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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
67
4,0 von 5 Sternen
Mit Blick aufs Meer: Roman
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:10,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


VINE-PRODUKTTESTERam 5. November 2014
Habe das Buch sehr gern gelesen. Es tauchen viele Episoden auf - wie eine Fernsehserie über eine Kleinstadt, aber nicht sacht oder "Soap"-mäßig. Es werden oft Gefühle und Gedanke beschrieben, die sehr authentisch scheinen, nachvollziehbar sind und selber nachdenklich machen.
Wie ein roter Faden zieht sich Olive durch den Roman, die Mathelehrerin des Orts. Sie kennt natürlich auch durch ihre Arbeit viele Menschen.
Der Roman zeigt, das jeder so "sein Bündel zu tragen hat", der eine schwerer daran, der andere leichter, auf alle Fälle besser mit Hilfe anderer, damit tun sich einige Protagonisten sehr schwer. Auch das wird hinterfragt und dargestellt.
Von sehr genau beobachteten Gefühlen und Beziehungen handelt dieser "Blick aufs Meer" - der sich ebenfalls wie ein roter Faden durch das Buch zieht. Der Blick in die Seele der Menschen schimmert immer wieder durch bei allen äußeren Schilderungen.
Einfach gelungen, aber nicht immer einfache Lesekost.
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am 17. April 2016
Das Buch beschreibt in in sich abgeschlossenen Geschichten das Leben in einer Kleinstadt in Maine. Teilweise werden die Personen nur kurz in einem Kapitel erwähnt, teilweise setzte sich die Geschichte zu einem späteren Zeitpunkt fort. Dies ist alles sehr kunstvoll gestaltet und konstruiert, so dass man die verschiedenen Themen oder Details aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt bekommt. Ein leicht bitterer Ton zieht sich durch alle Kapitel.
Manchmal kommt einem alles so bekannt vor, die persönlichen Dramen, die Unfähigkeit, die kleinen Wunder, die dann doch geschehen. Schön, aber nicht unbedingt ganz leicht Kost.
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am 24. Juni 2014
unterhaltsam mit etwas bösem Humor und auch spannenden, ineinander greifenden kleinen Geschichten der Bewohner des kleinen Städtchens. Ist gut lesbar geschrieben.
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TOP 500 REZENSENTam 13. August 2013
"Mit Blick aufs Meer" ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die durch die im Original namensgebende Hauptperson mehr oder weniger lose zusammengehalten werden. Ähnlich wie in "Quasikristalle" von Eva Menasse (die sich hier vielleicht sogar die Inspiration für diesen Erzählansatz geholt hat) trifft der Begriff "Hauptperson" nur insofern zu, als sie als einziger Charakter in allen Geschichten auftritt, dort aber manchmal nur in winzigsten Auftritten oder Erwähnungen. Obwohl alle Geschichten auf eigenen, sehr soliden Füßen stehen (was zu gelegentlichen Wiederholungen führt), hat man dennoch das Gefühl, einen zusammenhängenden, sich über geschätzte drei Jahrzehnte erstreckenden Roman zu lesen und am Ende sowohl mit Olive Kitteridge als auch der Stadt Crosby/Maine, in der sie lebt, sehr vertraut zu sein.

Das heißt aber noch lange nicht, dass einem Olive Kitteridge rundum sympathisch wäre (auch eine Parallele zu den "Quasikristallen"). Als Mathematiklehrerin hat sie bei Generationen von Schülern einigen Schrecken verbreitet, und als Ehefrau, Mutter, Freundin und Nachbarin neigt sie in ihrer zwar meist von gesunden Menschenverstand geprägten, aber wenig herzlichen Art dazu, ihre Mitmenschen häufiger und heftiger und, wie im Falle ihres Sohnes, nachhaltiger zu verprellen als sie das wahrscheinlich möchte. Da hilft leider auch das Herz nicht, das sie eigentlich auf dem sprichwörtlichen rechten Fleck trägt, und dass sie selbst unter ihrer Art am meisten leidet, wird ihr offensichtlich nicht bewusst.

Das kleinstädtische Panoptikum ist von zahlreichen lebendigen, in ihrer Vielzahl vielleicht etwas verwirrenden Charakteren besetzt, meist an dramatischen Wendepunkten ihres Schicksals, bei denen Olive manchmal, aber durchaus nicht immer ihre Finger im Spiel hat. Es sind Geschichten vom Kommen und Gehen der Liebe, von Krankheit und Tod, vor allem aber von den Kräften, die Familien zusammenhalten und auseinanderbrechen lassen. Und eben von Olive Kitteridge und ihrem Bemühen, im allgemeinen menschlichen Durcheinander Haltung und Originalität zu bewahren, mit wechselndem Erfolg. So ist "Mit Blick aufs Meer" ein spannendes, von großen Verständnis für alles Menschliche geprägtes und vor allem in großartiger Prosa geschriebenes Meisterwerk. Elizabeth Strouts in Bälde auf deutsch erscheinendes "Das Leben, natürlich" kann da nicht mithalten.

Zum Abschluss noch ein Wort zum Titel: Wer entschieden hat, statt des perfekt angemessenen Originals "Olive Kitteridge" den Titel "Mit Blick aufs Meer" zu wählen und damit den Anschein zu erwecken, es handele sich hier um heitere Geschichten aus der Sommerfrische, der sollte sich innerhalb des Verlages besser eine andere Funktion suchen, in der er mit seiner Kreativität keinen solchen Unfug anrichten kann. Da wäre sogar der Titel "Das Leben, natürlich", wie die "Burgess Boys" ebenso unglücklich umbenannt wurden, eindeutig sinnhafter gewesen. Und dabei hatte ich immer gedacht, dass solche Missgriffe der Filmindustrie vorbehalten wären. 
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VINE-PRODUKTTESTERam 26. Juli 2010
Schon oft habe ich empfunden, dass das 5-Sterne-System bei Amazon zur wirklich differentierten Bewertung von Büchern nicht ausreicht. Einigen guten Büchern, die aber nicht wirklich herausragend sind, gibt man trotzdem "die volle Punktzahl", weil man schon 4 Sterne als Abwertung betrachtet, und manch ein Buch möchte man am liebsten mit 10 Sternen bedenken, so gut hat es einem gefallen. Ein solches Buch ist ganz sicher auch dieser Roman von Elizabeth Strout, im deutschen mit dem böden Titel "Mit Blick aufs Meer" vermarket - der Original-Titel "Olive Kitteridge - A Novel in Stories" trifft den Kern doch viel genauer.

Auf über 250 Seiten breitet die Autorin nicht mehr und nicht weniger als Panorama der menschlichen Natur aus - reduziert auf einen Ort in Maine, aber natürlich auf uns alle anwendbar. Entlang diverser Personen, aber immer mit einem Bezug zu Olive Kitteridge, die eine Hauptperson des Buches, aber bei Weitem nicht immer die handelne Person ist, begegnen wir menschenlichen Schwächen und menschlicher Größe, Begierde, Betrug, Liebe, Vertrauen - das hört sich mächtig an, ist es aber ganz und gar nicht. Die Geschichten kommen leicht und unauffällig daher, und fesselt einen, bevor man wirklich weiß, warum. Und dann ist es auch schon um einen geschehen - die Personen, allen voran natürlich Olive und ihr Mann Henry - wachsen einem ans Herz, man versinkt im Kosmos von Crosby, und möchte nach dem Ende des Buches am liebsten gleich wieder von vorne anfangen.

Ganz in amerikanischer Tradition bietet uns Strout auch noch eine Art Happy-End an - aber verschroben, ganz wie Olive.

Ein leiser, aber ebenso grandioser Roman - den man (frau!) wirklich nicht verpassen darf!
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am 29. Mai 2014
Crosby ist eine typisch neuenglische Kleinstadt in Maine, geprägt von seiner Lage an der Küste und natürlich den Menschen, die dort leben.
In lose miteinander verknüpften Kapiteln erzählt Elizabeth Strout vom Leben dieser Menschen. Über einige Jahrzehnte begleitet man Crosby und seine Bewohner. Der rote Faden, der durch alle Geschichten führt, mal im Vordergrund, mal im Hintergrund, ist Olive Kitteridge, eine pensionierte Lehrerin. In ihr Leben, das ihrer Familie, Freunde und Nachbarn erhält man kurze Einblicke, oft vergehen Jahre bis ein Handlungsfaden wieder aufgenommen wird, oder die Handlung springt zu einem anderen Bewohner, der durch ein bestimmtes Ereignis ebenso aber dennoch ganz anders beeinflusst wurde.

Durch diesen Erzählstil entsteht eine ungeheuer reale Welt. Mehr als einmal ertappt man sich bei dem Gedanken: "Das ist wie im richtigen Leben." Man hört dieses und jenes, verliert das Interesse, zeigt Mitgefühl und führt doch unbeirrt sein eigenes Leben weiter.
Elizabeth Strout skizziert den fliegenden Wechsel der Jahreszeiten, die den Rahmen für Geburt und Tod, Krankheit, Hochzeiten, Scheidungen, Wahnsinn, Hoffnung und der Kraft des Lebens bieten. Jedes einzelne Kapitel, selbst das dunkelste, ist ein Plädoyer dafür, doch öfter bewusst zuzuhören, bewusst hinzusehen und bewusst innezuhalten.

Für "Mit Blick aufs Meer" wurde Elizabeth Strout mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet.
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am 28. September 2015
Olive Kitteridge, die titelgebende Protagonistin dieser Geschichtensammlung, ist eine miesepetrige Nervensäge erster Güte, die ihren Mitmenschen das Leben nicht unbedingt leichter macht, mich aber immer wieder zum schmunzeln gebracht hat mit ihrer selbstgerechten und forschen Art. Ein Schmunzeln allerdings, das einem im Gesicht gefriert, wenn die Konsequenzen ihres Temperaments zu Tage treten. Und doch rührt sie mich.
Auch wenn Olive den Titel angibt und sie ausführlicher als andere „zu Wort kommt“, so nimmt die Hauptrolle in diesem Werk nicht eine einzelne Person ein. Einer ganze Schar von Kleinstadtbewohnern widmet Elizabeth Strout ihre Erzählungen, die von plötzlich verworfenen Selbstmordplänen, schicksalshaften Begegnungen sich Liebender und der haarfeinen Grenze zwischen Glück und Unglück handeln. Charakteren mit Freuden und Sorgen, Hoffnungen und Enttäuschungen, voller Widersprüche und herzzerreißend liebenswert.
Die Vielfalt von Perspektiven, aus denen die Personen und Ereignisse betrachtet werden, fügt das Geschehen über die Spanne einer halben Lebenszeit zu einer Einheit zusammen und entlässt den Leser mit dem Gefühl, sich manchmal geärgert, manchmal amüsiert und nie gelangweilt zu haben.
Einzig das Kapitel über die Burgess Boys am Ende wirkt fehl am Platz. Aber die Burgess Boys haben dann ja auch noch zum Glück ihr eigenes Buch bekommen...
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am 4. Februar 2014
Eigentlich geht es in dem Buch um das Ehepaar Henry und Olive, um das Unvermögen beider miteinander umzugehen, leidtragender ihr Sohn, der sich aber durch späte Psychotherapie rehabilitiert. Darum herum werden immer wieder andere Familiengeschichten eingefädelt die alle mal mehr mal weniger mit Olive oder Henry zu tun haben, letztendlich allesamt schwierige bis traurige Schicksale - fesselnd geschrieben, nur manchmal etwas zu amerikanisch
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am 25. Juli 2017
Nach mehreren Jahren nahm ich das Buch zum zweiten Mal in die Hand. Ich hatte nämlich andere Bücher von der Autorin gelesen und war sehr ambivalent - vom Entzücken bis Depression, alles war da. Nur Gleichgültigkeit war nie dabei.
Weil E. Strout für das Buch (der Titel in der Übersetzung ist für mich nicht ganz passend) den Pulitzerpreis gewann, wollte ich dem Buch eine zweite Chance geben. Beim erstem war das Lesen schwer, so konnte ich die Rezensenten, die das Buch mit 1 oder 2 P bewertet haben, verstehen.
Nach Jahren erwartete ich nicht mehr so viel, bekam aber eine Geschichte, die mich sehr berührte. Wenn man in Olive Kitteridge, einer pensionierter Mathematiklehrerin, die Zentralfigur des Romans sah, wurden auch alle andere Personen lebendiger.
Olive, die zu allem eine Meinung hat, als Gattin und Mutter (auch als Lehrerin) jedoch versagt, ist eine tieftraurige und desillusionierte Frau. Die kleine Stadt Crosby (Maine) an der Atlantikküste ist wie Olive, es passiert wenig, aber Erinnerungen bleiben lebenslang. Und Zwiespaltigkeiten, Bosheiten, alles ist wie im Stein gemeißelt. Nur in Andeutungen kommt es ans Licht, niemals ganz, immer nur mit Halbwahrheiten. Die sind aber schrecklicher als die Wahrheit, weil man sicht nicht schützen kann. Jede Familie hat so ihre dunklen Seiten, über die man nur munkelt.
Die Leute treffen sich ind der Kirche, bei den Begräbnissen...und schweigen.
Die Stadt ist für mich die Hauptperson, man entkommt ihr zwar, bezahlt jedoch dafür (Scheidung, Selbsmord, Krankheit)...
Das Roman ist in Geschichten geschrieben, und das ist das Gute und das Schlechte daran. Bei sovielen Personen muss man sehr präzise lesen, E.Strout gab auch gleichen Namen, um es noch schwieriger zu machen. Aber die Geschichten gehen fliessend einander, der Hintergrund wird beim aufmerksamen Lesen klar.
Warum kann in einer Stadt nicht etwas fröhliches passieren? Weil Crosby (und andere änliche Städte) typisch puritanisch sind (nur eine der vielen Möglichkeiten)? Freude, Lachen, nur für den Augenblick leben, sowas ist/war nicht erlaubt. Und wenn, dann im Verborgenen, wo die Geschichten über Crosby entstehen.
Mein Fazit: ein schweres Buch, ich sah keine Warmherzigkleit, lernte aber viel über das Leben, in dem fast nichts erlaubt ist.
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am 27. September 2012
Ich bin von diesem Buch VOLLKOMMEN begeistert. Es ist ganz nah am Leben Einzelner (vermeintlich ganz "normaler" Leute in einer ganz "normalen" amerikanischen Kleinstadt) und erfasst zugleich "das Leben" bzw. das, was es ausmacht. Was es ausmacht, ist eben doch zu einem guten Teil das Innenleben der Einzelnen (also was sich hinter den äußeren Fassaden abspielt). Und es sind die Beziehungen zwischen diesen Einzelnen und ihren Innenwelten, also das gemeinsame "Außenleben", das Zusammenleben... (manchmal schön, aber oft auch ganz schön kompliziert...)

In gewisser Weise ist der Blick Strouts gnadenlos, weil sie eben hinter die Fassaden schaut (und uns mitschauen lässt). Sie zeigt vieles, was keiner nach außen zeigen will: die Abgründe, die Ängste, das Scheitern, aber auch die Weichheit und die Zärtlichkeit, die zurückgehalten werden. Auf der anderen Seite aber ist dieser schonungslose Blick getragen von echter Menschen-Liebe, also einer tiefen Liebe zu den (meisten...) Menschen, gerade weil sie sind wie sie sind, unperfekt eben und auf den ersten Blick keineswegs immer liebenswert, sondern auch mal kratzbürstig, starr, ungerecht, aggressiv... Aber man versteht in diesem Buch, dass es keine einfachen Wahrheiten über Menschen gibt und dass letzlich jeder versucht, sich irgendwie gut durch sein kurzes, meist nach außen unspektakuläres Leben zu wurschteln und trotz mancher Enttäuschungen immer weiter zu gehen... mal mit mehr, mal mit weniger Würde, aber oft mit erstaunlicher Kraft zur Hoffnung. Und dass darin eigentlich etwas liegt, was die Menschen verbinden kann.

Das hört sich jetzt vielleicht kitschiger an als es ist - denn die große Stärke des Buches ist es für mich, zugleich gefühlvoll und völlig unprätentiös (auch im sprachlichen Stil) zu sein. Die gefühlvolle Seite drängt sich nicht auf, sie schwingt eher im Hintergrund mit, liegt unter den Worten, hinter der Sprache. Wahrscheinlich ist sie dadurch umso kraftvoller.

Vielleicht ist es wirklich ein weises Buch - aber eben eines, das die Weisheit nicht pathetisch vor sich her trägt. Es ist bescheiden und gerade dadurch reich.
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