Jeans Store Hier klicken Strandspielzeug b2s Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle WalkingOnCars Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen
5.024
3,6 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:12,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 17. September 2012
Ich habe das Buch in einer Tausch-Bibliothek im Urlaub gefunden. Es schockiert mich doch sehr, dass sämtliche Frauen im Freundes- und Bekanntenkreis mit den unterschiedlichsten Leseneigungen dieses Buch wärmsten empfohlen haben und wirklich alle total umgehauen wurden von der Tatsache 'wie heftig es da zur Sache geht'. Und jetzt denk ich mir so: Hä? Ihr seid alle um die 30 und DAS haut Euch um???
Abgesehen von zweimal nekisch patschi-patschi mit der Reitgerte kitzeln passiert da doch nicht mehr als simples Gevögel. Jede Stellung wird mal durchgenommen, die unerfahrene Ana zerfällt ständig "into 1000 pieces" und er kann nur noch stöhnen wir verrückt sie ihn macht. Herzlich willkommen in einem schnöden Porno.
Hinzu kommt noch, dass beide Charaktere super unsympathisch sind. Sie ist mit 21 NATÜRLICH noch Jungfrau, aber nicht weil sie ne schäbbige pummelige Olle ohne soziale Kontakte ist, sondern weil... ja, warum eigentlich? Ach ja, noch kein Mann ein Kribbeln verursacht hat. Selbstredend, dass das scheue Reh auch noch NIE masturbiert hat. (Ich muss schon wieder mit den Augen rollen...) Hinzu kommt, dass sie peinlich wenig Selbstbewusstsein hat, sich ständig auf der Lippe kauen und auf ihre Hände starren muss, sie bei der kleinsten Kleinigkeit (wie eine anzügliche Bemerkung über ihre glanzvollen Leistungen in der Kiste) wie eine Klosterschülerin errötet, ihrem Traummann aber DANN beim aller aller ersten Mal den Chrom von der Stoßstange lutscht. Ist klar...!
Er hingegen ist einfach zu perfekt (mal abgesehen von der Neigung Frauen zu verdreschen) um noch als sympathisch durchgehen zu können. Mal abgesehen davon benimmt er sich wie ein Waschlappen, wenn Klein-Ana mal wieder eine ihrer Wo-soll-das-nur-hinführen-Krisen hat. Die Autorin vergisst auch nicht auf mindestens jeder zweiten Seite seine langen Finger, die Lässigkeit wie er seine Hosen trägt, seine wuscheligen Haare und seine waaaaaaaahnsinns grauen Augen hervorzuheben.

Beim letzten Drittel des Buches habe ich bei den 0815-Sexszenen nur noch vorgeblättert, mir die stumpfsinnigen E-Mail-Korrespondenzen der beiden gespart (steht eh immer nur das gleiche drin) und mir noch schnell den Schluss reingewürgt. Das nicht ohne ein Grinsen, weil mal ernsthaft, ICH (als weibliche Leserin) hätte das mit dieser unerträglich dämlichen Kuh schon am liebsten am Anfang gemacht.
Dieses Buch hat vielleicht prüde amerikanische Vorstadthausfrauen vom Hocker, aber ansonsten eignet es sich nur für eine chronisch untervögelte Mauerblümchen ohne Selbstbewusstsein, die es sich mit Kerzen und eben diesem Erguss in der Badewanne gemütlich machen.
Und sollte sich jetzt irgendeine Verfechterin dieses Werkes den Schuh anziehen und sich über meine Meinung echauffieren: Ist mir egal!
635635 Kommentare| 6.238 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. November 2012
So, ich habe endgültig aufgegeben. Ich hoffe ich habe noch rechtzeitig aufgehört zu lesen und werde keinen bleibenden Schaden davon tragen. Ich konnte schon spüren wie meine IQ Punkte schrumpfen und wie ich meine Gehirnzellen verliere.
Viel mehr Spaß hat mir die Auswertung folgender Statistik beschert:

Es ist unschwer zu erkennen, dass die Lieblingsfarbe unserer Heldin rot ist. Sie trägt sie besonders gerne in ihrem Gesicht. Für meinen Geschmack viel zu oft, sage und schreibe 85 Mal. Und zwar in allen Facetten, von tiefrot und knallrot, über feuerrot und schamrot bis zu puterrot. Alleine der Satz „Ich werde rot.“ kommt 32 Mal vor.

Der Adjektiv „köstlich“ ist ihr besonders ans Herz gewachsen. Dabei geht es keinesfalls nur um so profane Sachen wie das Essen oder Trinken, sondern sie findet, dass auch die Wunde, die Folter, der Schmerz sogar der elektrische Schlag insgesamt 44 Mal köstlich sein können. Der Höhepunkt sind aber eindeutig die Muskeln in ihrem Unterleib, die sich 27 Mal auf köstliche Weise zusammengezogen haben.

Wann immer sie kann, widmet sie sich ihrer präferierten Beschäftigung: Unterlippe kauen. Das hat sie genüsslich 34 Male gemacht. Sie hat auch versucht ihre Lippen zu schürzen, leider nur 6 Mal. Das liegt wahrscheinlich daran, dass man dabei die Lippen nach außen stülpt und man strengt sich zum Denken an, was ihr mit ihren fünf Gehirnzellen unmöglich gelingen kann.

Sie hat zwei unzertrennliche und treue Begleiter. Ihr Unterbewusstsein steht ihr mit Rat und Tat mehr schlecht als recht 81 Mal zur Seite. Sie ist so dumm, dass ihr ihre unübertroffene und geniale innere Göttin mit ihrem dämlichem Gequassel auch keine Schäden mehr anrichten kann. Obwohl sie das 52 Mal versucht hat.

Auf verschiedenste Art stöhnen die beide 94 Mal: mit rauer Stimme, in verzweifeltem Staunen, kaum hörbar, erregt, atemlos.

Wenn sie ihre Lippen nicht kaut und ziellos mit „köstlich“ durch die Gegend schießt, dann starrt sie ganz gerne. Hauptsächlich auf ihre Hände, Finger und Füße. Aber auch das Fester, der Bildschirm und die Zimmerdecke waren 35 Mal nicht sicher vor ihr.

Die Kinnlade fällt auch 16 Mal herunter. Aber nicht nur ihr, sondern auch ihr Unterbewusstsein und ihre innere Göttin verlieren oft die Kontrolle über diesen Körperteil.

Seine graue Augen können alles: funkeln, strahlen, leuchten, glühen, frostig sein. Nach Lust und Laune haben sie sich 41 Mal verändert und dabei immer atemberaubend ausgesehen. Sogar 5 Mal haben sie wie flüssiges Silber geschimmert.

Apropos Augen: es scheint, dass alle von mehreren Ticks geplagt sind. Sie verdrehen die Augen 18 Mal und heben wahlweise nur eine oder beide Augenbrauen 37 Mal. Um nicht eintönig zu wirken, bedienen sie sich dabei an einem ganzem Repertoire an Gefühlen: genervt, stöhnend, erstaunt, viel sagend, amüsiert, interessiert und drohend.

Der Leser macht sich zunehmend Sorgen um das gesundheitliche Wohlbefinden der Akteure. Sie zucken nämlich ganze 72 Mal und zwar mit Wimmern, Achseln, Schulter, sogar mit ganzem Körper. Das Highlight liefert wieder mal die innere Göttin: sie zückt die Pompons, weil sie sich für eine Cheerleaderin hält! Besorgniserregend ist ebenfalls das ewige Pressen: nicht nur die Lippen werden gepresst, sondern auch die Hüften, Schenkel, Zähne, Beine, die Brust und der Mund.

Er ist zweifellos der attraktivste Mann auf diesem Planeten, unfassbar cool und gelassen, reicher als Krösus, unverschämt selbstherrlich, der Inbegriff männlicher Schönheit und unglaublich mächtig. Man würde mit Sicherheit von ihm erwarten, dass er ihr einen außergewöhnlichen Kosenamen verpasst. Denkste! Macht nichts, er selber findet „Baby“ so gut, dass er das 50 Mal verwenden muss. Ich finde origineller geht’s wirklich nicht.

Berühmt berüchtigt ist auch sein Kontrollzwang. 42 Mal hat er sich als besessener Kontrollfreak benommen.

Ich finde es Jammerschade, dass ich diese herrliche Statistik nicht fortsetzen kann, weil ich nämlich nicht weiter lesen werde. Mein Unterbewusst ist der Meinung, ich sollte diesen schnulzigen Schund zum Fenster hinauswerfen, aber meine innere Göttin ist damit gar nicht einverstanden. Sie ist so unverbesserlich romantisch veranlagt und will, dass ich durchhalte, weil ich am Ende bestimmt belohnt werde. Und falls es keinen 4. Teil mehr gibt, so kann ich mir auf meinem E-book Reader die schönsten Stellen jederzeit nachlesen!
166166 Kommentare| 2.513 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. August 2012
"Junges Fräulein, darf ich's wagen?
Ich bin schön und habe Geld!"
- "Na, dann dürfen Sie mich schlagen!"

Und das liest die halbe Welt...
8787 Kommentare| 2.556 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Januar 2015
Das ist das erste Mal, dass ich bei amazon eine Rezension über ein Buch schreibe. Aber ich kann bei bestem Willen nicht verstehen warum dieses Buch so gut bewertet wurde. Worum geht es ? Das ist schnell erzählt. Junge Studentin trifft auf einen Halbgott mit Namen Christian Grey. Die Studentin, Rachel Steele, ist unerfahren und unsicher und Jungfrau, obwohl sie wohl unglaublich gut aussieht (jaja Sachen gibts). Sie trifft nun den unwesentlich älteren Christian Grey und verliebt sich sofort in ihn. Warum tut sie das ? Tjaaaaa der gute Christian Grey ist halt der Inbegriff der Männlichkeit....das Gefäß männlicher Lebenskraft.....Gottes Geschenk an die Weiblichkeit......ein auf der Erde wandelnder Apollon.....er sieht so gut aus, dass an mehreren Stellen in dem Buch weibliche Bedienungen in Cafes und Restaurants die Bestellung nicht aufnehmen können weil sie anfangen zu stottern und zu zittern. Aber das war natürlich noch nicht alles.....Selbstverständlich ist Mister Grey auch noch Millionär....nein Milliardär...nein Trillionär. Mehrere Häuser, Autos, Helikopter und ein Privatjet plus ein paar Segelflugzeuge. Wie kommt er zu dem sagenhaften Reichtum ? Er ist CEO bei seiner eigenen Firma "Grey Enterprises". Wie hat er das geschafft ? Was macht die Firma genau ? Nun das scheint niemanden zu jucken nicht einmal die Autorin selbst. Wichtig ist nur, dass er aus ganz ganz armen Verhältnissen kommt und jetzt mehr Geld hat als Gott, weil er ja so ein toller Typ ist....richtig dufte halt. Wie die Firma genau ihren Gewinn erwirtschaftet, wird ,wie gesagt, nicht mal im Ansatz erwähnt. Zumindest scheint ein wesentlicher Bestandteil in der Ausführung darin zu liegen Nahrung über irgendwelchen Versager-Ländern abzuwerfen(wirklich gewinnbringend klingt das jetzt nicht unbedingt)....gelobt sei der Messias Grey.....Nebenbei werden zu der Person Grey noch ein oder zwei selbstverständliche Details erwähnt....er hat einen Prengel von biblischem Ausmaß und obwohl er angeblich Tag und Nacht so hart arbeitet und ansonsten kaum Zeit hat, hat er durch hartes tägliches Training ein unglaublich durchtrainierten Körper, spielt perfekt Klavier und kann all seine fliegenden Fortbewegungsmittel selbst fliegen....oh und hatte noch zeit sich über die Jahre 16 Sex-Sklavinnen in seinem Folter-Keller zu halten....wobei wir direkt beim Plot sind...Der gute alte Christian Grey hat nämlich nicht mehr alle Latten am Zaun. Seine Mutter, eine Cracknutte, hat ihn in seiner Kindheit wohl einmal zu oft mit der Reitgerte abgelattet. Seitdem ist bei ihm wohl irgendwie eine Synapse falsch verdrahtet und er hat selbst das Verlangen Frauen mit seinem Armani-Gürtel zu bearbeiten. Rachel Steele findet das aber wohl alles nicht so schlimm und erträgt es zusammen geschlagen zu werden, weil dass ihre einzige Möglichkeit ist sich in der Erhabenheit und überirdischen Schönheit des Gottes Christian Grey zu sonnen. Jedes Kapitel in dem Buch läuft nun gleich ab. Die selben Dialoge, dann Sex oder eine Variation von "Ablatten" und die selben post-sex/post-"Ablatten" Dialoge wie im Kapitel zuvor. Besonders störend ist es, dass die Autorin sich nicht nur inhaltlich sondern auch sprachlich immer und immer wieder wiederholt....Ein besonderes Hobby von Miss Steele (neben dem sich-ablatten-lassen) scheint "rot werden" zu sein. "ich werde rot....erneut werde ich rot". Das nervt auf Dauer sehr. Auch scheint sie alles "köstlich" zu finden.."ein köstliches ziehen......ein köstlicher Schmerz.....ein köstliches Gefühl.....Sein Schwanz schmeckt köstlich". Ebenfalls sehr nervig. Selbes Prinzip bei Christian "Adonis" Grey. Auch er weist einen sehr beschränkten Wortschatz auf. Zu seinen Lieblingsphrasen gehören "Miss Steele was machen sie bloß mit mir", "Was stellen sie bloß mit mir an", "So ist gut Baby". Außerdem würde ich Herrn Grey unbedingt einen Gang zum Neurologen empfehlen. Er scheint Spasmen zu haben oder unter dem Tourette-Syndrom zu leiden. Es ist nämlich auffallend wie oft sich seine Mundwinkel zu einem Lächeln verziehen oder sich ein schelmisches Grinsen auf seinem Mund abzeichnet. Darauf zu achten wäre allerdings, dass der behandelnden Arzt männlich ist, damit er ihn behandeln kann ohne andauernd rot zu werden, zu stottern oder vor Erregung zu zittern. Ein Konzept, das sich durch das gesamte Buch zieht und von dem ich nicht wirklich weiß was davon zu halten ist, ist das "Engelchen-Teufelchen"-Schema. Frau Steele hat den Engel in Form von ihrem "Unterbewusstsein" und Luzifer in Form ihrer "inneren Göttin" auf der Schulter. Das Unterbewusstsein ermahnt sie andauernd zur Tugend und zum Schamgefühl, während die "innere Göttin" mit einer nuttigen "wir tanzen alle nackt um den Maibaum und fassen uns gegenseitig an den Bürzel"-Mentalität Miss Steele dazu ermutigt Prengel zu lutschen und sich selbst als Sexualobjekt zu betrachten(Freud lässt grüßen) Um es auf den Punkt zu bringen, dass Buch ist oberflächlich die Charaktere seicht und einseitig und extrem unsympathisch. Sprachlich richtig richtig schlecht. Kann sein, dass die Autorin selbst in ihrer Jugend von ihrem Daddy nicht oft genug gedrückt wurde(oder vielleicht auch zu oft) und das aufarbeiten will, aber dann hätte sie vielleicht lieber in Therapie gehen sollen oder meinetwegen auch zum Auspeitschen in ein BDSM-Studio, aber ein Buch zu schreiben war definitiv der falsche Weg. Fifty Shades of Grey ist nämlich scheiße hoch 9
4747 Kommentare| 516 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. September 2013
Bisher glaubte ich immer, Stephen King sei derjenige, der Horrorbücher schreibt. Aber nein, es gibt ja noch eine E. L. James, die Kings Werke wie Komödien erscheinen lässt. Autorin möchte ich diese Frau nicht nennen, denn was sie als Geschreibsel dem geneigten Leser antut, ist ein Graus für die Augen und pure Körperverletzung. Leider hat die Neugier irgendwie den Masochisten in mir geweckt, weshalb ich mir diesen minderbemittelten Schreibkram angetan habe. Ein Buch muss nicht vor Fremdwörtern und ausgefeilten Satzkonstruktionen triefen, aber bitte, es sollte sich doch angenehm lesen lassen und gut formuliert sein. Leider verfügt die gute Frau nur über einen begrenzten Wortschatz und selbst diesen muss sie ständig wiederholen. Auszudrücken versteht sie sich nicht, Spannung gibt es keine, sondern nur die Qual, die nächsten Seiten zu überstehen. Wie pervers muss man sein, um das einem Leser zuzumuten? Aber ich vergaß, es geht ja um SM und genau hierin hat der Leser ihn gefunden.

Auf der einen Seite: Anastasia Steele, 21-jährige Literaturstudentin, noch Jungfrau – okay, bis hierhin kann ich noch folgen – hat noch nie masturbiert, noch nie irgendwelche Gefühle erotischer oder sexueller Art gehabt, sich noch nie zu einem Mann hingezogen gefühlt, trinkt keinen Alkohol, hat keinen PC und weiß nicht, was E-Mails sind. In welchem Jahrhundert leben wir? Offenbar hat Gott seine arme Eva gerade aus dem Paradies geschmissen. Wie grausam!

Auf der anderen Seite: Christian Grey, 27-jähriger Selfmade-Milliardär (Wer gibt sich schon mit Millionen zufrieden?), der irgendwie nicht arbeitet, sondern ständig am Vögeln ist, der Kontrollfreak und Stalker in Reinform, der offensichtlich ein gestörtes Verhältnis zu Frauen hat. Bei ihm haben sie mehr oder weniger die Klappe zu halten oder aber ein Wow zu hauchen, denn er ist ja ach so reich, ach so gutaussehend, hat ach so köstliche Augen wie flüssiges Silber und seine Hose sitzt ach so perfekt. Wow, welcher Mann will nicht so sein? Ist die Frage, ob Satan seinen Jünger auf die Welt gehetzt hat oder aber Gott bei der Schaffung seines Adams ein Kapitalfehler unterlaufen ist.

Lasst uns nun zusammenkommen oder aber zusammen kommen. Das verunsicherte Mauerblümchen ohne jegliche sexuelle Erfahrung oder Fantasie bläst Herrn Grey beim allerersten Mal besser den Luststab als jede Pornodarstellerin – und schluckt auch noch. Das nenne ich eine Leistung! Zudem darf sie sich über multiple Orgasmen freuen. Klar, das kennt jede Jungfrau von ihrem ersten Mal. Nun mag man einwenden, es sei ja nur eine Geschichte und erfunden. Ja, das ist so. Aber selbst jede Fantasy und Science-Fiction muss verdammt noch mal GLAUBWÜRDIG sein. Und glaubwürdig ist an den Charakteren gar nichts. Sie sind platt, farblos und agieren so selten dämlich, dass es einem wehtut. Ach so, das ist mal wieder der sadomasochistische Schlag für den Leser. Danke, jetzt bin ich geil! Geht bei Miss Steel auch sehr schnell. War sie bisher die ausgetrocknete Sahara, mutierte sie durch Greys Blicke zum immerfeuchten Atlantik. Hier war wohl der Wunsch der Autorin Vater des Gedankens.

Welche Lehren soll ich als Mann aus dieser Geschichte ziehen? Es spricht ja offenbar so viele Frauen an. Absolute Kontrolle, absolute Unterwerfung, absolute Verfügbarkeit, damit der Mann stets seinen Willen bekommt und seine Lust befriedigen kann? Die Aufgabe des eigenen Ichs, um einen Mann zufriedenzustellen? Ist das tatsächlich euer Wille, werte Damen? Ich hab bisher geglaubt, dass wir viel weiter sind. Um Aufklärung wird gebeten!

BDSM – das soll ja das Salz in der Suppe sein. Wer sich auch nur ein bisschen mit dem Thema auseinandergesetzt hat, weiß, dass der Roman mit BDSM so viel zu tun hat wie Jesus mit der Sünde. Bei BDSM respektieren beide Parteien einander, sie lassen sich des Lustgewinns wegen auf diese sexuelle Spielart ein, es gibt Regeln und ein Savewort. Das alles kann ich beim besten Willen bei der Kombination Steele und Grey nicht finden.

Aber da sind ja noch die träumenden Frauen mit ihren beiden Totschlagargumenten: Romantik und Liebe. Ich gerate jetzt schon ins Schwärmen. Die unerfahrene Studentin - blütenweiß und unbefleckt - trifft auf ihren armen Ritter, der in ihr den heiligen Gral gefunden hat. Dieser muss so oft es geht gefüllt werden, Schläge auf den Po können auch nicht schaden. Jedenfalls hatte der gute Ritter eine schlechte Kindheit und nur seine Prinzessin vermag ihn zu erretten. Rapunzel mal anders. Steht die Romantik zwischen den Zeilen oder warum hab ich keine entdeckt? Hab ich ein weltfremdes Verständnis von Liebe oder weshalb kann ich in diesem von Selbstzweifeln geplagten Wesen, das sich einem Machtmenschen in dem Glauben unterwirft, ihn umpolen zu können, keine Liebesgefühle entdecken?

Wäre ich jetzt super fies, würde ich behaupten, Anastasia Steele ist eine Nutte. Sie lässt sich reich beschenken und öffnet dafür ziemlich oft ihre Beine. Aber da ich an das Gute im Menschen glaube, streiche ich diese Vermutung lieber wieder aus meinen Gedanken. Wer nimmt nicht gern Geschenke entgegen und bedankt sich ordentlich dafür?

Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass ich noch nie eine Rezension geschrieben habe, es vermutlich auch nie wieder tun werde, aber bei diesem Machwerk eine Ausnahme machen musste. Ich hoffe, euch einen Einblick in dieses Buch gegeben und gut unterhalten zu haben. Meine Empfehlung lautet natürlich: Kauft es euch nicht! Und falls ihr der Sünde erlegen sein solltet, es doch getan zu haben, entzündet ein Lagerfeuer und betet darum, E. L. James möge uns in Zukunft mit ihrem Geschreibsel verschonen.

PS: Über den Medienhype und seine Auswirkungen bin ich entsetzt. Was sagt dieser Erfolg über unsere Gesellschaft und vor allem über die Frauen aus? Wer gern darüber philosophieren mag, darf sich gern bei mir melden.
2929 Kommentare| 146 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Juli 2014
Rezension des Hörbuches!

Lange habe ich mich gewehrt. Lange habe ich jedes Gutgerede meiner Freundinnen ignoriert. Doch jetzt hab ich es getan. Wenn man täglich zwei Stunden pendelt, da hat man sehr viel Zeit und wie kann diese am Besten genutzt werden? Richtig, indem man Hörbücher hört. Und hey, dieses hier bietet 17 Stunden (SIEBZEHN STUNDEN!!!) "Unterhaltung" (wie man das so sehen möchte). Ich wusste ja nicht, auf was ich mich einlasse.

Jetzt wo es endlich vorbei ist, da muss ich wirklich sagen, dass ich...ja was bin ich...mein Unterbewusstsein guckt mich kritisch über seine Brille hinweg an: "Reni denk an die riesengroße Fangemeinde" flüstert es mir zu...ich ignoriere es und strecke ihm die Zunge raus, meine innere Göttin führt einen Freudentanz auf...ich bin erschüttert. Leider kann ich in keiner Weise den Hype um dieses Werk nachvollziehen. Ich habe es wirklich versucht, bin ganz unbeeinflusst ran gegangen, doch schon nach einem Drittel wollte ich meinen Kopf nur noch auf mein Lenkrad hauen. Doch was war so schlecht?

1. Die Charaktere:
Flach, flacher, Mr.Christian Grey. Er ist reich, er sieht unglaublich gut aus, er ist intelligent, er kann Klavier spielen, er kann unglaublich gut f**, er hat die tollsten Augen, er hat einen Hubschrauber/Privatjet/gefühlte 20 Autos....habe ich was vergessen? Ach ja und er ist total verkorkst, launisch, sadistisch, versteht keinen Spaß, ist irgendwie im Mittelalter stehen geblieben. Also unsympathischer kann man seine Hauptfigur nicht machen. Halt doch es geht noch schlimmer, nämlich...

Miss Anastasia Steel! Mit 21 Jahren immer noch Jungfrau (dazu sage ich gar nichts, das finde ich wirklich aller Ehren wert!), hat keinerlei Erfahrungen mit Männern, war noch nie verliebt, was nicht an ihrem Aussehen liegt, sondern einfach daran, dass sie noch nicht den Richtigen gefunden hat. Die Gute lernt Mr. Grey kennen und zack eine Woche später ist sie entjungfert, hatte ihre ersten Orgasmen und steht kurz davor die Sklavin eines gutaussehenden Ekelpakets zu werden. Das nenne ich mal eine Entwicklung. Ja ich weiß, so ist das nun mal in der erotischen Literatur. Da hält man sich nicht groß an Kleinigkeiten auf. Sag ich auch nichts zu. Doch hier versucht die Autorin uns mit allerlei hochtrabenden Wortwechseln (am Liebsten in Email-Form, weil klein Ana sonst den Mund nicht aufbekommt) ein Niveau vorzuspielen, was es nicht gibt. Ana ist naiv, dumm und furchtbar nervig, zudem hat sie meines Erachtens schizophrene Züge an sich. Ihre besten Freunde sind Engelchen ( hier ihr Unterbewusstsein) und Teufelchen (ihre inner Göttin) mit denen sie sich gern rumstreitet. Im Großen und Ganzen liegt ihre Zuneigung für Christian im körperlichen begraben, denn wissen tut sie nichts über ihn, außer das oben bereits erwähnte. Und da der Herr sich auch kaum bis gar nicht in die Karten gucken lässt, ändert sich das auch nicht.

2. UNGLAUBLICH viele Wiederholungen:
Was macht eine gute Autorin, bzw. einen guten Schreibstil aus? Kreativität! Und Kreativität beginnt schon bei der Wortwahl! Bereits im ersten Kapitel wurde klar, dass es der Autorin schon bei der Wortwahl an Kreativität mangelt. Ich habe nicht mitgezählt, aber auf den ersten 10 Seiten kam das Wort Sandstein sicher an die 8-10 Mal vor. Da habe ich mir noch nicht so große Gedanken gemacht, doch dann wurde es immer schlimmer. Worte wie: köstlich, Kontrollfreak, Baby (Ja auch der hochintelligente, imperiumsleitende Christian hat es nicht so mit der Kreativität),... gingen mir nach der Hälfte auf die Nerven, dazu kamen die immer gleichen Redewendungen (ich verdrehe die Augen ;)) die deutlich das fehlende Schreibtalent zeigten. Mein Highlight sind immer noch Anas Muskeln im Unterleib die sich gar köstlich in jeder Situation zusammen ziehen. Toll auch die immer wieder auftretende Kavanagh-Inquisition und "Ich will, das du isst!" "Warum will er, das ich esse?". Zudem läuft Miss Steel auf jeder zweiten Seite rot an und kaut auf ihrer Unterlippe, wenn sie nicht gerade auf ihre Hände starrt. Unterbewusstsein und Göttin sind auch wahre Wiederholungstäter. Aber den Vogel schießt die Autorin mit dem elendigen Vertrag ab. Das verdirbt auf solch penetrante Weise das Lese- bzw in diesem Fall Hörvergnügen, das ich am liebsten abgeschaltet hätte. Man kennt das ja, achtet man erst einmal drauf, dann fällt es noch stärker auf. Aber man ist ja doch neugierig, schließlich soll es doch soooo heiß hergehen zwischen den Beiden.

3. Die Story:
Ja es gibt auch eine Story. Unbedarftes Mädchen trifft auf schwerreichen aber auch schwer (emotional) gestörten Dreamboy und verfällt ihm mit Haut und Haaren. Dreamboy möchte aber keinen Blümchensex, sondern steht darauf auch mal zu zu hauen. Damit man sich aber einig ist, wie dolle er Hauen darf und mit was wird ein Vertrag aufgesetzt, den es zu unterschreiben gilt. Mädchen ist sich nun aber völlig unsicher. Was soll sie tun?

Im Groben ist es das auch schon. Ausgeschmückt wird das Ganze mit den Selbstzweifeln Anas, ihrer Angst vor Christian, vor den Schmerzen, vor der gemeinsamen Zukunft oder eher der vielleicht nicht gemeinsamen Zukunft...und natürlich Sex. Diesen gibt es reichlich in allen Möglichen Varianten. Doch überraschender Weise, waren die Beschreibungen recht ansprechend. Das kann die Autorin. Und wer bei Thema BDSM hier dachte es ginge nur um Sado-Maso, Fesseln, Schläge, Peitschen...der täuscht sich. Mr. Grey holt zwar seine Gerte raus, aber ich denke das ist wirklich ziemlich harmlos und für die SM-Szene mehr ein Streichelspiel.

Was mich aber wirklich aufregte, war dieses ständige Überreden wollen von Christian und dieses Hü und Hott von Ana. Man kann von solcherlei Neigungen halten was man mag, man muss es nicht verstehen, aber weder sollte man Vorurteile Menschen gegenüber haben, die sich so ihrer sexuelle Befriedigung holen, noch sollte man andere Menschen mit Druck überreden wollen, es zu machen, obwohl sie nicht überzeugt davon sind, ja sogar Angst davor haben. Und am allerschlimmsten fand ich die Situationen, wenn Ana offen zeigt, dass sie Angst vor Schlägen hat, es sogar sagt, dass sie nicht geschlagen werden will und er ihr trotzdem wieder und wieder damit droht. Nee, also da hört es auf! Aber Ana ist nun einmal eine, endschuldigt den Ausdruck, dumme Nuss und akzeptiert alles.

Fazit: Alles in einem ist "Shades of Grey" wirklich nichts für mich. Ein schlechter Schreibstil, ständige Wiederholungen, eine nervige und überaus naive ja zuweilen dumme Hauptprotagonistin, ein eingebildeter, leicht sadistischer, unsympathischer Kotzbrocken als männliche Hauptfigur vermiesen das Buch. Einzig die erotischen Szenen sind ganz nett beschrieben. Aber das reicht leider nicht!

Eine kleine Anmerkung möchte ich aber noch zu Merete Brettschneider machen. Ihre Stimme passt perfekt zu der naiven Figur Anas. Sie macht ihre Arbeit gut und es ist angenehm ihr zu folgen. Das ist uneingeschränkt das Positive an diesem Hörbuch!
22 Kommentare| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. September 2012
Alle meine Vorurteile wurden bestätigt und noch übertroffen. Ich habe absolut Nichts gegen Liebesromane, erotische/pornografische Literatur, aber gut müssen sie sein. Aber dieser hier, ist nicht gut.

Sie ist mit 21! noch Jungfrau und Ihre Entjungferung, welch unvergessliches Erlebnis. Genau so wünscht es sich ein junges Mädchen. "Leg Dich aufs Bett wir bereinigen jetzt Deine Situation." Wie romantisch.

Diese unsägliche Aufgabe wird vom attraktivsten, potentesten, köstlichsten und schönsten Mann des Universums übernommen und sie hat dabei gleich 2 markerschütternden Orgasmen der schärfsten Sorte. Natürlich! JEDE, wirklich jede Frau kennt das. Und natürlich kommt sie seit dem 1. Mal wirklich immer zum Höhepunkt und immer ganz doll heftig und ganz viele Male hintereinander. Wow!

Das vollkommen unerfahrene Fräulein, welches noch nie einen selbstgemachten Orgasmus hatte und vor einer Nacht noch Jungfrau war, ist perfekt in Fellatio und führt ohne jegliche sexuelle Erfahrung und aus völlig eigenem Antrieb einen Deep Throat durch, er kommt innerhalb 2 Minuten und zur Krönung schluck sie auch noch alles fein runter. Ich bin berauscht von soviel Realitätsnähe.

Natürlich ist er ein atemberaubend schöner, wahnsinnig attraktiver Adonis, der Inbegriff männlicher Schönheit und hat, ganz klar, einen riesengroßen Penis der selbstverständlich auch wahnsinnig potent ist, das frau allein durch eine bloße Berührung seines Körpers multiple orgasmiert. Und damit die latent vergesslichen, nach Luft schnappenden Leserinnen das auch ja nicht vergessen, wird es auf jeder 2. Seite noch mal erwähnt.

Nicht zu vergessen, das mit 27 Jahren ganz allein aufgebaute Milliardenimperium für das er tagtäglich Nichts tun muss, außer seine viele freie Zeit zu organisieren. Selbstverständlich ist er außerdem ein begnadeter Pianist, Literaturliebhaber und Teesortenkenner. Wow!

Er ist ein Zauberer, ein Magier, er kann sich trotz übergezogenem Gummi in ihr ergießen. Doppel Wow!

Selbstverständlich muss er gerettet werden. Seine kranke Seele ist von einem bösen, schwarzen Dämon besessen und nur eine kleine, naive, mit 4 Gehirnzellen ausgestattete Abtrünnige der Amischen (wie sonst konnte sie ohne in Besitz eines eigenen PCs im Stande sein in der heutigen Zeit erfolgreich das College zu absolvieren) kann ihn retten.

Ganz klar, er wirft sofort alle seine Prinzipien über Bord um mit ihr ganz entgegen seiner Neigung, romantischen Kuschelsex zu praktizieren. Sie krempelt ihn um, zum fast zahmen Stubentiger. Aber eben nur fast.... wir sollen ja gespannt sein, auf Band 2 und 3.

Warum wird dieser alberne Vertrag ständig in den Mittelpunkt gerückt und dann sogar von Mr. Grey für irrelevant erklärt? Doch nicht etwas weil sich Ms. Steele trotzdem verkloppen lässt? Vertrag hin Vertrag her, ich mach mit Dir ja trotzdem was ich will.... SM ist nicht einvernehmlich zwischen allen Beteiligten, basiert nicht auf Vertrauen und bewusst gelebter angeborener Neigung..... nein ..... man unterwirft sich zwecks der Gaudi, weil: "ich kann ihn bestimmt umpolen... aus Liebe".

Wunderbar. Und noch wunderbarer, das erste Mal und alle folgenden auf ein solides vertragliches Fundament zu setzen. Sex sollte man ja generell vertraglich bis ins kleinste Detail regeln. So macht es erst richtig Spaß.

Genau das richtige Signal an jugendliche Leserinnen: habt keinen eigenen Willen, lasst euch verbiegen, verbiegt den Partner, trefft keine eigenen Entscheidungen, lauft immer schön tiefrot an, betet ihn an, macht was er will, haucht und flüstert nur in Gegenwart eines Mannes, habt Angst vor ihm denn er könnte ja unvermittelt ausholen und Euch eine schallern, lasst euch unterwerfen auch wenn ihr das nicht wollt, irgendwann wird er Euch dafür lieben. Furchtbar welch antiquiertes Frauenbild hier vermittelt wird. Mir ist übel.

Sind Teenager die avisierte Zielgruppe der Autorin? So hab ich mich jedenfalls beim Lesen gefühlt. Primitivster Schreibstil in Form von >Mein schönstes Ferienerlebnis< mit massenhaften wort- und satzgleichen Wiederholungen, überladen mit Klischees, bedeutungsloser, ach gar keine Handlung, um sich von einer langweiligen Sexszene zur nächsten zu hangeln.

Diese Anastasia ist so naiv und weltfremd, das ich beim Lesen andauernd die Augen verdrehte, weil ich mich fremdgeschämt habe.

Dieser Mr. Grey ist kein Dom er ist ein Stalker. Er begegnet ihr zu keiner Zeit auf Augenhöhe. Er missbraucht und nutzt auf 600 Seiten ihre Unerfahrenheit und Verliebtheit aus. Für mich liest sich das unerträglich. Diese permanente Überwachung, die Kleinmacherei, Einschüchterung, Geringschätzung - das ist krank.

Die Sexszenen sind so langweilig und machen vielleicht insgesamt 30 Seiten des Buches aus. Sie macht nichts anderes als hauchen, stöhnen, stillhalten und tiefrot werden und er knurrt ununterbrochen. Wenn man die meisten Szenen real umsetzen würde, wäre man nach 10 Minuten fertig. 8 Minuten Vorspiel, 2 Min. maximal die Penetration und schwupps zerspringt sie in 1000 Teile und er kommt immer direkt sofort nach ihr. Wow! Das soll umwerfend toll sein? Das wünschen sich Mio. Frauen? Quickies am laufenden Band? Na herzlichen Dank auch.

Warum finden so viele Frauen dieses Buch so toll? Die Sehnsuchtsschnulze verklemmter Frauen die nicht in der Lage sind ihre Phantasien im realen Leben auszuprobieren? Ich kann das nicht glauben. Aber wenn das Buch anregt, dass Paare endlich wieder miteinander reden und vor Allem wieder Zugang und Spaß an der gemeinsamen Sexualität finden, dann vergebe ich den einen Stern gerne. Mir bleibt ja auch gar Nichts anderes übrig.

Wenn diese E.L. James auch nur ein wenig schreiben könnte, hätte sie aus der Idee wirklich einen tollen Roman machen können. Aber dann wäre der Roman wahrscheinlich nicht massentauglich gewesen.

Wer einen SM Roman lesen möchte, sollte zum Klassiker "Die Geschichte der O" oder ganz neu auf dem Buchmarkt "Safeword" greifen. Aber Achtung, das ist kein Zuckerwatte und Weichspül SM wie in Shades of Grey, sondern echter, mit all seinen Ambivalenzen.
88 Kommentare| 254 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Juli 2012
Umberto Eco schreibt in seiner Geschichte Woran man einen Pornofilm erkennt", ein solcher Film sei daran erkennbar, dass die Protagonisten länger brauchten, um von A nach B zu gelangen, als man ihnen dabei zusehen wollte. Dies sei darauf zurückzuführen, dass selbst Filme, deren einziger Zweck es wäre, die Zuseher scharf zu machen, nicht permanent einschlägige Szenen zeigen könnten und deshalb dazwischen Banales bringen müssten. Ja, willkommen bei 50 Shades of Grey". Hier gibt es zwischen jenen Szenen, in denen es zur Sache geht, hauptsächlich belangloses Geplapper der Heldin über die Vollkommenheit des Helden (1. Reich, 2. Schön.) Charaktäre und einzelne Szenen der Zwischenhandlung sind zum Teil 1:1 von Twilight" entlehnt - es würde auch mit Harry Potter" oder Vom Winde verweht" funktionieren, weil alles was sich zwischen den einschlägigen Szenen abspielt, völlig irrelevant ist - siehe oben.

Also nur eine Aschenputtel-findet-den-Prinz" Schnulze mit ein paar deftigen Szenen? Mitnichten. Der Prinz hat nämlich spezielle Vorlieben, für deren Verwirklichung er sich eine Folterkammer in seinem Schloss, pardon, Haus installieren hat lassen. Das Aschenputtel ist zwar dumm und ohne jeden Selbstwert - aber sie ist definitiv nicht masochistisch veranlagt (nach ihrer ersten "Bestrafung" kriegt sie fast einen Nervenzusammenbruch). Sie nimmt alles "aus Liebe" auf sich, in der Hoffnung, der Prinz würde sie dafür irgendwann einmal auch lieben.

Ich bin kein Kenner der BDSM-Szene, aber gibt es nicht einen Kodex, demzufolge alle Aktionen einvernehmlich durchgeführt werden, mit dem Ziel, dass alle Beteiligten etwas davon haben? Nun, das ist hier definitiv nicht der Fall. Der Held will die Heldin noch immer auspeitschen, obwohl sie ihm gesagt hat, dass sie das eigentlich nicht will. Es gibt einen 10seitigen Vertrag zur Regelung dieser Beziehung", der mindestens dreimal im Buch abgedruckt wird aber bis zum Schluss nicht unterschrieben wird. Der Held erklärt ihn schließlich für irrelevant - kein Wunder, die dumme Nuss lässt sowieso alles mit sich machen und hat schon vor dem ersten Date eine eidesstattliche Erklärung unterschrieben, dass sie niemandem Details über ihre Beziehung verraten darf. Zudem ist sie in Gegenwart des Helden immer wie gelähmt - aus Angst, er würde irgendeine ihrer Bemerkungen zum Anlass nehmen, sie zu "bestrafen". Die einzige Möglichkeit, ihm irgendwas Kontroversielles zu sagen, sind E-Mails - vorzugsweise vom anderen Ende des Kontinents abgeschickt. Sie hält das für Liebe, er für einen Beweis ihrer devoten Natur.

Die Heldin hat genau zwei Gehirnzellen - eine beinhaltet ein letztes Restchen Verstand und warnt sie gelegentlich vor ihren Aktionen (sie nennt sie das Unterbewußtsein" und betrachtet sie als Feind), die andere suggeriert ihr ständig Lass ihn mit Dir machen, was er will - irgendwann dazwischen oder danach wird er Dich schon flachlegen und nur darauf kommt es an" - das ist ihre Innere Göttin". Trotz dieser hat sie es geschafft ohne jegliche sexuelle Erfahrung 21 zu werden.

/*** Achtung Spoiler ***/
Am Ende des Buches wird es der Heldin denn doch zu heftig und sie beendet die Beziehung. Doch schon ein paar Seiten später findet sie, dass es im Vergleich zu Liebeskummer weniger schmerzhaft ist, mit einem Gürtel verprügelt zu werden ... Spätestens da hört sich der Spaß auf.
/*** Ende Spoiler ***/

Aber es kommt noch schlimmer. Die Schwarte hat nämlich noch zwei Fortsetzungen und dem Titel nach zu schließen wird noch eine Weile munter weiter geprügelt, bis im letzten Teil die Folterkammer zu einem Kinderzimmer umgebaut wird und der Held - durch die stille Duldung und Liebe der Heldin - von all seinen Obsessionen geheilt zum liebenden Ehemann und Vater mutieren wird. Wahrscheinlich kommt Mrs. Robinson babysitten.

In Zeiten, in denen misshandelte Frauen sich noch immer einreden lassen, diese Behandlung irgendwie verdient" zu haben und wo Frauen, die hoffen, dass ihre gewalttätigen Männer sich ändern werden, wenn sie treu zu ihnen stehen, von diesen umgebracht werden, brauchen wir keine solchen Märchen. Da schon lieber Vampire.
4444 Kommentare| 592 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 1. Juli 2012
Wenn sogar Hollywood bei diesem Buch großes Interesse angemeldet hat, so fragt man sich natürlich, wie sie diesen Stoff filmisch umsetzen wollen, denn in der Hauptsache geht es in diesem Buch um Sex - und zwar um SM-Praktiken, die wohl in der Vorstellungswelt der Autorin schon richtig schlimm sind, zumindest wird das in der Handlung immer wieder hervor gehoben. Hollywood müsste also, würden sie das Buch verfilmen, einen Soft-Pornofilm drehen.

Es geht um Anastasia, die den Milliardär Christian Grey bei einem Interview für ihre Studentenzeitschrift kennen lernt. Christian lässt sie nicht mehr los und es kommt, wie es kommen musste, sie verliebt sich in ihn und ist fasziniert von seiner undurchschaubaren Art. Schon recht bald offenbart er ihr, dass er auf SM steht und Ana muss sich entscheiden, ob sie sich auf seine Spiele einlassen will.

Soweit nichts neues, ich weiß nicht genau, was so viele Leserinnen an diesem Buch so fasziniert - es lässt sich zugegebenermaßen recht schnell und flüssig lesen und das Knistern zwischen den beiden Hauptfiguren ist gut zu spüren, doch der Schreibstil der Autorin ist ziemlich platt und sie lässt kein Klischee aus. Auf fast jeder, aber wirklich fast jeder Seite knabbert Ana an ihrer Unterlippe und unzählige Male stammelt, murmelt und errötet sie, ab und zu flüstert sie auch, wohingegen Christian (seine grauen Augen sind ebenfalls recht oft ein Thema) beinahe jedes Mal in ihr Ohr haucht, dass sie gut riecht. Auch der Sitz seiner Hose und das tadellos aussehende Leinenhemd waren für die Autorin gefühlte hundert Mal so erwähnenswert wichtig, dass man sich fragt, ob sie eventuell ein Textbaustein-Programm verwendet hat.
Ich denke, das Buch hat sich, allein des Themas wegen, vom Geheimtipp zum Bestseller entwickelt und dank ebook- download können es nun viele Kundinnen anonym kaufen und werden beim Lesen nicht durch das Cover enttarnt.

Mein Fazit: Ich habe das Buch dank seiner unfreiwilligen Komik mit einerm Dauergrinsen im Gesicht gelesen, also gebe ich ihm für diesen Unterhaltungswert auf jeden Fall zwei Sternchen. Wenn die vielen Wiederholungen nicht wären und der Schreibstil etwas anspruchsvoller daher kommen würde, hätte mir das Buch dank des Knisterns zwischen den beiden Hauptfiguren ganz gut gefallen. Schön wäre es gewesen, wenn die Autorin etwas gründlicher in der Szene recherchiert hätte, denn sie schildert die Intentionen, die zu einem bestimmten Rollenverhalten in solch einer Beziehung führen, einfach viel zu schwarz/weiß und ungenau, obwohl das sicher ein interessanter Aspekt wäre, das Thema einer breiten Öffentlichkeit nahe zu bringen. Allerdings geht es ihr nur um Unterhaltung und so würde ich ihr Buch als Mainstream einstufen, denn als wirklich gute erotische Literatur kann man es nicht bezeichnen.
3737 Kommentare| 668 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Juli 2012
Dieses Buch ist einfach nur schlecht. Und das hat folgende Gründe:
1. Es gibt keine Handlung. Die beiden Hauptfiguren treffen sich, reden, schreiben E-mails und haben Sex an verschiedenen Orten und in verschiedenen Stellungen. Das ist alles.
2. Die Charaktere sind total unglaubwürdig. Christian Grey ist ein 26-jähriger selfmade Milliardär (!) mit eigener Firma. Allerdings arbeitet er nie etwas, sondern verbringt seine Zeit damit, hinter Anastasia herzurennen - auf eine Art und Weise, die für mich mehr mit Stalking als mit Liebe zu tun hat. Er ist ungeheuer gut aussehend (was auf jeder zweiten Seite noch einmal extra betont wird), sehr potent, ein begnadeter Pianist und erfahrener Pilot. Anastasia Steele ist eine 21-jährige Jungfrau, die gerade drei Jahre College absolviert hat, ohne einen Computer zu besitzen. Dafür bekommt sie schon bei der kleinsten Berührung von ihm einen Orgasmus - oder gleich mehrere.
3. Der Stil lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Es gibt zu viele Wortwiederholungen. Im amerikanischen "amazon" hat sich eine Leserin die Mühe gemacht, die häufigsten Worte und Redewendungen zu zählen. Ein kleiner Auszug: Anastasia beißt sich 35 mal auf die Unterlippe, sie errötet 125 mal, beide runzeln 50 mal die Stirn, 199 mal wird gemurmelt und 195 mal geflüstert.
Ein Satz noch zu den Vergleichen mit "Twilight": Ich habe "Twilight" ebenfalls gelesen. Und wenn es mir als 45-jähriger berufstätiger verheirateter Frau nicht besonders gut gefallen hat, so konnte ich mir wenigstens vorstellen, dass es mir als 16-jährigem Teenager gefallen hätte: es gab Romantik, große Gefühle, Fantasy-Elemente und, durch die "bösen" Vampire, auch einen Schuss Spannung und Action. All das gibt es bei "Shades of Grey" nicht. Sparen Sie sich das Geld!
1111 Kommentare| 506 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden