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am 30. April 2003
Italo Calvino gelingt es in hervorragender Weise eine Synthese all der Dinge, die in unseren Städte und letzlich in unserem Sein verborgen sind, zu verfassen. Die Stadt, sie ist der materialisierte Fingerabdruck des kollektiven Gedächtnisses, unsichtbare Fäden spinnen spannen ein unscheinbares aber gigantisches Netz auf. Anhand der Dialoge zwischen Kublai Khan und Marco Polo verfügt das Werk über einen stets aufmerksamen und rekapitulierenden Rahmen und die Lektüre des Stadtbeschreibungen liest sich wie ein poetischer Wanderzug durch die Gassen menschlicher Identität. Die unischtbaren Städte der Menschen!
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TOP 500 REZENSENTam 23. April 2013
Marco Polo stand seinen Reiseberichten zufolge über fünfzehn Jahre in den Diensten von Kublai Khan, dem Tatarenfürsten und Kaiser von China. In seinem Auftrag bereiste er das chinesische Reich und half ihm mit seinen Berichten, sein riesiges, ihm immer noch fremdes Reich besser zu verstehen. So weit die mehr oder weniger verbürgte Geschichte.

Italo Calvino hat die Beziehung zwischen den beiden auf eine allegorische Ebene gehoben. Marco Polo erzählt seinem Kaiser von "unsichtbaren Städten", fantastischen Konstrukten, die unsere Lebensweise, unseren Umgang miteinander und mit unserer Welt mit all seinen Konsequenzen symbolisieren.

Die unsichtbaren Städte, die alle Frauennamen tragen, sind eigentlich eine Sammlung von 55 Bildern in regelmäßiger Anordnung. Italo Calvino lässt vor unserem inneren Auge eine rätselhafte Welt entstehen, in der Zeit und Raum, Wirklichkeit und Fiktion seltsam aufgelöst scheinen. Erfinden und erinnern, reisen und reisen lassen sind eins. Ein Reich mit seinen Städten wird beschrieben und gleichzeitig erschaffen. Mal liebevoll und zärtlich, mit feiner Feder gezeichnet, mal gemein und dämonisch im Stile eines Hieronymus Bosch. Je länger die Erzählung fortschreitet, umso düsterer werden die Bilder, aus Eleganz, Symmetrie, Farbenpracht und heiterem Miteinander wird eine verseuchte Unterwelt, in der die Lebenden nicht mehr wissen, ob sie nicht vielleicht doch die Toten sind. Und dazwischen immer wieder Visionen, für die man sich um ihrer Raffinesse und Schönheit willen begeistert, ohne sie deuten zu können, wenn einem, wie mir, das nötige philosophische Rüstzeug fehlt.

Das chinesische Reich scheint jedenfalls für die vom Menschen beherrschte und ausgebeutete Erde zu stehen. So wie Kublai Khans Reich vom Verfall bedroht ist, schicken wir uns an, die Erde durch Ausbeutung, Vermüllung und schiere Überfüllung zugrunde zu richten. Wenn man bedenkt, dass "Die unsichtbaren Städte" schon 1972, also vor der ersten Energiekrise entstanden ist, muss man Italo Calvino für seine seherischen Fähigkeiten bewundern. Doch lässt er uns auch einen kleinen Funken Hoffnung: Selbst im Bösen steckt ein kleiner guter Keim, und es liegt an uns, "zu suchen und erkennen zu lernen wer und was inmitten der Hölle nicht Hölle ist und ihm Dauer und Raum zu geben".

- Kostenloses Rezensionsexemplar -
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am 31. Juli 2011
Wie alle Werke von Italo Calvina meisterhaft aufgebaut, fantasievoll auch im Detail und dabei auch noch lesbar und unterhaltend. Es gehört meiner Meinung nach neben "Cosmicomics", "Der Baron auf den Bäumen" und "Der Ritter, den es nicht gab" in jedes Bücherregal voller Lesevergnügen.
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am 24. August 2013
Jede Geschichte ist ein Märchen für sich.

Man kann jede Busfahrt in die schönsten Städte der menschlichen Psyche entfliehen!

Jeder kann sich verzaubern lassen und jede Zeile für sich selbst interpretieren!

Wunderbares Buch!
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am 4. November 1999
Locker und dennoch geschickt durch eine Rahmenhandlung geklammert, hat Calvino in einer herrlich leichten Fantasie alle denkbaren Aspekte einer Stadt untersucht: Der Aufbau, die Bewohner, bis hin zu den ausgefallensten Gedankenexperimenten. Das Buch ist in einer raffinierten zyklischen Weise angelegt, die bestimmte Aspekte wie "Die Städte der Toten" wiederholt aufgreift. Wie bei J.L. Borges macht es einfach Spaß, den verschlungenen Pfaden des Autors zu folgen, ohne nach einer tiefgründigen Aussage suchen zu müssen, oder auch der wiederholten Entwicklung gleicher Themen zu folgen. Lange (genauer gesagt seit Ecos Foucault'schem Pendel und den Ficciones von Borges) hat mir kein Buch gleichzeitig in seiner Raffiniertheit so beeindruckt und so viel Vergnügen bereitet!
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am 28. Mai 2007
Vorne weg: Italo Calvino hat es alleine durch den formalen Aufbau dieses Buches geschafft, die inhaltliche Grundaussage an den Leser zu transportieren, dass nämlich unsere Städte nicht zu fassen sind. Wer glaubt, sie in all ihren Facetten beschreiben zu können, der irrt genauso wie jene, die sie alle besitzen will. So macht sich die Geschichte in diesem Buch auf die Suche nach den Besonderheiten so manch grandioser Städte; der neugierige Leser ist beständig versucht, in den Bildmalereien den einen oder anderen Hinweis auf ein Rom, Venedig, Paris oder wie sie alle heißen mögen, zu erhaschen. Calvino kennt die Unmöglichkeit und hat vielleicht gerade deshalb eine wunderbare Symphonie des Städtischen geschaffen.
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am 27. Oktober 2016
Super schönes Buch! Italo Calvino vermittelt in vielen Kurzgeschichten ein ganz neues Bild der Stadt, dass oftmals auch zum Nachdenken anregt.
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am 30. Januar 2013
Etwas ratlos hinterläßt mich die Lektüre dieses Buches, das eine seltsame Kälte ausstrahlt. Calvino zeichnet herrliche Bilder aber wo bleiben die Menschen, die in diesen Städten leben ? Ist die Stadt wirklich nur "Hölle" ? Etwas Wärme, etwas Menschlichkeit fehlt mir in diesem Buch. Nur der letzte Satz läßt mich hoffen:
"zu suchen und erkennen zu lernen, wer und was inmitten der Hölle nicht Hölle ist, und ihm Dauer und Raum zu geben."

Doch viel Ratlosigkeit bleibt ...
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