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Kundenrezensionen

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VINE-PRODUKTTESTERam 21. August 2011
Dieser Teil ist der 1. von 3 von Justin Cronins Chronik der Welt nach dem Untergang. Der zweite Teil ist für 2012 geplant, auf den dritten werden wir uns bis 2014 gedulden müssen.

Worum es geht:
Ein paar Jahre in der Zukunft: der verzweifelte FBI Agent Brad Wolgast soll für ein geheimes Projekt der US Army Todeskandidaten davon überzeugen, ihren Körper für den Test eines neuen Virus zur Verfügung zu stellen. Am Ende seiner Nerven, vom Leben enttäuscht und innerlich ausgebrannt, denkt Wolgast sich nicht viel dabei. Durch seine Ausstrahlungskraft kann er tatsächlich 12 Todeskandidaten überzeugen, dem Deal zuzustimmen.
Doch seine Einstellung ändert sich, als er ein kleines Mädchen für die Versuchsreihe entführen soll. Amy Harper Bellafonte hat nichts auf der Welt. Ihre Mutter, eine Protituierte, hat einen Mord begangen und der Vater ist seit langer Zeit verschwunden.
Amy hat außergewöhnliche Kräft, ebenso wie eine Nonne, bei der die Unterschlupf fand. Wolgast entwickelt während der rasanten Entführung Gefühle für die Kleine und will sie beschützen.
Dann kommt es zum Schlimmsten...

97 Jahre später: Die Welt ist entvölkert. Befallene Menschen, sogenannte Virals, beherrschen die Nachtstunden. Eine kleine Kolonie Überlebender in Kalifornien konnte sich bisher durch Scheinwerfer schützen, doch die Akkus drohen zu versagen. Auch eine geistige Seuche legt sich über die Bewohner, sie alle träumen den einen Traum eines der 12, die vor langer Zeit von der Army als Waffen eingesetzt werden sollen. Eines Tages steht ein "Walker" vor dem Tor. Amy Harper Bellafonte, kaum gealtert, die die Virals spürt und die die einzige Hoffnung der untergehenden Welt ist. Eine kleine Gruppe bricht auf, um mit Amy nach Colorado zu reisen. Dort, wo alles begann. Und vielleicht alles endet.

Wow... ich bin total geflasht von diesem Buch. Ich habe es jetzt zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres gelesen und bin immer noch hin und weg.
Verzweiflung kriecht durch die Seiten wie zäher Honig. Beginnend mit der Geschichte von Amys Mutter, einer Kellnerin, die aus lauter Verzweiflung und Not auf den Strich geht und schließlich fast vergewaltigt wird. Durch das ganze Buch zieht sich die Hoffnungslosigkeit und das drohende Ende, so dass man fast froh ist, wenn es nach ca. 1 Drittel des Buches endlich soweit ist.
Wolgasts verzweifelten Versuche, Amy zu retten. Die Angst der Bewohner der Kolonie, dass die Lichter eines Tages ausgehen. Der Überlebenskampf der kleinen Gruppe, die zu Fuß halb Amerika durchwandert.

Und zwischendurch immer wieder Hoffnung. Vergebliche, meist, aber ich will nicht zuviel verraten. Sie müssen schon selber lesen. :-)

Ich habe selten von so liebevoll ausgearbeiteten und zerrissenen Figuren gelesen. Kaum eine Person in dem Buch ist nur gut oder böse. Sogar mit dem "Oberbösewicht" hat man Mitleid. Farbenfrohe Figuren sind zahlreich zu finden in diesem Roman. Amy, das kleine Mädchen, das viel zu früh erwachsen werden muss. Die Nonne Lacey, deren Rolle bis zuletzt unklar ist.
Peter, zerrissen zwischen Eifersucht und Liebe. Wolgast, der endlich wieder zum Licht findet. Alicia, die ein Geheimnis mit sich herumrägt. Sara, immer ruhig und ein guter Mensch, doch unglücklich verliebt.
Einfach unglaublich.

Die gesamte Reise der Überlebenden ist super spannend geschrieben und man kann kaum schnell genug lesen, wie man wissen will, wie's weitergeht. Eingestreute E-Mails, Tagebücher und Briefe sorgen für Abwechslung. Die heruntergekommenen und verlassenen Städte werden ausführlich und mit viel Gänsehautfaktor beschrieben.

Ich kann nur empfehlen: Lesen Sie dieses Buch! Ich rate nur zur Lektüre an einem schönen und sonnigen Tag. Sie werden so oder so schlimme Alpträume und eine ziemlich schlechte Stimmung bekommen, wenn Sie das Buch auch noch im Winter lesen........ nicht empfehlenswert. :-)
Lassen Sie sich von der Dicke und den zwei Fortsetzungsbänden nicht abschrecken, es lohnt sich! Sie werden nicht lange brauchen, ich habe mir die Nächste um die Ohren geschlagen.
1111 Kommentare| 170 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Oktober 2010
Oder nicht? Wenn ich mir jedoch ein Buch kaufe, ohne mich vorher informiert zu haben, ob es bei 1020 Seiten abgeschlossen ist (was man natürlich bei solch einem Dinosaurier von Buch meinen könnte), ist das schlecht.
Und wenn ich dann eins und eins zusammen zählen kann (mit dem Wissen, das noch zwei Bücher erscheinen werden die sicherlich von gleichem Umfang sind), mir dann diesen Wälzer anschaue und damit rechne, leichte Kost, schnell abgehandelte Szenen oder was auch immer zu lesen zu bekommen, dann ist das natürlich kein Buch für jemanden, der sich gerne mal abends auf die Couch knallt und ein/zwei Kapitel lesen möchte um sich seicht beschallen zu lassen.

Mich machen demzufolge so einige Bewertungen sauer die ich hier gelesen habe indem sich Leser beschweren, Cronin würde massenhaft Seiten mit Belanglosigkeiten füllen! Wenn ich aber weiß, worauf ich mich einlasse, muss ich sagen: Leute, selber Schuld. Denn dieses Buch ist erst der Anfang einer Trilogie! Und da muss ein Schriftsteller schon ein wenig ausholen und von den niedergeschriebenen Charakteren die Vorgeschichte mit einbinden.

Aber jetzt zu mir. Was für mich ein direkter Blickfang war, ist natürlich das Cover. Ein Mädchen mit intensivem Blick, traurig oder wissend (ich bin mir noch unschlüssig) und ihr roter Mund machen neugierig. Die dunkle Farbwahl und das abgenutzt erscheinende Cover ist zum Thema sehr passend. Hier merkt man schon direkt, das ist ein sehr düster geschriebener Roman. Was auch toll ist, ist das Lesebändchen. Ich finde die klasse.

Justin Cronin schreibt für mich wundervoll. Außer Stephen King kenne ich keinen Schriftsteller, der es in der Art schafft, mich zu fesseln. Wunderbar ausgearbeitete Sätze füllen Seite um Seite und ich hatte das Gefühl, dort zu sein. Egal, wo "dort" im Moment war. Ob bei Amy, Wolgast, Dr. Jonas Lear, Sykes. In der Kolonie bei Sara, Lish, Peter, Michael, ect. (ca. 100 Jahre nach dem Vorfall).
Anthony CarterZs Verzweiflung, weil er wegen Mordes angeklagt wurde und als Proband in die militärische Einrichtung verfrachtet wird. AmyZs Reise mit ihrer Mutter, die sie dann bei den Nonnen absetzt und auf nimmer Wiedersehen verschwindet. Dr. LearZs Bemühungen, ein Mittel zur Unsterblichkeit zu finden. Wolgast, ein Agent mit gescheiterter Ehe und verstorbener Tochter, der Amy abholen soll um sie ebenfalls als Probantin abzuliefern.

Das Buch wird zum Einen im hier und jetzt geschrieben, dort, wo das Unglück seinen Anfang findet und 100 Jahre später, in der Kolonie. Wie kommen die Menschen mit solch einer aussichtslosen Situation zurecht? Aller Fortschritt geht zurück. Hier erwartet den Leser keine SciFi. Back to Nature ist angesagt mit der Angst und dem Wissen, das irgendwann die Stromversorgung zusammen brechen wird, die aus NotbehelfakkuZs zusammen geschustert wurde. Ein Leben hinter meterhohen Mauern und Wachtürmen um etwaige Angriffe der ViralŽs vereiteln zu können. Dem Wissen, das man vielleicht alleine auf der Welt ist? Grausig. Eigentlich ein furchtbares Leben; wenn man es anders kennt. Aber Cronin schreibt so überzeugend, das ich mir bildlich vorstellen konnte, wie es dort aussah.
Da dieses Buch ein Cliffhanger ist, werden wir uns gedulden müssen, wer diese Menschen auf der internationalen Tagung sind, die 1000 Jahre danach SaraZs Tagebucheinträge lesen. Wer hat Theo in der Scheune gerettet und wann und wo werden Amy und Co. die anderen 11 ViralZs finden? Wieso 11? Müsst ihr selber lesen :-)
Ach ja, und was wird aus Lish und ihren ungeahnten Kräften, nachdem sie das Anti-Virus gespritzt bekommen hat?
Wir werden 2 Jahren warten müssen um zu wissen wie es weiter geht mit Theo, Maus, Peter, Sara, Hollis, Michael, Lish und nicht zu vergessen Amy.

Sicherlich gab es dieses Thema schon einmal in Buchform und wird es immer wieder geben. Es kommt nur darauf an, ob jemand Talent zum Schreiben hat oder nicht. Justin Cronin hat es. Einfach lesenswert!!!

PS.: Sehr passend, aber diesen Satz habe ich in einem englisch sprachigem Forum gefunden und kopiere ihn jetzt einfach einmal mit einem Grinsen auf den Lippen: "Wenn Frodo schon im ersten Buch den Ring inZs Feuer geworfen hätte, wären Buch 2 und 3 nie geschrieben worden!" :-) Macht Euch mal Gedanken.
3030 Kommentare| 180 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. September 2010
Ich bin durch Werbung in einer Zeitschrift darauf aufmerksam geworden. Daraufhin habe ich mir die Leseprobe auf mein Handy schicken lassen, das Buchcover und die ersten Auszüge aus dem Klappentext hatten mich neugierig gemacht.

Ich muss dazusagen, ich hatte das Glück vorher nichts von diesem Buch gehört oder über das Buch gelesen zu haben, konnte mich also voll und ganz von meinem Buchinstinkt leiten lassen (welcher mich bisher nur selten enttäuscht hatte)und muss sagen: Wow, was für ein Buch!
Als ich mit meiner Leseprobe durch war, drehte sich bei mir erstmal alles nur um den Gedanken: Buch kaufen, unbedingt!
Der Autor hat es wirklich geschafft mich innerhalb weniger Seiten anzufixen, ich wollte-ich musste, dieses Buch unbedingt lesen!
Gute Bücher, egal welchem Genre zugehörig,sind ähnlich guter Musik, sie lassen deinen eigenen "Film zum Buch" im Kopf entstehen und dieser fängt hier wirklich mit den ersten Zeilen an. Kein" da muß ich mich mal in Ruhe reinlesen, das wird schon", solche Bücher kann man getrost beiseite legen, das wird definitiv nichts mehr! Dieses hier saugt an Dir, es will nicht dein Blut aber es will das Du dran teilnimmst und spuckt dich erst am Ende wieder aus. Und wie J. Cronin hier den Einstieg bereitet, wie er die Geschichte von Amy zu erzählen beginnt, detailliert aber ohne Kitsch und ohne irgendwelche Klischees zu bedienen, daß ließ mich nicht mehr los.
Das Schicksal der kleinen Amy ging mir echt ans Herz und wenn sonst eigentlich nur Filme es schaffen das man(n) mal ne Träne verdrückt, wie gut ist dann das Buch wenn ich `ne Schniefnase und feuchte Augen bekomme?
Lange Rede kurzer Sinn, "Der Übergang" ist wirklich fantastisch. Mehr Seiten als "Der Herr d. Ringe(ohne Epilog)" aber spannender, fesselnder und gar nicht langatmig oder sperrig zu lesen. Selbst die, manchmal sehr ausführlichen, einzelnen Charakterzeichnungen der Überlebenden im Camp, beginnend im Mittelteil des Buches(Buch Auntie) empfinde ich nicht als Langweilig, sondern als wichtig für die weitere Geschichte und geben dem Buch noch mehr Tiefe.
Unberuhigend authentisch, so das man anfängt drüber zu grübeln wie nahe die Welt diesem(noch)fiktivem Ende eigentlich schon ist, bei all diesen fanatischen, großkotzigen und mächtigen Spinnern in unserer Welt,mit dem Finger am Knopf, bereit ihn zu drücken für das eigene "Wohl" und "Seelenheil", wird das Buch durch das Einstreuen der einzelnen "echten,gefundenen" Schriften der Protagonisten und die Protokolle zur Evakuierung der Menschheit.
Das ist für mich der wahre Grusel diese Buches, daß es uns zeigt, daß wir eigentlich nichts wissen, sondern erst erfahren(wenn überhaupt)das irgendwas schiefgelaufen ist, wenn es schon zu spät ist!
Die ersten 346 Seiten sind mit Abstand die spannendsten und lassen sich regelrecht verschlingen, sie wandern einfach so in dich hinein. Man ließt es nicht, man erlebt es, fast so als ob man dabei stünde.
Dannach wird es etwas umfangreicher, auch durch die vielen Charaktere, welche keine eigentliche Handlung bekommen, sondern über die man nur ließt, daß sie existierten und wer mit wem im Camp durch die Ahnenreihe verbunden ist. Da dies aber alles in einer weiterführenden Handlung eingebettet und hin und wieder mit "Action" unterbrochen wird, ist es trotzdem sehr spannend.
Zum Ende hin zieht das Tempo nochmal ganz ordentlich an und die einzige Enttäuschung war für mich das Ende selbst, denn dadurch musste ich erfahren daß es weiter geht, aber eben erst im nächsten Buch. Ich hätte das eigentlich nicht verraten, aber mittlerweile ist es wohl weithin bekannt und wurde auch schon durch andere Rezensenten hier publiziert.
Ich hasse Cliffhänger, auch wenn man weiß: Jippieh, da kommt noch was! So auch hier: Teil2 VÖ 2012 und Teil3 VÖ 2014!
Du lieber Gott, das ist ja ähnlich grausam wie bei der Verfilmung von "H.d.R." mit 1 Jahr Wartezeit zwischen den einzelnen Teilen!
Apropos Verfilmung: Für "Der Übergang" ist auch schon eine Verfilmung in Sicht und das ist das einzige was man dem Buch und dem Autor vielleicht vorwerfen könnte(aber nicht unbedingt muß), daß man manchmal beim Lesen das Gefühl hat hier wird schon mit einer Verfilmung geliebäugelt. Andererseits ist heutzutage eine Verfilmung wohl das Unvermeidliche, da die Leute sich lieber Fertigkost vorsetzen lassen anstatt Ihr eigenes, unterernährtes geistiges Auge wiedermal mit "was Gesundem" zu füttern. Am besten noch in 3D und mit vielmehr Explosionen und Blut und Geschrei als eigentlich in dem Buch vorkommen.
Warten wir es ab und hoffen das Beste, man muß es sich ja nicht anschauen.
Empfehlen kann ich das Buch uneingeschränkt allen Leuten mit gesunder Vorstellungskraft, Ausdauer und Zeit zum Lesen, die auf gute und spannende Bücher stehen, egal welches Genre da bedient wird.
Allen anderen, vielleicht auch den Fans der "Bis(s)zum irgendwas" Romane die hier vielleicht auf ein ähnliches Buch hoffen, kann ich es nur ausreden: Die "Virals/Vampire" in diesem Buch sind nicht jung und süß und ich würde sie auch definitiv nicht küssen wollen!

Hat eigentlich irgendjemand seiner Versuchung nachgeben können und es geschafft das Buch am Stück durchzulesen? Würde mich mal interessieren wie lange das gedauert hat...

Mein Tip auf jeden Fall: kaufen, lesen, fesseln und verstören lassen.

C u in 2012 Amy, protect me!
33 Kommentare| 66 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Oktober 2011
Die kleine Amy ist sechs Jahre alt, als sie - verlassen von ihrer Mutter - auf FBI-Agent Wolgast trifft. Wolgast ist Handlanger für ein Top-Secret-Projekt welches die Welt nachhaltig verändern wird. Denn bevor Amy auserwählt wurde, befreite er Schwerverbrecher aus Todeszellen. An ihnen wurde geübt, was an dem Kind vollendet werden sollte. Macht, Erfolg und die ultimative Waffe stehen im Vordergrund. Die Menschlichkeit dagegen bleibt auf der Strecke, Nebenwirkungen werden unterschätzt. Wie so oft in Mystikthrillern sucht sich das Leben einen Weg, verändert sich und passt sich an. So geschieht es auch hier. Aber es folgt kein langweiliger Plot, wie schon tausendmal gelesen. "Der Übergang" ist eine echte Meisterleistung!

Von Beginn an überzeugt der Roman durch unheimlichen Detailreichtum. Die Geschichte ist beeindruckend, strukturiert und fesselnd. Die Einführung kann man noch als Thriller bezeichnen, danach folgt das, was mich an die Seiten gefesselt hat: "Der Krieg war verloren, die Army gab es nicht mehr, die Welt außerhalb der Kolonie war das offene Grab einer Geschichte, an die niemand sich mehr erinnerte."
Ein Zeitsprung in die Zukunft, ein Leben in einer leeren, ruinierten Welt. Stellt euch die Endzeit vor, die Wildnis bevölkert von Infizierten und ein paar Menschen, die kämpfen. Es gibt Alte, die die Geschichte aus der Zeit Davor bewahrt haben. Und es gibt Junge, die diese Zeit nicht kennen. Sie leben ohne die Sterne je gesehen zu haben. Strenge Regeln, Einsamkeit, Entbehren und ständige Angst. Diese Endzeit-Szenen, die sich glücklicherweise über Hunderte Seiten bis zum Ende des Buches ziehen, sind so eindringlich und toll beschrieben. Sowas habe ich noch nicht gelesen.

Jemand der auf einen Thriller gefasst ist und in der SF landet, wird es als vielleicht langatmig empfinden. Aber ich habe jede Seite genossen, es war wie ein Sog. Den Wirbel um das Buch kann ich sehr gut verstehen. Ich schließe mich den Fans gern an. Die Story entwickelt sich und fügt sich zusammen, auch was Gegenwart und Zukunft betrifft. Für mich lässt es wirklich keine Wünsche offen. Natürlich fließt Blut, selbstverständlich gibt es Action, aber die kleinen Details machen dieses Buch aus. Die Hintergründe, das Funktionieren der Kolonie, die vielen Fragen... wie ist das mit dem Strom? Meine Güte... Michael, genannt "Akku" kann euch da Geschichten erzählen ;)
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am 5. April 2012
Ich bin heute morgen fertig geworden mit dem Buch. Es kommt nicht oft vor, aber ich bin ehrlich gesagt traurig, dass es nicht noch mehr Seiten hat und einfach WEITERGEHT! Ich habe zwar ziemlich lange für das Buch gebraucht, aber ich habe jede Stunde damit genossen.

Die Sprache liest sich leicht und einfach, die Texte sind gut durchdacht und flüssig. Man muss sich nicht angestrengt durchkauen und hoffen, dass man in der nächsten Stunde mal seine 10 Seiten schafft.

Die Story ist einfach überwältigend! Ich beneide jeden, der so eine gute Phantasie hat und diese auch noch zu Papier bringen kann! Abwechslungsreich, spannend, gruselig, fesselnd, interessant...und trotz der Story über eine Art Vampire doch irgendwie glaubhaft erzählt. Es würde mich nicht wundern, wenn die Geschichte Realität wird ;-) nein, wirklich: der Autor versteht es einfach, einen von der Geschichte zu überzeugen. Die Charaktere sind gut durchdacht, jeder hat seinen besonderen Charakter und eine Eigenschaft, die ihn einzigartig und sympatisch macht. Die kleine Amy kann man sich gut vorstellen und man will sie einfach in den Arm nehmen für ihre kindliche und doch so erwachsene Art.

Ich habe immer versucht, mir die "Virals" bildlich vorzustellen. Sie sind eigentlich sehr gut beschrieben, aber es ist mir nicht gelungen, mir ein "richtiges" Bild von ihnen zu machen. Jedes Mal stelle ich sie mir anders vor. Vampirähnlich und doch noch zum Teil menschlich. Ich denke, jeder Leser hat seinen eigenen Viral im Kopf, und jeder sieht anders aus. Das ist das Schöne daran: man kann seiner eigenen Phantasie auch noch seinen Lauf lassen. Die Endzeit-Stimmung ist sehr gut rüber gebracht, man stellt sich überall Ödland und Ruinen vor. Man kennt das zwar schon aus etlichen Filmen, aber dieses Buch greift das alles noch einmal in seiner eigenen Art und Weise auf und nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die leere und verlassene Gegend. Einfach gelungen!

Ich habe das Buch eigentlich aufgrund seiner Dicke gekauft. Ich lese gerne und viel, und ich wollte mal wieder eine richtige Herausforderung haben. Bei diesem Buch war es dann aber so, dass ich eigentlich nicht viellänger gebraucht habe, als bei einem dünneren...es war einfach zu spannend! Man bekommt die Geschichte nicht mal nach 500 Seiten über, weil sie einfach zu abwechslungsreich ist und in jedem neuen Abschnitt was anderes passiert. Leute sterben, Kinder werden geboren, Liebesgeschichten entwickeln sich, die Gegend ändert sich, die Stimmung lebt auf und geht dann wieder nach unter, neue Leute kommen dazu...unglaublich!

Ich kann jedem, der gruselige und spannende Bücher mag, dieses Buch einfach nur empfehlen. Es hat auch nicht nur mit Abschlachten und Blut zu tun (mein erster Gedanke, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte und das Bild gesehen habe). Eigentlich kommen solche Szenen sogar recht selten darin vor. Es ist mehr ein packendes Abenteuer, gemischt mit Liebesgeschichten, Freundschaft, Familie, Vertrauen und Zusammenhalt. Es weckt Gefühle im Leser und lässt ihn nicht mehr los.

Mein Tipp: Lesen Sie dieses Buch!
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Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Zugegeben: In mehrfacher Hinsicht fällt Cronins Roman "Der Übergang" nicht in die Sparte von Literatur, für die ich mich begeistern kann. Zum einen ist er 1020 Seiten dick (ich habe noch seit Weihnachten Stephen Kings "Die Arena" hier rumliegen und bin irgendwann auf Seite 337 steckengeblieben), zum anderen behandelt er das Modethema Vampire (ich schlage drei Kreuze, wenn die aktuelle Vampirwelle wieder vorbei ist). Trotzdem habe ich dieses Buch ganz gerne gelesen - mit gewissen Abstrichen, auf die ich im Verlauf dieser Rezension noch kommen werde.

Zunächst zum Positiven: Schon nach wenigen Seiten merkt man, dass man sich mit Cronin als Erzähler in guten Händen befindet. Man beginnt sich um seine Figuren zu kümmern und Interesse an ihrem Schicksal zu haben. Die Geschichte fließt und ist eingängig erzählt. Dass Stephen King dieses Buch mag und weiterempfiehlt, kann ich gut nachvollziehen - gewisse Ähnlichkeiten zwischen seiner und Cronins Art zu schreiben sind unverkennbar. Dabei kopiert Cronin nicht Kings Stil mit all seinen Affektiertheiten, wie es vor allem in den achtziger Jahren viele zweitklassige Horror-Autoren getan haben. Die Überschneidungen sind anderer Art: Auch Cronin verwendet zahlreiche Americana, auch er ist detailverliebt beim Ausgestalten seines Wälzers, auch er erzeugt schon einige Spannung über das Leben seiner Figuren, bevor die Geschichte so richtig losgeht. Der erste Satz der Inhaltsangabe auf dem Backcover ("Das Mädchen Amy ist gerade einmal sechs Jahre alt, als es von zwei FBI-Agenten entführt und auf ein geheimes medizinisches Versuchsgelände verschleppt wird.") spielt auf ein Ereignis der Romanhandlung an, das erst ab Seite 144 stattfindet. Der Roman ist also nichts für Leute, die schnell zur Sache kommen wollen. Aber keine Sorge: Sie werden sich beim Lesen bis dahin nicht langweilen.

Die epische Länge dieses Werkes hat allerdings den Nachteil, dass man bei einer Inhaltsangabe automatisch schon vieles vorwegnimmt. Man erwähnt zwei, drei Punkte der Handlung, und schon hat man etliche hundert Seiten zusammengefasst. Also werde ich in dieser Rezension den Verlauf der Handlung bestenfalls nur andeuten und mich auf andere Dinge konzentrieren, etwa den Hintergrund der Geschichte: Sie beginnt in den USA etwa zwischen 2016 und 2025. (Die chronologischen Spuren, die Cronin legt, widersprechen einander zum Teil.) Die angedeuteten politischen Verhältnisse sind durchaus realitätsnah. Beispielsweise ist Jenna Bush inzwischen Gouverneurin von Texas, und die USA haben einen Krieg nach dem anderen geführt (Afghanistan, Irak, Iran, Syrien, Pakistan usw.), um vom eigentlichen Krieg der Besitzenden gegen die Besitzlosen abzulenken. Jetzt sind sie dazu übergegangen, mit Hilfe von Mikrobiologie und Virologie eine Art Vampire als menschenähnliche Waffen zu züchten: Vampire, die in diesem Buch also nicht mehr als quasi mythologische Wesen erscheinen, sondern als Folge der Vermessenheit des Menschen, der in die Natur eingreift. Solcherart frevelhafte Wissenschaft stellt natürlich einen Topos des Horrororomans seit Frankenstein dar. Erst recht, wenn die US-Army damit zu schaffen hat.

Und damit sind wir beim Manko dieses Romans: Er ernährt sich tatsächlich, selbst fast schon wie ein Vampir, von unzähligen Werken, die ihm vorausgingen. Als erstes fallen einem hier "I Am Legend", "28 Days later" und vergleichbare Schocker ein. Aber man kann auch ein Spiel daraus machen, wer am meisten Analogien zu Stephen-King Romanen wie "Dolores", "The green mile", "Das letzte Gefecht" und "Feuerkind" entdeckt. (Es gibt Sonderpunkte für jeden, der erkennt, dass Cronins Wälzer in ähnlicher Weise aus verschiedenen "Dokumenten" - Briefe, Tagebucheinträge etc. - zusammengesetzt ist wie Kings Erstling "Carrie".) Und die bemerkenswerten Ähnlichkeiten an bekannte Vorgänger hören im Bereich Horror nicht auf. Ziemlich früh im Roman gibt es beispielsweise eine Szene, wo ein Waisenkind einen Zoo besucht, vor einem Gehege feststellt, dass es mit den Tieren dort sprechen kann und schließlich die Wand zwischen den Zoobesuchern und dem Gehege zerbirst. Da hat man beim Lesen schon ein starkes Deja-vu-Erlebnis - bis auf die Kleinigkeit, dass Cronin die Schlangen bei Harry Potter mit Eisbären vertauschte, die er vermutlich aus "Lost" hat importieren lassen. Aber Joanne Rowling dürfte kaum Grund zum Beschweren haben, nachdem sie in ihren eigenen Büchern Idee bei Hinz und Kunz geräubert hat, bis hin zu dem obskuren Herr-der-Ringe-Remake in der ersten Hälfte von Band 7. Trotzdem war "Harry Potter" ein Welterfolg, warum also sollte es Cronins "Übergang" nicht auch werden? Für viele Leser ist es vermutlich zu verschmerzen, dass der Preis dieses Kannibalisierens anderer Werke darin besteht, dass dieses Buch an keiner Stelle mit einer neuen Botschaft aufwarten kann. Gut, man kann die Vampire als Metapher für Terroristen (von den USA selbstgeschaffene Monster) lesen, aber selbst diese Idee trägt bestenfalls das erste Drittel des Buches. Danach ist das einzige Hintergrundthema die Brüchigkeit der menschlichen Zivilisation wie schon in zig Horror- und Science-Fiction-Wälzern zuvor.

"Der Übergang" ist leicht konsumierbares belletristisches Fast Food, und mehr soll er vermutlich auch nicht sein. Auf über 1000 Seiten ausgewalzt ist das allerdings ein bisschen wie zehn Cheeseburger hintereinander zu verdrücken - kann durchaus schon mal Spaß machen, muss man aber nicht unbedingt so schnell wiederholen. Und die ersten drei waren irgendwie besser als die letzten sieben.

Dass die Rechte an der Verfilmung dieses Romans schon vor seiner Fertigstellung heiß begehrt waren wundert mich nicht. Wir leben in einer Zeit, in der das Mainstream-Kino dazu übergegangen ist, fast nur noch kannibalisch zu leben und frühere Werke zu verschlingen. Inzwischen werden nicht mehr nur Remakes von früheren Filmen als Blockbuster geplant, sondern sogar Remakes früherer Fernsehserien wie "Miami Vice" und das "A-Team", und es werden nicht mehr nur bibliotheksweise Bücher verfilmt, sondern auch Comics und Videospiele. Originalität ist heutzutage nur noch ein Risiko für den Verkaufserfolg - das ist auch im Buchmarkt seit Jahren nicht anders.

"Der Übergang" sollte also vielleicht nicht unbedingt einen Literaturpreis erhalten. In zehn Jahren erinnert sich vermutlich kein Mensch mehr an dieses Buch. Kann aber sein, dass Ihnen das schnuppe ist und Sie sich vor allem in eine episch ausgewalzte Geschichte hineinfallen lassen wollen: Sie nehmen sozusagen mit Breite statt mit Tiefe vorlieb. Dann könnten Sie mit vielen Büchern einen schlechteren Griff tun als mit diesem. Als Lektüre bei einem ausgedehnten Strandurlaub beispielsweise könnte ich mir "Der Übergang" gut vorstellen. Bei was relaxt man schließlich besser als bei einer Geschichte über Menschenexperimente, abstoßende Kreaturen und das Ende unserer Zivilisation?
2121 Kommentare| 227 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Oktober 2011
Aufgrund der immensen Anzahl an Rezensionen hat es vermutlich keinen großen Wert, einen besonders ausführlichen Text zur Bewertung zu verfassen. Aber ganz zurückhalten kann ich mich nun doch nicht, so schreibe ich in der Hoffnung, dass der ein oder andere diese Zeilen eben doch berücksichtigt.

Achtung Spoiler:

Auffallend war, dass ich die ca. 300 Seiten starke Vorgeschichte der eigentlich Hauptstory am spannendsten empfand. Zeitweise konnte ich mich für die vielschichtigen Handlungsstränge begeistern, war beinahe davon überwältigt. Doch dann passierte etwas mit mir - man könnte es als persönlichen kleinen "Übergang" bezeichnen - das ich mir bis heute kaum erklären kann. Ich emfpand die Geschichte zusehends langweiliger und aufgesetzter, wie "künstlich am Leben gehalten". Die zunächst überzeugend generierten Charaktaere und der anfangs interessant gestaltete Storyaufbau, sowie die leicht geheimnisvolle Atmosphäre gehören zu den Elementen der Geschichte, die irgendwann in heillosem Quatsch versumpfen.
Die "Virals" werden zunächst brutal unheimlich dargestellt, ehe ihnen eine völlig unpassende Bewandtnis eingehaucht wird. Mir wären hirnlose Zombies lieber gewesen, als diese kollektiv agierenden Halb-Geister, die doch nichts anderes wollen, als ihre Seelen zu finden... Sprich: Das Buch arbeitet sich irgendwann an eine neue Form von Kitsch heran, nicht zuletzt durch das niedliche Mädchen Amy, dass einem irgenwann ein wenig auf die Nerven geht, mit ihrer Existenz als Konglomerat aus "normalem Kind" und "auserwähltem Super-Wesen".
Alles an der Geschichte hat mich irgenwann genervt. Die zahllosen Charakterbeschreibungen, die keinen großen Sinn machen, weil einige Personen im Buch schnell keine Rolle mehr spielen, die permanente Betonung auf die weibliche Anführerin der "Heldengruppe" (Alicia), die einfach zu stark, zu schlau und zu rauh dargestellt wird, um noch realistisch zu wirken und die mystischen Weisheiten der alten Damen (zuerst Auntie, dann die Nonne), die jeweils fast schon etwas albern wirken und eigentlich nur übertriebene Stammeshäuptlingsphrasen darstellen
Wie gesagt, irgendwann hat mich die Geschichte wirklich nur noch genervt, was mir angesichts des guten Anfangs echt seltsam vorkommt.
Ist aber so...
55 Kommentare| 35 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 11. März 2012
Unter dem Deckmantel Horrorroman bzw. Vampirroman" liegt für mich das eigentliche Thema, das Hauptthema, verborgen: ein Endzeitszenario. Justin Cronin verwendet die ersteren Themen zwar, um die Spannung aufrecht zu erhalten, die Geschichte interessant und lebendig zu machen - im Grunde aber lege ich als Leser das Hauptaugenmerk auf die fast vollständige Ausrottung der menschlichen Rasse. Cronin zeichnet ein Schreckensbild vom Zusammenbruch der Zivilisation - keine Nahrungsmittelindustrie, keine Fortbewegungsmöglichkeiten, keine schöngeistigen Dinge - nichts, was wir als so selbstverständlich hinnehmen, beinahe schon als unsere Grundrechte bezeichnen, bleibt übrig. Ein sehr ernstes Thema, bei dem der Autor sich nicht nur auf die materiellen Dinge beschränkt. Vielmehr geht er auf die psychischen Auswirkungen ein und bringt Beispiele, wie Menschen in Extremsituationen reagieren, wenn es um die eigene Existenz geht, wenn uneingeschränkt nur noch die Faustregel gilt. Er zeigt aber auch, wie die übrig gebliebenen Menschen sich organisieren, Gruppen bilden, ein System zur Erhaltung der Ordnung erschaffen und Regeln einführen. Im Bezug auf diese Dinge liest man dieses Buch nicht leichtfertig als Unterhaltungsroman des Genres Fantasy oder Science Fiction, sondern man reflektiert auch viel, malt sich mögliche Szenarien aus und taucht nach dem Lesen dieses dicken Wälzers nur sehr langsam wieder in der Realität auf. Danach sieht man eine Weile die Dinge aus einer ganz anderen Sicht. Wie wundervoll es doch ist, den Abendhimmel zu betrachten ... wie selbstverständlich wir uns im Alltag bewegen, uns keine Gedanken um unsere körperliche Sicherheit machen ... wie selbstverständlich wir bei Hungergefühlen einfach in einen Supermarkt marschieren und unsere Bedürfnisse befriedigen ... und wie selbstverständlich wir auch die kulturelle, schöngeistige Seite des Lebens genießen ... all das und noch viel mehr vermochte dieses Buch Justin Cronins in mir hervor zu rufen und ich kann nur sagen: sehr gute Grundidee, außergewöhnlich gut umgesetzt.

Für Spannung ist gesorgt in diesem Buch, das kann ich definitiv bestätigen. Justin Cronin sorgt dafür, dass man nicht selten den Atem beim Lesen anhält, die Seiten regelrecht verschlingt und Zeit und Raum um sich vergisst. Die Übergriffe der Virals" werden oft und detailliert beschrieben - und dennoch: wenn es soweit ist, erfolgen diese so rasch und brutal, dass es den Leser fast aus dem Sessel reißt. Die spannungsgeladene Atmosphäre zieht sich durch das gesamte Buch, einen einzigen Höhepunkt würde ich aber nicht benennen können. Durch die Länge dieser Geschichte baut Cronin sehr viele Höhepunkte in den Plot ein und es ist im Grunde ein ständiges Auf und Ab" - nicht nur der Gefühle, sondern auch der Höhepunkte.
Der Schreibstil des Autors ist klar und eindringlich. Er verwendet keine langen, verschachtelten Sätze, sondern schreibt eher kurz und prägnant. Trotz allem gelingt ihm das Kunststück, sämtliche Szenen sehr genau und bildhaft zu beschreiben, ebenso die Emotionen. Der Autor schrieb das Buch in der Erzählform, mal aus seiner Sicht, mal aus der Sicht eines Protagonisten. Der Übergang ist jedoch so fließend und doch klar formuliert, dass es wahrlich ein Genuss ist, dieses Buch zu lesen.

Justin Cronin versteht es, nicht zu viele verschiedene Personen in die Geschichte zu verpacken und konzentriert sich bei den Beschreibungen auf die Protagonisten dieses Romans. Detailliert gezeichnet, sehr tief auf die Emotionen und Gedankenwelt des jeweiligen Darstellers eingehend gelang es ihm mühelos, mich nicht nur sehr rasch mit ihnen vertraut zu machen, sondern sie zu mögen. Mit all ihren Eigenheiten, mit all ihren kleinen und größeren Problemen und Ängsten war ich sozusagen eingegliedert in die Gemeinschaft dieser Überlebenden. Und doch beschränkt er sich nicht nur darauf, auf besagte Überlebende einzugehen. Er taucht auch tief in die Gedanken- und Gefühlswelt der Bösen", der Virals" oder Verwandelten" ein, wie sie hier genannt werden. Cronin versteht die Kunst, den Leser so ins Geschehen mit einzubeziehen, dass er völlig in die Geschichte versinkt, beinahe selber zum Darsteller wird. Man spürt die lähmende Angst vor den zahlreich stattfindenden tödlichen Übergriffen ebenso wie die Erleichterung, wenn ein neuer Morgen graut. Man trauert mit den Müttern, erlebt die Enttäuschung der Kinder, wenn sie an ihrem 8. Geburtstag die Zuflucht verlassen müssen und die Wahrheit über ihre Welt erfahren, fühlt die Resignation und ist fasziniert vom Mut und Pioniergeist einiger Protagonisten. Ja, Justin Cronin hat sich definitiv nicht bemüht, Seiten füllend zu schreiben, ihm gelang es sogar in mir den Wunsch zu erwecken, das Buch möge noch einige tausend Seiten weiter gehen. Abschließend möchte ich noch die Behauptung aufstellen, dass es im Grunde die Figuren sind, die dieses Buch so bereichern, so lebendig machen. Vampirromane oder Endzeitszenarien gibt es viele ... aber Justin Cronin hat wahrlich einen Bestseller verfasst, indem er sich stark auf die Figuren konzentriert

Es handelt sich hierbei um ein sehr dickes, über 1000 Seiten zählendes Buch in gebundener Ausführung. Aufgrund des Coverfotos, einem verwahrlost aussehenden Mädchen mit traurigem, fast unheimlichen Blick, war ich fälschlicherweise der Meinung, das Buch handle ausschließlich von diesem Mädchen. Weit gefehlt. Hier war die Gestaltung ein wenig ungeschickt gewählt. Das Buch ist weiters in Kapitel eingeteilt, wobei zu Beginn eines jeden Kapitels ein Einleitungstext sowie die Zeit genannt werden, in der sich der Leser gerade befindet. Zusätzlich gibt es Unterkapitel, die ich aufgrund der hohen Seitenanzahl als sehr willkommen empfand und die mir den Eindruck einer besseren Übersichtlichkeit vermittelten.

Der Autor befriedigt hier nicht nur die Leselust der Fantasy- und Science Fiction-Fans und bringt eine gute Portion Spannung und Thrill in die Geschichte ein, sondern es gelingt ihm, den Leser nachdenklich zu machen. Sich der Welt, wie wir sie kennen, bewusster zu werden, ja, Dankbarkeit zu entwickeln für die Dinge, die wir haben - sei es im materiellen oder auch im geistigen Sinn. Ein großartiges Buch, das ich nur zu gerne weiter empfehle und nach dessen Lektüre man nur sehr langsam und schwer wieder in die Realität zurück findet. Großartig - ich freue mich bereits auf den zweiten Teil dieser Trilogie!
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am 28. Dezember 2015
Als mir "Der Übergang" zufällig in die Hände fiel, war ich glücklich. Was hatte ich schon alles Gutes über dieses Buch gehört! Gruselig sollte es sein. Packend und düster. Endzeitpoesie zwischen zwei Buchdeckeln. 2013 begann ich die Lektüre - und brach nach etwa 400 Seiten ab.
Anfang 2015 der nächste Versuch. Langsam und ohne Lesedruck. 2016 steht vor der Tür und ich bin endlich fertig!

Warum hat es so unglaublich lange gedauert? Ich bin ja nun wirklich ein Viel-Leser und scheue auch die dicken Schinken nicht.
Nun, die ersten 350 Seiten sind wirklich spannend und legen ein gutes Tempo vor. Wir erleben wie das mysteriöse Kind Amy in einem Schwesternkloster untergebracht, und von FBI Agenten einmal quer durchs Land gekarrt wird, weil sie wohl etwas ganz besonderes ist. Außerdem werden wir Zeuge seltsamer Experimente mit todgeweihten Sträflingen und ahnen, dass das kein gutes Ende nimmt. Nach diesem "Einführungsteil" findet allerdings ein Zeitsprung statt, und das ist der Punkt an dem ich jedes Mal aussteige.

Cronin nimmt uns mit in ein Überlebendenlager, hier ist jeder ein harter Hund. Ziellos lebt man sein Leben und will eigentlich nur nicht sterben. Vor den sicheren Toren, in der Dunkelheit, tummeln sich Millionen mutierter Menschenwesen mit Heißhunger auf Fleisch der Uninfizierten.
Die Ausweglosigkeit und das völlige Fehlen von Hoffnunf beschreibt Cronin meisterhaft. Dennoch: Der Lager-Teil ist eine einzige Daily Soap. Für den Fortgang der Erzählung hat es keinerlei Bedeutung wer mit wem verbandelt ist, wer in wen verliebt ist, wer wen nicht leiden kann. Hunderte von Seiten walzt der Autor diese Ergüsse aus und man ist als Leser wirklich sauer. Was soll das, denkt man sich. Warum soll ich mich da durchquälen? Und zieht das hier irgendwann nochmal an? Denn das Tempo ist weg. Es ist ein Plätschern von Belanglosigkeiten. Ehrlichweise muss ich sagen, dass mir das irgendwann echt zu doof war. Ich habe einfach grob drüber gelesen und Einiges überblättert. Habe ich deswegen das Gefühl etwas Wichtiges verpasst zu haben oder konnte der späteren Geschichte nicht mehr folgen? Nö. Ich empfehle es dem genervten Leser daher, es ebenso zu handhaben. Schadet nachweislich nicht.

Hat man sich durch den drögen Mittelteil gekämpft, kommt endlich wieder Schwung in die Kiste und ja, die letzten 300 Seiten sind tatsächlich wieder ziemlich packend. Der Cliffhanger am Ende versöhnt und macht Lust auf den nächsten Teil.

Die Charaktere sind gut gezeichnet, mir allerdings zu einheitlich. Ich habe mir nie Mühe gegeben zu behalten, wer Alicia, Theo, Mausami und so weiter ist. Weils einfach total egal ist für den Kern der Geschichte. Wichtig sind Amy, der letzte bleibende Begleiter und die Charaktere vom Einführungsteil. Die sollte man sich merken. Der Rest ist Zombie-Vampir-Futter. Nebenplots? Interessieren mich nicht. Vor allem nicht, wenn sie mich hunderte Seiten aufhalten.

Man sieht also, das Buch hinterlässt mich gespalten. Gegruselt habe ich mich nie, dazu baut mir der Autor hier zu viel Distanz auf. Gepackt hat es mich in Teilen, nur um mich dann wirklich völlig aus dem Gefühl zu werfen. Geschrieben ist es fantastisch, aber das Buch krankt an dem typischen Leiden langer Geschichten - dem Ausufern. Mehr Fokus und daher weniger unnötige Seiten hätten ihm gut getan. Tatsächlich lässt sich gerade der Mittelteil in wenigen Sätzen zusammenfassen um das Notwendige an Inhalt zu sagen.

Der Abschluss hat mich weitestgehend versöhnt, dennoch bleibt ein fader Beigeschmack. Gerne hätte ich mich positiver geäußert, doch dazu setzt mir Cronin einfach zu viele Präferenzen auf Dinge, die mich gar nicht interessieren.
Lesenswert? Ja. Besonders? Sicher. Aber der Leser sei vorgewarnt, dass er dieses Monstrum vielleicht mal an die Wand schmeißen will...
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am 25. Oktober 2012
Das Buch beginnt mit der Geschichte von Amy ‚s Mutter. Es wird erzählt, unter welchen Umständen sie das Kind bekommt und was in den sechs Jahren nach der Geburt passiert. Es läuft darauf hinaus, dass eine verzweifelte, mittellose und von der Polizei gesuchte Mutter, ihr 6jähriges Kind in einem christlichen Konvent abgibt und verschwindet. Von da an kümmert sich eine der Schwestern besonders um Amy. Diese Schwester, Lacey, hatte selbst ein schweres Schicksal, welches sie immer noch verfolgt. Doch genau das, macht sie besonders empfindsam gegenüber Amy, was noch von großer Bedeutung sein soll.
Als nächstes folgt man einer Expedition in den südamerikanischen Regenwald. Es stellt sich heraus, dass die Forscher nach dem Träger eines ganz besonderen Virus suchen. Die Gruppe wird jedoch von etwas angegriffen und die meisten sterben danach an einem seltsamen hämorrhagischen Fieber. Der Leiter der Expedition, Dr. Lear, hat Glück und kehrt mit einem Überlebenden des Fiebers zurück. Dieser Mann mit Namen Fanning ist jedoch nicht mehr derselbe, wie vor der Erkrankung – er ist nun ein anderes Wesen und er ist der Träger des Virus mit welchem nun die Experimente beginnen.
Ein FBI-Agent reist durch das Land und sucht zwölf zum Tode Verurteilte Schwerverbrecher zusammen. Sie entkommen der Todesstrafe mit einer Unterschrift auf einem Vertrag, doch damit gehört ihr Leben der Forschung und Dr. Lear. Die Experimente laufen nicht ganz wie gewünscht und so kommt der Doktor auf die Idee, eine andere Art von Proband zu nutzen – ein Kind. FBI-Agent Wolgast wird beauftragt, die kleine Amy aus dem Konvent zu entführen und in das Labor in die Berge von Colorado zu bringen. Er hat von Anfang an Bedenken doch sein Partner Doyle ist skrupellos genug, das Kind zu entführen. Auf dem Weg nach Colorado baut Wolgast eine immer engere Beziehung zu der kleinen Amy auf und irgendwann sind sie auf der Flucht – vor seinen Auftraggebern. Leider scheitert der Fluchtversuch und sie landen alle in dem Versuchs-Gelände des Militärs in Colorado. Amy wird infiziert, wie schon die Zwölf vor ihr. Doch sie ist anders und das Virus bereits mehrfach verändert worden. Und dann beginnt das Ende – die zwölf Probanden brechen aus, töten oder infizieren alle, die ihnen über den Weg laufen. Sie sind schnell, stark, hungrig und - unsterblich!
Hundert Jahre später ist die Welt eine andere. Menschen gibt es nur noch wenige und die haben sich in Kolonien zusammengefunden. Sie haben ihre eigenen Gesetze und alles dreht sich nur um eines – irgendwie überleben. Die Welt gehört jetzt den Virals und Menschen sind nichts anderes als eine Beute.
Wir begleiten die Bewohner einer Kolonie für eine Weile, lernen deren Gepflogenheiten und Eigenarten und vor allem deren Probleme kennen. Die Kolonie wird bald völlig ungeschützt sein, denn die Akkus, welche die lebenswichtigen Flutlichtlampen mit Strom versorgen sind alt und werden bald versagen. Das ist sicher. Seltsame Dinge passieren, Träume suchen die Bewohner heim, Angst und Misstrauen wachsen. Und eines Tages taucht ein Mädchen auf – gerade 14 Jahre alt, wie es scheint. Sie kommt von Draußen, wo kein Überleben möglich ist und sie spricht kein Wort. Amy!
Sie verändert das Leben einiger Bewohner radikal und am Ende wird sie von einer Gruppe von 8 auf einer gefährlichen Reise durch das offene Land – über 1600 km – bis nach Colorado begleitet. Dahin, wo alles begann und wo, so die Hoffnung, alles enden soll.
Dies hier war eine wirklich sehr knappe Inhaltsangabe. Das Buch hat über tausend Seiten und zwischen diesen passiert natürlich noch sehr viel mehr. Zuerst einmal muss ich sagen, dass das „Der Übergang“ nichts für Leute mit schwachen Nerven ist. Es wird zwar keine übertriebene und ausufernde Brutalität dargestellt aber die Stimmung ist durchweg düster, böse, unheimlich, aussichtslos. Man wird in die Geschichte hineingezogen und leidet mit den Protagonisten – man fühlt die ständige Angst und die Last, die alle Menschen zu tragen haben. Hierfür kann man nur ein dickes Lob an den Autor aussprechen. Es ist einfach ein unglaublich toll geschriebenes Buch.
Der erste Teil, welcher in der Gegenwart spielt, ist spannend und dramatisch und er hat kein gutes Ende. Die Protagonisten wie Agent Wolgast, die Nonne Lacey, die Probanden und deren Bewacher sowie die kleine Amy und deren Beziehungen untereinander werden im Laufe der Geschichte sehr gut eingeführt und ausgebaut. Doch dann ist es plötzlich zu Ende und es beginnt scheinbar ein ganz neues Buch. Man findet sich ca. 100 Jahre später wieder und muss sich mit einer völlig neuen Situation und neuen Charakteren auseinandersetzten. Und hier findet sich meiner Meinung nach die einzige Schwachstelle des Buches. Es fällt schwer, sich neu einzulesen und Sympathie mit den Personen aufzubauen. Justin Cronin hält sich hier zu lange mit Charakterstudien und Familienstammbäumen von Personen auf, die später kaum noch relevant sind. Dieser Teil war mir wirklich zu anstrengend und ich habe kurz überlegt, ob ich das Buch noch gut finde. Als jedoch Amy wieder ins Spiel kam und die Geschichte immer mysteriöser wurde, kam wieder mehr Lesefreude auf und die enorme Spannung und das Erzähltempo im weiteren Verlauf führten wieder dazu, dass ich das Buch kaum noch weglegen konnte.
Die Achtergruppe um Amy, die sich auf die Reise von Kalifornien nach Colorado begibt, ist mir schnell ans Herz gewachsen. Cronin verfährt mit ihnen nicht nach dem typischen Muster – „Einer nach dem anderen muss sterben und am Ende bleiben nur noch zwei Helden übrig“. Nein, er macht alle zu Helden. Die Geschichte nimmt einige unerwartete Wendungen und es wird immer bedrückender. Man hat eigentlich nie die Hoffnung auf ein gutes Ende – was noch dadurch bestärkt wird, dass ab und zu in eine ferne Zukunft „umgeschwenkt“ wird – ca. 1000 Jahre später – in der auf einer internationalen Quarantänetagung die Tagebücher verlesen werden, die während der Geschichte entstehen.
Und das Ende der Geschichte hat es in sich. Es ist nicht sonderlich dramatisch aber dafür umso ergreifender. Justin Cronin gelingt es, mit leisen Andeutungen und einer rührenden Geste einen wunderbaren Schlusspunkt zu finden – für diesen Teil. Denn dass es weiter gehen muss, wird gegen Ende des Buches klar. Es wurde viel aufgeklärt aber einige, gewitzt verpackte Kleinigkeiten, lassen die Spannung bestehen bleiben.
Fazit: Ein tolles Buch mit viel Spannung, Tragik aber auch Gefühl, wunderbar geschrieben und wenn man es über ein paar Längen im mittleren Teil geschafft hat, ein phantastisches Lese-Erlebnis. Dieses Buch wird man so schnell nicht vergessen.
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