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am 24. Januar 2013
Dieses Buch fordert von Anfang an: Die Sprachschöpfungen auf den ersten Seiten, die komplexe Story und nicht zuletzt die technischen, mathematischen und philosophischen Dialoge und Gedankenspiele - man muss es schon mögen und eine gewisse Affinität zu wissenschaftlichen Diskursen sollte schon gegeben sein, aber dann wird man einfach mitgerissen. Ich habe lange nicht mehr so intensiv gelesen und das habe ich mir bisher bei jedem Stephenson gedacht. Wer gerne seinen Kopf beim Lesen einschaltet sollte hier zugreifen!
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am 11. Januar 2013
Vorweg: ich in Neil Stephenson Fan. Und Bücher englischsprachiger Autoren lese ich bevorzugt in der Originalfassung.

Ich habe Anathema bereits vor ca. 2 Jahren in der englischen Originalfassung gelesen und war begeistert. Dabei habe ich aber vielleicht nicht alles ganz genau verstanden, denn die Sprache von Neil Stephenson ist (vermutlich sogar für english native speakers) sehr anspruchsvoll. Deshalb will ich es jetzt noch einmal auf Deutsch lesen.
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am 11. Juli 2013
mit einem etwas schwierigen Anfang, bei dem man mit abgeleiteten, aber dennoch unbekannten Begriffen konfrontiert wird, welche erst nach und nach durch ein eingefügtes Wörterbuch verständlich gemacht werden. Das ist auch der einzige, leichte Kritikpunkt, den ich entdecken kann.
Die Themen, die Beschreibung der Umwelt, die Charakterisierung und die Dialoge sind höchst interessant - nahezu alles hat mich an die guten, alten Zeiten eines Frank Herberts erinnert, welcher es meisterlich verstand, philosophische Themen und Dialoge in eine außergewöhnliche Story einzubetten.
Zumindest für "Anathem" gilt für mich, daß Stephenson der würdige Nachfolger Herberts ist.
Stephensons "Snow Crash", welches ich mir gleich im Anschluß kaufte, überzeugte mich allerdings weitaus weniger.

Fazit: Das beste Buch seit Jahren - keinerlei seichte Unterhaltung, sondern ein Stoff, bei dem die Fantasie und das Mitdenken des Lesers auf Höchste gefordert und gefördert wird.
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am 10. Juli 2011
Ich bin Mitglied im Buchclub von MexxBooks und habe für diesen Neal Stephensons "Anathem" als Kindle eBook gelesen.

Neal Stephenson hat mit Anathem einen besonderen Roman geschrieben - Besonders in der Hinsicht, dass er auf gut 1000 Seiten eine detailreiche Welt geschaffen hat mit einer Vergangenheit, Gegenwart und sicherlich auch einer Zukunft. Dabei legt Stephenson besonderen Wert auf die Beschreibung der Umgebung. Während andere Autoren einen Stein als Stein bezeichnen, dreht Stephenson den Stein zehnmal um, beschreibt ihn von jeder Seite, analysiert ihn und gibt ihn eine Geschichte. Dadurch wird dem Leser eine sehr detailreiche Welt vermittelt die sich um den Protagonisten aufbaut welcher ebenfalls wie viele andere Personen im Buch seine eigene "Persönlichkeit" bekommt. Durch die vielen Informationen rund um den Planeten und die Geschichte kann man sich richtig in die Story reinversetzen.

Der Protagonist ist Fraa Erasmus, ein 19 jähriger Avot, der mit seinen Fraas und Suurs im Konzent Saunt Edhar lebt in der mathischen Welt auf dem erdähnlichen Planeten Arbre. Wie man bereits erkennen kann, kommen Wörter vor die man im Glossar nachschlagen muss und das nicht nur einmal. Meiner Meinung nach hat mir das ständige Nachschlagen von gewissen Wörtern die Lesestimmung gehemmt. Jedoch vermitteln die Fremdwörter auch die Andersartigkeit zur unserer Erde. Nach aber gut 20-25% der Geschichte sollten alle Wörter vorgekommen sein und schon im eigenen Vokabular bestehen. So sind Fraa, Suur, Voko, Anathem, Fid, Aut, Spulo, Retikulum, NickNack, Extras, Zampanos etc. auch für den geübten Leser kein Problem mehr.

Konzent Saunt Edhar kann man wie einige meiner Vorrezenten auch schon schrieben gut als Kloster beschreiben. Jedoch leben in diesem Kloster keine Mönche sondern Naturwissenschaftler, Philosophen, Physiker, Astronomen, Autoren und Mathematiker. Diese "Konzente" leben abgeschieden von der Außenwelt und öffnen minimal alle 10 Jahre ihre Pforten. Sie bewahren das Wissen für die Nachwelt und stehen unter ständiger Beobachtung von der säkularen Macht die Außerhalb von den Konzenten von ständigen Veränderungen heimgesucht wird. Zu jenen Konzent gehört auch der Protagonist und Ich-Erzähler Fraa "Raz" Erasmus.

So beginnt also die Geschichte auf den ersten 20% im Konzent Saunt Edhar wo diese geschlossene Welt rund um Fraa Erasmus beschrieben wird, bis etwas im Himmel entdeckt wird und die eigentliche Storyline beginnt und die mögliche Zerstörung des Planeten verhindert werden muss.

Die Hintergrundgeschichte zum Buch fand ich persönlich nicht spannend oder gut durchdacht. Während andere Bücher mit der Logik der Story strotzen, strotzt Anathem wenn nur bei den Dialogen mit Logik und Intellektualität, welche nicht zu wenig vorkommen. Es wird diskutiert und diskutiert und das wirklich sehr sehr viel. Man diskutiert über Theorien in der Mathematik, über den menschlichen Geist aber auch über Polykosmen, Narrative, Weltspuren etc. und es kommt ziemlich viel Philosophie vor und fiktive Themen die keinen Halt bei uns haben. Meine persönliche Meinung dazu ist, dass einige Dialoge sehr interessant waren, doch der Rest oft zu lang, zu "ansprechend", Story hemmend und teilweise nicht nachvollziehbar.

So handelt sozusagen überwiegend das Buch von detailreichen Ortsbeschreibungen und Dialogen/Dispute und die Story bleibt meistens auf der Strecke bis zum Ende. Dort findet man auch erst die richtigen Science Fiction Elemente. Jedoch ist der Abenteuerweg von Fraa Erasmus wiederum sehr gut.

Fazit: Mir wurde Anathem als literarisches Meistwerk angepriesen, was meiner Meinung nach nicht gehalten werden kann. Es wird so gut wie keine Spannung aufgebaut und die Dialoge sind oft zu lang und aus Frust auch nicht immer nachvollziehbar. Jedoch hat Stephensons eine geniale Rhetorik aufgebaut die er auch vorzeigt. Neben der wunderbar beschriebenen Welt und den zwischenmenschlichen Beziehungen kommt auch ein weiterer Aspekt der mir sehr gefallen hat: Der Humor. Und dieser kommt auch nicht zu kurz, vom schwarzen Humor bis zu Flachwitzen findet man einiges rund um Fraa Erasmus und seinen Begleitern. Ich musste oft schmunzeln und lachen.
Ich bereue es definitiv nicht Anathem gelesen zu haben, es war weder schlecht noch gut bis sehr gut. Eher müsste man die einzelnen Kapitel bewerten - Während der Anfang im Saunt Edhar noch sehr gut war, wird es zum gut, zum sehr gut wieder im Mittelteil und dann abfallend zum Ende hin eher befriedigend.

Stefan MexxBooks Buchclub
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am 5. August 2010
Ein wunderbares Buch, was eine fremde und doch vertraute Welt beschreibt! Es ist das erste mal, dass ich 5 Sterne für ein Buch vergebe, was ich nach ca. 150 Seiten ersteinmal beiseite gelegt habe. Glücklicherweise hatte ich nicht aufgehört mir über das gelesene Gedanken zu machen und als sich mir die Genialität hinter den Erzählungen erschloss, konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Wie gern wäre ich doch selbst ein Zehner, Hunderter oder gar Tausender, der sich frei von Nicknacks und Scheißdrökh dem puren Studium von Wissen, der Religion und Philosophie widmen könnte.
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am 10. März 2010
Mit diesem Roman ist es wie mit vielen Dingen: man braucht eine Weile, um sich daran zu gewöhnen. Hat man einmal gelernt, damit umzugehen, kann man kaum verstehen, wie man vorher ohne zurecht kam.

Zu Anfang des Romans braucht man ein oder zwei Stunden, um sich die eigens für diese Utopie geschaffene Terminologie anzueignen und muss des öfteren im Glossar nachschlagen. Hat man diese Einarbeitungsphase gemeistert, übt die Geschichte wie die anderen Werke von Stephenson eine subtile Faszination aus, die einzigartig ist. Die Stärke des Buches ist nicht nur die fantastische Geschichte, die detailliert erzählt wird, sondern die präzise, pointierte Art, mit der Stephenson die humoristischen und dramatischen Akzente setzt. Es stellt sich kaum die Frage, ob der Handlungsrahmen gerade mehr oder weniger Spannung erzeugt. Vielmehr findet der Autor mit seinem Gespür für Pointen an jeder beliebigen Stelle Mittel, um den Leser blendend zu unterhalten und bei der Stange zu halten. Auch wenn die Handlung gegen Ende des Buches recht martialisch voranschreitet und der Autor auch große erzählerische Gewalt im Sinne klassischer Space Opera einbringt, so steht doch niemals die Action im Vordergrund des Lesevergnügens. Stephenson greift hier und da auf klassische Motive der SF zurück, entwickelt sie aber unnachahmlich neu und vermeidet jedes Klischee.

Eine kleine Schwäche des Romans könnte man darin sehen, dass an einigen wenigen Passagen die fiktiven (natur-)philosophischen Dialoge etwas geschwätzig und unschlüssig dahinplätschern. Das wird von der Selbstironie, mit der immer wieder damit umgegangen, größtenteils ausgeglichen. Außerdem: wo gehobelt wird, da fallen Späne.

Vorsicht: ich bin tatsächlich großer Fan des Autors. Deswegen ist meine Kritik sicher ein wenig rosa gefärbt. Schon Snowcrash, Diamond Age oder Cryptonomicon fand ich bahnbrechend. Falls jemand zum ersten mal Stephenson liest, würde ich eines von den ersten drei Werken empfehlen, die genauso gut sind wie Anathem, aber wesentlich zugänglicher. Wer einigermaßen anspruchsvolle utopische Literatur zur Unterhaltung schätzt, der hat mit Stephenson einen Schatz ausgegraben. Und das vorliegende Buch war vielleicht mein größter Lesespaß in diesem Jahr. Dabei ist erst März !
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am 24. Oktober 2015
I *love* Stephenson, especially Cryptonomicon, and the Baroque Circle has been a marveslous read, but Anathem is just plain boring and pointless. Strange book.
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am 13. Oktober 2016
Ich selbst werde vor dem Lesen nicht gern inhaltlich über einen Roman informiert, daher verrate ich hier nichts, sondern beschreibe lediglich meinen Eindruck. Andere Rezensionen zu Anathem hab ich absichtlich noch nicht gelesen, um mich nicht beeinflussen zu lassen. Das werde ich dann im Anschluss tun (bin schon neugierig).

Diesen ganzen Wälzer könnte man grob als eine Mischung aus "Der Name der Rose" und "Star Trek" bezeichnen, was keineswegs abwertend gemeint ist, sondern darauf hindeuten soll, dass diese Romanarchitektur ziemlich einzigartig ist. Ich muss zugeben, dass ich das Buch beim ersten Mal nach 50 Seiten wieder beiseitegelegt hatte. Ich war zu diesem Zeitpunkt einfach nicht in der Stimmung zu so viel Theorie und Philosophie. Dann aber hatte ich Lust auf ausgezeichnete Literatur - und diese befindet sich zweifelsohne in diesem Werk! Gerade zu Beginn ist dieser Roman wirklich schwierig zu verstehen, alle Dinge einzuordnen. Nach 200 bis 300 Seiten Durchbeißens jedoch wird man mit einem gewissen Sogeffekt in die Geschichte und das Leben der Hauptperson - Erasmus - belohnt; da wird es dann auch mal zwischendurch richtig spannend. Irgendwo um Seite 700 gab es dann doch noch mal einige Verwunderungen von mir, wo ich mir dachte: "Sag mal, Neal, ist das wirklich dein Ernst? 40 Seiten philosophische Diskussionen? Ich studiere hier Geschichtswissenschaft einer erfundenen Welt mit dem Namen "Arbre"! Was hast du dir dabei gedacht?" Aber auch da blieb ich standhaft und mir wurde klar, dass auch diese schier endlosen Seiten für den weiteren Verlauf des Romans ihren Sinn haben. Das letzte Fünftel wurde dann richtig spannend. Am Ende begnügt sich Neal nicht mit einem einfachen Ende. Da wird dann noch mal eins draufgelegt, obwohl die Handlung schon längst beendet ist. Auch das regte mich zum Nachdenken an, so dass sich dieses Buch nicht einfach so aus der Hand legen ließ. Also blätterte ich noch mal nach vorn, um die 5000-jährige Geschichtschronik mit entsprechenden Jahreszahlen durchzulesen, die sich mir nach dem Auslesen nun viel sinnvoller erschloss. Interessehalber begann ich anschließend, die ersten Seiten des Buches, die mich beim ersten Durchgang so angestrengt hatten, noch einmal durchzulesen. Da sich dadurch aufgrund des Wissens um die gesamte Idee (nicht Handlung!) der Geschichte eine völlig andere Perspektive bietet, liest es sich fast wie ein zweites Buch. Ich bin mir nun schon ziemlich sicher, dass ich das gesamte tolle Werk noch einmal lesen werde. Das schon vorhandene Wissen um die Handlung stört dabei nicht. Ich freue mich schon drauf!

Ich stelle klar: Dieses Buch ist absolut nichts für Leute, die einen durchweg spannenden Roman lesen wollen und schon zu Beginn auf die letzten Seiten schielen (bei der Vorstellung muss ich lachen, denn dieser Leser würde sich ziemlich wundern :-D). Dieses Werk - für mich ein Meisterwerk - ist voller Intelligenz und Geisteskraft und glänzt mit einem Schreibstil, den es zu genießen gilt. Ich glaube sogar, dass ich durch die endlosen Diskussionen in diesem Buch für mich dazugelernt habe, in etwaigen zukünftigen Streitereien meinen Standpunkt besser zu verteidigen.
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am 18. Januar 2016
Anathem ist ein Roman, den man nicht mal eben beiläufig lesen kann: Wer Stephenson nicht kennt, erwartet - rein vom Klappentext her - sicher etwas völlig anderes.
Aber es ist ein waschechter Stephenson, aus meiner Sicht sogar sein schwierigster Roman: voller langer und komplexer Dialoge, detailreicher Beschreibungen, komplizierter Wortschöpfungen, vielen Protagonisten und einer Rahmenhandlung, die wie immer ein recht abruptes Ende findet, und eigentlich nur dem Zweck dient, der naturwissenschaftlich/philosophischen Diskussion als Rahmen zu dienen.

Das Buch ist für mich in 4 Teile zu gliedern:
- Im ersten viertel des Buches beschreibt Stephenson detailliert die matische Welt von Arbre und man versteht die groben Zusammenhänge. Auch die wichtigsten Charaktere werden eingeführt. Aber dazu muss man sich durch fremd klingende Namen und eine Vielzahl unbekannter Wörter arbeiten. Auch die Geschichte des Planeten und die matischen Denkschulen muss man sich erarbeiten, da sie nicht chronologisch oder sonst wie systematisch ausgebreitet werden. Immerhin gibt es einen kurzen Glossar am Ende des Buches und eine Geschichtstafel am Anfang: ich habe beides genutzt.
- Allmählich kommt die Rahmenhandlung in Gang und der Roman geht dann sogar ein wenig in Richtung Abenteuerroman, dabei aber nicht annähernd so tempogeladen wie im Barockzyklus (zumindest die Teile mit Jack Shaftoe) oder in SnowCrash. Aber für mich absolut so, dass ich das Buch mal wieder nicht aus der Hand legen konnte. Auch im spannungsgeladensten Teil schafft der Autor es dabei immer wieder, naturwissenschaftlich-philosophische Themen zu erörtern und die gesamte Szenerie detailgetreu zu beschreiben.
- Schließlich wird nach etwa 2/3 des Buches nochmal Tempo rausgenommen: Jetzt ist die Zeit für Politik und die Kumulation der Philosophie-Gedanken des Buches. Erst jetzt versteht man vieles, was früher beschrieben wurde, und ein bis dahin undurchschaubarer Charakter gewinnt an Bedeutung. Hier wünscht man sich, während man Seite für Seite verschlingt, dass man endlich alles versteht - aber da kommt man natürlich nie hin.
- Das letzte Fünftel des Buches bringt dann die Geschichte zu Ende: durchaus spannend zu lesen, aber wie immer dann doch etwas abrupt zum Ende kommend. Aber diesmal sogar mit einem echten Schluss! Dabei lässt uns das Buch, wie bei Stephenson üblich, mit einer Menge Fragen zurück und wir müssen uns leider von dieser vielschichtigen arbrischen Welt verabschieden.

Was bleibt für mich als conclusio:
Ich finde das Buch klasse, bin aber auch ein echter Stephenson-Fan und habe alles von ihm gelesen, wobei ich nicht sagen würde, dass es sein bester Roman ist. Als Einstieg in seine Literatur dürfte das Buch den meisten zu komplex sein - hier würde ich dann doch eher DiamondAge, Cryptonomicon oder den Barock-Zyklus empfehlen. Man muss schon eine gewisse Fähigkeit mitbringen, sich auf die theoretischen (oder sollte ich sagen "theorischen") Inhalte einzulassen und man benötigt sicher auch eine gewisse naturwissenschaftliche Vorbildung, um den Gedanken dann auch folgen zu können. Also ist das Buch sicher nichts für jedermann, zumal es auch noch durch viele Protagonisten und fremdartige Wortschöpfungen sowie Umschreibung unserer menschlichen Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte komplizierter wird, als es ohnehin schon ist. Für manche mag aber genau das den Reiz ausmachen...

Ich mag bei Stephenson im Allgemeinen und diesem Buch im Speziellen, dass man mit mehr Fragen aus der Lektüre herauskommt, als man man hineingegangen ist!

P.S.:
Vielleicht kann man aus dem Buch mitnehmen, wer - oder besser was - Enoch Root ist.
Vielleicht aber auch nicht... ;-P
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am 30. September 2013
Ich lese sehr viel und bevorzuge die Fantasy-Literatur. Der Titel "Anathem" hörte sich überaus attraktiv an und die Inhaltsangabe sowie das Cover erweckten meine Neugier. Bücher des Fantasy-Genres sind meistens sehr umfangreich und anfangs ist oft Durchhaltevermögen gefragt, um sich in die Geschichte und besonders die spezifische Welt einzufinden. In Anathem liegt hier eine besondere Herausforderung auf Grund eines umfangreichen Vokabulars spezifischer Begriffe. Die Welt Arbre und die Lebensweise des Klosters, in dem die Protagonisten aufwachsen und das ihr Leben und auch ihre Vorstellungen prägt, wird faszinierend und detailgenau beschrieben. Leider findet die Geschichte aber auch zur Mitte des Buches keinen Schwung, es bleibt mühsam zu lesen und die Spannung fehlt. Vor vielen Jahren las ich "Der Name der Rose" von Umberto Eco, dessen Verfilmung in meiner Jugend in den Kinos lief und inzwischen zu den Klassikern gehört. Anathem ist wie Umberto Ecos Werk überladen mit Philisophie und enthält zu wenig unterhaltsame Spannung.
Trotzdem läßt sich zusammenfassen, dass Anathem ein besonderes Buch ist mit einer in sich stimmigen Welt, aber für meinen Geschmack zu wenig Lesespaß bietet.
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