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1-10 von 15 Rezensionen werden angezeigt(4 Sterne). Alle 66 Rezensionen anzeigen
Micheal Crichton ist bereits 2008 im Alter von gerade einmal 66 Jahren gestorben. Doch seine Romane stehen nach wie vor für Aktualität. Und nicht immer sprich der Autor direkt an, was er mit seinem Roman sagen will, sondern benutzt seine spannenden und packenden Geschichten um auf Probleme inzuweisen, damikt wir dies verstehen. Hier stehen wir nun in unserer Problematik "Klimawechsel" und "Unweltschutz" doch ich finde ich den Weg den der Autor genutzt hat ziemlich kontovers.

Denn im Gegensatz zu allgemeingültigen Meinung vertritt die "gute" Seite dieses Buches die Meinung, das die Vorgänge (Zunahme von Wetterphänomenen und Erderwärmung) zu einem ganz normalen Zyklus in der Entwicklung der Erde gehört und die "Schutzmaßnahmen" der Umweltschützer eher zu einer Verschlechterung als den zu einer Verbesserung führt.

Die Gegenseite die "Ökos" glauben an ihre Sache und sind bereit für die Ereichung ihrer Ziele alles in kauf zunehmen. So werden Sturmfronten und Gewitter durch moderne Hilfmittel verstärkt um möglichst viele "zivile" Opfer zu produzieren und selbst vor einem selbstproduzierten Tsunami wird nicht zurück geschreckt. Von den Opfern der Killerkommandos welche Hinternisse beseitigen sollen, einmal garnicht zu sprechen.

Diese Geschichte ist wirklich spannend , wenn auch stellenweise Vorhersehbar erzählt, wobei allerdings die Protagonisten alle ziemlich blass bleiben. Michael Crichton hat allerdings schon immer mehr Wert auf die Geschichte und seine Hintergründe gelegt, so das mich diesmal nicht überrascht oder gestört hat.

Ob man nun der Geschichte glauben kann, sei nun dahin gestellt und in eine entsprechende Diskussion werde ich mich auch sicher nicht verwickeln lassen. Ich bezeichne von daher dies als Fiktion, denn mir fehlt einfach das Hintergrundwissen um mich dazu qualifiziert äussern zu können.

Dem eigentliche Thema, auf das der Autor heraus will, kommt man erst ziemlcih zum Schluß auf die Spur. Und ich muß leider gestehen, das mir dies bisher garnicht so bewusst gewesen ist und doch fand ich die Erklärungen und Erörterungen schlüßig. Es geht darum das wissenschaftlichen Forschung nicht wirklich unabhängig sind. Den die Wissenschaftler wissen von wem ihr Geld kommt und worauf die Forschung abziehlen soll. So kommt es schnell zu unbeabsichtigten Entgegenkommen zwischen Sponsor und Forschung, auch wenn dies von forschender Seite nicht so gewollt ist. Doch die Wissenschaftler wollen ihr Forschungen fortführen und abschliessen können, doch welches Unternehmen oder welche Regierungen schiessen doch noch Geld in die Forschung, wenn sich herausstellt, das die Forschung ihren "Wünschen" zugegen läuft - KEINE. Außerdem spricht der Autor auch den Untersuchungsmethoden selbst Fadenscheinlichkeit aus. Den aus Geldmangel oder auf Bequemlichkeit wird immer weniger Feldforschung betrieben und stattdesen nur noch am Computer oder im Labor Testreihen simuliert. Diese sind jedoch in vilen Bereichen der Wissenschaft völlig unzureichend und verzerren das eigentliche Bild. Nur gibt es keine Kennzeichnungspflicht in Fachblätter oder anderen Medien, wie die veröffentlichten Daten zustande gekommen sind und können so eventuell zu völlig falschen Annahmen führen. Dieses Thema finde ich wirklich interessant und werde mich zu dieses Thematik sicher noch weiter belesen.
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am 25. Januar 2017
Multimillionär George Morton engagiert sich seit Jahren für den Umweltschutz. Um
so größer ist die Überraschung für alle Beteiligte, als er eine angekündigte Spende
über 10 Millionen Dollar an die Umweltschutzorganisation NERF zurückzieht, da
diese ihm ihre Bücher nicht offen legen. Kurz Zeit später hat er in einem seiner
Ferraris einen tödlichen Autounfall. Sein Freund und Anwalt Peter Evans, der das
Bindeglied zwischen Morton und der Organisation darstellt, wird von allen Seiten
unter Druck gesetzt, die Rücknahme der Spende zu widerrufen.


Schließlich tritt John Kenner in Peters Leben - vermeintlicher Wissenschaftler
im Bereich Klimaforschung entpuppt der sich als mit allen Wassern gewaschener
Agent der Regierung. Inzwischen bahnen sich an mehreren Stellen der Welt Katastrophen
an: Ein riesiger Eisberg droht, sich von der Antarktis zu lösen, Erdbeben in
Californien, ein Tsunami im Pazifik - und alle scheinen von den Umweltterroristen
ausgelöst zu werden, die für NERF arbeiten. Kenner und Evans können das
Schlimmste verhindern und machen Jagd auf die Drahtzieher.


Die Handlung ist durchaus recht spannend, wirkt aber recht klischeehaft: Die
gut organisierten Bösen bedrohen auf unrealistische Weise die Welt, und ein
Agent rettet sie im Alleingang. Allerdings ist Kenner nichts weiter als Retter
in höchster Not und außerdem ein wandelndes Lexikon im Bereich Klimaforschung,
ansonsten erfährt man nichts über ihn. Alle auftretenden Frauen sind selbstbewußt,
gutaussehend und taff, lediglich Evans wirkt dazwischen als langweiliges Mittelmaß.
Abgesehen davon wirkt der Roman wie ein Sachbuch im Bereich Klimawandel, wobei
der Autor sich eher auf die Seite der Skeptiker stellt, ob es tatsächlich eine
Klimaerwärmung gibt und ob diese vom Mensch verursacht wurde. Glaubhaft wirken
die Argumente zumindest durch eine seitenlange Angabe der Quellen - und
stichprobenhafte Überprüfung meinerseits bestätigten einige im Buch dargelegte
Behauptungen. Somit wird daraus ein spannender, aber völlig übertriebener Thriller
mit einigem wissenschaftlichen Anspruch.

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am 29. September 2006
Einen Stern Abzug gibt es für die derzeit hypermoderne sprachliche Flachheit und für die haarsträubenden Fehler im Plot eines weiteren schablonenhaften Bestseller Marke Verschwörungsthriller; im vorliegenden Fall ohne Beteiligung der katholischen Kirche, dafür mit den Untergangspropheten der Ökoreligion. Bestseller kann man sprachlich und inhaltlich auch 'ne Pisastufe höher anlegen - mit schlechter Übersetzungsleistung ist dies nicht zu erklären, da ich das Original konsumiert habe (lesen will ich das nicht wirklich nennen).

Die Story des Buches ist megaschnell erzählt: böse Buben und Mädels mit aufrichtigen Glaubensgrundsätzen fundamentaler Art planen Böses um guten Glauben in der Gesellschaft zu verankern. Unbeteiligter Anwalt, mit Superheldgen sowie Wissenschaftler mit 007-Komparsentruppe durchkreuzen den perfiden Plan - Ende. Das reichte früher gerade mal für 64 Seiten Groschenroman, heute sieht so ein Bestseller aus (und bevor es losgeht: sowohl westlich wie auch östlich vom Atlantik).

Wieso dann die restlichen vier Sterne? Allein die Reaktionen einer neuen Art von bornierten Gläubigen, deren zweieinhalb Glaubensansichten scheinbar genauso unhinterfragbare, in steingemeißelten Wahrheit werden soll, wie die der religös-religiösen Fanatiker, rechtfertigen vier Sterne. Crichton lässt seinen fiktiven Wissenschaftler all die unangenehmen Fragen stellen, die sich herkömmliche meist unwissenschaftliche Untergangspropheten in Diskussionen nachdrücklich und entschieden verbieten (einige wollen ja lediglich ihre reißerisch apokalyptischen „Sachbücher“ an Mann/Frau bringen und in zwanzig Jahren wird keiner mehr für sein Gewäsch von gestern zur Rechenschaft gezogen – einfach mal in Sachbüchern der frühen 70iger schmökern, in was für einem unumkehrbaren Stadium sich ihre (Um)Welt heute eigentlich präsentieren müsste). Crichton ruft dem Leser ins Bewusstsein, dass nicht nur Exxon sich ums liebe Geld sorgt, sondern das Probleme der Finanzierung von Arbeit immer mit der Beschaffung von Geld beginnt. Warum dies in der öffentlichen Wahrnehmung u.a. für Greenpeace bzw. für Forschungseinrichtung scheinbar keine Rolle spielt und deren PR, im Gegensatz zu Exxons PR, als moralisch einwandfrei und 100% lauter betrachtet wird, war mir schon immer ein Rätsel.

In der Romanhandlung eingebaut sind etliche überprüfbare und äußerst interessante Informationen nebst Quellenangaben (falls man nicht daran glaubt, dass hinter jeder NASA-Seite o.ä. der böse Onkel Bush & die CIA stecken), dies ist, im Gegensatz zu bspw. Schätzings fabulierendem Schwarm, bei einem solchen Thema meiner Meinung nach unabdingbar. Ob man nach einer kritischen Überprüfung dieser Fakten noch immer an die Weltuntergangsszenarien glaubt, sich von ihnen befreit ohne gleich den Umweltschutz zu begraben, die präsentierten Fakten wiederum hinterfragt und zur ursprünglichen Erwärmungsthese zurückkehrt, bleibt jedem selbst überlassen - allerdings ist das eben Crichtons Hauptanliegen: wer nichts weiß, muss alles glauben. Als halbwegs aufgeklärter Mensch wundert man sich am Beginn des 21. Jahrhunderts (auch anhand der heftigen Reaktionen auf diesen eigentlich harmlosen Roman) woher diese vielschichtige Glaubensrenaissance kommt.

Was mich zum wichtigsten Teil dieses Buches bringt, dem Anhang (keine Ahnung ob es dieser Teil auch in die deutsche Version geschafft hat, bei manchen Rezensionen kommen mir da allerdings erhebliche Zweifel). Crichton macht darin seinen Standpunkt klar, weder geht es ihm um die Abschaffung des Umweltschutzes noch um die Diskreditierung bestehender Umweltverbände, lediglich das Hinterfragen bestehender wissenschaftlicher Thesen und die damit verbundenen milliardenschweren politischen Entscheidungen in Zeiten leerer Kassen und schwindender Arbeitsplätze, sollten wir einfachen Geldgeber etwas kritischer hinterfragen, bevor wir hysterisch in einem hochkomplexen System an Schrauben drehen, deren Funktion wir bis heute nicht verstehen. Crichton macht deutlich, dass beide Seiten der Öffentlichkeit nur Rosinen präsentieren um ihren jeweiligen Standpunkt pseudowissenschaftlich zu untermauern, derweil tappen beide Seiten mehr im Dunklen als das sie irgendetwas tatsächlich wissen. Trotzdem ist die Reduktion von CO2 oder das Entwickeln von alternativen Energiequellen etc. richtig, wer dem Autor andere Aussagen unterjubeln will, ist entweder böswillig, bereits verblendet oder kennt das Buch/Anhang nur vom Hörensagen.

Crichton verweist im Anhang zu Recht auf die Eugenik und deren hysterische Auswüchse am Anfang des 20. Jahrhunderts auch hier wurden wissenschaftlich teilweise höchst fragwürdige Thesen in politisch Entscheidungen umgemünzt – am Ende stand ein Höhepunkt menschlicher Bestialität der Menschheitsgeschichte. Wenn man heute aus ökoreligiösen Gründen DDT vom Weltmarkt bannt, Entwicklungsländer unter Druck setzt, bis hin zur Erpressung mit Entwicklungshilfegeldern operiert und somit in diesen Ländern der Malaria WIEDER Tür und Tor geöffnet hat, wie nennt man eines fernen Tages dieses dann? Billigend in Kauf genommener, allerdings gut gemeinter und der Umwelt zuliebe durchgeführter Massenmord?

Fazit: Nicht nur der böse Onkel Bush und Exxon müssen sich unangenehmen Fragen stellen, auch diejenigen, die die Öffentlichkeit mit klimatischen bzw. ökologischen Untergangsszenarien bombardieren und Milliarden an globalen Steuergeldern fordern, müssen sich vom Bezahler kritisch hinterfragen lassen.

Es grenzt an maßlose Hybris, wenn man glaubt, dass der Mensch die Macht hat, den Lauf der Dinge auf einem Gesteinsbrocken zu steuern, der mit 108.000 km/h durchs Sonnensystem rast und im Laufe seiner bisherigen 4,5 Milliarden Jahre Existenz etliche Veränderung durchlebt hat und in den verbleibenden 3,5 Milliarden Jahren noch etliche Veränderungen durchleben wird. Und man muss sich schon völlig entblöden, um in der Lage zu sein von romantischer Zustandsbewahrung zu reden, wenn man auf diesem Gesteinsbrocken lebt, der währenddessen ständig einen Fusionsreaktor umkreist, welcher pro Sekunde 700 Millionen Tonnen Wasserstoff zu Helium fusioniert und dabei eine Gesamtleistung von etwa 400 Quadrillionen Watt freisetzt, welcher, wenn er sich nur mal räuspert und seine elektromagnetische Tätigkeit vorübergehend zurückfährt, sofort eine kleine Eiszeit auf unserm Gesteinsbrocken verursacht.

Also ruhig diesen Kurzschmöker konsumieren, nicht alles glauben sondern hinterfragen und bei der nächsten Zeitungshorrormeldung über abschmelzendes Eis in Grönland nicht gleich in Panik verfallen, sondern genüsslich bis zu der Stelle weiter lesen, an der beiläufig erwähnt wird, dass unter dem Eis etliche Wikingersiedlungen auftauchen. Ob die Namensgeber Grünlands vor tausend Jahren auch schon ein CO2 Problem hatten?

Ach ja und bitte, deswegen nicht gleich zur „Umwelts**“ mutieren.
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am 11. Juni 2008
Hat man soetwas schon mal gesehen: Dem Roman beigefügt ist eine 30-seitige (!) vom Autor kommentierte und erläuterte Fachliteraturliste, die ebenso spannend und aufschlussreich ist wie der Roman selbst. Weiterhin gibt es ein persönliches Nachwort vom Autor zum Thema Umweltwissenschaft, Umweltpolitik und den Versuchen uns Medienbürger gelenkt in einen Zustand leichter Furcht zu versetzen, damit wir weiter brav dem manipulierten Mainstream-Wissen folgen.
Der Anhang des Buches ist somit der Thriller unserer Realität.
Der Roman selbst handelt von einer Gruppe Umweltterroristen, die versuchen mit allerlei inszenierten Katastrophen (Eisbergsprengung, Wetterbeeinflussung u.a.) die Öffentlichkeit wachzurütteln und das Thema Klimaveränderung zu dramatisieren. Gleichzeitig sind einige Agenten der Regierung unterwegs diesen Wahnsinn zu stoppen. Unterwegs erfährt man viel von der heutigen Klimapolitik, unser aller eingeschläfertes Umweltbewusstsein, dem verbreiteten Halbwissen, der Organisation von Umweltgruppen etc.
Als ich den Roman zu lesen began, interessierte mich dieses Thema ebensowenig wie einer der Hauptfiguren der Geschichte, dem Anwalt Evans, der hier stellvertretend ist für die schlecht informierte und belogene Öffentlichkeit (also auch mich), und der im Laufe des Romans Umweltpolitisch aufgeklärt wird. Der Roman ist ein getarntes Politik-, Philosophie- und Psycholgiebuch der leichten Sorte.
Man merkt dem Autor an, mit welch ungeheurem Engagement er an die Sache herangegangen ist. Geschickt versteckt er das komplexe Thema in einem mitreissenden Hollywood-Thriller voll satter Aktion (die natürlich da und dort unlogisch und überzogen ist), die das Buch zu einem echten Page-Turner machen.
Man kann sich den Kinofilm zu diesem Buch mitsamt den Schauspielern grad vorstellen, und wahrscheinlich ist genau das die Absicht des Autors: uns träumendes Volk der eingeschläferten Schafe ein leichtes Fressen hinzuwerfen in dem sich das scharfe Gewürz umweltpolitischer Wahrheiten befindet.
Der Originaltitel des Buches lautet "State of fear", und das kann man eigentlich nicht mit "Welt in Angst" übersetzen. Vielmehr ist der Originaltitel doppeldeutig. Einerseits bezieht er sich auf die Absichten der Terroristen, welche die Bevölkerung in einen Zustand der Angst (State of fear) versetzen wollen. Und andererseits leben wir laut dem Autor (Nachwort!) schon längst in einem unbewussten Zustand der Furcht. Denn genau diese Furcht führt zu dem berüchtigten Cocooning ("Einigeln") der Bevölkerung. Wir fühlen uns von einer gefahrvollen Zukunft bedroht, reden, diskutieren, glauben an mediale Unwahrheiten und versuchen brav und angepasst zu leben in der Hoffnung, alles wird sich schon irgendwie finden.
Und in dieser Haltung der eingeschläferten Furcht kann man auch locker Benzinpreise ins Masslose ansteigen lassen. Wir nehmen das hin. Es bestätigt unseren diffusen State of fear nur noch.
Für das beeindruckende Engagement des Autors gebe ich 5 *, für die Romanlogik nur 3*, für die Spannung und Lesbarkeit 4-5*.
Gesamt also 4*.
Verdient.
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am 2. Februar 2007
Mit Welt in Angst hat Crichton meines Erachtens sich etwas von der Seele geschrieben, was ihn wohl schon eine Zeit lang bewegt hat: die frage, ob die veränderung der "Welt" ein natürlicher Vorgang ist oder ob "der Mensch" dafür verantwortlich ist. Seine Antwort: die Welt ist in ständiger Veränderung (alles fließt)und wie immer glauben die Menschen in ihrem in der Mehrheit "magischen Denken", sie wären dafür die Ursache. So wie die Maya glaubten, durch Menschenopfer (die Hingabe von etwas Wertvollem) ihre Götter besänftigen zu können, sagen die Priester der Gegenwart, was wir aufgeben müssen, um die Umwelt zu besänftigen. Zusammen mit der Statuserhaltung der Priester und Häuptlinge ein gefährlicher Vorgang für die Menschen, die durch diese Thesen in Freiheit und Vermögen betroffen sind. Ob Crichtons These richtig ist, vermag ich nicht zu sagen, die Argumente, die er in großer Fülle bringt, machen mich durchaus nachdenklich. Denkt man an das Klimaoptimum der Jungsteinzeit und die mittelalterliche kleine Eiszeit, so muss man wohl zugeben, dass sich die Natur oft nicht allzuviel um menschliche Ab- und Ansichten schert. Und dass in den Medien unpassende Tatsachen gerne weggelassen oder geleugnet (man denke nur an die jüngere Geschichte) werden, um die Tendenz "richtig" zu erfassen, ist bekannt.

Zur "Rahmengeschichte" habe ich den Eindruck, er hat sie im eigenen Auftrag geschrieben, professionell aber nicht übermäßig inspiriert, trotzdem lohnt das Lesen.
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am 30. Oktober 2007
Ein pazifischer Inselstaat will eine Klage einreichen, um Schadensersatz von den Treibhausgasproduzenten für die steigenden Meeresspiegel zu erhalten. Denn diese bedrohen das nur wenige Meter über Meeresspiegel liegende Land. Die Klage wird von einem klimaschützenden Multimillionär gesponsert, der dafür eine Öko-Bürgerbewegung finanziert.
Hauptfigur des Buches ist ein junger Anwalt, der den Millionär beraten soll. Im Laufe des Buches wird die Situation aber kritisch: Der Millionär kommt um, Terroristen tauchen auf und unser Anwaltsfreund muß mit Unterstützung der Sekretärin des Geldgebers und einigen Regierungsbeamten die Welt retten.

Der "Weltrettungsteil" des Buches ist recht verworren bis unlogisch. Es wird auch nicht wirklich aufgeklärt, wie es dazu kommen konnte.

Was das Buch aber wirklich heraushebt, ist der geniale Ausgangspunkt: Kann man wie in einem Fall vor Gericht wirklich nachweisen, daß es den anthropogenen Klimawandel gibt? Erwärmt sich die Erde? Wenn ja, warum? Können wir etwas dagegen tun?

Um es kurz zu machen: ich habe einen Teil der Quellen nachgelesen und festgestellt, daß Crighton Recht hat. Seine Aussage lautet nämlich: "Nix genaues weiß man nicht". Er hat Recht damit, daß für CO2-Reduzierung Unsummen ausgegeben werden, obwohl der weit überwiegende Teil des Kohlendioxidausstoßes nicht vom Menschen stammt. Es trifft zu, daß die meisten Studien zur Erderwärmung auf Computersimulationen und nicht auf Meßwerten basieren. Es trifft zu, daß auch ernstzunehmende Studien mit Absicht falsch zitiert werden. Und schließlich trifft die unschöne Rolle des IPCC zu.

Man fragt sich, wie es soweit kommen kann, daß eine bis heute unbewiesene Theorie so aufgebauscht wird, daß praktisch in jeder Zeitung, in jedem Magazin praktisch jedes Wetter als Beweis für die globale Erderwärmung hergenommen wird. Ich jedenfalls bin Crighton dankbar dafür, daß er einen anderen Blickwinkel auf ein bestehendes Problem eröffnet und mir so die Möglichkeit gegeben hat, wieder selbst zu entscheiden, ob eine Nachricht wahr oder falsch ist.

Ich habe das Buch auf Englisch gelesen, kann also zur Qualität der deutschen Ausgabe nichts sagen.
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am 14. April 2014
Crichton kann Spannung erzeugen. Dass grüne Organisationen "Katastrophen" brauche, um ihre
Agende voranzutreiben, ist offensichtlich. Warum Herr "Kenner" der Retter im Dienst staatlicher
Organisationen aber keine polizeiliche Unterstützung hat und bei seinen Unternehmungen auf
einen wankelmütigen Rechtsanwalt und zwei toughe Schönheiten angewiesen ist, bleibt so
unerklärlich wie der plötzliche Gesinnungswechsel des unbegrenzt reichen ehemaligen Spendenonkelx der
"Grünen". Die Erklärungen für die Hirnrissgkeit des offiziellen grünen Klimadogmas sind überzeugend, wenig
überzeugend ist das Motiv für diese quasi staatlich anerkannte Lügenkampagne. Hier wäre auf die
gesellschaftspolitischen Absichten der Hochfinanz als eigentliche Auftraggeber der grünen Bewegung
abzuheben. Doch da liegen vermutlich die subjektiven oder auch objektiven Grenzen von Michael Crichton.
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am 15. Mai 2007
So ganz kann ich mich den schlechten Kritiken der anderen Rezensoren nicht anschließen. Ich habe einen flotten Thriller erwartet, der den Umweltschutzvereinen eine lange Nase zeigt und ich habe genau das bekommen. Okay, die Stereotypen im Roman sind ein bisschen platt, aber das Buch ist wie ein leichter Sommerwein: Schnell weggelesen und tut am nächsten Tag nicht weh. Ich betrachte es als Gegenroman zu "Der Schwarm" und buche es weg unter: Gar nicht soooooooooo schlecht. Auf alle Fälle gut als Urlaubs-Lektüre.
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am 6. Januar 2010
Kurz und knapp: Dieses Buch ist weit mehr, bzw. kann weit mehr sein, als es auf den ersten Blick scheint.
Crichton versucht, ähnlich wie in NEXT, seine Botschaft zu vermitteln, indem er sich einer hollywoodtypischen Story bedient. Diese ist, wie schon oft zu recht beschrieben, äußerst einfach gestrickt. (Man verzeihe mir den Vergleich mit einem Emmerich Film...) Die Botschaft dahinter allerdings, halte ich für sehr aktuell, denn das Thema Klimawandel dient nur (!) als ein Beispiel für unsere heutzutage, durchweg "propagandierte" Gesellschaft. Er hätte auch jedes andere Thema nehmen können, dies hätte aber wahrscheinlich nicht so viel Aufmerksamkeit erregt.
Zur -m. M. nach- Hauptthese: Klimawandel, Schweinegrippe, Acrylamid, Alterspyramide, Amokläufe, Terror, Rinderwahn... Tagtäglich werden wir in den Medien mit Ängsten bombardiert. (Und daher auch der Titel des Buches.) Die Kritiker dieser "Gefahren" verstummen allzu schnell. Es scheint so, dass sich die Menschheit von der Politik nur noch in Angst unter Kontrolle halten lässt, wofür die auf Auflagen angewiesenen Medien tagtäglich auch sorgen. Dies (und nicht primär den Umgang mit dem Klima) prangert Crichton wohl leider zu recht an.
Einen Punkt Abzug gibt es aber dann doch noch, weil die Rahmengeschichte etwas unter diesen brisanten Thesen leidet.
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am 21. März 2009
Die Handlung des Buches dient zwei Zwecken: Einerseits soll die Funktionsweise von Umweltorganisationen gezeigt und andererseits eine Argumentation zum Thema Klimawandel auf der Grundlage von Fakten geführt werden. Darüber hinaus ist es natürlich auch ein Thriller.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Charaktere sind bei den wichtigen Personen gut gezeichnet und die Handlung ist spannend. Lediglich am Schluss geschieht alles ein wenig schnell: Woher weiß Morton, wo der Tsunami ausgelöst werden soll? Was geschieht mit Drake? Wer ist Kenner wirklich?

Man sieht in dem Buch, dass es sich auch bei Umweltorganisationen nur um eines dreht: Die Beschaffung von Geld. Der Präsidentendarsteller Ted Bradley veranschaulicht sehr gut den Typ des Gutmenschen: Zur Schonung der begrenzten Ressourcen sollen die armen Wilden schön in der Wildnis leben (da ist es ja angeblich sowieso schöner und lebenswerter - ohne Essen und Medikamente und Fernsehen usw.) und uns unseren Lebensstandard nicht weg nehmen. Eine eigene Industrialisierung sollen die Entwicklungsländer nicht bekommen, sondern statt dessen von Entwicklungshilfe abhängig gemacht werden. (Die häufig geforderte "lokale Wirtschaft" als Ersatz für die Globalisierung ist das Gleiche.) Andernfalls wäre ja in Zukunft weniger bzw. keine Hilfe mehr notwendig und die Hilfsorganisationen müssten sich einen anderen Zweck suchen ... Um auf sich aufmerksam zu machen, denken sich die Organisationen Aufsehen erregende Aktionen aus (die im Buch tödlich sind). Alles in allem ist das Bild von den Umweltschutzorganisationen gut gezeichnet, auch das Reisen zu Konferenzen mit dem Flugzeug (obwohl man eigentlich die Umweltverschmutzung und den Energieverbrauch bekämpft) und die Notwendigkeit, selbst mehrere Häuser oder Autos zu besitzen, werden geschildert. Es ist erschreckend, wie wenig Bradley von den Fakten weiß (nämlich fast nichts). Man sehe sich nur die Aktion zu der Bohrinsel "Brent Spar" an - das war alles völlig unnötig, hat viel Geld und Energie gekostet und keinen ökologischen Nutzen gehabt (vielmehr wurde den Unterwassertieren ihr Lebensraum an dem künstlichen Riff Bohrinsel genommen). Aber es war eben eine großartige PR-Aktion und brachte Spenden, was das einzig Wichtige daran war.

Die im Buch aufgeführten Fakten zum Klimawandel sind aufschlussreich und entsprechen z. T. dem, was im "Lexikon der Öko-Irrtümer" von Maxeiner / Miersch steht. Man sollte sich die Mühe machen, auch das Literaturverzeichnis zu lesen; dort stehen u. a. Daten zur Sonne und zu Aerosolen. In dem dort empfohlenen Lehrbuch von Frances Drake wird bestätigt, dass der Effekt der Verstädterung bislang vernachlässigt wurde. Dass das älteste und primitivste Klimamodell die besten Aussagen machte, spricht für sich.

Wenn man die im Buch angeführten Daten ausrechnet, ergibt sich folgendes Bild:

+ 1,00 Grad Celsius - max. Erwärmung im 20. Jahrhundert
- 0,35 Grad Celsius - Verstädterungseffekt
- 0,25 Grad Celsius - Sonnenaktivität (30 bis 50 Prozent; im Beispiel 40 Prozent)
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
= 0,40 Grad Celsius - andere Einflüsse inkl. CO2

Man sollte deswegen den Anstieg der CO2-Werte und die Erwärmung nicht dramatisieren (zur Zeit der Wikinger, Römer und Ötzis war es nachweislich ein bis zwei Grad wärmer), aber alles tun, um Energie zu sparen (z. B. durch mehr Effizienz und Emissionshandel). Außerdem sollte man mehr forschen und Geld in den Bau von Deichen stecken.

Die Besprechung der Aerosole (Staub in der Luft) hat mich irritiert: Sie kühlen die Erde in einem bislang unbekannten Ausmaß ab. Es könnte also sein, dass die deutsche CO2-Reduzierung (da sie vor allem die Luft verschmutzende Werke in der ehemaligen DDR betraf) zu einem wärmeren Klima führt oder nur einen geringen Kühleffekt hat. Das sollte man auch näher untersuchen.

Das Buch ist somit spannend und regt zum Nachdenken an. (Hinweis: Ich habe die amerikanische Originalausgabe "State of Fear" gelesen.)
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