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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
135
4,5 von 5 Sternen
Und Nietzsche weinte
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:10,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 19. September 2017
Endlich mal wieder ein Buch, bei dem ich selber so ergriffen war, dass ich mich aufs Weiterlesen gefreut habe - und auch schon mal das TV-Programm ausfallen ließ.
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am 12. Dezember 2016
Der historische Roman des emeritierten Psychiatrieprofessors und Psychoanalytiker Irvin Yalom handelt von dem fiktiven Zusammentreffen des Arztes Dr. Breuer und des Philosophen Friedrich Nietzsche in Wien des Jahres 1882. Als Nebenfigur und Freund Dr. Breuers tritt Sigmund Freud auf. Der Roman veranschaulicht auf unterhaltsame und anregende Art und Weise die Methoden der Psychoanalyse, ihre Ursprünge und das philosophische Weltbild Friedrich Nietzsches.

Schon lange hat mich kein Buch so sehr zum Nachdenken angeregt, wie dieses hier. Wer auch nur einen Hauch von Interesse an Psychologie oder Philosophie hat, sollte dieses Buch unbedingt lesen.
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am 22. Juni 2016
Als jemand, dessen eigene Denkweise sehr stark von Friedrich Nietzsche beeinflusst wurde, war ich vor vielen, vielen Jahren mehr als gespannt, nachdem ich zufällig auf Irvin D. Yaloms Buch gestoßen war. Worum es inhaltlich geht, wurde hier bereits zur Genüge erläutert und soll deshalb nicht noch einmal rekapituliert werden.

Die Idee, unterschiedliche intellektuelle Größen in fiktiver Weise 'aufeinander loszulassen', empfand ich von Anfang an als fesselnd und interessant. Und was soll ich sagen? Seit diesem Buch bin ich ein treuer Leser der Werke Yaloms, zumal jenes Aufeinandertreffen meisterhaft umgesetzt und meine Erwartungen damit glücklicherweise nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen wurden.

Als Kenner von Nietzsches Werken stößt man hier quasi laufend über Aussagen, Maximen, Zitate, Thesen und Annahmen des Philosophen, welche brillant in das Handlungsgeflecht eingewoben wurden und gleichzeitig die Munition in den fantastischen Wortgefechten zwischen ihm und Josef Breuer liefern. Der Psychoanalytiker Breuer auf der einen Seite und der begnadete Philosoph auf der anderen steigern sich in diesem Roman in ein psychoanalytisches und stilistisch hochwertiges Sprachduell, das so zwar nie stattgefunden hatte, aber meiner Meinung nach auf atemberaubende Weise in Szene gesetzt wurde, auf dass ich während der Lektüre immer wieder eine Gänsehaut verspürte. Anhand der Gespräche zwischen Breuer und Nietzsche gewinnt man als interessierter Leser intime Einblicke in deren Leben. Doch damit nicht genug: Yalom lässt die Redestunden der beiden nochmals Revue passieren, indem er Breuer das Besprochene nochmal mit Sigmund Freud diskutieren lässt. So wird alles zusätzlich von einem anderen Blickwinkel beleuchtet und aus verschiedenen Perspektiven analysiert. Großartig!

Zu keinem Zeitpunkt kam während des Lesens Langeweile auf und die 448 Seiten vergingen somit wie im Flug. Hellauf begeistert bin ich nach wie vor von der sich stetig verdichtenden sowie zwischen Emotion und Ratio pendelnden Atmosphäre und Erzählstruktur. Versüßt wird letztere zudem durch das Bemühen um sprachliche Authentizität sowie die Möglichkeit, gleichsam einen Spaziergang durch das Wien des auslaufenden 19. Jahrhunderts unternehmen zu können.

Vielleicht ein kleiner 'Wermutstropfen': Meiner Meinung nach hat Yalom trotz großartiger, anderer Bücher (z.B. 'Die Schopenhauer-Kur' oder 'In die Sonne schauen') mit 'Und Nietzsche weinte' sein Magnum Opus geschaffen, dessen Qualität in dieser Form (bis dato) nicht mehr voll und ganz erreicht wurde.
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am 29. November 2016
Habe das Buch als Nietzschefan gelesen weil es mir von einer Arbeitskollegin empfohlen wurde. Ein ein sehr einfühlsam geschriebenes Buch, von jemandem, der sich mit Nietzsche und dem Menschsein an sich viel beschäftigt hat. Wenn man die ersten zwanzig Seiten überwindet, der EInstieg ist etwas langatmig, dann liest es sich sehr flüssig. Wenn man Wien des fin de siecle mag ist das noch ein zusätzlicher Anreiz.
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am 15. September 1999
Dieses Buch hat mich sehr fasziniert. Besonders im zweiten Teil, in den fiktiven Gesprächen zwischen Josef Breuer und Friedrich Nietzsche, ist das Buch unglaublich intensiv und mitreißend. Aber von vorne: Der anerkannte Wiener Arzt zur Zeit des fin de siecle, Josef Breuer, wird von einer einnehmenden Dame, Lou Salome, gebeten, ihren Freund, Friedrich Nietzsche, zu heilen: Er leidet unter anderem an Migräne, aber auch an einer Verzweiflung, an einer Seelenkrankheit, die zu dieser Zeit (Sigmund Freud tritt am Rande auf, ist aber noch jung, und die Psychoanalyse existiert noch nicht) nicht heilbar zu sein scheint. Breuer versucht es dennoch mit einer "Redekur", in der aber die Rollen von Arzt und Patient schnell verwischen...
Der erste Teil ist nett und interessant zu lesen, aber der zweite Teil, die "Redekur", ist besser als alles, was ich in der letzten Zeit gelesen habe. Die Philosophie tritt federleicht und gut verständlich hervor, den intelligenten Gesprächen zu folgen, ist faszinierend und regt gleichzeitig zum Nachdenken an wie lange nichts mehr. Das Buch ist, denke ich, unbedingt empfehlenswert! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 5. März 2010
Irvin D. Yalom, Und Nietzsche weinte (When Nietzsche Wept), 1992

Orte: Venedig, Wien. Handelnde Personen: Lou Salomé, Dr. Josef Breuer, Friedrich Nietzsche, Dr. Sigmund Freud u.a.. Zeit 1882. Lou Salomé spürt in Venedig den bekannten Wiener Arzt Breuer auf, um ihn zu bewegen, Nietzsche einer Redekur" zu unterziehen, da er unter heftigen Kopfschmerzen leidet und in seiner Not suizidgefährdet erscheint. Breuer, der weder Patient noch Salomé kennt, ist erst entrüstet ob des dreisten Vorgehens, fällt aber alsbald ihrer Schönheit und ihrem Charme zum Opfer und stimmt einer erneuten Kontaktaufnahme in Wien vage zu. Kaum angekommen, ist sie wieder da und erläutert dem Arzt die Besonderheiten, die Nietzsches Behandlung erfordert, denn der hat zu diesem Zeitpunkt die Nase von Ärzten ja schon voll. Breuer will sich dem schwierigen Patienten nähern, indem er ihm einen Pakt vorschlägt: Er erzählt von seinen eigenen Problemen mit seiner Geliebten, um im Rededuell in Nietzsche vorzudringen. Allein schon die Schilderung der Vorbereitung einer ersten Konsultation ist ein Genuß, weil in ihr die Persönlichkeiten und Charaktere treffend vorgestellt werden. Die Sitzungen werden in sogenannten Verlaufsberichten, einer Art Epikrise, von Breuer und Nietzsche getrennt, zusammengefaßt, was das Verstehen der in diesem Abschnitt manchmal doch ans Eingemachte gehenden Materie erleichtert. So ein Verlaufsbericht kann in Form eines Briefes (z.B. an Köselitz/ Gast) oder einer Notiz festgehalten sein. In Äußerungen und Gebaren werden die Protagonisten leibhaftig: da wird jemand angeblinzelt, Breuer klagt von der Wiederkehr des Ewig-Gleichen am Beispiel seiner Frau, und das Vorrecht der Toten, nicht mehr sterben zu müssen, wird zitiert. Schließlich fällt der Leser auch noch einem psychologischen Geniestreich Yaloms zum Opfer, wenn er einer selbst erdachten Handlung folgt, zu der er verführt" wurde. Umfangreiche Recherchen des Autors lassen überzeugende Psychogramme entstehen; Einfallsreichtum und Humor verschmelzen Fiktion und Wirklichkeit zu einem faszinierenden Buch.
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am 13. Mai 2017
Dieser Romas ist ein Meisterwerk: Man stelle sich die Arbeit vor, die dahinter stecken musste, sich in die Charaktere dieser beiden Männer (Breuer und Nietzsche), so tief einzuarbeiten. Um dann Dialoge zu schreiben, die so realistisch sind - ich war noch nie so fasziniert und begeistert von einem Roman. Das ist Literatur auf dem allerhöchsten Niveau und darüber gespickt mit wichtigen philosophischen Ideen.
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am 21. Januar 2009
Bevor ich "Und Nietsche weinte" gelesen habe, habe ich mir "Den Panama-Hut" von Irvin Yalom durchgelesen. Damals war ich sehr von Yalom beeindruckt und wusste gleich, warum er als Psychotherapeut solche Erfolge hatte, weil er einen unglaublich feinfühligen Umgang mit Menschen hat.

Doch als ich dann das besagte Buch, "Und Nietsche weinte" las, wurde es mir plötzlich noch viel mehr bewusst, mit welcher Intelligenz und Begabung Dialoge zu führen und in die gewünschte Richtung zu leiten, er ausgestattet ist. Nicht nur das, man spürte auch, dass er während er die Personen reden ließ, sich irre gut in sie hineinfühlen konnte und man gedanklich gut nachvollziehen konnte, warum sie sich wie verhielten, oder reagierten.

Das war es, was mich an diesem Roman so faszinierte - Menschenkenntnis pur! Dieser Autor, kennt die Menschen und hat mit seiner Berufswahl ins Schwarze getroffen.

Abgesehen davon, ist die Story gut druchdacht und realistisch. Durch die "alte" deutsche, ein wenig hochgestochene Sprache, war das Gefühl mit den Charakteren, die es im Übrigens wirklich gab (Breuer, Nietsche, Freud, Salome), im 1900 Jahrhundert zu stehen, äußerst wirklich.

Großartig, dass er Psychotherapie und Philosophie kombiniert, 2 Fachbereiche, die zusammengehören. Man merkt förmlich, wie gerne Yalom Nietsche als Patient hätte. Das wäre sicher eine enorme Herausforderung für ihn. Yalom hat bestimmt kein sehr umfangreiches Fachwissen, was die Philosophie betrifft, aber für den, der sich nicht eingehend mit Nietsche befasst hat, ist dieses Buch ein guter Einstieg, Nietsche und seine Philosophie ein wenig kennen zu lernen.

Dafür, dass ich für knapp 10 Euro ein so tolles Buch bekommen habe und davon viel profitierte, was das verpackte Fachwissen betrifft und den Spaß den ich dabei hatte, gebe ich Yaloms Buch 5 Sterne. Diese hat er sich verdient!
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am 2. Dezember 2008
Der bekannte Arzt Josef Breuer wird von der exaltierten jungen Russin Lou Salome bedrängt, ihren Bekannten, Friedrich Nietzsche, von dessen Verzweiflung und Besessenheit von ihr zu heilen. Mit Nietzsche und einem anderen Freund habe sie eine platonische Dreiecksbeziehung geführt, ehe Nietzsche sie verteufelt, da sie ihn zurückgewiesen habe. Breuer willigt schließlich ein, und Salome bringt Nietzsches Freunde dazu, ihn zur Behandlung zu überreden. Nach Rücksprache mit Sigmund Freud versucht Breuer, bisher nur Arzt für den Körper, in endlosen Gesprächen an Nietzsches Psyche heranzukommen. Doch Nietzsche gelingt es immer wieder, auf philosophische Metaebenen zu entkommen. Breuer hat schließlich die Idee, die Rollen zu tauschen: Er erzählt Nietzsche von einer angeblichen Obsession für eine Frau, die Salome ähnelt; die Sache entwickelt eine brisante Eigendynamik.

Die 443 Seiten bestehen überwiegend aus den Behandlungssitzungen, dazu gibt es Nietzsches Tagebuchauszüge und u.a. seine Briefe an Salome. Das Buch ist hübsch geschrieben, die Darstellung der eigenartigen Patient-Therapeut-Beziehung mit dem hochintelligenten Nietzsche gelungen: der Mann, dessen Ringen um Wahrheiten seiner persönlichen Heilung im Wege steht. Dazu immer wieder schön eingefügte Zitate aus "Menschliches, allzu menschliches". Dass der Roman eigentlich nicht funktioniert, weil ein Mensch, der angeblich so verzweifelt ist, dass er nicht mehr arbeiten kann, schwerlich so eloquent sprechen würde, verzeiht man, so schön ist "Und Nietzsche weinte" erzählt. Die Geschichte enthält viel Authentisches, außer dass Nietzsche und Breuer sich nie begegneten. Am Ende ein raffinierter Plot mit allerdings kitschigem Schluss; für mich hätten es auch 250 Seiten davon getan.
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am 8. April 2011
Wird sicher kaum weiterhelfen, wenn ich sage, dass ich in diesem Buch streckenweise die intelligentesten Dialoge seit langer Zeit gelesen habe, denn vielleicht lese ich ja schlichtweg sonst nur Schund.-
Und wenn ich jetzt sage "wow, tolles Buch", so toll, dass ich unbedingt eine Rezension schreiben wollte, na, hilft wohl auch nicht viel.
Und wenn schon:
Tolles Buch mit streckenweise den intelligentesten Dialogen, die ich seit langer Zeit gelesen habe.
Wortlastig, nicht episch, zum Nach- und Mitdenken, keine seichte Sache, auch keine Leichte.
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