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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
136
4,5 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 6. September 2010
Habe das Buch bereits 2012 gelesen und hernach meine Meinung darüber, dass ich es als langweilig empfand und lange gebraucht hatte, um es auszulesen, nein, mehr noch, mich dazu überwinden musste, in einer Amazon-Rezension kundgetan. Nachdem ich verbal gesteinigt worden war und mir vorgeworfen wurde, ich würde es einfach nur nicht verstehen, löschte ich die ursprüngliche Bewertung. Nun ist es mir wieder in die Hände gefallen, ich finde es immer noch mühsam und empfehle es daher wieder nicht. Yalom in seinem vollen Glanz erleben heisst, die Rote Couch lesen, denn unbestritten, der Mann kann was. Was ich jedoch an dieser Stelle empfehlen kann, weil ich es als unglaublich spannend empfunden hab und empfinde, ist die Spielrein-Affäre: Freud, Jung, Sabina Spielrein. (Z.B. John Kerr, eine gefährliche Methode).
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am 10. Januar 2015
Man traut es sich ja bei den guten Bewertungen kaum zu schreiben... aber ich fand das Buch recht langweilig. Es zieht sich zäh wie Kaugummi, aber vielleicht bin ich ja nicht so der philosophische Typ. Werd es im Freundeskreis nicht empfehlen.
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am 10. Mai 2007
Zwar weiß Yaloms Buch über weite Strecken durch intelligente Dialoge zu faszinieren, doch versagt es leider nachhaltig an der entscheidenden Stelle. Denn die finale Auflösung der ähnlich gearteten ,Fixierung' unter der sowohl Breuer als auch Nietzsche leiden, wirkt billig und abgedroschen. Gerade die Traumszene gegen Ende des Buches, die dann zu Breuers Besinnung führt, wirkt in ihrer Aussagekraft und angeblichen Bedeutungsschwere völlig überzogen. Zudem ist die Darstellung von Nietzsche an manchen Stellen ebenfalls arg lachhaft und dem Thema des Buches untergeordnet. Als ein solchermaßen gearteter Charakter könnte diese Nietzsche-Figur auch als Sonderling in einer Daily-Soap mit hohem Tränendrüsen-Fallout mitspielen. Natürlich handelt es sich um einen fiktiven Roman, aber wer die Biographie Nietzsches etwas besser kennt, den mag die erzählerische Freiheit, die sich Yalom nimmt, abschrecken.

Als Fazit bleibt festzuhalten: Vor allem das plumpe Ende und die propagierte Kerneinsicht, die uns Yalom schmackhaft machen möchte - eine einfältige Binsenweisheit - ruinieren ein grundsätzlich gut zu lesendes, mitunter unterhaltsames und leidlich spannendes Buch. Letztendlich weint nicht nur Nietzsche sondern auch der Leser. Aus Frust über die Zeitvergeudung.
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am 19. Januar 2013
Wie sich der Autor am Ende des Buches aus der Affäre zieht, empfinde ich noch immer als Zumutung. So packend und spannend ich den Teil davor fand, die Auflösung der Geschichte ist in ihrer Plumpheit kaum zu überbieten. Ich will hier nicht zu viel verraten. Doch dass sich Yalom quasi eines Deus Ex Machina in Form einer Hypnose bedient, ist schon ziemlich frech. Ich fühlte mich hier komplett genasführt.
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am 7. Februar 2004
Zweifellos ein faszinierender Gedanke, die Entstehung der Psychoanalyse im Wien der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Romanform einem breiteren Publikum plastisch und damit verständlicher vor Augen treten zu lassen. Und großartiger noch, diese Idee in zwei Personen Gestalt annehmen zu sehen; zweier Menschen, die so recht geeignet scheinen, die Entdeckung des Unbewussten als wichtiger Triebkraft gemeinsam zu erleben und voranzutreiben. Der eine, als nur flüchtige Erscheinung in der Geschichte der neuen Seelenwissenschaft und dennoch wichtig für den allbekannten Freud; der andere der psychologische Philosoph schlechthin, der in seinen Schriften Inhalte und Methoden der später zu akademischen Ehren kommenden Disziplin vorausahnt, skizziert und anwendet.
Es ist dem Autor in der zweiten Hälfte des Buches hervorragend gelungen, in den dialogischen Passagen die Grundannahmen und Genese der psychoanalytischen Denkungsart und Problemlösung deutlich zu machen. Nicht ungeschickt fungieren hierbei manche Gedanken und Passagen aus Nietzsches Büchern als Leitvorstellungen der Breuerschen Ideen; sich wechselseitig befruchtend und einander helfend gelingt es am Ende beiden Patienten, ihr jeweiliges Problem im medizinisch-psychologischen Sinne, vor allem aber auch in allgemeinmenschlicher und philosophischer Hinsicht zu überwinden. Beunruhigend und ruchlos-geschickt geschildert sieht der Leser den armen Dr. Breuer zu Beginn der Gespräche persönlichen Halt beim deutschen Philosophen suchen, der ihm jedoch kalt die Schulter zeigt und hart wie folgerichtig andere Wege aufzeigt und damit Wunden schlägt und Schmerzen verursacht. Und genau diesen Weg versteht nach zähem Ringen der Wiener Arzt und kehrt die Situation um und hält nun seinerseits Nietzsche am langen Arm und drängt ihn erbarmungslos hinaus über die Grenzen seines Bewussteins zur Erkenntnis der Ursachen seiner Leiden. Dass jene zu heilenden Leiden bei beiden Protagonisten von den geschilderten Frauen ausgehen, ist nur konsequent und ohne jede Frage die zu Recht gewählte Folie. Bestünde der Roman aus den letzten zweihundertdreißig Seiten, so dürfte man trotz der zahlreichen künstlerischen Schwächen von einem guten Werk dieser Gattung sprechen.
Ein guter Roman ist das Buch jedoch nicht, ein gutes Sachbuch würde es abgeben, den Ansprüchen der Kunst genügt es kaum! Noch immer ist den meisten Lesern nicht bewusst, dass ein Kunstwerk nur in seiner Einheit von Inhalt, Form und Sprache vollständig erfasst und damit auch bewertet werden kann. Vollmundige Fünfsternebeurteilungen, die lediglich auf subjektiven Wertvorstellungen und eigenen inhaltlichen Präferenzen beruhen, sprechen wohl für die möglicherweise massenhafte Rezeption, kaum aber über den tatsächlichen Wert eines Buches. Ich spreche hier für mich von sogenannten Inhaltsbüchern, wie ich beispielsweise Umberto Ecos „Focaultsches Pendel" oder Thomas Manns „Zauberberg" als Bildungsdrogen genoss, während sie mich als Kunstwerke kaum zufriedenstellen konnten.
Die Unzulänglichkeiten dieses Buches liegen zunächst einmal in den Schwächen der Charakterisierung der Hauptpersonen. Lediglich Dr. Breuer ist ein Charakter, der sich entblößt, verändert, entwickelt. Alle anderen sind Typen, Schemen, Hilfskonstruktionen. Das ist um so bedauerlicher, da es sich doch um sehr bekannte historische Persönlichkeiten handelt. Ich will nicht verhehlen, dass ich mir eine lebendige Darstellung eines Freud oder Nietzsches im literarischen Sinne auch sehr schwierig vorstelle; doch der Autor hat sich diese zum Personal erkoren, so muss er sie auch zeichnen und dem Ganzen organisch einfügen. Das geht jedoch über seine künstlerischen Fähigkeiten, was besonders die im Grunde lächerliche und schon grotesk anmutende Darstellung der Lou Salomé eindringlich nahelegt. Keine wirkliche Figur, eher eine hölzerne Marionette, eine Idee der Emanzipation auf wackligen Beinen und als Frau kostümiert. Immerhin halte ich deren Brüskierung durch Dr. Breuer, als sie Informationen zu Nietzsches Krankengeschichte erwartet, für den eigentlichen Höhepunkt des Buches. Frauen sehen das gewiss anders, was bleibt ihnen auch übrig!?!
Des Weiteren muss man über den Ertrag der Gedanken Nietzsches im Buch traurig den Kopf schütteln. Wenn man Breuers und Freuds Einlassungen etwa zu den Träumen noch hingehen lassen kann, so bleibt die reiche Gedankenwelt des vielleicht wichtigsten Philosophen der Moderne im Grunde unsichtbar. Freilich stützt sich der Autor aus selbst im Nachwort geschilderten und bei Lichte besehen unsinnigen Gründen nur auf frühe Werke, doch auch jene hätten mehr als bloße Schlagworte hergeben können. Wenigstens durfte Nietzsche als handelnde Figur die ebenso knappe wie brillante Analyse der drei, Breuer bedrängenden Frauenspersonen leisten. Ein genialer Streich, der mich selbst als Leser in seiner Klarsichtigkeit überraschte.
Struktur, Aufbau und innere Logik überzeugen desgleichen nicht. Die ersten zweihundert Seiten sind vollkommen überflüssig, eine kompakte Einleitung wäre ausreichend gewesen; der Schluss mit der Überrumpelung Nietzsches durch die Entdeckung der „Verschwörung" ist nach den bis dahin geschilderten Charakteren nicht nachzuvollziehen. Und überhaupt: Was für ein schwacher Schluss. Friede, Freude, Harmonie! Das mag Breuers Welt entsprechen, der Nietzsches gewiss nicht. Mit dem Traum Breuers ins Reale gewendet hätte das Buch enden müssen - hart und bedingungslos. Wer die Wahrheit will, muss Kompromisse und Behaglichkeit fliehen! So entschärft der Autor einmal mehr die Bombe, die Nietzsches Welt darstellt. Es bleibt ein plärrender Narr mit albernem Schnauzbart. Und das also ist der Anfang der alles verändernden Psychoanalyse?
Und letztlich schwächelt das Buch sprachlich wie formal, auch wenn sich der Autor hier mit dem Übersetzer gemeinsam die Krone des Unzulänglichen aufsetzen dürfte. Die randvollen Eimer Redundanzen müssen doch beim Lektorat jemandem aufgefallen sein oder rechnet man nur mit debilen Lesern. Man mache sich einmal den Spaß und rechne nach, wie oft etwa Breuers Verdienste erwähnt werden. Und wieso erzählen sich Figuren breit, was der Leser seit hunderten Seiten längst weiß? Und hat der Verfasser eigentlich mal etwas vom Inneren Monolog oder Erlebter Rede gehört, literarischen Techniken, die seit über einhundert Jahren Usus sind bei Epikern aller Sprachen? Die schulmäßigen Gänsefüßchen bei den ellenlangen Selbstgesprächen, die inhaltlich-strukturell genauso ungeschickt platziert scheinen, wie sie grammatisch-semantisch unklar sind, sodass man oft nicht weiß, ob Breuer nun laut oder „leise" spricht ... diese prosatechnische Unbeholfenheit ist einfach nur noch peinlich.
Fazit: Ein gelungenes Buch für den normal gebildeten - also wohl eher weniger bis nicht gebildeten - Leser, der sowohl über die Psychoanalyse als auch über die Gedankenwelt Nietzsches etwas erfahren und gleichzeitig einen durchschnittlichen Roman lesen will. Über die Anfangsgründe und Schlagworte hinaus sollte er jedoch unverkrampft und mutig zu den jeweiligen Büchern eines Freud oder Nietzsche greifen - ich empfehle die „Traumdeutung" des einen und den „Ecce Homo" des anderen zum Einstieg.
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