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Es klopft: Roman
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:8,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 9. September 2013
Ein HNO-Arzt besteigt den Zug nach Hause von einem Seminar. Eine ihm unbekannte Frau klopft an die Zugscheibe.
Wenige Tage später steht diese Frau in seiner Praxis und wünscht sich ein Kind von ihm!
Der "arme, verführte Mann" kann nicht widerstehen und kurze Zeit darauf erreicht ihn eine Postkarte: "Es hat geklappt!"
Von da an ist im Leben des Protagonisten nichts mehr wie es war! Immer häufiger wird er nachts von einem Klopfen geweckt und auch am Tag hört er dieses Geräusch - ausgerechnet er hat nun einen Tinnitus entwickelt!
Der Leser weiß manchmal nicht, ob er Mitleid mit dem Arzt haben oder laut lachen soll!
Ein besonderer Roman - wie alle Bücher von Franz Hohler!
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am 16. Februar 2016
Dieses Buch wurde mir empfohlen und hat mir nach tagelangem Lesen gut gefallen!
Somit kann dieses Buch getrost, weiter empfehlen.
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am 1. April 2013
Es klopft ist ein sehr schöner Roman, der zum Nachdenken anregt. Schließlich kann jede Person schnell in diese Lage kommen.
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am 3. Dezember 2015
Starker Titel, interessanter Start, ab Mitte abflachend, bis Ende zu viel Belangloses, Auflösung naja. Zur Unterhaltung OK, aber ich mag mehr Tiefgründiges.
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am 30. Mai 2014
Überaschend...spannend...unterhaltsam...
Ein interessantes Buch, daß eine unerwartete Wendung nimmt. Das offene Ende läßt Raum um die Geschichte weiter zu spinnen.
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am 5. Dezember 2008
Alles begann am 5. Mai 1983, als der junge HNO-Arzt Manuel Ritter sich es gerade im Bahnhof von Basel in einem Ersteklasseabteil des Zuges nach Zürich bequem gemacht hat. Er kehrt von einem Ärztekongreß über den Tinnitus nach Hause zurück. Plötzlich, der Zug setzt sich gerade in Bewegung, klopft es an seine Scheibe und eine Frau blickt ihn eindringlich an und verschwindet dann sogleich aus seinem Blickfeld, weil der Zug sich aus dem Bahnhof bewegt.
Was hatte die Frau von ihm gewollt ? War sie etwa eine Teilnehmerin des Kongresses ? Manuel Ritter ist die ganze Zugfahrt über mit dem Vorfall beschäftigt und auch die folgenden Tage geht ihm diese Frau nicht aus dem Kopf. Seiner Frau Julia, mit der er zwei kleine Kinder hat und die halbtags in einer Schule Italienisch unterrichtet, erzählt er nichts davon.
Aber etwa eine Woche später, der letzte Patient des Tages hat gerade das Behandlungszimmer verlassen, meldet ihm die Sprechstundenhilfe eine Frau an, die sich nicht abwimmeln läßt und ihm von der Tinnitus-Tagung etwas bringen möchte. Ritter empfängt die Frau und erkennt sie als die Frau im Bahnhof in Basel. Sie stellt sich ihm vor als Eva Wolf. Sie habe bei der Tagung in Basel als Übersetzerin gearbeitet, dort sei er ihr nachdrücklich aufgefallen. Gefragt, was sie denn von ihm wolle, antwortet sie: "Ein Kind."
Sie sei schon 35 Jahre alt und habe bisher keinen geeigneten Vater für ihr Wunschkind gefunden, und dort bei der Tagung sei sie sich mit einem Mal hundertprozentig sicher gewesen, dass er, Manuel Ritter, es sein müsse. Sie habe schon etliche HNO-Praxen in Zürich abgeklappert, aber nun habe sie ihn ja endlich gefunden. Sie werde keine Ansprüche stellen und er werde sie nie mehr wieder sehen nach dem heutigen Tag. Und schon fängt sie an, ihn an delikaten Stellen zu berühren.

"Dr. Manuel Ritter, überrascht, blieb einen Augenblick lange stehen ohne sich zu wehren, und in diesem Augenblick verwandelte er sich in einen namenlosen Mann, der zum ersten Mal in seinem Leben einer Frau begegnet, ihre Haare, ihre Haut, ihr Duft, ihre Nähe, ihre Stimme, ihre Wörter wirkten zusammen wie ein Zauber, der ihn umschlang."
Er schläft mit Eva Wolf und kehrt total verwirrt nach Hause zurück. Etwa einen Monat später erhält er einen Anruf von der Frau und erfährt von ihr lapidar und knapp: "Es hat geklappt."
Noch einmal neuen Monate später erhält er einen Brief und ein Bild seiner Tochter, die Eva Wolf Manuela genannt hat. Er versteckt alles gut im hintersten Fach seines Schreibtisches und seiner Seele.

Er wird ein erfolgreicher Arzt, führt eine recht glückliche Ehe mit Julia, die immer berufstätig bleibt und er sieht seine beiden Kinder aufwachsen. Langsam nabeln sie sich ab von zu Hause und Manuel Ritter sieht schon eine neue, schöne Lebensphase auf sich zukommen: Reisen mit seiner Frau, beruflich etwas kürzer treten und das Leben genießen.

Jahrzehnte lang hat sich Manuel Ritter als Tinnitus-Experte profiliert, seine Patienten aber immer an einen Kollegen überwiesen, wenn sich herausstellte, dass eine tiefgehende psychologische Beratung und Therapie nötig war. Plötzlich, quasi über Nacht, fängt es an, in seinem Ohr zu klopfen. Und mit dem Klopfen kehrt seine Erinnerung zurück an eine verdrängte Vergangenheit. Als sein Sohn Thomas ihm seine neue Freundin vorstellt, und die ihn an Eva Wolf erinnert, gerät Ritter völlig aus der Fassung und dem Gleichgewicht - es könnte seine Tochter sein!

In wechselnden Erzählsträngen kommen nun neben Manuel Ritter seine Frau Julia, seine beiden schon erwachsenen Kinder und auch - weit weg in Amerika lebend - jene Frau von damals und ihre schwergewichtige Tochter zu Wort. Die macht sich gegen den Willen ihrer Mutter auf in die Schweiz, um ihren Vater zu konfrontieren. Es kommt zu der lange ersehnten bzw. befürchteten Begegnung, kurz danach zu einem schweren Unfall, den Ritter nur knapp überlebt. Im Krankenzimmer aus dem Koma erwacht, sagt er, auf Manuela deutend, zu seiner komplett anwesenden Familie: "Ich muss mit euch sprechen, jetzt gleich."

Franz Hohler erzählt in seinem seit langer Zeit schon erwarteten Roman eine glaubwürdige Geschichte, die für etliche Leser wohl nicht nur eine Geschichte ist. Wie viele Menschen mag es wohl geben, die eine solche heimliche oder unheimliche Angelegenheit quält, die nicht wissen, ob ein kleiner Seitensprung vor langer Zeit nicht längst ein groß gewordenes Ergebnis gezeitigt hat und ihr Leben von einem Moment auf den anderen durcheinanderbringt ?

Hohler schreibt mit eigenem Stil. Durch mehrfache Richtungsänderungen im Handlungsablauf erzeugt er eine subtile Spannung, obwohl der Leser von Anfang an weiß, wie es kommen wird. Er erzählt eine menschliche Geschichte und eine ehrliche Bestandsaufnahme eines aus dem Gleichgewicht geratenen Innenlebens. Wie das Gespräch im Krankenhaus ausgeht, bleibt offen, aber man schließt den Buchdeckel in dem fast schon sicheren Gefühl, dass es ein Happy-End geben könnte. Ob das unter den gegebenen Umständen realistisch ist ?
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am 16. September 2009
Der Beginn der Geschichte ist irgendwie faszinierend. Aber dann schweift das Buch immer mehr in die einzelnen Personen ab und die eigentliche Geschichte geht etwas verloren. Un plötzlich dieser Schluss, welcher mich überhaupt nicht überzeugt. Ich hatte das Gefühl, dass eine gute Idee da war aber während dem Schreiben dann die Geschichte verloren ging.
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am 27. Juli 2009
Als sich der Wagen in Bewegung setzte, klopfte es von draußen an sein Fenster ' Die Geschichte des Dr. Ritter beginnt. Text und Textkon-struktion erinnern sehr stark an 'Der neue Berg'. Charaktere aus diesem Buch finden sich auch hier wieder. Auch dieser Text zieht einen sofort in seinen Bann. Die Verunsicherung Ritters, seine zwiespältigen Gefühle sich selbst, seiner Familie und seinem weiteren Umfeld gegenüber machen die Spannung des Buches aus. Die Situationen und Gefühle werden von Hohler treffend und sensibel geschildert. Schritt um Schritt wird Dr. Ritter in die Krise geführt. Insgesamt ist es auch eine Familien-geschichte. Für mich ein sehr lesenswertes Buch und die nicht ganz neue Erkenntnis, das aus kleinen Ereignissen große werden können und das Leben sehr schnell aus den Fugen geraten kann. Letztlich ist es auch eine Frage des Gewissens, wenn es klopft auch darauf zu reagieren.
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am 13. Dezember 2008
Das Thema hat mich fasziniert: Ein Mann lernt eine Frau kennen, die einen sehr "speziellen" Wunsch hat. Er macht mit und trägt deshalb ein Geheimnis mit sich herum. Der Beginn war spannend und packend. Mit der Zeit stellte sich gepflegte Langeweile bzw. nette Unterhaltung ein, aber auch etwas Beliebigkeit. Franz Hohler ist ja bekannt für seine (kürzeren) Erzählungen. Diese Geschichte wäre ein Paradebeispiel, wie man aus einer hervorragenden Idee für eine "Kurzgeschichte" eine zu lange Erzählung daraus konstruiert. Eigentlich schade um die Idee.
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am 2. November 2007
Lange habe ich auf den zweiten Roman von Franz Hohler gewartet, 18 Jahre lang. Sein Debüt "Der neue Berg" fand ich grandios und ich lese das Buch noch heute gerne. Darum finde ich nun "Es klopft" eher enttäuschend. Nur noch ein Abklatsch des Erstlings.
Es beginnt schon bei der Geschichte. Diese ist doch arg konstruiert und unglaubhaft. Ein Arzt bekommt Besuch von einer völlig fremden Frau, die ein Kind von ihm will. 20 Jahre später drängt sich plötzlich dieses Kind in sein ach so normales Leben. Hohler erzählt die Geschichte leider nur auf einer völlig realen Schiene und es fehlt völlig das Abgründige und Surreale, wie etwa im ersten Roman oder in den Kurzgeschichten. Dass der Tinnitus an sein Ohr klopft, ist doch ein etwas simples Bild. Und schliesslich endet das Ganze auch noch in einer Art Happy End.
Erzähttechnisch ist der Roman ähnlich wie "Der neue Berg". In jedem Kapitel steht eine Person im Mittelpunkt. Allerdings bleibt die Erzählweise distanziert, weshalb mir sämtliche Protagonisten seltsam fremd blieben. Zudem lässt Hohler gesellschaftskritischen Inhalt einfliessen. Damit zeigt er zwar, dass er auf der Höhe der Zeit ist, allerdings wirkt das teilweise auch etwas aufgesetzt.
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