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am 8. November 2010
Ratlos läßt mich dieses Hörbuch, das ich nur widerwillig bis zum Ende gehört habe, zurück.
Die spitzfindige, frivole Art unverblümt Dinge beim Namen zu nennen schockiert, die Aufzählung - nicht Erzählung - verschiedenster Vorkommnisse in der Familie langweilt. Das kopfgesteuerte Geschreibsel nimmt einen nicht ein.

Veronika - eines von 12 Kindern einer dauernd schwangeren Mutter - nimmt das Ableben ihres Lieblingsbruders Liam zum Anlass, sich Gedanken zu machen über ihre Familie und sich selbst.

Es ist ein "kaltes" Buch ohne jegliche menschliche Wärme.
Vielleicht soll diese Art zu schreiben zeitgemäß sein - aber gefallen hat mir dieses Hörbuch nicht.
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am 11. Dezember 2012
Die Ich-Erzählerin Veronica entstammt einer äußerst kinderreichen Familie, und sie gerät in Krise als ihr Lieblingsbruder Liam Selbstmord begeht. Infolge entsteht dieses Buch, das ihre Gedanken schildert zu der kinderreichen Familie, in der sie aufgewachsen ist, zu Eltern und Großeltern, zu der vierkoepfigen Familie, in der sie jetzt selbst Mutter ist und zum Sinn und Unsinn ihres eigenen Lebens. Die Leitfrage des Romans scheint folgende zu sein: "Warum sind wir Hegarty-Geschwister alle so verkommen?" (vgl. S. 116). Leider erhält der Leser keine konkrete Antwort auf diese Frage, obwohl Veronica Nachforschungen anstellt, Erinnerungen überprüft und die Phantasie schürt. Auch die Tatsache, dass Liam als Kind sexuell missbraucht wurde, scheint nur bedingt eine Erklärung für viele Fragen zu sein. Zwischen den langen Betrachtungen zum Thema Familienbande werden vereinzelt sehr interessanten Gedanken formuliert. So findet man z.B. am Ende des Buches eine Bemerkung, die zwar keine wirkliche Antwort auf die Leitfrage ist, jedoch den Seinzustand der Erzählerin treffend beschreibt:"Und ich denke, dass wir alle sonderbare Flüchtlinge abgeben, Flüchtlinge, die vor unserem eigen Fleisch und Blut davonrennen oder zu unserm eigen Fleisch und Blut hinstreben" (S.340).
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am 28. August 2017
Der Buchtitel "Das Familientreffen" sagt alles über die von der Autorin Anne Enright verfasste Handlung aus. Als die neununddreißigjährige Veronica Hegarty auf dem Weg nach Griffith Way Hausnummer 4 zur Totenwache mit anschließender Beerdigung ihres Bruders Liam unterwegs ist, lässt sie Revue ihres Lebens passieren und gleitet dabei weit bis in die Vergangenheit ihrer Großeltern Ada und Charlie Spillane sowie auch der Eltern zurück. Sie selber entstammt einer Familie aus Dublin mit zwölf Kindern. Eine besondere Beziehung hatte Veronica zu ihrem ein Jahr älteren und sehr sensiblen Bruder Liam. Er hatte schwerwiegende Alkoholprobleme, die ihn zugrunde richteten. Was immer er von sich gab, es war der Alkohol, der aus ihm sprach. Was versuchte Liam zu verdrängen, warum suchte er den angeblichen Freitod?

Es ist kein leicht zu lesender Roman, mitunter etwas langatmig. Die Autorin Anne Enright lässt ihre Protagonistin Veronica emotional tief in ihre Familiengeschichte eintauchen und nimmt interessierte Leser dabei mit. Sie schildert einen weit umfassenden Genrationenwechsel, der im Vergleich zu früher ein freieres Leben mit sexuell ausgelebten Bedürfnissen auch für Veronica bedeutet. Sie springt in den Kapiteln von der Vergangenheit in die Gegenwart und umgekehrt. In dem Roman ist alles vorhanden: In der Erzählung wechseln sich Liebe, Vertrauen, Verrat und Schmerz ab.
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am 29. Dezember 2014
Ich habe mich durch dieses Buch gekämpft, weil ich nicht glauben konnte, dass man für so etwas Preise bekommt, wenn da nicht noch ein kröhender Schluss kommt. Aber es beginnt vulgär und fade und bleibt dieser Linie bis zur letzten Seite treu. Schlimm genug, das uns die Autorin die männlichen Geschlechtsorgane aller Personen in der unschönste Sprache vor Augen führt, auch den Sex, den die Protagonisten miteinander haben. Als ob das nicht genug des schlechten Geschmacks wäre, beschreibt sie auch noch, wie es wer mit wem getan haben könnte. Dabei springt sie von Fiktion in die Realität, dass es nicht selten verwirrt. Dieses Buch war für mich wirklich eine Zumutung. Ich rate dringend davon ab.
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am 18. April 2010
Liam hat sich das Leben genommen. Er war der Lieblingsbruder der Ich-Erzählerin gewesen, sie eines von zwölf Kindern ihrer Mutter, die sich nach langem wiedertreffen, zur Beerdingung des Sonnenscheins, der sich selbst aus Verzweiflung zum Tod beförderte.

Als sie acht oder neuen Jahre alt gewesen war, wurde dieser Liam Opfer einer Kindesmisshandlung, eines Kindesmissbrauchs, dass sie miterlebte, das sich in der Erinnerung in dunklen, chaotischen Schemen aus Schuld und Scham immer wieder ins Gedächtnis einbrennen und dsas in der Familie, bei Mutter und Geschwistern schwelt, halb gewusst, halb verdrängt da ist.

Die Ich-Erzählerin leidet. Sie leidet an sich selbst und an der Mutter und der ganzen Familie. Sie lässt Bilder des Verbrechens in ihre Erinnerungen und ihre schizophrenen Konvulsionen zu einem bedrückenden Bild dieser Familie zusammenfließen. Sie nennt ihren Bruder einen "verlogenen, heuchlerischen Hund von einem Expriester-Atheisten" (S. 273) und sagt kurz darauf: "Vor dreißig Jahren hat ein Toter einem noch Toteren die Hand in den Hosenstall gesteckt" (S. 273), um die ganze Bedrückung und Niedertracht in dieser Familie auszudrücken.

Das Besondere an diesem eher bedrückenden Roman ist aber, dass Enright aus dem Bewussteinsstrom der Ich-Erzählerin heraus schreibt. Es ist also keine Jetzt-Nachher-Danach-Erzählung, sondern die Wahrnehmungs-, Empfindungs- und Erinnerungsebenen vermischen und vermengen sich, verschwimmen im Strom des Nachdenkens und Empfindens. So entstehen ganz neue, bisher nie gekannte Sageweisen der Literatur, die in vielen Bildern des Romans greifbar werden.

Für Leserinnen und Leser, die an solchen sprachlichen Momenten interessiert sind, ist dieses Buch ergreifend und eine klare Bereicherung. Jemand aber, der von einem Autor eine klare Handlungsstruktur erwartet, wird von Enrights Familientreffen eher enttäuscht sein. Er wird sich im besten Falle von der Autorin veräppelt fühlen. Aber dennoch gehört Enrights Buch zur ganz großen Literatur.

Meine Bewertung generell lautet: 5 Sterne = absolut herausragend (Weltliteratur oder Tendenz zu Weltliteratur); 4 Sterne = sehr gut, sehr zu empfehlen; 3 Sterne = wirklich gut, zu empfehlen; 2 Sterne = lesenswert, aber nicht ganz überzeugend; 1 Stern = abzuraten.
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am 4. März 2012
Also stillistisch und sprachlich nicht einfach zu lesen, aber trotzdem hatte ich Spass beim lesen, habe es sogar zwei Mal durchgelesen. Es ging nicht so sehr um die Handlung, sondern der Irre/Wirre Gedankenfluss, das schwelgen in den Erinnerungen, etwas mit schwarzen Humor. Es gab Passagen, wo ich dachte, das würde nicht jeder so unverblümt ausprechen, ja noch nicht mal daran zu Denken, wird sich so mancher davon distanzieren. Und trotzdem würde ich es nicht geschmackloss bezeichnen. Eben das Grossfamilientreiben mit ihrer ewigen Dramaturgie, angefangen mit der Kindheit begleitet es den einen oder anderen durch sein gesamtes Leben.
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am 11. Mai 2018
Veronicas Lieblingsbruder Liam, der das schwarze Schaf der Familie war, ist tot; er hat sich im Meer ertränkt. Sie waren zwei von 12 Kindern, bei jeder Niederkunft verbrachten sie mehrere Wochen bei ihrer Großmutter.

Veronika übernimmt die Identifizierung und alle notwendigen behördlichen Gänge, sucht den Sarg aus und sorgt für die Überführung. Sie informiert ihre Mutter (die sich ihren Namen nie gemerkt hat) und ihre Geschwister. Und während all dieser Zeit und der Monate nach der Beerdigung versucht sie zu ergründen, weshalb es so weit kommen musste.

Sie erinnert sich den Sommer, als sie acht oder neun war. Sie waren gerne bei den Großeltern, doch es ist ihr erinnerlich, dass es wahrscheinlich dort zu Vorkommnissen kam, aus denen sie folgern kann, weshalb sie und ihre Geschwister nicht so sind wie andere. Nebenbei hat sie auch noch ihre eigene Familie, zwei Kinder und ihren Mann Tom, ich frage mich, ob ihre ehelichen Probleme nicht auch daher rühren. Ein anderer Leser mag das anders beurteilen.

Anne Enright hat ein ganz heißes Eisen angefasst und schreibt über eine total verkorkste irische Großfamlie, die wohl alles durchmachen musste. Der Roman beginnt leise, doch im Weiterlesen beginnt man, sich zu fragen, wo das wohl hinführt. Eine ganz große Autorin hat sich hier die Ehre gegeben.

Übersetzt hat das Buch Hans-Christian Oeser, es erschien bei PENGUIN VERLAG
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am 26. Dezember 2009
Während die 'Brigitte' die "hinreißend gnadenlose Sprache" lobt, hebt das Feuilleton der renommierten FAZ die "atemberaubende Erzählkunst" der Autorin hervor. Verstehen kann man allerdings auch Positionen, die Anne Enrights Sprachstil zugegebenermaßen als gekonnt und künstlerisch wertvoll erachten, aber eben auch als langatmig, einschläfernd und gekünstelt empfinden. Selbst der geübte Leser kann sich zu Beginn des Romans dem Ausdrucksvermögen Enrights nicht entziehen, doch die Betonung liegt auf "zu Beginn", denn irgendwann kommt die Frage auf, wozu das alles? Ist die Sprache Trägermedium für eine narrative Botschaft oder wird sie hier doch nur als Selbstzweck verwendet?

Nach zähen und mitunter inhaltsarmen 190 Seiten entscheidet sich die Ich-Erzählerin, dass es Zeit ist "keine weiteren Geschichten mehr zur erzählen", sondern "endlich auszusprechen, was in dem Jahr, als ich acht war und mein Bruder Liam gerade neun, in Adas Haus geschah." Bis zu dieser grandiosen Erkenntnis muss man sich allerdings durch teilweise amüsante, erotische, tragische und leider auch weitestgehend belanglose Anekdoten der Ich-Erzählerin Veronica mühen, die nicht selten in keinem direkt erkennbaren Zusammenhang stehen. Und bei dieser langwierigen Aufgabe passiert es dann irgendwann, dass die wortgewaltige und bildreiche Sprache der Booker-Preisträgerin nicht mehr faszinierend, glaubwürdig und angemessen erscheint, sondern einfach nur aufgeblasen, ein Vehikel, welches die dürftigen Handlungsstränge versucht zu stützen oder gar zu tragen. Die hin und wieder eingepflegten Ausflüge ins Vulgäre wirken dabei eher unfreiwillig komisch, nimmt man sie der sich ansonsten so gewählt und differenziert ausdrückenden Veronica einfach nicht ab.

Verkopft ist wahrscheinlich die passende umgangssprachliche Bezeichnung für Enrights Werk, das zwar intime Einblicke in das geschundene Familienleben des Hegarty-Clans zulässt, dabei aber auf eigentümliche Art nicht zu fesseln vermag. Zu flach und farblos bleiben Enrights Charaktere und das trotz der ausufernden und ausschmückenden Sprachbemühungen - viel Lärm um nichts bzw. nicht viel könnte man zusammenfassend feststellen.
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am 3. Oktober 2011
Der Klappentext las sich gut und ließ auf Großes hoffen. Auch den Beginn des Buches fand ich nicht schlecht. Aber dann... Das ist mir alles zu wirr - ich gebe es zu. Vielleicht bin ich nicht intellektuell genug, um dieses preisgekrönte Buch entsprechend zu würdigen, aber ich komme bis zum Schluss nicht dahinter, um was es in dieser Geschichte denn eigentlich geht.
Meines Erachtens hat sich die Autorin etwas übernommen: Sie möchte den großen Bogen einer Familienchronik spannen und beginnt mit der Großmutter der Ich-Erzählerin. Das ist ja auch ein guter Faden, um eine spannende Geschichte zu spinnen, aber irgendwie verheddert sich Anne Enright dann plötzlich und springt zwischen Personen, Orten, Zeiten, Traumwelten und Realitäten hin und her, so dass ich die meiste Zeit beim Lesen gar nicht wusste, wo ich mich jetzt gerade befinde. Letztlich - und das ist das Traurige an diesem Buch - erzählt die Autorin - statt der gewollten Familiensaga - die Geschichte einer mittelalten Frau, die auf dem besten Weg in eine Depression ist. Und allein diese Story hätte gereicht, mehr hätte sie gar nicht erzählen müssen - das hätte durchaus sehr spannend werden können. Sie hätte als Gründe für die Traurigkeit ihrer Protagonistin durchaus deren familiäre Hypotheken anführen und erzählen können, sie hätte jedoch nicht jeweils immer ein anderes Familienmitglied derart in den Fokus ihres Erzählens stellen dürfen, so dass der Leser annehmen muss, genau jenes Familienmitglied sei jetzt die Hauptperson. Die Hauptperson ist und bleibt jene Veronica, allerdings gerät ihr Leben eher in den Hintergrund, weil die Autorin sich in den Lebensgeschichten so vieler anderer Personen regelrecht verliert.
Die Sprache der Autorin variiert ebenfalls zwischen anspruchsvoll und nahezu lyrisch, um dann wieder grundlos ins Eklige und Pornografische abzudriften. Warum die Autorin das Thema "Sex" oder "Nicht-Sex" überhaupt so vehement in den Vordergrund stellt, bleibt ihr Geheimnis - letztlich hat sie über dieses Thema nämlich nicht sonderlich viel zu erzählen. Auch den Missbrauch an ihrem Bruder, der in Veronicas Augen eventuell mit ein Grund dafür sein könnte, dass Liam Selbstmord begangen hat, und den sie selbst im Alter von 8 Jahren vielleicht hätte verhindern können, schildert die Autorin eigenartig verschwurbelt, und im Vergleich zu ihren sonst eher unnötig deftigen sexuellen Schilderungen muss man an dieser Stelle dann schon genau lesen, um dieses eventuell auslösende Moment nicht zu verpassen, da man ohnehin schon geneigt ist, nicht mehr allzu aufmerksam und eher genervt die ständigen und übergangslosen Perspektivenwechsel der Autorin zu verfolgen.
Insgesamt erschließt sich mir das Werk der Autorin nicht. Mir ist nicht klar, was sie eigentlich erzählen will. Teilweise mutet es auch wie eine Abrechnung mit der gesamten irischen katholischen und trinkfreudigen Mentalität an, so wütend, gnadenlos aggressiv und zugleich depressiv wie Anne Enright hier mit ihren Protagonisten umgeht. Dem Buch fehlt jegliche Wärme, den Protagonisten fehlt es an Empathie und überhaupt an selbstlosen Empfindungen - alle sind völlig egozentrisch in ihrem eigenen Tunnel gefangen. Und weil jeder Protagonist auf seinem eigenen eingefahrenen Gleis bleibt, gelingt der Autorin eben das nicht, was sie vielleicht wollte: Einen Erzählbogen zwischen verschiedenen Jahrzehnten, verschiedenen Generationen und verschiedenen Personen spannen. Das ist ihr völlig misslungen.
40 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 23. Juli 2014
Ich glaube, das Buch dient eher der Autorin als Psychotherapie. Zum Lesen ist es keineswegs geeignet! Eine absolute Enttäuschung dieses Buch. Mit einem Familientreffen hat es nichts zu tun.
Ich habe mich bis zur Hälfte durchgequält, es aber dann völlig angewidert aufgegeben. Dass überhaupt keine Handlung zustande kommt, ist das eine. Erschwerend kommt hinzu, dass die Autorin durchgehend ekelhaft pornographische Elemente einstreut. Weswegen? Das erschließt sich dem Leser nicht. Der passende Ausdruck dafür: Fremdschämen.
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