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Kundenrezensionen

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am 1. Juli 2002
Dieses Buch ist mit Sicherheit ein schwer verdaulicher Brocken. Nicht weil es gewaltätig wäre. Es ist diese totale Abstumpfung der Protagonisten, die dem Leser zu schaffen macht. Dieser allgegenwärtige Zynismus. Ich meine Victor geht zu Sitzungen von Sexsüchtigen um dort eine flüchtige Nummer zu schieben. Er miemt in Restaurants den Erstickenden, in der Hoffnung das sich sein Retter als mildtätig erweist und ihm eine nette kleine Spende zukommen lässt. Victor ist tatsächlich ein Simulant. In vielerlei Hinsicht. Es ist ein Portrait eines Menschen, der mit sich selbst kämpft. Aber egal wie er es dreht und wendet, es ergibt sich einfach keine Besserung für ihn. Der Roman strotzt nur von originellen Einfällen. Auch in den abstoßendsten Szenen, kann man sich eines gewissen Schmunzelns nicht erwehren. Auch finde ich Palahniuks Stil genial. Es ist mir nicht so oft passiert das ich mal zum Spaß in einem Buch blättere, die erste Seite lese und den Rest fast in einem Zug durchlesen muß. Der Leser muß schon für sich entscheiden, ob er diesen Roman als ernsthafte Gesellschaftskritik begreift oder als nette Unterhaltung für schöne Sommerabende auf dem Balkon. Denn manche Szenen sind schon wirklich pure Situationskomik. Ich erinnere nur an die Sexszenen in den winzigen Flugzeugtoiletten. Wie dem auch sei, ich habe die Lektüre sehr genossen. Viel Spaß damit!
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am 28. Dezember 2002
"Der Simulant" ist ein echter Palahniuk', sei es sprachlich gesehen, als auch inhaltlich. Von all jenen Autoren, die den Stift am Puls der Zeit haben oder haben WOLLEN, ist Palahniuk so etwas wie ein Meister. Kaum ein anderer schafft es in seinen Geschichten Satire, sprachliche Rafinesse, schräge Einfälle und interessante Charaktere zu einem derart außergewöhnlichen Lesegenuss zusammen zu bringen. "Der Simulant" strotzt förmlich vor Kreativität, Wahnsinn und Psychosen - er strotzt vor dem wahren Leben, sei es hier noch so überzogen dargestellt. Die Hauptfigur 'verdient' sein Geld, indem er in Restaurants erstickt und sich retten lässt (lesen sie selbst das Buch, um den Sinn darin zu erkennen), doch das sympathische an der Sache ist, dass er dies tut, um den Menschen Hoffnung zu geben: einmal im Leben darf so ein ganz normaler Mensch zum Helden werden, indem er einem anderen Menschen das Leben rettet...
Die Figuren in dieser Geschichte sind sexsüchtig, suchen den Sinn des Lebens in Drogen, trinken Bier aus Schneckenfallen in fremden Gärten, haben Sex in Flugzeugtoiletten oder stellen sich absichtlich in einen Stau, um so wenigstens den Anschein für sich selbst erzeugen können, normal zu sein. Ob man es glauben mag oder nicht, es gab selten ein Buch, das mich mehr gerührt hat als dieses, man denke nur einmal an die Geschichte mit dem Mann und dem Affen und der Art und Weise wie Victor Mancini sie interpretiert... Diese und andere Pointen lassen eine hintergründige Poesie durchscheinen, die man einer derart ausgefallenen und sprachlich direkten Story kaum zutrauen würde. Es braucht offenbar einen direkten Schlag ins Gesicht, wie hier in Form von Worten, um erkennen zu können was Menschlichkeit bedeutet. Das sollte einen nachdenklich machen... Eines noch: zwischen all dem menschlichen Chaos, das das Buch schildert, standen mir nicht nur einmal vor Lachen fast Tränen in den Augen, denn der Humor, vor allem auch die Situationskomik ist mehr als köstlich.
Für all jene, denen "American Psycho" nicht schräg genug oder aber zu brutal war und "Fight Club" zu wenig Seele hatte, ist "Der Simulant" auf jeden Fall einen Blick wert, denn Seele hat die Geschichte mit Sicherheit, sieht man es ihr auf den ersten Blick vielleicht auch nicht an...
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am 31. August 2005
Victor Mancini besucht die Selbsthilfegruppen Sexsüchtiger; er ist sexsüchtig, im Gegensatz zu den anderen aber will er nicht geheilt werden - er sucht nur gleichgesinnte (Sexpartner). Wenn er das nicht tut, arbeitet er tagsüber in einer Art Museumsdorf, in dem außerdem sein Kumpel Denny zugange ist, der ständig am Pranger steht, weil er gegen die vielfältigen Verhaltensmaßregeln verstößt, Stempel von Discos auf dem Handgelenk trägt, vergessen hat, seine Uhr abzunehmen. Irgendwie steht Denny drauf, am Pranger zu hängen. Währenddessen vögelt sich Victor durch die meistens bekiffte Mitarbeiterschar.
Abends aber schlägt Victors eigentliche Stunde - und die seiner Opfer: Er läßt sich, täglich mehrfach in immer anderen Restaurants, das Leben retten. Einen Erstickungsanfall vortäuschend, wartet er darauf, von einem guten Geist erlöst zu werden, um fortan dessen Geretteter zu sein, und mit andauernden Geldgeschenken bedacht zu werden. Victor schreibt täglich Briefe an die wachsende Zahl seiner Retter, dafür bekommt er Grußkarten und kleinere Geldbeträge. Und er braucht die Kohle, denn die demente Mutter kostet 3.000 Dollar im Monat. Sie erkennt ihn zwar nicht mehr, wenn er sie im Pflegeheim besucht, hält ihn meistens für ihren Anwalt, aber dafür begegnet Victor der vermeintlichen Ärztin Paige Marshall, der Frau, in die er sich verliebt. Und irgendwann, ja irgendwann glaubt er sogar, der Messias zu sein ... während Denny Steine sammelt, für jeden Tag, an dem er nicht onaniert hat, einen - und aus ihnen eine Kathedrale baut.
Die turbulente und enorm amüsante Handlung - Episoden wie etwa das Austrinken der Schneckenfallen in den Vorgärten der Nachbarschaft - steht eigentlich im Hintergrund, der lakonische Sprachwitz und die augenzwinkernde, fast weise Betrachtung der Verstrickungen des Daseins, der Unmöglichkeit, eine Erfüllung zu finden, sich wenigstens zu positionieren, stellen den eigentlichen Kern dieses wundervollen und hochkomischen Buches dar. Jeder zweite Satz ist zitierfähig. „Genial" ist nicht das richtige Wort, aber das erste, das mir einfällt ...
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am 13. Februar 2003
Palahniuk greift die Tabus unserer Generation auf und jongliert damit, dass es eine helle Freude ist. Es ist keine Prosa, die unserer Wirklichkeit gerecht werden will, sondern die Realität selbst. Wir haben es hier mit Sexsucht und Geldgier zu tun. Mit dem täglichen Irrsinn, der Leere in uns und mit einem Mann, der Helden generiert, um von genau diesen letzten Endes zu Fall gebracht zu werden. Victor Mancini, der Protagonist unseres Autors, hat wenig Verständnis für die gesellschaftlichen Werte und ist trotz aller Taktlosigkeiten ein bemitleidenswerter Held, dem man seine Taten nicht verübeln kann.
Chuck Palahniuk, ein Name, der für litararische Qualität bürgt, hat hier in seinem Werk mit beißender Ironie und zeitgenössischem Fingerspitzengefühl die Morbidität der heutigen Zeit Zeile für Zeile testiert und uns so die Möglichkeit geboten, einen Blick hinter die Kulissen des Bürgertums zu werfen, ohne dabei dem Nachbar über die Schulter sehen zu müssen. Grandios.
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am 12. August 2002
Nur selten betritt ein Autor mit einer derart intimen Direktheit die Literaturbühne. Und wenn das passiert, ist es nicht selten ein Amerikaner... Wie auch immer, Chuck Palahniuk konfrontiert den Leser mit seinen eigenen, nicht salonfähigen Gedanken in einer selbstverständlichen Offenheit, daß man erst mal staunt. Da tauchen Gesprächsthemen auf, die man sonst nur in Männerrunden bei wohliger Bieratmosphäre analysiert. Trotzdem besteht keinen Moment Zweifel darüber, es mit großer Literatur zu tun zu haben. "Der Simulant" ist keine Belletristik für Playboy-Leser. So sehr die Thematik und Sprache des Buchs vor Sex und Intimität strotzt, so sehr ist sie prägnant und ausdrucksstark durchformuliert. Dem Autor scheint das so leicht von der Hand zu gehen, wie eine Plauderei an der Bar. Palahniuk liefert pro Buchseite im Schnitt 3 Zitate. Und zwar solche, die dich ob ihrer treffenden, ungewöhnlichen und "bedenklichen" Komik umwerfen. Ich habe Autoren gelesen - wie J.D.Salinger oder W.Kotzwinkle -, die ähnlich offen mit dem Leser sprechen, aber keinen von der hüllenlosen Prägnanz und umwerfenden Schlagfertigkeit eines Chuck Palahniuk.
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am 12. Dezember 2003
Es gibt ja wirklich wenige Autoren, die ich wirklich verehre - aber Chuck Palahniuk gehört einfach dazu. Sein Minimalismus-Schreibstil ist einzigartig: Kein Wort zuviel, in jedem Satz eine gute Idee. Was Chuck Palahniuk an Einfällen in ein einziges Buch packt, würden viele andere Autoren auf 10 Romane aufblähen. (Oder andersrum bei Stuckrad-Barre: WENIGER Inhalt in einem Buch, als bei Palahniuk in einem Wort...) Pflicht!
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am 1. September 2002
Vieles an diesem Buch ist ungewöhnlich oder bizarr: Die krude Einleitung, der Job des Protagonisten Victor Mancini und die Art und Weise, wie er an das große Geld kommen will. Dann ist da Denny, Victors bester Freund, der auf die wahnwitzigsten Ideen verfällt wenn es darum geht, sich von seiner Sexsucht abzulenken. Oder Victors Mutter, die mit ihrem lebenslangen anarchistischen Kampf gegen jede Ordnung ohne Probleme ins Projekt Chaos aus dem Fight Club gepaßt hätte. Dies ist im übrigen nicht die einzige parallele zu Palahniuks bislang bekanntestem Roman.
Und dennoch ist es dankenswerter Weise kein billiges Selbstzitat oder die Kopie einer erfolgreichen Idee. Wenn ich am Anfang über die ungewöhnlichen Ideen schrieb, so ist dies nur ein Bestandteil dessen was die Faszination an Palahniuk ausmacht. Vielleicht sind seine Ideen ungewöhnlich im allgemeinen; für ihn gehören sie zu seiner Handschrift, zu dem was ihn als Schriftsteller charakterisiert. Auch sein Scharfblick, die lakonische Sprache und die Fähigkeit komplexe Gefühle ganzer Altersschichten (speziell der sogenannten Generation X) in wenigen Worten zu skizzieren haben mich für diesen Autor eingenommen.
Vielleicht spricht es nicht für mich als Person, aber es spricht für Palahniuk als Schriftsteller: Ich fühlte mich verstanden, Gedanken die ich gedacht habe wurden hier durch eine andere Stimme wiedergegeben. Wenn mir auch Fight Club etwas besser gefallen hat, so ist doch auch der Simulant ein eigenständiges und vielschichtiges Werk, das grandios beginnt, sich zwischendurch kleine Atempausen gönnt und in einem rasanten Finale mit religiösen Metaphern,einer reinigenden Kartharsis und einem echten Knalleffekt endet. Der Simulant ist wie eine sprudelnde Quelle voller ungewöhnlicher (und teilweise echt morbider) Ideen. Gesellschaftskritik ? Ist durchaus enthalten. Zynismus und schwarzer Humor ? Nicht zu überlesen. Botschaft oder Message ? Die muß jeder für sich selbst entdecken. Irgendwie sehe ich schon die Verfilmung vor meinem geistigen Auge. Jemand mit Mut, ein David Fincher vielleicht, könnte die Essenz dieser Geschichte auf Zelluloid bannen. Sie hätte es verdient. Um es mit Victor Mancinis Worten zu sagen: Brilliant ist nicht das richtige Wort, aber das erste was mir dazu einfällt.
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am 4. Mai 2007
Es handelt sich bei dem Buch um mein absolutes Lieblingsbuch, ich lese es gerade zum dritten Mal.

Die eigentliche Rahmenhandlung (die schon genügend beschrieben wurde) ist im Vergleich zu Fight Club zwar eher schwach und unspektakulär, aber die finde ich in diesem Buch auch eher nebensächlich. Viel wichtiger ist das, was Palahniuk sonst so erzählt, und woraus die Handlungen resultieren. Über das Leben. Sucht. Geliebt werden...

An vielen Stellen musste ich das Buch für 10 Minuten beiseite legen und erst mal über das nachdenken, was ich gerade gelesen hatte.

Ansonsten lebt das Buch natürlich von Chucks einzigartigem Schreibstil und seinem bitterbösen Humor, der absolut süchtig macht - womit wir wieder beim Thema wären.

Bleibt noch zu sagen, dass es mit Sicherheit kein Buch für jedermann ist (was auch die paar sehr negativen Rezensionen erklärt). Aber wenn man Fight Club mag, oder einfach gerne einen Blick hinter die Gesellschaft wirft und sich dabei nicht von sehr harter Sprache und Darstellung abschrecken lässt, auf jeden Fall zu empfehlen.

"Genial" ist das erste Wort, das mir dazu einfällt - und das richtige.
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am 10. Februar 2010
Ich weiß nicht so ganz was ich von diesem Buch halten soll und bin schwer am Überlegen ob ich mir weitere Bücher des Autoren "antun" soll.

Der Sprachwitz des Autors hat mir ganz gut gefallen, aber die Story (wenn man es so nennen kann) des Romans fand ich etwas abgedreht. Und eigentlich ist auch gar keine richtige Story vorhanden, es wird lediglich etwas aus dem Leben des sexsüchtigen Simulanten erzählt, der fast täglich andere Leute zu Helden und damit seiner Meinung nach glücklich macht. Er täuscht in Restaurants immer wieder Erstickungsanfälle vor, und lässt sich von (vorzugsweise wohlhabenden Mitmenschen) "retten". Diese schicken ihm dann jährlich zu seinem neuen Geburtstag Glückwunschkarten mit Geld darin, das er so dringend für die Pflegekosten seiner Mutter braucht.

Am besten haben mir eigentlich die ersten zwei Seiten gefallen, die ich vielleicht besser ernst genommen hätte
Zitat: Wenn du das hier lesen willst, spar dir die Mühe. Nach ein paar Seiten wirst du nur noch weglaufen wollen. Also vergiss es. Geh. Verschwinde, solange du noch kannst. Rette dich. Im Fernsehen läuft bestimmt etwas Besseres. Oder vielleicht solltest du, wenn du schon so viel Zeit übrig hast, zur Abendschule gehen. Arzt werden. Du könntest etwas aus dir machen. Gönn dir einen Restaurantbesuch. Färb dir die Haare. Du wirst schließlich auch nicht jünger. Das hier ist eine dämliche Geschichte über einen dämlichen kleinen Jungen...usw.

Abschließend vergebe ich dem Buch, auf Grund der lockeren und flüssigen Sprache des Autors, noch gütige 2 von 5 Sternen.
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am 5. Mai 2002
"Meilenstein" ist nicht das richtige Wort, aber das erste, das mir dazu einfällt.
Bevor ich dieses Buch in die Hand bekam habe ich FIGHT CLUB schon mindestens 3-mal gelesen. Ich ging also mit hohen Erwartungen an dieses Werk und ich wurde nicht enttäuscht.
Der gleiche "funny" Schreibstil wie in fight club, teilweise gleiche themenansätze wie in fight club.
Worum es in diesem Buch geht?
Das ist nicht so einfach in ein paar Sätzen zu sagen, denn auch in diesem Buch gibt es so viele winzige Details die nicht direkt in den Plot eingreifen, jedoch den Stil dieses Autors ausmachen. Hier nur eine kleine Offenbarung und gleichzeitig wieder eine Parallele zu fight club (entschuldigt aber es ist einfach mein Lieblingsbuch: Es geht wieder um eine gelangweilte Person, die einem der Urtriebe verfällt, um seinem Leben überhaupt einen Sinn zu geben. In Fight Club war es Gewalt, in Der Simulant ist es der Sex.
Fazit: Wer Fight Club (Buch oder Film) mochte, wird dieses Buch lieben.
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