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Kundenrezensionen

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am 29. Juni 2010
Wenn man, so wie ich im Moment, bei den zuletzt gelesenen Büchern immer wieder den gewissen Kick vermisst hat und keinesfalls mehr mit der gewählten Lektüre zufrieden sein kann, greift man gern auf etwas zurück, was Sicherheit bietet; Sicherheit, wieder zum Lesevergnügen zurückzufinden. Für mich ist Bill Bryson ein Autor, bei dem ich mich garantiert entspannt zurücklehnen kann und der mir genau so garantiert immer mal wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Dabei interessiert nicht einmal, über WAS er schreibt, sondern eher WIE er dies tut. Der Mann vermittelt das Gefühl, er säße mir gegenüber in einem Sessel und unterhalte mich kurzweilig über die ihn jeweils interessierenden Themen. Nicht als Wissenschaftler, nicht als recherchierender Autor von Sachbüchern, nicht als Spezialist - sondern als Mensch. Und damit bin ich auch schon beim Shakespeare-Punkt -

Wer hier eine fundiert wisschaftlich-biografische Abhandlung erwartet, liegt falsch. Nicht, dass Bryson rechercheunfähig ist, aber ein Historienforscher ist er nicht. Beispielsweise ist nicht richtig, dass die englische Armada keinerlei Verluste im Seekrieg gegen Spanien hatte und auch nicht, dass die englischen Boote einfach die Besseren waren (dies nur am Rande). Er ist ein Geschichtenerzähler und in diesem Buch erzählt er die Geschichte von einem Mann, der aus völlig ungeklärten Hintergründen eines Tages der wichtigste Literat und Stückeschreiber Englands, wenn nicht der Welt, werden sollte. Und er erzählt, dass man über diesen Mann so gut wie nichts weiß. Für das, was er zu sagen hat, muss man nicht zwingend alle Stücke durchdiskutiert und zerlesen haben. Vielleicht liest er sie einfach und genießt, was er liest? Und vielleicht kam ihm dabei in den Sinn sich zu fragen, welch genialer Geist sowas niederschrieb? Und vielleicht wollte er seine Fragen und Antworten dann einfach dem Leser mitteilen - gegenüber in einem Sessel?

Das Buch hat mich entführt in eine längst vergangene Zeit, hat meine Vorstellung von dieser Zeit bestätigt und neue Puzzle-Teile hinzugefügt und meine Lust aufgefrischt, mal wieder zu einem guten alten Shakespeare zu greifen - zu einem anderen genialen Erzähler, bei dem ich mich garantiert entspannt zurücklehnen kann und der mir genau so garantiert immer mal wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
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am 6. Juni 2010
... hätte als Titel wohl besser gepasst. Am Anfang des Buches betont der Autor, dass es über Shakespeare nur eine Handvoll gesicherte Fakten gibt, was sich dann auch im Buch bemerkbar macht. Bryson schreibt sehr ausführlich (für mich ein bisschen zu weitläufig) über den Hintergrund der Person Shakespeare, heißt: die Familie, das Land, die Lebensumstände, London und die Rolle des Theaters in diesem Zeitalter... Er verweist nur gelegntlich auf Shakespeare selbst.
Sollte man sich also eher für die Lebensumstände und weniger für die Person selbst interessieren, ist dieses Buch absolut geeignet.
Ich selbst habe es jedoch nach der Hälfte weggelegt, da es mir zu weitschweifend und langatmig wurde. Dieses Buch hat meiner Meinung nach nur bestätigt, dass es über Shakespeare wenig Nachgewiesens zu sagen gibt.
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TOP 500 REZENSENTam 27. Februar 2015
Über Shakespeares Leben ist nur sehr wenig überliefert. Manch einer fragt sich sogar, ob es ihn überhaupt gab. Nur seine wunderbaren Theaterstücke sind weltweit bekannt, was wir den Herren Heminges und Condell verdanken, die kurz nach Shakespeares Tod (dann muss es ihn wohl doch gegeben haben!) seine Werke gesammelt und in einem aufwendigen Folioband veröffentlicht haben.
Aber wann er genau geboren ist, wo er wann gelebt hat, wann er welches Stück geschrieben hat ist nicht belegt und somit blanke Spekulation.

So erklärt uns Bill Bryson in diesem Buch auch zunächst einmal ausführlich, was man über Shakespeare alles nicht wissen kann und warum. Selbst sein Name ist nicht klar belegt, gibt es doch zahlreiche Varianten. Vielleicht hieß er auch Willm Shaksp.
Und da, wie jetzt hinlänglich bekannt ist, ein gewisser Unsicherheitsfaktor in allen Belangen herrscht, kreist Herr Bryson das Thema ein. Er erzählt wirklich humorvoll und unterhaltsam über die elisabethanische Zeit, das Leben in London, geprägt von Armut, Hungersnot und Pest, das Theaterleben, beliebte Schauspieler und diverseste Stückeschreiber. Er hat sogar Anekdoten über Königin Elisabeth persönlich auf Lager. Nur Shakespeare selbst kommt fast nicht vor. Kein Wunder, man weiß ja nichts.

Dennoch heißt dieses Buch „Shakespeare wie ich ihn sehe“ und weckt damit Erwartungen. Leider lässt sich Bill Bryson nicht auf Mutmaßungen ein, hält sich strikt an die Fakten und hinterlässt damit den Eindruck: Tja, dann sieht er ihn wohl nicht, schade. Wenigstens hat er ihn akribisch gesucht. Er beweist hier wirklich umfangreiche Recherche und er liebt Statistiken (endlich reelle Zahlen!) Beispielsweise haben Gelehrte bewiesen, „dass Shakespeares Werke 138 198 Kommata enthalten, 26 794 Semikola und 15 785 Fragezeichen, dass 401-mal in seinen Stücken von Ohren gesprochen wird, …dass seine Charaktere „love“ 2259-mal, „hate“ aber nur 183-mal erwähnen, dass er „damned“ 105-mal verwendete und „bloody“ 226-mal …“

„Shakespeare wie ich ihn sehe“ ist ein nettes Buch, informativ und unterhaltsam, leider ist hier Shakespeare nur Statist.
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Bill Bryson, der Amerikaner mit britischer Wahlheimat, ist ein Spezialist für intelligent und witzig geschriebene Entdeckungen für Land und Leute sowie für Reisebeschreibungen, die den geneigten Leser nach Irland, Amerika, Australien und Großbritannien entführen und dabei derart fesseln, dass er am liebsten gleich seinen Koffer packen und hinterher reisen würde. Dass ihm die Vorstellung interessanter Gegenden dieser Erde aber noch nicht genügt, hat er mit so manchem Buch zwischen seinen Reisen bewiesen, am spektakulärsten war dabei wohl "Eine kurze Geschichte von fast allem", ein Kompendium zu den verschiedensten Wissensgebieten der Menschheit. Mit seinem neuesten Buch "Shakespeare wie ich ihn sehe" (Goldmann Verlag) hat sich Bill Bryson nun in die Vergangenheit aufgemacht und besucht für uns den großen Stratforder Barden und begleitet diesen durch sein ganzes Leben. Bryson streift in der mit 200 Seiten erfrischend kurz gehaltenen Abhandlung viele Lebensstationen und Stücke und all die immer wiederkehrenden Theorien, dass Shakespeare nicht Shakespeare war. Wer also einen profunden und dabei nicht all zu langen Blick auf die Forschung zu Leben und Werk von William Shakespeare möchte, der darf getrost zu diesem Büchlein greifen.
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TOP 500 REZENSENTam 9. August 2014
Es ist bekannt, dass über Will Shkasp so gut wie nichts bekannt ist, außer seinen Werken. Grund genug also, zu spekulieren bzw. die wilden Spekulationen Revue passieren zu lassen. Spannender Einstieg und vor allem ein hervorragendes Eintauchen in die Zeit, in der Shakespeare geschrieben und geschauspielert hat. London war die Metropole schlechthin damals - und Theater mussten ausgelastet sein, Neues bieten, neben Dramen waren auch andere Vorstellungen üblich, härteste Konkurrenz also, gegen die sich Shakespeare durchsetzten musste. Er hatte Feinde, üble sogar, die ihm in Testamenten noch übel wollten. Ein sicheres Zeichen für seinen Erfolg.

Bücher bzw. das Papier war kostbar damals - und deshalb wurde eng, ohne Absätze geschrieben - und klein gesetzt, die Pest schwebte über dem Leben, andauernd, London war eine pulsierende Stadt, die nach dem Sieg über die Spanier zur Metropole eines Weltreiches emporsteigen sollte. Katholiken wurden verfolgt, kamen über die Hintertür ins Land, missionierten, Menschen wurden noch ausgeweidet, bei lebendigem Leib, eine Strafe, die selbst härteste Brüller nicht mehr sehen wollten. Die Menschheit in Knechtschaft von Kirche und den Oberen, bettelnd um etwas Gnade.

Gerne kommt man zurück ins Heute - und umso größer, unbegreiflicher ist die Leistung von Shakespeare.

Ja, Will kürzte seinen Namen oft oder eigentlich immer ab, um nicht zu viel Papier zu verschwenden. Er spielte in seinen Stücken nie die tragenden Rollen, war anwesend, steuernd, mittendrin, eine Ahnung bekommend, was gesagt werden kann - und beeindruckt. Ein Beobachter seiner selbst und der neuen Ideen.
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am 11. Januar 2014
Das Buch ist clever und unterhaltsam geschrieben. Bryson schildert auf amüsante Weise wie wenig wir doch tatsächlich über Shakespeare wissen und das manches, was als Fakt verkauft wird ,wohl doch eher eine Vermutung ist. Gleichzeitig liefert er ein lebendiges Bild der Epoche und vom London diese Zeit. Mein Fazit: Sehr Lesenswert.
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am 30. Juli 2012
Ich bin Fan sowohl von Bill Bryson, als auch von Shakespeare, also mußte ich mir dieses Buch unbedingt zulegen.
Ich denke, das Buch ist ein "echter Bryson", er hat es geschafft, aus fast nichts (an bekannten Fakten über Shakespeare) ein lebendiges Bild dieser Epoche zu malen. Man sieht das mittelalterliche London fast vor sich. Obwohl ich schon sehr viel über diese Zeitspanne gelesen habe, habe ich doch hier einiges neue gelernt und war mehrfach auch ganz überrascht.
Bryson ist einfach ein großartiger Autor (und Lehrer).
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VINE-PRODUKTTESTERam 24. September 2010
Wer war der Mann der uns mit so vielen Stücken beglückte, die noch heute eine immense Bedeutung haben? Wie kommt es, dass wir über diesen Mann eigentlich nichts wissen, während eine ganze Bibliothek in Washington vor Büchern über ihn nur so platzt? Bill Bryson, der einem schon die ganze Welt erklärt hat, erzählt uns nun von diesem Mann, der sich manchmal "Willm Shaksp" nannte, oder "William Shakespe", nie aber "William Shakespeare, so wie wir es heute tun. Zusammen mit Bill taucht der Leser in eine neue Welt ein und wird begeistert sein!

Mir war entgangen, dass Bryson ein neues Buch geschrieben hatte, also war ich mehr als nur positive überrascht, als ich es plötzlich in den Händen hielt. Bill Bryson weiß, wie man aus staubigen Fakten Geschichten zaubern kann. Mit viel Witz und Charme wird Geschichte spannend. Ich selber wusste über Shakespeare zuvor nicht so viel wie jetzt. Nicht nur, dass ich weiß, dass wir eigentlich nichts über ihn wissen, weiß ich nun auch einiges über die Personen, die meinten Shakespeare zu kennen: Verrückte Amerikaner, die so lange nach Fakten suchen, bis sie unter Verfolgungswahn suchen oder Engländer, die geschichtliche Dokumente klauen.

Der Schreibstil ist klasse, wie bei jedem Buch, das Bryson bisher geschrieben hat. Anders aber, als bei seinen anderen Büchern, ist dieses Buch recht entfernt von der Person "Bill Bryson", das ist irgendwie ungewohnt, keine Anekdoten aus seinem Leben zu hören. Das Buch liest sich wie ein guter Aufsatz. Es besteht aus mehreren Kapiteln und liest sich wirklich spannend. Es ist aber keineswegs ein trockender Wissenschaftsaufsatz.

Es ist ein Sachbuch das wirklich Spaß macht zu lesen und das man nur schwer zur Seite legen wird.
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am 26. August 2015
Ein sehr gut übersetztes Buch für alle, die Shakespeare gut, gar nicht oder noch nicht kennen. Viele Informationen, unterhaltsam, aber auch wissenschaftlichen Ansprüchen genügend. Typischer, hier nicht zu flapsiger Bryson-Stil. Quintessenz: Wir wissen eigentlich gar nichts über den großen Autor, außer dass er wirklich einmalig in der Literaturgeschichte ist. Quasi nebenbei eine amüsante Geschichtsstunde über das elisabethanische England, Hypothesen, Verschwörungstheorien und royale Hygiene.
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am 29. September 2011
...darum geht es, salopp gesagt, in Bill Brysons -Shakespeare wie ich ihn sehe-. Der Autor aus Iowa ist wieder einmal genau der richtige Mann, wenn es um die Frage geht: "Stimmt das?". Bryson recherchiert nicht nur gründlich und ist in der Lage auch komplizierte Sachverhalte verständlich zu vermitteln, nein, der gute Mann hat zudem eine äußerst humorige Feder in der Hand, wenn er die wichtigen Dinge des Lebens unter die Lupe nimmt. Und William Shakespeare...also der...der ist ja nun wirklich wichtig. Zumindest in der heutigen Zeit.

Nicht, dass Shakespeare, der 1564 das Licht der Welt erblickte, zu Lebzeiten erfolglos gewesen wäre. Immerhin ist er zu ordentlichem Wohlstand gekommen. So berichten es jedenfalls seine Biografen, von denen sich in knapp 400 Jahren einige angesammelt haben. Was die allerdings so alles zusammengeschrieben haben und, was viel schlimmer ist, einfach erfunden haben, das ist schon ein dickes Ding.

Bill Bryson machen sie da natürlich nichts vor. Der Mann ist schließlich Autor und weiß genau, wie ein ebensolcher gelebt hat(na ja...das vermutet er natürlich auch nur). Doch Bryson zeigt detailgetreu auf, was wir eigentlich wirklich wissen. Das ist, gelinde gesagt, verdammt wenig. Wussten sie zum Beispiel, dass es nur 14 geschriebene Worte gibt, von denen man sich einigermaßen sicher ist, dass der gute William sie eigenhändig zu Papier gebracht hat? Und dazu zählen schon sechs Unterschriften von ihm! Da geht dir Crux schon los. Bis heute gibt es keine Handschriften von Shakespeare. Keine Aufzeichnung eines seiner Stücke in seiner Schrift oder auch nur ein paar Skizzen oder Striche auf Papier. Zudem weiß man über den Menschen Shakespeare so gut wie gar nichts, außer: Das sein Name in ca. 20 verschiedenen Schreibweisen in amtlichen Dokumenten auftaucht und dabei kein einziges Mal "Shakespeare" geschrieben wird. Das sind nur ein paar Kuriositäten, die Bryson zum berühmtesten Dichter aller Zeiten beisteuert. Eine Aufzählung würde den Rahmen sprengen. Natürlich ist Bryson auch den abstrusen Theorien auf der Spur, dass Shakespeare nie gelebt hat.

-Shakespeare wie ich ihn sehe- ist wieder mal ein echter Bryson geworden. Intelligent, clever, witzig, lehrreich und einfach gut geschrieben. Ein Buch, das sich von allein liest. Wer auch nur ansatzweise mal lesen möchte, was 400 Jahre an Zeit mit der Erinnerung an Menschen, Zeiten und Orten anstellen können, dem lege ich Brysons Buch ans Herz. Wer einfach nur gut unterhalten werden möchte, der darf sich die 200 überaus informativen Seiten auch zulegen. Sehr empfehlenswert!
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