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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
446
4,4 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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Ich habe in der letzten Zeit historische Romane etwas vernachlässigt und hatte mir diesen Roman aufgespart für eine Woche mit viel Lesezeit. Und was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt von Anfang bis Ende.

Ich bin absoluter Fan von historischen Romanen in die man tief abtauchen kann und das geschah hier rasant. Die über 1100 Seiten sind zwar im ersten Moment etwas abschreckend, doch sie sind prall gefüllt mit spannenden Ereignissen, Wendungen, Intrigen und allem was man sich in einem historischen Roman nur wünschen kann.
Daniel Wolf hat es geschafft mich mit der Geschichte um den Aufstieg eines Kaufmannssohns Michel de Fleury mitzureißen und zu begeistern.

Und selbst die politischen Ereignisse haben mich in diesem Buch nicht etwa aus dem Lesefluss gebracht, sondern sie haben die Handlung perfekt abgerundet. Wolf hat nämlich nicht seitenlang politische Ränkespiele und Ereignisse miteinfließen lassen, sondern diese kurz und präzise auf den Punkt gebracht.

Ich möchte anmerken, dass ich absolut kein Fan bin von historischen Romanen in denen es sich in erster Linie um Politik und geschichtlichen Hintergrund handelt. Mich interessiert viel mehr die Lebensweise der Menschen zur damaligen Zeit. Und wenn ich in einem Buch welches über 1100 Seiten umfasst ständig über königliche Machenschaften etc. lesen müsste, dann würde ich schnell den Spaß daran verlieren. Wolf zeigt auf eindrucksvolle Weise, dass man fiktive Personen und historische Fakten auch spannend miteinander verknüpfen kann.

“DAS SALZ DER ERDE” hat damit bei mir voll ins Schwarze getroffen, weil es eben die Menschen und ihr Leben in den Vordergrund stellt. De Fleury hat einen Traum, den er verfolgt und darum geht es vordergründig. Das Buch beschreibt über 30 Jahre im Leben von Michel de Fleury und die Entwicklung der fiktiven Stadt Varennes. Seine Weggefährten sind facettenreiche Charaktere, die man entweder sofort ins Herz schließt oder zutiefst verabscheut. Im Figurenregister erscheinen auf den ersten Blick eine Vielzahl von Personen, aber ich kann jedem die Angst nehmen, dass es trotzdem übersichtlich bleibt. Ich musste nicht ein einziges Mal überlegen, wer zu wem in welchem Verhältnis stand o.ä.

Zur Handlung habe ich jetzt absichtlich nichts weiter geschrieben. Das haben andere Rezensenten schon zur Genüge getan und wie ich oben bereits erwähnt hatte, ist dieser Roman so prall gefüllt mit Ereignissen, dass ich ehrlich gesagt gar nicht wüsste welche Ereignisse ich den als besonders erwähnenswert hervorheben sollte.
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Kurzbeschreibung
Ein grandioses Mittelalter-Epos ... um Liebe, Freiheit und das weiße Gold!
Herzogtum Oberlothringen, 1187. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt der junge Salzhändler Michel de Fleury das Geschäft der Familie. Doch seine Heimatstadt Varennes leidet unter einem korrupten Bischof und einem grausamen Ritter, der die Handelswege kontrolliert – es regieren Armut und Willkür. Als Michel beschließt, Varennes nach dem Vorbild Mailands in die Freiheit zu führen, steht ihm ein schwerer Kampf bevor. Seine Feinde lassen nichts unversucht, ihn zu vernichten. Nicht einmal vor Mord schrecken sie zurück. Und schließlich gerät sogar seine Liebe zur schönen Isabelle in Gefahr ...

Meinung

„Eine Stadt, in der die Willkür regiert. Ein junger Kaufmann, der für die Freiheit kämpft. Eine Liebe die keine Grenzen kennt“. Klappentext

Als ich das Leseexemplar bekommen hatte, wurde mir schon etwas mulmig. 1148 Seiten zu lesen ist schließlich kein Kinderspiel. Trotzdem war ich neugierig auf „Das Salz der Erde“ und begann zu lesen. Und ich muß sagen, ich bin beeindruckt. Von der ersten Seite an fesselte mich „Das Salz der Erde“. Der Autor hat es verstanden, mich sofort in seinem Bann zu ziehen. Das Buch ist von der ersten Seite an spannend und interessant. Ich mag historische Romane sowieso ganz gerne und trotz der vielen Seiten, ging es ganz gut voran.

Die detailgerechte Beschreibung von Orten und Personen ist Herrn Wolf sehr gut gelungen. Man konnte sich alles sehr gut vorstellen und in die Geschehnisse ab 1187 eintauchen. Der Schreibstil ist einfach und flüssig, nicht so geschwollen, wie es normalerweise in vielen historischen Romanen vorkommt.

Das Werk selbst ist in einzelne Teile aufgeteilt, welche wiederum in mehrere Kapitel gegliedert sind. Nach meinem Geschmack sind diese jedoch etwas zu lange. Die Überschriften dieser Kapitel wurden dann noch mit Datum und Ortsangabe versehen, so dass man genau weiß, wo man sich befindet und die Orts- und Zeitsprünge gut zu verstehen sind.

Was mich persönlich jetzt etwas gestört hat, war, das die Seiten einfach zu dünn waren. Gut, bei so einem Schinken muß das wahrscheinlich gemacht werden, weil er ja sonst noch dicker wird, trotzdem hatte ich immer Schwierigkeiten mit dem Umblättern. Die Seiten hafteten teilweise zusammen und ich mußte sehr aufpassen, das sie nicht einrissen. Außerdem war mich auch die Schrift zu klein.

Am Ende des Buches hat der Autor einen Anhang gesetzt. Dort erfährt man Anmerkungen zum historischen Intergrund der Geschichte. Auch toll fand ich den anschließenden Glossar, in dem genauestens viele Begriffe aus dem Buch beschrieben werden. Dies erleichtert sehr das Textverständnis.

Cover
Das Cover ist sehr ansprechend und liebevoll gestaltet. Die Farben wurden gut aufeinander abgestimmt und die rote Schrift erhebt sich leicht vom Buchdeckel. Es macht auf jeden Fall Lust, es in die Hand zu nehmen und zu lesen.

Fazit
Für mich war „Das Salz der Erde“ ein spannender und interessanter, historischer Roman rund um den Kaufmann Michel und seine Familie. Durch die sehr gute Recherche des Autors taucht man in eine fantastische Welt, mit all ihren Sorgen, Krankheiten und Ereignissen. Für Liebhaber von solchen Werken nur empfehlenswert und somit erhält dieses Buch von mir 4 von 5 sehr guten Sternen.
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TOP 500 REZENSENTam 10. Juni 2013
Herzogtum Oberlothringen 1187 - 1206. Geprägt durch die gemeinsame Flucht mit dem Vater Rémy und den Geschwistern in Kindertagen aus der Leibeigenschaft nach Varenne-Saint-Jaques, wo man nach einem Aufenthalt von einem Jahr und einen Tag die Freiheit erlagt, lernt Michel de Fleury früh den Wert dieser schätzen. Mit viel Fleiß schafft es der Vater, ein Handelsgeschäft zu etablieren, das Michel nach dem Tod des Vaters weiterführt. Der Vater ermöglichte es Michel, in Mailand von der Pike auf zu lernen, was es heißt ein Handeltreibender zu sein. Zurück in Varenne wird Michel schmerzlich klar, wie seine Stadt unter der kirchlichen und weltlichen Herrschaft leidet. Handelswege werden kontrolliert, willkürliche Steuern erhoben, das Geld immer wieder verrufen. Aber Michel hat einen Traum, den vom freien Bürgertum in einer freien Stadt, für diesen lebt und kämpft er.

Daniel Wolf siedelt die Handlung seines historischen Romans in der fiktiven Stadt Varenne-Saint-Jaques an. An deren Beispiel macht er für die Leser erlebbar, wie das aufstrebende Bürgertum um seine Rechte kämpfte. Er schildert die Knechtung der Hörigen, das Festhalten der Oberen an traditionellem Gebaren und den immer stärker werdenden Unmut der Gilden. Kurz, der Autor hat ein umfassendes und glaubhaftes Zeit- und Sittenbild des ausgehenden 12. und beginnenden 13. Jh. gezeichnet. Die Helden des Romans sind gut entwickelt. Hatte ich zu Beginn meiner Lektüre noch ein paar Bedenken, dass Michel zu sehr zum Gutmenschen werden könnte, relativierte sich das und auch bei ihm wurden die von mir geschätzten menschlichen Seiten sichtbar. Aber auch der böseste Widersacher konnte mir ein Fünkchen Sympathie abringen.

Dieser monumentale, 1152 Seiten dicke Roman ist in fünf Abschnitte untergliedert, welche wiederum in einzelne Kapitel unterteilt sind. Jedes ist mit einer Orts- und Zeitangabe versehen. Wechselt der Handlungsort, hat der Autor Zwischenüberschriften zur besseren Orientierung für den Leser eingefügt. Das Buch enthält auch einen schematischen Stadtplan von Varenne, eine Übersichtskarte, ein Personenregister und ein ausführliches Glossar.

Das Salz der Erde" ist ein gelungener Roman, in dem historische Fakten mit Fiktion gekonnt verknüpft werden. Die Handlung wird konsequent vorangetrieben, wobei dem Leser gelegentlich eine Pause zum Durchatmen und Sammeln seiner Gedanken gegönnt wird. Das geschieht in erster Linie durch die gewollte Vorhersehbarkeit einiger Situationen, die in den dem jeweiligen Ereignis vorhergehenden Szenen fast schon angekündigt wurden. Für meinen Geschmack hätte sich der Roman ein wenig mehr am Titel orientieren können und das Salz und dessen Gewinnung etwas mehr in den Mittelpunkt rücken dürfen. Aber das ist nur ein Gedanke am Rande.

Wer komplexe, gut recherchierte und umfangreiche Mittelalterromane mag, wird an Das Salz der Erde" sicher seine Freude haben.
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am 18. Mai 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
„Dieses Buch ist ein Monster“, schreibt Autor Daniel Wolf in seiner Danksagung. Recht hat er! Zumindest was den Umfang angeht: fast 1150 Seiten. Trotz des erforderlichen Durchhaltevemögens lohnt es sich, diesen Roman zu lesen.

Schon der Umschlag dieses Taschenbuches ist ansprechend. Der geprägte Schriftzug erinnert an die reich verzierten Bücher des Mittelalters. Im S ist alles enthalten, was diese Geschichte ausmacht: ein Handelskahn, die kirchliche Obrigkeit, eine Ritterburg und der machtlose Bürger. Für mich war die Lektüre ein Genuss. Sie wurde mir trotz ihrer Ausführlichkeit nicht langweilig, denn sie enthält alles, was mein Leserherz begehrt: Informationen über die Zeit zwischen 1173 und 1206. Hier werden unterschiedliche Lebensumstände beschrieben, die Angst vor der Kirche verbalisiert, das Aufbegehren gebildeterer Menschen dargestellt und auch die Liebe kommt nicht zu kurz.

Aber von Anfang an: Michel de Fleurs Vater, ein Leibeigener, will seinen Kindern ein besseres Leben ermöglichen. Deshalb flieht er von seiner Scholle in die nächste Stadt. Es gelingt ihm, dort frei zu werden. Er wird Händler und ermöglicht seinem ältesten Sohn eine Kaufmannslehre in Mailand. Nach dem Tod seines Vaters kehrt Michel zurück, um zusammen mit seinem Bruder das Handelshaus des Vaters zu übernehmen. Um seinen Geschäften nachzukommen, muss er Mitglied der Gilde werden. Dort entdeckt er, wie sich der mächtige Bischof sowie ein „Raub“ritter an den Handeltreibenden bereichert. Er schafft es, den Vorsitz der Gilde zu übernehmen, verliert dabei aber seinen besten Freund. Als Gutmensch gelingt es ihm, das Leben der Bürger zu verbessern, was ihm allerdings den Zorn des Bischofs einbringt ...

Es passiert viel in den 33 hier beschriebenen Jahren. Wie im echten Leben gibt es gute und schlechte Zeiten. Nicht jeder Wunsch geht in Erfüllung, aber auch nicht jedes Unglück tritt ein. Abschiede gehören ebenso dazu wie Neuanfänge. In einer Zeit, als Kriege noch mit Steinschleudern und Kettenhemden geführt wurden, Machtbesessene sich an arglosen Bürgern bereicherten, waren Frauen, die ihre Meinung kundtaten etwas ebenso Besonderes wie Handwerker, die gegen die Obrigkeit aufbegehrten. Genau diese glaubwürdigen und faszinierenden Charaktere sind die Stärke dieses Buches und haben mich als Leserin festgehalten.

Für alle, die historische Romane lieben, eine unbedingte Leseempfehlung.
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am 20. Februar 2015
Dieses Buch hat mich nicht mehr losgelassen. Die Personen sind deutlich gezeichnet, ihre Handlungen sind menschlich nachvollziehbar und ließen mich nicht aus ihrem Bann.

Die detailgetreue Schilderung des Kaufmannslebens im Mittelalter deutet auf intensive Recherche, das soziale Leben im Mittelalter wird sehr anschaulich geschildert. Interessant war für mich, das sich ein erheblicher Teil der Handlung mit der Politik des Mittelalters beschäftigt. Nicht nur der historischen, sondern der Alltagspolitik. Insbesondere die Schilderungen des Alltags und seiner Widrigkeiten anhand der Protagonisten fand ich sehr spannend.

Ein 1-Stern-Rezensient schreibt, dass dieses Buch eine mittelalterliche "Daily-Soap" sei, ein anderer, dass die Nähe zu Ken Follet sehr groß sei. Beides finde ich nicht negativ, sondern im Gegenteil sehr positiv: Ein Buch wird doch gelesen, weil es spannend ist. Und das ist es dann, wenn etwas aufregendes geschieht. Genau das macht dieses Buch aus (warum sonst haben Daily-Soaps im TV so hohe Einschaltquoten?). Es ist eben ein Roman, eine Fiktion, die sich sehr gut um die historische Warheit rankt. Wer das nicht mag, sollte Sachbücher lesen.

Ja, die Nähe zu Ken Follet ist nicht zu übersehen (auch zu anderen Autoren dieses Genres). Aber warum auch nicht? Welche Alternative gibt es denn, um ein spannendes, mitreißendes Buch zu schreiben? Erfolgreich sind diese Bücher, weil so viele Leser sich angesprochen fühlen. Dazu gehöre ich auch und ich kaufe ein Buch und lese es um in eine andere Welt einzutauchen. Dieses Vergnügen bereitet mir Daniel Wolf mit diesem Buch ebenso wie andere Autoren, die ich mit 5 Sternen bewertet habe.

Aus meiner Sicht ganz klare Kaufempfehlung und daher 5 Sterne.
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TOP 1000 REZENSENTam 22. April 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
...benötigte ich in zweierlei Hinsicht bei diesem Roman.

Zum ersten ist dieses Buch mit ca.1100 Seiten sehr lang. Allerdings ist diese Länge für mich in der Regel absolut kein Problem, wenn der Inhalt stimmt. Und hier komme ich zum zweiten Punkt der mir Durchhaltevermögen abverlangte: ich fand einfach nicht in diesen Roman hinein. Hätte ich ihn nicht im Rahmen des Produkttesterprogramms gelesen, hätte ich ihn nach 200, spätestens 300 Seiten beiseite gelegt, in der Annahme die restlichen 800 - 900 Seiten zögen sich auch so hin, wie der Anfang. So habe ich allerdings "durchgehalten " und wurde dann ab ca. Seite 500 ( also der Mitte ungefähr) doch noch mit einem recht unterhaltsamen Roman belohnt. Es ging dann auch spannender und rasanter weiter, aber teilweise wird das Buch dann überfrachtet, teilweise werden Nebenstränge zu ausführlich erzählt. Ein Überfall , ein Schicksalsschlag, ein Techtelmechtel weniger, hätte dem Roman sicherlich gut getan. Oder aber auch ein Becher Wein weniger :)), denn in dem Buch wird Wein konsumiert zu jeder Tageszeit, egal ob Männlein oder Weiblein, "trink ma doch an Becher Wein" ( man hat das Gefühl, die tranken Wein wie Wasser :))).

Erzählt wird die Geschichte von Michel de Fleury, einem Kaufmann aus Lothringen. Michel de Fleury lebt im 12.Jahrhundert, und obwohl er von Unglück und Schicksalsschlägen verfolgt wird ( etwas zu viel ) lässt er sich nie unterkriegen . Heute würde man sagen : ein Stehaufmännchen. Mehr will ich zum Inhalt nicht erzählen.

Schön fand ich, dass man sehr viel über das Leben zur damaligen Zeit lernte,wie das Gefüge einer Stadt aufgebaut war, wie das Verhältnis Kirche/ weltliche Obrigkeit ablief usw.. Dies war äußerst interessant. Inwiefern alles historisch korrekt ist, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich froh bin, nicht zu jener Zeit gelebt zu haben.

5 Sterne kann ich nicht geben, denn dann wäre es für mich ein Super-Buch gewesen, 4 Sterne leider auch nicht, weil das Buch für mich erst in der Mitte anfing und insgesamt durch Detailverliebtheit und Unwichtiges zu sehr in die Länge gezogen ist. Daher leider nur 3 Sterne.

Wenn der Autor es lernt, sich kürzer zu fassen, Unnötiges wegzulassen, dann denke ich, kann man in Zukunft noch Einiges von ihm erwarten, denn der Schreibstil selbst ist sehr flüssig und ansprechend. Ein guter Anfang ist schon mal gemacht.
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am 11. Juli 2014
Unterhaltsam, spannend, sehr gut zu lesen. Der Autor führt mit Sachkenntnis und präzise in die mittelalterliche Welt des heutigen Lothringens und des Moselgebietes. Das Buch verdeutlicht die widerwärtige Macht der Kirche und der Obrigkeiten ohne, dass wirklich wehrhaft zu sein. Der Held des Buches zeigt aber auch, dass man mit Willen und Mut sehr viel erreichen kann.
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am 23. November 2014
Das Buch fesselt einem von der ersten Seite an und der Autor schafft die Brücke super zwischen Händler, Zwischenmenschliches und dem allgegenwärtigen Geschehen meisterhaft zu beschreiben, weswegen man dieses Buch einfach fertig lesen muss.
Die Charaktere bleiben alle ihrem Muster treu und der Autor beschreibt sie sehr authentisch, weswegen man sich gut in sie hineinfühlen kann.
Auch fand ich das Buch ganz an sich sehr interessant wegen dem Salzhandel und das Leben der Händler damals zu der Zeit; Herr Wolf hat wirklich sehr gut recherchiert und ich bin schon auf "Das Licht der Welt" gespannt.
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am 28. Februar 2015
Meine Meinung

Der lange Prolog gibt einen guten Einstieg in die Geschichte - bei der Dicke des Buches durfte der auch gerne so lang sein ;)
Der Protagonist Michel wächst mit seinen Geschwistern als Leibeigener des herrischen und brutalen Guiscard de Thessy auf, doch ihrem Vater gelingt es, mit ihnen in die nahe Stadt Varennes zu fliehen. Dort bekommen sie Hilfe von Herrn Caron, einem dort ansässigen Kaufmann und Michel entwickelt eine sehr gute Freundschaft zu dessen Sohn Gaspard.
Die eigentliche Geschichte beginnt, als Michel mit gerade 22 Jahren erste Erfolge in seiner kaufmännischen Lehre erzielt. Es gibt viele überraschende Wendungen und ich hab das Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen!

Der Schreibstil ist der Zeit angepasst und sehr flüssig. Trotz der vielen, hauchdünnen Seiten kam ich superschnell voran und es wurde bis auf ein paar kleine Stellen nie langweilig! Aber die sind wirklich kaum erwähnenswert, denn Daniel Wolf hat es tatsächlich geschafft, trotz der Dicke immer wieder abwechslungsreich und unterhaltsam zu erzählen.

Michel de Fleury ist ein sehr sympathischer Protagonist. In Armut aufgewachsen hat er es zu einem angesehenen Kaufmann gebracht und weiß somit sehr gut, die Schwierigkeiten des Alltags zu verstehen und zu meistern. Doch natürlich werden ihm viele Steine in den Weg gelegt, sei es durch die Habgier und Willkür der Obrigkeit, durch den machtgierigen Aristide de Guillory oder den unsäglichen Streit der Kaufmannsgilde, der seine gute Freundschaft zu Gaspard in Frage stellt. Durch seine Ausstrahlung als Worführer wird Michel oft in eine Rolle gedrängt, die er gar nicht anstrebt, doch die Herausforderung fördert sein ganzes Geschick zutage, auch wenn ihm nicht immer eine friedliche Lösung gelingt. Gewalt und Krieg sind ihm ein Gräuel, aber er ist auch nicht so naiv, um davor die Augen zu verschließen. Aber er hat auch seine Ecken und Kanten, was ihn noch authentischer macht!
Einige Charaktere habe ich sehr ins Herz geschlossen, andere hätte ich gerne zum Teufel gejagt :D Große Überraschungen gab es hier nicht, von ihrem Wesen her waren alle schnell durchschaubar, dafür war die Handlung aber sehr verschlungen und hat mich von Anfang an begeistern können!

Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Michel erzählt und spielt in der fiktiven Stadt Varennes in der Zeit von 1173 bis 1206. Aber es kommen auch ein paar andere Figuren zu Wort, wodurch man einen guten Einblick alle Handlungsabläufe bekommen hat. Es wirkte auf mich sehr gut recherchiert, auch durch die anschaulichen Details und die einfache, stimmige Sprache. Im Anhang gibt es auch ein paar Infos zu den historischen Hintergründen und ein Glossar zu den gebräuchlichen Redewendungen aus der alten Zeit.
Ich hab ja schon einige historische Romane gelesen, aber auch hier wieder neues erfahren. Es ist jedes Mal wieder total spannend, wie die Verhältnisse damals zwischen den Schichten geregelt und ausgespielt wurden - das kann man sich heutzutage kaum noch vorstellen. Gerade der Umgang zwischen den Mächtigen und dem Fußvolk war teilweise sehr entwürdigend, ohne eine Chance, sich jemals zu wehren. Braucht ein Bischof grade zufällig ein Schiff, ist für den "kleinen" Kaufmann halt der nächste Auftrag flöten gegangen - selbst wenn er Pleite geht muss er selber schauen, wie er damit zurecht kommt. Willkür und Machtgier spielen eine große Rolle, ich frag mich nur immer, ob sich da wirklich so viel geändert hat ;)

Die Handelsware Salz hat keine so große Rolle gespielt, wie der Titel vermuten lässt. Im Vordergrund standen aber die Händler und die Kaufmannsgilde, die ein wichtiger Bestandteil in Michels Leben sind. Kriege, Kreuzritter, Aberglauben, Diebstahl, Mord, Entführung - die Geschichte ist wirklich voll bepackt mit allem, was das Herz begehrt.

Fazit

Ein historischer Roman mit allem, was man sich wünscht. Hier hat einfach alles gestimmt und die Handlung hat mich beim Lesen nicht mehr losgelassen. Für Fans dieses Genre auf jeden Fall empfehlenswert. Lasst euch nicht durch die Seitenzahl abschrecken ;)

© Aleshanee
Weltenwanderer

Michel de Fleury

1 - Das Salz der Erde
2 - Das Licht der Welt
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am 12. August 2013
Ich habe nicht zwingend besonders hohe Ansprüche an historische Romane. Der Schreibstil ist in Ordnung, jedoch weist der Roman meines Erachtens erhebliche Schwächen auf.
Was mich am meisten stört: Die Handlungen einiger Personen sind hahnebüchen unlogisch bis albern. Gezänk mit der Gilde hin oder her: Kein Bischof oder sonstiger Stadtherr würde wohlwollend in Kauf nehmen, dass ein Ritter aus der Nachbarschaft über Wochen hinweg Nachts in der Stadt einfällt. Das ist derart absurd, dass es eigentlich einer kindlichen Vorstellung entstammt. Die Duldung wird damit begründet, dass der Bischof selbst gegen die Gilde nicht vorgehen kann und somit diesem ominösen Raubritter freie Hand lässt. Der Rest der Stadt tut dabei völlig unbeteiligt, während der Ritter mitten in der Stadt Häuser überfällt, Vergewaltigt, Lager ausraubt und (das schlimmste, was einer Stadt im Mitelalter passieren konnte!!!) Feuer legt.
Es finden mehrere "Schlachten" zwischen dem kampferprobten Ritter und seinen ebenso kampferprobten Soldaten und den gar nicht kampferprobten Männern der Gilde und einigen Söldnern statt. Obwohl es Opfer auf beiden Seiten gibt (es kann also keine Deeskalationsstrategie dahinter stecken) und der Ritter eigentlich die "Bauernlümmel" im Handstreich hätte niedermachen können/müssen, bricht der Ritter ohne Sinn oder Verstand die Schlacht ab und zieht sich zurück. Warum er das tut, ist nicht ersichtlich. Stattdessen verlegt er sich darauf, regelrechte "Ninja-Attacken" in den Folgenächten der kommenden Wochen zu starten.

Dass die vielen Feuer scheinbar immer wieder gelöscht werden können und es dem Bischof völlig gleichgültig ist, dass neben der gesamten Stadt auch er selbst jederzeit abbrennen könnte, macht die ganze Story nicht glaubwürdiger.

Die Idee ist gut, die Grundstory auch. Die Umsetzung ist aber selten naiv. Für einen langen Strandurlaub in Ordnung, aber da gibt es auch deutlich bessere Romane.
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