find Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Storyteller AlexaundMusic AmazonMusicUnlimited Fußball longSSs17

Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen
14
3,7 von 5 Sternen
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:19,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 3. August 2002
Einmal angefangen, habe ich diese 16 Erzählungen ziemlich schnell gelesen gehabt, und zwar mit einigem Vergnügen. Immer wieder begegnet man den typischen Boyle-Figuren, den notorischen Verlierern, Wichtigtuern und Säufern. Man begegnet einem Internet-Voyeur, einem Flugzeugrandalierer, einem heruntergekommenen Drehbuchschreiber, der plötzlich einem Dieb in seinem Haus gegenüber steht. Und wie schon so oft verhalten sich die Menschen bei Boyle alles andere als rational, sind von ihrem Gefühlen und Emotionen angetrieben. Der Wahnsinn ist unser steter Begleiter. Unsere tierischen Wurzeln können wir nicht abstreifen, unsere Möchtegern-Zivilisiertheit macht Boyle nur allzu gern lächerlich. Boyle beweist in diesem Erzählband auch, dass er leisere Töne anschlagen kann. So erzählt er etwa von einem Sohn eines bekannten Schriftstellers, dem sein Vater so fremd geworden ist wie einem Fisch das Wasser. Oder er erzählt von der Liebe eines jungen Paares, das vor dem College-Start in der Natur idyllische Tage verbringt. Danach sehen sich die zwei nur noch an den Wochenenden, und bald verschweigen die Überforderten voller Angst die ungewollte Schwangerschaft. Die Geschichte endet tragisch, und doch, entgegen aller Erwartung, findet man in diesem Ende gar ein Fünkchen Hoffnung. Boyle versteht sein Handwerk. Keinen Moment zweifelt man daran, dass sich seine Geschichten so ereignet haben können, gekonnt sind die Spannungsbögen gesetzt. Und natürlich ist er immer noch sarkastisch und ironisch, und so lacht man auch hier immer mal wieder auf und freut sich schon auf seinen nächsten Erzählband.
0Kommentar| 15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Mai 2010
Schluß mit cool war meine erste Begegnung mit diesem Autor und wird, soviel vorweg, auch nicht die letzte gewesen sein. Bei diesem Buch handelt es sich um eine Sammlung von 16 Kurzgeschichten mit je etwa 25 Seiten.

Die Stories variieren in der Erzählperspektive (erste oder dritte Person) sowie auch im Handlungsort (erstreckt sich von Alaska bis Mexiko). Und selbstverständlich auch in der Qualität. Im Folgenden 3 Beispiele...

~Torschlußpuder~
Ned ist 34 und alleinstehend. Er fristet ein trostloses Dasein in einem kleinen Kaff in Alaska wo es nicht viel mehr als Schnee und Alkohol gibt. So ist es nicht verwunderlich, dass jeder in helle Aufregung gerät, als eine "Frauenversteigerung" für einen guten Zweck stattfinden soll. Die Damen sind von weit her angereist, und schon beim Empfang hat Ned nur Augen für die Englischlehrerin Jordy. Schon bald artet dies in einen richtigen Besitzanspruch aus, und als der ihm verhasste Bud "seine" Jordy ersteigert, setzt er alles daran, sie vor Bud zu retten... Dies ist die erste Story und meiner Ansicht nach auch eine der besten. Düster, trostlos, kalt, unheimlich sind die Adjektive, die mir in den Sinn kommen wenn ich an diese Erzählung denke. Boyle schafft es, diese am-Ende-der-Welt-Atmosphäre großartig rüberzubringen und ein kleiner Schocker ist natürlich auch inklusive.

~Babymörder~
Rick war nicht immer der gesetzestreueste Bürger und muss ein halbes Jahr bei seinem Bruder Philip wohnen und arbeiten um wieder den Einstieg in ein geregeltes Leben zu finden. Philip betreibt eine gynäkologische Klinik in der auch Abtreibungen durchgeführt werden. Ricks Freude über eine Anstellung als Laborassistent ist bald vorüber. Hauptsächlich weil sich vor der Klinik ständig radikale Abtreibungsgegner tummeln. Er sieht es nicht ein, warum diese jeden, der sich der Klinik auch nur nähert, mit wüsten Beschimpfungen überhäufen und langsam aber sicher steigert sich seine Wut... Eine gute Story, ein immer aktuelles Thema. Der Autor beschreibt sehr gut wie die Gefühle des Protagonisten langsam hoch kochen, nachdem er mit Ausdrücken wie etwa Babymörder beschimpft wird. Aber irgendwas hat mir hier gefehlt, der letzte Schliff, genauer kann ich es leider nicht benennen.

~Peep Hall~
Abends arbeitet er als Barkeeper, gerne sogar, aber in der Freizeit will Hart Simpson vor allem und jedem seine Ruhe haben. So ist er nicht sehr erfreut, als eines Tages die hübsche Samantha vor seiner Tür steht. Samantha wohnt mit sechs anderen jungen Damen in der sogenannten Peep Hall, dem Haus an der Ecke. Den Unterhalt verdienen sie die jungen Damen, indem sie gegen Bezahlung ihr Privatleben via Internet der Öffentlichkeit zugänglich machen. Schon bald sitzt auch der sonst so desinteressierte Hart jeden Tag stundenlang vor dem PC um vor allem Samantha zu beobachten... Tja, ok. Was war das jetzt genau? Eine der wenigen, die mir nicht so sonderlich gefallen haben. Schlecht nicht, nein. Aber sie wirkt ziemlich deplaziert in dem Buch, passt nicht zum Rest, zu optimistisch. Womöglich Absicht, um aus dem düsteren Rest irgendetwas hoffnungsvoll hervor glitzern zu lassen.

Die meisten Erzählungen verstehen entweder zu schocken oder sind so schön skurill. Lediglich 2-3 fallen für mich in die Kategorie Überflüssig, bei denen fragte ich mich, wo denn die Pointe sei bzw. was ich da jetzt nicht verstanden habe. Menschen die wirken wie Du und Ich, sie könnten unsere Nachbarn sein. Sie sind Looser, Möchtegern-Helden, Besessene, Exzentriker. Die Handlungen entbehren oft jeglicher Logik, ein emotionsgesteuerter Protagonist drückt dem anderen die Klinke in die Hand, menschliche Abgründe tun sich auf infolge von Mißerfolg, Enttäuschung, Wut, Angst. Wer schön kuschelige Einschlafgeschichtchen mit Happy End lesen will, bleibt diesem Buch lieber fern. Hier bekommt man das Gegenteil.

Fazit: Ein Großteil der Stories sind gutes Mittelmaß, ein paar weniger gelungen, aber die Ausreißer nach oben sind dafür sehr gut. Alles in allem nichts was mich vom Hocker gerissen hätte, aber durchaus nette und vor allem großteils originelle Unterhaltung.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. August 2012
Ich mag ihn einfach, diesen Thomas Coraghessan Boyle mit seinem seltsamen Namen, der wie die Faust aufs Auge passt. Er schreibt abgrundtief ehrlich, setzt gezielt seine Spitzen und belichtet die Wahrheit schonungslos über - ohne dabei pessimistisch zu sein.

In "Schluss mit cool" reihen sich Kurzgeschichten auf, die mal bürgerliche Schicksale, mal düstere Zukunftsvisionen heraufbeschwören. Wie das bei solchen Sammlungen ist, gibt es auch hier Lieblinge und Pflichtlektüre.

In Torschlusspuder nimmt eine mitleidig-belächelten Schwärmerei mit kleinbürgerlichen Romantik-Attitüden plötzlich eine überraschende Wendung. In Nicht zimperlich verteilt sich die Dominanz in einer Beziehung plötzlich neu - und endet bitterböse. Guten Flug: Eine lästige Flugreise macht die Protagonistin für die berüchtigten 10 Minuten zur Überheldin, nach der Landung ist jedoch wieder alles wie zuvor, das Leben geht weiter.

Manchmal ahnt man das eigentlich überraschende Ende schon im Voraus, gerade weil sich dieser kleine Dreh zum Schluss als durchgehendes Stilmittel zeigt. Mit satirisch-bösen Stichen punktiert Boyle das Bild vom amerikanischen Gutbürger. Er zeigt, wie aus einem gewöhnlichen Leben in kürzester Zeit eine fürchterliche Farce werden kann.

Alles in allem ein unterhaltsames Werk, schön aufgeteilt in gerade verträgliche Portionen. Nicht gerade "Boyle at his best", aber lesenswert.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Februar 2006
„Schluß mit cool“ ist der Titel für T.C. Boyles Sammelband von 16 Kurzgeschichten, die teils etwas kafkaeskes haben, aber leichter zu konsumieren sind als Franz Kafkas Werke. Boyle schildert Alltagsschicksale des Mittelstandes, entlarvt dabei vermeintlich gelungene Lebensentwürfe und den gesellschaftlichen Zerfall der viel gerühmten Zivilisation. Man wird dabei erinnert an so manch unglaubliche Geschichte oder Katastrophe, die man in den Zeitungen meist unter „Vermischtes“, „Buntes aus aller Welt“ oder „Chronik“ liest. Allerdings verfällt Boyle nicht in einen pathetischen Katastrophenstil. Die Wende, der Drehpunkt kommt überraschend: Was gerade noch heile Welt war, kippt im nächsten Moment. Hoffnung wandelt sich in Scheitern. Boyle stellt dabei aber niemals die Frage: Wie konnte diese Idylle in Hass, Mord und Tod abgleiten? Nein, in seinen Geschichten scheint Gewalt eine Berechtigung zu haben. Boyles Weltsicht bietet wenig Optimismus. Seine große literarische Kunst liegt im Reduzieren. Boyle schafft es mit ein paar Sätzen eine Szenerie zu entwerfen, in der alles Wesentliche konzentriert ist. Den Leser hat es nicht schwer, in die Welt seiner Charaktere einzutauchen. Insgesamt ein empfehlenswertes Buch.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Mai 2008
Bei dieser Sammlung von 16 Geschichten gibt es - wie sollte es anders sein - Höhen und Tiefen. Dabei schwankt die Qualität teilweise doch deutlich. Bemerkenswert sind vor allem die Ausreißer nach oben, hier hat man oft das Gefühl das Anfangskapitel eines richtig guten Romans vor sich zu haben. Wieder einmal zeigt Boyle seine Kunst wahnsinnig faszinierende Charaktere zu entwerfen. Gelegentlich übertreibt er es auch, speziell was den Realismus der geschilderten Handlungen betrifft.
Auffällig ist auch das die ersten Geschichten nach einem gut geschriebenen Beginn nicht rund werden.
Einen thematischen Rahmen der einzelnen Geschichten kann ich nicht so richtig erkennen. Dafür das Thema Gewalt" zu verwenden scheint mir arg bemüht. Trotzdem: Ein paar Geschichten werden mir sicherlich länger in Erinnerung bleiben.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Dezember 2012
Boyle ist nun schon lange ein ziemlich berechenbarer Autor, der Erzählung um Erzählung im typischen Boyle-Ton und mit typischen Boyle-Inhalten schreibt. Eine gewisse Neigung zum Absurden, grimmigen Humor, scharfe Gesellschaftskritik, hoffnungslose Leute in hoffnungslosen Situationen... das alles findet man auch hier wieder. Wer also Boyle schon kennt, wird nicht überrascht sein. Wer ihn schätzt, wird nicht enttäuscht. Ich jedenfalls mag seinen Stil durchaus, Boyle schreibt flüssig und langweilt nicht. Nun... manchmal vielleicht doch ein wenig. Denn wie gesagt - er ist ziemlich berechenbar.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Oktober 2002
Die Figuren in Boyles Roman "Amerika" wirkten wie
Klischees, in "Freund der Erde" hauchte er den
Akteuren ein halbes Romanleben ein. In diesem
Sammelband mit Kurzgeschichten gelingt es Boyle,
auf engem Raum - jede Geschichte ist im Schnitt
15 Seiten lang -, eine kleine Welt lebendig werden
zu lassen. Die Plots sind originell, die Handlung
verläuft ohne Umwege, ist gelegentlich vorhersehbar.
Das macht nix, denn gleich auf der ersten Seite
jeder Geschichte steckt man im jeweiligen Protagonisten
drin, erlebt mit ihm Internet-Voyeurismus, Sauferei,
Enttäuschung, Wut und Ergebenheit. Ein feines Buch.
(Ich las die englische Ausgabe, kann daher nichts
über die Übersetzung sagen.)
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. November 2003
In den meisten dieser Short Stories dreht es sich um geschiedene Alkoholiker, oft Männer aber auch Frauen. Loser auf jeden Fall. Und entweder passiert ein Einbruch oder ein Mord. Oder beides. Auch die Themen ungewollte Schwangerschaft, überbevölkerte Welt und Abtreibung werden in mehreren dieser Geschichten angesprochen.
Manchmal kann man sich das Ende der Geschichte schon denken, weil es oft immer tragisch endet. Oder zumindest in Trostlosigkeit. Im Grunde genommen ist erst in der allerletzten Geschichte "Nach der Pest" eine Art Happy-End zu erkennen. Diese Geschichte war übrigens auch titelbestimmend für die Originalausgabe "After the Plague", und vielleicht wollte uns Boyle mit diesem Buch vor Augen führen, wie nahe am Abgrund diese unsere Welt sich bereits befindet, dass es aber irgendwo noch ein bißchen Hoffnung gibt.
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Januar 2017
Das Buch war f. d. Preis in einem Topzustand.Die second Hand Vertriebsidee ist sehr gut.Also weiter so auch m.d. Unterstützung innat. Hilfsprojekte.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Juni 2013
Ich fand das buch recht langweillig. Hab bis jetzt von diesem autor noch nichts gelesen und da es ein guter autor sein soll hab ich das buch gekauft. Also dieses buch war reinste enttäuschung, die geschichten sind nichts besonderes (eher sogar meistens sehr langweilig) und man kann oft das ende vorhersehen. Auch ist das buch sehr passimistisch was mir überhaupt nicht gefällt.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden