mehr als ein Geheimnis, das zwischen den beiden steht.

Schreibstil:
Ein Roman im "Du"-Format ist sicherlich nicht jedermanns Sache - meine eigentlich auch nicht, aber Daniel Handlers Schreibstil ist derart eindringlich und "künstlich angehaucht", dass man sich nur in seinen Worten verlieren kann. Handlers schreibt zugegebenermaßen zwischenzeitlich ein wenig zu ausschweifend, aber seine verrückte Art und die Sichtweise, die er Min zugeschrieben hat, ist eine ganz besonders einfühlsame Mischung, in der man sich nur allzu oft wiedererkennen kann. Mit langen Sätze und vielen Details zieht sich die Geschichte an manchen Stellen etwas, doch insgesamt besteht Handlers Stil aus vielen Bildern, doppelten Böden und einer unglaublichen sprachlichen Tiefe, die man nur in wenigen Büchern finden kann.

Meine Meinung:
Die meisten Jugendbücher erzählen von der Liebe, philosophieren von ihrer Schönheit, der Sanftheit der ersten Gefühle und schlängeln sich dann bis hin zum ersten Kontakt, dem ersten Treffen und der Annäherung. In Daniel Handlers "43 Gründe(n), warum es AUS ist" nicht, denn in diesem besonderen Buch über das Erwachsenwerden und das Loslassen wird Schluss gemacht mit den ewigen Klischees - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Handler traut sich, was viele Autoren gerne nur in den zweiten Teil einer Trilogie einbauen, um die Spannungskurve aufrecht zu erhalten: Er schreibt über Trennung. Eine endgültige Trennung, die nicht im nächsten Band wieder aufgelöst wird und schafft es damit eine Geschichte fernab vom Mainstream zu schreiben, die einfühlsam die Geschichte und die Entwicklung eines Mädchens erzählt, das Filme liebt. Filme und Ed Slaterton. Und das sind nur einige der vielen Gründe, warum dieses Buch so besonders ist.

Zugegeben: Ich hatte Bedenken was diese Geschichte angeht. Ein Brief in Form eines Buchs, in dem ein Mädchen sich von ihrem Freund trennt und ihm all die Dinger wiedergibt, die sie mit ihm verbindet ist zwar durchaus eine ziemlich originelle Idee, erfindet das Rad aber nicht hundertprozentig neu. Was mir wirklich Sorgen machte, war die Tatsache, dass eine Geschichte, bei der man von vorneherein weiß, wie es ausgeht, doch ziemlich vorhersehbar und distanziert sein muss. Schließlich müsste man die ganze Zeit Angst haben, die Figuren und ihre Beziehung zu mögen, wenn sie am Ende doch ohnehin nicht mehr existiert. Wer also ähnliche Gedanken hat: Ich kann euch beruhigen (zumindest in einer Hinsicht)! Eine gewisse Distanz verspürt man nur auf den ersten Seiten, spätestens nach dem ersten Date wird man Min und Ed lieben - was allerdings dafür sorgt, dass die letzten Seiten des Buches unter Umständen ganz schön hart werden könnte, denn auch, wenn man weiß wie es ausgeht, ist man schlussendlich doch frustriert.

Nach einigen Startschwierigkeiten und im Rückblick muss ich sagen, dass mir die Geschichte um Ed und Min ziemlich gut gefallen hat. Ja, zwischendrin gibt es Stellen, die mich nicht unbedingt interessiert haben, aber im Gesamtbild habe ich noch nie einen solchen Roman gelesen, der Gefühle so gut und andersartig an den Leser bringen kann und es schafft Gefühle, Liebe, Freundschaft und Trennung derart liebevoll und unkitschig zu beschreiben. Hinzu kommen die ungewöhnlichen Figuren, die doch auf den ersten Blick eigentlich wie die typische Konstellation wirken: beliebter Schulsportstar verliebt sich in graue Maus und alle sind gegen die Beziehung. Auch in diesem Fall lässt sich die Geschichte ebenso beschreiben, aber auf der anderen Seite irgendwie auch nicht. Denn "43 Gründe, warum es AUS ist" ist einfach mehr als das. Es ist lebhaft, bunt und verträumt. Es beschreibt Gedanken und Gefühle, die man im Laufe einer Beziehung selbst oft hatte und zeigt, wie man sich in einem Menschen irren kann.

Min (eigentlich Minerva und niemals Minnie!) ist eine sympathische, wenn auch zeitweise etwas nervige Protagonistin. In der ersten Hälfte des Buchs wirkt sie sehr (gewollt) anders und rätselhaft auf den Leser und diese verrückte Art kann manchmal ganz schön aufdringlich sein. Dennoch mochte ich sie, mochte ihre Leidenschaft für Filme und ihre Begeisterung und vor allen Dingen die Entwicklung, die sie im Laufe des Buches durchlebt. Auch Ed war mir eine Weile sympathisch, denn irgendwie muss man ihn gerne haben, nach und nach schimmert jedoch immer mehr seine wahre Gestalt durch und die wurde mir immer verhasster. Was mir zeitweise ein wenig fehlte, waren mehr Hintergrundinformationen zu den Figuren - Wie ist ihr Leben zu Hause? Welche Verhältnisse haben sie zu ihren Eltern? Ich hatte das Gefühl, dass da so einiges am köcheln war und hätte gern mehr über die verschiedenen Situationen erfahren, die womöglich das Verhalten der Charaktere noch besser erklärt hätte.

Zur Gestaltung:
Besonders anzumerken ist natürlich die wunderschöne Gestaltung des Buchs. So qualitativ hochwertig und schwer (also wirklich das Gewicht) war bisher keins meiner Bücher. Vor allen Dingen aber die innere Gestaltung überzeugt, denn Illustratorin Maira Kalman hat dem Buch mit ihren wunderschönen Bildern noch einmal zusätzlich Leben eingehaucht und die verschiedenen Gegenstände aufgezeigt, die Min Ed zurückgibt. Das ist nicht nur was für das leserische Auge, sondern hat der Geschichte mehr Glaubwürdigkeit und Plastizität verliehen. Man hatte das Gefühl, als würde man selbst in einer Kiste voller Erinnerungen wühlen und eine nach der anderen zutage bringen, um nach und nach Ed und Mins Geschichte zu erfahren, die mir sehr gut gefallen hat und endlich mal etwas anderes im ewigen Liebesgeplänkel aktueller Jugendbücher ist.

Fazit:
Für 43 Gründe, warum man dieses Buch lesen sollte, fehlt mir der Platz, aber einige kann ich euch auf jeden Fall nenen, denn die Geschichte um Min und Ed ist etwas ganz besonderes. Nicht allein die Tatsache, dass man während des Lesens von wunderschönen Bildern begleitet wird, auch die Eigenständigkeit und Andersartigkeit der Geschichte machen einen großen Teil der Besonderheit des Buches aus. Handler macht Schluss mit Klischees, Ed und Min machen Schluss - die Thematik und Umsetzung des Buches ist einfach unglaublich gut gelungen, intelligent geschrieben, unkitschig und gleichzeitig so einfühlsam erzählt Handler eine Geschichte über das Erwachsenwerden und die erste Liebe und traut sich auch an den Teil einer Beziehung, der nur in wenigen Büchern thematisiert wird. Über kleinere Fehler und Makel kann man da schnell hinweglesen, denn insgesamt berührt die Geschichte und das Wühlen in Mins Erinnerungskiste macht nicht nur Spaß, sondern regt selbst zum Nachdenken an. In dem Sinne: Macht ruhig Schluss, aber nicht mit diesem Buch!
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am 17. August 2013
Min war verliebt und glücklich, doch nun ist alles vorbei. Sie packt einige persönliche Sachen, die sie an die Beziehung mit Ed erinnern, in eine Kiste und schreibt ihm einen Brief, warum es vorbei ist. Sie findet 43 Gründe, warum sie es nicht mehr erträgt mit ihm zusammen zu sein.

Das ganze Buch besteht aus diesem Brief und Illustrationen der Gegenstände, die Ed zurück erhält. Daniel Handler ist es gelungen diesen Brief in einer Art zu formulieren, wie ihn ein Teenager schreiben würde. Man spürt als Leser deutlich Mins Gefühle. All ihre Liebe, die Hoffnungen, aber auch die Ängste und das Misstrauen, was eine erste ernsthafte Beziehung mit sich bringen. Auch ist eine gewisse Spannung vorhanden, denn man fragt sich, welcher Grund war so gravierend, dass er das Fass zum überlaufen gebracht hat. Man lernt auch einige andere Charaktere kennen und möchte mehr von ihnen erfahren. Daniel Handler hat die richtigen Beschreibungen gewählt, um auch die Nebenpersonen interessant zu machen.

Ein wirklich schönes Buch, was sicherlich einigen Teenagern aus der Seele spricht. Klare Worte und Gedanken, vollkommen nachvollziehbar. An der ein oder anderen Stelle ist es sicherlich etwas in die Länge gezogen oder nervt ein wenig mit Mins ständigen Vergleichen von Filmen, die sie kennt. Nichts desto trotz ein gelungener Roman, der sich leicht lesen lässt.
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am 14. August 2013
Das Buch "43 Gründe, warum es AUS ist" von Daniel Händler erschien im Juli 2013 im Carl Hanser Verlag. Illustriert wurde es von Maira Kalman.
Zum Inhalt: Gleich zu Beginn ist Min unterwegs zum Haus von Ed - im Gepäck ein Karton mit 43 Dingen, die sich im Lauf ihrer Beziehung angesammelt haben. Zu jedem Gegenstand gibt es eine Geschichte, die von Min erzählt wird und begründet, warum die Freundschaft zu Ed gescheitert ist. Diesen Karton wird sie Ihm gleich -zusammen mit einem Brief, der alles erklärt- vor die Tür knallen. So wird sie hoffentlich mit dieser unglücklichen Liebe abschließen und offen sein für Neues.
Ich fand die Geschichte ungewöhnlich, weil man den Ausgang des Buches ja im Prinzip von Anfang an kennt. Trotzdem hat die Autorin es geschafft mich zu fesseln. Die Gedankengänge, Gefühlswirrungen, die Frage inwiefern man sich für einen anderen Menschen ändern kann und will, der Herzschmerz, wenn man enttäuscht wird, all das ist sprachlich ganz wunderbar beschrieben! Es hat Spaß gemacht Min, Ed und alle anderen durch dieses Buch zu begleiten.
Ganz besonders schön fand ich auch die Illustrationen. Jeder Gegenstand wurde liebevoll gezeichnet und so ist das Buch auch eine Sammlung farbenfroher Bilder.
Ein ungewöhnliches Jugendbuch, dessen Anschaffung sich lohnt.
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am 13. August 2013
Min liebt Ed, den Co-Kapitän einer Basketballmannschaft. Dann ist es eines Tages aus. Min ist wütend und verletzt. Enttäuscht schreibt sie ihm einen Brief und erzählt ihm, warum es aus ist. Sie hat alle Andenken an diese Zeit in einen Karton gepackt. Ihr Freund Al bringt sie mit Karton und Brief zu Eds Haus, wo sie alles vor der Tür schmeißt, damit es auch scheppert. Aber sie weiß genau, dass Ed nichts davon mitbekommen wird, obwohl er zu Hause ist.
Alles fing bei der Geburtstagsparty von Al an. Ed taucht dort mit seinen Mannschaftkollegen auf, weil er das Spiel verloren hat. Das machen sie immer so, dass uneingeladen auf einer Party auftauchen, wenn ein Spiel nicht gewonnen wurde. Min und Ed verabreden sich. Von Anfang an haben sie eigentlich nichts gemeinsam.
Ed ist Basketball-Star, der von allen Mädchen umschwärmt wird. Er nimmt sich, was er will. Dabei verleugnet er seine eigene Persönlichkeit.
Min ist ganz anders, sie liebt alte Filme, möchte Regisseurin werden und steht nicht gerne im Mittelpunkt. Ihre Freunde sind ihr wichtig.
Min verliebt sich Hals über Kopf in Ed. Sie unternehmen viel gemeinsam, haben ungewöhnliche Pläne und spüren instinktiv, dass sie nicht zusammen passen, wollen es aber nicht wahr haben. Min wundert sich, warum Ed sich ausgerechnet mit ihr abgibt und erhält als Antwort immer: Du bist anders." Obwohl Ed Min auch liebt, ist er ziemlich selbstsüchtig - kein Wunder, steht er doch überall im Mittelpunkt. Deshalb verliert Min immer mehr den Kontakt zur ihren alten Freunden. Eds Ex-Freundin Annette spielt immer noch eine große Rolle in Eds Leben. Min will das vor lauter Liebe nicht bemerken. Ebenso wenig bemerkt sie, das Al sie liebt und nicht nur ihre Interessen teilt.
Min hat ihre Art gefunden, mit dem Liebeskummer fertig zu werden. Min reflektiert ganz ehrlich die Zeit mit Ed. Man kann ihre Gefühle gut nachvollziehen, wenn man auch als Erwachsener findet, dass Min sich sehr naiv verhalten hat.
Die Art, diese Geschichte so zu schreiben, ist schon ganz besonders. Es ist ein ansprechendes Jugendbuch. Die Illustrationen untermalen die Geschichte sehr gut.
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