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Kundenrezensionen

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am 11. Dezember 2009
Stellen Sie sich vor, Sie sind Juniorchef eines Unternehmens und müssen eine eidesstattliche Erklärung abgeben. Dabei ergeben sich jedoch folgende Probleme; Sie haben eine Phobie vor spitzen Dingen entwickelt, besagte Organisation ist ein Yakuza-Clan (dort werden eidesstattliche Erklärungen natürlich mit Blut besiegelt) und alles, was der Psychiater Ihres Vertrauens dazu zu sagen hat, ist "Ich könnte Ihnen auch 'ne Bescheinigung ausstellen, dass Sie Aids haben."

In der Praxis von Dr. Ichirô Irabu geht es eben anders zu.

Zum Psychiater zu gehen ist heutzutage eigentlich keine große Sache mehr. Wenn man Probleme hat, lässt man sich helfen. Das ist mehr oder weniger gesellschaftlich anerkannt. Schwierig wird es nur, wenn man bei einem Arzt landet, bei dem sich selbst die früheren Kommilitonen wundern, "dass der überhaupt den Abschluss geschafft hat."

In fünf kurzen, von einander unabhängigen Geschichten lässt Hideo Okuda seine Leser in die Welt sehr unterschiedlicher Protagonisten eintauchen, die, jeder für sich, ganz spezielle Probleme haben. Hier begegnet man also einem Yakuza mit einer Phobie vor spitzen und bedrohlichen Gegenständen, oder einem Profi-Baseballer, der plötzlich das Werfen verlernt hat.

Die Vorstellung vom typischen Psychiater mit weißem Kittel und einem mitfühlenden Lächeln erfüllt Irabu keineswegs. Zu Anfang jeder Geschichte schildern die Protagonisten ihre erste Begegnung mit dem seltsamen Arzt, und nach und nach fügt sich das Bild eines übergewichtigen, ungepflegten Mannes mittleren Alters zusammen, der in einem gelb-grünen Porsche herumfährt, Jogginganzüge von Chanel trägt und obendrein eine perverse Vorliebe dafür hat, seinen Patienten von seiner mürrischen, überwiegend gelangweilt schweigenden Assistentin Spritzen in den Arm jagen zu lassen, sodass sich die Patienten ernsthaft fragen, ob dieser Mann überhaupt Arzt ist.

Und anstatt seine Patienten dabei zu unterstützen, ihr Leben wieder in die rechte Bahn zu schieben, mischt er sich ungefragt und penetrant in ebendieses ein.

Tatsurô Ikeyama, Universitätsdozent und ehemaliger Kommilitone von Irabu, kämpft mit Zerstörungswut und dem hartnäckigen Bedürfnis, dem Leiter der Universität, der gleichzeitig sein Schwiegervater ist, das Toupet vom Kopf zu reißen. Nach wenig hilfreichen Kommentaren ("Wie wär's, wenn du Mitglied einer Motorradgang werden würdest? Mal so richtig Vollgas geben.") und diversen Jungenstreichen, zu denen Irabu Tatsurô nun anstiftet, gipfelt das Ganze tatsächlich in einem öffentlichen Toupet-Diebstahl. Ohne Zweifel albern, aber durchaus unterhaltsam.

Aiko Hoshiyama, Bestsellerautorin vieler, zugegebenermaßen vielleicht etwas klischeehafter Liebesromane, überkommt plötzlich das paranoide Gefühl, sie habe alles schon einmal geschrieben. Als Irabu nun auf die Idee kommt, selbst etwas (natürlich vollkommen untaugliches) veröffentlichen zu wollen, wird auch ihr klar, wie kostbar ihre Worte sind, und sie verlässt die Praxis zuversichtlich und mit neuer Motivation, zu schreiben.

Durch die Einmischung des Arztes erkennen die Protagonisten so meist selbst, was in ihrem Leben falsch läuft, beziehungsweise was eigentlich richtig läuft, und, so viel sei vorweggenommen, alle verlassen Dr. Irabus Praxis geheilt.

Zu tiefgehenden psychologischen Erkenntnissen gelangt man folglich nicht. Aber subtil und mit trockenem Humor führt Hideo Okuda in lebensnahen Geschichten vor Augen, dass die kleineren und größeren Probleme des Alltags mit einem neuen Blickwinkel und einem kleinen Anstoß doch zu meistern sind.

Und mit dem Motto "Weniger Denken, mehr Handeln" fährt man manchmal sogar sehr gut. Dr. Irabu kommt so jedenfalls hervorragend unbeschwert durch sein Leben.
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Fünf unterschiedliche Geschichten enthält das Buch:

Das Trapez

Der Igel

Die Perücke

Hot Corner

Die Schriftstellerin

Fünf völlig unterschiedliche Menschen (Trapezkünstler, Yakuza, Arzt, Baseball-Star und Schriftstellerin) sind von Neurosen betroffen. Und diese beeinträchtigen das Leben der psychisch Angeschlagenen ganz erheblich. In ihrer Not wenden sie sich alle an einen etwas wunderlichen Neurologen, der gemeinsam mit seiner nicht minder abgedrehten Arzthelferin Mayumi, im Kellergeschoss einer Tokyoter Klinik praktiziert: Dr. med. Ichiro Irabu.

Die Methoden des Arztes sind ebenso unkonventionell wie erfolgreich. Begonnen wird jede Therapie mit einer gigantischen Vitaminspritze, die die ketterauchende, gelangweilte Mayumi dem jeweiligen Patienten verabreicht (besonders schrecklich ist das für den Yakuza, den eine panische Angst vor spitzen Gegenständen plagt). Anschließend geht der Doktor den Dingen auf den Grund. Seine Direktheit und Neugierde kennen dabei keine Grenzen. Das besondere an seiner Methode ist, dass er sich sehr eingehend mit seinen Patienten beschäftigt, sich in ihr Leben einmischt und alles selbst machen möchte. So schreckt er beispielsweise trotz seiner enormen Körperfülle nicht davor zurück, selbst als Trapezakrobat aktiv zu werden oder Baseball zu trainieren. Mit einem neurotischen Kollegen heckt er lustige Streiche aus, um ihn von seiner Angst vor einem Kontrollverlust zu heilen (Die Perücke).

Sowohl die Charaktere der Patienten als auch der Behandelnden (Arzt und Helferin) sind überzeugend und irrsinnig komisch gezeichnet. Trotzdem gehen die Geschichten in die Tiefe. Man kann die einzelnen Geschichten (jeweils etwa 50 Seiten) unabhängig voneinander lesen.

Sehr zu empfehlen!
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am 9. Februar 2013
Meine Meinung:
Oh man, ich habe bei diesem Buch ehrlich bei jeder Geschichte so dermassen schmunzeln müssen und auf der anderen Seite doch gedacht "Oh Hilfe, hoffentlich muss ich nie bei diesem Arzt in Behandlung . *lol*

Dieses Buch ist eine kleine Kurzgeschichtensammlung, welche sich alle um den Psychiater Dr. Irabu drehen. Seine Patienten leiden alle unter gewissen Neurosen und Ängsten, welche von ihm auf die skurillsten Weisen behandelt werden.
Gemeinsam mit seiner Helferin, der Krankenschwester Mayumi greift er als erstes jedes Mal wieder zu einer - wie er selbst sagt - Vitaminspritze. Viele verschwiedene Neurosen beschäftigen ihn jedes Mal wieder aufs Neue, wie zum Bespiel der Yakuza mit seiner Angst vor spitzen Gegenständen oder dem jungen Mann, welcher sich nicht dagegen wehren kann, seinem Dekan an der Universität das Toupet vom Kopf reissen zu wollen.
Die Storys sind unglaublich witzig geschrieben, gerade die mit dem Yakuza hat mir am besten gefallen und ich glaube, ich werde mir auch noch die anderen Bücher zulegen.
Das Buch hat definitiv 5 von 5 Schneeflockenbäume verdient.
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am 18. November 2015
Soweit ist das Buch in gutem Zustand. Gebrauchs spuren halten sich in Grenzen.
Doch bei der Lieferung musste ich auf dem Einband Verschmutzungen feststellen. Braune Flecken, sah aus wie getrocknete Schokolade. Zum Glück konnte ich alles entfernen doch sowas ist für mich ein absolutes NO-GO. Wenn man etwas verschickt ob gebraucht oder neu, sollte man schon mal darauf achten das keine Essensreste noch an der Ware hängen.
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am 14. Oktober 2011
Die seltsamen Mehtodes des Dr. Irabu beinhaltet mehrere Kurzgeschichten. In diesen Kurzgeschichten hat jedesmal einen anderen Patienten. Das Buch liest sich sehr schnell durch, da es locker leicht ist und aus Kurzgeschichten besteht. Es ist eher etwas für Zwischendurch, doch recht angenehm zu lesen. Vieles wiederholt sich in seinen Kurzgeschichten z.B. dass die Patienten jedesmal über sein Verhalten erbost sind und nicht nochmal von ihm therapiert werden möchten, aber trotzdem immer wieder kommen.
Die Person Dr. Irabu wird von Kritikern oft als komische Gestalt bezeichnet. Das ist sie wahrlich... sehr direkt, nicht zimperlich, lebensfroh, sorglos.... ein sympathischer Kerl. Es macht auch Freude es zu lesen.
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am 21. Oktober 2010
Das Buch beinhaltet fünf Geschichten, die eigentlich alle nach dem gleichen Schema ablaufen. Ein Trapezkünstler fühlt sich gemobbt und versagt in seinem Beruf, ein Yakuza ist eigentlich zu weich für seinen Job und bekommt Angst vor spitzen Gegenständen und so weiter.
Pro: Die Geschichten sind recht flott erzählt. Man bekommt einen kleinen Einblick in die japanische Gesellschaft.
Kontra: Die Geschichten sind sehr uniform und haben praktisch keinen Tiefgang. Es geht nicht um Psychologie oder Psychiatrie, ich hatte etwas wie die japanische Variante von Irvin Yalom erwartet. Die Figur des Dr. Irabu ist albern, kein Mensch würde sich so verhalten, erst recht kein Psychologe.
Fazit: schnell gelesen, schnell vergessen, die Nachfolger tue ich mir nicht mehr an.
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am 31. Januar 2015
ich war ehrlich enttäuscht, nachdem mir das Buch so empfohlen worden war.

eigentlich kommt es immer wieder auf das Gleiche raus und Dr. Irabu mit seinen skurrilen Lösungsansätzen sehr vorhersehbar...der Witz ist mir persönlich zu platt.
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am 8. Dezember 2011
[...] Da ich, wie auch sie, ein Freund japanischer Literatur bin und bislang nichts explizit humoristisches gelesen habe, reizten mich die Geschichten um Dr. Irabu sehr. Bedauerlicherweise bin ich mit keiner der gelesenen Geschichten so richtig warm geworden. Ich muss dazu sagen, das ich bei humoristischem allgemein etwas schwierig bin und eher schmunzle als laut loslache. Bei diesem Buch war mir, glaube ich, zumeist klar was an welcher Stelle witzig sein sollte, aber mich hat es nicht zum Lachen gebracht. Als ich dann zur vierten Geschichte kam, die Baseball als Grundthema hat, brach ich auf Seite 175 endgültig ab. Daher fällt die letzte Geschichte aus meiner Beurteilung heraus, wenngleich sie meinen Gesamteindruck sicherlich nicht maßgeblich hätte verändern können. Ich finde es wenig heilend [...] von einem Yakuza, einem Trapezkünstler oder einem Baseballspieler mit irgendwelchen Ängsten zu lesen. Vielleicht fehlt mir dazu die Fähigkeit der Abstraktion und damit zur Identifizierung, ich weiß es nicht. Ich kann gut nachvollziehen, das die Reihe in Japan als Fernsehserie umgesetzt werden soll, dennoch fehlte mir aber die Nähe, Authentizität und der Tiefgang, der irgendwie Andeutung findet aber nicht so richtig zum tragen kommt. [...] Wer sich ein paar unbeschwerte Lesestunden wünscht, ist mit Dr. Irabu bestens bedient, zu viel Gehalt oder Tiefgang darf man sich jedoch nicht erwarten. Die Lektüre hinterlässt zarte Schmunzelfalten und den Gedanken, sich doch öfter mal wieder zu verhalten wie ein Lausbub ' dann ist das Leben einfach lustiger ' und vielleicht versuche ich mich doch noch einmal am zweiten Band, zu einem späteren Zeitpunkt ohne jede Erwartung und gönne mir die ein oder andere Schmunzelfalte. [...] Eine ausführliche Rezension ist auf »derschoeneblog« zu finden!
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am 9. Juli 2008
Die titelgebenden seltsamen Methoden (am ehesten als "Provokative Therapie" zu verstehen) sind kein literarischer Höhenflug und irgendwie auch vorhersehbar & trivial, aber dennoch amüsant & erfrischend. Das liegt hauptsächlich an der Person des Doktors, dem man eine "Unreife Persönlichkeitsstörung" diagnostizieren könnte. Dass Psychiater selber nicht ganz knusper sind, weiß doch schließlich jeder. Oder liegt es etwa an der gutgebauten Schwester mit der großen Spritze?? Was Freud wohl dazu gesagt hätte...
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am 17. August 2007
Wer hätte nicht gerne solch einen Psychiater, wie Dr. Irabu einer ist.
Auf die seltsamsten Methoden greift er zurück, um seine Patienten von ihren Psychosen und Ängsten zu befreien. Diese halten den dicklichen Psychiater zu anfangs meist selbst für nicht ganz dicht, nehmen ihn nicht ernst und finden ihn kindisch. Zugegeben, ganz normal ist er wirklich nicht. So gibt er jedem Patienten zu allererst einmal eine Vitaminspritze, bevor er anfängt sie auszufragen und in ihr Leben einzudringen. Das macht er mit solch einer Komik und kindlichen Freude, dass die Patienten, die alle ganz unterschiedliche Probleme haben, ihm einfach nicht böse sein können und ehe sie sich versehen, sind sie ihre Ticks und Ängst los.
Dieses Buch schafft es, dank dem wunderbar anstrengenden Dr. Irabu, auf der einen Seiten komisch zu sein, dass ich immer wieder lachen musste, andererseits regt es auch zum Nachdenken an. Was braucht der Mensch um zufrieden zu sein? Ganz bestimmt Dr. Irabu!!! Unbedingt lesen!!!
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