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am 11. Februar 2017
Hätte mehr Eingriffe vom Lektor gebraucht. Dramaturgisch und auch sprachlich. ( wie oft: zu viele Adjektive!) Die altbackene Sprache, die die Agierenden leicht minder bemittelt wirken lässt, trägt das ihre bei. Finde ich immer sehr verwunderlich, wenn man bei historischen Romanen eine Sprache wählt, bei der man glaubt, dass sie so zu dieser Zeit Im Gebrauch war. Das geht bis zu den Inhalten " Er betrachtete sie liebevoll und war sich sicher , dass sie strammen und gesunden Nachwuchs gebären würde ... Autsch !
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am 27. März 2014
Ein super Buch mit geschichtlichem Hintergrund, einem sympathischen Protagonisten, einer spannenden Geschichte, wenn auch mit einem etwas mauen Ende... aber alles in allem absolut empfehlenswert.
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am 20. November 2008
Im Wien der Jahrhundertwende treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Und er scheint nach einem ganz bestimmten Plan vortzugehen. Bloß welchem? Erst mithilfe seines Freundes, des Psychoanalytikers Liebermann, kommt Komissar Max Reinhard auf die Spur des Täters.

Der Krimi selbst ist spannend, der Plot gut gemacht. Vor allem gefällt mir, dass das Wiener Lokalcolorit wirklich gut recherchiert ist. Wer Wien kennt, findet die Plätze, Straßen, Häuser und Sehenswürdigkeiten wieder. Auch die historischen Fakten sind recht gut recherchiert und das "Gefühl der Zeit" ist gut dargestellt. Die Fragen der Zeit, wie: Was kann Psychoanalyse wirklich leisten? Korellieren Physionomie und Charakter? Was ist mit naturwissenschaftlichen Methoden (auch kriminologisch! - da werden die ersten Gehversuche der Forensik gar nicht schlecht beschrieben) möglich? fließen genauso ein, wie der aufkommende Antsemetismus, die letzten Züge des Kaiserreiches mitsamt Offiziersehre und tödlichen Duellen, ...

Nicht ganz so gut wie das allgemeine Zeitcollorit selbst, sind die handelnden Personen gezeichnet. Sie bleiben alle ein wenig leblos. Nichtmal der grausame Mörder erschreckt wirklich , obwohl sich Analytiker und Komissar gleichermaßen vor ihm fürchten. Man fragt sich denn doch ein bisschen - warum?

Viele prominente historische Persönlichkeiten kommen direkt vor. Unter anderem Sigmund Freud. Ich zweifle allerdings, ob dieses Buch Charaktären wie Sigmund Freud wirklich gerecht wird.Sie - wie auch die erfundenen Personen, bleiben sehr blass und wenig greifbar.

Nun, es ist ein Krimi, kein großer literarischer Roman, ich will also in diesen Dingen nicht allzu streng sein.

Was mich als Wienerin aber wirklich gestört hat - und dafür kann der Autor selbst gar nichts, ist die Übersetzung. Wie kann man einen Roman, der so sehr von Lokalcolorit Wiens abhängt und auch gut recherchiert ist, von Deutschen übersetzen lassen? Da wird dann im Wiener Kaffeehaus Torte mit SCHLAGSAHNE bestellt (jeder und wirklich jeder Wiener würde nach Schlagobers verlangen - und vom Ober als Einheimischer wahrscheinlich gar nicht bedient werden, sagte er Sahne). Auch musste ich nachschlagen, was Blumenkohl sein soll, um herauszufinden, dass der Protagonist Karfiol gegessen hat. Unzählige solcher Fehler sind in den Übersetzungen passiert. Deutsche Leser merken das ja vielleicht nicht, Österreichern und Wien-Kennern dreht sich dabei aber sicher der Magen um.

Und diese Übersetzungsfehler arbeiten massiv gegen die Intention des Autors, der ja - wie gesagt - sehr genau und detailgetreu recherchiert, wie Wien so ist und war. Die Übersetzer hätten das wohl auch tun sollen!
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am 4. September 2013
Ein absolutes Highlight für alle, die gute Krimis mit historischem Hintergrund lieben. Ein genialer Einblick in das Wien der Jahrhundertwende und Kaiserzeit. Auch die Referenzen zu Jack the Ripper........aber genug. Selber lesen und genießen. Dann ein Spaziergang durch den Spittelberg...
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am 2. Dezember 2007
Eine skurrile Geschichte, die mit der Ermordung einer Schlange im Tiergarten Schönbrunn beginnt. Der Leser erfährt viel über das Wien der Jahrhundertwende, den Beginn der Psychoanalyse und über den schon ausgeprägten Antisemitismus um Lanz von Liebenfels. Viel Wissenswertes, das weniger bekannt ist, wird sehr geschickt in diesen historischen Krimi verwoben, der nicht zuletzt deshalb lesenswert ist.
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am 5. Juni 2015
Auch dieses 2. Buch der Liebermann Reihe ist toll - aber genauso wie Band 1 empfehle ich allen, die sich nicht ärgern wollen, die englische Version zu lesen. Der Autor hat wirklich gründlich recherchiert und dann macht der deutschsprachige Übersetzter alles zu nichte, wenn er den österreichischen Sprachkolorit nicht berücksichtigt. Vielleicht sind manche Ausdrücke für Leser aus Deutschlad verständlicher, aber ein Wiener würde NIE Sahne bestellen, Kohl essen,,etc. Einfach niemals.
Das Buch bekommt 4 Sterne - die Deutsche Übersetzung zerstört den tollen Eindruck den dieses Buch hinterläßt.
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am 21. Februar 2009
Natürlich sind Krimis keine mehr oder weniger gut geschriebenen Abbildungen realer Begebenheiten. Führen sie den Leser jedoch in einen Grenzbereich, wo diese Sicherheit schwindet, könnten sie schon Beachtliches erreicht haben. Wie schon in seinem ersten Buch 'Die Liebermann Papiere' nimmt der Autor den Leser mit in das Wien der vorletzten Jahrhundertwende. Wieder spielt die noch nicht etablierte Freud'sche Psychoanalyse einen wichtigen Part bei der Aufklärung eines Verbrechens mit wegweisender Hilfe duch den Dilettanten, im besten Sinne des Wortes, Liebermann, der sich als Arzt ja eigentlich seinem beruflichen Fortkommen widmen sollte. Aber jeder hat eben seine Hobbys. Nebenbei erfährt man einiges über eine weitere Anderwelt, die Freimaurer. Natürlich auch noch über das Militär dieser Zeit. Das erscheint aber nicht als so exotisch. Wer weiß, ob alles so gewesen ist, ob eben auch dort Reales oder mehr Fiktionales oder aber vorurteilsbeladen Phantasiertes abgebildet ist. Aber es könnte alles so gewesen sein. Das macht es spannend. Erfreulich für den psychoynalytisch gebildeten Leser, daß Freud und die psychoanalytischen Ideen einigermaßen unverzerrt vorgestellt werden. Dort geht es schließlich auch um Aufklärung; wobei diese i.ü. weit über die Anforderungen der Verbrechensaufklärung hinausgeht. Gerade das machte und macht sie ja so unbeliebt. In der sonst guten und flüssigen Übersetzung scheint das an einer, typischen Stelle durch: 'Unterbewußtes', was mich imer an den Unteroffizier und die Rangordnung erinnert, wo es doch 'Unbewußtes' heißen müßte. Die Rangordnung ist anders: "Das Ich ist nicht der Herr im eigenen Hause." (FREUD)
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am 9. Februar 2008
Man erfährt einiges über das Leben der oberen Mittelschicht im Wien zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Geschrieben ist der im Roman Stil der Zeit seiner Handlung, was anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist.

Der Plot selbst ist nicht weiter erwähnenswert - ein geheimnisvoller Mörder geht umher, ein nicht allzu kluger Polizist jagt ihn mit Hilfe eines intellektuellen Freundes, der als Psychiater Anhänger der neuen Freudschen Psychoanalyse ist.
Nach ein paar grausigen Morden und einigen genialen mit Hilfe der Psychoanalyse erstellten Gedankenmodellen wird der Täter gefasst.

Aufgelockert wird der recht magere Plot durch Szenen aus dem Privatleben des Protagonisten wie z.B. Musikabende mit Freunden und Irrungen und Wirrungen im Gefühls- und Liebesleben. Aber immer züchtig und keusch bleibend.
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