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am 7. Februar 2010
A. Roy erzählt die Geschichte einer Familie in Indien, die erbarmungslos durch gesellschaftliche Umstände zerstört wird. Sie zeichnet dabei Indien als ein zwar schönes Land, das aber zerrissen ist durch Unterschiede im Kastenwesen, soziale Unterschiede und politische Strömungen (vor allem Marxismus und Demokratie). Diese Zerrissenheit erlaubt es den Menschen nicht in Frieden miteinander zu leben und glücklich zu werden und so ist das Eintreten der totalen Katastrophe, die gleich zu Beginn angedeutet wir, nur eine Frage der Zeit.
Nicht alles hat mir an dem Buch gefallen: 1.Die Sprache ist sehr poetisch, metaphernreich und blumig und passt nicht recht zu der vermittelten Sozialkritik und der Tragik der Ereignisse. 2.Die Verbotene Liebe", die der Herausgeber auf dem Buchumschlag als Mittelpunkt der Geschichte sieht, gibt es eigentlich gar nicht. Es ist viel mehr eine kurze Leidenschaft, die auf ganz wenigen Seiten abgehandelt wird und die auch nur der Auslöser der dramatischen Ereignisse ist, die wohl auch ohne selbige eingetreten wären. 3.Es gibt weitere Gegensätze, die die Zerrissenheit Indiens begründen (z.B. die vielen fanatisch ausgeübten Religionen und die vielen Volksgruppen mit bis zu 200 verschiedenen Sprachen und Gebräuchen). Aber diese Konflikte spielen in dem Roman gar keine Rolle und werden auch nicht erwähnt, dabei sind sie für Indien so wichtig.
Vielleicht hätte die schöne Sprache mit den vielen Naturbeschreibungen besser zu einer Liebesgeschichte gepasst, als zu der traurigen Familiengeschichte.
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am 24. Juli 2002
Die kleine Geschichte einer indischen Familie, die nicht, wie der Klappentext behauptet, an "einer verbotenen Liebe" zerbricht, sondern am alltäglichen Rassismus, an den sozialen und politischen Verhältnissen. Die Charaktere sind interessant und außergewöhnlich, jedoch bleibt ihre Zeichnung mitunter auf halbem Wege stecken.
Was das Buch zu einem der besten macht, sind die Struktur und die Sprache. Ein unglaublicher Balanceakt von Leichtigkeit und Dichte der Erzählung, ein atemberaubender Spannungsbogen, der durch die meisterhafte, nicht chronologische Struktur erzeugt wird. Die Sprache beeindruckt durch ihre stilistische Vielfalt, durch ihre Poesie ohne Pathos, ihren Tiefgang ohne Schwere, ihre Derbheit ohne Vulgäres.
Das alles mündet in den Eindruck eines engagierten Buches, das eine kleine Geschichte nicht um ihrer selbst willen erzählt.
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am 6. August 2000
Dieses Buch hat es mir nicht leicht gemacht. Als Deutscher stand mir die geschilderte familiäre und soziale Welt, von der der Roman so entscheidend geprägt ist, sehr fremd gegenüber. Dabei steht außer Frage, dass gerade das die Aufgabe von Kultur ist: den Leser in fremde Kulturen zu führen, diese ihm zu öffnen. Roys Welt aber blieb mir verschlossen. Hinzu kam ihre bemüht poetische Technik, auf jeder Seite wenigstens zwei originelle Metaphern auszuführen. Dabei steckt das Werk voller bewegender Literatur, und manches Bild vergisst man nicht.
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am 7. September 2007
Der Roman zeichnet ein sehr lebendiges Bild von Indien, voller Traditionen, magischen Momenten und einer Familie in der jeder sein eigenes Kreuz zu tragen hat. Es ist eine dramatische Geschichte eine Frau, die jemanden liebt, der sie nicht berühren darf, einem zweieiigem Zwillingspaar mit nur einer Seele, einem Mann, der die Frau (und deren Kind) die er noch immer liebt an einen anderen verloren hat und einer verbitterten Ex-Nonne, die allen Menschen deren Glück missgönt.
Es geht um die großen Dinge, wie Politik, Liebe und Gesellschaft, sowie um die kleinen Dinge, wie ein helles Blatt auf einem dunklen Rücken, das dafür sorgt, dass der Monsun rechtzeitig kommt.
Der Gott der kleinen Dinge ist ein Buch das unter die Haut geht und dessen Inhalt vor dem geisten Auge zum Leben erwacht.
Was es noch ein wenig interessanter macht, ist die Tatsache, dass der Roman halb autobiographisch ist und somit auch ein Teil des Lebens von Arundhati Roy.
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am 2. August 1999
Dieses Buch ist eigentlich unbeschreiblich,- nie zuvor habe ich eine vergleichbare Schilderung von tiefen Emotionen gelesen. Die zarte poetische Sprache verzichtet auf jegliche Art von Kitsch und ist dennoch so ergreifend, daß man am liebsten die Augen schließen möchte. Wäre da nicht die einnehmende Spannung um das Verstehen der ganzen Geschichte gewesen... ich hätte den "Gott der kleinen Dinge" nicht beenden können, weil man den Blick von einzelnen Zeilen oft gar nicht mehr lösen kann. Ohne Frage eine außergewöhnliche Leseerfahrung.
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am 23. Juli 1999
Der Gott der kleinen Dinge ist ein fesselndes und mitunter nicht ganz leicht verdauliches Leseerlebnis, denn die Autorin scheut sich nicht, sich mit unbequemen Themen auseinanderzusetzen.
Die Geschichte dreht sich um eine indische Familie, die hin und her gerissen ist zwischen Klassen- und Kasten-Unterschieden, einer Scheidung, größeren und kleineren Eifersüchteleien und Rivalitäten. Unter dem Druck dieser Umstände zerbricht die Familie schließlich. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die Zwillinge Rahel und Estha, deren Mutter es wagte, sich gegen die herrschenden Konventionen zu stellen, sich scheiden ließ und einen Unberührbaren liebte.
Die Handlung ist stilistisch wunderschön verpackt. Zahlreiche Rückblenden, Erinnerungen und Hinweise auf wichtige Ereignisse im Leben der Protagonisten werden unter den Händen von Arundhati Roy zu einem schillernden Teppich, der von Haß, Liebe, Vergeltung und Vergebung erzählt. Besonders faszinierend ist der Einblick in das uns fremde indische Kastensystem, den die Autorin uns gewährt. Viele kleine und doch so aussagekräftige Szenen, die in einer sehr aussagekräftigen und malerischen Prosa geschildert werden, zeigen dem Leser, daß es die kleinen Dinge sind, die das Leben lebenswert machen.
Ich machte im Laufe des Buches alle Stationen von Wut, Freude, Glück und Trauer durch, und doch schloß ich das Buch mit einem Lächeln und der Gewißheit, das das Leben trotz allen Härten doch schön ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 25. Dezember 1999
Mit beständiger Regelmäßigkeit erweisen sich die Bücher, die auf den englischen Bookerpreis Thron gehievt werden, immer wieder als fantastische Lektüre. A. Roy gewann diesen Preis für ihr Erstlingswerk "Der Gott der kleinen Dinge" 1997 -- zu Recht! Schon auf den ersten Seiten, die den Leser in das Buch hineinsaugen, wird klar, daß der Leser es hier mit einer gleichsam virtouosen wie sicheren und prägnanten Sprachschöpferin zu tun hat. Die (äußert tragische) Handlung, die sich (wie so häufig schon) um die Liebe zwischen Standesgrenzen hinweg dreht und äußerst tragisch ist, spielt in einem entfernten Dschungelgebiet Indiens und wird von A. Roy wunderbar in kraftvolle, sehr organische andschaftsbeschreibungen eingebettet. Bemerkenswert ist, wie es die Autorin schafft, allein durch geschickte Wortkonstruktionen, die Handlung aus der Perspektive zweier vorpubertärer Kinder zu beschreiben, ohne dabei naiv oder aufgesetzt zu wirken. Dazu kommt eine sehr reiche Fantasie, so daß das Buch nicht nur von der Sprachgewalt, sondern auch von der großen Ausmalungsraft der Autorin lebt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 11. Dezember 2016
Ich habe mir aufgrund des Titels "Der Gott der kleinen Dinge" etwas ganz anderes vorgestellt, aber das Buch ist auf seine ganz eigene Weise absolut fesselnd und lesenswert. Die Autorin scheut sich auch nicht, unbequeme Wahrheiten anzusprechen
Die Geschichte handelt von einer indischen mittelklasse Familie, die zerrissen ist zwischen dem modernen Leben und dem traditionellen indischen Mann/Frau Verhältnisses sowie Klassen- und Kasten-Unterschieden. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Zwillinge Rahel und Estha, deren Mutter sich gegen die herrschenden Konventionen auflehnt, sich scheiden läßt und einen Unberührbaren liebt und daran zerbricht. In kindlichen Rückblenden und Erinnerungen erzählt - gibt es Hinweise auf wichtige Ereignisse im Leben der Protagonisten. Besonders interessant sind die Einblicke in das uns fremde indische Kastensystem. Ein sehr schönes trauriges Buch, da zum nachdenken anregt.
I
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am 11. März 2001
"Der Gott der kleinen Dinge" ist eines der besten Bücher, daß ich je gelesen habe. Nachdem mit der Vergleich mit Salman Rushdie, dessen Erzählstil mit tödlich langweilt, zuerst abschreckte, stellte ich bald fest, daß Roy weitaus besser ist. Die wunderschöne, poetische und facettenreiche Sprache trägt einem mit fast jedem Wort, jeder Ahnung, die sie vermittelt, fort und regt gleichzeitig auch zu philosophischen Gedanken an über das eigene reelle Leben....Die Lautlosigkeit und Unaufdringlichkeit, mit der Roy ihre verwobene Geschichte erzählt, ist einfach fantastisch und erzeugt , ganz ohne klischeehafte Handlungsstränge und brutale Bilder, Spannung und einen Zauber, der einen bis zuletzt gefangen hält. Die Geschichte der Zwillinge, ihrer vom Leben verfolgten Mutter, der bösen Tante, und das alles eingewoben und doch ein Fremdkörper im politischen und sozialen Hintergrunde des Landes erzeugt ein Bewußtsein von Gegensätzen und die Ahnung, daß die kleinen Dinge die sind, die das Leben weiterdrehen , und daß, was im kleinen geschieht, mehr Einfluß nimmt als das "Große und Ganze". Genial!
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am 12. November 2013
Das Buch hat mich so gefesselt und fasziniert, weil es wunderschön geschrieben ist. Am Anfang muss man sich in die Familie etwas "einarbeiten", da es viele Beteiligte sind, aber wenn man sie kennt wird das Lesen ein reiner Genuß, der auch Einblicke in indische Lebensverhältnisse gibt. Einfach schöm und zum Genießen! Wer natürlich auf Spannung aus ist sollte dieses Buch nicht lesen und dann schlecht bewerten. Ein Krimi ist einfach was anderes.
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