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Kundenrezensionen

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"Dein Wille geschehe" von Michael Robotham ist ein ausgefeilter psychologischer Thriller, der von Beginn an eine beeindruckende Spannung aufbaut. Mit dem Ich-Erzähler Joe O'Loughlin schafft Robotham eine sympathische Figur, die lernen muss, mit den Einschränkungen einer schweren, praktisch unheilbaren Krankheit zu leben. Joe kniet sich sehr in den Fall hinein, der ihm scheinbar über den Kopf wächst und tief in sein privates Leben eindringt.

Denn sein Gegner ist ein perfider Täter, der durch seine militärische Ausbildung um ausgefeilte psychologische Verhörmethoden weiß und sie auch im Privaten anwendet, um seine Umgebung zu tyrannisieren. Mit den richtigen Mitteln, so zeigt uns Robotham, ist jeder Mensch manipulierbar.

Zugleich geht es ihm um den Umgang mit den Grenzen der eigenen Belastbarkeit - ein Thema, mit dem wir alle früher oder später konfrontiert sind. Und obwohl das Finale die Spannung der Gesamtgeschichte nicht ganz halten kann, ist "Dein Wille geschehe" ein emotionaler und gut durchdachter Thriller mit einem fesselnden Fall.
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am 23. Mai 2012
Der Psychologe Joe O'Loughlin wird in einen schockierenden Vorfall verwickelt: An einem regnerischen Tag steht eine Frau mit dem Namen Sylvia Furness auf der Clifton Bridge, mit nichts weiter bekleidet als ihren High Heels und dem Wort "Hure" auf ihrem Bauch geschrieben. Zusätzlich hält sie sich ein Handy ans Ohr. Auf die beschwichtigten Worte von Joe reagiert sie nicht, sondern springt direkt in den Tod. Es hat den Anschein, dass sie vollkommen willenlos und ferngesteuert ist. Für Professor O'Loughlin ein Fall mit vielen Fragen: Hat die Frau freiwillig Selbstmord begangen? Wurde sie von jemanden gezwungen? Wer hat mit ihr am Telefon gesprochen? Was will er? Doch dieser Vorfall bleibt kein Einzelfall. Wenige Tage später wird die Geschäftspartnerin von Sylvia Furness nackt, erfroren und mit Handschellen an einem Baum gekettet gefunden. Zu ihren Füßen liegt ein Handy. Spätestens nach diesem weiteren Vorfall hat Joe Gewissheit: Hier ist ein Mann am Werk, der es irgendwie schafft den menschlichen Willen zu brechen. Ein Experte für Menschenmanipulation. Da der Täter jedoch mit akribischer Sauberkeit arbeitet, muss Joe O'Loughlin seinen pensionierten Inspektor und Freund Vincent Ruiz um Hilfe bitten. Zusätzlich macht dem Professor noch seine Krankheit zu schaffen, die er einfach nur "Mr. Parkinson" nennt. Doch bald geraten Joe und seine Familie selbst in das Visier des Mörders und für den Psychologen bricht eine Welt zusammen...

Meine Meinung:

Als erstes muss ich leider sagen, dass ich von diesem Roman mehr erwartet habe. Aufgrund der zum Teil sehr guten Bewertungen habe ich mir bei diesem Roman einiges erhofft. Die Geschichte eines Killers, der den menschlichen Willen brechen kann, liefert einigen Stoff für einen guten Psychothriller. Doch leider habe ich mich an vielen Stellen etwas gelangweilt, da Michael Robotham viele Passagen im Buch nur so runterfließen lässt. Der Autor schafft es leider nicht den Spannungsbogen konstant zu halten. Der Schreibstil ist flüssig und das Buch lässt sich leicht lesen. Die Handlung wird abwechselnd von Joe O'Loughlin aus der Ich-Perspektive und aus der 3.Person vom Täter erzählt. Viele Charaktere im Buch wirken leider etwas blass und und ähneln sich von ihren Sprechgewohnheiten etwas zu sehr. Professor O'Loughlin ist ein liebenswerter Charakter mit dem man sich schnell anfreundet. Außerdem macht ihn seine Krankheit, mit der er jeden Tag zu kämpfen hat, sympathischer und menschlicher. Die Auflösung und Identität des Täters fand ich irgendwie etwas einfallslos. Des Weiteren hat mich das Motiv nicht sonderlich überzeugt. Trotzdem hat dieses Buch auch seine guten Seiten, weil man z. B. viel über die menschliche Psychologie erfährt. Außerdem sind die Telefongespräche zwischen dem Täter und dem Opfern ziemlich spannend. Zusätzlich ist es interessant zu lesen, wie Professor O'Loughlin den Killer identifiziert, indem er versucht seine Gedankengänge nachzuvollziehen.

Fazit:

"Dein Wille geschehe" von Michael Robotham ist ein Buch mit einigen Längen und nicht individuell genug ausgelegten Charakteren, welches aber durch seine psychologischen Passagen und einigen Spannungselementen punkten kann.
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am 31. Dezember 2010
Wie üblich schreibe ich nicht zum Inhalt dieses Buches, sondern zu meinen Eindrücken beim Lesen.

Wer kennt diesen Satz nicht? Hat ihn selbst als Kind schon gehört oder auch ermahnend gegenüber seinen eigenen Kindern ausgesprochen. Wie aber hier die Kinder als Waffe eingesetzt werden ist erschütternd.

Das massive Eindringen in die Privatsphäre, kein Schloss ist sicher, my Home ist nicht mehr mein Castle, mehr geht nicht.

Diesen Roman muss man verarbeiten können. Die dargestellten Extremsituationen der Opfer rauben einem förmlich den Atem, wenn man die Vorgehensweise des Täters zu verstehen beginnt - ein Mensch, der dank seiner krankhaften Neigungen vom Militär zu einer fast unberechenbaren, Menschen manipulierenden, Tötungsmaschine weiterentwickelt wurde. Aber - zum Glück - ist auch er verwundbar.

Das Buch ist bis zur letzten Seite super spannend und packend geschrieben. 5 Sterne sind mehr als angemessen.

noch ein Tip ... vielleicht sollte man das Buch nicht abends lesen während man auf seine Tochter wartet, die sich verspätet und auf dem Handy nicht zu erreichen ist.
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am 25. September 2009
Dieses Buch ist wirklich Thriller erster Klasse. Die Handlung, abwechelnd aus der Perspektive des Professor O'Loughlin und dem Täter erzählt, lässt einem kaum noch Gelegenheit das Buch aus den Händen zu legen.

Die von "goethe 'käthchen'" und "dieleseratz" mängelnden Rezessionen kann ich nur empört zurückweisen. Wer bei einem "Psychothriller" Gewalt und abnorme Gedankengänge von Tätern als negativen Kritikpunkt festlegt, sollte vielleicht andere Bücher lesen. Denn wie der Name schon sagt, sind Psychothriller darauf ausgelegt, etwas schockierender und nervenaufreibender zu sein als das Benjaminblümchenausmalheft für 4-jährige.
Die einzelnen Taten des Mörders werden weder besonders ausgeschmückt noch verherrlicht, da gibt es wirklich schlimmeres.
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am 17. August 2015
Ein wirklich professionell geschriebener Thriller. Der Autor besitzt nicht ohne Grund Weltniveau. Bei ihm sollten sich einige deutsche hochgelobte " Thriller-Autoren/innen" eine gehörige Scheibe abschneiden ! Auch die Übersetzung ins Deutsche ist meiner Meinung nach gut gelungen.
Die Story perfekt und stimmig gehalten.Nichts wird beschönigt. Das Leben in seiner Perversion und Doppeldeutigkeit präzise in Szene gesetzt.Auch das konträre Verhalten der Gattin des Hauptakteurs, sowie Ihre ständige bestimmende, selbstherrlich, verlogen, doppeldeutige Art und Weise waren sehr gut in den Roman eingeflochten.( und ja,auch wenn es nicht genau bestätigt wird, dieses ach so gutmenschliche Luder schläft mit ihrem Kollegen und Ihrem Chef ... )
Einen Punkt Abzug gibt es von mir nur, weil die Endphase ( Auffinden der Entführungsopfer ) , für meine Verhältnisse doch arg weit hergeholt war.Einen solchen Zufall / Eingebung,nenne man es wie man will, kann es im wahren Leben nicht geben....
Ansonsten von mir eine klare Leseempfehlung !!!
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am 29. August 2016
»Intro«

Nachdem ich "Sag, es tut dir leid" von Michael Robotham gelesen hatte, war mir klar, dass ich noch weitere Romane dieses Australiers lesen will. Robotham hat großes Talent, sehr spannende und böse Thriller zu schreiben, so dass seine Werke zu echten Page-Turnern werden. Auch mit "Dein Wille geschehe" hat Robotham mich nicht enttäuscht und wieder einen sehr spannenden und abgründigen Roman geschrieben. Darüber hinaus gelingt es Robotham (im Vergleich zu Paul Cleave z. B., der nur Serienmörder-Geschichten variiert), trotz wiederkehrender, fester Charaktere völlig unterschiedliche Geschichten zu erzählen und mit dem Stammcharakter, dem Psychologen Joseph O'Loughlin, eine intelligente Figur zu verankern, die die Geschichten um viele interessante psychologische Aspekte ergänzt. Die nächsten Werke dieses Autors sind bereits bestellt, ich bin sehr gespannt auf weitere Storys aus Robothams Feder.

»Writer«

Der 1960 in New South Wales geborene Australier kam 1979 nach Sydney, wo er zunächst als Journalist arbeitete. Dann ging er nach London, wo er für verschiedene britische Zeitungen tätig war (u. a. Daily Telegraph und Tatler). 1993 verlegte Robotham sich als Ghostwriter auf das Schreiben von Biografien von Politikern und Prominenten. Nachdem ihm auch damit große Erfolge beschieden waren, suchte Robotham eine neue Herausforderung und fand sie im Schreiben von Thrillern. 2004 erschien sein erster Roman ("Adrenalin"), zugleich der Auftakt der mittlerweile zehnteiligen "Joe O'Loughlin"-Reihe. 2014 wurde "Adrenalin" unter dem Titel "Neben der Spur - Adrenalin" verfilmt. Nur 2007 und 2014 unterbrach Robotham seine Serie, um zwei andere Romane zu schreiben, ansonsten handeln alle seine Romane von dem Psychologen Joe O'Loughlin, der der Polizei bei der Aufklärung von Verbrechen hilft. Michael Robotham lebt mit Frau und drei Töchtern bei Sydney.

»Wassup?«

Eine Frau mit Höhenangst steht nackt auf einer Brücke in Bristol und ist kurz davor, sich von dieser zu stürzen. Auch der von der Polizei hinzugerufene Psychologe Joseph O'Loughlin kann nicht verhindern, dass die Frau schlussendlich springt. Er hat jedoch die Vermutung, dass derjenige, mit dem die Frau die ganze Zeit, während sie auf der Brücke stand, telefoniert hat, die Frau so manipuliert hat, dass sie gesprungen ist. Kurz darauf findet man ein weiteres Opfer: eine Frau hängt gefesselt und ebenfalls nackt an einem Baum, zu ihren Füßen liegt ein Handy. O'Loughlin versucht, der Polizei um Detective Inspector Veronica Cray so gut wie möglich zu helfen, den mysteriösen Mann zu finden, der Frauen dazu treibt, sich umzubringen. Dazu zieht er wieder einmal seinen alten Freund, den pensionierten Polizisten Vincent Ruiz hinzu. Doch je näher O'Loughlin dem perfiden Täter kommt, umso mehr begibt er sich selbst und seine Familie in Gefahr. Und dann kommt der Tag, der für jeden Vater und Ehemann der absolute Albtraum sein dürfte…

»Let's get real«

Ich muss zugeben, dass es mir bei der Lektüre von "Dein Wille geschehe" diverse Male vor Entsetzen kalt den Rücken herunterlief. Der Täter, den Robothom hier ersonnen hat, ist gleichermaßen hochintelligent und unfassbar grausam, und zwar nur mit Worten, kaum jemals mit Taten. Das, was er seinen Opfern antut, ist so furchtbar und dabei so perfekt geplant und umgesetzt, dass man die Augen kaum von den Seiten wenden kann, auch, wenn man es eigentlich kaum noch ertragen kann. Robotham gelingt dabei das Kunststück, selbst die albtraumhaftesten Szenarien für den Leser nachvollziehbar zu gestalten. Denkt man in einem Moment noch, "Warum überprüft sie das Gesagte nicht irgendwie?", erkennt man im nächsten, wie ausweglos die Situation ist und leidet mit dem Opfer bedingungslos mit.

Neben der generierbaren Empathie für die Charaktere gelingt Robotham ein weiteres Merkmal für einen guten Thriller: "Dein Wille geschehe" ist fast durchgängig sehr spannend und temporeich. Durch den Kniff, an verschiedenen Stellen immer auch wieder den Täter zu Wort kommen zu lassen, ist man den Ermittlern und O'Loughlin stets einen kleinen, grausamen Schritt voraus, was den Roman noch spannender macht. Und selbst die Nebenstränge der Geschichte bieten ausreichend Potenzial, die Story spannend, wendungs- und abwechslungsreich zu gestalten. Man verfolgt also stets mehrere verschiedene Fährten, bis dann im Finale endlich alle Fäden zusammenlaufen und in einem leider etwas zu kurz abgehandelten Showdown münden. Ein kleiner Wermutstropfen mag sein, dass das Gerechtigkeitsempfinden des Lesers ein bisschen unbefriedigt zurückgelassen wird. Hier hätte man sich ein etwas aussagekräftigeres Finale gewünscht.

Erwähnt sei noch, dass man die Krimis der O'Loughlin-Reihe (bei "Dein Wille geschehe" handelt es sich um den 4. Band der Reihe) nicht in chronologischer Reihenfolge lesen muss. Robotham erklärt vorausgegangene Ereignisse aus den Vorgängerbüchern stets ausreichend, um auch als Quereinsteiger gut im Bilde zu sein.

»Quintessence«

Michael Robotham schreibt intelligente und spannende Thriller, die gekonnt menschliche Abgründe ausleuchten und psychologisch durch die Figur des Joe O'Loughlin sehr gut nachvollziehbar werden. Durch O'Loughlin werden viele psychologische Fakten und Erklärungen zur menschlichen Psyche geliefert, die gut recherchiert sind und viel Fachwissen beherbergen. Die Storys sind komplex und wendungsreich und geben relevante Fakten nur nach und nach preis, so dass die Spannungskurve bis zum Finale erhalten bleibt. Einziger Wermutstropfen ist der nicht ausreichend beschriebene Ausgang für den Täter, hier wird das Gerechtigkeitsempfinden des Lesers nicht wirklich befriedigt. Das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau. Deshalb gerne volle fünf von fünf "Überredungskünstlern", die man nie am Telefon haben möchte.
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am 12. Mai 2016
Joe O`Loughlin ist Professor für Psychologie und wird zu einem Fall zu Hilfe gerufen.

Eine Frau steht auf einer Brücke und ist kurz davor, sich in den Tod zu stürzen. Das Ungewöhnliche daran: Sie trägt nur High-Heels, außerdem hat sie ein Handy am Ohr. Die Frau scheint sehr verstört und springt schließlich in den Tod. Joe O`Loughlin ist sofort klar, dass dies kein gewöhnlicher Selbstmord war.

Kurz darauf wird eine enge Freundin der Verstorbenen erfroren aufgefunden – bis auf die Schuhe nackt an einen Baum gefesselt und ebenfalls mit einem Handy in der Hand. O`Loughlin begibt sich mit Hilfe von Detective Inspector Vincent Ruiz auf die Suche nach dem brutalen Täter und stößt dabei nicht nur auf erschreckende Szenarien und menschliche Abgründe, sondern muss nach und nach erfahren, dass auch er und seine Familie in höchster Gefahr schweben.

Persönliche Meinung:

Die Geschichte fängt gleich rasant an, und der Spannungsbogen hält sich bis zum Schluss. Man fiebert bis zu den letzten Seiten mit. Ich war richtig fasziniert und konnte mich auf nichts anderes mehr konzentrieren, als aufs Lesen.

Besonders ins Auge gefallen sind mir hier die Dialoge, die trotz aller Gefahr teilweise immer noch eine Spur von schwarzen Humor enthalten, und durch die Intelligenz der Beteiligten bestechen.

Joe O`Loughlin überzeugt vor allem durch seine Menschlichkeit. Er ist kein Held der Superklasse, sondern hat auch Schwächen, die ihm bei der Lösung des Falls immer wieder im Weg stehen, weshalb er einem sehr sympathisch erscheint.

Dies war mein erstes Buch von Robotham und ich werde mit Sicherheit nach und nach auch die anderen Teile von Joe O`Loughlin mit viel Freude lesen
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am 12. August 2015
"Dein Wille Geschehe" war mein erster Roman dieses Autors und ich muss sagen: Der Schreibstil gefällt mir wirklich sehr gut. Er zieht einen förmlich in den Text hinein und versteht es zu fesseln. Die Geschichte ist sehr interessant, die Charaktere gut gezeichnet. Einen Punkt Abzug gibt es, da ab der Hälfte des Buchs schon klar war, wer der Mörder ist. Die Spannungskurve ist für mich danach leider etwas abgeflacht. Aber das ist wohl Geschmackssache und muss ja nicht jedem so ergehen.
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am 17. Oktober 2014
Ein durchweg spannendes Buch, obwohl Täter und Motiv relativ früh bekannt sind. So flüssig und interessant geschrieben, daß ich es kaum aus der Hand legen wollte
Gekonnt beschreibt der Autor, wie ein Mensch anderen Menschen durch Manipulation Schaden zufügt, milde ausgedrückt.
Erschreckend zu lesen ist, wie ein Mensch zu Derartigem fähig sein kann durch bestimmte Erlebnisse, bzw. wie er dazu gemacht werden kann, wie es dazu kommen kann, daß er so etwas anderen Menschen antut.
Gut dargestellt und nachvollziehbar sind die Gefühle und Reaktionen der Opfer.
Ich hoffe, Michael Robotham hat noch lange gute Ideen.
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am 18. Oktober 2013
... so könnte man in Sprichwortanlehnung Lesepräferenzen im Genre Crime and Mystery definieren. Einer mag saftig-blutige Details und Schockeffekte, um sich zu gruseln, Andere ziehen den wohligen Schauer aus feinsinnigen Beschreibungen des Alltäglichen und durchaus Möglichen, beziehungsweise aus den sensiblen Abweichungen davon.

Michael Robotham spielt mit Letzterem und präsentiert es in einer unaufgeregten, beinahe nebensächlich wirkenden Art und Weise. Auch in diesem Psychothriller lässt er keine voyeuristischen Ausblicke auf noch nie dagewesene Sensationen zu, aber auf eben durchaus denkbare Tragödien in den Familienstrukturen der handelnden Personen. Wer sich darauf einlassen kann, den erwartet ein subtiles Frösteln, wenn man Zeuge des Duells zwischen einem destruktiven Täter, der die Seelen seiner Opfer demontiert, zerstört, zerbricht und dem Psychotherapeuten Joe O'Loughlin, der aus Profession und Passion das Gegenteil bewirken will. Dabei ist er immer Mensch, mit Stärken, aber auch Schwächen und einer belastenden, unheilbaren Erkrankung. Also, kein Wunderwissenschaftler, kein Überfliegerpathologe oder Arzt, wie er als "Held" in anderen Thrillern, anderer Autoren zu finden ist. Aber das hieße, Äpfel mit Birnen zu vergleichen!

Spannung entsteht hier nicht durch überraschende Wendungen, sondern in der allgegenwärtigen Frage, was ist noch möglich und wie? Schaffen es die Guten rechtzeitig? Denn alles ist denkbar und wahrscheinlich. Nervenkitzel nicht durch Sein, sondern mehr durch Fehlen (falls das einen Sinn ergibt). Wer knallharte Action sucht, ist hier verkehrt, wer aber an sich zarte Gänsehaut züchten möchte und das heute im Zeitalter des Overkill-Entertainments noch kann, sollte diesen Roman lesen!
(T)
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