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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
13
4,4 von 5 Sternen
Der sterbende Detektiv: Roman (Lars M. Johansson, Band 6)
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 21. Juni 2011
...hat mich die jüngste erzählung über Lars Martin Johansson, kriminaldirektor aD, der seinen letzten fall bearbeitet. Ein krimi, wie ihn nur Leif GW Persson schreiben kann. Eine story mit einer lebensgeschichte, gereift wie ein guter alter bordeaux. Ein polizeiroman, der in dieser perfektion nur aus der feder von GW Persson stammen kann. Verfasst von einem insider, der die schwedische polizei aus eigener anschauung erlebt hat, und als renommierter kriminologe, mediensachverständiger und fachmann für das schwedische aktenzeichen xy ungelöst, weiß worüber er schreibt.

Lisa Mattei, Anne Holt, Evert Bäckström, Bo Jarnebring, um nur die geläufigsten zu nennen, alles alte bekannte aus einer polizeikarriere welche sich in jahrzehnten entwickelt hat. Entwickelt mit allen facetten die den alltag und sämtliche gegebenheiten des polizeiarbeit schildern, berücksichtigend auch die privaten verhältnisse und die reflexionen mit dem dienstherrn und der politik. Die tatsache, daß die meisten mordfälle, sich im unmittelbaren umfeld des opfers ereignen, bildet den kern unserer handlung. Dieses faktum berücksichtigend, zeichnet Persson ein realistisches und plausibles gemälde, das wenige mordopfer (im gegensatz zu Wallander) behandelt und für mich umso glaubwürdiger wahrgenommen werden kann. Leser die einen stärker ausgeprägten spannungsbogen, mit etlichen mordopfern und blutrünstiger schilderung von brutalitäten mögen, sind bei Persson am falschen platz. Bei ihm dominiert die polizeiarbeit, die im wahrsten sinne des wortes in arbeit ausarten kann, die zahlreiche verleitfährten beinhaltet, und durch akribisches zusammenfügen winziger puzzleteile, kombiniert mit genialen gedankengängen, letztlich zur entlarvung des täters führt. Die einzelheiten unserer geschichte werden nicht verraten, soviel sei aber gesagt, der 'sterbende Detektiv' erleidet seinen tod. Weshalb ausgerechnet der größte und sympathischste held der gesamten 'Perssonlaufbahn' sein tragisches ende findet, bleibt geheimnis unseres schriftstellers. Viel lieber hätte ich es gesehen wenn das 'ekelpaket' Bäckström das zeitliche gesegnet hätte, aber Persson bleibt sich treu, realität geht vor wunschdenken?

Fazit: Leif GW Person hat wieder einmal seine anhänger gefesselt und bereichert, zum verständnis der gesamten geschichte ist es jedoch förderlich die früheren romane als erste zu lesen. Anmerkung für den verlag: Grisfesten ist immer noch nicht übersetzt, ich glaube alle fans warten auf dieses buch!
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am 13. Januar 2015
Leif GW Persson läßt in diesem über 500 Seiten starken Buch den inzwischen pensionierten Polizisten Lars Johansson - bekannt aus den Vorgänger-Romanen - seinen letzten Fall lösen, In den letzten 7 Wochen nach einem erlittenen Schlaganfall verbeisst sich die Hauptfigur in einen alten Fall - einen inzwischen bereits verjährten Mord an einem 9-jährigen Mädchen iranischer Herkunft.
Wer die übrigen Kriminalromane Perssons mit einer Erzählweise, die auf häufigen Perspektivwechseln basiert, ihrer bissigen Ironie und ihrer unterschwelligen Kritik an der häufig korrumpierten und inkompetenten schwedischen Polizei und Justiz gelesen hat und ähnliches erwartet wird hier leider nur selten fündig. Stattdessen werden immer und immer wieder die Symptome des Schlaganfallpatienten sowie seine unverbesserlichen, todesverachtenden Ess- und Trinkgewohnheiten beschrieben. Die Auflösung des alten Mordfalls wirkt stellenweise ziemlich konstruiert und unglaubwürdig, genauso wie das phänomenale Gedächtnis aller Beteiligten bezüglich des 25 Jahre alten Verbrechens. Ganz zu schweigen von der Art und Weise, wie alte Ermittlungsakten herausgegeben, wie inoffizielle Ermittlungen ausgeführt und Beweismittel beschafft werden.
Auch die abschließende Abrechnung mit dem enttarnten Mörder ist - entgegen der geweckten Erwartung eines Duells à la Dürrenmatt - eher ernüchternd und unappetitlich. Aber Persson kommt es offenbar darauf an, dass am Ende des Buchs "biblische Rache" geübt, und damit dem "gesunden Volksempfinden" Genüge getan wird.

Jedem, der die vorher erschienenen Persson-Krimis noch nicht kennt, lege ich ans Herz diese zu lesen, da ist deulich mehr von Perssons meisterhaftem Können zu entdecken.

Es wird wohl demnächst auch noch ein weiterer Roman mit dem bereits bekannten Kommissar Evert Bäckström erscheinen, der hoffentlich meine hohen Erwartungen besser erfüllen wird!
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am 10. Januar 2012
ist mein Urteil. Als langjähriger Fan habe ich fast alle Werke gelesen und dieses war mir zu, naja, sagen wir "persönlich". Ich habe ja nichts gegen persönliche Verwicklungen der Kommissare in die Fälle, aber dass man sich jetzt seitenlang mit dem dahinsiechenden Lars rumschlagen muss nervt dann doch. Jaja, es ist Dürrenmatt und so, aber es hat doch gleich an den letzten Mankell erinnert. Klar, nicht auf diese Weise, denn immerhin wird ja ein (recht spannender) Fall gelöst, während Wallander ja nur noch seine Stationen des Lebens abhakt bevor er in der geistigen Umnachtung verschwindet. Aber dauernd zu lesen, wie lange Lars jetzt den "roten Gummiball" bei der Physiotherapie drücken kann oder welche anderen Fortschritte er macht, ist auf die Dauer nicht nur langweilig, sondern stimmt auch ein wenig traurig. Ausserdem spielt mein Lieblingskommissar Bäckström keine Rolle bzw. wird nur als Ermittler dem cold case erwähnt. Deswegen ein Punkt Abzug. Und ein weiterer weil der Auto Lars sterben lässt.

Fazit: Guter Fall, spannend geschrieben, ein echter "page-turner". Aber ein für mich zu deprimierendes "setting".
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