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Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen
266
3,6 von 5 Sternen
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am 9. Juni 2015
Zum Stil wurde in den 1 Stern Bewertungen bereits treffend Position bezogen, hier schließe ich mich uneingeschränkt an. Der Inhalt harmoniert in fast schon grotesk köstlicher Ironie mit diesem Twitterstil: Dünne, unerträglich vorhersehbare Story bei dem panischen Versuch, sich wahlweise hinter nicht vorhandener Charakertzeichnung oder gewollt und nicht gekonntem "interessanten" Schreibstil zu verstecken. Versuch misslungen.

Mag der Inhalt auch noch so schlecht sein, meine Kritik bezieht sich vor allem auf den Satz des Buches.Der Autor dankt seiner Frau am Ende folgendermaßen:

"[...] Ohne dich wären sehr viele Seiten in meinem Leben leer.".

Dieser Satz wurde ganz offensichtlich von den Setzern in umgedrehten Sinn zum Leitspruch erhoben. In der Buchbranche ist die Unkultur, immer weniger Inhalt in möglichst immer mehr Medium zu "verpacken", in den letzten Jahren immer mehr erblüht, doch dieses Taschenbuch treibt es dreist auf die Spitze.

Die Zahlen:
464 Gesamtseitenanzahl
-28 (Vorsatz, Danksagung, Werbung, Foto, Leseprobe, Internationale Verkäufe, Fragen an den Autor)
-125 (in Worten: einhundertfünfundzwanzig!) leere Seiten zwischen den Kapiteln (bis zu drei pro Kapitel)
_____
311 Seiten Text. Das entspricht ~ 67% der Gesamtseitenanzahl. Bei netter Rechnung (Seite 9-444) etwa 71%.

Doch dabei bleibt es nicht! Denn die letzte Seite der 49 Kapitel ist natürlich nicht bis zum Ende genutzt, bei ganzen 42 Kapiteln ist die letzte Seite, teilweise sehr, sehr deutlich weit unter 50% genutzt. Was zu einem weiteren Abzug von, nett überschlagen, 20 Seiten führt.
-20
_____
291

Aber! Da war ja noch etwas...Die wörtliche Rede besteht zu etwa 50% aus Ein- bzw. Zweiwort"sätzen", und ist, mit Aufzählunsstrichen zur Kenntlichmachung einer neuen Person, direkt untereinandergesetzt. Warum und ob das nun besser ist als Anführungszeichen entzieht sich mir, wichtig daran ist, dass sich auf 92 Seiten jeweils zwei Personen in "Sätzen" unterhalten, welche nur in extremen Ausnahmefällen länger als eine halbe Zeile sind. Schrumpfen wir diese 92 Seiten mal auf Normaltext zusammen, so sind das, freundlich reduziert, 30 Seiten. Also knackige 60 Seiten Luft.
-60
_____
231

Damit sind wir bei bei 50% Text und Inhalt von 464 Seiten angekommen. Mir ist bewusst, dass diese Rechnung kleinlich erscheint, aber mir geht es dabei um ein wesentliches Prinzip: Preis/Leistung. Bücher sind Unterhaltung, und als Konsument möchte ich zumindest vorher realistisch einschätzen können, wie viel Unterhaltungszeit ich etwa erwerbe. Der UNTERHALTUNGSWERT ist eine andere Geschicht, es liegt nun mal in der Natur eines Buches, dass ich erst weiß, ob es mir persönlich gefällt, wenn ich es gelesen, dass heißt komplett konsumiert habe. Auch das Lesen noch so viele Bewertungen oder Kritiken kann nicht schlussendlich beantworten, ob mir ein Buch gefallen wird oder nicht, und gerade die individuelle Rezeption ist für viele Leser, auch für mich, etwas, was das Lesen so spannend macht.

Aber! Wenigstens den Zeitwert sollte man am Volumen des Buches erkennen können. Im Fall von "Totenfrau" als Taschenbuch möchte ich fast schon von Kundenbetrug sprechen. 50% Inhalt sind eine Frechheit. Aber nach dünnem Stil, magerer Geschichte, eindimensionalen Charakteren, flachem Spannungsbogen und kargem Wortschatz sollte bei diesem Buch wohl zumindest IRGENDETWAS groß, üppig und einfach nur das Gegenteil von dünn, mager, eindimensional, flach und karg sein, und wenn es nur das Volumen des Buches ist.

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Warum ich mich so aufrege? Ganz einfach:
Ich fahre sehr regelmäßig mit der Bahn eine Strecke von exakt 4,5 Stunden. Bei meiner Lesegeschwindigkeit von etwa 100 Seiten pro Stunde (normale Unterhaltungsliteratur, Krimis, Historische Romane, Biographien) greife ich besonders gerne zu Krimis und Belletristik, welche die beliebte Seitenzahl von 400+ haben. Ich kaufe Bücher also tatsächlich nach Dicke bzw. Seitenzahl. Mit diesem Buch saß ich mit ziemlich dummen Gesicht da, als ich nach nur 2 Stunden die letzte Seite aufschlug. Somit blieben mir 2,5 Stunden gähnende Langeweile, in denen ich nichts, aber auch nichts besseres zu tun hatte, als die Leerstellen dieser Mogelpackung von Buck akribisch besessen nachzuzählen.
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am 3. September 2015
Ein Krimi. Ein Prolog. Wie der Autor den Leser bestraft. Wie im Prolog. Wie das Ertrinken. Wie wenn wer dabei zusieht. Und sich sonnt. Zeit. Verschwendete Zeit. Tote Zeit. Totenfrau. Blum.
Dann wieder schwülstig. Schwülstig und zu bemüht. Ein Beispiel. "Der Versuch das sinkende Schiff wieder auf Kurs zu bringen" (?). Und immer wieder Wiederholungen. Blum. Mark. Blum und Mark. Keine Spannung. Keine Charakterzeichnung. Kein Sprachwitz. Keine Eleganz. Nur Blum. Nur Stehsätze. Nur Klischees.
Die Zielgruppe? Menschen mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne. Was ist das? Ein Roman? Ein Chatprotokoll eines Dreizehnjährigen?

Das Hörbuch trieb mich in den Wahnsinn.

Nicht lesen. Schade um Zeit. Schade um Geld. Man sagt Lesen ist Denken mit fremdem Gehirn. Bei diesem Gedanken Gänsehaut.
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am 29. April 2016
Aufgrund der bisherigen Rezensionen war ich doch etwas gespannt, was mich hier erwarten würde. Leider bin ich auch nach Beendigung des Buches noch etwas ratlos.

Aber beginnen wir mal von vorn. [Achtung Spoiler] Bereits im Prolog lernen wir Brünhilde kennen. Sie ist die Tochter eines Bestatters. Na ja, eigentlich ist sie ja auch nur das Adoptivkind. Sie wächst gänzlich ohne Liebe und Zuneigung auf. Während ihre Kameradinnen mit Puppen spielten, musste sie bereits im Laden helfen. Leichen waschen, die Münder zunähen. Alles Tätigkeiten, die nicht wirklich kindgerecht sind. Deshalb plant sie eines Tages, ihre Eltern zu entsorgen. Bei einem Bootsurlaub setzt sie den Plan in die Tat um. Nachdem ihre Eltern ertrunken sind, lernt sie einen jungen Mann kennen, der ausgerechnet auch noch ein Polizist ist.

Mehr möchte ich jedoch nicht verraten.

Schon zu Beginn wird klar, dass der Schreibstil doch sehr außergewöhnlich ist. Diese kurzen abgehackten Sätze, Dialoge die mit einem Bindestrich angeführt werden, all dieses machte mir das Lesen nicht unbedingt angenehm.

Auch die Beschreibung der Protagonistin fand ich sehr blaß. Ich hatte bis zum Schluß nicht das Gefühl, ihr irgendwie auch nur ansatzweise näher gekommen zu sein.

- Fazit -

Es ist mit Sicherheit kein Buch, das mir länger im Gedächtnis bleiben wird. Dazu fand ich es zu unspektakulär. Ob ich den Nachfolger lesen werden, bleibt abzuwarten.
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am 14. Juni 2015
Ein Buch was den Leser etwas zwiegespalten zurücklässt.
Aichners Minimal-Stil ist wirklich ausserordentlich und ich kann mich an nichts vergleichbares erinnern. Durch diesen Minimalismus wird wirklich jeder Ballast und jede Ausschmückung weggelassen und überflüssig - so bleiben kaum 200 Seiten reiner Text.
Wenn man sich an den Stil gewöhnt hat - so 20, 30 Seiten dauert es schon - merkt man welche Intensität er erzeugt. Besonders die Trauer Blums und ihre Zerissenheit nach Marks Tod ist phänomenal eindringlich.
Der Faszination über diese Eindringlichkeit steht für mich der doch insgesamt sehr einfache und auch sehr vorhersehbare Plot gegenüber. Von der Unwahrscheinlichkeit der Blumschen Zufallsergebnisse beim "Ermitteln" mal ganz abgesehen, steuert alles doch sehr linear auf ein vorhersehbares Ende zu.
Auch hat mich die Einflechtung einer Art Traumsequenz gestört - derartige Kniffe finde ich generell unfair in einem Krimi.
Übrigens fand ich das Buch weder besonders brutal, noch waren die Szenen die die Besattungsarbeit betrafen so übermässig detailliert dass sie störten (oder wiederum ein halbjähriges Berufspraktikum rechtfertigten oder erklärten), noch kann ich nachvollziehen was da speziell für Tiroler besonders (nicht) nachvollziehbar sein soll - die Handlung könnte eigentlich nahezu überall spielen.
So bleibt eine gute, aber eben nicht sehr gute Wertung unter dem Strich über.
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am 16. November 2014
Die ersten 30 Seiten findet man den Stakkato-Schreibstil ja noch kreativ und interessant. Doch spätestens ab Seite 100 beginnt er echt zu nerven. Der Plot selbst ist hanebüchen, an den Haaren herbeigezogen und von ärgerlicher Plattheit. Ich kann den Hype um diesen offensichtlich spekulativ für den Buchmarkt konstruierten "Krimi" überhaupt nicht nachvollziehen. Keine Empfehlung!
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am 24. August 2015
Dicht an der Ekelgrenze für mich an einigen Stellen, aber nicht schlecht gemacht: Man wird in den Sog der "Totenfrau" hineingezogen, der es vor gar nichts graust ... anfangs ... dann aber ging mir alles viel zu glatt. Die bösen Typen, die sie alle auf Anhieb blindlings findet, werden dahingemäht, nur ein schleimiger Beobachter droht ihr das Leben schwer zu machen ...
da nützt nicht eiunmal die Schlusswendung (die ich übrigens wegen überreicher Hinweise bereits seit ab S. 150 geahnt hatte) ....
Leider doch kein ganz groißes Kino, sondern nur Provinzvorstellung
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am 25. September 2014
Dieses Buch ist auf seine ganz eigene Weise grandios, denn es bedient einen gänzlich neuen Massenmarkt: Nämlich jenen der Boulevard-Fans mit Leseschwäche. Das Buch besteht zu 70 % aus Wortwiederholungen und zu 30 % aus einer dünnen Story, die so unglaubwürdig ist wie die Headlines der Bild-Zeitung. Ich bin selbst schuld, hatte ich doch die Gelegenheit gehabt, eine Leseprobe vor dem Kauf zu erstehen ... sie hätte mir einiges an Groll erspart. Der Telegramm-Stil verhindert jegliches Aufkommen von so etwas wie Atmosphäre - für mich waren die ganzen 436 Seiten ein einziges Ärgernis.
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am 28. Mai 2015
Spannungslos, keine Empathie für seine Akteure, für seine Story keine Fantasie und keine Twists. Einfallslos und grottenschlecht geschrieben.
Das ist kein minimalistischer Schreibstil. Das ist der verzweifelte Versuch, zu kaschieren, dass man keinen Stil hat.
Ein Buch so spannend und so verfasst wie eine Schnitzeljagd auf einem Kindergeburtstag für Siebenjährige.
Aichner kann es nicht. Aber solange es ihm Geld bringt, wird er es nicht lassen.
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am 15. November 2015
Als wir noch Agatha Christie und Edgar Wallace lasen, fing Patricia Highsmith an, Kriminalromane aus der Sicht des Mörders zu schreiben.
Der talentierte Mister Ripley durfte in mehreren Romanen das unrechte Gut seiner Übeltat ggenießen.
Bernhard Aichner hat diese Sicht eines Verbrechens auf perfide Weise perfektioniert. Seine Heldin, die Bestatterin Blum (Vorname unerwünscht) begegnet fünf Scheusalen, deren Beseitigung auch der rechtschaffenste Leser einigermaßen begrüßen kann.
Der Plot ist eigentlich einfach gestrickt, aber Bernhard Aichner versteht es aus dem Mitgefühl (!) für die Mörderin und einigen überraschenden Wendungen echte Hochspannung zu erzeugen. Auch wenn sein Stil nicht jedermanns Sache ist,, so kommt doch eine erfrischende Mischung aus Brutalität und Gerechtigkeit zustande, die den Leser bei der Lektüre unerbittlich vorantreibt.
Sehr empfehlenswert!
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am 1. September 2014
die ich je gelesen habe.

Ganz schlechter Schreibstil mit vielen, vielen, wirklich sehr vielen Wiederholungen von telegrammartig geformten Halbsätzen bzw. Wortaneinanderreihungen. Was das mit sprachlicher Rasanz zu tun haben soll, verschleiert sich mir vollends.

Inhaltlich bietet das Buch kaum mehr als eine vorhersehbare, ganz und gar nicht glaubwürdige Story mit oberflächlichen Erklärungen für die Motive des Mörders und seichter Beschreibung der Hauptprotagonistin, die einfach so von der zärtlichen und liebenden Mutter zum serienmordenden Täter wird, ohne dass dabei psychologisch in die Tiefe gegangen wird. Da bietet Enid Blyton in ihren 5-Freunde-Geschichten mehr Erklärungsmuster und Tiefe, als Aichner.

Ein ganz und gar schlecht geschriebenes und schlechtes Buch, das ich niemandem empfehlen möchte! Werde von Bernhard Aichner auch sicher kein Buch mehr lesen!

Ich frage mich, woher die 5-Sterne-Rezensionen kommen! Die können doch nicht ernst gemeint sein!
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