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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
108
4,3 von 5 Sternen
Das Kindermädchen (Joachim Vernau, Band 1)
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 28. Februar 2012
Ich bin Mitglied im Buchclub von MexxBooks und habe 'Das Kindermädchen' gelesen.

Aufgrund der Reihenfolge, in der die Bücher von Elisabeth Herrmann als eBooks veröffentlich wurden, habe ich die Bücher um Joachim Vernau in verkehrter Reihenfolge gelesen. Angefangen bei 'Die letzte Instanz' bin ich über 'Die siebte Stunde' nun zum ersten Buch, 'Das Kindermädchen', gekommen und habe endlich erfahren, wie Joachim Vernau und Marie-Luise Hoffmann Kanzleipartner und irgendwie auch Freunde geworden sind.

Joachim Vernau ist Rechtsanwalt und verkehrt in den besten Kreisen Berlins. Das hat er insbesondere seiner Lebensgefährtin Sigrun Zernikow zu verdanken, die aus der in Berlin hoch angesehenen Dynastie der 'von Zernikows' stammt. Die Familie ist nach dem Zweiten Weltkrieg zu großem Reichtum gelangt und führt eine erfolgreiche Anwaltskanzlei, samt großer Villa und diverser Sportwagen in der Garage. Auch wenn Sigrun das 'von' aus ihrem Namen gestrichen hat, da sie es für ihre Politikerkarriere für hinderlich hält, ist sie sehr durch ihre familiären Bande geprägt. Besonders die Freifrau, die Patriarchin, prägt Leben und Darstellung der Familie.

Joachim Vernau ist kurz davor, Sigrun zu heiraten und als Partner in die Kanzlei einzusteigen. Zwar wird schnell deutlich, dass es zwischen ihm und Sigrun nicht wirklich knistert, doch scheint er sowohl beruflich, als auch finanziell ganz oben angekommen zu sein.

Als aber plötzlich eine alte, arm wirkende Ukrainerin vor der Villa auftaucht und ihn inständig bittet, Utz von Zernikow, den Vater Sigruns, ein Dokument in kyrillischer Schrift zur Unterschrift zu geben, beginnt Vernau, sich für die Geschichte der Familie von Zernikow zu interessieren. Dabei wird sein Interesse natürlich gerade dadurch geweckt, dass ihm von der Familie eindeutig beschieden wird, die Frau so schnell wie möglich zu vergessen und nicht in der Vergangenheit zu wühlen.

Vernau gibt das Dokument an seine Bekannte, Marie-Luise Hoffmann weiter. Sie ist ebenfalls Rechtsanwältin und bereits in diesem Band deutet sich an, dass in der Vergangenheit mehr zwischen den beiden war als Kollegialität. Sie ' aufgewachsen in der DDR- spricht nicht nur russisch, sondern wittert sofort düstere Geheimnisse in der Familie von Zernikow.

Als innerhalb kurzer Zeit eine Frau stirbt und eine weitere lebensgefährlich verletzt wird, Vernau aber mit all seinen Fragen bei der Familie von Zernikow ' und auch bei seiner Lebensgefährtin ' auf taube Ohren stößt, beginnt er gemeinsam mit Marie-Luise Nachforschungen anzustellen ' auch wenn er weiß, dass er damit seine Beziehung aufs Spiel stellt.

Elisabeth Herrmann ist mit diesem Buch ein tolles Debüt der Reihe um Joachim Vernau gelungen. Vieles, was in den folgenden Bänden ausgeführt wird, deutet sich hier bereits an. Zur besonderen Spannung und auch düsteren Atmosphäre dieses Buchs trägt insbesondere die Rahmenhandlung bei, nämlich die Geschichte um junge Frauen aus von den Deutschen im Zweiten Weltkrieg besetzten Gebieten, die als billige Arbeitskräfte ins 'Altreich' geschafft wurden, um als Haushaltshilfen und Kindermädchen zu arbeiten. In ihrer Danksagung macht Herrmann deutlich, dass dies keineswegs ihrer Fantasie entsprungen, sondern ein Kapitel der Geschichte der Zwangsarbeiter ist, das bisher kaum beachtet wurde. Es gelingt ihr, die Not dieser Mädchen ebenso wie die arrogante Haltung vieler Deutscher damals darzustellen. So hießen im Hause von Zernikow alle Mädchen 'Paula', damit die Familie sich gar nicht erst die Mühe machen musste, sich die verschiedenen, schwer auszusprechenden Namen zu merken.

Trotz dieser doch schwer verdaulichen Rahmenhandlung, ist Herrmann ein Buch gelungen, in dem in vielen Teilen eine ganze Prise Humor zum Vorschein kommt. Allein die Schilderung der Kanzlei von Marie-Luise, samt ihrem Praktikanten Kevin, lässt den Leser grinsen. Gleiches gilt für die Auftritte der Freifrau. Ich konnte mit beim Lesen bildlich vorstellen, wie sie lautlos mit ihrem Rollstuhl um die Ecke gefahren komme und Vernau einen Heidenschreck einjagt. Vernaus Mutter und Hüthchen gehen mir allerdings in diesem Buch genau so auf die Nerven, wie in den folgenden Bänden'.

Eine absolute Leseempfehlung für 'Das Kindermädchen' und Folgebände.

Christiane für MexxBooks
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am 16. April 2017
Spannend von Anfang bis Ende, kann ich jedem Krimifan empfehlen. Elisabeth Herrmann gehört jetzt mit zu meinen Lieblingsautorinnen. Bis jetzt habe ich noch Das Dorf der Mörder gelesen.
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am 10. Januar 2015
Ich hatte zuerst das Buch "Das Dorf der Mörder" von Elisabeth Herrmann gelesen und war so fasziniert, dass ich mir dieses Buch auch kaufen musste. Habe es dann auch ganz schnell gelesen, einfach genial!
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am 31. Juli 2014
Eine spannende Geschichte, die neuere mit NZ-Zeit-Geschichte geschickt verbindet. Ob glaubhaft bzw. der Wahrheit entsprechend, weiß ich nicht, aber mir hat die Story sehr gut gefallen.
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am 24. Mai 2017
Joachim Vernau ist ganz oben in der Berliner Gesellschaft angekommen: Der Anwalt steht kurz davor, in die wohlhabende und einflussreiche Familie der von Zernikows einzuheiraten, nicht ahnend, dass ihre Ehrbarkeit bloss Fassade ist. Außerdem möchte ihn sein zukünftiger Schwiegervater in dessen renommierte Kanzlei aufnehmen. Sein Aufstieg ist nur noch eine Frage der Zeit und des Wohlverhaltens. Dann erfährt Vernau von einem unrühmlichen Kapitel aus der Vergangenheit der von Zernikows. Als er versucht, die Wahrheit ans Licht zu bringen, ahnt er nicht, in welche Gefahr er sich begibt.

Fazit: Es ist mir ein Rätsel, wie es dieser Roman auf die Krimi-Weltbestenliste schaffte. Die Geschichte ist weder spannend noch interessant. In ihrem Politkrimi greift die Autorin ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte auf. Doch die braunbefleckten Geschäfte der einflussreichen Berliner Gesellschaft sind ein längst abgedroschenes Thema. In dem Thriller aus dem deutschen Großbürgertum wird kein Thema, das mit dem NS-Unrechtsstaat zusammenhängt, ausgeklammert: Es geht um Zwangsarbeit, Raubkunst, Standesdünkel. Es geht um Verdrängung, Verachtung und fehlende Sühne – da wird es einfach etwas zu viel. Und zu allen Themen liefert die Autorin die entsprechenden Figuren, bei denen es ihr allerdings nicht um die Ausleuchtung der Charaktere ankommt – da wird es einfach etwas zu wenig.
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am 5. November 2005
Elisabeth Herrmann hat das brisante Thema der urkrainischen Kindermädchen, die während des zweiten Weltkriegs zu Zwangsarbeit in deutschen Haushalten gezwungen wurden, in einen spannenden Krimi verpackt.
In das idyllische Leben des Anwalts Joachim Vernau, der glücklich liiert ist mit der Politikerin Sigrun (von) Zernikow, tritt plötzlich eine alte Urkrainerin. Sie fleht ihn um Hilfe an: Für ihre Freundin Natalia braucht sie die Unterschrift unter einem Dokument, das die Zwangsarbeit im Hause Zernikow als Kindermädchen für den kleinen Utz bestätigt. Doch Utz, heute Vater von Sigrun, zukünftiger Schwiegervater von Joachim, und aktuell sein Chef in einer renommierten Berliner Kanzlei, verweigert die Anerkennung. Anfangs widerwillig, später neugierig und letztlich provoziert von einer alten Freundin aus kämpferischen Studientagen, beginnt die Suche nach der Wahrheit. Vertrauen und Misstrauen lassen Fakten immer wieder in neuem Licht erscheinen. Außer der Wahrheit stehen bald auch alte und neue Ideale auf der Fahndungsliste. Woran können Menschen in den Zwängen des gesellschaftlichen und beruflichen Leben noch glauben?
Mit viel Liebe zum Detail, spritzigen Dialogen und einem humorvoll-lakonischen Stil zeichnet Elisabeth Herrmann ein bewegendes historisches Geschichtsbild, mit einer spannenden, unterhaltsamen Rahmenhandlung im modernen Berlin.
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am 17. Dezember 2014
Dieses Buch habe ich in einem Rutsch ,sprich einem Tag gelesen da ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte .
Es ist schon ziemlich finster um was es hier geht ,aber ich denke derartiger Schicksale gab es viele .
Sensibel aufgearbeitete deutsche Geschichte gepaart mit einer kraftvollen Erzählweise ... Grosses Lob an die Autorin .
Kaufempfehlung
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am 24. September 2015
Atemberaubend spannend. Geschichtlich hochinteressant. Einfach toll. Ein absolut lesenswertes Buch. Fuer Krimifans mit Anspruch ein absolutes Muss, ohne wenn und aber! - genau wie ihre anderen Buecher...
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am 22. August 2011
Die hier hinterlegte Kurzbeschreibung wird dem Roman in keinster Weise gerecht, bringt einen auf eine ziemlich falsche Spur. Denn es klingt langweilig, oder? Zumindest fand ich das, bei mir hat das Buch locker 12 Monate im SUB geschlummert.

Langweilig ist das Buch aber in keinster Weise. Joachim Vernau, der als Ich-Erzähler durch das Buch führt, ist ein vermeintlich aufstrebender Jurist, sarkastisch, zynisch, er vermag mit Worten messerscharf zu agieren. Sämtliche Figuren sind von der Autorin so wunderbar skizziert, dass sie alle ein Gesicht bekommen, ihre Macken, Schrullen und Eigenheiten lebendig werden. Ein ironischer Blick hinter die Kulissen der "feinen Gesellschaft", wo mehr Schein als Sein zu finden ist.

Sehr berührt hat mich das Schicksal der Zwangsarbeiter, der Kinder und Jugendlichen, die die Nazis einfach nach Deutschland geschleppt haben, wo sie in deutschen Familien "dienten". Das war mir bis zum Lesen des Buches SO deutlich nicht.

Der Schreibstil ist wunderbar, die stets vorhandene leise Ironie bringt einen immer wieder zum Schmunzeln. Kurzum, das Buch liest sich flüssig weg wie nix. Und, ein für mich im Moment entscheidendes Kriterium, das Buch spielt in Deutschland, in Berlin! Warum müssen es immer englische, amerikanische, skandinavische Krimis sein? Deutsche Autoren können das nicht minder gut! Elisabeth Herrmann ist ein erstklassiges Beispiel dafür!

Ich empfehle ebenso von Herzen die anderen beiden Bände mit Joachim Vernau "Die siebte Stunde" und "Die letzte Instanz". Sie alle sind qualitativ hochwertig, haben alle eine interessante Story zu bieten und die Figuren bleiben schrullig, sympathisch, selbstironisch und unterhaltsam! Ich hoffe, dass die Serie weitergeht!
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am 6. Januar 2006
Ein Action-Thriller? Ein Krimi? Literatur? Alles. Superspannend, z.T. sogar richtig witzig, an den entscheidenden Stellen aber einfühlsam und niemals mit erhobenem Zeigefinger. So bekommt der Leser ganz nebenbei die Geschichte zweier Kinder erzählt. Ein Mädchen aus der Ukraine, 1942 nach Nazi-Deutschland verschleppt, und ein Junge aus Berlin-Grunewald, Kind und Kindermädchen. Die beiden mögen sich, nicht zuletzt, weil die Mutter des Jungen sich kaum noch um ihn kümmert. Als beide in den Bombemnächten 1944 in einen Luftschutzkeller flüchten, sehen sie etwas, was sie keinesfalls hätten sehen dürfen...
Sechzig Jahre später. Der erfolgreiche Anwalt Joachim Vernau steht kurz vor der Einheirat in die noble Familie Zernikow. Da taucht in Gestalt einer alten Russin plötzlich die Vergangenheit wieder auf. Das beschämende Schweigen der Zernikows zu ihrer braunen Vergangenheit kann Vernau vielleicht tolerieren. Als die Russin aber zwei Tage später ermordet wird, setzt sich ein tödlicher Kreislauf in Gang. Was geschah damals in diesem Keller? Warum wird gelogen, vertuscht und getötet?
"Das Kindermädchen" ist ein Drei-Nächte-Buch. Über vierhundert Seiten, aber wer einmal damit anfängt, hört nicht mehr auf. Spannend bis zur letzten Seite. Bewegend. Unterhaltend. Moralisch auch, aber - wie gesagt, das so ganz nebenbei und unauffällig, dass man nach der letzten Seite das Gefühl hat, endlich mal wieder ein spannendes Buch verschlungen zu haben. Erst viel später fragt man sich, was wohl aus diesen Kindermädchen geworden ist. Und warum bis heute niemand etwas von ihnen wissen will, dass man vergessen hat, dass Zwangsarbeiter auch in Privathaushalten schuften mussten. Damit hat das Buch seinen Sinn mehr erfüllt, als es jeder Krimi könnte.
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