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am 5. Februar 2003
Die Leiche eines vermeintlichen Frauenmörders wird Kopf und Hände aufgefunden und die Polizei vermutet einen Zusammenhang mit den Jahrzehnte zurückliegenden Gewaltverbrechen. Sehr bald erkennen die Ermittler, dass der Ermordete nur aufgrund von Indizien verurteilt wurde, die zudem sehr schwach waren. Vielmehr sah sich der Mann in seinen Prozessen Vorurteilen ausgesetzt, die mit seiner Vergangenheit als Dopingsünder zu tun hatten. War er, wie er stets beteuerte, wirklich unschuldig? Ist sein Mörder der wirkliche Täter von damals?
Nesser beschreibt in diesem Buch einen Kampf der Ermittler gegen Vorurteile und Vorverurteilungen, Ignoranz und Desinteresse. Von den Bürgern erhalten sie keine Unterstützung auf der Suche nach der Wahrheit. Sehr gut gefällt mir die Verflechtung mehrerer Zeitebenen, wodurch der Leser wohldosiert Hintergründe zu allen drei im Buch behandelten Morden erfährt. Und auch mit eigenen Vorurteilen kann man in diesem Buch aufräumen, denn so sehr man den ewig nörgelnden, griesgrämig grummelnden, kauzigen Zyniker Kommissar van Veeteren auch verachten kann, so muss man ihn für einige Gedankengänge und die unorthodoxe Art, mit der er den wahren Täter einer gerechten Strafe zuführt, einfach lieb haben.
Einer der besseren Nesser-Krimis, der wieder einmal ohne Action und Hochspannung auskommt, sondern von Dialogen und den Gedanken der Ermittler lebt. Kleiner Schwachpunkt ist einzig, dass lediglich der Charakter van Veeterens greifbar wirkt, alle anderen Protagonisten bleiben blass. Auch die Beweggründe des fälschlich Angeklagten, sich durch sein Verhalten in seinen Prozessen selber verdächtig zu machen, kommt nicht klar genug rüber. Dies sind aber nur Randnotizen bei einem insgesamt wirklich guten Krimi.
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am 4. Oktober 2002
Mit diesem Krimi hat Nesser zweifellos ein Meisterwerk vorgelegt.
Verschiedene Aspekte machen dieses Buch zu einem wahren Lesevergnügen:
Die komplexe Handlung, die Nesser entwickelt, und die sich sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit abspielt, ist unheimlich spannend. Wobei nicht Spannung im Sinne von 'Action' gemeint ist, sondern mehr das subtile Ziehen eines Netzes rund um den Leser, der das Buch daraufhin nicht mehr aus der Hand legen kann. Zudem begnügt sich der Krimi nicht mit reiner Unterhaltung, sondern behandelt zudem noch ein höchst brisantes gesellschaftkritisches Thema.
Nessers sprachlicher Stil hat etwas sehr Besonderes. Teilweise fast schon nihilistischer Sprachstil mit feinen sarkastischen Einschüben. Dies äußert sich besonders in den Äußerungen Van Veeterens - Nessers Hauptfigur, die sich im übrigen wunderbar von den meisten anderen Komissaren oder Detektiven in Krimis abhebt. Die Kauzigkeit Van Veeterens (teilweise auch Unverschämtheit) und seine allzu deutlich gezeichneten Fehler machen in zu einem höchst menschlichen Charakter. Zwar wäre es zu hoch gegriffen, ihn als liebenswürdig zu bezeichnen, aber man kann sich perfekt in ihn hineinversetzen.
Jedem Freund anspruchsvoller Spannungsliteratur sei dieser Krimi anempfohlen!
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am 25. Oktober 2009
Eine verstümmelte Leiche wird im Wald gefunden und als der Frauenmörder Leopold Verhaven identifiziert. Die Polizei steht vor einem Rätsel: fand jemand, 24 Jahre Gefängnis waren nicht genug Strafe für Verhaven oder war er am Ende gar unschuldig? Kommissar Van Veeteren hat zwar eigentlich genug mit seiner Darmkrebserkrankung zu tun, aber der Fall lässt ihn nicht los.
So spannend dieser Nesser-Krimi auch klingt, er hält leider nicht, was er verspricht. Kaum ist der Kommissar im Krankenhaus, scheint auch die Dynamik des Romans zu kranken.
Irgendwie will die Story nicht so recht voran kommen. Es wird viel geredet, aber wenig ermittelt. Es werden immer wieder kleine private Geschichten der Ermittler beleuchtet und der seltsame Charakter des Opfers zur Genüge diskutiert, aber wirkliche Kriminalistenarbeit sucht man hier vergebens.
Die letzten paar Seiten lang löst Van Veeteren den Fall dann im Alleingang. Die wahren Hintergründe kann man nur erahnen. Es bleiben offene Fragen und ein äußerst unbefriedigendes Ende.
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am 20. Oktober 2008
Das Buch ist auch das zweite in einem Doppelband zusammen mit "Das vierte Opfer". Anscheinend koppelt man in einem Doppelband immer ein gutes mit einem mäßigen Buch.
Die Schwächen des "vierten Opfers" (siehe auch meine Rezension :-) ) sind auch im "falschen Urteil" offensichtlich, nur werden sie nicht durch Spannung kompensiert.
Die 3 Morde liegen ca. 30, 15 und 1 Jahr(e) zurück. Dementsprechend können auch keine Beweise oder Indizien gesammelt werden. Es werden alle Beteiligte der 3 Taten befragt, ohne daß sich eine Spur ergibt. Mittendrin hat VV eine Ahnung, ohne sie zu erklären. Erst auf den letzten Seiten erfährt man, wie er darauf gekommen ist, ein Mitraten geht nicht. Die möglichen Verdächtigen haben keine Kontur und irgendwann ist es dann einer von ihnen.
Das Buch hinterläßt gar keinen Eindruck, immerhin läßt es sich flott lesen.
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am 8. Mai 2004
.....Hakan Nesser erzählt in dem ihm eigenen minimalistischen Stil die Geschichte über einen Mann, der verurteilt für zwei Morde, 24 Jahre seines Lebens im Gefängnis verbracht hat und offenbar genau in diesem Moment, da er entlassen wird, ermordet wird. Kommissar Van Veeteren, dieser eigentümliche kauzige und unorthodoxe Ermittler muss tief in die Vergangenheit eintauchen und am Ende sogar in Zweifel ziehen, ob der Ermordete Verhaven wirklich damals zurecht verurteilt wurde.
Der Plot des Romans verspricht Spannung, doch das Ergebnis konnte mich persönlich nicht nachhaltig überzeugen, einzig Kommissar Van Veeteren ist ein kleiner Lichtblick. Der gesamte Rest der Charaktere bleibt schwammig und difus und ich habe zwischendurch überhaupt nicht mehr durchgeblickt, von wem jetzt gerade die Rede ist; bei den vielen Namen auch nicht gerade einfach. Undramatisch läppert sich die Geschichte so dahin, und am Ende hatte ich das Gefühl, Nesser wusste beim Schreiben auch nicht genau, wer jetzt eigentlich der Täter sein soll und so hat er einfach eine Person bestimmt, ziemlich überraschend und leider auch unglaubwürdig für den Leser, denn dieser Charakter wurde nicht mal annäherungsweise angelegt. Das Mord-Motiv: unglaubwürdig konstruiert und unbefriedigend. Wirklich schade, denn der Autor kann es bestimmt besser, aber "Das falsche Urteil" lässt mich persönlich zurück mit hochgezogenen Augenbrauen und einem fragenden Blick: Buch zu Ende - und das solls jetzt gewesen sein?
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am 18. August 2009
"Das falsche Urteil" ist der dritte van Veeteren Krimi und der schlechteste um mit dieser Reihe zu beginnen, denn dann wird man kaum einen weiteren lesen wollen. Schade um die Zeit, die man besser für ein gutes Buch genutzt hätte.

Das Buch hat 13 Abschnitte, die mit Zeitüberschriften versehen sind, da die Handlung von Vorkommnissen aus unterschiedlichen Jahren erzählt. Zwei Justizirrtümer, an denen der fälschlich Beschuldigte nicht unschuldig ist, führen zu einer dritten Tat, die die alten Fälle in einem neuen Licht erscheinen lässt. Was der Autor daraus macht ist dann aber keine Krimiautobahn, sondern ein holperiger Feldweg. Es werden keinerlei Spuren gelegt, Fäden gezogen oder der Plot in irgendeiner Weise aufgebaut. In jedem neuen Kapitel tauchen plötzlich Personen aus dem Nichts auf, werden verhört oder existieren kurzfristig in der Geschichte um dann erstmal wieder zu verschwinden und der Leser erfährt nicht woher sie kommen und warum sie plötzlich da sind. Ebenso ziellos ist der Einsatz der vielen Ermittler, deren Charaktere ansonsten an der Oberfläche bleiben und dementsprechend leicht zu vergessen sind. Genauso willkürlich erscheint das Ende des Buches, das überdies offen lässt ob hier zur "Lösung" ein Unfall geschieht oder ein Mord begangen wird.

Da es sich um einen preisgekrönten Krimi und hoch gelobten Autoren handelt, folgt man als Leser dem Prinzip Hoffnung, wird aber am Ende enttäuscht. Zwei Sterne nur, weil man das Buch bis zum Schluß durchhalten KANN.
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am 12. April 2005
Dieser allseits hochgelobte Krimi von Hakan Nesser hat mich persönlich doch etwas enttäuscht. Handlung und Charaktere bleiben schemenhaft. Alle Ermittler außer van Veeteren bleiben seltsam blass. Der Funke springt nicht über und der Leser nimmt leider nicht wirklich teil an der Aufklärung des Falles.
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am 17. Juli 2012
Aufbau und Anlage der Geschichte sind vielversprechend. Und so liest man voller Freude die ersten 200 Seiten. Doch dann folgt abrupt ein Wechsel: aus einer gescheiten Geschichte wird eine eine elende Zeilenschinderei. Der Autor verzögert die Handlung völlig unmotiviert und ergeht sich in halbphilosophischen Betrachtungen. Auf den letzten 20 Seiten fällt ihm ein, dass er noch zum Schluss kommen muss. Die Konsequenz ist absolut unbefriedigend: In einem rasanten Ritt werden neue Namen eingeführt, unmotiviert Spuren gelegt, um dann am Schluss wie aus der Zauberkiste den Mörder zu präsentieren. Ich mag viele Krimis von Hakan Nesser, aber dieser ist schlichtweg schwach. Vom Kauf dringend abzuraten!
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am 23. Oktober 2009
Leopold Verhaven wurde Anfang der 60er Jahre und Anfang der 80er Jahre wegen Mordes zu je zwölf Jahren Gefängnis verurteilt. Er hatte immer bestritten, die beiden Frauen ermordet zu haben und es waren auch nur reine Indizienprozesse, die zu seinen Verurteilungen führten.

Als er im August 1993 aus dem Gefängnis entlassen wird, will er den Mörder der beiden Frauen stellen. Dazu kommt es aber nicht mehr. Leopold Verhaven wird ermordet, seine verstümmelte Leiche erst 1994 entdeckt. Niemand hat Leopold vermisst... Kommissar Van Veeteren und seine Leute haben einen schweren Fall aufzuklären. Erst im Laufe der Ermittlungen kristallisiert sich heraus, dass vielleicht doch nicht Leopold der Frauenmörder war. Und dass der Mörder der zwei Frauen auch ihn auf dem Gewissen hat. Allerdings - es sind viele Jahre ins Land gegangen. Wo anfangen??? Der im Krankenhaus liegende Van Veeteren versucht diesen Fall auf seine "Charmante Art " zu lösen. Da bremst ihn auch kein Krankenhausaufenthalt!Allein das war schon sehr Haarsträubend. Ein frisch operierter fährt auf eigene Faust durchs Land und will einen Dreifachmörder stellen. Da hätte ich das ganze schon fast abgebrochen, doch ich wollte unbedingt das Ende erfahren doch leider war das auch alles andere als nach meinem Geschmack.

Zu Anfang dachte ich, dass dieses Buch ein wahrer Glücksgriff ist. Es fing als spannender, gut aufgebauter Kriminalfall an. Doch schon bald brach das ganze ein und ich musste meine Meinung zum Ende des Buches hin revidieren. Der Schluss ist dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass ich eigentlich immer noch nicht fassen kann, dass der Autor dieses Ende gewählt hat.
Der Plot ist recht melancholisch und düster gehalten die Zeitsprünge wirken aufgesetzt und irritierend. Alles in allem kein wirklich Kriminalistisch gut durchdachter Fall. Wirklich schade...
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am 20. Januar 2002
Das Buch ist von Anfang an sehr spannend, obwohl es bisweilen aufgrund der vielen verschiedenen handelnden Polizeibeamten anstrengend zu folgen ist. Aufgrund der Vielfalt der agierenden Personen werden diese auch nicht besonders gut skizziert. Einzig Münsters Charakter wird etwas detaillierter gezeichnet. Der im Krankenhaus weilende Kommissar erinnert ein bißchen an Dürrenmatts "Verdacht". Interessant sind die Zeitsprünge im Buch, die jeweils als eigene Kapitel dargestellt werden. Ein bißchen enttäuschend ist jedoch, dass man als Leser erst auf den letzten Seiten einen Verdacht entwickeln kann. Die diffizile Handlungsentwicklung des gesamten Buches verdient einen stimmungsvolleren, sensibleren Ausgang.
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