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Kundenrezensionen

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am 26. September 2005
Der kleine Freund ist ein wunderbarer Familienroman, spannend, lustig, anrührend, großartig geschrieben. Er ist aber kein guter Thriller. Dass Donna Tartt diese Leseerwartung weckt und am Ende unbefriedigt lässt, ist das Hauptproblem des Buches. Das ist so, als würde man seinem Kind Rotkäppchen erzählen und mit den Worten beginnen: Es war einmal im Schreckensdrachenwald ... Zum Schluss wird das Kind dann enttäuscht fragen: Wann kommt denn jetzt endlich der Drache? Und es wird dem Märchen nur einen Stern geben. Der kleine Freund beschreibt das Abenteuer eines gewitzten Mädchens, einer Art weiblicher Tom Sawyer, das sich in den Kopf gesetzt hat, den Mörder seines Bruders zu entlarven. Dabei schreibt Donna Tartt so einfühlsam, elegant und mit Liebe zum Detail, dass es eine Freude ist, ihr dabei zu folgen. Für alle, die auch einmal den Weg das Ziel sein lassen können, ist dies ein empfehlenswerter literarischer Roman mit Versatzstücken eines Thrillers. Der Drache wird allerdings nicht auftauchen.
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am 12. Mai 2007
Durch die Genialität der "Geheimen Geschichte" motiviert, kaufte ich mir den "Kleinen Freund", auf den ich viele Jahre gewartet hatte. Um ehrlich zu sein, hatte ich eigentlich auf ein Buch gewartet, das, bitte schön, genauso gut sein sollte wie Die geheime Geschichte". Das ist allerdings schier nicht möglich. So ist die Enttäuschung quasi vorprogrammiert. Und trotzdem..., wenn man endlich kapiert hat, dass man sich hier einem ganz eigenen Buch gegenüber sieht, findet man doch einiges, was Donna Tartts erstes Buch so faszinierend gemacht hat, nämlich deren Fähigkeit, Stimmungen und Atmosphären einzufangen und so wiederzugeben, dass man die Gerüche riecht, die Hitze spürt, die Grillen hört. Es ist schon eine ganze Weile her, seit ich dieses Buch gelesen habe und obwohl ich es streckenweise auch recht anstrengend gefunden habe, hat es einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Ich werde also auch ein drittes von ihr lesen.
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TOP 500 REZENSENTam 15. August 2014
Ein düsterer Schatten liegt über dem Leben von Harriet und ihrer Familie: Ihr älterer Bruder wurde ermordet. Die Mutter vergräbt sich in Trauer, der Vater zieht sich von der Familie zurück. Harriet, die selbst ein Säugling war, als der Mord verübt wurde, beschließt, dass sie den Tod ihres Bruders rächen will. Bald schon meint sie den Mörder ihres Bruders gefunden zu haben. Um ihren Plan, diesen zu töten, in die Tat umzusetzen, spannt sie ihren etwas schlichter gestrickten Freund Hely ein. Durch die Rachepläne löst das Kind eine Serie von tragischen Ereignissen aus.
"Der kleine Freund" ist ein von schrägen Gaunern, exzentrischen alten Damen und anderen sorgfältig gezeichneten Charakteren bevölkertes Panoptikum.
Thematisch beschäftigt sich "Der kleine Freund" mit Rassenproblemen, soziologischen Phänomenen und gesellschaftlichen Normfragen. Doch letztendlich ist das Buch ein psychoanalytischer Roman erster Güte. Dem aufmerksamen Leser werden die Hinweise und Symbole nicht entgehen, die Rückschlüsse ziehen lassen auf die unbewussten Gefühle, die in Harriet toben, und sogar auf die Identität des Mörders. Diese Hinweise sind es, die zum wahren Verständnis dieser einzigartigen Figur führen.
Auch wenn in dem Roman viel von kriminellen Handlungen die Rede ist - es ist kein Krimi. Es geht nicht primär darum, wer den kleinen Jungen ermordet hat, sondern darum, was eine solche Tragödie aus einer Familie macht.
Donna Tartt schafft mit wundervollen Worten und Sätzen ein Leseabenteuer ohne Wertungen und lässt die Leser teilhaben an Freud und Leid von drei Generationen, an unterschiedlichsten sozialen Stimmungen und an einem seelisch aufwühlenden und rasanten Kriminalfall.
Sie schreibt sehr anschaulich und farbenprächtig, aber nicht verspielt, nicht voluminös, sondern pointiert und präzise. Dabei zeichnet sie einfühlsam, elegant und mit Liebe zum Detail die detailliert ausgemalten Bilder unzähliger Augenblicke. Und wenn wir dann etwas zurücktreten, sehen wir ein großes Bild, das alle kleinen Bilder integriert.
Für alle, die auch einmal den Weg das Ziel sein lassen können, ist dies ein empfehlenswerter literarischer Roman mit Versatzstücken eines Thrillers. Und wer dann noch Freude an ehrlichen Geschichten und an dichter Atmosphäre hat, der wird von diesem Werk fasziniert sein.
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am 25. Juni 2012
ich gebe fünf sterne, weil das buch mich gefesselt hat, weil es sehr gut geschrieben ist, weil hier kein reisserischer schund sondern wirkliche literatur geboten wird, weil die atmosphäre hier so plastisch geschildert wird, dass ich sie fühlen kann usw.usf.
man solltze sich doch hüten, von einem autoren immer dasselbe zu erwarten. dies buch hier ist so geschrieben, wie ich mir einen modernen südtaatenroman vorstelle- die familie in ihrem schmerz und in ihrer dumpfen existenz ist da, die tumben typen in der nachbarschaft, die mit einem pickup durch die gegend cruisen. ein finsteres geheimnis ist da, ein kleines mädchen, das licht ins trübe bringen will. ich finde, das alles ist großartig geschrieben und verwoben und gelöst worden. keine minute war mir langweilig- meine erwartungen wurden sogar übertroffen. also, warum soll ich da keine volle punktzahl geben?
kann das buch nur empfehlen.
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am 25. Juni 2015
Wenn ich mich, so wie jetzt, an dieses Buch zurück erinnere, dann sind es ausgenommen positive Gedanken und ich würde dieses Buch uneingeschränkt weiter empfehlen. Doch Vorsicht. "Der kleine Freund" ist ein sehr ruhiges Buch und wird wirklich nicht Jedermann's Geschmack treffen, was die Rezi-Sterne perfekt wiedergeben.

Was ich mit ruhigem Buch meine? Hmmm, Donna Tartt läßt sich mit dem Erzählen der Geschichte um die Familie Cleve und Ratliff sehr viel Zeit. Sie huscht nicht einfach über die Charaktere, nein, sie beschreibt ihr Leben. Es gibt nicht nur schwarz und weiß in diesem Buch, sondern auch die Grauzonen werden beleuchtet.
Sicherlich passieren zwischen den Seiten viele Dinge, aber ein actionreicher Roman ist "Der kleine Freund" nicht. Denn für mich sind es gerade diese leisen Töne und die Sprache des Autor's, die Bilder und Düfte und Empfindungen erwachen lassen und viel wichtiger als actionlastige Thriller.

Wenn ich zwischen den Seiten mit Harriet und Hely auf dem Rad durch Alexandria fahre und ich auf der Couch die Hitze der Wüste atmen kann und in einer schlaflosen Nacht die Grillen zirpen höre, dann bin ich in einem Roman gut aufgehoben. Zwischen den Seiten, in Erinnerungen an meine eigene Kindheit, genau so störrisch und bockig wie Harriet es ist.
Als totale Außenseiterin, alleine trotz Schwester Allison und Mutter Charlotte, die in ihrem Gram das eigene Leben und das der Kinder vergisst, findet Harriet Trost in Alleingängen und bei ihren verschobenen Tanten und Ida, der Haushälterin.

Das Gegenstück der Geschichte, die Familie Ratliff, am absoluten Tiefpunkt der Sucht angelangt, spiegelt diese Randgruppe haargenau das Drogenmilieu der damaligen wie heutigen Zeit wider. Zumindest könnte ich es mir genauso vorstellen. Denn Donna Tartt kann, wie sie in dem gesamten Buch unter Beweis stellt, nicht nur schönen Situation Leben einhauchen. Gefährlich und unberechenbar.

Und so fieberte ich mit Harriet und Hely mit, die sich, getrieben von dem Wunsch, den Tod ihres Bruder's Robin auf die Spur zu kommen, zu nah an die Familie Ratliff heran wagen.

Trotz der knapp 800 Seiten empfand ich kein einziges Wort zu viel und trotz bildhafter Sprache immer auf den Punkt gebracht.
Von mir eine klare Kaufempfehlung.

P.S.
Sollte Ihnen "Der kleine Freund" genau so gut gefallen haben wie mir und da ich immer auf der Suche nach Literatur dieser Art bin, Literatur die überzeugt, bitte die Buchempfehlung einfach in den Kommentaren hinterlassen. Das würde mich riesig freuen.
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am 29. April 2006
Die Story erinnert mich an den Film "Short Cuts". Wer den Film kennt, weiss sicher noch, dass er im Kino mit (einer?) Pause lief wegen Überlänge. Eigentlich gibt es in dem Film bis auf den Unfall des kleinen Jungen keine Handlung, die sich auf eine Lösung -von was auch immer- hinbewegt, ausser dem Zusammenführen der einzelnen Personen in eine Art Handlungsnetz. Genauso ist es in "Der kleine Freund". Hauptfigur ist ein kleines, sonderbares Mädchen, dessen Familie nach dem Tod des Bruders in eine Lethargie verfällt. Das Mädchen ist besessen davon, den Mörder ihres Bruders zu finden. Vieles bleibt ungesagt und offen, zum Beispiel warum niemand mit ihr so richtig über den Tod des Bruder spricht oder wie das Leben und Empfinden der Schwester weitergeht nach dem anfänglichen Kapitel über sie. Aber es ist Donna Tartt's Roman; welche Handlungen ich gerne noch vervollständigt gelesen hätte, kann sie offen lassen wie sie will... Wie in ihrem ersten Buch habe ich Probleme, ihre Beschreibungen von Orten bildlich umzusetzen, umso mehr gefallen mir ihre Charakterbeschreibungen, die sehr differenziert sind. Trotz der vielen Seiten sollte man beim Lesen unbedingt dranbleiben, um den Faden nicht zu verlieren, weil nicht eine Handlung ansich ständig weiter aufgebaut wird, sondern die Schwere und Leichtigkeit des Seins im Vordergrund steht...
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am 2. März 2014
Eine Familiengeschichte aus dem Süden der USA: tief empfunden, magisch geschrieben, spannend und traurig, heiter und weise. Ein bisschen Buddenbrooks, ein wenig Tom Sawyer, jedoch weiblich und von noch nicht ganz verarmtem Baumwollplantagen-Adel sind die Großmutter und die Tanten, die Mutter und die Schwester der jungen Harriet, deren faszinierendes Innenleben den Roman trägt. Das sensible und mutige Kind erlebt halsbrecherische Abenteuer mit einer unterprivilegierten white trash Sippe, die einem trotz ihrer Schrecklichkeiten, genau wie die versnobten Tanten und die alles im Griff haltenden Haushaltshilfen, ans Herz wächst. Donna Tartt schafft mit schönsten Worten und Sätzen ein Leseabenteuer ohne Wertungen und lässt die Leser teilhaben an Freud und Leid von drei Generationen, an unterschiedlichsten sozialen Stimmungen und an einem seelisch aufwühlenden und rasanten Kriminalfall. (Leider auch hier wieder (wie bei "Die geheime Geschichte) viele, viele Fehler in der kindle-Ausgabe).
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am 20. Juni 2003
Ich habe das Buch bereits in Englisch gelesen. Donna Tartts neues Buch hat mit ihrem ersten Buch "Die Geheime Geschichte" nichts gemeinsam. Wenn man die ersten Kapitel liest, könnte man glauben, das Buch sei ein Krimi, wie sie z.B. Elizabeth George schreibt. Ob wohl der Mord am 9jährigen Robin Aufhänger und Motor des Buches ist, kommt es doch eher einem ausführlichen Familiendrama gleich. Robins jüngere Schwester setzt es sich im Buch zum Ziel, den Mörder ihres geliebeten und im wahrsten Sinne vergötterten Bruders aufzuklären. Sobald sie sich sicher ist, den Mörder gefunden zu haben, plant sie einen Racheakt. Harriet ist zu diesem Zeitpunkt 12 Jahre alt und der Mord liegt bereits fast ebenso lange zurück. Die Familie hat den Todesfall verdrängt. Das Buch zeichnet jede einzelne Figur genau nach, selbst Randfiguren sind so liebenswert beschrieben, dass man manchmal schmunzeln muss, wie genau Donna Tartt das Leben in den amerikanischen Südstaaten beschreibt. Die schwarze Haushaltshilfe fehlt ebensoweinig wie eine ganze Reihe von Tanten und einer Mutter mit psychischen Problemen. Das Buch entwickelt seine Geschichte sehr langsam und sehr detailiert. Vieles Wichtige findet sich dann schließlich eben in diesen Details, man muss das Buch aufmerksam lesen, um nicht zu verpassen, wie geschickt die Geschichte aufgebaut ist.
Mir hat das Buch gut gefallen.
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TOP 1000 REZENSENTam 24. Januar 2004
Vielleicht habe ich ja einen seltsamen Geschmack, aber für mich ist „ Der kleine Freund" gegenüber „Die geheime Geschichte" klar das bessere Buch. Ich mochte auch „ Die geheime Geschichte", aber die negative Kritik an Donna Tartts neuem Buch ist in meinen Augen nicht berechtigt. Es ist brillant geschrieben, mit einer Dramatik, die hervorragend gesteigert wird und mit Protagonisten, die mit soviel Liebe und Genauigkeit gezeichnet sind, wie ich es selten in einem Buch gefunden habe.
Nein, sie sind nicht alle sympathisch, die Menschen in diesem Buch, im Gegenteil, es ist voll schmieriger und unangenehmer Charaktere und wer nicht böse, hartherzig oder verlogen ist, der ist zumindest verstört, traumatisiert oder mitten in der Pubertät. Als vertrauenswürdiger Fels in der Brandung stehen zumindest in ersten Teil der Geschichte noch die solide Ida und Harriets alte Tante Libby, ansonsten möchte man auch den liebenswerten Nachwuchs - Macho Hely manchmal gerne schütteln......
Aber daß das buch nicht voller Sympathieträger ist, macht nichts, jedenfalls dann nicht, wenn man Freude an ehrlichen Geschichten und an dichter Atmosphäre in Büchern hat. Es muss einen auch nicht stören, dass der Mord an Robin im Laufe des Buches immer unwichtiger wird. Es ist eben kein Krimi, auch wenn es genug Kriminelle und auch genug Verbrechen in diesem Buch gibt. Mich hat schon lange kein Buch mehr so gefesselt wie dieses und ich kann es jedem nur empfehlen. Und: Wer sich fragt, warum das Buch so heißt, wie es heißt, der muss es eigentlich nur zu Ende lesen, denn auf einer der letzten Seiten ist das doch ganz klar erkennbar.......das Buch hat eben mehr als eine Hauptperson.......Also, Donna Tartt - Fans und Fans guter Bücher, nicht verunsichern lassen, es lohnt sich, lest es!!!!!
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am 14. Mai 2015
Der Anfang des Buches ist überraschend und - wer Frau Tartts Erstlingswerk gelesen hat, kennt das schon - fesselnd. Man möchte zunächst gar nicht mit Lesen aufhören.
Bis ungefähr zum ersten Drittel geht das so. Dann allerdings der Bruch. Die Erzählung verliert sich in teilweise langatmigen Kapiteln, durch die man sich jedoch quälen muss, um den Sinn der nachfolgenden Kapitel zu verstehen. Meiner Meinung liegt das an einem "zuviel" von Hauptcharakteren.
Dann gegen Ende dreht die Handlung wieder auf, und verliert sich im Schluss... Wham, das Buch ist zu Ende.
An die geheime Geschichte kommt es nicht annähernd heran. Aber für sich ist es ein Buch, in dem man jede Stimmung spürt. Auch während der langweiligeren Passagen riecht man den Gestank, spürt die Depression, die Schmerzen oder die Verlorenheit des einen oder anderen Charakters.
Das alleine ist schon eine Kunst, die nur wenige Schriftsteller beherrschen. Frau Tartt KANN es in Perfektion.
Daher trotz der nur vier Sterne eine Leseempfehlung von mir.
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