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am 6. März 2010
Vorab: Ich bin ein Stephenson-Fan. Insofern war Anathem eine Pflichtlektüre. Und es hat sich gelohnt, auch wenn es definitiv noch etwas schwieriger zu lesen ist, als die Vorwerke.
War die Baroque-Triologie aufgrund der vielen Informationen schon nicht für jedermann so gilt das doppelt für Anathem. Hier wollen seitenlange philosophische Diskurse und quantentheoretische Abhandlungen bewältigt werden. Die sind druchaus interessant und auch gut in Story eingebettet, aber viele werden da wohl kapitulieren.
Die Stärke des Buches ist die Welt, die Stephenson aufbaut. Hier leben die Wissenschaftler abgeschottet von der Außenwelt in klösterlichen Gemeinden - und dieAthmosphäre dieser Welt wird perfekt eingefangen. Wer Stephenson gerne wegen seiner guten Ideen liest, wird hier fündig, zumal die Story (trotz etwas Länge im Mittelteil) hier deutlich schneller voranschreitet als etwa bei Cryptonomicon.

Fazit: Anathem sollte nicht unbeding das erste Stephenson-Buch sein, dass man liest. Wer aber die Vorgängerwerke mag, kommt um dieses Epos nicht herum!
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am 25. Oktober 2016
Erstmal Hut ab vor der Kreation alternativer Welten, ihrer Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme und vor allem unterschiedlichster Denksysteme!
Die Einführung vieler neuer Vokabeln gestaltet den Einstieg in den Roman auf den ersten paar Hundert Seiten etwas zäh, aber wenn man durchhält, wird man mit einer Geschichte belohnt, die in neue Gedankenwelten entführt.
Auf Basis Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie einen schlüssigen Roman zu entwickeln, ist kein kleines Unterfangen, aber hier gelingt es. Als Einstein zu seinem 70igsten Geburtstag von Kurt Gödel ein Modell eines rotierenden Universums, das Zeitreisen erlaubte, geschenkt bekam, soll dieser darüber sehr geknickt gewesen sein. Vermutlich hinsichtlich der möglichen Konsequenzen.
Ist man in der Geschichte erstmal drin, bekommt man in ständiger Weiterentwicklung einen wirklich spannenden Sci-Fi-Roman geboten, der einen immer wieder zu bis dato nicht Gedachtem anregt.
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am 18. Januar 2016
Anathem ist ein Roman, den man nicht mal eben beiläufig lesen kann: Wer Stephenson nicht kennt, erwartet - rein vom Klappentext her - sicher etwas völlig anderes.
Aber es ist ein waschechter Stephenson, aus meiner Sicht sogar sein schwierigster Roman: voller langer und komplexer Dialoge, detailreicher Beschreibungen, komplizierter Wortschöpfungen, vielen Protagonisten und einer Rahmenhandlung, die wie immer ein recht abruptes Ende findet, und eigentlich nur dem Zweck dient, der naturwissenschaftlich/philosophischen Diskussion als Rahmen zu dienen.

Das Buch ist für mich in 4 Teile zu gliedern:
- Im ersten viertel des Buches beschreibt Stephenson detailliert die matische Welt von Arbre und man versteht die groben Zusammenhänge. Auch die wichtigsten Charaktere werden eingeführt. Aber dazu muss man sich durch fremd klingende Namen und eine Vielzahl unbekannter Wörter arbeiten. Auch die Geschichte des Planeten und die matischen Denkschulen muss man sich erarbeiten, da sie nicht chronologisch oder sonst wie systematisch ausgebreitet werden. Immerhin gibt es einen kurzen Glossar am Ende des Buches und eine Geschichtstafel am Anfang: ich habe beides genutzt.
- Allmählich kommt die Rahmenhandlung in Gang und der Roman geht dann sogar ein wenig in Richtung Abenteuerroman, dabei aber nicht annähernd so tempogeladen wie im Barockzyklus (zumindest die Teile mit Jack Shaftoe) oder in SnowCrash. Aber für mich absolut so, dass ich das Buch mal wieder nicht aus der Hand legen konnte. Auch im spannungsgeladensten Teil schafft der Autor es dabei immer wieder, naturwissenschaftlich-philosophische Themen zu erörtern und die gesamte Szenerie detailgetreu zu beschreiben.
- Schließlich wird nach etwa 2/3 des Buches nochmal Tempo rausgenommen: Jetzt ist die Zeit für Politik und die Kumulation der Philosophie-Gedanken des Buches. Erst jetzt versteht man vieles, was früher beschrieben wurde, und ein bis dahin undurchschaubarer Charakter gewinnt an Bedeutung. Hier wünscht man sich, während man Seite für Seite verschlingt, dass man endlich alles versteht - aber da kommt man natürlich nie hin.
- Das letzte Fünftel des Buches bringt dann die Geschichte zu Ende: durchaus spannend zu lesen, aber wie immer dann doch etwas abrupt zum Ende kommend. Aber diesmal sogar mit einem echten Schluss! Dabei lässt uns das Buch, wie bei Stephenson üblich, mit einer Menge Fragen zurück und wir müssen uns leider von dieser vielschichtigen arbrischen Welt verabschieden.

Was bleibt für mich als conclusio:
Ich finde das Buch klasse, bin aber auch ein echter Stephenson-Fan und habe alles von ihm gelesen, wobei ich nicht sagen würde, dass es sein bester Roman ist. Als Einstieg in seine Literatur dürfte das Buch den meisten zu komplex sein - hier würde ich dann doch eher DiamondAge, Cryptonomicon oder den Barock-Zyklus empfehlen. Man muss schon eine gewisse Fähigkeit mitbringen, sich auf die theoretischen (oder sollte ich sagen "theorischen") Inhalte einzulassen und man benötigt sicher auch eine gewisse naturwissenschaftliche Vorbildung, um den Gedanken dann auch folgen zu können. Also ist das Buch sicher nichts für jedermann, zumal es auch noch durch viele Protagonisten und fremdartige Wortschöpfungen sowie Umschreibung unserer menschlichen Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte komplizierter wird, als es ohnehin schon ist. Für manche mag aber genau das den Reiz ausmachen...

Ich mag bei Stephenson im Allgemeinen und diesem Buch im Speziellen, dass man mit mehr Fragen aus der Lektüre herauskommt, als man man hineingegangen ist!

P.S.:
Vielleicht kann man aus dem Buch mitnehmen, wer - oder besser was - Enoch Root ist.
Vielleicht aber auch nicht... ;-P
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am 11. Juli 2013
mit einem etwas schwierigen Anfang, bei dem man mit abgeleiteten, aber dennoch unbekannten Begriffen konfrontiert wird, welche erst nach und nach durch ein eingefügtes Wörterbuch verständlich gemacht werden. Das ist auch der einzige, leichte Kritikpunkt, den ich entdecken kann.
Die Themen, die Beschreibung der Umwelt, die Charakterisierung und die Dialoge sind höchst interessant - nahezu alles hat mich an die guten, alten Zeiten eines Frank Herberts erinnert, welcher es meisterlich verstand, philosophische Themen und Dialoge in eine außergewöhnliche Story einzubetten.
Zumindest für "Anathem" gilt für mich, daß Stephenson der würdige Nachfolger Herberts ist.
Stephensons "Snow Crash", welches ich mir gleich im Anschluß kaufte, überzeugte mich allerdings weitaus weniger.

Fazit: Das beste Buch seit Jahren - keinerlei seichte Unterhaltung, sondern ein Stoff, bei dem die Fantasie und das Mitdenken des Lesers auf Höchste gefordert und gefördert wird.
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am 11. Januar 2013
Vorweg: ich in Neil Stephenson Fan. Und Bücher englischsprachiger Autoren lese ich bevorzugt in der Originalfassung.

Ich habe Anathema bereits vor ca. 2 Jahren in der englischen Originalfassung gelesen und war begeistert. Dabei habe ich aber vielleicht nicht alles ganz genau verstanden, denn die Sprache von Neil Stephenson ist (vermutlich sogar für english native speakers) sehr anspruchsvoll. Deshalb will ich es jetzt noch einmal auf Deutsch lesen.
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am 12. August 2012
Über den Inhalt wurde hier bereits ausreichend gesagt. Das Buch liest sich hervorragend! Ich persönlich finde es "knackiger" geschrieben als die Barock-Trilogie. Bei dieser hatte ich manchmal das Gefühl, die Dialoge kreisen sehr weit um eine Frage, bis er irgendwann zur Sache kommt. Anathem hingegen liest sich da besser. Aber, das sei gesagt, alle Gedankengänge nachzuvollziehen erfordert auch eine gewisse geistige Anstrengung.
Das Buch zu lesen macht Spaß und es hat so viel Substanz, dass man es nicht in einem Tag schafft.
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am 25. Januar 2018
Sie sind auf der Suche nach neuen Experimenten? Nach neuen Settings, neuen Welten? Die atmosphärische Beschreibung einer anderen Version der Erde wird ihnen sicherlich gefallen. Einzigste Einschränkung des Lesespasses bildet das etwas mystische Ende.
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am 24. Januar 2013
Dieses Buch fordert von Anfang an: Die Sprachschöpfungen auf den ersten Seiten, die komplexe Story und nicht zuletzt die technischen, mathematischen und philosophischen Dialoge und Gedankenspiele - man muss es schon mögen und eine gewisse Affinität zu wissenschaftlichen Diskursen sollte schon gegeben sein, aber dann wird man einfach mitgerissen. Ich habe lange nicht mehr so intensiv gelesen und das habe ich mir bisher bei jedem Stephenson gedacht. Wer gerne seinen Kopf beim Lesen einschaltet sollte hier zugreifen!
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am 1. Juni 2016
Leider ist das Buch langatmig, weitschweifig, langweilig, fast unlesbar
Als Kenner von Neal Stephensons Werken hatte ich etwas anderes erwartet.
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am 26. November 2014
genial, subtil, nachhaltig .... oder um Herrn Sloterdijk (sehr frei) zu zitieren "hier ist nicht von Begeisterung und Ablehnung zu sprechen, vielmehr trennen sich die Geistlosen von den Geistreichen.
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