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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
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4,6 von 5 Sternen
Andy und Marwa: Zwei Kinder und der Krieg
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:12,95 €+ 3,00 € Versandkosten


am 23. Januar 2011
Die übliche Kriegsberichterstattung zeigt die Auseinandersetzungen aus der Perspektive der Kriegsmacher wie ein Abenteuer. Dieses Buch zeigt die andere Seite, die fürchterlichen Auswirkungen auf einzelne Soldaten (Andy) und Zivilisten (Marwa).

Ein spannender, erschütternder Bericht. Lesenswert insbesondere für solche Stammtischpolitiker, die meinen, dass "wir" uns im Ausland "militärisch engagieren müssen".
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am 29. März 2005
Parallel erzählt werden die Lebensgeschichten zweier völlig verschiedener junger Menschen, mit all ihren Sehnsüchten, Hoffnungen und Träumen; sie haben sich niemals gesehen oder kennen gelernt, durch ihr grausames Schicksal in einem sinnlosen Krieg sind sie aber untrennbar miteinander verbunden. Am gleichen Tag, am 04. April 2003 kostet eine irakische Granate Andy das Leben und eine amerikanische Splitterbombe zerfetzt Marwas rechtes Bein und tötet deren kleine Schwester Azra.
Dieses Buch von Jürgen Todenhöfer ist ein Plädoyer für eine andere, menschlichere Außen- und Sicherheitspolitik - nicht nur aus moralischer Sicht, auch aus Gründen der Vernunft. Mit Andrew Julien Alviles aus Tampa, Florida und Marwa Missan aus Sabah Qusur in der Nähe Bagdads personifiziert der Autor das Leiden vor und während des Krieges im Irak. Zivilisten wie Soldaten beider Seiten sind Opfer. Es gibt wie in jedem Krieg keine Sieger, nur Besiegte!
Dass der grausame Diktator Saddam Hussein entmachtet und verhaftet wurde ist selbstverständlich nur zu begrüßen, doch der Preis für dieses Machtspielchen zwischen Bush, Rumsfeld und Saddams Tikrit-Clan ist absolut zu hoch! Wie viele Soldaten wie Andy darf man opfern, wie viele Zivilisten wie Marwa und ihre kleine Schwester dürfen deswegen getötet oder verstümmelt werden, wie viele Familien auf beiden Seiten darf man dafür in ewige Trauer stürzen?
Das zweite, wieder sehr emotionale Anti-Kriegs-Buch von Jürgen Todenhöfer nach „Wer weint schon um Abdul und Tanaya" reißt dem Krieg seine glorifizierende, patriotische Maske vom Gesicht und dokumentiert das Elend und die Trauer die mit ihm unvermeidlich verbunden sind. Es zeigt den Krieg wieder aus einem sehr persönlichen Blickwinkel, Andy und Marwa stehen stellvertretend für die vielen sinnlosen Opfer einer dummen und menschenverachtenden Politik ohne Weitblick, die nur auf Macht und deren Erhaltung abzielt.
Mit viel Einfühlungsvermögen, literarischem Geschick und humanistischem Gedankengut bringt uns der Autor das Leiden der Menschen näher, viel näher als es Fernsehberichte oder Nachrichten in Radio und Zeitung vermögen.
Diese Anklage gegen den Krieg mit seinen brillanten, knallharten politischen Analysen berührt einen sehr, sie macht betroffen, nachdenklich und traurig. Es war das erste mal in meinem Leben dass mich ein Buch zum Weinen gebracht hat - und ich schäme mich für keine einzige meiner Tränen!
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am 17. Januar 2010
Dieses Werk von Herrn Todenhöfer beschreibt gezielt die Diskrepanz zwischen dem so sicheren, fröhlichen und reichen Amerika und dem angsteinflößenden, tristen und armen Irak. Marwa ist ein Mädchen, das im Irak, im Krieg, aufwächst. Andy ist ein Junge, der in den USA lbt und zu den Marines geht um sich ausbilden zu lassen. Er wird im Irak stationiert, und zwar gerade dort wo auch Marwa mit ihren Geschwistern und ihrer Mutter wohnt. An ein und demselben Tag verändert sich das Leben der beiden, die nur noch wenige Meter voneinander entfernt sind. Marwa wird schwer verletzt und Andy trifft es noch schlimmer...

Empfehlenswertes Buch, für Menschen, die bereit sind der Realität ins Auge zu sehen. Jürgen Todenhöfer hinterlässt einen ganz anderen Eindruck beim Leser, der vorher vielleicht mit Klischees gegenüber dem Irak gewappnet war. Er beschreibt die Armut und die Todesangst im Land, den Terror und den Krieg. Es ist eine interessante Geschichte, über zwei Junge Menschen, aus verschiedenen, verfeindeten Ländern, die jedoch der Krieg und ihr zartes, junges Alter miteinander verbindet.

~Bücher-Liebhaberin~
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am 1. März 2005
ich habe "Andy und Marwa" am Wochenende gelesen.In weniger als 4 Stunden, denn ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus meiner Hand legen. Todenhöfer zeigt uns den Krieg aus einer anderen Perspektive. Aus der Sicht der Opfer, die so oft noch so jung sind.
Ich muss zugeben, auch ich habe die Schnauze voll vom Irak Krieg und ich kann mir die meisten Berichte im Fernsehen zu dem Thema auch nicht mehr ansehen...aber "Andy und Marwa" ist anders, viel persoenlicher...Ich werde dieses Buch auch meinem 15 Jaehrigen Sohn zu lesen geben, denn keiner beschreibt die wahren Geschichten im Irak besser als Todenhöfer.
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, denn es ist es wert.
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am 9. Mai 2011
Wir haben Glück, denn wir kennen das Kriegsgeschehen meist nur aus dem TV. Grauenhafte Szenerien sind weit weg, die Opfer anonym, nur mehr oder minder hohe Zahlen. Natürlich empfinden Menschen anders, die die Gelegenheit hatten, die betroffenen Länder und ihre Menschen vor Ausbruch des Krieges wirklich kennen zu lernen. Jürgen Todenhöfer ist einer davon. Er war im Irak und in den USA zu Gast und er kennt die Mentalität deren Bewohner.

Deshalb hat er es auch sehr differenziert verstanden, seinen Lesern die beiden Kinder Andy und Marwa sowie ihre Familien ganz nahe zu bringen. Plötzlich haben die Opfer Namen, wir sehen ihre Bilder und erfahren von ihren Träumen. Beide haben das Leben noch vor sich und beide haben sehr klare Ziele. Der Krieg zerstört alles. Nun leiden wir Leser mit den Müttern, die ein für immer verstümmeltes Kind oder nur noch ein Grab haben.

Die Schrecknisse eines Krieges treffen immer das Volk, ganz gleich, welches Land oder welche Religion dahinter stehen. Die Worte des amerikanischen Präsidenten Bush, geschickt zwischen den gleichzeitigen Geschehnissen bei Andy und Marwa platziert, wirken wie Hohn angesicht des unermesslichen menschlichen Leids. Es macht wütend, zumal auch die geschilderten politische Zusammenhänge und Hintergründe äußerst aufschlussreich sind.

Jürgen Todenhöfer ist ein eindringlicher Appell gegen den Krieg mit all seinen Ungerechtigkeiten und schweren Folgen für die unschuldigen Opfer gelungen. Man sollte dieses Buch lesen und an seine Kinder weiter geben.
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am 11. Januar 2007
Über wen schreibt die Kriegsgeschichte? Diese Frage untersuchte Jürgen Todenhöfer, vielen noch in Erinnerung als ehemaliger Sprecher der CDU/CSU in Rüstungsfragen, bereits in seinem ersten Buch zum aktuellen Golfkrieg "Wer weint schon um Abdul und Tanaya?". Auch in seinem neuen Werk bleibt er dieser Linie treu und behandelt zwei Einzelschicksale. Sein Buch schildert das Leben von Andy und Marwa.
Der 18-jährige Reservist Andy stirbt 2003 beim Vormarsch auf Bagdad ' zerrissen von einer irakischen Granate. Am gleichen Tag beginnt Marwas Leiden: In umittelbarer Nähe trifft eine Splitterbombe die damals Zwölfjährige. Sie verliert ein Bein und, was schwerer wiegt, ihre neunjährige Schwester Azra. Todenhöfers Analyse der beiden Schicksale beginnt schon früher, am 11. September 2001. Er sammelte und dokumentierte, interviewte und beobachtete.
Neben den Rechercheergebnissen enthält das Buch einen ausgezeichneten Bild- und Kartenteil. Eingeflochtene Reden von US-Präsident George W. Bush (im originalen Wortlaut) geben den Zeitrahmen wieder. Die Rolle des Autors bleibt zunächst unklar. Mal ist er Beobachter, mal Reporter, mal Zuhörer. Erst am Schluss wird deutlich, dass Todenhöfer selbst aktiv wurde, er leistete humanitäre Hilfe und stellte den Kontakt zwischen beiden Familien her.
Zyniker werfen Todenhöfer Gutmenschentum vor. Das Buch jedoch zeigt, dass der erklärte Irak-Kriegsgegner in seinem tiefsten Innern immer noch vor allem eins ist: Politiker. So muss der Leser auch sein neues Buch verstehen - politisch.
Hier schreibt ein Deutscher, der den Irak aus der Vor- und Nachkriegszeit kennt. Einer der aufbauen hilft: Die Tantiemen aus beiden Büchern gehen an das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF). Mit dem Geld entsteht ein Kriegswaisenheim in Kabul; eine neue Heimat für Straßenkinder in Bagdad wird folgen. Gutmenschentum? Nein, bestimmt nicht. Wer "Andy und Marwa" liest, weiß, dass hier ein Realpolitiker schreibt und handelt.
Kritik an der US-Administration bekommt oft den Stempel "anti-amerikanisch". Dies wurde auch bei dem Ehrenoberst der US Army Todenhöfer versucht. Auch damit müssen Menschen, die über Geschichte schreiben, rechnen. Am Ende erhält der Leser des Buches jedoch ein Sittengemälde. Aus drei Perspektiven setzt sich dieses Bild zusammen: der irakischen, der amerikanischen und der deutschen.
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am 27. Juli 2005
Es gibt Bücher, die läßt man wegen dummer Vorurteile liegen- und ärgert sich hinterher über sich selbst. So ging es mir mit diesem Buch. Ich hatte es irgendwann gekauft und weggelegt, nur wegen des Autoren. Nach dem Motto, was soll der ehemalige außenpolitische Sprecher der CDU Regierung schon erzählen. Aber dann nahm ich das Buch mit in den urlaub, mit dem Ergebnis, das ich meinem Mann, meiner Tochter und meiner Freundin das Buch "aufnötigte". Wir waren uns alle in einem einig, wir haben selten so ein ergreifendes Buch gelesen, das ohne ins " Rührselige" abzudriften, den Irrsinn und das Grauen eines Krieges aufzeigt. Bemerkenswert finde ich, dass Herr Todenhöfer nicht nur den Wahnsinn eines jeden Krieges aufzeigt,sondern auch- ohne sich einseitig für die Araber zu engagieren, trotzdem sich eindeutig für ein eigentlich selbstverständliches Grundrecht einsetzt- und alle beschämt, die es oft vergessen: nämlich die Würde ALLER Menschen.
Dieses Buch sollte Pflichtlektüre an den Schulen werden
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am 16. Juli 2006
Daß ein Krieg bedeutet, junge Menschen sinnlos zu opfern - das hat Todenhöfer eindringlich dargestellt. Er gibt den Opfern ein Gesicht, eine Geschichte und eine Vergangenheit. Für dieses Engagement, für dieses Projekt kann man ihn nur beglückwünschen. Und im Nachwort hält er ein flammendes Plädoyer gegen Krieg und Gewalt als Mittel zur Problemlösung. Vor allem, wenn dieses Problem die Spaltung in Arm und Reich ist. Ursache für Terror ist Ungerechtigkeit. Und Gerechtigkeit läßt sich nicht mit Bomben schaffen. Umso mehr bekümmert mich, daß er den Irakkrieg als - wenn auch falschen - Kampf gegen Terrorismus" sieht. Seinem Nachwort zufolge ist der Irakkrieg ein Versuch der USA, Terrorismus zu bekämpfen. Zu recht nennt er das einen Fehler. Aber er verkennt, daß es kein Krieg gegen Terrorismus ist, sondern ein Krieg um Energiereserven und Einflußsphären, also ein Feldzug zur Erweiterung des amerikanischen Imperiums. Terrorimus diente dabei nur als Vorwand.

Das schmälert nicht den Inhalt des Buches, aber den Gehalt des Nachworts.
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am 25. April 2005
Wieso musste das geschehen??? Das hat sich bestimmt auch der Autor dieses Buches gefragt...Wieso musste Andy sterben? Wieso mussten so viele unschuldige Kinder sterben? Wir wissen es bis heute nicht genau, doch "ANDY UND MARWA" zeigt uns, wieso so etwas nicht wieder vorkommen sollte. Dieses Buch ist zeitlos, es wird aus der Sicht der Opfer berichtet. Keine Politik, einfach nur Leben. Mann muss "Andy und Marwa" erst lesen, um zu verstehen, was angerichtet wurde. Ein grosses + hat dieses Buch auch verdient, weil es in einem Stiel geschrieben ist, der auch Kindern und Jungendlichen gefallen wird. Alle werden davon lernen koennen. Wieso wird so ein Buch wie "Andy und Marwa" nicht in deutschen Schulen zur Lektuere gemacht? Meine Kinder haben es mit Spannung gelesen und haben auch viel davon gelernt...
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am 9. Dezember 2005
Ich bin Schülerin einer Berufsschule und wir sollen im Deutschunterricht ein Buch unserer Wahl vorstellen. Habe mich für dieses Buch entschieden weil es sehr ergreifend geschrieben wurde. Ich habe mich sehr für den irrsinnigen Krieg im Irak interessiert und somit das Buch in einem Stück gelesen. Es ist unbegreiflich das wir hier in Deutschland oder in manch anderen europäischen Länder so viel jammern. Das wir nicht das Leid der Bevölkerung im Irak sehen. Jürgen Todenhöfer hat dies in seinem zweiten Antikriegs Buch geschafft nieder zuschreiben. Ein sehr gelunges Buch was zum Nachdenken anregt!
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