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Kundenrezensionen

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TOP 500 REZENSENTam 14. April 2010
Herta Müller ist sprachgewaltig - und dies ohne jeden Zweifel. Sie nimmt sich eines ernsten, jedermann berührenden Themas an, das eine literarische Verewigung auf hohem Niveau nicht nur fordert, sondern geradezu erzwingt.

Mit großen Erwartungen habe ich dieses Buch gekauft und wollte es eigentlich schon nach wenigen Seiten wieder beiseite legen. Dass ich es schließlich doch noch bis zum letzten Wort las ist alleine meiner Sprachlosigkeit geschuldet. "Sie hat doch den Nobelpreis bekommen. Die Sprache, die unsäglichen Metaphern nerven, machen jegliche Motivation zu weiterer Lektüre zunichte. Gewiss kommt im nächsten Kapitel die große Wende..." So meine Gedanken bei jeder Seite, die es umzublättern galt.

Nichts davon trat ein. Gleich eines langen, künstlich begradigten Flusses zog sich der hochgepriesene literarische Erguss dahin. Sprachgewaltig und dennoch immens langweilig wurde hier ein Thema endlos verwässert, das nahezu jeder mittelmäßige Redakteur von Lokalblatt X zu einer packenden Darstellung der fürchterlichen Lagerbedingungen hätte machen können. Packend, berührend, nachhaltig - ohne jegliche Effekthascherei. Der Stoff alleine wäre wirkungsvoll genug gewesen.

Doch was geschieht hier? Man quält sich bis zum bitteren Ende und schlägt sich dabei mit einer immens aufgebauschten Metaphorik herum, die - möge es mir die Autorin verzeihen - nur als nervtötend apostrophiert werden kann.

Große Kunst definiert sich für mich nicht über verquaste Sprache, sondern verdichtete Anschaulichkeit. Das hier ist nichts als die vertane Chance, eine ebenso bedrohliche wie düstere Realtät sprachadäquat und somit BERÜHREND zu schildern.
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am 1. Januar 2015
Lieber nicht kaufen. Auch nicht aus Gründen der Anerkennung eines Nobelpreises. Ein Buch, das mich als Leser nicht fesseln kann, da ich beständig Frau Müllers Sprachkonstrukte interpretieren muss, ist vielleicht ein Kunstwerk im Hinlick darauf, dass eine eigene Sprache entwickelt wurde. Dieses künstliche Gebilde ist aber als Roman bei mir durchgefallen, auch wenn ich generell Sätze der Autorin wie "Straßen, die staubig auf dem Rücken schlafen..." spannend finde. Aneinander gereiht ist dies bei diesem Thema einfach zu mühsam.
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am 4. Dezember 2012
Vorab muss ich sagen, dass ich mir das Buch gekauft habe, weil ich so ziemlich alles lese, was ich im Zusammenhang mit dem 2. Weltkrieg in die Finger bekomme. Hierbei lese ich nicht nur Bücher, die den Krieg von einer Seite beleuchten, so z.B. nur von Seiten der Deutschen oder nur von Seiten der Alliierten. Sowohl Zeitzeugenberichte als auch fiktive Romane (z.B. Die Wohlgesinnten) über diese Zeit interessieren mich sehr. Ich lege jedoch Wert darauf, dass fiktive Romane einen gewissenen Bezug zum tatsächlichen Geschehen wiedergeben; was ich diesem Buch nicht absprechen möchte. Zum Zweiten habe ich mir das Buch gekauft, weil es den Nobelpreis gewonnen hat. Anfangs war ich vom Schreibstil noch sehr angetan, doch je weiter ich las, desto mehr gewann ich den Eindruck Frau Müller möchte sich von Seite zu Seite nochmal lyrisch überbieten. Ich bin ein Freund von malerischer Beschreibung und kann auch teils ausschweifenden Beschreibungen etwas abfinden. Doch bei diesem Buch ging mir dies einen Schritt zu weit. Und ja ... ich habe das Buch zu Ende gelesen, falls dies Gegenstand einer Kritik werden sollte. Ich finde manchmal kann man mit einfachen Worten, den Schrecken und den Horror in dem Lager (oder jedem anderen Lager), der von Frau Müller beschrieben wird, besser beschreiben und kommt auch glaubhafter rüber. Ich muss mich einem meiner Vorrezensenten anschließen, der sagte, dass manche Bücher geschrieben werden um Preise zu gewinnen und manche um gelesesen zu werden.
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am 27. September 2011
Also wahrscheinlich schwebt die Autorin in höheren Spähren und es ist einfach chic dieses Buch aus diesem Grund als Weltliteratur zu feiern. Aber jemand der fast verhungert hat sicher andere Gedanken als an einen Hungerengel und dieses ganze Geschwafel; der will einfach nur essen, nichts weiter. Ich will das Buch aber trotzdem nicht runtermachen; vielleicht konnte ich es nur darum nicht verstehen, weil ich kein "Einserabi" sondern nur einen Realschulabschluß habe. Keine Ahnung mich hat dieses Buch absolut nicht erreicht und in keinster Weise in der Fantasie angeregt; dazu war mir die Wortwahl der Autorin einfach zu abstrakt.

Aber wie gesagt: Wem s gefällt.
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am 23. Dezember 2009
"Ein sprachliches Kunstwerk" sagt die Presse. Für mich ist dieser Roman in einer derart entrückten deutschen Sprache geschrieben, die keineswegs zu einem Bericht über ein nüchternes Straflager passt.
Herta Müller zeichne "mittels der Verdichtung der Poesie und Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit", sagte Herr Englund von der Nobelpreis-Jury bei der Preisverleihung.
Allein diese Beurteilung hätte mich auf den Schreibstil Herta Müllers hinweisen können. Ich war jedenfalls froh, nicht mehr den Kopf beim Lesen schütteln zu müssen, als ich nach der Hälfte des Buches aufgehört habe.
Oh ich Banause!
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am 7. Januar 2010
War ebenfalls nicht mehr fähig das Buch weiter zu lesen - nachdem ich mich durch zwei aufeinander folgende Kapitel mit inhaltslosen Wortkonstukten gequält hatte. Das Thema des Buches auch die Gliederung gefielen mir zwar gut - aber beim Lesen hat man den Eindruck Herta Müller übt sich stetig und immer öfter im Metaphern formen - leider sind das eher wilde Experimente, denen meine Vorstellungskraft nicht folgen kann, als großartige Prosa. Werden denn keine guten Bücher mehr geschrieben?
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am 18. August 2011
Hm, hab ich mir gedacht. Literaturnobelpreis, hab ich mir gedacht. Mußt' mal lesen, hab ich mir gedacht. Hätt' ich's nur gelassen... Herta Müller schreibt in ihrem Roman Atemschaukel" über das Schicksal der Donauschwaben nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg. Von der Internierung in Lagern, den Repressalien der Aufseher, dem Verlust sämtlichen Grundeigentums, von Krankheit und Tod von Freunden und Verwandten. Ein wichtiges Thema, ein Thema das aufgearbeitet werden muß, auch literarisch. Aber so?

In einem Zeitungsbericht wurde Herta Müller als die Frau mit dem Namen einer Lidl-Kassiererin" bezeichnet. Ich fand den Vergleich auch für ihr Buch treffend (wobei ich hier nicht den Lidl-Kassiererinnen zu Nahe treten möchte!). Liegt es vielleicht daran, daß die Atemschaukel von Begebenheiten handelt, die sie selbst nicht erlebt hat, sondern die auf der Aussage von Zeitzeugen beruhen? Liegt es vielleicht daran, daß die Autorin dieses nicht-selbst-erleben mit bemüht literarisch erhöhen wollte? Spätestens wenn der kitschige, wahrscheinlich aus der Gartenlaube entstiegene, Hungerengel" durch das Lager fliegt, wissen Sie was ich meine.
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am 20. Dezember 2014
Unerhört! Wieder ein Buch mit nicht gekennzeichneten Quellenangaben. Schilderungen O. Pastiors aus dieser Zeit, viele Hefte voll, so die Autorin, die sie so wahrheitsgetreu wie möglich übernehmen wollte. Wo ist das eigentlich im Buch ersichtlich? Was gehört O.P. aus diesen vielen Notizen, was wurde von Herta Müller angefügt? In unserem Deutsch gibt es dafür "Anführungszeichen". Fragt sich das wirklich keiner?
"Atemschaukel" gehört O. Pastior, er hat erzählt, Herta Müller viele Hefte voller Notizen gesammelt. So kann man auch schreiben, wenn Heuchler anschließend noch Unterstützung bieten. Wo sind Deutschlands Literatur und Ehrlichkeit nur gelandet?

Über H. M. Sprache muss man sich nicht bemühen, weil sie weit entfernt von jedem literarisch wertvollem Deutsch.

Ich frage mich, ob eine Nobelpreisträgerin für Literatur nicht fähig, frei und ohne Zettel zu sprechen, sondern nur ablesen kann, selbst bei der Dankesrede für den Literaturnobelpreis?
So viele komische Sätze, als ob jedes Wort gequält, bis man es endlich versteht, und das bei jedem Interview, im Internet zu hören.
Ja, mit fremden Federn schmücken, dass ist einfacher als jede Eigenkreation.
Einen Stern musste ich leider ankreuzen, damit die Rezension gesendet werden kann. Auch interessant!
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am 10. Januar 2011
Es gibt Bücher, die werden zum Lesen geschrieben und es gibt Bücher, die schreibt man, um einen Preis zu gewinnen. Beides geht nicht!
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am 13. Dezember 2009
Habe die "Atemschaukel" von Frau H. Müller, vor der Bekanntgabe zur Verleihung des Literatur-Nobel-Preis 2009 an Sie, gelesen. Wenn man nun nach der Verleihung so manche Leser-Meinungen liest(auch in diesem Portal), komme ich für mich zu dem Schluss "Des Kaisers neue Kleider". Alle reihen sich ein und keiner wagt mehr seine eigene Meinung/Eindruck darzustellen, so ist es eben in unserer Zeit! Leider kenne ich die anderen Bücher von Frau H. Müller nicht, die sicher den Ausschlag für die Verleihung gegeben haben, die "Atemschaukel" kann es gewiss nicht gewesen sein!
Fazit: Kaufen Sie das Buch - sie werden aber das Geld nicht wieder zurückbekommen - ich hätte es gerne - sogar mit einem Abschlag - wieder gehabt.
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