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am 7. Januar 2001
Durch einen Bericht im Magazin Geo wurde ich auf die Katastrophe die sich im 19. Jahrhundert im pazifischen Ozean ereignete (und aus Moby Dick mehr oder weniger bekannt war) aufmerksam und verschlang dieses Buch in 3 Tagen. Selten hat mich ein Buch dermaßen gefesselt. Eine Kombination aus fast wissenschaftlich recherchiertem Tatsachbericht und emotional geschriebenem Roman. Ein Einblick in die Welt der Walfänger des 19. Jahrhunderts. Das Leid, die Ängste und Verhaltensweisen der Schiffbrüchigen sind für uns Wohlstandsmenschen wohl kaum nachvollziehbar und ließen mich nach jeder Lesepause erschauern. Wie überlegen fühlte sich doch die erfolgsgewohnte Walfängergemeinde von Nantucket und wie schmerzlich mußte sie erkennen wo ihre Grenzen sind. Auch zeigte sich auf härteste Weise das eine (fast) demokratische Schiffsführung im Gegensatz zur Altbewährten ("fishy") harten in diesem Geschäft fehl am Platze ist. Wie so oft im Leben haben hier kleine Fehlentscheidungen große Konsequenzen zur Folge.
Ein lesenswertes Buch, das mich veranlasst hat mehr über den Walfang und die Menschen dieser Epoche erfahren zu wollen, deshalb von mir 5 Sterne
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am 19. Februar 2006
1819 geht die „Essex“, ein Walfänger aus Nantucket auf die Reise, um zwei Jahre später mit einer Schiffsladung voller Walöl zurückzukehren. Doch dazu sollte es nie kommen, da westlich der Galapagosinseln, in den Hochseegebieten, das Schiff von einem Wal gerammt und versenkt wird. Die 20 Besatzungsmitglieder retten sich in die kleinen Walfangboote und versuchen über mehrere Monate hinweg die Küste Südamerikas zu erreichen. Dort kommen jedoch nur mehr fünf von ihnen in einem erbarmungswürdigen Zustand an.
Das Schicksal der „Essex“ hatte einst Hermann Melville zu „Moby Dick“ inspiriert und wird in diesem Buch von Nathaniel Philbrick auf spannende Weise aufgearbeitet. Ein Fachbuch, dass sich wie ein Roman liest, das Philbrick locker erzählen kann und es versteht, trotz der Tatsächlichkeit dieses Unglücks Spannung zu schaffen, als wäre es ein fiktives Geschehen. So wird dem Leser jedes Detail ausführlich gezeigt, und zwar wirklich jedes. Angefangen von dem heuern von Matrosen, über die Entstehung von Inseln bis hin zu Exkursen über Walfang, Kannibalismus oder Tod durch Verdursten, erfährt der Leser alles, was für die Besatzungsmitglieder der „Essex“ eine Rolle gespielt hat. Manchmal neigt der Autor leider aber auch zu sehr gewagten Analysen, zum Beispiel, wenn er das Schicksal der schwarzen Besatzungsmitglieder mit ethnischen Formeln, die er nicht absichern kann, erklären möchte.
Anders als bei „Moby Dick“, der viele wegen seiner oft langatmigen Abhandlungen zum Walfang und der konstruierten Sprache abschreckt, ist „Im Herzen der See“ nicht nur ein äußerst spannendes und schockierendes Buch, sondern bietet auch Informationen zu einem Thema, das heute aus ganz anderen Augen gesehen wird. Man sollte sich also weder von dem Titel, noch von den manchmal etwas exzessiven Gebrauch von Seemannsvokabeln nicht abschrecken lassen, sondern die Möglichkeit nutzen in eine fremde und vergangene Welt abzutauchen.
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am 13. Januar 2006
Das Buch erzählt die tatsächlichen Ereignisse, die Melville zu „Moby Dick“ inspirierten und der Titel hält, was er verspricht: „Im Herzen der See“ reißt den Leser Seite für Seite mitten hinein in die Welt der Walfänger des 19. Jahrhunderts. Es ist ein Sachbuch, spannender und prosaischer als jeder Abenteuerroman, den ich gelesen habe. Jajaja, das Leben schreibt die besten Geschichten – aber wenn man sie mit einem Buch nacherzählen will, dann braucht man einen kongenialen Erzähler. Nathaniel Philbrick ist so einer. Satz für Satz baut er die Walfängerstadt Nantucket wieder auf. Deren einziges Exportgut war das Walöl, mit dem Industrialisierung und Verstädterung geschmiert wurde.

Allein schon die Beschreibung der Nantucketer Gesellschaft nimmt sich aus, wie eine Städtechronik von David Lynch’s Twin Peaks, erzählt in düsteren Daguerrotypen: Die Männer, fast nur auf See, überließen die Stadt einem bizarren „Zwangsmatriarchat“, in der sich die Frauen die Einsamkeit mit der Opiumpfeife vertrieben und den erworbenen Reichtum gemäß der Lehre des Quäkertums in strenger Schlichtheit verborgen hielten. Obwohl Philbrick den Hintergrund mit genauso viel Liebe zum Detail zeichnet wie die eigentliche Geschichte, verliert er sich nie in „Faktenhuberei“. Alle Informationen, die Themen wie Sklaverei, Frauenbild, Religion, Erziehung, Industrialisierung – aber auch Meteorologie, Navigation, Strömungslehre und Biologie streifen – fokussieren auf das eigentliche Thema: das Drama um den Walfänger Essex und den dreimonatigen Überlebenskampf der Männer in den kleinen Beibooten, in denen sie über den Pazifik trieben. Dabei ist sein großes stilistisches Bravourstück, dass seine Stimme niemals laut, schrill – „marktschreierisch“ – wird: auch nicht, wenn er darauf zu sprechen kommt, dass die Männer in ihrer Verzweifelung anfingen, ihre toten Kameraden zu essen. Er bewahrt sich immer den nüchternen – aber nicht kalten – Erzählton eines guten Journalisten, der Bericht erstattet und dem Leser allen Raum für das eigene Erleben lässt. Damit ist „Im Herzen der See“ das beste Stück Literatur, was ich seit langem gelesen habe.
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am 10. März 2016
Nach dem Historien-Abenteuer-Roman "The Revenant" habe ich nun das eher dokumentarische Buch "Im Herzen der See" gelesen. Nathaniel Philbrick beschreibt darin sehr anschaulich Aufstieg und Fall der Insel Nantucket sowie die letzte Fahrt des Walfängers Essex und das Schicksal ihrer Besatzung. Die Essex wurde von einem Wal versenkt und dieses Ereignis inspirierte Herman Melville zu seinem weltberühmten Roman "Moby Dick".

Inspiriert zum Lesen des Buches wurde ich von dem gleichnamigen Film von Ron Howard. Den Film hab ich leider im Kino verpasst, aber ich freue mich darauf ihn bald zuhause zu sehen; die 3D-Blu-ray erscheint schon Anfang April).

Das Buch fand ich durchweg unterhaltsam zu lesen. Anhand vieler Informationen kann man sich das damalige Leben auf Nantucket gut vorstellen. Vor allem aber hat Philbrick in detektivischer Kleinarbeit aus vielen Quellen Informationen über die letzte Fahrt des Walfängers Essex zusammengetragen. Sehr anschaulich schildert er das Leben an Bord des Schiffes sowie den anschließenden, dramatischen Überlebenskampf der Schiffbrüchigen, nachdem die Essex von einem Wal angegriffen und versenkt wurde. Mit Nahrungsmitteln, die nicht der Rede wert sind, treibt die Besatzung schließlich in 3 kleinen Walbooten auf dem Pazifik ...

Wenn ich als Verlag etwas an dem Buch verbessern sollte, ich würde das Glossar über die seemännischen Ausdrücke vom Ende des Buches an den Anfang setzen. Es ist wirklich unglaublich, in welchem Maße es in diesem Buch von spezifisch seemännischen Ausdrücken wimmelt. Die Bedeutung erschließt sich dem Leser nicht immer sofort und manchmal dachte ich, man hätte es auch verständlicher schreiben können - es hat ja nicht jeder Leser ein Marinestudium hinter sich.

Aber das ist Kritik auf hohem Niveau. Wer Interesse daran hat, eine spannende,authentische Geschichte zu lesen, dem sei "Im Herzen der See" sehr empfohlen.
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TOP 50 REZENSENTam 20. Dezember 2015
Nathaniel Philbricks Buch ist die akribische, harte und teils auch bewegende Rekonstruktion des Untergangs des Walfängers 'Essex' und die unglaublich leidvolle Odyssee ihrer Besatzung auf der Suche nach Rettung.

Der Walfänger 'Essex' läuft am 12.08.1819 von der Insel Nantucket unter dem Kommando von George Pollard aus und macht sich auf den Weg, um die Jagdgebiete des Pazifiks zu erreichen. Von Beginn an steht die Fahrt unter keinem guten Stern und Vorzeichen. Nach der Umrundung von Kap Hoorn und Versorgungsstopps in Südamerika und auf den Galapagos-Inseln fährt das Schiff westwärts in die Weiten des Pazifiks hinein, um dort Jagd auf Pottwale zu machen. Am 20.11.1820 jedoch, wird das Mutterschiff von einem Wal gerammt, so dass die Besatzung auf ihre kleinen Beiboote ausweichen müssen, weil die 'Essex' sprichwörtlich dem Untergang geweiht ist.

Ab hier beginnt für die Besatzung ein grausamer und erbarmungsloser Kampf um das Überleben und die nackte Existenz und Durst und Hunger stellen sie vor Leiden ungeahnten Ausmaßes in deren Verlauf extreme Entscheidungen über Leben und Tod getroffen werden müssen. Mehr möchte ich von der Handlung an dieser Stelle nicht verraten. Es geht in die Extreme menschlicher Existenz und weit darüber hinaus.

Dieses Buch bietet aber nicht nur einen Blick auf das Schicksal der 'Essex' und ihrer Besatzung, sondern einen ebenso interessanten Einblick in die Hochphase des Walfangs im frühen 19. Jahrhundert und den Gepflogenheiten und gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und auch religiösen Rahmbedingungen auf der Insel Nantucket, die praktisch die Haupstadt des Walfangs zu dieser Zeit darstellte. Erschreckend ist hier der absolut kompromisslose und rücksichtslose Umgang mit Mensch, Tier und Natur und eine Gewinnsucht, die aber gern hinter einer frommen und religiösen Fassade versteckt wird.

Die Erkenntnisse des Autor beruhen auf den Augenzeugenberichten von Überlebenden, anderen Zeitzeugen sowie von zahlreichen Experten und Wissenschaftlern, die interessante und hilfreiche Hintergrundinformationen zur Leidensfahrt der Essex-Besatzung liefern. Zudem ist das Buch sehr gut und flüssig zu lesen und die enthaltenen Karten und Fotos runden dieses unglaublich spannende und interessante Buch sehr gut ab.

Ein absolut empfehlenswertes Buch, dessen wahre Geschichte, die Grundlage für 'Moby Dick' bildete.
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am 18. April 2016
...das man sonst nur am Rande kennt.

In der Tat endet "Moby Dick" ja in der Mitte der Geschichte, die in Realität noch viel weiter geführt und Menschen in die dunklen Abgründe der Verzweifllung geführt hat, wo man unvorstellbare Dinge tut, die sich in die Seele einbrennen.

Mich hat das Buch sehr positiv überrascht, da es einen richtig guten Einblick in das Kapitel "Walfang" bietet, inkl. Hintergründen und Historien, den ich so noch nicht in der Hand hatte. Dabei wird das Buch nie langweilig oder theoretisch, sondern gibt die Möglickeit, sich in die Menschen hineinzuversetzen. Lehrreich und unterhaltsam zugleich - toll geschrieben. Und auch in den dunklen Kapiteln wird das Buch nie reißerisch oder melodramatisch, sondern bleibt sachlich und klar, was ich angesichts der Unvorstellbarkeit sehr wohltuend empfand.

FAZIT:
Eine Empfehlung für jeden, der sich für die Seefahrerei, aber auch die Geschichte des Walfangs interessiert!
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am 29. März 2016
Achtung: Das Buch ist weniger als Roman zu verstehen, sondern eher als Bericht über die Epoche des Walfangs in Amerika und speziell der Katastrophe um den Walfänger Essex. Es gibt keinen Protagonisten oder einen Plot in dem Sinne, vielmehr präsentiert der Autor Informationen zum Walfang selbst, zum Untergang der Essex und den schrecklichen Dingen, die sich danach abgespielt haben. Mittels Recherche, z.B. durch Briefwechsel oder zeitgenössischen Veröffentlichungen, gelingt ihm ein umfassender Bericht. Geschickt baut er an ausgewählten Stellen interessante Zusatzinformationen ein, z.B. die physischen und psychischen Folgen einer Dehydrierung, wobei er sich an manchen Stellen auf aktuelle Forschungsergebnisse bezieht. Auch wenn der Stil nicht ganz eloquent ist, lässt sich das Buch gut lesen und ist auf jeden Fall spannend wie ein Roman.
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am 2. November 2014
Ein Buch das die wahren Umstaende des Walfischfangs unheimlich nah beschreibt.
Wie es um die Wale steht, aber vor allem ums Ueberleben als die grossen Schiffe bis nach Suedamerika und weiter mussten um noch Wale zu finden. Eine fesselnde Geschichte und wie tragisch die Walfaenger ueberlebten und auch nicht.
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am 6. August 2013
Ein "Must" für Leute die sich für das Thema interessieren. Sehr spannend geschrieben und von großer Detailliertheit. Habe das Buch auch anderen empfohlen, weil ich so begeistert war. Die wollten wissen um was es da geht. Nach meiner Kurzzusammenfassung haben sie vom Lesen Abstand genommen. Daher komme ich zu dem Schluss, dass man für die Geschichte starke Nerven braucht.
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am 10. Februar 2016
Cover:

Das Cover ist in Hochglanz gehalten. Tiefblauer Hintergrund mit Wasser ziert das Bild, mitten im Vordergrund sehen wir ein Boot und darunter ein etwa 100 Mal so großer Wahl.

Meine Zusammenfassung und Meinung:

Jeder von uns wird Moby Dick kennen: der weiße Wal, den Capitain Ahab durchs Weltmeer jagt, um den weißen Riesen zu erlegen, der ihm ein Bein gekostet hat. ‚Im Herzen der See‘ jedoch erzählt eine andere Variante der Geschichte vom Capitain und seinen Männern des Walfangschiffes Essex, die auf dem Pazifik von einem weißen Riesenwal gekentert werden, der sie angriff, weil er eine Schule Weibchen in Gefahr sah und sie es knapp auf die Beiboote schafften. 4000 Kilometer vom Land entfernt ist die Crew über drei Monate auf sich alleine gestellt, ohne ausreichend Verpflegung.

Das Buch schildert sehr vorstellungsgenau die Situation auf dem Meer, den blanken Kampf ums Überleben. Nachdem die Männer es in die Beiboote geschafft hatten, kehrte recht schnell der Hunger ein. Der unstillbare Durst, mit einem Meer um sich herum an Wasser, was man aber nicht trinken kann, da dich jeder Schluck nur weiter austrocknet. Der Drang nach Kannibalismus spielte dabei auch eine Rolle. So stellte sich die Frage, ob sie nun einen der Männer essen dürften, wenn dieser gestorben sei.

Für mich war das Buch ganz interessant, da ich Moby Dick schon seit meiner Kindheit kannte. Die Geschichte, die zu diesem Buch führte, zu lesen, hat mir dabei viel Spaß gemacht. Im Buch selbst finden wir einige Zeichnungen zu Erzählungen, darunter auch ein Bild der Essex mit der Beschreibung ihrer Größe und Ausstattung. Unter anderem aber auch Bilder über andere Kulturen. So hatten die Walfänger selbst Angst vor den eingeborenen Walfängern der Südseeinseln, die zu Kannibalismus neigten. Viele Jahre später wurde auch eine Kiste versteigert, die in der Nähe des Wracks geborgen wurde.

Bewertung:

Für mich ein sehr solides Buch. Es ist nicht nur was für Fans und es werden auch keine Vorkenntnisse benötigt.
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