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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
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am 15. September 2007
Dieses Buch ist ein Experiment und, zugegeben, es war ein Experiment, es zu kaufen. Doch es hat sich gelohnt.

Alles an diesem (Hör-) Buch ist gelungen. Die Idee, phantastisch. Die Realisierung, optimal. Die Handlung, irre. Der Spaßfaktor, tränentreibend.

Es ist lange her, dass ich so eine gut geschriebene (Liebes-) Geschichte gelesen oder gehört habe. Typisch Frau, typisch Mann, perfekt herausgearbeitet. Sehr kenntnisreich, sehr fein beobachtet, sehr auf den Punkt in Sprache gegossen. Zudem ist es meines Erachtens das erste Buch, das die sprachliche Gattung der eMail als Prosa so treffend beschreibt. Und nicht zu vergessen, dramaturgisch intelligent und hochspannend aufgebaut mit einem unglaublichen Schlussakkord.

Beim Hörbuch ist die Sprecherwahl zudem überaus gelungen. Wunderbare, nuancenreiche und ausgebildete Stimmen. Das Buch kann in diesem besonderen Falle nur hinter dem Hörbuch zurückstehen. Diese Dialoge MUSS man einfach hören!

Fazit: Das Beste, was mir in den letzten Jahren als Prosa zum Thema Männer & Frauen" unter die Finger gekommen ist. Unbedingt kaufen, am besten als Hörbuch!
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am 3. Juli 2007
...oder auch ein Wechselbad der Gefühle

Ich habe das Hörbuch soeben beendet. Ich bin aufgewühlt, ja aufgepeitscht. Und es ist etwas mit mit geschehen, was noch nie bei einem Hörbucherlebnis mit mir geschehen ist.

Um mit Emmi Rother zu reden

1. Ich MUSS eine Rezension schreiben

2. Ich muss JETZT eine Rezension schreiben um

3. wieder zum Alltag zurückzufinden.

Warum das so ist....

1. weil dieses Hörbuch unter die Haut geht wie selten Eines

2. weil ich möchte, daß das Buch gelesen oder noch besser das

Hörbuch gehört wird

3. weil ich nach dem Lesen in einem Ausnahmezustand bin, der

sich morgen schon verflüchtigt haben könnte... und das ohne das

das Hörerlebnis ein Flüchtiges gewesen wäre. Nein, ganz im

Gegenteil

Ich kann mich nicht am genialen Emmi- Orginalton messen, und kehre deshalb zum Orginal Doris Ton zurück, ein wenig reumütig wie ich gestehen muss. Nein, das Buch ist kein Klassiker ala Madame Bovary, Effi Briest oder Anna Karenina. Es erhebt aber keineswegs den Anspruch darauf so zu sein, obwohl es thematisch nicht sehr weit davon entfernt ist. Es hat sich unserem E-Mail Zeitalter perfekt angepasst. Auch der Schnelligkeit der zunehmend intensiven Kontakte ist direkt auf mich übergeschwappt. Konnte ich noch am Anfang des Hörbuches stundenlang den CD Player ausschalten und geduldig und voller Vorfreude ganz ähnlich wie die beiden Protagonisten auf die Fortsetzung des Hörvergnügens warten, "hechelte" ich dem Ende regelrecht entgegen. Beim Spazierengehen, im Auto, in der Badewanne, jede freie Minuten sozusagen. (Welches Ende soll hier natürlich nicht verraten werde) und war mit dem letzen Wort sozusagen schachmatt gesetzt. Fataler Weise habe ich die letzten Kapitel im Auto gehört und ich muss eine dringende Warnung aussprechen dem nachzueifern. Ich musste mein Auto am Strassenrand absetzen, weil ich nicht mehr in der Lage war mich auf den Verkehr zu konzentrieren...

In der Buchhandlung stand ich vor der schweren Entscheidung, Hörbuch (einige Euro teurer) oder Buch?! Ich habe meine Entscheidung für das Hörbuch nicht bereut. Andrea Sawatzki und Christian Berkel haben das Hörbuch nicht nur mit Bravour und Enthusiasmus vorgetragen, sondern ich spürte regelrecht die knisternde und erotisierende Wirkung die von beiden ausging, wobei ich mich natürlich naturgemäss noch mehr in die Stimme von Leo Leike verliebt habe. Diese Kommunikation zwischen den beiden spiegelte beinahe alle Facetten des Lebens wieder, Vorfreude, Neugierde, Wut, Zärtlichkeit, Enttäuschung, Verrat, Liebe, Erotik auf höchstem Niveau, Entschlossenheit, Wankelmütigkeit, Angst, Traurigkeit, Verzweiflung....ein Wechselbad der Gefühle,

Genau eben so wie dieses Komm-Geh, das ich für meinen Titel gewählt habe. Selbst das gefühlsmässig eher enttäuschende Ende ist dabei absolut authentisch.

Gibt es noch eine Fortsetzung (irgendwie denke ich dabei an die beiden Filme Before sunrise und Before sunset)? Um mit Emmi Rother zu reden:

"Bitte, bitte, bitte!"
1515 Kommentare| 312 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Juni 2007
Ich habe das Hörbuch soeben beendet. Ich bin aufgewühlt, ja aufgepeitscht. Und es ist etwas mit mit geschehen, was noch nie bei einem Hörbucherlebnis mit mir geschehen ist.

Um mit Emmi Rother zu reden

1. Ich MUSS eine Rezension schreiben

2. Ich muss JETZT eine Rezension schreiben um

3. wieder zum Alltag zurückzufinden.

Warum das so ist....

1. weil dieses Hörbuch unter die Haut geht wie selten Eines

2. weil ich möchte, daß das Buch gelesen oder noch besser das

Hörbuch gehört wird

3. weil ich nach dem Lesen in einem Ausnahmezustand bin, der

sich morgen schon verflüchtigt haben könnte... und das ohne das

das Hörerlebnis ein Flüchtiges gewesen wäre. Nein, ganz im

Gegenteil

Ich kann mich nicht am genialen Emmi- Orginalton messen, und kehre deshalb zum Orginal Doris Ton zurück, ein wenig reumütig wie ich gestehen muss. Nein, das Buch ist kein Klassiker ala Madame Bovary, Effi Briest oder Anna Karenina. Es erhebt aber keineswegs den Anspruch darauf so zu sein, obwohl es thematisch nicht sehr weit davon entfernt ist. Es hat sich unserem E-Mail Zeitalter perfekt angepasst. Auch der Schnelligkeit der zunehmend intensiven Kontakte ist direkt auf mich übergeschwappt. Konnte ich noch am Anfang des Hörbuches stundenlang den CD Player ausschalten und geduldig und voller Vorfreude ganz ähnlich wie die beiden Protagonisten auf die Fortsetzung des Hörvergnügens warten, "hechelte" ich dem Ende regelrecht entgegen. Beim Spazierengehen, im Auto, in der Badewanne, jede freie Minuten sozusagen. (Welches Ende soll hier natürlich nicht verraten werde) und war mit dem letzen Wort sozusagen schachmatt gesetzt. Fataler Weise habe ich die letzten Kapitel im Auto gehört und ich muss eine dringende Warnung aussprechen dem nachzueifern. Ich musste mein Auto am Strassenrand absetzen, weil ich nicht mehr in der Lage war mich auf den Verkehr zu konzentrieren...

In der Buchhandlung stand ich vor der schweren Entscheidung, Hörbuch (einige Euro teurer) oder Buch?! Ich habe meine Entscheidung für das Hörbuch nicht bereut. Andrea Sawatzki und Christian Berkel haben das Hörbuch nicht nur mit Bravour und Enthusiasmus vorgetragen, sondern ich spürte regelrecht die knisternde und erotisierende Wirkung die von beiden ausging, wobei ich mich natürlich naturgemäss noch mehr in die Stimme von Leo Leike verliebt habe. Diese Kommunikation zwischen den beiden spiegelte beinahe alle Facetten des Lebens wieder, Vorfreude, Neugierde, Wut, Zärtlichkeit, Enttäuschung, Verrat, Liebe, Erotik auf höchstem Niveau, Entschlossenheit, Wankelmütigkeit, Angst, Traurigkeit, Verzweiflung....

Genau eben so wie dieses Komm-Geh, das ich für meinen Titel gewählt habe. Selbst das gefühlsmässig eher enttäuschende Ende ist dabei absolut authentisch.

Gibt es noch eine Fortsetzung (irgendwie denke ich dabei an die beiden Filme Before sunrise und Before sunset)? Um mit Emmi Rother zu reden:

"Bitte, bitte, bitte!"
99 Kommentare| 188 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. November 2008
Ist dieses Buch eigentlich ein Bestseller? Keine Ahnung! Man hat es mir ausgeliehen, ohne dass ich vorher davon gehört hätte. Hatte eigentlich zurzeit auch gar nicht viel Lust zum Lesen ... habe dann doch damit angefangen, und es hat mich echt mitgerissen. Woran das liegt?

1. DER SCHREIBSTIL. Der Roman besteht rein aus dem E-Mail-Verkehr zwischen Emmi und Leo. Das liest sich extrem kurzweilig, weil eben immer häppchenweise. Man darf Mäuschen spielen bei diesem sehr vertraulichen Dialog, und das spielt mit der Neugier und Faszination des Lesers. Und natürlich fällt es nicht schwer, sich auf nur zwei Protagonisten zu konzentrieren und auf einen einzigen Handlungsstrang.

2. DAS THEMA. Beziehung. Aber hier gibt's kein Kitsch und kein Pathos, sondern echte Gefühle, Verletzbarkeit, Unsicherheit, kurzum: Authentizität. Viele Fragen, kaum Antworten. Keine billigen Weisheiten oder gar Lösungen. Das Leben, wie es ist, ungeschönt und realistisch - und darum findet man sich als Leser auch so gut in der Geschichte wieder.

3. DER AUFBAU. Eröffnung mit einer falsch zugestellten E-Mail, dann die gegenseitige Annäherung von Leo und Emmi, ein roter Faden, der Spannung aufbaut und auch hält, ja, auch ein erotisches Knistern - und dann natürlich der sehr gelungene Schluss, der zwar recht abrupt kommt, aber gerade deshalb so viel Gefühle aufwühlt ... klasse!

Also - hat mich echt überrascht, dieses Buch, und ich empfehle es gerne weiter!
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Was soll man schreiben bei augenblicklich 212 (mit meiner 213) 5-Sterne-Renzensionen?
Ich dachte mir ursprünglich, dass es sich im schlimmsten Fall um eine unsäglich kitschige Hausfrauen-Phantasie-Liebes-Schmalzstory handeln würde und ich das Buch ja immer noch auf Marketplace verscherbeln könnte.
Aber: Ich wurde angenehm überrascht und - was noch viel schöner ist - absolut von dieser Geschichte gefesselt. Mit Leo und Emmi leidet und lebt man mit, der Autor schafft es, dass man richtig in die Story hineingezogen wird und der nächsten Email entgegenfiebert - alle Achtung, das hätte ich als abgebrühter Vielleser so nicht erwartet!
Viele 1-Sterne-Rezensenten bemängeln, dass der monatelange Email-Dialog - dazu noch mit der "Sie"-Anrede - absolut unglaubwürdig bzw. unrealistisch wäre.
Das denke ich nicht, weiß selbst aus Erfahrung, wie sicher viele von uns, dass man schriftlich viel mehr rüberbringen kann, gerade viele komplexe Gedanken, die man als gesprochenes Wort so seinem Gegenüber nicht sagen würde. Das "Sie" wahrt dazu noch eine gewisse Distanz. Und wie oft hat man eine fremde Person mit netter Stimme am Telefon und stellt sich vor, wie die Person im "wahren Leben" wohl aussieht, wie sie sich benimmt (und ob man sehr enttäuscht wäre). Genauso verhält es sich doch im Berufsleben mit E-Mail-Kontakten - da kann man einiges an Überraschungen erleben, wenn die besagte Person plötzlich "real" vor einem steht. Ein interessantes Feld....
Eine schöne Geschichte, oft amüsant, manchmal ein bißchen traurig, dazu noch ohne eine kitschiges, realitätsfernes Happy End.
Fazit: Absolut empfehlenswert. Ein Buch, das ich jedem nur ans Herz legen kann, gerade für die beginnende Urlaubssaison - der ideale Urlaubsroman (und das ist keine Abwertung, sondern als Lob gemeint!).
Und noch ein Lesetipp, ein "Muss": "E-Mail an alle" - ein Buch, das ebenfalls nur aus Emails besteht, in der Werbebranche spielt und auf seine - wenn auch andere Art - genauso fesselt wie Gut gegen Nordwind.
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Die ganze Geschichte beginnt mit einem Fehler. Es ist nur ein Schreibfehler, der Emmi Rothners Mail an den netten Leo Leike weiterleitet. Und ihm somit einen Platz in Emmis Adressbuch einträgt. Und ihm dann eine Sammel-Weihnachtsmail beschert. Damit ist der Kontakt zwischen dem beziehungsmüden Leo und der glücklich verheirateten Emmi hergestellt. Was als purer Zeitvertreib beginnt, wird langsam zur Gewohnheit. Emmi will Mails von Leo. Leo findet die spontane, freche und sprunghafte Art der neuen virtuellen Freundin auch sehr sympathisch. Es ist nur: Warum wird Leo für Emmi eine feste Größe im Terminskalender? Will sie ihren Mann betrügen? Ist es der Kick des Neuen? Steckt Einsamkeit dahinter, oder uneingestandene Sehnsucht?
Aus dem kleinen Ring des Austausches kleiner Geheimnisse werden langsam große Kreise. Der Dialog wird zum Schlagabtausch, mischt sich mit Zärtlichkeiten. Ein Partner zieht sich virtuell zurück, der andere schreibt ihm hinterher und dann fliegen die Nachrichten zwischen den Computern hin und her. Leo hat eine kaputte Beziehung hinter sich und muss den Tod der Mutter verkraften, Emmi haucht ihm Worte des Trostes ein. Emmi hat eine Familie mit zwei Kindern und fühlt sich von den Schmeicheleien des neuen Freundes bestätigt. Leo gibt ihr auch den sehr hilfreichen Tipp andersherum zu schlafen, um den lästigen Nordwind zu überlisten. Emmi verkuppelt Leo mit ihrer besten Freundin und wird prompt eifersüchtig. Spätestens dann ist Leo klar, dass Emmi und er eine Ebene erreicht haben, in der ein offenes Wort dringend Not tut. Man soll sich also treffen. Doch diesen weiteren Schritt zögern beide hinaus. Dann erhält Leo auf einmal Post von Emmis Ehemann...
Der Roman beschränkt sich auf die Mails, die von Emmi, Leo und auch von Emmis Ehemann geschrieben werden. Außerdem mischt sich manchmal noch der administrative Postdienst ein, um z.b. Abwesenheitsnotizen weiterzuleiten. Ein moderner Briefroman könnte man sagen. Doch tatsächlich werden die Besonderheiten des virtuellen Kontakts bald sichtbar. Die Art wie Emmi und Leo ihre Mails verfassen, verrät dem Leser sehr viel über ihre jeweiligen Gefühle und Absichten. Am Datum kann man erkennen, wann jeweils eine Mail beantwortet wurde oder eine neue verfasst wurde. Auch dies lässt einige Rückschlüsse zu. Somit vermittelt der Autor einen sehr intimen Einblick in eine unwirkliche Welt, die für die Beteiligten einen immer größeren Einfluss ausübt. Mit diesem Suchtfaktor hat vor allem Emmi wohl nicht gerechnet. Und die große Frage steht im Raum: Kann diese Traumwelt die Realität zerstören, um eine neue Wirklichkeit zu schaffen?
Der Roman ist nachdenklich, sozialkritisch und manchmal auch ziemlich traurig. Aber wirklich romantisch oder einfach nur witzig, nein, das ist er nicht.
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am 16. September 2007
"Gut gegen Nordwind" ist an sich schon ein tolles Buch. Eine Zufallsbekanntschaft im Netz führt zu einem spannenden, zunächst sehr witzigen, aber schließlich zunehmend recht dramatisch werdenden Austausch zwischen zwei Menschen, die sich persönlich dabei nicht treffen (oder doch :o)... ???).

Diese spannend geschriebene und in eMail-Form verfasste Handlung wird von Andrea Sawatzki und Christian Berkel wunderbar umgesetzt.

Hörgenuß pur ist garantiert!
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am 25. Juni 2009
Ein Tippfehler in einer E-Mailadresse sorgt für die wohl charmanteste und mitreißendste Liebesgeschichte seit langem. Emmi und Leo, zwei völlig unbekannte, schlagen sich die Nächte mit E-Mails um die Ohren, lachen, weinen, schimpfen, streiten und lieben sich ausschließlich auf dem elektronischen Papier. Und da die E-Mails die einzige gemeinsame Basis der beiden sind, beschränkt sich das Gesprächsthema hauptsächlich aufs Sezieren der Zeilen des Gegenübers und das, was man dabei fühlt. Und gefühlt wird verdammt viel! Sowohl bei den Protagonisten, als auch beim Leser, der nichts weiter als die E-Mails selbst und die Zeitabstände zwischen ihnen zu Gesicht bekommt.

Daniel Glattauer ist es echt gelungen, eine mittlerweile immer häufiger auftretende Situation auf derartig faszinierende Art und Weise darzustellen, dass man seiten- und E-Mailweise mit dem Paar gleichzeitig in Freude ausbricht und mitleidet, wenn ihre eigenwillige Beziehung in unvorhergesehene Bahnen schwenkt.

Verstärkt wird dieses Erlebnis vor allem aber auch durch die hervorragende Darbietung von Andrea Sawatzki und Christian Berkel. Man merkt den beiden an, dass sie auch im echten Leben ein eingespieltes Paar sind, da sie auf so wunderschöne Art und Weise miteinander kokettieren, flirten, sticheln und dann auch wieder vollkommen auf den Anderen eingehen können. Wer bislang nichts mit Hörbüchern anfangen konnte, sollte der vertonten Emmi und dem vertonten Leo unbedingt eine Chance geben.

Für welche Variante man sich aber auch entscheidet, man erlebt eine zauberhafte, tragikomödische Geschichte, die vielleicht dem Leser auch oft aus dem Herzen spricht.
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am 18. November 2008
Gekauft - reingelesen - im Auto an der Ampel weitergelesen - vom Parkplatz zum Haus ebenso ... lesend auf die Couch gestolpert ...4 Stunden aus dem Leben ausgeklinkt, völlig versunken, die Umwelt verwischte, kein Essen, kein Telefon, nur getrieben von dem Wunsch zu wissen wie es weitergeht ...Ein zauberhaftes, faszinierendes, wunderbar geschriebenes Buch...
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am 31. Dezember 2008
Dieses Buch hat mich von seiner ersten Seite an in seinen Bann gezogen, es ist so, als ob die Personen tatsächlich existieren, hin- und mitreißend.

Der Stil - das Buch ausschließlich in Form von emails zu schreiben - ist einfach genial gewählt, temporeich, und man ist sofort mitten im Geschehen, in einer Situation, die absolut jedem passieren könnte. Das macht es einem auch so leicht, sich hineinzuversetzen in die beiden, ja, sowohl in Leo als auch in Emmi, und die Entwicklung ihrer Geschichte bleibt immer stimmig.

Der Email-Austausch besteht aus einem wahren Feuerwerk an Worten, Sätzen und Dialogen, herrlich direkt, sehr zeitgemäß und emotional immer nachvollziehbar lesen sich die mails von Leo und Emmi, die sich aufgrund eines "Buchstabendrehers" virtuell begegnen - und immer mehr voneinander fasziniert sind. Man kennt den anderen nicht, bleibt in der virtuellen Welt auf beruhigende Weise anonym, und kann sich viel freier ausdrücken als im realen Leben, kann ein wenig anfangen zu flirten, hat ein spielerisches Ventil entdeckt, dem Alltag zu entfliehen.

Aber Leo ist für Emmi nicht nur "gut gegen Nordwind", der sie nicht schlafen lässt, Leo wird zu ihrem Lebensmittelpunkt, und sie für ihn zu jemandem, den er nicht mehr missen möchte - aber Emmi ist gebunden.

Man fragt sich automatisch die ganze Zeit, was man selber machen würde. Und weiß, man wäre wahrscheinlich genauso hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, den anderen endlich, endlich persönlich zu sehen und der Furcht, dadurch den einzigartigen Zauber dieser außergewöhnlichen Beziehung - fast schon Affäre - zu zerstören... und nicht nur das.

Und man weiß eigentlich auch, dass es nicht gut gehen würde - höchstwahrscheinlich. Denn schon längst sind Gefühle im Spiel, die zwar zum Teil auf einer Wunschvorstellung basieren, die aber schon so stark sind, dass sie längst Emmis Ehe beeinflussen. Schockierend fand ich Bernhards mail an Leo, tatsächlich dachte ich bei den ersten Zeilen, es sei Emmi, die auf diese Weise Leo zu verstehen geben wolle, dass er sich mit ihr treffen soll.

Wunderbar gefallen hat mir, wie auch in den ganz kurzen mails, in nur wenigen Worten so viel gesagt, so viel Emotionen ausgedrückt wurden, und ganz besonders Leos alkoholgeschwängerte Passagen voller Sehnsucht - hinreißend. In einer dieser weinseligen emails schreibt er auch die wunderbaren Sätze: "Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Schreiben ist küssen mit dem Kopf." Wie sollte Emmi sich nicht in diese Worte verlieben?

Das Ende - will ich natürlich nicht verraten... ich fand es passend.

Aber ich freue mich trotzdem sehr auf die Fortsetzung, die Anfang 2009 erscheinen soll, ich hoffe, sie hat den gleichen "umwehenden" Effekt...
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