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Kundenrezensionen

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106
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am 6. Februar 2015
Seit vielen Jahren habe ich kein Buch mehr gelesen, das mir so wenig zugesagt. Ich breche keine Bücher ab, daher habe ich mich trotzdem durch "Hard-boiled Wonderland oder das Ende der Welt" gequält... die jetzige Reue kommt zu spät.

Die Grundidee ist nett, trägt aber nicht über die volle Länge des Werkes. Für eine Kurzgeschichte hätte es vielleicht gereicht. Das Motiv einer Realität neben der Realität ist dabei ohnehin aber auch nichts wirklich Neues. Kafkas Verwandlung oder Gibsons Neuromancer (Vergleiche hinken, dazu unten)... alles schon dagewesen und das in besserer Qualität. Die Geschichte bei Murakami zieht sich wie der sprichwörtliche Kaugummi: Kaum Handlung, dafür endlose innere Monologe von enormer Trivialität. Niemals zuvor habe ich einen derart langweiligen, gefühlslosen Protagonisten erlebt. Der "Held" selbst hat keinerlei Interesse an dem, was ihm passiert. Gefühlsregungen gibt es nicht: Von dunklen Mächten verfolgt? Egal. Nahezu des gesamten Besitzes beraubt? Was soll's. In absurden Welten unterwegs? Keine innere Reflektion erforderlich. Ende der Existenz? Ist halt so.
Nur ein einziges Mal blitzt Menschlichkeit auf, als ihm seine "Whiskysammlung" vernichtet wird. (Dabei sind die Spirituosen nur eine Ansammlung billigen Fusels, die der Autor wie an anderer Stelle auch dennoch ausführlich aufzählt, um - wie ich meine - mit seinem Wissen über Europa und die Welt außerhalb Japans anzugeben.)

Interessanterweise wird das Buch von einem Duo übersetzt: Annelie Ortmanns zeichnet für "Das Ende der Welt" verantwortlich und ein anonymer Übersetzer für den Rest, vulgo für das Wonderland. Der Ortmann'sche Text ist ruhig, getragen, in erheblichen Teilen absurd (was der Schilderung geschuldet ist) und weist eine nicht zu verkennende Schönheit auf. Das ist der starke Teil des Werkes.

Ganz anders das Wonderland, das den Hauptteil des Textes bildet: Die Sprache dort? Mit einem Wort fürchterlich! Sie ist weder schön, noch gut lesbar. Sprache muss nicht beides sein, das ist hohe Kunst, aber eines von beiden wäre schon nett gewesen. Stattdessen gibt Trivialsprache auf Groschenromanniveau im Verein mit verquasten Satzkonstruktionen. Besonders schlimme Passage ist das Technogeschwafel des Professors in der Buchmitte.

Ob das nun an Murakami oder dem namenlosen Übersetzer liegt, lässt sich nicht abschließend beurteilen. Wenn von "Kanonenpulver" gesprochen wird wo "Schießpulver" gemeint ist, drängt sich wegen der Nähe zum englischen "gunpowder" aber schon sehr der Verdacht auf, dass entgegen der Angabe im Buch gar nicht aus dem Japanischen übersetzt wurde sondern aus dem Englischen. Welche Literatur könnte nach zwei Übersetzungen noch dem Original entsprechen oder gut sein? Google Übersetzer lässt grüßen...

Geradezu an Körperverletzung grenzen die vielen, vielen schlechten ja grausamen Metaphern und Vergleiche die der Autor bei jeder Gelegenheit über den Leser auskübelt. Ich weigere mich, ein Beispiel anzuführen. Gut, irgendwo hinkt selbst der beste Vergleich, aber diejenigen von Murakami sind samt und sonders halsabwärts querschnittsgelähmt.

Ich freue mich für jeden, dem das Wonderland gefallen hat, der etwas für sich aus dem Buch herausgelesen hat oder von ihm wenigstens unterhalten wurde. Ich gehöre nicht dazu.
Reich Ranicki hat einmal gesagt, es interessiere ihn nicht, was ein Autor mit einem Buch sagen will, es interessiere ihn nur, was das Buch selbst sagen will. Mit hat es gesagt: Lass' künftig die Finger von Haruki Murakami.
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am 9. April 2003
Nachdem einmal vom Murakami Virus erfaßt,
kann ich nicht eher von seinen Büchern lassen bevor ich nicht auch das letzte gelesen habe .Vielleicht hatte ich die richtige Reihenfolge zufällig erwischt, um so infiziert zu werden. Diese leichte, wortwitzige, manchmal auch lakonische Beschreibung, letzlich nur von Kleinigkeiten, die in der Vorstellungskraft, puzzelartig die Auflösung zum gesamten Bild und Thema sich vereinigen. Der Kamf der Einzelkämfer gegen die Massenentindividualisierung unter dem gesteuerten Terror des vermeintlichen Glücks und dessen Individiualität.Der Wortschatz Murakamis, welcher so gegenwartsecht ist, als spräche ich mit meinem kosmischen Zwilling. Der mich anregt wieder das wesentliche zu sehen und zu erkennen. Diese ach so wunderbare, schöne, geausame Welt
die durch die Betrachtung ihrer Details und dem Erkennen ihrer komplexsität, der vielen Kleinigkeiten der Zeitgeist der Gegenwart erkennbar wird. Gerade "hard boild wonderland" macht deutlich wie sehr das Erkennen von Vorurteilen und Hemmungen zur isolation in der vermeintlich glücklichen Masse führt. Durch die sich täglich und permanent ins Unterbewustsein schleichende, globalfügigmachende "Glücklichmacher". Zum totalem Erkennen brachte mich "Mister Aufzievogel" der mich erstmals zum Medium des schreibens brachte um meine Gedanken zu ordnen und dieses gewaltige Seelenchaos zu verarbeiten, grandios. Schade, dass es keine Kontaktadresse gibt.
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am 3. März 2006
In diesem frühen Murakami-Werk, das jetzt endlich wieder in Deutschland auf den Markt kommt, splittet der Autor die Geschichte in zwei unterschiedliche Handlungsstränge, entsprechend der "Persönlichkeitsspaltung" der Hauptfigur.
Dabei wechselt er zwischen einer Mischung aus pessimistischer Science Fiction und Film noir immer wieder in eine eher märchenhafte Welt. Der Reiz des Buches liegt dabei in der Entwicklung der Beziehungen zwischen diesen beiden Welten sowie der Vision einer Zukunft, in der nicht einmal mehr die Gedanken vor dem Zugriff äußerer Mächte sicher sind.
Dem Buch fehlt zwar vielleicht die Tiefe anderer, späterer Murakami-Werke, es bietet aber eine packende Lektüre.
Für diejenigen, die einen ersten Einstieg in die Literatur Murakamis suchen, empfehlen sich eher andere seiner Bücher.
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am 8. Februar 2009
Der Roman entwickelt eine spannende, mystische Atmosphäre. Zwei scheinbar zusammenhanglose Geschichten werden zu einer tiefgründigen Geschichte verwoben. Teilweise gleitet der Autor in psychoanalytisch anmutende Beschreibungen ab, dann wieder entwirft er fantastisch- surreale Welten. Der Hauptcharacter wird als vielschichtige Person dargestellt, die Einblicke in menschliche Abgründe sowohl bei sich selbst als auch bei anderen erhält, das Menschsein selbst ist dabei Thema. Das Buch lässt sich sehr gut lesen, die Atmosphäre geht von existentiell- schicksalergeben bis hin zu einem intensivem, teilweise auch glückserfüllten Leben. Ein empfehlenswertes Buch!
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am 11. Februar 2014
Also ich weiss wirklich nicht woher die ganzen tollen Bewertungen kommen. Es ist sicherlich keine schlechtes Buch aber das einzig interessante ist schlussendlich die Verbindung der beiden Welten bzw. Geschichten. Und selbst die wirkt eher arg an den HAaren herbeigezogen als originell, zumindest für jemanden der bereits gute Fantasy/Science-Fiction gelesen hat.

Der Schreibstil auf englisch wirkt für mich auch eher gezwungen, die Dialoge sind auf eine Art geschrieben dass zumindest für mich die einzelnen Charaktere nicht in Erscheinung treten konnten und das ganze Buch über flach bleiben.

Teilweise wirkt es auch lächerlich wie Murakami mit Referenzen auf Kunst und Musik um sich wirft, und in einer Szene das halbe Menü auf italienisch zitiert, als meine er seine Kultiviertheit beweisen zu müssen.

Ich empfehle als alternative mit meiner Meinung nach deutlich differenzierterem, ungewöhnlicherem Schreibstil David Mitchell.
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am 16. September 2000
Das ist der beste Roman vom Murakami. Da tun sich Welten auf... Undurchsichtig und trotzdem spannend bis dem Leser am Ende des Buches auf einmal alles klar wird. Nichts in diesem Buch ist vorhersehbar. Murakami hat sich selbst übertroffen. Ihm ist mal wieder ein vor Phantesie überschäumendes, witziges, tragisches und intelligentes Buch gelungen, das jeder zwischen 15 und 50 unbedingt mal lesen sollte.
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am 3. Februar 2002
Natürlich ist es immer einfacher ein Buch zu kritisieren. Auch ich ziehe das Meisterwerk "Mister Aufziehvogel" vor. Trotzdem hat mich auch hier Murakamis Kunst gefesselt, den Leser mit Unvorhergesehenem und doch so Bekanntem zu konfrontieren.
Eine Reise in die eigene Seele und in die eigene Traumwelt aufgezeigt in einem Buch, geschrieben wie eine Achterbahnfahrt. Oder kannst DU von DIR behaupten, noch nie solche déjà-vue Gefühle gehabt zu haben?
Ob wir wohl nicht alle Kalkulatoren und Shuffler sind, die irgendwo in einer real nicht real existierenden Welt leben?
Ich würde das Buch auf jeden Fall wieder kaufen und empfehle es auch DIR. Faszinierend und geheimnisvoll, wie die japanische Seele. Murakami ist und bleibt der Autor, der einem Westler die japanische Denkweise am anschaulichsten darlegen kann, weil er selber immer wieder davor flüchtet.
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am 19. März 2010
Auf eine mir leider schwer beschreibliche Weise ein gleichsam lakonisches, detailverliebtes, dabei aber auch unglaublich packendes, fesselndes Buch, das man kaum mehr aus der Hand legen mag, wenn man einmal zu lesen begonnen hat.

Einfach eine eigene Meinung bilden, es lohnt sich!
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am 7. Januar 2016
Was Haruki kann ist unglaublich. Er vermischt Realität und Phatasie zu einem harten Cocktail dass einem die Gehirnwindungen in Farbexplosionen verglühen. Verrückt und magisch.
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am 11. Januar 2015
Nach 1q84 und gefährliche Geliebte war ich von diesem Buch enttäuscht. Langatmige und abstruse Handlung, wenig spannend (insb. der "Ende der Welt"-Teil).
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