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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
380
4,8 von 5 Sternen
Gute Geister: Roman
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 18. September 2017
Habe es im Urlaub gelesen.Ich konnte es nur schwer weglegen um mal eben ins Meer zu gehen.Solche Bücher liebe ich.Vollste Leseempfehlung.
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am 10. August 2011
Inhalt:
Jackson, Mississippi, 1962. Es geht um die Leben von Minny, Aibileen und Skeeter. Minny und Aibileen sind farbige Hausmädchen und arbeiten in Familien der höheren Gesellschaft. Skeeter ist weiß und gehört von Geburt an in diese Schicht. Trotzdem sieht sie, dass etwas völlig falsch ist an den alten Konventionen. Es ist die Zeit des Martin Luther King, die Zeit des Aufbruchs, die Zeit des Umschwungs und diese drei Frauen nehmen all ihren Mut zusammen, riskieren etwas und tragen ihren Teil dazu bei diese Dinge zu ändern.

Meine Meinung:
"Dieses Buch wird Millionen Leser begeistern! ' New York Times" steht auf dem Umschlag des Buches und seit heute bin ich eine von ihnen!
Ich habe mir das Buch aufgrund des Klappentextes gekauft und zu Hause wollte ich es nur mal kurz anlesen. Nichts da, ich blieb hängen. Vom ersten Satz an zog mich die Geschichte in ihren Bann. Die Art wie sie geschrieben ist, ist einfach authentisch, geradeheraus und unverblümt. Und die drei Hauptprotagonistinnen sind jede auf ihre eigene Weise spannend, anziehend und interessant und jeder Teil ist auf sehr eigene Art und Weise geschrieben. So merkt man an der sehr einfachen Sprache sofort, dass Aibileen gerade aus ihrem Leben berichtet und an der sehr aufbrausenden Art, dass es Minny sein muss und die Bedächtige, das ist Skeeter.
Die Handlung wird abwechselnd von diesen drei Frauen berichtet. Sie erzählen von ihrem Alltag, ihrem Leben, manchmal auch von ihren Erinnerungen. Gemeinsam wagen sie sich an ein Projekt, dass bahnbrechend für die damalige Zeit sein wird, außergewöhnlich, mutig und sehr gefährlich.
Die einzelnen Handlungsstränge sind so gelungen, dass ich bei jedem Perspektivwechsel einerseits dachte "Ach nein, ich würde jetzt doch gerne genau hier weiterlesen." Andererseits war ich nach den ersten drei Sätzen auch schon wieder völlig im Leben der nächsten Person gefangen. Ich weiß nicht wie oft ich dachte "Diesen einen Absatz noch, dann lege ich das Buch zur Seite' Okay, dieses Kapitel noch, aber dann!" Und doch habe ich gelesen, bis meine Augen brannten und der Kopf schmerzte. Ich habe mich nicht eine Sekunde gelangweilt. Ich habe mich aufgeregt, habe gelacht, war traurig und gefesselt und habe es in weniger als 24 Stunden ausgelesen.
Die Handlung an sich ist natürlich ein sehr brisantes Thema. Bücher wie "Onkel Toms Hütte" berichten bereits über die Sklaverei in den Südstaaten Amerikas. Nur dass dies offiziell keine Sklaverei mehr ist, da die farbigen Menschen Gehalt bekommen. Ob es sonderlich viel ist sei dahingestellt. Was mir an diesem Buch inhaltlich besonders gefallen hat, ist die Tatsache, dass es nicht völlig in Vorurteilen verschwindet. Auch das Verhältnis der Hausangestellten zu ihren Vorgesetzten wird recht differenziert dargestellt und nicht alles ist rundweg schlecht.

Fazit:
Dieses Buch hat meiner Meinung nach alles was ein gutes Buch braucht! Es hat Spannung, Witz, schöne Momente und traurige Momente und drei starke Frauen, die ihren eigenen Weg gehen und auf ihre Art begesitern und fesseln! Ich habe es mehr als gern gelesen, ich liebe es!
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am 25. Oktober 2011
Inhalt:
1962: Die junge Skeeter ist frustriert. Nach dem Studium verbringt sie die Tage auf der elterlichen Baumwollfarm, als einzige ihrer Freundinnen ohne einen Ring am Finger. Sehr zum Missfallen der Mutter. Doch der Mann, mit dem ihre Freundinnen sie verkuppeln wollen, ist ein hochnäsiger Snob. Und dann ist auch noch ihr schwarzes Kindermädchen, bei dem sie stets Trost fand, spurlos verschwunden. Skeeter wünscht sich nur eins: Sie will weg aus dem engen Jackson und als Journalistin in New York leben. Und um diesem Ziel näher zu kommen, verbündet sie sich mit zwei Dienstmädchen, die ebenso unzufrieden sind wie sie: Aibileen zieht inzwischen das siebzehnte weiße Kind auf. Doch nach dem Unfalltod ihres einzigen Sohnes ist etwas in ihr zerbrochen. Und Minny ist auf der Suche nach einer neuen Stelle. Sie ist bekannt für ihre Kochkünste, aber sie ist auch gefürchtet: Denn Minny trägt das Herz auf der Zunge. Und gemeinsam beschließen die drei außergewöhnlichen Frauen, gegen die Konventionen ihrer Zeit zu verstoßen und etwas zu wagen. Denn sie alle haben das Gefühl zu ersticken und wollen etwas verändern ' in ihrer Stadt und in ihrem eigenen Leben.
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Bewertung:
Ich habe dieses Buch als Vorbereitung für den Kinofilm "The Help", der am 17. November 2011 in den deutschen Kinos starten soll, gelesen.
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"Gute Geister" wird von drei sehr unterschiedlichen Frauen erzählt. Einer weißen, gebildeten jungen Frau, die unter der Last des Kleinstadtlebens zu ersticken droht und zwei farbige Dienstmädchen, die am Rande der Gesellschaft versuche müssen über die Rassentrennung und alle Vorurteile anzukämpfen und sich in ihrem Leben zurück zu finden. Die Zeit der Sklaverei scheint vorbei zu sein, doch nur weil die Weißen den Schwarzen nun einen Mindestlohn zu zahlen haben, heißt das noch lange nicht dass in den Südstaaten so etwas wie Gerechtigkeit herrscht.
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Ich habe mich ehrlich gesagt noch nie mit den 60er Jahren der USA, der Rassentrennung und der Bürgerrechtsbewegung rund um Martin Luther King befasst. Für mich ist es das erste Buch dieser Art und deshalb war ich umso gefesselter von den Geschichten, die die Autorin zu berichten hat. Ich war schockiert von den ganzen Regeln der Rassentrennung und das in einer Zeit, die eigentlich gar nicht so lange her zu sein scheint.
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Schockierend, traurig, aber auch oft bewegend sind die Geschichten, die Miss Skeeter, Minny und Aibileen zu berichten haben. Ich habe mir oft die Frage gestellt wie ich in einer Welt in der Rassismus so offensichtlich betrieben wird verhalten würde. Wäre ich einer der hochnäsigen Weißen, die Schwarze für Dreck halten und unwürdig, dieselbe Toilette wie Weiße zu benutzen? Würde ich verlangen, dass farbige Kinder getrennt von den weißen Kindern unterrichtet werden?
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"Gute Geister" ist für mich eines der Highlights des Jahres 2011. Ein Buch, welches von der ersten Seite an fesselt und dich an manchen Stellen sogar dazu bringt Tränen zu vergießen hat 5 Sterne verdient.
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am 15. Juni 2011
"Gute Geister" hat mich sehr bewegt. Einfach lesen. Es lohnt sich. Selten hat mich ein Buch zum Lachen und zum Weinen bebracht.
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am 1. April 2017
1962: Skeeter Phelan hat gerade ihr Journalistikstudium beendet und ist in ihre Heimatstadt Jackson/Mississippi heimgekehrt. Sie ist die Einzige aus ihrem Freundeskreis, die nicht ihr Studium abgebrochen hat, um zu heiraten und Kinder zu bekommen. Ihre Mutter möchte Skeeters ledigen Zustand so bald wie möglich beendet sehen, doch Skeeter will vor allem eins: Ihr Studium nutzen und einen guten Job bekommen, sie will schreiben, aber zuerst müssen Ideen her.

Aibileen arbeitet als Dienstmädchen bei Skeeters Freundin Elizabeth und ist auch dafür zuständig, sich um deren kleine Tochter zu kümmern – und sie ist, wie all die anderen Dienstmädchen, farbig. Als Skeeter mitbekommt, dass Aibileen – und nicht nur diese – von ihren Dienstherren eigene Toiletten gebaut bekommen, damit sie nicht die der Familie, bei der sie beschäftigt sind, benutzen, keimt in ihr eine Idee: Warum nicht die Dienstmädchen interviewen und ein Buch darüber schreiben, wie es ist, als Farbige bei Weißen zu arbeiten. Das ist jedoch ein sehr gefährliches Unterfangen und jemanden zu finden, der sich interviewen lässt, ist sehr schwer …

Die Autorin ist selbst in den Südstaaten der USA aufgewachsen und wurde von einem farbigen Dienstmädchen groß gezogen, wie sie in ihrem Nachwort schreibt, sie weiß also, wovon sie spricht. Mit dem Bundesstaat Mississippi und vor allem mit der Stadt Jackson hat sie zudem einen Ort ausgesucht, der in der Geschichte der Farbigen in den USA eine traurige Rolle einnimmt. So hat Kathryn Stockett auch einige reale historische Personen und Gegebenheiten in ihren Roman mit einfließen lassen, sei es der Mord an Medgar Evers, der erst Jahrzehnte später gesühnt wurde, sei es Martin Luther King und seine „Ich habe einen Traum“-Rede, sei es J: F. Kennedys Ermordung, aber auch Popkulturelles, wie Bob Dylan und die Stones. Das gibt dem Roman ein ordentliches Quantum Authentizität und regt den Leser dazu an, sich mehr mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Erzählt wird die Geschichte (bis auf ein Kapitel) abwechselnd von Skeeter, Aibileen und einer weiteren Farbigen, Minny, im Präsens in Ich-Form. Als Leser taucht man so tief ein in das Geschehen ein, das man eben nicht nur aus Skeeters Sicht verfolgt, sondern auch hautnah aus der der beiden Dienstmädchen. Auch das trägt viel zur Authentizität bei, zumal die Autorin die Erzählung Skeeters sprachlich von der der beiden anderen unterscheidet, deren Sprache ist eindeutig restringierter. Farbige, vor allem Frauen, hatten kaum die Möglichkeiten, die Schule abzuschließen, mussten schon sehr früh in Arbeit gehen.

Man muss schon sehr oft schlucken, wenn man liest, wie es den Farbigen jener Zeit ging. Schön aber auch, zu sehen, dass nicht alle Weißen absolut rassistisch dachten, dass es auch Vertrauen und Freundschaft zueinander geben konnte, auch wenn man das besser geheim hielt. Man kann aber auch erkennen, wie krank ein System ist, das Rassen trennen möchte, aber den Farbigen das Aufziehen der weißen Kinder überlässt.

Die Charaktere sind der Autorin sehr gut gelungen. Aibileen hat rund 20 fremde Kinder großgezogen, ist alleinstehend, ihr Sohn lebt nicht mehr. Sie versucht, dem ihr anvertrauten Kind nicht nur Selbstvertrauen zu vermitteln, sondern auch, dass Farbige und Weiße lediglich durch die Hautfarbe verschieden sind. Minny ist einiges jünger, aber Aibileens beste Freundin. Sie hat einen prügelnden Ehemann und mehrere Kinder. Durch ihr vorlautes Mundwerk hat sie es nicht leicht, ihre Stellungen zu behalten.

Skeeter bleibt nicht nur wegen ihrer Hautfarbe gegenüber den beiden Dienstmädchen eher blass, doch auch sie bringt sich durch ihr Projekt in Gefahr, zumindest macht sie sich zu einer Außenseiterin in der weißen Oberschichtgesellschaft. Mit Skeeter kommt aber auch einiges an Humor in den Roman, der dadurch nicht nur bedrückend wirkt. Die Antagonistin, Hilly Holbrook, ist Rassistin durch und durch, sie kann man so richtig schön verachten. Ein weiterer Charakter erscheint mir erwähnenswert: Celia Foote. Sie hat in die weiße Oberschicht eingeheiratet, stammt aber aus ärmlichen Verhältnissen und eckt daher auch ständig an. Ihr Mädchen jedoch behandelt sie eher als gleichberechtigt, gleichwertig, hier kommt die Distanz eher von diesem, das Celias Verhalten nicht recht einzuordnen weiß. Mir hat Celia sehr gut gefallen, neben Aibileen ist sie die interessanteste Figur im Roman.

Der Autorin ist ein wunderbarer Roman gelungen, der Stoff zum Nachdenken bietet und den man unbedingt lesen sollte.
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am 15. September 2014
Ich lese am liebsten Kriminalromane und bin eher zufällig an dieses Buch geraten. Meine Tochter wollte etwas "fürs Herz". Natürlich habe ich es dann auch gelesen und ... Ich war begeistert. "Gute Geister" ist eines der schönsten Bücher, das ich je gelesen habe. Die Autorin erzählt eindrucksvoll über das Leben der farbigen Dienstmädchen in Jackson, Mississippi, Anfang der sechziger Jahre. Aber nicht in schwarz und weiß, wie es viele andere Autoren vor ihr getan haben, sondern in hellen Grautönen. Das Buch ist gesellschaftskritisch, ohne anklagend zu sein. Was daran liegen mag, dass es von einer weißen Schriftstellerin geschrieben wurde. Einer Frau, die in einem Haushalt mit farbigem Dienstmädhen aufgewachsen ist.
Beachtlich sind die Parallelen zur Gegenwart. So organisieren zum Beispiel weiße Ladys eine Wohltätigkeitsveranstaltung für hungernde Kinder in Afrika, während in der eigenen Stadt Kinder nicht genug zu Essen haben. Daran hat sich bis heute eigentlich nicht viel verändert. Selbst in Deutschland kann dieses Phänomen beobachtet werden. Ob ich das Buch empfehle? Auf jeden Fall!
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am 23. März 2017
Spannend von Anfang bis Ende. Ich hab mich sofort in jeden einzelnen Charakter hineinfühlen können. (Für mich) schade fand ich nur, dass das Buch dann so jäh zu ende war und man nicht mehr erfahren konnte, was aus Mae Mobley, Aimilee, Minnie, Eugenia und den anderen geworden ist. Die Charaktere waren so wirklich, dass ich fast schon traurig bin wegen der kleinen Mae Mobley und wütend, dass ihre Mama so ist, wie sie ist. Und wieder bin ich nach diesem Buch froh, dass ich in der heutigen Zeit leben darf und nicht in der Zeit, wo Frauen jeglicher Hautfarbe entweder keinen eigenen Willen hatten, oder sich nicht getraut haben, einen zu haben. Kleinstädte vor 1960 müssen echt die Hölle gewesen sein für Frauen, die aus der Reihe tanzen :-D Klare Kaufempfehlung!
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am 22. März 2017
Meine Meinung

Wer träumt nicht manchmal von einem guten Geist, der die Wohnung aufräumt, die Kinder hütet und das Essen kocht? In den Südstaaten der 1960er Jahre gehören solche guten Geister zu einem angesehen Haushalt. Dabei handelt es sich jedoch keineswegs um irgendwelche körperlosen Erscheinungen, sondern um reale Menschen. Sie haben für die damalige Zeit nur einen "Fehler", sie sind mit der falschen Hautfarbe geboren. Kathryn Stockett beschreibt in ihrem Buch Gute Geister die Situation der schwarzen Hausangestellten zu dieser Zeit und zeichnet ein eindringliches Porträt dieser Zeit.

Wir erleben die Geschichte und spüren den Zeitgeist durch die Augen von drei Frauen. Aibileen ist eine ältere schwarze Hausangestellte. Sie arbeitet bei einer weißen Familie in der sie wieder ein fremdes Kind großzieht, während sie noch um ihren kürzlich verstorbenen Sohn trauert. Minny ist ihre beste Freundin, Mutter von fünf Kindern und leidet hauptsächlich unter einem "großen Mundwerk, wie sie es selbst nennt. Zur Vervollständigung des Trios lernen wir noch Skeeter kennen. Sie kommt aus dem College nach Hause und möchte ihren Traum vom Journalismus verwirklichen.

Skeeter bekommt bei einer Tageszeitung eine Stelle und muss ausgerechnet eine Haushaltkolumne schreiben. Sie ist selbst mit einem Dienstmädchen groß geworden und hat dementsprechend keinen blassen Schimmer wie man selbstständig einen Haushalt führt. Sie wendet sich dann an das Hausmädchen ihrer besten Freundin Hilly und so knüpfen Aibileen und Skeeter erstmal engeren Kontakt. Schließlich kommt Skeeter die Idee ein Buch mit den Geschichten der schwarzen Dienstmädchen in ihrer Stadt zu schreiben. Ein Unterfangen, das zu dieser Zeit nicht nur gewagt, sondern regelrecht gefährlich ist.

Beim Lesen des Buches erfährt man viel über die Zeit und den damals normalen Alltag. Natürlich haben dunkelhäutige Menschen separate Toiletten zu benutzen. Sie tragen Keime in sich, die weiße Menschen nicht abwehren können. Aufgrund dieser Keime dürfen sie auch nicht die gleichen Tassen benutzen wie ihre Herrschaften. Selbstverständlich gibt es auch unterschiedliche Supermärkte für Schwarze und Weiße. Diese und viele andere vermeintliche alltägliche Kleinigkeiten haben mich beim Lesen immer schwer schlucken lassen. So unverständlich diese Anschauungen heute auch für mich sind, damals waren sie Realität. Einerseits flogen die ersten Menschen zu Mond, andererseits wurden Menschen anderweitiger Hautfarbe als Krankheitsüberträger und stark minderwertig angesehen. Umso absurder war es beim Lesen dieses Buches für mich, dass die Hausangestellten die Kinder dieser Familien großziehen, aber nicht beim Essen an einem Tisch sitzen können.

Alle drei Frauen Abilileen, Minny und Skeeter sind auf ihre Art und Weise besonders und werden durch die lebhafte Schreibweise der Autorin während des Lesens zu richtigen Freundinnen. Abilileen ist die erfahrene und eher zurückhaltende Frau, die schon viel Kummer in ihrem Leben erfahren musste. Minny ist die selbstbewusste mit der großen Klappe und doch leidet sie unter ihrem gewalttätigen Ehemann. Skeeter ist eine gebildete Weiße, die allerdings nur auf ihr Aussehen und ihren "Heiratsstatus" reduziert wird und damit auch in den Konventionen ihrer Zeit feststeckt.

Trotz dieser schweren Themen, war es aber keineswegs so, dass ich beim Lesen ständig den berühmten Kloß im Hals hatte. "Gute Geister" besticht nämlich durch einen einzigartigen Humor. Da gibt es die schreckliche Sache mit dem Kuchen, die sich als roter Faden durch das Buch zieht. Worum es sich dabei genau handelt werde ich natürlich an dieser Stelle nicht verraten. Auch in Skeeter Leben gibt es einige lustige Momente, die mir nachhaltig noch im Kopf geblieben sind.

Fazit

Die Autorin schafft es mit ihrem Schreibstil Emotionen beim Leser zu wecken: Belustigung, Mitgefühl, Trauer, Wut das alles steckt in diesem wunderbaren Buch. Wir bekommen nicht nur ein Stück Geschichte geliefert, sondern lernen auch Menschen kennen, deren Geschichte uns beim Lesen berührt und belustigt. Am Ende des Buches konnte ich mir ein paar Tränen nicht verkneifen und habe das Buch dennoch mit dem Gefühl zugeschlagen, dass "alles gut wird" Gute Geister von Kathyrn Stockett hat sich mühelos einen Platz unter meinen Lieblingsbüchern erobert und ich kann dieses wunderbare Buch nur mit fünf Sternen bewerten!
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am 11. Januar 2012
Was wäre mir da fast für ein Schatz entgangen?
Denn, wenn mir nicht jemand dieses Buch ausgeliehen hätte, wäre es an mir vorbei gegangen. Und, da ich das Cover ehrlich gesagt recht nichtssagend bis hässlich finde, hätten mir noch nicht mal Buchempfehlungen gereicht, um es mir zu kaufen..
Aber zum Glück ist es mir, aus zuverlässig guter Quelle, geliehen worden.
Wow, so ein tolles Buch.
Teilweise so spannend, das ich es kaum aus der Hand legen konnte.
Und dabei behandelt es ein Thema aus der jüngeren Geschichte,
Schlimm, wie gerade in den Südstaaten, mit den schwarzen Frauen umgegangen wurde. Mehr als einmal ist man beim lesen geradezu empört, wie, teilweise aus Unwissenheit, sich Gerüchte und Lügen verbreiten können. Und wie gerade die Hillys in einer Gesellschaft, schwächeren das Leben schwer machen können.
Eigentlich erstaunlich, wie wenig man sich über manche Themen Gedanken macht. Bis man dann ein Buch wie dieses liest. Und dann wird man das gleiche Thema nie wieder gleichgültig betrachten können.
Ob man es nach der Lektüre dieses Buches jemals wieder schafft, Schokoladenkuchen ohne Hintergedanken zu essen?
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am 7. April 2017
Ein Buch, dass einen in der einen Sekunde fassungslos macht und in der nächsten Sekunde laut los lachen lässt.

Jackson, Mississippi, 1962: Drei außergewöhnliche Frauen brechen mit allen Koventionen. Sie haben das Gefühl zu ersticken und wollen etwas verändern - in ihrer Stadt und ihrem eigenen Leben.

Die Autorin hat mich von Seite 1 an mit ihrer Sprache begeistert. Es gab Unterschiede in den Sprachen der drei Protagonisten, was mir persönlich auch half, immer im Hinterkopf zu haben, aus welcher Sicht die Geschichte der Guten Geister, die Geschichte dreier Frauen, die beschließen gegen die Konventionen ihrer Zeit zu verstoßen und etwas zu wagen. Die drei Frauen, jede auf ihre eigen Weise besonders, müssen etwas sagen, etwas machen, denn sonst drohen sie zu ersticken.

Was mir besonders gut gefallen hat, war die Idee, die Geschichte abwechselnd von den drei Protagonistinnen Skeeter, Aibileen und Minny zu erzählen. Somit bekommt man die Gelegenheit die Problematik des Rassismus in den 60er Jahren aus beiden Seiten zu sehen. Auf der einen Seite die Unterdrücker und auf der anderen Seite die Unterdrückten.

Reale Gegebenheiten in der Geschichte machen das ganze glaubwürdiger. Das Buch bietet Stoff zum Nachdenken! Zum Glück waren nicht alle überzeugt von der Rassentrennung, wie zB Skeeter, die den Anstoß zu einem Manuskript über das Leben der Dienstmädchen schreiben will, um sowohl weißen Ladies die Augen zu öffnen als auch farbigen Frauen Mut zu machen.
Auch der Schauplatz der Geschichte, Jackson, Mississippi, trägt zur Glaubwürdigkeit der Protagonisten und Geschichte bei.

Skeeter, Aibileen und Minny sind mir von der ersten Seite ans Herz gewachsen. Ich will hier nicht zu viel erwähnen, weil ich erlicht gesagt nicht spoilern möchte. Ich kann dieses Buch wärmstens empfehlen! Es ist wichtig zu wissen, was Rassismus bewirkt, nie zu vergessen, wie es unterdrückten Menschen geht.
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