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Kundenrezensionen

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am 24. Mai 2004
... denn dann hat man dieses großartige Leseerlebnis leider schon hinter sich.
Ich habe selten ein Buch gelesen (und ich lese ziemlich viel...), das mir so gut gefallen hat.
Es gibt an dieser Stelle schon reichlich Meinungen zu dem Buch, die ich aber teilweise gar nicht nachvollziehen kann, und da ich dieses Buch wirklich sehr mag, muß ich da jetzt auch mal meinen Senf zugeben.....
Einige Gründe, warum ich das Buch so gern habe:
· Die Charaktere sind stimmig gezeichnet, sowohl die sympathischen als auch die unsympathischen. Die Beweggründe für ihre Verhalten -egal ob sie als positiv oder negativ empfunden werden- kann man verstehen, was meiner Meinung nach sehr für das Buch spricht.
· Zu jedem interessanten Thema gibt es eine Figur, so daß darüber alle möglichen Aspekte des damaligen Burmas und Indiens unterhaltsam und verständlich vermittelt werden. Es gibt z.B. den Inder in der britischen Besatzungsarmee, den Teakholzhändler, die Unabhängigkeitskämpferin, die Dienerin der Köngisfamilie, etc.....
· Nachdem ich das Buch gelesen habe, habe ich mich näher über König Thibaw und seine Familie informiert (das Buch wirkte sehr anregend...). Was der Autor über das Königspaar schreibt, entspricht offenbar den Tatsachen. Daher glaube ich, daß auch die anderen Aspekte des Buches sehr gut recherchiert sind.
· Der Autor schafft es, ohne ansatzweise belehrend zu wirken, sehr viel über die Geschichte Burmas zu erzählen. Dabei wird auch gut erklärt, warum manches zwangsläufig so und nicht anders geschehen ist.
· Andere Leser meinen, die Familiengeschichte wird durch "unwichtige Einzelheiten" etc... unterbrochen. Ansichtssache! Ich fand es ziemlich spannend, über den Einsatz von Arbeits-Elefanten, alle möglichen Aspekte der Teakholzgewinnung, Anthrax (nun weiß ich endlich, warum es Anthrax heißt), alle möglichen Tropenkrankheiten, Kautschuk-Plantagen usw zu erfahren. Ich fand auch nicht, daß der "rote Faden" verloren geht.
· Obwohl es genügend Tragödien und Liebesgeschichten gibt, ist das Buch nie kitschig.
Unter dem Strich halte ich das Buch für lehrreich und unterhaltsam zugleich. Wem solche Bücher gefallen, der wird sicher seine helle Freude haben.
Aber wenn nur unterhaltsame Lektüre vor exotischer Kulisse gewünscht wird, ist "Der Glaspalast" sicher nicht die richtige Wahl. Das Buch erfordert wohl schon einiges an Merk- und Konzentrationsfähigkeit, Unterhaltung pur ist es sicherlich nicht.
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am 6. März 2012
Diese birmanisch-indische Familiensaga hatte mich nach 250 Seiten schon beinah verloren:

der Fall Birmas zur britischen Kolonie, das Exil des letzten Königs, Irrungen und Wirrungen um die Königsfamilie, die Karriere eines Jungen vom Leichtmatrosen zum Holzgroßhändler, alles schöne Themen. Allerdings braucht das Ganze in meinen Augen eine Weile, bis aus den entsagungsvollen Mädchen, den wilden Elefanten und den etwas schlichten Dialogen eine dramatische Geschichte wird, die in ihren Bann zieht. Man muss es weihevoll und betulich mögen, um dem langsamen Abstieg der entmachteten Herrscherdynastie mit niemals erlahmendem Interesse beizuwohnen -

Der Durchbruch gelingt der Story kurz vor dem II. Weltkrieg (etwa in der Mitte des Buches), der auch aus der Sicht anglo-indischer Soldaten geschildert wird. Nicht allein die Dramatik der Ereignisse fesselt, sondern die neue Perspektive einer Armee, welche fremden Herren dient und angesichts bescheidener Privilegien fremd für ihr eigenes Volk wird. Oder sogar: gar keinen Begriff davon hat, was das eigene Volk sein soll.

Schlußendlich macht Ghosh etwas sehr Geschicktes: er schließt vermeintlich das Kapitel Krieg und das Schicksal einiger Charaktere darin ab und springt in die Fast-Gegenwart, nur um über eine neue Schleife auf den Lebensweg seiner Figuren zurückzukommen und zu erzählen, was sich tatsächlich zutrug. Wie nebenbei wirft er einen Blick auf das autoritäre Regime Myanmars. Dieser Kniff verhilft dem "Glaspalast" zu einem tollen Spannungsbogen wie auch zu einem würdigen Ende.

Management Summary: Langsamer Start, doch hierauf ein großes Drama unter Hochspannung, klug und mit Noblesse erzählt.
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am 8. Juni 2003
in und um Birma. Ausgangspunkt ist "Der Glaspalast" des letzten birmanischen Königs um 1885, der von den Engländern vertrieben wird, damit diese die Ressourcen des Landes ausbeuten können. Angefangen vom Teakholz, über natürliche Erdölquellen bis hin zu Edelsteinen. Rajkumar, ein indisch-bengalischer Mischlingsjunge ist nach dem Tod seiner Eltern auf sich gestellt und erlebt in Mandalay die Vertreibung der königlichen Familie hautnah mit und nur für einen winzigen Augenblick sieht er ein Mädchen, Dolly, sie wird die Liebe seines Lebens. Rajkumar intelligent, aufgeweckt und wissbegierig nutzt alle Chancen - und davon gibt es für einen Jungen wie ihn sehr wenige zu dieser Zeit - und schafft es, zu Wohlstand und Reichtum zu gelangen und macht sich nach 20 Jahren auf die Suche nach seiner großen Liebe. Dolly lebt immer noch bei der königlichen Familie im Exil und dort findet er sie auch. Das ist nur ein vorübergehendes Happy End, denn das eigentliche Leben mit all den schönen Momenten, schrecklichen Ereignissen und schicksalshaften Begebenheiten über einen Zeitraum von fast 100 Jahren beginnt. Es endet bei Rajkumars Enkelin. Dazwischen ist es eine wunderschöne, stille und zarte Familiensaga, in die man versinken kann. Die Sprache in diesem Buch ist manchmal ein wenig "unspannend", ja das ist richtig. Andererseits passieren genügend wirkliche, echte spannende Sachen, so dass dies absolut zu vernachlässigen ist. Mit Liebe zum Detail wird über das Leben in der damaligen Zeit geschrieben, die Zustände bzw. das Verhältnis zwischen den Besatzern, den Engländern, zu den "Eingeborenen" sprich : die Bevölkerung - all das macht dieses Buch zu einem sehr lesenswerten Stück Geschichte. DER GLASPALAST ist kein mitreißender Thriller, kein mordsmäßiger Bestseller --- aber eine spannende Reise durch ein Jahrhundert, in dem der Leser das Schicksal einer Familie begleiten kann - und wer als Leser hierfür zu haben ist, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen.
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am 16. August 2006
Wenn man Geschichten mag, die an historische Ereignisse angelehnt sind, gut recherchiert und noch dazu so tiefgehend und bewegend sind, dann wird man dieses Buch lieben.

Dies ist nicht einfach eine seichte Familien- und Liebesgeschichte. Nicht einfach eine Episode aus dem Leben der Figuren. Es ist auch die Geschichte eines Landes - Menschen, deren Lebenswege auf teils wunderbare, teils tragische Weise miteinander verbunden sind, eingebettet in die Ereignisse der britischen Kolonialherrschaft über das damalige Königreich Birma, sowie des I. und II. Weltkriegs bis ins heutige Myanmar, Malaysia und Indien.

Nicht nur erfährt man viel Lehrreiches über das Leben und die Geschichte dieser Länder (Frauenrolle in Birma und Indien, Probleme und Chancen der Kolonialherrschaft für Inder sowie Birmanen, Teakholzindustrie, Kautschukgewinnung in Malaysia, indische Soldaten im Dienste der britischen Armee etc.) - es wird auch die Problematik dieser Länder in Krieg und Unabhängigkeitskampf dargestellt, und das aus mehreren Perspektiven.

Man gewinnt eine tiefgehende Einsicht in die Kulturgeschichte dieser Region, wie ich persönlich sie bisher noch nicht erhalten habe. Ohne allzu politisch zu werden, schildert Ghosh anhand der Schicksale der Protagonisten die geschichtlichen Ereignisse.

Da der Bogen der Geschichte sich über mehrere Generationen spannt, ergibt sich daraus eine ganz große Geschichte, die einen zum Nachdenken anregt und einen berührt.

Mir unbegreiflich, wie manche dieses Buch als langatmig oder gar langweilig bezeichnen können. Für mich ist es eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe.
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am 7. Juni 2013
Vor dem geschichtlichen Hintergrund Birmas spielt die Liebesgeschichte zwischen dem Waisenmädchen Dolly und dem mittellosen indischen Mischlingsjungen Rajkumar, die sich zu einem großartigen Familienepos über vier Generationen erstreckt.
Einfühlsam und wortgewaltig wird die Geschichte Indiens und Birmas erzählt, von der Vertreibung der birmanischen Königsfamilie 1885 in Mandalay, über den Unabhängigkeitskampf Indiens gegen die Kolonialmacht England, den zweiten Weltkrieg bis in die heutigen Tage.
Sehr angenehm ist der beigefügte Stammbaum der sich als überaus hilfreich erweist, wenn es mal wieder Schwierigkeiten mit der Zuordnung der exotischen Namen gibt.
Auch die Landkarte zur Orientierung am Ende des Buches macht die Handlung noch anschaulicher und hilft, den unterschiedlichen exotischen Schauplätzen besser zu folgen zu können.
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am 14. Oktober 2003
Eine Familiensaga der extraklasse, erst seicht und etwas langatmig, entwickelt sich die Geschichte der Familie, sowie die der fern östlichen Länder Indien und Burma, zu einem äußerst spannenden Roman, der für Laien auf dem Gebiet der fern östlichen Geschichte so einige informative Überraschungen birgt und den Leser mit klopfendem Herzen zurücklässt. Vor allem die letzten hundert Seiten haben es in sich und verändern das Gesamtbild des Romans von Grund auf. Eine auf alle Fälle lohnende Lektüre, wenn man am Anfang nicht aufgibt.
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am 27. Februar 2010
Amitav Ghosh ist mit dem "Glaspalast" ein breit angelegtes Epos gelungen, der in jeder Hinsicht die Bezeichnung opulent verdient hat. Die Lebensgeschichte von drei Generationen einer weit verzweigten und ineinander verwobenen Familie bietet dem Leser eine abwechslungsreiche und unausweichliche Abfolge von Glück und Trauer, Wohlstand und Elend, Frieden und Krieg. Erzählt wird dies alles in schillernden Bildern, die vom Einfall des britischen Empires in Birma 1885, über die Staatsgründung Indiens nach dem Zweiten Weltkrieg bis bin zur Militärdiktatur Myanmars der Gegenwart reichen.

Mit dem historischen Fortschreiten wandelt sich gleichzeitig der Charakter des Buches. Was als farbenprächtiges und verspieltes orientalisches Märchen begann, gerät immer mehr zu einem realistisch erzählten Roman. Der zunehmend nüchtern werdende Sprachstil spiegelt dabei in besonders prägnanter Weise die einsetzende Modernisierung des Landes wider. Dies geht zulasten des anfänglichen Hauches des Exotischen, der unausweichlich einer schleichend einsetzenden ent-mystifizierenden Vertrautheit weicht.

Dazu ist jedoch Geduld notwendig. Dieses Buch hat unerfreuliche Längen, die ein rasches Weiterlesen erschweren. Man wünscht sich in diesen Passagen Handlung herbei, die über die üblichen Familienkrisen hinausgeht und die man in anderen Romanen bereits besser gelesen hat. Leider schaffen es die Protagonisten in diesen Momenten ebenfalls nicht, wirkliches Interesse und Anteilnahme zu wecken. Zu leblos und stereotyp erscheinen die Familienmitglieder, zu festgelegt und konstruiert ihre eingenommenen Rollen.

"Der Glaspalast" ist keine "Buddenbrooks" in Fernost. Mit dieser Erwartung stellt sich unweigerlich Ernüchterung beim Lesen ein. Nicht die psychologische und Anteilnahme stiftende Familiensaga steht im Vordergrund: Ghosh gelingt es stattdessen unnachahmlich, die Geschichte Birmas zu erzählen. Viele kleine, in die Haupthandlung eingebundene Anekdoten, Landschaftsbeschreibungen, Portraits und atmosphärisch dichte Beschreibungen üben einen faszinierenden Einfluss auf den Leser aus. Man lernt diese Region kennen; ihre politische und kulturelle Zerrissenheit ebenso wie ihre Anpassungsfähigkeit und Zukunftsängste.

In seinen stärksten Momenten gewährt "Der Glaspalast" einen Einblick in die birmanische und indische Seele: viel mehr kann man von einem Buch nicht erwarten.
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am 5. September 2009
Ein historischer Roman über Burma und die Region. Er beginnt am Ende des 19. Jahrhunderts und erzählt nicht nur die Geschichte des birmanischen Königshauses der letzten 100 Jahre. Auch die in Birma ansässigen Inder, Chinesen und natürlich die englischen Kolonialherren haben in diesem gewaltigen, epischen Werk den Platz, den sie sich im Laufe der Geschichte erarbeitet haben.
Sicher hat der Roman (wie fast alle) Längen, und auch durch die vielen verschiedenen Namen ist es nicht immer leicht den Erzählsträngen zu folgen. Aber dieser unerhebliche Mangel wird durch z.B. die Schilderung der Ereignisse während des 2. Weltkrieges mehr als wett gemacht. Wer weiß Hierzulande schon etwas vom Südostasiatischen Kriegsschauplatz?
Aber auch die Passagen in Indien, dem Exil der Königsfamilie, oder die seltsame Verbundenheit der einzelnen Schicksale, tragische sowie komische, das Knüpfen von Familienbanden, die Entwicklungen von Menschen, Orten und Ländern ist sehr schön gelungen. Wenn Ghosh von den Mönchen und den Pagoden erzählt, dann hört man die Glöckchen der Tempel und riecht den süßen Rauch der Räucherstäbchen. Dann wird man von der Erzählung verzaubert, durch die Exotik und Mystik der fremden Kulturen, so wie es sein sollte!
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am 13. Januar 2003
Ich habe wahrlich nicht zu früh aufgegeben, aber nach 400 von 600 Seiten gebe ich jetzt auf. Das Buch hält nicht das, was es verspricht. Die Familiensaga in Burma lässt einiges vermissen, was ich von einem guten Roman erwarte. Die Personen sind oberflächlich beschrieben, die Story ist lediglich eine Aneinanderreihung von mehr oder weniger interessanten Gegebenheiten. Es fehlt ein roter Faden, der mir den Anreiz gibt, das Buch weiter zu lesen. Die Sprache ist nicht schlecht, tröstet aber nicht über die mangelnde Spannung hinweg. Schade, ich hatte mir mehr versprochen!
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am 12. Juni 2001
Im Unterschied zu den meisten obigen Rezensenten fand ich das Buch großartig - es ist nur ganz anders als europäisch-amerikanische Familiensagas. Die Personen werden ganz anders präsent - und das hängt damit zusammen, daß der Mensch in buddhistisch-hinduistischer Tradition eine völlig andere Rolle hat als in christlich-abendländischer. Die riesige versunkene Welt des alten Birma und des alten Indien wird ebenso deutlich wie die des britischen Empire. Schade nur, daß das moderne Indien weniger vorkommt, dafür wird aber die Militärdiktatur in Birma anschaulich präsent. Ein Muß für alle, die sich für die Geschichte des 20. Jahrhunderts aus einem anderen Blickwinkel als dem bei uns gängigen interessieren!
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