Fashion Sale Hier klicken reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos Inspiration Shop Learn More sommer2016 Slop16 Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
10
4,4 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 26. März 2007
Ein großartiger Roman über Freundschaft, Sehnsucht nach Liebe und ver-

zweifelte Einsamkeit. Sowohl in den zahlreichen Rückschauen in die Jugendzeit von Karnstedt und Simon als auch in der Gegenwart nach Karnstedt's Verschwinden entsteht ein umfassendes Bild der beiden Hauptfiguren, ihrer Sehnsüchte und Träume, ihrer Ängste und Ausflüchte.

Am Schluß des Buches wundert man sich, wie man so viel auf so wenigen Seiten so eindrücklich darstellen kann. Die Geschichte nimmt dazu auch die

Rückgriffe auf die Vergangenheit in den Spannungsbogen der aktuellen Ent-

wicklung hinein, so daß man das Buch nicht mehr aus der Hand legen will.
0Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. März 2007
Sie sind Ausgestoßene: der haarlose Karnstedt und Simon Welde. In ihrer Jugend tun sie sich zusammen, träumen gemeinsam von einem Leben als reisende Altertumsforscher, träumen davon, das Geheimnis der mysteriösen Skelette auf Henderson Island zu lüften. Bis eine Frau in ihr Leben tritt, Elisabeth Selmer. Simon verändert sich, Karnstedt - frauenresistent - ist erneut ausgeschlossen und muß seinen Freund ziehen lassen.

Zwanzig Jahre später, der Kontakt zwischen den beiden ist längst abgebrochen, wird Simon zum Nachlaßverwalter Karnstedts. Der ist spurlos verschwunden, und Simon wird mit seiner und Karnstedts Vergangenheit konfrontiert. In Karnstedts verwüstetem Haus ist er gezwungen, an Ereignisse zurück zu denken, die er lieber in den Nebeln der Erinnerung behalten hätte.

Ein kurzer Roman über Freundschaft, Liebe und zerschlagene Träume. Die Inseln der Sehnsucht bleiben unter dem Horizont...

Häusser schafft es, in glasklarer Sprache - wie schon in "Zeppelin" - eine hoch emotionale Geschichte zu erzählen, die dahin geht, wohin Geschichten gehen sollen: zu Herzen.

Wir Leser freuen uns, daß Simon übrig bleibt und hegen die stille Hoffnung, daß er etwas ändern wird. Wundervoll.

Andreas Kollender
0Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. März 2007
Warum verschwindet Karnstedt?

Ich habe das Buch genossen, in zwei langen Nächten gelesen, studiert, bedacht, liebgewonnen. Es ist ein Buch voll zurückgehaltener Sehnsucht, gewidmet den verlorenen Freunden und handelnd von Freunden, die am Ende beide verloren gehen. Faszinierende Figuren, ein beschwörender Duktus, ein Erzählrahmen so kunstvoll gedrechselt wie ein Stück Holz, der das Wesen dieses Romans exponiert: das Geheimnis ' lakonisch-weise erzählt von einer Stimme, die mitten aus der Heillosigkeit dieser Welt erklingt und deshalb jenseits von ihr.

Die provinzielle Enge schnürt einem die Kehle ab, eine Schäbigkeit darin, aus der die unsägliche Trauer spricht darüber, daß die Welt so ist, wie sie ist. Die Jugenderinnerungen voll Wehmut und Patina, voll uneingelöster Versprechen die Freundschaft der beiden Protagonisten in ihrer Dachfensterbude. Das Buch wird gegen Ende immer komplexer und reifer, vielschichtig wie ein geologischer Gesteinsaufschluß, den der Leser sonnenverbrannten Nackens mit behutsamem Zweispitz aufblättert.

Warum verschwindet Karnstedt? Weil Simon nach der Traumbegegnung am See im Pornokino landet. Weil seine fette Mutter Adern wie Kabelschnüre hat. Weil die Skelette auf Henderson Island von Ausgestoßenen stammen. Letztlich aber bleibt das Geheimnis ungelöst: Es schwingt nach im Ungesagten des Romans, im Unsagbaren unserer Wirklichkeit. Eine Geschichte, die vielleicht manchmal wehtut; aber solche Geschichten müssen geschrieben werden, und letztlich begründen sie unseren Hunger nach immer neuen Geschichten. Ich habe sie sehr gern gelesen.
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. November 2007
Simon Welde wird plötzlich und unerwartet zum Nachlassverwalter seines Jugendfreundes Karnstedt bestellt, von dem er sich vor zwanzig Jahren im Zorn getrennt hatte. Seitdem haben sie nichts mehr voneinander gehört. Er reist nach Dänemark, in das Haus, in dem Karnstedt zuletzt völlig isoliert gewohnt hat. Karnstedt ist einfach verschwunden, sein genaues Schicksal kennt niemand.

In Dänemark ruft sich Welde die Zeit mit Karnstedt in Erinnerung. Ihre Freundschaft, eine Schicksalsgemeinschaft zweier Außenseiter: Karnstedt, der verhasste Klassenprimus, dem aufgrund einer Erbkrankheit kein einziges Haar am Körper wächst und er, Simon, der klein und schmächtig ist aber ebenfalls ein hervorragender Schüler und daher ebenso keinen Zugang zu den beliebten Schülern findet.

Karnstedt versteht es dabei, aus seinem Außenseitertum die Kraft zu beziehen, sich mit List und Ausdauer gegen die feindliche Umwelt zu behaupten. Letztendlich macht dieses verinnerlichte Abwehrverhalten jedoch auch vor Simon nicht Halt. Auf einer Schulfahrt kommt es schließlich zu einer Katastrophe...

Alexander Häussler gelingt es in diesem Roman, die Freundschaft und das jugendliche Lebensgefühl der beiden Protagonisten ebenso glaubwürdig und bildhaft vor dem Leser entstehen zu lassen, wie die provinzielle Enge, aus der sich die beiden Jugendlichen in ihren Tagträumen davonstehlen.

In den Rückblenden in die Jugendzeit erfahren wir die Hintergründe dieser Freundschaft, die durch den Kampf gegen die Nachstellungen der "angesagten Clique" mit ihrem Anführer Tummer geprägt ist und ebenso den Grund für die Trennung der Freunde, nachdem Simon erkennt, dass Karnstedt aus Eifersucht auch vor Erpressungen und Manipulationen nicht zurückschreckt.

Diese Rückblenden wechseln sich ab mit der aktuellen Handlungsebene in Dänemark, bei der schließlich die geheimnisvolle Nachbarin von Karnstedt zur Schlüsselfigur wird.

Insgesamt handelt es sich bei "Karnstedt verschwindet" um eine interessante, spannende und bildreiche Geschichte, die einen in ihren Bann zu ziehen vermag. Dass die Auflösung gegen Ende des Buches sicherlich nicht absolut überrascht, tut dem keinen Abbruch.

Ich kann die Lektüre dieses gelungenen, intelligenten und kurzweiligen Romans daher jedem interessierten Leser empfehlen.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. September 2015
Inhalt:
Nach zwanzig Jahren in denen Simon nur vereinzelt Dinge über seinen Freund Karnstedt gehört
und gelesen hat soll er nach dessen verschwinden den Nachlass ordnen. Eine Zeitreise in ihre
gemeinsame Jugend beginnt.

Meine Meinung:
Immer wieder hüpft man in der Geschichte vor und zurück. Nicht pro Kapitel sondern mitten in der Erzählung,
was für den Leser nicht immer einfach ist. Nicht alle Fragen werden beantwortet, nicht alle Geheimnisse gelüftet.
Das Haus wird so toll beschrieben als würde es wirklich atmen. Man spürt fast die Anwesenheit von Karnstedt.
Mit viel Interesse verfolgte ich wie sich Gegenwart mit Vergangenheit vermischten.
Allerdings blieb mir die Beziehung von Karnstedt und Simon immer etwas undurchsichtig.
Am Schluss wird zumindest etwas Licht ins Dunkel gebracht.

Fazit:
Ein Buch das man nicht mal so weg liest. Man muss leider ertragen, auch nach beenden des Buches,
nicht zu wissen was mit Karnstedt wirklich passiert ist.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
"Karnstedt verschwindet" ist ein 170-Seiten-Romänchen, das sich locker und unterhaltsam lesen lässt, das aber andererseits keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Als Karnstedt aus seinem Haus in Dänemark spurlos verschwindet, wird sein Freund Simon als Nachlassverwalter eingesetzt. Die beiden haben sich seit 20 Jahren nicht gesehen. In Rückblenden erzählt Alexander Häusser die Schulfreundschaft der beiden, in der Homosexualität und ein düsteres Geheimnis um den Tod eines Mitschülers eine Rolle spielen.

Der sehr zurückgenommene Stil des Autors, der vieles im Vagen und Ungesagten lässt, hat sicher seinen Reiz - aber er sorgt auch dafür, dass die Figuren insgesamt blass und wenig ausdifferenziert bleiben.

Fazit: Niemand wird sich nach der Lektüre ärgern, dieses Buch gekauft zu haben, aber ein Höhepunkt im literarischen Frühling 2007 ist es nicht.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Mai 2010
Ich habe nicht viel von dem Roman erwartet, vielleicht weil der Autor selbst, dessen Bekanntschaft ich gemacht habe, so grau und nüchtern auf mich gewirkt hat. Doch ich habe sehr viel bekommen. Nicht nur die Erkenntnis, dass in Alexander Häusser so viel mehr steckt, als man denken würde. Die Sätze, die Worte, die Situationen, die Figuren ziehen einen einfach in ihren Bann. "Karnstedt verschwindet" ist ein großartiger Roman. Er ist schnell gelesen, beißt sich aber fest in die Erinnerung und die Gefühle eines selbst. Er lässt einen traurig zurück und doch liebt man ihn. Er ist poetisch und real zugleich. Absolut empfehlenswert.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. März 2007
Simon und Karnstedt sind seit ihrer Jugend in der Provinz Außenseiter.

Sie haben große Pläne: Sie werden einst reisende Forscher sein, die dem Geheimnis der Skelette auf Henderson Island auf den Grund gehen. Was trieb jene Menschen dorthin, deren Überreste von den gestrandeten Matrosen des Walfängers Essex gefunden werden? Die Unerklärbarkeit der Anwesenheit dieser Menschen auf dem öden Eiland wird zur Metapher für das Leben von Simon und Karnstedt.

Zwanzig Jahre später: Simon wird völlig überraschend in Karnstedts Haus an der Küste gerufen. Karnstedt ist verschwunden.

Ihre Freundschaft war noch in der Jugend wegen einer Frau und der Intrigen des Klassenkammeraden Tummer in die Brüche gegangen - und jetzt betritt Simon das verwüstete Haus und ist gezwungen, sich seiner und Karnstedts Vergangenheit auszusetzen. Die Geschichte wird eng und beklemmend und rüttelt Simon gewaltig durch. Die aufbrausenden Emotionen der Jugend drohen über ihm zusammen zu schlagen. Simon überwindet die anfängliche Lähmung und stellt sich aktiv gegen das Verschüttete.

Die Auflösung ist ebneso überraschend wie einleuchtend.

Häusser hat erneut einen kurzen Roman geschrieben, in dem es keinerlei überflüssiges Wort gibt, die Geschichte ist dicht und mitreißend, und der Leser ist geneigt, der eigenen Jugend augenzwinkernd zu begegnen - etwas, das Simon noch lernen muß.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. September 2007
Was für ein wunderbares kleines GROSSES Buch ! Von der ersten Seite an hat es mich in seinen Bann gezogen, und obwohl ich dem darin enthaltenen Geheimnis auf die Spur kommen wollte, war ich traurig, als ich die letzte Seite gelesen hatte und damit Abschied nehmen musste von einer Geschichte und einer Welt, in die ich für einige Lesestunden Hals über Kopf eingetaucht war und deren handelnde Personen mir lebendig, verständlich und verstörend erschienen waren, nah und dennoch fremd. Ein grosses und nachhaltiges Leseerlebnis !
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Januar 2009
Ich kann die lobenden Kritiken nicht ganz nachvollziehen. Zwar gibt es einige interessante Aspekte im Buch (die Rückblenden, z. B. ins Lager, oder die Beziehungen bzw. die Mobbing-Geschichten), aber insgesamt haben mich die Personen einfach zu wenig berührt, um mich in den Bann zu ziehen. Auch die Exkurse zu den Paläontologen waren nur bedingt spannend für mich. Was mich dagegen noch mehr interessieren würde, ist die Abenteuererzählung "The Mystery of the Henderson Skeletons"; das tönt unglaublich spannend!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden