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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
28
4,0 von 5 Sternen
Letzte Reise: Roman
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 24. September 2007
Schade, die Buchempfehlung von Elke Heidenreich konnte mich nicht überzeugen. Vielleicht lags ja daran, dass ich mich vorab schon über das Leben von James Cook und seine Reisen informiert hatte. Danach war die Luft eigentlich schon raus.
So hab ich im Roman nicht mehr viel Neues entdecken können. Auch ist mir nicht, wie versprochen in Elizabeth Cook eine starke Frau begegnet, die für ihre Zeit ganz ungewöhnlich selbstbestimmt im Leben steht, sondern eher eine Frau, die sich mehr oder weniger antriebslos ihrem Schicksal ergibt.
Wer aber trotzdem neugierig auf diesen Stoff ist, sollte sich besser vorher nicht über Cook belesen, dann ist vielleicht doch noch der erhoffte Lesegewinn drin.
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TOP 500 REZENSENTam 18. Januar 2007
Was wäre wenn? Was wäre, wenn Magellan an Cebu vorbeigefahren wäre? Dann wäre er wahrscheinlich lebend von seiner ersten Weltumseglung heimgekehrt. Was wäre wenn Cptn. Cook sich nach seiner zweiten Weltreise zur Ruhe gesetzt hätte um sich daheim an seiner wohlverdienten Pension zu laben? Dann wäre er nicht von Hawaianern auf seiner dritten Reise erschlagen und gefressen worden. Aber dann hätten wir auch nicht das vorliegende Buch, das sich mit der letzten Reise" des großen Entdeckers beschäftigt. Und das wäre auch schade. Denn Anna Enquist wirft in ihrem Buch Letzte Reise" einen faszinierend verfremdeten Blick auf das Leben und die Gestalt des größten Seefahrers seiner Zeit, der den Helden insgesamt nicht weniger heidisch aber doch ein wenig menschlicher werden lasst. Die Handlung beginnt mit Cooks Rückkehr von seiner zweiten epochalen Pazifikfahrt mit Bergen neuer Karten, Pflanzen und Informationen, als sich James Cook im Zenit seines Ruhmes befindet, vom König empfangen, triumphal in die Royal Akademy gewählt und mit einer lebenslangen Pension versehen wird. Doch der Cptn. ist nicht glücklich. Eine neue Reise ist in der Planung, die die Nordwestpassage finden und damit das letzte Rätsel der Weltmeere lösen soll. Wer wäre dafür besser geeignet als der große James, der sich in seinem Vorruhestand ohnehin langweilt? So brauchen ihn seine Vorgesetzten nicht lange zu bitten, und ehe es sich die Ehefrau versieht, ist der Ehegatte im Jahre 1776 mit der Resoluten und der Discovery wieder unterwegs in den Osten.
Zu diesem Zeitpunkt hat der Leser etwa das halbe Buch gelesen und mit den Augen der Ehefrau Elisabeth, über diverse Gespräche, Rückblicke und Begegnungen ein lebendiges Bild der geschichtlichen Szene erhalten. Da ist der geniale Joseph Banks, Cooks Begleiter auf seiner ersten Reise, dann Hugh Pallister, der Schiffsausrüster, dessen Schlamperei Cooks Tod auf Hawaii mit verursachen sollte, da ist Lord Sandwich, der 1. Seelord der Admiralität und da sind Cooks Offiziere King, Clerke und Gore. Auch die Umrisse des sagenhaften Othahiti werden sichtbar, die lockere Sexualmoral, die Kultur, die Ernährung, das Klima, all die scheinbaren Wunder, die die Menschen des puritanischen 18. Jahrhunderts verhexten.
Cptn Cooks letzte Reise" steht jedoch von Anfang an unter einem schlechten Stern. Die Schiffe sind miserabel ausgerüstet, der Co-Kommandant Clerke leidet an einer tödlichen Tuberkulose, doch auch Cook selbst in nicht mehr der Alte, er kränkelt, unterliegt Fehleinschätzungen und Wutanfällen. Immerhin gelingt Cook mit der Landung auf den Hawaii Inseln noch eine große Entdeckung, die erfolgreiche Durchquerung der Nordwestpassage aber bleibt ihm beim ersten Versuch versagt. Im Vorfeld des zweiten Versuches wird er auf der Hauptinsel Hawaii von den Eingeborenen erschlagen. Soweit die schrecklichen Nachrichten, die Stück für Stück, zuerst postalisch über Russland, dann persönlich über die heimgekehrten Offiziere nach England kommen.
Cook ist tot und ein unglaublicher Heldenkult setzt ein, hinter dem die genauen Umstände seines Todes immer mehr verblassen. Doch Elisabeth Cook will es genau wissen, spricht mit Offizieren, Matrosen liest Briefe des Co-Komandanten Clerke und erhält ganz am Ende auch noch einen Brief, den Cook noch am Morgen seines Todes an seine Frau geschrieben haben soll. Wie sich dabei das Bild unmerklich immer mehr verschiebt, gehört zu den Stärken des Buches. Am Ende ist klar, dass es nicht in erster Linie die Hinterlist der Eingeborenen sondern Cooks Härte und Unbesonnenheit gewesen sind, die zur Katastrophe auf Hawaii führte. Aber das ist nur der eine Teil der Handlung. Ein andere, noch viel traurigere Geschichte handelt von den Kindern des Ehepaares Cooks, die in einer bedrückenden Regelmäßigkeit auf die Welt kommen und viel zu früh ihre letzte Reise antreten. Der kleine Joseph stirbt noch im Kindbett während Cooks erster Reise, die Tochter Elly stirbt während der zweiten Reise. Unmittelbar nach der dritten Reise, von der Cook nicht heimkehrt, ertrinkt der Sohn Nat, wenige Jahre darauf sterben auch der älteste Sohn James bei einem Schiffbruch, ehe kurz danach sein letzter und jüngster Bruder Hugh einer fiebrigen Grippe erliegt. Nur Elisabeth Cook lässt sich mit ihrer letzten Reise reichlich Zeit und stirbt steinalt erst im Jahre 1835. Ein gelungenes Buch? Durchaus, weil es das so oft beschriebene Leben des großen Entdeckers aus einer neuen Perspektive und in lückenloser Angleichung an die Fakten beschreibt ( Nur die letzten Briefe von Clerke und Cook sind Fiktion ). Sein einziger Nachteil, es ist vielleicht ein wenig überlang, fast wie das Leben der Protagonistin selber.
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VINE-PRODUKTTESTERam 23. März 2009
Die großen Taten der Entdecker findet man in unzähligen Büchern erwähnt. Kaum jemand macht sich darüber Gedanken, dass auch diese Persönlichkeiten ein soziales Netzwerk brauchten, um sich so intensiv ihrer Sache zu widmen. Dieses Thema hat Anna Enquist in ihrem Buch Letzte Reise aufgegriffen. Die im Titel benannte Reise machte James Cook, der britische Seefahrer im 18. Jahrhundert. Zu Hause hielt ihm stets seine Frau Elizabeth den Rücken frei. Sie wartete Jahr um Jahr auf seine Rückkehr und versorgte dabei die Kinder und den Haushalt. Den Großteil ihrer Ehe verbrachte sie alleine, während der Kapitän drei Reisen unternahm.

Elisabeth Cook hat in ihrem 94-jährigen Leben viel erlebt und erduldet. Die Autorin zeichnet ein detailliertes Bild von einer Frau, die ihr Leben im Hintergrund eines berühmten Mannes gestaltet. Ist er auf Reisen, kümmert sie sich um ihre sechs Kinder, von denen sie alle überlebt. Es wird die Einsamkeit beschrieben, das Warten auf die Rückkehr, aber auch die emotionalen Belastungen des Alltags. Ihr Leben dreht sich um James und die Kinder. Als James Cook nach der zweiten Reise beschließt, keine weitere mehr zu unternehmen, ist sie erleichtert und hofft auf ein normales Familienleben. Anna Enquist vermittelt auch diese Veränderungen im Alltag der Cooks anschaulich. Nicht nur das Fehlen eines Familienmitglieds erfordert eine Anpassung, sondern auch die Anwesenheit. Doch es kommt anders. Von der dritten Reise kehrt der Seefahrer nicht zurück, sondern seine Frau erhält nur einen Bericht der Admiralität über den Mord. Hier konnte die Autorin mit umfangreicher Recherche aufwarten, weil sich der offizielle Hergang sehr vom tatsächlichen unterscheidet. Das wirkliche Geschehen erfährt die Ehefrau viele Jahre später von einem Freund durch das Logbuch.

Die Romanbiografie über diese starke Frau ist allein durch die Darstellung der Gefühlsschwankungen wirklich lesenswert. Es verdeutlicht, dass hinter großen Persönlichkeiten immer noch jemand stehen muss, der den Alltag regelt. Im 18. Jahrhundert war diese Aufgabe noch erschwert, was Elisabeth Cook noch großartiger erscheinen lässt. Dennoch wird sie dem Leser auch menschlich näher gebracht, weil sie sich eben auch um die ganzen alltäglichen Kleinigkeiten kümmern musste. Der Roman kommt mit wenigen fiktiven Personen aus, die sich stimmig in die Zeit anpassen. Man sollte sich aber bewusst machen, dass diesmal der berühmte James Cook im Hintergrund steht.
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am 20. Mai 2013
Auch ich habe mich durch die positiven Worte von Elke Heidenreich täuschen lassen. Ich habe das Buch nach knapp 150 Seiten weggelegt. Ich empfinde es als langatmig, es kommt einfach keine Spannung auf. Die Figuren bleiben in ihren Handlungen und Emotionen oberflächlich, vieles widerspricht sich oder ist nicht nachvollziehbar.

Das fängt bei Kleinigkeiten an. So schreibt Elizabeth einer Freundin, es sei ihr nicht möglich gewesen, sich früher per Brief zu melden, weil sie keinen Tisch zum Schreiben gehabt hätte, der Tisch sei voll mit Reiseuntensilien ihres Ehemannes gewesen. Ein paar Seiten vorher wird aber beschrieben, wie die Familie am großen Esstisch sitzt. Dass Elizabeth mit der Kirche bricht, weil drei ihrer Kinder in jungen Jahren sterben, finde ich für diese Zeit eher unrealistisch. Es war damals praktisch "normal", dass die meisten Kinder das Erwachsenenalter nicht erleben, die Menschen haben damals gerade Trost in der Religion gesucht.

Elizabeth besucht zudem nur das Grab der toten Tochter, um die sie viel mehr trauert als um ihre Söhne. Die Gräber der Söhne besucht sie nicht. Warum, bleibt offen, wie so vieles. Der Autorin gelingt es nicht, in das Gefühlsleben von Elizabeth tiefer einzutachen. Hat sie ihren Ehemann vermisst, als er auf Reisen war? Hat sie sich um ihn gesorgt? Glaubt sie ihm wirklich, dass nur die Matrosen sich auf den Reisen sexuell mit Eingeborenenfrauen eingelassen haben und ihr Mann als einziger jahrelang treu war? Wie nähern sich die beiden wieder an? Gespräche finden ja kaum statt. Wieso fühlt sich Elizabeth unwohl an der Seite ihres Mannes, wenn er zu Empfängen eingeladen wird, um von seinen Reisen zu berichten? Wie nähert sich James Cook nach all den Jahren seinen Kindern wieder an? Vieles bleibt unausgesprochen, vieles bleibt unklar. Gerade weil die Autorin Psychoanalytikerin ist, verwundert diese oberflächliche Schilderung. Ein farbenprächtiges Bild der vorviktorianischen Zeit, wie auf dem Klappentext angekündigt, entstand vor meinem inneren Auge ebenfalls nicht.
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Die Sprache, die Anna Enquist wählt, ist kühl und distanziert. Auch wenn Mrs. Cook darum kämpft, mit ihrem Leben und vielen Schicksalsschlägen zurechtzukommen und sich viele Gefühle verbietet, bleibt die Sprache seltsam unangemessen. Man muss sich immer selber denken, wie schrecklich das alles gewesen sein muss; vermittelt wird es nicht.
Vieles wird angedeutet, aber es kommt keine wirkliche Spannung auf.
Obwohl Mrs Cook viel Leid erfährt, plätschert das Buch so dahin.
Sie lebt auf, wenn sie in den Tagebüchern ihres Mannes liest. Sie redigiert seine Texte und berät ihn bei Vorträgen. Aber auch diese Fähigkeiten geben der Figur wenig Leben.

Wer über die Hälfte des Buches bis zum dritten Teil durchhält, wird belohnt. Ab hier werden die Lebensumstände greif-, und nachvollziehbar. Hier kommt einem Mrs Cook näher. Und hier macht das Weiterlesen auch Spaß.

Leicht verwirrend fand ich die Ereignisse um die Kinder. Es hat schon sehr lange gedauert, bis klar wird, wer von ihnen lebt und wer wann gestorben war. Natürlich sind Gedanken manchmal sprunghaft und nicht chronologisch, aber dieses "Verwirrspiel" bringt weder die Handlung voran , noch hilft es Frau Cook zu verstehen.

Der Klappentext verspricht auch Einblick in die vorviktorianische Zeit. Auch hier habe ich viel vermisst. Man erfährt nicht sehr viel mehr, als dass man sich in Kutschen fortbewegt und auf der Themse gerudert wird, um von A nach B zu kommen.

Ich hatte mich nach Anna Enquists "Verletzung" auf dieses Buch gefreut und bin doch recht enttäuscht. Dieses sehr tragische Frauenleben ist mir aufgrund der Sprache über lange Strecken fremd geblieben und das ist doch sehr schade.
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am 23. November 2006
Eine eindrucksvolle fiktive Geschichte basierend auf historische Daten und Fakten. Mich hat das beschriebene Leben der Ehefrau von Captain James Cook sehr beeindruckt und fasziniert. Eine schöne Unterhaltung für lange Winterabende.
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am 3. September 2006
Anna Enquist gelingt es leider nicht, die Gefühls- und Gedankenwelt einer Frau im vorvictorianischen England einzufangen. Für eine Frau, wie Elizabeth Cook, die der bäuerlich-bürgerlichen Gesellschaftsschicht des späten 18. Jh.s. entstammt, hat beispielsweise die Religion mit Sicherheit eine nicht unerhebliche Rolle gespielt; dennoch ist in keinem ihrer fiktiven Briefe zum Tode Cooks oder ihrer Söhne die Rede davon. Ja, sie begegnet sogar den abendlichen Gebeten ihres jüngsten Sohnes mit völligem Unverständnis. Alles in allem eine viel zu moderne Sichtweise auf einen Charakter jener Zeit.
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am 26. Juli 2009
Einzig und allein die Stimme von Barbara Rudnik hat mich dazu bewogen, mir alle 6 CD's zu Ende anzuhören. Ansonsten hätte ich das Paket schon nach der 3. CD in den Müll geworfen.
Anna Enquist schreibt hier aus der Sicht Elisabeths, der Ehefrau James Cooks. Eine interessante Geschichte dachte ich. Aber so viel hunderte Gedanken, auch um noch so kleine Dinge, wie sich Elisabeth zu machen scheint, kann sich ein Mensch nicht machen. Anna Enquist kommt vom Hundertsten zum Tausendsten, springt geschichtlich vor und zurück. Und spätestens nach der 4. CD sieht man gar nicht mehr durch. Mal stirbt ein Kind, später ist es wieder lebendig. Dann ist sie wieder schwanger. Alles sehr verwirrend.
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