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Kundenrezensionen

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am 4. März 2010
Wieder einmal ist Sophie Kinsella ein phantastisches Buch gelungen.
Vor allem bewundernswert ist dabei die völlig neue Idee, die der Geschichte zugrunde liegt: Ihre alte, soeben verstorbene Tante Sadie, die der guten Lara erscheint, um sie anfangs vor allem zu nerven und ihr ohnehin schon kräftig durchgeschütteltes Leben noch mehr durcheinander zu bringen, die sich aber dann als echter Glücksfall für Lara erweist und sie zuguter Letzt auf den richtigen Weg bringt.
Ein Thema, das viel Melancholie mit sich bringt, und dennoch gelingt Sophie Kinsella einmal mehr eine wunderbare Komödie mit einem maßgeschneiderten Happy End.
Ganz hervorragend, ich kann das nächste Buch der Autorin gar nicht mehr erwarten!
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Wer geht schon zur Beerdigung einer Großtante, die er nicht kennt? Lara Lington wird das tun, weil es sich so gehört und ihre Familie darauf Wert legt. Brauchen kann sie solche Einlagen gerade gar nicht, denn in ihrer Firma läuft es momentan nicht so gut, da ihre Freundin und Miteigentümerin lieber Urlaub macht als arbeitet. Ihr Freund hat sie ebenfalls gerade verlassen, so dass ihr Leben nicht nach rosa Sonnenschein aussieht.
Da begegnet ihr Sadie Lancaster, ihre Großtante, zu deren Beerdigung sie gerade ist, auf dem Friedhof als Geist, als 23 Jahre junge Frau. Erst kann Lara das nicht wirklich realisieren, aber Sadie lässt an dieser Tatsache keinen Zweifel, hat sie doch einen Wunsch. Sie möchte, dass Lara ihre Perlenkette sucht, an die sie sehr hängt.
Von dem Moment an wird nichts mehr sein wie es war...

Sadie Lancaster ist tot. 105 Jahre hat sie gelebt und nun wurde es Zeit, zu gehen. Aber wirklich gegangen ist sie nicht, sie erscheint ihrer Großnichte als Geist und bringt das Leben derselben ein wenig auf Trab.
Sadie ist 23 und hat Lust aufs Leben, will einige Dinge gern noch einmal tun, dafür braucht sie Lara. Sie hatte nie geheiratet, weil ihre große Liebe vor Jahren verschwunden war und eine neue gab es für sie nicht.
Nun bringt sie Lara dazu, erst einmal die Einäscherung zu verhindern, könnte ja sein, dass sie keinen natürlichen Tod gestorben ist. Sie war doch erst 105.

Sadie "zwingt" Lara, einen wildfremden Mann um ein Date zu bitten, was er auch annimmt. Er hatte keine Wahl, Sadie stand genau hinter ihm und brüllte ihm ins Ohr. So macht Sadie es mit allen, bei denen sie ihren Willen durchsetzen will, sie brüllt ihnen ins Ohr und die jeweiligen Personen "gehorchen".
Ein Date ohne Tanzen geht natürlich nicht, auch wenn es eine Bar ist, in der sie sich befinden, es wird Charleston getanzt, den mochte Sadie immer am liebsten.

Was für ein Buch.
Der Geist von Sadie tanzt in Laras Leben und krempelt dieses vollkommen um. Humorvoll und voller Charme wird eine Geschichte erzählt, die von verpassten Gelegenheiten handelt und von Missverständnissen. Eine Liebe, die nicht sein sollte, wurde jahrelang falsch gedeutet. So wird nicht nur Laras Leben verändert, auch Sadie wird einige Dinge aus einer völlig neuen Perspektive sehen.
Lara und auch Sadie sind zwei Protagonistinnen, die man einfach ins Herz schließen musste. Zwei so unterschiedliche Frauen, zwischen denen Jahre liegen, machen gemeinsame Sache und bringen erstaunliches zutage.

Während der Lektüre funktionierte mein Kopfkino ganz hervorragend. Ich hatte immer Sadie in der Peilung und stellte sie mir vor, wie sie den Leuten ihre eigene Meinung zu deren machte und amüsierte mich dabei köstlich.

Das ist ein ganz anderes Buch als die Bücher der Autorin um Becky Brandon, der Shoppingqueen. Humorvoll geschrieben und doch zum Nachdenken anregend. Verpasste Chancen und Gelegenheiten und der Gedanke an den Tod sollten eigentlich keine humorvolle Lektüre sein, sind sie aber in diesem Buch. Ich habe mich mit dem Buch wundervolle Stunden lang unterhalten und war ein wenig wehmütig, als ich von den beiden Frauen Abschied nehmen musste.

Ein wundervolles Buch für unterhaltsame Lesestunden, das ich gern weiterempfehle.
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am 27. Oktober 2010
Lara soll mit auf die Beerdigungsfeier ihrer Großtante Sadie, worauf sie gar keine Lust hat, da sie die Frau gar nicht kannte. Widerwillig fügt sie sich dem Drängen der Eltern und geht mit. Die Feier ist sehr trist, nicht einmal Blumen gibt es. Plötzlich und unverhofft, spricht eine Stimme während der Feier mit Lara. Ihr kommt es eigenartig vor, die Verwandten denken, sie ist verrückt. Lara bemerkt, dass dies der Geist von Ihrer verstorbenen Großtante ist. Und sie hat eine Bitte bzw. Forderung an sie: Lara soll Sadie ihre Libellenhalskette beschaffen. Der Geist sieht nur Lara. Sadie (Geist) mischt sich ab sofort in Laras Leben ein und will ihren Kopf durchsetzen. Dadurch gelangt Lara öfters in verzwickte Situationen, aber auch hilfreich ist ihr Sadie manchmal...

Zuvor weggenommen: ich bin begeisterter Sophie Kinsella Fan und habe alle ihre bisherigen Bücher gelesen. Als ich sah, es gibt ein weiteres Buch, kaufte ich es mir, allerdings war ich vom Abriss auf dem Buchrücken nicht überzeugt. Das Thema ist mir eigentlich für so eine Richtung wie Sophie Kinsella sie schreibt nicht sehr geeignet, auch bin ich persönlich noch nicht über das leider vor kurzem passierte Ableben meiner lieben Oma ganz hinweg. Jedoch dachte ich, wir versuchen es - und ich bin von dem Buch absolut begeistert. Ehrlich gesagt, ich finde, es ist traurig, dass es vorbei ist. Mir ist Lara mit ihrer Sadie sehr ans Herz gewachsen und ich finde es echt schade, dass es keine weitere Folge gibt (Oder plant S. Kinsella einen weiteren Teil, in dem Sadie wieder da ist?). Sophie Kinsella hat in einem ganz locker-lustigen Stil geschrieben. Einige Passagen waren etwas überzogen, wenn man bedenkt, man wäre an Laras Stelle - da hätte man manch Forderung von Sadie bestimmt nicht vollzogen (z. B. Verkleidung und Make-up - mir wäre es bestimmt zu peinlich gewesen). Ich hab das Buch verschlungen und mich so an Lara uns Sadie gewöhnt, dass ich sie vermissen werden. Super Buch! Trauriges Ende mit glücklicher Liebe. Auf jeden Fall zu empfehlen.
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am 21. September 2009
Geistreich, im wahrsten Sinne des Wortes, unterhält uns Bestsellerautorin Sophie Kinsella auf knapp 500 Seiten mit ihrem neuesten Werk. Sadie Lancaster, 105 Jahre jung und gerade gestorben, wirbelt das Leben ihrer Großnichte Lara Lington komplett durcheinander und bringt den Wind der Goldenen Zwanziger ins London des 21. Jahrhunderts.

Lara Lington durchlebt gerade eine schwierige Zeit. Nachdem ihre Geschäftspartnerin nicht aus dem Urlaub zurückgekehrt ist und sie mit dem Büroablauf allein gelassen hat und ihr Freund Josh sich von ihr getrennt hat, sieht es finanziell übel aus für die junge Frau, die Rechnungen stapeln sich. Als dann noch ihre Großtante Sadie stirbt und sie diese während der Beerdigung auf einmal hören und sehen kann, zweifelt nicht nur ihre Familie an ihrem Verstand. Sadie kann und will nicht glauben, dass sie tot ist und ohne ihre geliebte Libellenkette beerdigt werden soll. Lara soll ihr helfen, die Kette wieder zu finden. Doch damit nicht genug. Sadie, jetzt wieder 23 Jahre jung, verknallt sich in den attraktiven Ed und fordert Lara auf, sich mit ihm zu verabreden. Ein Date mit einem Geist, ein Date zu dritt - kann das gutgehen?
Und dann staffiert Sadie Lara auch noch Twentieslook aus, Sara ist begeistert, Lara eher weniger. Aber ihr Versprechen, die Kette zu finden, lässt sie alles auf sich nehmen und so macht sie sich auf, Ed zu treffen, mit Feder im Haar, Flapperkleid und natürlich Sadie als geistlichen Beistand im Schlepptau. Ein turbulenter Abend mit interessantem Ausgang nimmt seinen Lauf. Wird Sadie Lara im Gegenzug helfen, Josh zurück zu gewinnen? Und wer tanzt letztendlich den Charleston? Wie geht Laras Familie mit dem Ganzen um? Eine Reihe sehr lustiger Verwicklungen nimmt seinen Lauf, denn wie unterhält man sich in der Öffentlichkeit am Unauffälligsten mit einem Geist, vor allem wenn dieser so nervig wie Sadie ist?

Mit "Charleston Girl" legt Sophie Kinsella einen filmreifen Bestseller vor, der das Herz zutiefst berührt. Mit ihren zwei weiblichen Protagonistinnen bringt sie uns zwei sehr eigensinnige Frauen näher, die alles für die Erfüllung ihres Herzenswunsches tun und dabei nicht erkennen, dass das Wesentliche meist viel näher ist. Der Geist Sadie sieht die Neuerungen des 21. Jahrhunderts und die Beziehung zwischen Mann und Frau sehr skeptisch und hätte gern alles so wie damals, 1927, in ihrem glücklichsten Lebensjahr. Doch Lara bringt ihr nach und nach einige Vorteile der heutigen Zeit näher. Die Nebendarsteller der Geschichte machen ebenfalls eine Entwicklung in der Geschichte durch, so dass es durchweg mitreißend bleibt.
Die Autorin kritisiert auf leichte leichte unterhaltsame Art und Weise die Vereinsamung in den Familien und mahnt, dass die alten Werte durchaus auch noch ihren Platz in der heutigen Gesellschaft haben und nicht in Vergessenheit geraten sollten. Aber all dies tut Kinsella nicht mit dem Zeigefinger, sondern verpackt ihre Botschaft in eine wundervolle Geschichte, die an ein Märchen erinnert, aber durchaus Tiefgang bietet. Für alle, die Tante Dimity lieben!
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am 23. September 2009
Was für ein vergnüglicher Hörspaß!!! Bei Lara Lington läuft es gerade nicht sehr gut - der Freund hat sich von ihr getrennt und ihre Partnerin bei einer kleinen Headhunter-Firma kommt kurzentschlossen nicht aus dem Urlaub zurück, obwohl der Laden sowieso nicht besonders gut da steht.
Laras Großtante Sadie ist in einem Altersheim gestorben und obwohl Lara sie nicht kannte, zwingt ihre Familie sie, an der Beerdigung teilzunehmen. Dass ihr Leben dadurch völlig auf den Kopf gestellt wird, kann Lara nicht ahnen.
Sadie Lancaster, die stolze 105 Jahre alt geworden ist, erscheint Lara bei ihrer Beerdigung als Geist in Gestalt eines junden Mädchens. Sie sucht verzweifelt ihre Halskette und will noch einmal richtig Spaß haben - Charleston tanzen, flirten und ein aufregendes "Leben" führen. Dazu braucht sie Laras Hilfe.
Lara versucht verdattert, dem Geist zu helfen und verabredet sich plötzlich mit einem wildfremden Mann, den Sadie toll findet, und bricht in das Haus ihres Onkels ein, um nach der Kette zu suchen. Die Ereignisse nehmen unerwartete Wendungen und Lara und Sadie werden mit der Zeit richtige Freundinnen. Aber mit der Liebe haben die beiden so ihre Probleme und Laras Leben wird turbulenter als jemals zuvor...

Die Zeit beim Hören dieses Buches verging wie im Flug! Und die Tatsache, dass Sadie ja ein Geist ist, war für mich irgendwie total "normal", obwohl ich solchen Dingen in Büchern oft skeptisch gegenüber stehe.
Ich habe allerdings mehrmals überlegt, ob ich wohl beim Lesen genauso viel Spaß gehabt hätte wie beim Lauschen. Denn Maria Koschny liest die Geschichte so spritzig, dass man die 3 CDs am liebsten in einem Rutsch angehört hätte und sich absolut einfangen lässt vom Geschehen und von Maria Koschnys Stimme :-)
Da ich den Roman nicht gelesen habe, kann ich über die Kürzungen nichts sagen, aber ich hatte nicht das Gefühl, das irgendetwas wichtiges fehlen würde.
Der Roman bietet alles, was man sich wünschen kann - er ist vergnüglich, romantisch, spannend, witzig und einfach "verzaubernd". Absoluter Hörgenuss dank einer tollen Geschichte und einer super Sprecherin!!!
Für mich ein Highlight in diesem Jahr :-)
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am 10. Februar 2014
Leichte Lektüre für Kinsella-Anhänger.
Es macht wirklich viel Spaß es zu lesen, jedoch habe ich mir ein wenig mehr erwartet.
Es hat Charme und Witz, konnte mich jedoch nicht so mit reißen wie andere Ihrer Bücher.
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am 9. September 2010
Ich liebe Sophie Kinsella und konnte es daher kaum erwarten bis ich Charleston Girl in den Händen hielt. Obwohl ich auch ein großer Fan von Becky bin hat es Charleston Girl doch geschafft mein Lieblingsbuch von Kinsella zu werden.

Es geht um die junge, etwas naive Lara die sich kurz vor Überschreiten der 30 mit ihrer Freundin Natalie als Headhunterin selbstständig gemacht hat. Ein Job für den die gutmütige Lara so gar nicht geschaffen ist. Zu allem Überfluss erscheint ihr auf der Beerdigung ihrer mit 105 Jahren verstorbenen Großtante Sadie deren 23jähriger Geist, der dringend Hilfe bei der Suche nach einer verschwundenen Halskette braucht.

Sadies Überzeugungskraft (die vor allem aus lautem Schreiben besteht) bringt Lara schließlich immer wieder dazu zu tun, was Sadie geplant hat. Auch ihre "Stellvertreterin" zu sein, als Sadie sich unsterblich in einen gutaussehenden Geschäftsmann verliebt.

Das Buch war, wie man es von Sophie Kinsella gewohnt ist, wieder einmal urkomisch. Diesmal war aber auch eine nachdenkliche Komponente dabei. Am Schluss habe ich sogar ein paar Tränchen verdrückt, weil es doch ein bisschen traurig war aber trotzdem mit einer positiven Botschaft geendet hat.

Also ich kann es nur empfehlen und warte schon sehnsüchtig auf den nächsten Kinsella.
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am 23. September 2010
Inhalt:
Lara Lingtons Leben läuft gerade aus dem Ruder: Ihr Traummann hat sie verlassen und ihre Geschäftspartnerin ist aus dem Urlaub nicht zurück gekommen. Jetzt muss sie sich ganz alleine durchschlagen und versuchen ihr Leben zu leben, als plötzlich ihre Großtante Sadie Lancaster im unglaublichen Alter von 105 Jahren stirbt. Die Beerdigung verändert jedoch alles, denn Lara erscheint plötzlich der Geist ihrer Tante, allerdings ist der Geist erst 23 Jahre alt und will unbedingt eine Kette wiederhaben. Nachdem sie mit einem Mordverdacht die Einäscherung stoppen kann, ist der Geist ihrer Großtante stets an ihrer Seiten und stellt ihr Leben komplett auf den Kopf. Aus unerklärlichen Gründen kann die Großtante ohne diese eine Kette nicht ihre letzte Ruhe finden und Lara muss sich mit Geheimnissen und sich selbst auseinandersetzen. Zwar ist Sadie ziemlich chaotisch, aber ein Mädchen das die Zwanziger im Blut hat, kann eben nicht anders. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach der Kette und stolpern über Ex-Traummänner, neue Männer und ein neues Lebensgefühl. Die zwanziger werden neu aufgelegt und zeigen ein neues Lebensgefühl. Und gerade, als sie sich aufeinander eingespielt haben und die beiden Freundinnen werden, taucht die Kette auf und ein Familiengeheimnis wird gelüftet.

Meine Meinung:
Oh mein Gott! Das Buch hat mich beeindruckt! Am Anfang, muss ich zugeben, habe ich unter dem Titel Charleston Girl etwas ganz anderes verstanden und natürlich auch erwartet, und dann kam dieses Buch, das von Seite zu Seite besser wurde.

Das Cover hat mich zuerst nicht so angesprochen, weil es ein bisschen altmodisch erschien und ich auch nicht ahnen konnte, was dahinter steckt. Doch jetzt, wo ich das Buch zugeklappt und ausgelesen habe, macht alles einen Sinn, und es passt einfach.

Ich muss sagen, Sophie Kinsella hat mit diesem Roman genau meinen Nerv getroffen, meinen Humor und mein Herz berührt. Und je mehr sich das Buch dem Ende näherte, hatte ich ein Satz im Kopf:

"Leben ist, was uns zustößt, während wir etwas ganz anderes geplant haben!"

Ich glaube, es gibt fast nichts, was das Buch besser beschreibt. Lara Lington, ein Charakter zum verlieben. Ein tollpatschiges Mädchen mit dem Gespür für perfektes Danebenbenehmen und Auffallen. Absolut liebenswürdig und mit Liebe zum Detail beschreit Kinsella ihre Protagonistin und schafft ein Mädchen wie dich und mich, dass sich mit dem Leben rumschlägt. Der Freund macht Schluss, von der besten Freundin im Stich gelassen, und dann noch ein Geist.

Dieser Geist, Sadie, eine unglaubliche Person, die mir am Anfang unglaublich unsympathisch war. Was für eine Zicke und absolut den Charakter einer 105-jährigen, frustrierten alten Frau, die ihren Willen durchsetzen will. Doch, je mehr sich die beiden anfreunden, umso merkt man, dass Sadie nicht anders kann, denn sie kommt aus einer anderen Zeit und ist in 'friedlicher Mission'. Das sie mit dem Suchen nach der Kette, nicht nur ihre letzte Ruhe findet, sondern auch das von Lara auf den Kopf stellt, ist ihr nicht bewusst, und augenscheinlich auch egal. Doch, soviel Chaos sie auch verbreitet, umso stärker leitet sie hinterher alles in die richtigen Bahnen und gar nicht so egoistisch wie gedacht.

Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. Aus Sicht von Lara macht das Buch natürlich auch einen guten Eindruck, weil man sich selbst fühlt wie Lara und jedes Mal den Kopf mit schüttelt. Sophie Kinsella schafft es aber auch, einen natürlichen Charakter in einen normalen Alltag einzubetten, mit etwas besonderem. Der Schreibstil ändert sich, wenn Sadie redet, und man kann gut trennen, wer gerade was sagt oder macht. Und allein durch ihre Worte kann sie zwei Charaktere voneinander abtrennen und ihnen unglaublich viel Individualität geben.

Die Geschichte wird nie langweilig, denn ständig passiert etwas Neues und Unerwartetes. Es wird spannend, romantisch, brisant, halsbrecherisch und vor allem nicht langweilig! An manchen Punkten passiert ziemlich viel parallel, aber eine Geschichte zieht sich durch das ganze Buch. Der Rote Faden bleibt bestehen. Die ganzen Nebenhandlungen sind unglaublich komplex und spiegeln das wahre Leben wieder, denn niemand lebt nur in seiner eigenen kleinen Welt. Man lernt die Familie von Lara kennen, in der jeder seine eigenen kleinen Macken hat, und in der bewusst auch Klischees bedient werden. Die überfürsorglichen Eltern, der abgehobene, reiche Onkel, die verwöhnte Cousine, die besserwisserische Schwester... und mittendrin Chaotin Lara, die es durch Sadie einmal allen zeigen kann und schließlich zu sich und ihrer wirklichen großen Liebe findet.

Der Titel Charleston Girl passt in meinen Augen besser, als der Originaltitel, was ich nur selten sage, äußerst selten. Twenties Girl, beschreibt zwar auch, worum es geht, aber Charleston Girl trifft es auf den Punkt. Sie tanzen Charleston, sie tragen Charleston Kleider und benehmen sich wie echte Charleston Girls. Natürlich ist das ein Teil der Twenties gewesen, aber eben etwas spezielles. Obwohl Charleston absolut altbacken ist, kann Lara dadurch ein neues Lebensgefühl entwickeln und etwas neues entdecken und zu sich selbst zurück finden. Sie lernt das Leben zu schätzen und merkt, dass es mehr gibt, als das Hier und Jetzt. Wenn es auch das ist, was am Ende zählt, so können wir uns doch aus anderen Zeiten bedienen und uns unsere Gegenwart verschönern.

Sie probiert Neues aus und lernt Neues kennen. Sie lernt, dass man nicht immer an altem festhalten darf um sein Glück zu finden. Das Buch appelliert stark an unser Gewissen, vor allem das Ende, das noch einmal alles zusammenfasst. Wir sollten uns mehr um unsere Familie kümmern, auch wenn manche davon alt und in Pflegeheimen sind. Wir müssen Menschen das Gefühl geben, etwas zu hinterlassen und im Gedächtnis zu bleiben, wenn sie gehen. Wir müssen Beziehungen pflegen und nicht nur daran arbeiten. Eine Beziehung, in der einer mehr gibt, als der andere, kann nicht für immer halten. Und fremde Menschen, die auf den ersten Blick unsympathisch wirken, können zur Liebe unseres Lebens werden. Nur weil etwas alt ist, ist nicht gleich altbacken; Es kann immernoch Spaß machen, gut aussehen und Schwung ins Leben bringen - wenn man sich nur traut.
Ein frischer und bezaubernder Roman, den ich jedem empfehlen kann, der Schmunzeln möchte, manchmal herzhaft Lachen oder eben den Kopf schütteln möchte. Ein abwechslungsreiches Buch, dass durch Echtheit besticht und alles ziemlich wirklich ist, bis auf den Geist.

Wenn dieses Buch verfilmt werden würde, würde ich mir wirklich freuen! Jetzt werde ich mir weitere Bücher der Autorin holen, denn wie sie schreibt, berührt mich!
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am 9. März 2016
Inhaltsangabe:
Für alle Kinsellaholics! Lara Lington könnte etwas Ablenkung gut gebrauchen: Ihr Freund hat sie verlassen, ihr Job ist ein Katastrophengebiet und ihre Familie ein Fall für sich. Dann taucht auch noch eine junge Frau auf, die Laras Leben restlos auf den Kopf stellt: Sadie Lancaster, ein Wirbelwind mit Federboa und einer Vorliebe für Charleston. Sadie hat nur ein Problem: Sie ist der Geist von Laras Großtante und gehört eigentlich in die Zwanzigerjahre. Nun ist sie ins London der Gegenwart geraten, wo sie nach einem Mann zum Flirten und nach einer verschwundenen Perlenkette sucht. Und für beides braucht sie Laras Hilfe.

Es ist erst mein zweites Buch von Sophie Kinsella, aber ich fand ihren Schreibstyl mal wieder sehr erfrischend. Ich kam super in das Buch rein und konnte damit gut mein Wochenende füllen.
Die Story war ziehmlich gut ausgearbeitet. Ich wurde von Emotionen nur so überrannt und und habe viel gelacht und zum Ende hin auch geweint. Eine echte Gefühls-Achterbahn. Allserdings hatte die Story auch einen leichten Krimi-Touch, der die Spannung bis zum Schluss hochhielt. Mit ein klein wenig Love-Story einfach ein rundes Buch, dass mich sehr gut unterhalten hat.
Allerdings hat mich ein Punkt gestört: und zwar das der Krimiteil zeitweise in den Hintergrund gedrängt wurde und dann zum Schluss etwas zu schnell ausgelöst wurde. Das finde ich etwas schade. Deswegen der eine Stern abzug.
Nun zum Schluss die Protagonisten. Lara war mir an sich sehr sympathisch. Kam mir aber in manchen Situationen für ihr Alter etwas Naiv vor. Da hab ich das ein oder andere mal die Augen verdreht. Sadie kam mir anfangs etwas nervig und ziehmlich egoistisch vor. Es viel mir schwer mich an sie zu gewöhnen. Aber es war immer lustig, wenn sie Lara aus dem Konzept gebracht hat. Am Ende hatte ich aber beide in mein Herz geschlossen.
Also wer noch ein Buch für zwischendruch sucht, hier ist er genau richtig!
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am 15. Dezember 2010
Am Anfang bin ich nur schwer in die Handlung reingekommen. Der Anfang war etwas zäh und mit Lara bin ich nur langsam warm geworden. Das wurde aber zum Glück besser und ab der Hälfte konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die Suche nach der Perlenkette und die damit verbundenen Entdeckungen fand ich sehr spannend zu lesen und ich habe mich sehr amüsiert dabei. Besonders über die Folgen für den Onkel von Lara. Das war auch die Teilhandlung, die mich an dem Buch am meisten begeistert hat. Und die mitschwingende Botschaft, dass man sich mehr um seine Verwandten kümmern sollte.
Etwas bedauerlich fand ich, dass am Schluss nicht erwähnt wurde, wie Lara dann ohne übersinnliche Hilfe klarkommt. Immerhin hätte sie es ohne nicht dahin geschafft, wo sie am Ende des Buches steht. Aber dafür war die Gedenkfeier sehr rührend beschrieben.
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