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Kundenrezensionen

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am 30. April 2006
Als Deutsche, die seit 11 Jahren in Irland lebt, hat dieses Buch viele Saiten in mir zum Schwingen gebracht. Ich weiss nicht, wie es sich in der dt. Uebersetzung liest, da ich es im Original "The Speckled People" gelesen habe, aber ich bin mir sicher, dass die Uebersetzung dem Original kaum nachstehen wird.

Irland ist ein Land voller Widersprueche und vor allem voller innerer Kaempfe. Und das wird vor allem klar an der Figur des Vaters, der den Kindern verbieten will englisch zu sprechen, da dies die Sprache der "Besetzer" ist. Vergangenheitsbewaeltigung, die wir in Deutschland schon in der Schule lernen, ist relativ neu in Irland, und erst in den letzten 10 oder 20 Jahren aktiv betrieben. Das neue, moderne Irland ist auf der Suche nach einer neuen Identitaet: ein modernes Land, ohne die alte Feinschaft mit Grossbritannien, aber mit eigener Identitaet, was eigentlich zwei aktive Sprachen beinhalten sollte - English und Irish (Gaelic i.d. Uebersetzung). Irish ist zwar ein unbeliebtes Schulfach und die Lehrmethoden sollen staendig interessanter gestaltet werden - trotzdem sind heutzutage alle staatl. Publikationen und Schilder etc. zweisprachig.

In "Gescheckte Menschen" sind wir noch weit weg von den heutigen Bemuehungen, und der Riss zwischen pro- und anti Englisch sitzt sehr tief. "Gescheckte Menschen" ist kein reisserisches Buch, es ist kein Bestseller Roman, der eine aufregende Story zum besten gibt - es ist ein ruhiges Buch, das auf wirklich tief ergreiffende Weise einen Einblick in die irische (und deutsche) Seele gibt, denn ein grosser Teil des Buchs handelt auch von den Erfahrungen der dt. Mutter als Kind und junger Frau waehrend des 2. Weltkriegs und der Nachkriegszeit.

Ich habe irische Freunde wiedererkannt, ich habe meine eigene Mutter wiederkannt und sogar mich selbst, denn ich ging in England zur Schule und weiss was es bedeutet als Kind "Nazi" nachgeschrien zu bekommen...

Viele Male war ich so tief ergriffen, dass mir die Traenen kamen, aber Hugo Hamilton kontert auch immer wieder mit viel Humor und sehr komischen Momenten.

"Gescheckte Menschen" liest sich wie ein Blatt aus vergangenen Tagen, aber wer hier lebt und etwas an der Oberflaeche kratzt, weiss, dass viele der alten Vorurteile, Abneigungen und Widersprueche noch "alive and well" sind und das moderne Irland noch einen langen Weg vor sich hat.

Ich kann dieses Buch nur allerwaermstens empfehlen!!!
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am 13. Februar 2004
Dieses Buch ist eine Liebeserklärung des Sohnes an seine Mutter, ohne dass es irgendwann aufgesetzt wirkt. Die Familie lebt in Irland,aber eigentlich im Niemandsland,denn zu Hause leben sie deutsch und in ihrer Umgebung nach draußen irisch. Die Mutter ist Deutsche der Vater nationalistischer Ire. Er haßt alles was mit England, einschließlich Sprache zu tun hat.Die Kinder dürfen zu Hause nur deutsch oder irisch sprechen. Von anderen Kindern werden sie als Nazis beschimpft. Der Vater hat unendliche Ideen, wie er die Familie über Wasser halten kann. Er ist sehr streng zu den Kindern, die Mutter, der Gegenpart, versucht zu schlichten, zu besänftigen, zu trösten. Rückblickend,wird die Geschichte der Mutter erzählt, in kindlicher Sprache, zwischen die Streiche der Kinder gepackt. Das Buch ist von der ersten Zeile an fesslnd, etwas tragisch und total komisch, einfach schön.
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am 3. März 2004
Dieses Buch ist so lesenswert.
Berührend, liebenswert, in einer schönen Sprache geschrieben und einfach nur gut.
Eine Kindheit in Irland, schon oft beschrieben, schon ausgezeichnet beschrieben......." Gescheckte Menschen " ist für mich eines der schönsten und besten Bücher.
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am 28. Dezember 2006
Dieser Roman aus der Feder des mütterlicherseits deutschstämmigen Iren Hugo Hamilton besticht durch relative sprachliche Simplizität, die jedoch von interessanten Einblicken in die deutsche wie die irische Seele überlagert wird und in dessen Zentrum die für beide Nationen so wichtige Vergangenheitsbewältigung steht. Im Lagerfeuerton wird die Geschichte einer wirklich skurrilen Familie dargeboten. Der Vater ist radikaler irischer Nationalist, der sich beharrlich weigert, Englisch zu sprechen; die Mutter ist dem Chaos Nachkriegsdeutschlands entkommen, ihre Integration auf der Grünen Insel wird aber durch die dogmatische Haltung ihres Ehemannes behindert. Darüber hinaus sind die Kinder der Familie dem typischen German-bashing ausgesetzt. Ihre Lederhosenkluft verrät sie als Deutsche, und das bedeutete in den 1950ern praktisch die Gleichsetzung mit dem verbrecherischen Nazitum. Beim Lesen fühlte ich mich unangenehm an weniger nette Begegnungen während meiner Studienzeit in Großbritannien erinnert; das Problem einer vom Mythos der Kollektivschuld und der Boulevardpresse genährten Germanophobie war jedenfalls vor zehn Jahren immer noch virulent. Dazu jede Menge Heimweh, Weltschmerz, absurde Komik, erstaunlich wenig Alkohol und eine alles überstrahlende Mutterfigur, die ein schreckliches Geheimnis mit sich herumträgt. Alles in allem ein sehr gelungener Roman zum Verschlingen für den "ganz normalen Leser", aber sicherlich nichts für Avantgardisten und Freunde gewagter Formexperimente.
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am 14. Oktober 2010
In diesem Buch wird über die Konstellation einer irisch deutschen Familie in der Nachkriegszeit mit sämtlichen menschlichen sowie geographischen Abgünden der damaligen Zeit aus der Sicht des Autors als Kind berichtet. Ein Buch über die Missstände der Nachkriegszeit und derer Vergangenheit. Die kindliche Perspektive lässt manchmal die Tragik und Tragweite der Ereignisse im Dunst erkennen jedoch niemals vergessen.
Das Must Have bzw Must Read der Nachkriegsliteratur!
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am 24. Mai 2015
Ich habe das Theaterstück auf Englisch gelesen und sehe es mir demnächst auch an. Den Roman habe ich dazugekauft, um die Zusammenhänge besser zu verstehen. Das hat auzch funktioniert. Ein gutes Zeitporträt der 30er bis 50er Jahre und eine europäische Geschichte ganz anderer Art..
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am 28. August 2015
Was für ein wunderbarer Sommer in Irland mit diesem Buch: Hamilton erzählt meisterlich - besser kann wohl kaum jemand Irland aus deutscher oder Deutschland aus irischer Perspektive beschreiben.
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am 8. September 2015
Hugo Hamilton hat einfach einen wundervollen,klaren Schreibstil und die Handlung des Buches,aktueller denn je, bleibt dem Leser,so wie mir,sicherlich unvergessen!
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am 2. April 2007
Eine komische Konstellation: die Hauptfigur wächst in Irland auf, mit einer deutschen Mutter und einem irischen Vater. Gesprochen werden darf im Hause nur Deutsch oder eben Gälisch. Auf der Straße, in der Freizeit, müssen die Kinder aber natürlich Englisch sprechen. Wie man das überlebt, ohne verrückt zu werden? Mit einer solchen Mutter wie der, von der Hugo Hamilton schreibt. Nie kitschig, nie pathetisch, aber diese Mutter ist einfach immer mit dem richtigen Satz am richtigen Ort. Und endlich mal eine irische Kindheitserinnerung ohne übermächtige katholische Kirche und ohne Dauerregen.
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