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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
6
Die Sünde: Das schöne Leben und seine Feinde
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:21,50 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 28. Oktober 2014
einfach sehr schön und sehr gut. es gibt zur zeit nur wenige Soziologen, weche interessante bereichernde bücher schreiben. bleibt nur zu hoffen dass noch weitere bücher folgen: über Architektur und Soziologie wäre doch auch gut ?? (vgl. Fleisch und stein von sennett)
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am 28. Januar 2016
Sehr informativ und gut zu lesen! Modernisiert und aktualisiert den Sündenbegriff fürs 21. Jahrhundert! Verständlich von A bis Z! Gite Querverweise zur Viertiefung.
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am 7. Juli 2015
Eines der vielschichtigsten Bücher, das ich je gelesen habe.
Vorneweg: bisher war ich gegenüber der Soziologie eher etwas, nun ja, skeptisch eingestellt. Mein eigentliches Metier sind Naturwissenschaften und Technik; insofern war es eine neue Erfahrung, mich auf das Buch eines Soziologen einzulassen.
Anders, als der Titel vermuten lässt, ist das Buch keine moralphilosophische Abhandlung, eher das genaue Gegenteil. Es geht darin um nicht weniger als das Leben in der westlichen Moderne, die offene Gesellschaft, die Entstehung und Entwicklung der impliziten Normen, die dem Zusammenleben in dieser Gesellschaft zugrunde liegen, die Gedanken der Aufklärung, ihre Umsetzung in der heutigen, technisierten Welt und ihre Bedrohung durch Gegenpole wie religiös-magisches, affirmatives Denken.
Die sieben Todsünden bilden lediglich den Ausgangspunkt. Sie stehen für ein Wertesystem, das typisch menschliche Bedürfnisse und Lebensäußerungen negiert, diskreditiert und letztlich in Selbstdomestizierung und Selbstunterdrückung mündet. Der Blick auf die Todsünden aus modernder Perspektive macht deutlich, welche kulturhistorische Leistung die Überwindung dieser Denkschemata darstellt. Ganz am Rande erteilt der Autor Kulturpessimismus und feuilletonistischer Arroganz gegenüber Konsum und Medien eine kräftige Absage. Er argumentiert überzeugend, warum Moral und Werte entgegen allen Unkenrufen nicht im Niedergang begriffen sind, sondern vielmehr intensiver gelebt werden denn je, wenn auch vielfältiger und weniger explizit. Dabei streift er Themen wie Glücksforschung, Evolutionstheorie, Massenmedien, Wirtschaftspsychologie, Aufeinanderprallen von Kulturen und vieles mehr, immer wieder untermalt mit Beispielen aus der aktuellen Lebenswelt. Das alles sauber recherchiert und umfassend begründet. Die Gedankenfülle ist überbordend, wahrscheinlich hätten andere Autoren locker 10 Bücher daraus gemacht. Darüber hinaus beherrscht der Autor die Kunst, brillant zu formulieren und auch komplizierte Sachverhalte in genau passende Worte zu gießen. Jeder Satz ein Treffer, genau auf den Punkt gebracht, und das über 250 Seiten durchgehalten. Das ist schon ziemlich grandios. Ich gebe zu, ich bin beeindruckt.
Eines der wenigen Bücher, die es lohnt, mehrmals zu lesen. Wäre es möglich, würde ich einen zusätzlichen Stern vergeben.
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am 18. Juli 2006
Der Bamberger Soziologie geht davon aus, dass den Menschen in der Moderne der Begriff der Sünde abhanden gekommen sei. Während in der Vormoderne die von Schulze ausführlich beschriebenen sieben Todsünden einen starken prägenden Einfluss auf die Menschen hatten, sind diese heute kaum noch bekannt (Völlerei, Unkeuschheit, Habsucht, Trägheit, Zorn, Hoffart und Neid). Unter Sünde versteht der Autor bestimmte Handlungen, welche die heilige Ordnung durchbrechen.

In der Gegenwart verändern sich nach Schulze die Moralmuster. Die uneigennützigen Handlungen (Altruismmus) stehen zwar immer noch hoch im Kurs, aber die "innere Moral", der Eogismus der Individuen wachse heute an. Vor dem Hintergrund des schwindenen Einflusses christlicher Sündenvorstellungen stellt sich Schulze die Frage, woher heute die Werte und Normen in unserer Gesellschaft kommen können. Denn angesichts religiöser Fundamentalisten aller Couleur sei eine Orientierung dringend erforderlich. Deshalb fordert er die westlichen Gesellschaften zu einer "öffentlichen Artikulation ihrer Pronzipien" auf; diese dürften jedoch nicht in einem Glaubensbekenntnis, sondern in einem Vermutungsbekenntnis bestehen.

Das durchgängig gut lesbare und unterhaltsame Buch kann allen Lesern, die an aktuellen gesellschaftlichen, ethischen und religiösen Themen interessiert sind, zur Lektüre empfohlen werden.
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am 9. September 2012
Es war ein für mich überraschend geistreiches und intelligentes Buch. Ich befürchtete, dass es zu "kopflastig" ist und schwer zu lesen. Aber das Gegenteil war der Fall. Ich habe es in kurzer Zeit durchgelesen und war sehr angetan von der leichten Schreibweise und trotzdem inhaltlich "schweren" Kost.
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am 25. Januar 2006
Der Soziologieprofessor Gerhard Schulze ist ein Phänomen: Er denkt nicht nur völlig neue Gedanken, er schreibt sie auch noch so nieder, dass der Sozio-Laie sie versteht - und genießt wie ein neues Geschmackserlebnis. Zum Beispiel eine "Ochsenschwanzpraline im Pumpernickelmantel". Schulzes Buch über das Verschwinden der christlich-katholischen Todsünden aus der Geschichte und die Geburt eines ganz neuen Glücksempfinden in der Moderne ist so intelligent kombiniert, so aromatisch und so überzeugend wie der kleine Appetitmacher aus einem Hamburger Restaurant.
Schulzes "Sünde" gehört zu den Büchern, die einen Aha-Moment nach dem anderen liefern - durch seine kluge Beschreibung der einzelnen Todsünden, ihre Wirkung auf frühere Generationen und ihr völliges Verschwinden aus der Gesellschaft heute. Darum geht es im ersten Teil des Buches, aber Schulzes wichtigstes Anliegen, so denke ich, steht im zweiten. Da analysiert er die aktuelle Wahrnehmung des Glücks und erklärt, warum wir heute daran viel größere Ansprüche stellen als vormoderne Gesellschaften. Er unterscheidet zwischen "Glück 1", das das spontane Gefühl von Nicht-mehr-Hunger, Nicht-mehr-Schmerzen, Nicht-mehr-Frieren umfasst, und "Glück 2", bei dem es (auf Dauer) um den Sinn des Lebens geht.
Für mich ist "Sünde" das wichtigste Sachbuch im Frühjahr 2006 und weit darüber hinaus, denn es liefert nicht nur den aktuellen Standard der Glücksforschung, sondern weist den Weg, den wir in die Zukunft einschlagen werden. Eine Freude zu lesen ist es dank des immensen Wissens und des eleganten Stils von Gerhard Schule außerdem.
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