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Kundenrezensionen

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am 25. Januar 2012
Inhaltlich fand ich dieses Buch interessant und aufschlussreich. Ich denke, es wurde ein ehrliches Bild von Steve Jobs gezeichnet. Sachlich. Ohne Bewertung durch den Autor. Man bleibt in seiner Meinung über das Geschriebene weitgehend unbeeinflusst. Das gefällt mir. Ich möchte in einer Biografie keine vorgefertigte Meinung über eine Person lesen. Ich will etwas über möglichst viele Facetten der Person erfahren, um zu verstehen wer sie war, warum sie das tat was sie tat, und wie sie es tat. Das ist in diesem Buch gelungen. Es wirkt nirgends "schöngefärbt" aber auch nie überkritisch oder diffamierend. Objektiv wird über die charakterlichen Eigenheiten (gute wie schlechte) berichtet. Über wichtige Stationen des Leben und der Karriere. Über histroische Begebenheiten. Über persönliche Details.

Manchmal fällt es einem schwer dem Plot zu folgen. Viele Namen von Wegbegleitern erschweren es machmal die Zusammenhänge zu verfolgen. Kleinere Zeitsprünge lassen einen manchmal den Faden verlieren, was durch die holprige Satzbauweise noch verstärkt wird. Aber da bin ich mir nicht sicher, ob das die Schuld des Autors ist.

Ob ich wirklich etwas über die Autorenleistung sagen kann und den Inhalt abschließend beurteilen kann, weiß ich gar nicht so recht. Denn aufgrund der ganz miserablen Verlagsleistung ist die deutsche Version dieses Buchs bestimmt nicht von gleicher Qualität wie das englische Original (welches ich nicht gelesen habe). Ich weiß also nicht, ob der Autor hier so wiedergegeben wurde, wie er es in seiner Originalfassung vorgesehen hatte. Ich weiß nicht, ob die Inhalte korrekt wiedergegeben wurden. Ich weiß nicht, ob das gesagt wurde, was der Autor sagen wollte und wie er es sagen wollte. Ich hab einfach keinen Schimmer, ob ich das "echte" Werk des Autors in einer Übersetzung gelesen habe, oder nur einen miesen Abklatsch davon. Es fehlt ein wenig das "Vertrauen" in das Buch. Das will ich aber keinesfalls der Recherche-Arbeit von Isaacson zuschreiben. Alles scheint wohl recherchiert, in Fakten fundiert, und realitätsgetreu dargestellt. Aber irgendwie bleibt das Gefühl zurück, nicht sicher zu wissen ob man wirklich Isaacsons Worte gelesen hat.

Übersetzung und Lektorat haben hier ganz katastrophal schlechte Arbeit abgeliefert. Und die Verlagsleitung gibt sowas dann auch noch frei für den Handel. Ein Armutszeugnis, wirklich. Sowas wird keinem Autor gerecht. Das ist eine Ohrfeige für die von Isaacson investierte Arbeit in dieses Buch.

Wenn "organic juices" tatsächlich mit "organische Säfte" übersetzt wird, muss man sich fragen, ob die Übersetzer überhaupt ihren Beruf fundiert erlernt haben. Was im US-Sprachraum "organic food" ist, ist im deutschen Sprachgebrauch nunmal die "Bio-Kost" oder "Öko-Ernährung". Keinesfalls ernähren wir uns hier von "organischen Säften", sondern eben von Bio-Säften. Und Halbleiter werden nicht aus Silikon, sondern aus Silizium hergestellt. Aber das wurde in vielen anderen Rezensionen ja bereits kritisiert.

Das sind nur zwei Beispiele ganz erheblicher Übersetzungsschwächen wie sie überall im Buch zu finden sind. Ach was, Schwächen, FEHLER sind das! Auch Satzbau und Grammatik erinnern an Übersetzungen von Zehntklässlern. Wort-für-Wort, den deutschen Sprachgebrauch ignorierend, wurde hier im Stile eines Babelfish übersetzt. Vereinzelt sogar Sätze die auch nach fünfmaligem Lesen einfach keinen Sinn ergeben wollen.

Man merkt dem Buch auch deutlich an, dass mehrere Übersetzer am Werke waren. Und diese haben offensichtlich nicht Hand in Hand und mit gegenseitiger Kontrolle gearbeitet, sondern jeder hat sich anscheinend einen Abschnitt alleine vorgeknöpft und diesen "verbrochen". Man merkt es dem Buch an. Stilwechsel in Wortwahl, Satzaufbau und Fehlerhäufigkeit lassen hier die "Handschriften" der einzelnen Übersetzer erkennen.

Und das Lektorat? Hat das überhaupt stattgefunden? Man kann es kaum fassen, dass so etwas durch's Lektorat kommt, ohne den Übersetzern um die Ohren gehauen zu werden, bis nur noch Fetzen übrig bleiben. Hier wurde geschlafen. Tief und fest.

Das ist dann insgesamt enttäuschend. Und es wird weder Walter Isaacson gerecht, noch dem Perfektionisten Steve Jobs.
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TOP 1000 REZENSENTam 27. Oktober 2011
Eine Erklärung gleich vorneweg: Ich halte nichts vom scheinbar ewigen Streit zwischen sogenannten Apple-Fans und Apple-Hassern. Ich selbst bin weder das eine noch das andere. Ich besitze einen iPod touch, ein iPad, einen normalen, selbstgebauten Desktop-PC und ein Sony Notebook. Ich arbeite beruflich sowohl an PCs als auch an Macs. Jedes Gerät hat seine Fähigkeiten und Vor- und Nachteile. Die kann man nützlich finden oder nicht. Trotz allem aber ging von Apple Produkten immer schon eine besondere Aura aus - über ihren eigentlichen Nutzen hinaus. Darüber mehr zu erfahren, hatte ich mir vom Lesen dieses Buches erhofft - und wurde nicht enttäuscht.

Englischsprachige Autoren haben die Tendenz, ihre Inhalte in Form einer Geschichte zu erzählen. Das ist hier nur im ersten Teil des Buches der Fall, was aber keinesweg negativ ist. Steve Jobs Kindheit und Jugend wird erzählt im Licht seiner, für die Zeit der 1960er und 70er typischen Suche nach spiritueller Führung und Erleuchtung, dem Folgen der Ahnung, dass es da mehr im Leben geben muss, als Materialismus und westliche Moral. Zusätzlich wird Jobs Schmerz, als Kind aufgegeben worden zu sein (er wurde von seiner Mutter zur Adoption freigegeben) als eine weitere emotionale Triebfeder, welche zu seinem Kontrollbedürfnis führt, vorgestellt. All dies geschieht sehr offen und neutral, oft kommen Jobs (wie überhaupt im ganzen Buch) oder beteiligte andere Personen selbst zu Wort und auch dunkle Kapitel wie etwa seine von ihm nicht akzeptierte Tochter werden nüchtern erzählt.

Im späteren Verlauf des Buches folgt die Gliederung anhand wichtiger Ereignisse - wie die Entstehung des Apple II, des Macintosh oder des iPhones. Hier wandelt sich die Biographie von einer zusammenhängend erzählten Geschichte hin zu einer chronologischen Dokumentation wichtiger Episoden. Und hier spielt das Buch auch eine seiner großen Stärken aus: es ist äußerst gründlich recherchiert und ganz offensichtlich nicht "verbogen" zu einer bestimmten, gewünschten Meinung. In jedem Kapitel kommen viele Personen selbst zu Wort, bei wichtigen Streits stellt der Autor oft die gegensätzlichen Blickpunkte der involvierten Personen nebeneinander - auf das man sich selbst eine Meinung bilden kann.

Dabei kommen sowohl Jobs strahlende, als auch seine dunkle Seite klar zum Vorschein. Zugute halten kann man dem Autor auch hier, dass er nicht psychologisiert. Denn im Verlauf des Buches wird schnell deutlich, dass Jobs Verhalten heute wohl als (Borderline-?)Persönlichkeitstörung diagnostiziert werden würde. Er war fähig zu extremen emotionalen Schwankungen, sowohl zu extremer Aufmerksamkeit, Schaffenskraft und Romantik wie auch zu absoluter Ignoranz, Desinteresse und größter Rücksichtslosigkeit. Im Verbund aber mit seiner Geschichte, seiner spirituellen Weltsicht, seiner Liebe für und Suche nach Kunst und schließlich auch der Personen um ihn herum, war er zu wahrhaft großer Genialität imstande.

Es ist die große Leistung des Autors, nicht nur nachvollziehbar zu zeigen, wie Steve Jobs arbeitete und dass er tatsächlich (ob man Apple nun liebt oder nicht) unsere Welt veränderte, sondern auch, unter welchen Opfern dies geschehen ist. Neben zahllosen gefeuerten, moralisch und geistig zerschmetterten und mißachteten Menschen, fiel am Ende auch Steve Jobs selbst seiner egozentrischen Weltsicht zum Opfer (in dem er sein Krebsleiden zunächst selbst durch bloße Diät, Kräuter, u.ä. zu heilen glaubte).

Mich hat das Buch zutiefst beeindruckt und gleichzeitig die Aura von Apple und seinem Gründer zufriedenstellend und inspirierend erklärt. Jobs großer Erfolg lässt sich auf seinen manischen Hang zur Kontrolle zurückführen: Deshalb ist das System Apple so geschlossen wie es ist. In seinem innersten, auch dies kommt deutlich heraus, war Steve Jobs ein Künstler, dessen größte Inspiration die natürliche menschliche Intuition und schlichte Einfachheit war. Seine Produkte sind Kunstwerke, die mittels moderner Technik ebendiese beiden Punkte in sich vereinigen. Deshalb hat das iPad nur einen wirklichen Knopf und deshalb kann es selbst ein 6- oder ein 80-jähriger sofort bedienen. Durch die Geschlossenheit seiner Apple-Produkte, durch das beinahe unveränderliche Gesamtpaket, konnte der Künstler sicherstellen, dass sein Kunstwerk genau so bei seinem Benutzer ankommt und funktioniert, wie er es geplant hatte.

Steve Jobs war einer der wenigen Menschen, der erkannt (und effektiv umgesetzt) hat, dass nicht wir Menschen uns immer wieder und immer mehr in komplizierte, moderne Technik einarbeiten und ihre Beherrschung studieren müssen, sondern dass moderne Technik schlicht unserer Intuition dienen und dabei einfach und schön sein kann. Wenn das Buch durch seine Anekdotenhaftigkeit und Detailfülle mitunter auch etwas schwer zu lesen sein kann, so hat mich diese Erkenntnis daraus doch außerordentlich berührt.

Ein würdiges, ungeschöntes, objektives und inspirierendes Gesamtbild eines großen, aber nicht unfehlbaren Künstlers.
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am 1. November 2011
Hallo liebe Lesefreunde,

auf die Biographie von Steve Jobs hatte ich mich bereits viele Wochen gefreut. Der tragische und frühe Tod von Steve Jobs hat natürlich diesem Buch zu einer makaberen Publicity verholfen, welche zwei Folgen hatte. Das Buch verkauft sich im englischen Original wie warme Semmeln und man entschied sich die Veröffentlichung vorzuziehen als bewusst eben jene Publicity zu nutzen. Da die englische Originalfassung bereits fertig gewesen ist, kann ich das nachvollziehen, im Falle der deutschen Übersetzung nicht. Das vorziehen der Veröffentlichung hat deutlichen Einfluss auf die Qualität des Buches, bzw. der Übersetzung. An vielen Stellen wirkt diese Übersetzung nicht stimmig, sowohl was Grammatik als auch den Sinn der Worte betrifft. Das markanteste Beispiel, ist die bereits erwähnte falsche Übersetzung des Wortes Silicon, welches dauernd mit Silikon übersetzt wurde. Richtig ist natürlich Silizium. Für jemanden wie mich, der in der Branche arbeitet, sind solche Fehler grauenhaft und stören beim Lesen. Dem Buch hätte es nicht geschadet, hätte man bei der Auswahl der Übersetzer auf Leute zurückgegriffen, die auch die Sprache der Branche sprechen. Ähnliche Fehler gibt es noch mehr, was dazu führt, dass ich einige Sätze mehrmals lesen musste, weil sich mir der Sinn nicht erschlossen hat. Schade.

Zum Inhalt muss ich sagen, Respekt! Man bekommt das sehr ambivalente Leben von Jobs gut geschildert. Bekommt einen Einblick in bisher unbekannte Details und lernt den Charakter von Jobs gut kennen. Ich hatte bereits einige unauthorisierte Jobsbiographien gelesen, welche man in zwei Klassen einteilen konnte: Verriss und Lobpreisung. Beides halte ich für schlecht, da eine Biographie ein objektives Bild vermitteln sollte. Allerdings ist Isaacson dafür ja bekannt, sich ausführlich mit der Person zu beschäftigen. Die Jobs Biographie ist auch aus dem Betrachtungswinkel interessant, dass er selbst, also Jobs, während der Arbeit an dem Buch wusste, dass er wohl nicht mehr viel Zeit auf Erden hat. In wenigen Biographien hat man die Gelegenheit in die Gedankenwelt eines sterbenskranken Menschen einzutauchen, der die Industrie und die Informationswelt so geprägt hat wie Steve Jobs.

Fazit: Die Biographie ist sehr zu empfehlen. Man lernt nicht nur Steve Jobs besser kennen, sondern auch viele interessante Hintergrundgeschichten rundum die Branche und das Silicon Vally. Man entdeckt, dass Jobs ein Mensch gewesen ist mit Ecken und Kanten, die seinem Falle Genie und Wahnsinn, sehr nahe aneinander führten. Einen Stern Abzug gibt es für die hudelige Übersetzung. Da ich auch die Gelegenheit hatte das englische Original zu lesen, sei gesagt, dass diese von Menschen mit guten Englischkentnissen durchaus gelesen werden kann. Vieles liest sich im englischen Original schlüssiger. Zudem werden in der deutschen Übersetzung einige Sätze sehr kompliziert aufgebaut, welche im englischen Original wesentlich simpler und kürzer sind.
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am 31. Oktober 2011
Das dieses Buch gut ist, wurde oft genug gesagt. Das es keine Fanschreibe ist, auch.
Deshalb möchte ich mal was zur Kindle-Umsetzung sagen, denn die ist Murks.
Dieses Buch kommt aus einem renomierten Verlag, dennoch scheint niemand die Formatierung geprüft zu haben. Schon die Leseprobe zeigt, wo es langgeht. Überschriften stehen 'irgendwo', Kommata haben davor und danach ein Leerzeichen und ähnliches.
Um es kurz zu machen: Wenn ich so viel Geld für eine Datei ausgebe, möchte ich, dass sie perfekt formatiert ist. das ist hier nicht geschehen. Ich werde das Buch lesen, aber als gedruckte Ausgabe.
Solange solche Fehler bei Hochpreis-eBooks passieren (auch andere Verlage sind da nicht ausgenommen), greife ich lieber zur Papierversion oder zu günstigeren eBooks.
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am 29. Juni 2012
Habe das Buch im Mai 2012 gekauft und zwar die 1. korrigierte Auflage. Somit waren einige Fehler getilgt (jetzt Silizium statt Silikon). Dazu stand jedoch kein Wort in der Produktinformation von Amazon was ich schade fand.

Das Leben von Steve Jobs wird ausführlich beschrieben aber ich habe den Eindruck das die Jugendzeit sehr ausführlich und die anschließende Zeit etwas gerafft wurde - hier hätten dem Buch noch ca. 150 Seiten mehr gut getan.

Die Biografie ist sehr interessant aber der Leser sollte sich zumindest für Computer und technische Entwicklungen interessieren um in den vollen Genuß zu kommen.

Ich bin kein Apple Fan und auch durch das Buch nicht geworden aber der Charakter von Steve Jobs ist schon ziemlich extrem, was in diesem Buch sehr gut herausgearbeitet wurde. Die Bewertung wird dem Leser überlassen.
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am 19. Dezember 2011
Das Buch ist dermaßen schlecht übersetzt, dass ich mich in die Reihe derer einreihe, die das hier auch schon gesagt haben. Es ärgert mich als jemand, der selbst Übersetzungswissenschaften studiert hat, wie unprofessionell hier gearbeitet wurde - natürlich auch offensichtlich mit heißer Nadel gestrickt und gleich im Team einer ganzen Schar von wahrscheinlich derbe unterbezahlten Übersetzern. Es ist kein Satz in idiomatisch sauberem Deutsch, überall liest man das englische Original im Geiste mit. Und wo ist da das Lektorat, das die übelsten Fehler doch auch ausmerzen sollte? Silicon mit Silikon zu übersetzen, ist schon an sich ein Zeichen für absolut schwache Kenntnisse, in einem Buch über einen Steve Jobs wird es aber zum Skandal.
Aber das Buch selbst ist mir auch zu langatmig, ich glaube, mir hätte die Hälfte des Umfangs durchaus gereicht, auf das Wesentliche eingedampft, und dann aber in einem sauberen und guten Stil geschrieben. Es strotzt nur so vor Wiederholungen und ist journalistisch auch lahm.
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TOP 500 REZENSENTam 3. August 2015
Ich bin normalerweise keine Leseratte aber dieses Buch habe ich verschlungen. Mann muss dazu sagen das man diesen Mann mögen sollte und auch ein gewisses Interesse an der entstehung von Apple und der Geschichte haben sollte um zu verstehen wer hier mit tätig war. Steve Jobs war für mich so etwas wie ein Idol weil dieser Mann seinen Traum gelebt hat und auch umgesetzt hat. Er hat an sich selbst geglaubt und seine Pläne verwirklicht über die andere nur gelacht haben und so ein Unternehmen nicht nur vor dem Bankrott gerettet sondern DAS wertvollste Unternehmen aufgebaut das es auf dieser Welt gibt. Ich möchte nicht zuviel verraten aber es lohnt sich für alle die Neugierig sind und auch für alle die wissen möchten was, und vor allem wie dieser Mann so etwas auf die Beine gestellt hat.
5 Sterne für das Buch und die Biografie. Es lohnt sich sie zu lesen.
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am 23. Januar 2012
Auf der einen Seite gehört dieses Buch zu den meistverkauften Büchern 2011. Auf der anderen Seite gehört es auch zu den am schlechtesten übersetzten Büchern 2011.
An manchen Stellen kommt man nicht um den Verdacht herum, dass hier mit einer elektronischen Übersetzung nachgeholfen wurde. Zum Teil ist das Deutsch sehr schlecht. Stellenweise merkt man: So würde kein Deutscher sprechen oder schreiben. Es wurde einfach wortwörtlich übersetzt ohne die Eigenheiten oder Sprachgewohnheiten der Deutschen zu berücksichtigen. Da macht das Lesen schon nach 50 Seiten keinen Spaß mehr!
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am 25. Februar 2012
Vielleicht etwas unüblich, aber hier schon das Gesamtfazit für die Steve Jobs Biographie: Einfach nur Toll, toll.

Wie soll es auch anders sein, dieses Buch (habe die Kindle-Version gelesen) spielt primär den Lebensverlauf des Gründers von Apple, den Pionier der IT, Steve Jobs. Auch wenn die berufliche Karriere Jobs im Mittelpunkt steht, kann der Autor auch mit immer wiederkehrenden Einschüben aus dem Privatleben überzeugen. Durch den chronologischen Aufbau beginnt alles mit der Geburt und seiner Adoption, die Schullaufbahn und Jugend. Besonders hat mir hier schon gefallen, dass man schon früh Rückschlüsse auf seine Ideale, wie Design und Perfektion, gewinnt. Weiter geht es langsam mit der Gründung des Unternehmens, bekannt als Apple, und der Vermarktung der ersten Geräte. Es folgen weitere Etappen und Produkte, wie Apple Lisa oder der Macintosh. Seine Erfolge bei NeXt und Pixar. Danach die Rückkehr zu Apple und den weiteren Aufbau der Firma, mit den heute bekannten Geräten, wie iPod, iPhone und iPad. Wodurch Apple die Spitze als wertvollstes Unternehmen auf der Welt besetzt. Man merkt besonders am Ende des Buches bzw. seines Lebens, wie wichtig auch seine Familie wird, obwohl man ihn immer nur als CEO von Apple sieht. Dies unterstreicht der Autor auch durch die sehr privaten Fotos seines Vaters, seiner Frau mit Kindern, welche er auf den letzten Seiten der Biographie mit anhängt.

Zusammenfassend bin ich sehr beeindruckt über die Schilderungen aus Jobs Leben. Der Autor schafft eine objektive Basis, welche er mit vielen Kommentaren und Interviews von Kollegen, Freunden, Familienmitgliedern belegt. Dennoch ' was ich sehr gut finde ' kommt auch seine eigene Meinung an einigen Stellen nicht zu kurz.

emexy von MexxBooks
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am 27. Oktober 2011
Der amerikanische Journalist Walter Isaacson managt heute das Aspen Institut - eine gemeinnützige Einrichtung zur Untersuchung gesellschaftlicher Trends! Er hat diese umfangreiche Jobs-Biografie verfasst. Sie ist sehr spannend zu lesen und sie ist keinesfalls eine Heiligsprechung, sondern ein Werk das nach hunderten Gesprächsstunden mit Jobs u. a. entstanden ist. Das Bild, das er von Steve Jobs zeichnet, ist das einer komplizierten, manchmal zerrissenen und nicht immer angenehmen Persönlichkeit. Isaacson zeichnet dessen Leben erstaunlich nüchtern. Und er schildert Jobs Bestrebungen nach einer Synthese aus Geistes- und Naturwissenschaften durch Meditation und Intuition. Im 'Stern' (27.10.11) formuliert er es so: "In unseren Unterhaltungen sprach er viel davon, dass das Leben ein Streben nach Erleuchtung sei."

Er vermutet, die Antwort auf das Rätsel Steve Jobs in dessen Kindheit gefunden zu haben. Als Sechs- oder Siebenjähriger habe er einem Mädchen aus der Nachbarschaft erzählt, dass er adoptiert worden sei, erinnerte sich Jobs. 'Also wollten deine richtigen Eltern dich nicht?', fragte sie eindringlich. Weinend rannte er ins Haus und seine Adoptiveltern versicherten ihm, sie hätten speziell ihn ausgewählt. Auch wenn er es teilweise nicht zugeben wollte (oder konnte), er war allein, er war verlassen worden, er war anders ' und fühlte sich irgendwie auserwählt. Später unterzog er sich einer Primärtherapie - bei seiner 'zwanghaften Suche nach Selbsterkenntnis'. Und er verriet seinen Freunden, dass ihn der Schmerz, ein Adoptivkind zu sein und nicht zu wissen, wer seine leiblichen Eltern waren so sehr quälte. Dass man bei dieser Gemütslage (schweres Trauma) auf kreative Weise auch ein wenig 'verrückt' wird, ist wohl kaum zu vermeiden.
Einen der ganz wenigen Fehler, die Jobs bereut, ist der Umgang mit seiner nichtehelichen Tochter: Lisa Nicole Brennan. Mit der Mutter Chris-Ann Brennan einigt er sich auf den Namen - und sei dann zurück zur Arbeit. "Er wollte nichts mit ihr oder mir zu tun haben", sagt sie - sie stand seinen großen Plänen im Weg. Jobs ließ einen der damals neuen DNS-Tests machen, der die Chance seiner Vaterschaft auf 94,41 Prozent berechnete. Was ihn nicht davon abhielt, zu behaupten, es gebe "eine große Wahrscheinlichkeit", dass er es nicht sei. Erst als sie Teenager war nahm er sie in seine neue Familie auf.

"Verlassen. Ausgewählt. Besonders.' - in diesem Dreiklang fand Isaacson das Leitmotiv von Jobs' Leben, das ihn daran glauben ließ, die Welt verändern zu können. Dabei ging es ihm einerseits um künstlerische Reinheit bei 'seiner' Technik, aber auch um Kontrolle der Prozesse und seiner Mitarbeiter - und sicher auch seiner Kunden. Mit den Applegeräten schuf er eine Art von Gesamtkunstwerk: ein ganzheitliches Zusammenspiel aus Hardware, Software und Inhalten, aus denen sich ein besonderes Kundenerlebnis ergibt.

Besonders erstaunlich ist, dass Jobs seinem Biografen freie Hand gelassen hat und ihm sagte: "Ich weiß, dass in dem Buch viele Sachen stehen werden, die mir nicht gefallen. Ich werde es nicht lesen, vielleicht in einem Jahr, wenn ich da noch da sein sollte."

Als er über seinen Tod nachdachte sprach er zu seinem Biografen 'über seine Erfahrungen in Indien fast vier Jahrzehnte zuvor, über seine Beschäftigung mit dem Buddhismus und seine Ansichten über Wiedergeburt und spirituelle Transzendenz. "Mit meinem Glauben an Gott steht es fifty-fifty", sagte er. "Die meiste Zeit meines Lebens war ich der Meinung, dass unsere Existenz aus mehr bestehen müsse als aus dem, was man mit den Augen sehen kann."
Er räumte ein, dass er im Angesicht des Todes die Wahrscheinlichkeit überschätzen würde - aus dem Bedürfnis heraus, an ein Leben nach dem Tod glauben zu wollen. "Ich mag den Gedanken, dass etwas von dir überlebt, wenn du stirbst", meinte er." Es erschien ihm seltsam, daran zu denken, dass man all diese Erfahrung angehäuft hat und vielleicht sogar ein wenig Weisheit, und dass all dies einfach so vergeht. Ich möchte wirklich daran glauben, dass etwas überlebt, das möglicherweise dein Bewusstsein überdauert."
Für eine lange Zeit verfiel er in Schweigen. "Aber vielleicht ist es andererseits wie ein Ein- und Ausschaltknopf", sagte er. "Klick! Und du bist weg."
Erneut machte er eine Pause und lächelte ein wenig: "Vielleicht habe ich es deshalb nie gemocht, Ein- und Ausschaltknopf in Apple-Geräte einzubauen."'
(So endet diese Biografie)

PS: Ich lese dieses umfangreiche Werk auf dem iPad - in der Schrifteinstellung die insgesamt 980 Seiten ergibt - und hatte einige Tage zuvor mit der amerikanischen Ausgabe begonnen. Und da benutze ich den Ein- und Ausschaltknopf gar nicht mehr, da macht man einfach den Schutzdeckel auf oder zu!
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