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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
6
5,0 von 5 Sternen
Nach dem Schlussakkord: Fragen und Anworten Mit einem Nachwort von Peter Hamm
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
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HALL OF FAME VINE-PRODUKTTESTERam 20. März 2010
Alfred Brendel ist nicht nur einer der größten Pianisten unserer Zeit, sondern auch ein Essayist über musikalische Themen, wobei er sich in seinen zahlreichen Aufsätzen mit den Eigenarten großer Komponisten beschäftigte. Brendel hat auch viele, schöne, zum Teil exzentrisch - groteske Gedichte geschrieben. Vor gut einem Jahr hat er nun seinen Konzertflügeldeckel zugeklappt und so darf man annehmen, dass er jetzt die Zeit nutzt, um noch mehr zu schreiben. Er ist ein begnadeter Universalkünstler, der in seinem Leben nicht nur komponiert, gemalt und musiziert hat, sondern der immer das Bedürfnis hatte voller Lust mit der Sprache umzugehen. In diesem Gedichtband spricht einer der größten Klavierspieler des 20. Jahrhunderts über seine Inklination für die Musik, für die moderne Literatur, für analytisches Lesen, über Träume und Visionen sowie über sein Faible für irrationale, groteske und widersinnige Stilmittel und natürlich spricht er über das Aufhören, über den "Schlussakkord".

In diesem schmalen Buch sind also Gespräche mit Alfred Brendel versammelt, darunter auch ein sehr reizvolles Selbstgespräch, bei dem die warme Macht des Erzählens beeindruckt. Natürlich findet man auch in diesem schmalen Band sehr schöne Gedichte und Aufsätze aus der letzten Zeit. Alles hat mehr oder weniger den Bezugspunkt Aufhören mit der Konzerttätigkeit", dabei trifft Brendels skurriler Humor zielsicher immer ins Schwarze.

Es ist auf der Oberfläche federleicht und gibt doch auf die existenziellen Fragen in einer sich teilweise selbst ironisierenden Sprache viel Tiefsinniges und Schwerwiegendes. Beim Lesen der Texte hatte ich den Eindruck, dass da die gute alte Tugend der Demut durchschimmert oder ist es mehr Realismus, wenn er die Karriere als Pianist nie als eine Leistung empfand? Wenn er auf sein Leben zurückblickt, dann mehr mit Staunen, denn mit Stolz, weil er seine Begabung nicht als sein Verdienst empfindet. Mit Geduld, Beharrlichkeit und Begeisterung hat er diese Begabung zu dem genutzt was wir von ihm kennenlernen durften. Einem angefügten Fragebogen entnehmen wir nicht nur wen der weltberühmte Pianist zu seinem Abschiedsfest einladen würde, nämlich vornehmlich tote Literaten mehr als Komponisten, sondern auch das er "als der Mann mit dem dritten Zeigefinger" in Erinnerung bleiben möchte.
Ein unglaublich kurzweiliges, kluges Buch das ich mit Begeisterung und einer Art permanenten Frohlocken gelesen habe. Sicher auch ein schönes Geschenk.
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am 9. März 2010
.......mit diesen Worten ist der Meister des Klaviers, Alfred Brendel, deutlich gekennzeichnet. In seinen Aufzeichnungen von Gesprächen, Gedichten, Beantwortung von öffentlichen Fragebögen und einem Selbstgespräch gibt der Pianist Alfred Brendel dem Abschied vom Konzertleben, den er 2009 vollzogen hat, einen Schlussakzent.

Die Gespräche drehen sich um Musikinterpretationen, um Künstler, die besonderen Vorlieben von von A.Brendel, Aussagen zu seinen Eindrücken über Filme, Komponisten, Künstler, Maler und allgemeinen Musikbetrachtungen.
Hier zeigt sich der Pianist mit einer Vielzahl an Begabungen. Malerei, Architektur und Literatur, dazu das Verfassen von eigenen Gedichten bieten Einblicke in den Charakter einer Persönlichkeit, die uns über Jahre im Konzertleben mit Klavierkonzerten und Soloabenden erfreut hat. A.Brendel ist ein humorvoller, nüchterner, uneitler und klar denkender Mensch, der sich keinen Illusionen über sich oder das Leben hingibt. Er weiß genau zu unterscheiden, wo er eigenen Ansprüchen genügt, und wo sie ihm versagt blieben. In aller Bescheidenheit wirkt er gelassen, selbstironisch und immer wieder dankbar für seine Musikbegabung, die ihn durchs Leben begleitet hat. In deutlicher Manier bezeichnet er sich selbst als nicht vom Intellekt gesteuert. In seinen Worten:" Im Zusammenwirken von Chaos und Ordnung, Gefühl und Überlegung sollte die Hitze des Chaos' durch die Ordnung zur Wärme reduziert werden. Die Wärme erwärmt ihrerseits wiederum die Kühle zur Ordnung. Ob das bewusst oder unbewusst geschieht, hat kaum Bedeutung, solange das Resultat stimmt...."
Und immer wieder spricht er über das Husten, eine Störung im Konzertleben, die ihn gelegentlich unwillig einhalten ließ, um die Zuhörer um Stille zu bitten!

Mit der Beantwortung von Fragebögen aus verschiedenen angesehenen Zeitungen rundet sich das Bild des Pianisten zu einer originellen, klaren und durchaus heiteren Persönlichkeit, von der man gerne hört, wie sie zum Leben, der Musik, der Freundschaft und den Künsten steht.
In einer letzten anrührenden Hommage an den Künstler Alfred Brendel sind die Worte von Peter Hamm zu verstehen, in denen er ihm dankt. Er hebt darin hervor, dass sich Brendel für die letzten Monate oder Wochen seines Lebens Haydn als Begleiter wünscht. Damit wird auch dem Publikum die Musik eines zuweilen zu gering beachteten Komponisten der Wiener Klassik ans Herz gelegt.

Das schmale Buch liest sich schnell und erfordert einige musiktheoretische Kenntnis.
Der einzige Mangel dieser Ausgabe ist die sehr kleine Schrift.
11 Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Mai 2011
Es ist ein Jammer, dass Alfred Brendel die Konzertbühnen dieser Welt verlassen hat. In der internationalen Klassikszene darf er auch als einer der letzten Universalgebildeten gelten, was sich in seinem Buch auf wunderbare Weise niederschlägt. Man darf hoffen, in Zukunft mehr von ihm lesen zu dürfen.
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am 25. September 2011
Das Buch faßt Interviews und Artikel über das Werk und die Ansichten Alfred Brendels zusammen. Habe ich Brendel schon in Vorträgen erleben dürfen, in welchen er klare Ansichten pointiert und humorvoll vertritt, so wird dies auch in diesem Band noch einmal deutlich: Ein Universaltalent, ein Mensch, der etwas zu sagen hat.
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am 22. Januar 2011
Der Musiker und der Mensch Alfred Brendel wird in Interviews, in seinen Gedichten und Apercus offenbar; das Büchlein zeigt ein tiefgründiges Bild über Brendel
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am 22. Mai 2015
Verschiedene Interviews, Essays und Gedichte von Alfred Brendel, über die Musik, das Musiker-Dasein, das Hören und das Aufhören. Einfach grossartig!
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